Worauf bist du heute stolz?

.. das wurde ich heute in meinem “Achtsamkeitskalender” gefragt. Da bin ich doch schon gleich mal überfragt. Worauf kann man denn stolz sein? Okay, da gibt es bestimmt einiges, aber wenn man mich fragt, bin ich erst mal überfragt.

Ich habe in meinem Leben noch nicht wirklich etwas richtig Bedeutendes geschaffen, also warum stolz? Was ist Stolz eigentlich? Und das sagt mir Google unter anderem:

Ganz allgemein lässt sich der Stolz als ein Gefühl bestimmen, dass den Wert der eigenen Person in einer bestimmten Situation erhöht.

Für Menschen, deren Selbstwertgefühl nicht sooo ausgeprägt ist (da zähle ich mich dazu), also eher unbekannt.

Gut – stolz war ich (oder bin es noch), als ich mein Fernstudium zur Betriebswirtin mit abschließende Diplom in der Hand hatte. Das war eine Leistung, die ich mir selbst eigentlich gar nicht zugetraut hätte.
Und ebenfalls stolz bin ich auf meine Selbständigkeit als Fotografin mit meinem eigenen kleinen Unternehmen. Auch da hätte ich es nicht geglaubt, daß ich das schaffe. Gut- das ging natürlich nur mit Männes Unterstützung und Hilfe aber letztendlich habe ICH es geschafft.

Von daher ist dieser Achtsamkeitskalender, den ich mir selbst zu Weihnachten geschenkt habe, ein Anfang, ein bißchen mehr auf sich selbst zu hören, auf sich selbst zu “achten”, nicht alles als Selbstverständlich hinzunehmen und eben auch mal auf sich stolz zu sein, wenn man etwas “besonderes” erreicht hat. Ich bin gespannt, ob ich es fertig bringe, die täglichen Fragen ehrlich zu beantworten und damit ein wenig Selbstreflektion zu betreiben.

So, das war zum Anfang des Jahres und auch zum Anfang dieses Postings etwas “psychologisch” angehaucht – jetzt erzähle ich euch von unserer Silvesterparty, die wirklich super war und – von der ich dann, hätte ich ein wenig mehr Selbstwertgefühl – sagen würde” Ich hab die Party super gewuppt”. (Wobei ich das ja auch wieder nicht alles alleine gemacht habe).

Anfangs geplant mit insgesamt 6 Personen kamen dann Anfang Dezember noch 3 weitere hinzu und so kurz vor Weihnachten wurden wir von einem befreundeten Pärchen gefragt, was wir denn Silvester machen würden. “Kleine Party mit Fondue und anschließend Tanz, wieso? Ja also, äh, wir wollten eigentlich mit Freunden zu Hause feiern, aber irgendwie hat sich das jetzt nicht ergeben … und da wollten wir mal fragen…. aber ganz ehrlich antworten und nur, wenns euch nicht zu viel wird.

Als Männe damit um die Ecke kam, hab ich schon geschluckt und gedacht: Fondue für 11 Personen ist schon ne kleine Herausforderung und ich habe tatsächlich (ich bin doch noch lernfähig) erst mal auf mich und meine Zweifel gehört anstatt sofort zuzusagen “kriegen wir hin” und danach rumzujammern, es wird mir zu viel.

Fakt ist – ich/wir haben dann entschieden, kriegen wir hin, wenn wir alles etwas verteilen: Jeder tut oder bringt etwas. Es wurden Vorspeise und Nachspeise verteilt, ich habe die Fonduesoßen “outgesourced”, Wein und Sekt mitbringen wurde verteilt und so blieb uns/mir “nur” Fleisch und Baguette zu besorgen, den Rahmen hübsch zu gestalten.

Und wie das gute Schicksal dann manchmal doch noch um die Ecke schaut, sagte ein Pärchen dann noch ab – zwar sehr kurzfristig aber letztendlich waren wir dann 9 Personen und das machte es doch noch etwas einfacher.

Wir begannen mit einem Aperitiv und Papas selbstgemachte Käsestanden (Blätterteigstangen), die hatte ich an Weihnachten als Teiglinge mitgenommen und frisch aufgebacken.

Regina hatte als Vorspeise Lachstartar mitgebracht – sehr lecker.
Dann gabs Fleischfondue – ich hatte das Fett richtig lange auf dem Herd stehen und es toll heiß – auch relativ lange und das Fleisch war klasse. Ich liebe Fondue mit Fett – es ist superknusprig und es schmeckt uns einfach besser als Fondue mit Brühe. Wobei die Brühe halt am nächsten Tag noch eine ganz besondere Suppe ergibt.

Chrissie hatte Mochito Cupcakes und Melk Tarte zum Nachtisch mitgebracht – ich konnte noch nix essen, hatte ja noch das ganze Fleisch und die Shrimps mit Baguette und all den leckeren Soßen, die Silvia gemacht hatte, im Hals.

So gegen halb zwölf waren wir fertig, Carmen und ich spülten schnell die Sektgläser vom Aperitiv und kurz vor zwölf waren die Gläser auch wieder aufgefüllt, wir zählten den Countdown runter und nach “Happy new year” und “New York” marschierten wir nach draußen und ließen ein paar Kracher in den Himmel steigen. Und nein, ich werde mich jetzt nicht schlecht fühlen und mich”entschuldigen” – ich möchte mir diese Tradition nicht nehmen lassen. Und all diejenigen, die sich jetzt aufregen, sitzen dann sonntags vorm Fernseher und gucken sich Formel 1 an, wenn man unsinnig Runde um Runde im Rennwagen durch die Gegend rauscht, Benzin verballert, Abgase noch und nöcher raushaut und Reifen abfährt, die dann im hintersten Indien oder in welchem armen Land auch immer verbrannt werden!!!

Gegen dreiviertel eins waren wir dann wieder inhäusig und legten jede Menge flotte Sohlen aufs Parkett – es war wirklich lustig und toll. Männe macht jedem guten DJ Konkurrenz!

Gegen halb drei verabschiedeten sich die ersten Gäste, die noch fahren mussten oder wollten. Carmen und Foumy übenachteten bei uns und wir saßen noch bis halb vier – Carmen und ich spülten dann noch alle Gläser (bis auf die, die noch vor uns standen – also genau 4 Stück) und um 4 Uhr lag ich im Bett. Konnte lange nicht einschlafen, weil es eine richtig gelungene Fete war, ich froh war, daß alles so gut geklappt hatte, die Küche und Eßzimmer schon wieder in gutem Zustand fürs gemeinsame Frühstück war und ich genau wußte, daß ich nach dem Aufwachen weder Kater noch Kopfweh haben würde. Nachdem es mir gesundheitlich ja im Moment nicht so gut geht, hat sich mein Alkoholkonsum sehr in Grenzen gehalten, was auch gut ist/war.

Gemeinsames Frühstück gabs dann um 10 Uhr und wir saßen dann noch noch bis fast 14.00 Uhr beieinander – war auch sehr nett und harmonisch.

Gestern abend gabs dann Extremcouching, aufgrund des Schlafmangels konnte ich nur noch dem Traumschiff folgen (da macht es nix, wenn man zwischendrin mal einnickt, so niveaulos ist das mittlerweile geworden). Aber für so einen Abend genau das richtige Programm.

So und nun ist schon der zweite Tag des neuen Jahres angebrochen – ich habe mir für diese Woche jede Menge “me-time” verordnet – ich habe ja diverse Bücher zu Weihnachten bekommen, denen werde ich mich hingeben. Es steht außer Arzbesuch in dieser Woche gar nix an und das ist ein herrliches Gefühl. Und nein, Langeweile kenne ich nicht und die wird es bei mir auch niemals geben.

Fangt es gut an – das Neue Jahr – auf regen Austausch hier. Ich freue mich drauf.

Veröffentlicht von Kerstins Reisefotos und mehr...

Reisefreudig, Fotografie-süchtig, fast immer gut gelaunt, Optimistin... Fotografie ist mein Leben - meine Leidenschaft - mein Yoga

2 Kommentare zu „Worauf bist du heute stolz?

  1. Stolz sein?
    Ich bin viele Jahrzehnte verheiratet und habe Kinder und ein eigenes Haus. Wenn ich da nicht stolz drauf wäre, würde was schief laufen.

    Gefällt 1 Person

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