Skifahren in Südtirol

Endlich wieder Südtirol

Nachdem wir 2021 gar nicht – und 2020 ganz kurzentschlossen wegen Corona auf Kärnten umbuchen mussten, ging es dieses Jahr wieder nach Sütirol – besser gesagt – auf die Seiser Alm – mein absolutes Lieblingsskigebiet. Hier kenne ich mich aus, hier weiss ich, dass ich jeden Hang hinunterkomme und mit jeder Piste klarkomme. Ich bin keine schlechte Skifahrerin, brauche aber weder Buckelpisten noch muss ich mir beweisen, dass ich jede schwarze Piste hinunterkomme. Ich will einfach Spass beim Skifahren haben und das hab ich auf der Seiser Alm garantiert.

Wir sind von München gegen 8 Uhr am Sonntag losgefahren und waren um 11 Uhr auf der Seiser Alm, Zimmer war schon frei und so haben wir schnell das Nötigste ausgepackt und sind in unsere Skiklamotten und Skistiefel gesprungen – das erste Mal Skiskiefel anziehen ist für mich pure Qual und jedes Mal denke ich mir, das können gar nicht meine sein. Sind sie – wenn ich erst mal drin bin, ist alles okay.
Skipässe hatten wir über unser Hotel Icaro Hotel geordert und nun mussten wir uns noch „coronatechnisch“ mit einer App freischalten und los gings.
Den Monte Piz hinunter zum Steger Dellai und dann zum Puflatsch Richtung Laurin Hütte -dort Einkehrschwung. Es ist wie Fahrrad fahren – Skifahren verlernt man nicht – einfach herrlich.

Der erste Tag verging wie im Flug und gegen 16 Uhr machten wir uns auf den Heimweg- wir hatten ja den Vorteil, selbst vom entlegensten Lift innnerhalb von gut 30 Minuten wieder vor unserer Haustür zu sein.
Nach einem tollen Abendessen und einer guten Flasche Wein fielen wir um 22 Uhr todmüde ins Bett. Die frische Luft und die ungewöhnliche sportliche Betätigung sorgten für ein wohliges Müdigkeitsgefühl.

Sonne und Schnee pur

Ausblick morgens um 8 Uhr von meinem Zimmer aus

Ein genialer Tag mit Sonnenschein und klirrender Kälte in der Frühe. Nach dem Frühstück ging’s gleich los. Unser Hotel – das Icaro- Hotel ist genial gelegen – vom Zimmer direkt auf die Piste – besser und angenehmer geht es nicht. Heute wollten wir zum Goldknopf – Ski an und los.

Ich liebe es, über der „Piste“ im Lift zu schweben und zu wissen, gleich geht es los. Hier „hängen“ wir noch im „Steger Dellai“ – einer der „ältesten“ (von seiner Bauart) Lifte hier auf der Seiser Alm. Hier wurden in den letzen beiden Jahren viele Liftanlagen erneuert und modernisiert, der „Bamby“ zum Beispiel oder auch der Mezdi- aus einem alten 2-er Lift wurde ein flotter und moderner 6-er Sessellift.
Wir „huschten“ über den Puflatsch und den Panoramalift zum „Floralpina“ – herrliche Pisten – hart und doch griffig – weiter zum Florianlift. Oben angekommen, wollten wir bei der Williamshütte einschwingen, da war es aber brechend voll und die Skifahrer standen schon Schlange. Also die Piste runter- aber nicht ganz- auf halbem Wege sahen wir das Schild „Saltner Hütte“ – die kannten wir noch nicht. Etwas abseits der Piste aber herrlich, kleiner aber gemütlicher als die Williamshütte. Und wir fanden auch gleich einen Platz an der Sonne am Tisch eines netten Paares aus Berlin.

Nach einer guten Stunde ging es gestärkt über einen schönen Ziehweg direkt wieder zum Florianlift, den wir noch ein paar Mal fuhren, bis wir uns gegen 16 Uhr gen Heimweg machten. Das Tolle an einer Unterkunft direkt an der Seiser Alm ist, dass diesen Gästen die Pisten ab 16 Uhr alleine gehören – alle Skifahrer, die Richtung Seis, Kastelruth oder St. Ulrich wollen, müssen sich da in Richtung ihrer Gondeln bewegen, wärendessen die anderen bis 17 Uhr die Liftanlagen nutzen können. Einfach herrlich.

Was ist denn heute los? Hat die Sonne Urlaub?

Heute früh wachten wir auf und die Sonne ließ sich zuerst einmal nicht sehen – wir wissen aber, wie schnell sich das Wetter gerade in den Bergen ändern kann und so gings erst mal zum Frühstück. Gegen 10.30 Uhr war die Sicht immer noch recht diffus und wir entschieden uns zu einer Schneeschuhwanderung. Witzig diese Dinger, wir mussten uns erst ein paar Schritte einlaufen, dann gings super und wir genossen es, nicht bis zu den Knöcheln im Schnee zu versinken. Wir marschierten erst entlang der Piste des Monte Piz hinunter zum Lift, der uns Gott sei Dank auch ohne Ski wieder mit nach oben nahm.

Dann entdeckten wir eine neue Piste, die hinunter zur Sanon Hütte führt – weit und breit kein Skifahrer – wir sind schön am Rande der Piste hinunter gelaufen – in der Hoffnung, dort mit dem Lift auch wieder nach oben befördert zu werden – Denkste! Dieser Lift ist nicht dafür ausgestattet, Wanderer oder Fußgänger nach oben zu transportieren. Nutzt nix – also stapften und schnauften wir nach oben. Die Piste ist als rote bezeichnet, dementsprechend hat die ein nettes Gefälle – und im Umkehrschluß einen netten Anstieg. Ziemlich atemlos und verschwitzt kamen wir oben an – kurze Pause im Hotel mit Stärkung, Umziehen und nachdem die Sonne wieder da war, drauf auf die Ski und los. Diesmal ließen wir den Puflatsch aus und begaben uns direkt in Richtung Laurin und von dort Richtung Spitzbühl. Dort sind wir Jahre nicht mehr gefahren – Grund war unter anderem der recht langsame Lift, der einem im Schneckentempo nach oben brachte. Aber auch hier wurden wir angenehm überrascht – der Lift fuhr flott nach oben und dort angekommen, schauten wir erst einmal einem Paraglider zu, der dort seine Runden zog.

Nachdem wir die Spitzbühlpiste drei Mal gefahren sind, schwangen wir noch etwas am Laurinlift und am Panoramalift auf den Pisten und machten uns dann wieder auf den Weg nach Hause bzw. zu unserem „Hausberg“, wo ich mich am Carven probierte – mehr oder weniger erfolgreich. Ich war gerade so gut mit den kleinen und kurzen Schwüngen unterwegs und gut im Schwung.
Gegen 17 Uhr waren wir wieder im Hotel – ich wäre unter normalen Umständen gerne in die Saunna gegangen, aber die da aktuelle Coronalage hielt mich davon ab – weshalb wir den Wellness-Bereich unseres Hotels außen vor ließen.
Ein tolles Abendessen und ein guter Wein ließ aber nichts vermissen und auch an diesem Tag begaben wir uns gegen 22 Uhr ins Bett.

Sonne, Ski und Pisten …..

Sonne beim Aufwachen, knackige Kälte beim Losfahren und ein wohliges Gefühl beim „über die Pisten“ schwingen – das macht einen tollen Skitag aus. Wir fuhren Richtung Goldknopf und genossen die herrlichen Abfahrten vom Floralpina aus – breite und ideale Pisten, wenig los und über uns ein stahlend blauer Himmel ohne eine einzige Wolke. Unser Mittagsziel war die Williamshütte – leider war es dort gegen 13.00 immer noch brechend voll und die Leute standen schon an. Und da sahen wir sie – eine Piste, die wir noch niemals wahrgenommen hatten – die 34- er – hinter der Williamshütte hinunter. Achim hatte zu Hause schon eine für uns neue Hütte entdeckt – die Tirler Alm – diese wollten wir auch einmal ausfindig machen. Also – der Piste Nr. 34 nach hinunter und dann werden wir sie schon finden. Eine relativ schmale Piste ging es hinunter – Kurve und da hörten wir schon Musik – ziemlich einfach zum Finden :). Also Einkehrschwung und Ski abschnallen und parken. Einmal um die Ecke herum und da sahen wir auch schon zwei „Jungs“ stehen – einer mit Saxophon und einer mit Gitarre – und eine tolle Stimmung. Zu zweit fanden wir auch gleich noch einen Platz an einem Tisch bei – richtig – sehr netten Berlinern. Wir saßen in der Sonne – es war richtig warm – genossen die Livemusik, die wirklich richtig gut war und dann auch noch unsere Speckknödel – bzw. Leberknödelsuppe. So- und dann wurde uns klar, dass wir nicht auf der Hütte „Tirler Alm“ waren – nee, wir waren auf der :

Zallinger Alm – sehr zu Empfehlen – Service und Essen, Trinken, Preis-Leistunsverhältnis top

Auf der Zallinger Alm sassen wir fast 2 Stunden, die mit der Musik – übrigens sind das die „The Snoops Band„, die auf dem Münchener Oktoberfest im Käferzelt spielen – ziemlich schnell vorbei gingen. Hier auf der Hütte nur zu zweit aber im richtigen Bandleben zu fünft unterwegs – eine Klasse Band – auch privat für Parties anzuheuern. Die bringen die Menge zum Toben. Nach einem „Willi“ (mach ich ja sonst nie – Schnaps auf der Piste und dann noch Ski fahren) machten wir uns dann auf den Heimweg. Eine tolle Abfahrt – KEIN Mensch ausser uns auf der Piste. Wir kamen dannn noch an der Tirler Alm vorbei, die dann schon im Schatten lag und auch ziemlich verlassen war – gut, es war schon kurz vor 16 Uhr.
Wir sind dann wieder Richtung Goldknopf und von dort nach Hause – kaum Skifahrer unterwegs – wirklich toll. Im Zimmer angekommen, ruhten wir uns aus, machten uns frisch und dann gings wieder Richtung Abendessen.

Und wieder ein tolles 5-Gänge Menue – von dem ich zwei ausgelassen habe – einen tollen Wein dazu und noch einen „Absacker“ in der Bar. Um 22.30 Uhr lag ich im Bett und kurz drauf war ich im Land der Träume.

Schon wieder Sonne und blauer Himmel…

Was soll ich sagen – wir haben wieder eine der absoluten Traumwochen erwischt. Wir haben es uns schon so oft gedacht – wir haben sehr oft Glück mit dem Wetter beim Skifahren. Heute ging es mal wieder zum Puflatsch – da gibts eine „schwarze Piste“ – die wollten wir auch mal gefahren haben – voll fies, das Ding. Fängt toll an – tolles Gefälle und Piste prima – nicht hart und nicht weich -aaaaber weiter unten… ist eben ein Südhang und da fällt die Sonne prima drauf. War jetzt nicht sooo sulzig aber auch nicht so, daß ich das jetzt nochmal hätte fahren müssen. Ich hatte mal wieder diese eine Situation „ahhh – neee- bloss nicht fallen – lass laufen die Ski und halte dich halbwegs grade, egal wie doof das aussieht – und seh zu, dass du in der Kurve gescheit rumkommst“. Mission erfolgreich erfüllt. Wir sind dann noch ziemlich oft den Panorama-Lift gefahren – hier kreuzt gleich eine Kutsche unsere Piste. So eine Kutschfahrt haben wir vor Jahren auch einmal gemacht – war richtig schön.

Zum Einkehrschwung mittags fuhren wir wieder zur Laurinhütte – auch hier gab es für uns wieder ein „Platz an der Sonne“ – heute für mich mal Frankfurter Würstel und ein großes warmes Skiwasser – eigentlich auch nur Zuckerwasser :-(… aber es schmeckt halt.

Wir fuhren noch ein paar Mal am Laurin-Lift und bewegten uns dann Richtung Heimat – wieder ein herrlicher Tag mit Sonnenschein und frischer Luft und sportlicher Betätigung. Es ist einfach herrlich – ich fühle mich sooo wohl hier.
Vorm Hotel angekommen, fuhren wir noch ein paar Mal am Sanon Lift bzw. an der Sanon Hütte noch und runter und fanden diesen schönen Kerl hier :


Ich marschierte nach dem Skifahren noch etwas draußen herum und gegen 17.30 Uhr ging ich aufs Zimmer und wir hatten wieder einen tollen Abend mit gutem Essen und tollem Wein. Was soll ich sagen – 22.30 Uhr gings ins Bett und diese körperliche Anstrengung macht einen so herrlich müde….

Heute Wandertag für mich

Ich hatte schon vor dem Urlaub einen „Wandertag“ für mich eingeplant und bis jetzt waren ja alle Tage vom Wetter her so genial, dass es fast „Verschwendung“ gewesen wäre, da nur „zu Laufen“. Heute war es soweit – uuuuund das Wetter auch nicht ganz so ideal – diesig und schleierwolkig. Achim machte sich nach dem Frühstück auf die Bretter und ich zog mit Kamera los – ich wollte mir mal die „Adler Mountain Lodge“ anschauen – dort hatten wir vergeblich nach einem Zimmer angefragt“. Und dann marschierte ich einfach mal los :

Es war ein toller „Wandertag“ – ich war zunächst ca 4 km unterwegs und habe mich dann noch mal mit Achim verabredet – unten am Monte Piz – Achim kam vom Goldknopf und ich von unserem Hotel aus. Ich marschierte dann auf einem Weg nach unten – diesen sind wir am Dienstag schon mit den Schneeschuhen gelaufen – das war um einiges „unanstrengender“ – aber letzendlich kam ich auch unten an. Wir trafen uns im Restaurant Monte Piz und hier gab es für mich meine erste Pizza in diesem Skiurlaub – hab ich sehr genossen. Wir saßen schön warm an der Hauswand und von oben mit Heizstrahlern gewärmt – für die innere Wärme gabs noch eine „Corona-Impfung“ in flüssiger Form – natürlich brauchten wir dann auch noch einen „Booster“ – war sehr nett dort. Ich musste es ja nur noch mit meinen Füßen zum Lift schaffen – gelang unfallfrei..
Leider hieß es an diesem Abend auch schon wieder „Koffer packen“ – einpacken im Urlaub geht bedeutend besser als zu Hause – es muss halt alles nur in den Koffer reinpassen. Am Abend noch ein letztes 5-Gänge-Menue – eine gute Flasche Wein und dann gings noch einmal an die Bar. Dort trafen wir auch noch ein Pärchen aus München – wir hatten eine nette Unterhaltung und nuckelten an unserem nicht wirklich schmeckenden Gin Tonic – wären wir nicht so freundlich gewesen, hätten wir gefragt, ob der Barkeeper die Gin- mit einer Ouzoflasche verwechselt hatte. Gin Tonic, der nach Anis schmeckt???? Muss man mögen – wir nicht allzu sehr. Aber das war auch wirklich das Einzige, was wir „reklamieren“ hätten können – ansonsten war der Service, das Essen, die Weine, die Unterkunft und selbst das Wetter einfach nur perfekt.

Bye bye Seiser Alm – see you next year…

Und schon war unsere Woche Skifahren schon wieder vorbei. Wir hatten uns aber vorgenommen, bei passablem Wetter noch mal zu Ski zu fahren – es macht keinen Sinn, dann auf der Autobahn zu fahren, wenn alle unterwegs sind und dann im Stau stehen. Bis wir unsere Gepäckstücke alle im Auto verstaut hatten, hat es auch wettertechnisch wieder etwas aufgerissen und wir schoben uns nochmals die Pisten hinunter – herrlich – aber immer noch leicht eingetrübt, als wäre der Schlern traurig, weil wir abreisen.
Wir fuhren nochmals am Puflatsch, den Panoramalift und Laurin und zum verspäteten Mittagessen kehrten wir nochmals im Monte Piz ein.

Mit einer riesigen Portion Spaghetti Bolonaise beendete ich unseren Skiurlaub – noch einmal hieß es „rein in den Lift“ – wir fuhren den Stella Dellai noch zweimal und dann machten wir uns ein letztes Mal auf den Weg zu unserem Hotel. Den Monte Piz fuhren wir noch drei oder vier mal und dann hieß es „Ski abschnallen und ins Auto“


Wir fuhren noch einmal kurz nach Seis – fanden aber nix, was wir unbedingt gebraucht hätten, dann fuhren wir noch kurz durch Kastelruth und dann gings gen München, das wir nach 2 Stunden und 45 Minuten erreichten.
Wir freuen uns auf nächstes Jahr auf der Seiser Alm – Zimmer ist schon gebucht.

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