Hongkong

Samstag, 27.10.2018

Nachdem wir wieder mal recht früh aus den Federn mußten (5.00 Uhr), gabs ein schnelles Frühstück im Hotel und dann wurden wir schon abgeholt und mit dem Transrapid gings zum Flughafen Shanghai – eingecheckt und mit 30 minütiger Verspätung gings gen Hongkong. Dort wurden wir vom Hotelservice abgeholt (Guide brauchten wir nicht, wir dachten uns, daß wir ja Großstadterfahren sind und uns zumindest hier in Hongkong alleine auf Sightseeing gehen könnten) und ins Hotel gebraucht. Zimmer hattten wir schnell bezogen, etwas frisch gemacht und dann raus auf die Strasse und losgelaufen… Mein erster Gedanke war: Mein Gott, ist das laut und hektisch hier….

Nach knapp zwei Stunden einfach nur rumlaufen bewegten wir uns wieder Richtung Hotel- ich hatte richtig Kopfweh von all der Hektik und dem Lärm und war erst mal genervt von Hongkong. Im Hotel musste ich erst mal eine einstündige Bügelsession einlegen. Meine Klamotten waren von all dem “Rausziehen” und wieder “Obendrauflegen” total zerknautscht und alles war im Koffer verrutscht. Dementsprechend sahen sie dann aus. Ich also alles, was ich die letzten Tage noch anziehen wollte, gebügelt und aufgehängt und dann gings ins hoteleigene Steakhouse – preislich hmmmm wieder mal am oberen Ende angesiedelt. Gut- nun waren wir halt schon da. Männe ein Steak und ich – ladylike und um die Summe etwas in Balance zu halten, einen Cesar Salat. Aber den esse ich wirklich gerne, war also kein Opfer. Und mit Steaks hab ich es nicht wirklich so.

Sonntag, 28.10.2018

Sonntag hätten wir ausschlafen können – kein Programm – leider ging mein innerer Wecker um 6 Uhr und ich hatte ausgeschlafen. Nun aber wirklich mal lange Zeit, um zu lesen. Hatte ich im Urlaub noch nicht viel Zeit dafür – entweder morgens früh raus oder abends total erschlagen.

Nach dem Frühstück fuhren wir mit der Fähre nach Hongkong Island, bummelten dort umher und liefen uns die Füße platt. Nach ca 3 Stunden ließen wir uns mit dem Taxi zum Victoria Peak fahren. Von dort aus hatten wir einen gigantischen Blick über Hongkong und Umgebung – herrlich.

Nach dem Peak ließen wir uns wieder zur Fähre fahren, schipperten zurück, liefen noch etwas an der Promenade entlang. Danach gönnten uns einen Snack im Hotel, machten eine späte Siesta und brauchten am Abend nichts mehr – außer einem japanischen Bier in der Hotelbar. Um 22.30 Uhr lagen wir im Bett und ich war um 22.31 Uhr im Land der Träume.

Montag, 29.10.2018

Ich habe tatsächlich bis halb acht geschlafen, dann noch etwas gelesen, Frühstück war dann um halb zehn und gegen elf zogen wir los. Wir ließen uns mit einem Taxi nach Lantau fahren – eigentlich wollten wir mit der Seilbahn zum Tian Tan Buddha fahren, aber eine Menschenschlange an der Seilbahnstation hielt uns ab – die standen bis zu dem Zeichen “von hier noch ca 90 Minuten bis zur Seilbahn”. Nein, trotz Urlaub hatten wir diese Zeit nicht bzw. wollten sie nicht haben.

Der Tian Tan oder auch “Big Buddha” ist eine der fünf größten Buddha Statuen in China und das größte buddhistische Monument in Hongkong. Auf alle Fälle sehenswert.

Wir bummelten dann noch etwas in der Anlage herum und fuhren dann mit dem Taxi in das malerische Örtchen Tai-O. Dies wurde in meinem Reiseführer als sehenswert genannt. Und das war es auch – sehr gemütlich, überschaubar und touristisch noch nicht so überlaufen – das fand ich klasse. Wir fanden ein kleines Cafe und konnten dort auf der Terrasse über dem kleinen Fluß sitzen und genossen einen wirklich guten Kaffee und einen Muffin – so richtig typisch chinesisch:)

Danach ging es mit dem Taxi wieder nach Hause bzw. zum Hotel. Wir bummelten beim beginnenden Sonnenuntergang noch etwas an der Promenade entlang, machten uns dann im Zimmer zum Abendessen fertig und genossen ein schönes Abendessen im hoteleigenen Restaurant.

Dienstag, 30.10.2018

Wir sind zunächst wieder mit der Fähre nach Hongkong Island gefahren, haben dort einen weiteren Teil erkundet und sind mit der Trambahn gefahren – auch eine nette Art des Sightseeings. Männe war vor Jahrzehnten schon mal in Hongkong und wollte gerne nach Aberdeen. Da haben wir uns auch hinfahren lassen, aber welche Enttäuschung – für Männe zumindest. Der Ort entpuppte sich als totaler Reinfall und hatte so gar nichts mehr von früher – ich war ja ganz unbedarft und hatte keine Erwartung. Schön war es trotzdem nicht. Wir blätterten in unserern Reiseführern und ließen uns auf Empfehlung derer nach Stanley fahren – sehr gute Entscheidung. Ein kleiner und netter Ort am Wasser – ein bayerischer Biergarten, in dem wir uns stärkten und ein netter Sonnenuntergang zum Anschauen. Mit dem Taxi ging es dann wieder zurück ins Hotel, entwas frisch manchen und Aufstrapsen für den Abend – wir verbrachten diesen in der Felix Bar im Pensinsula Hongkong. Sehr nett mit tollem Blick über die Skyline – den hatten wir aber auch schon von unserem Hotelzimmer aus. Und so ging schon wieder ein aufregender und schöner Tag zu Ende.

Mittwoch, 31.10.2018

Nach dem Frühstück machten wir uns auf den Weg zum Pier und fuhren mit dem Schnellboot 1,5 Stunden nach Macau. Macau hat eine wunderschöne Altstadt – teilweise im herrlichen Kolonialstil – aber auch der neue Teil der Stadt, der hauptsächlich aus Hotels und Spielcasinos – ähnlich wie Las Vegas- besteht, hat etwas besonderes. Alles in allem kunterbunt gemischt, sehr vielschichtig und interessant.

Mittags aßen wir sehr lecker und authentisch – aber keine Hühnerfüße – in einem Spielcasino – das Spielen verkniffen wir uns (wobei ich in Las Vegas am einarmigen Banditen vor Jahren echt Glück hatte und einmal 70 und das nächste Mal 50 Dollar gewonnen hatte – mit einem Einsatz von jeweils 10 Dollar).

Am Nachmittag ging es mit dem Speedboat wieder zurück, es war ziemlich bewegt auf dem Wasser und wir schaukelten schon schön hin und her. Am Abend gab es nur noch eine Cesar Salat für uns beide – danach in der Bar noch ein Bierchen und um 22.30 lagen wir ziemlich erledigt im Bett.

Donnerstag, 01.11.2018

Wir schliefen schön aus und frühstückten eine geschlagene Stunde lang – Termine hatten wir ja keine. Dann entschieden wir uns für eine “hop on – hop off”-Bustour. Hmmm – leicht stressig, da wir mehr im Stau standen als fuhren. Aber so hatte ich zumindest gute Gelegenheiten, von oben Fotos zu machen. Ich habs mit Humor gesehen – nutzt ja nix, wir saßen nun drin und jetzt wurde eben gefahren.

Am Abend wollten wir noch eine Tour auf dem Wasser mit einem Drachenboot machen, leider bekamen wir eine Taifun-Warnung und so wurden alle Aktivitäten auf dem Wasser abgesagt. Gut- dann eben Steakouse – dort hatten wir einen sehr netten Abend und waren um 23.00 im Zimmer bzw. im Bett.

Freitag, 02.11.2018

Nach dem Frühstück schipperten wir wieder nach Hongkong Island und setzen dort unsere Sightseeing Tour im Bus fort. Ähnlich wie auf der anderen Seite vom Fluß waren wir mehr stehend als fahrend unterwegs – die Abgase waren ebenfalls entsetztlich und Männe war nach einer Stunde so genervt, daß wir den Bus verließen und zu Fuß weitermarschierten. Wir fanden noch einen netten Souvenirladen und kauften ein paar Kleinigkeiten und schipperten dann wieder zurück. Das Wetter spielte auch nicht wirkich mit, es war diesig und grau.

Auf dem Heimweg fanden wir einen netten kleinen Italiener, bei dem wir für den Abend einen Tisch reservierten. Im Hotel streckten wir uns erst mal etwas aus und fielen in einen kleinen Nap. Gegen 20.00 Uhr machten wir uns auf den Weg zum Italiener – sehr lecker und gemütlich und auf dem Heimweg kamen wir noch an einem “chinesischen Oktoberfest” vorbei. Nach Oktoberfest war uns aber gar nicht und so marschierten wir zurück ins Hotel und waren um Mitternacht im Bett.

Samstag, 03.11.2018

Abreisetag – bedeutete erst mal gemütlich frühstücken und dann packen – unser Flug ging erst am Abend und so verbrachten wir noch ein paar Stunden am hoteleigenen Pool und Terrasse. Danach duschten wir und begaben uns in die Lobby, auschchecken und warten auf den Tansfer zum Flughafen. Um 19.30 Uhr wurden wir abgeholt, check in am Flughafen war schnell und unkompliziert, es war sehr wenig los und so kletterten wir ziemlich entspannt in den A380, der uns nach 13 Stunden Flug sicher und angenehm wieder nach München brachte.

Wir haben viel gelernt, gesehen, gehört, interessant gegessen, einen ersten Eindruck von dem Land und der Kultur erfahren und auch wenn ich nicht alles gutheißen kann, war es eine aufregende Reise und ich bin froh, daß wir das alles so erleben konnten. Ob ich heute nochmal nach China fliegen würde – ich weiß es nicht.

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