Shanghai

Mittwoch, 24.11.2018

Am Mittwoch, den 24.11.2018 kletterten wir in Guilin in den Flieger und stiegen um 17.00 Uhr in Shanghai wieder aus – 2,5 Stunden Flug. Es dauerte etwas, bis wir unser Gepäck in Empfang nehmen konnten, wurden dann von unserem local Guide Hong begrüßt und ließen uns in unser Hotel fahren. BÄÄÄÄM. So etwas hatte ich noch nicht gesehen: Das Pensinsula Shanghai – mit einem wahnsinnigen Blick auf die Skyline von Shanghai. Ich ließ in meinem Zimmer erst mal alles fallen und starrte mindestens 15 Minuten einfach nur aus dem Fenster:

Wir packten grob unsere Koffer aus und machten uns gleich auf den Weg zum nächtlichen Skyline fotografieren. Das mußte gleich festgehalten werden.

Unser Hotel war direkt an der Promenade „Bund“ gelegen und so marschierten wir los. Wir konnten uns nicht sattsehen und ich machte alleine von der Skyline um die 150 Fotos – es ist aber auch wirklich ein faszinierender Aus/Anblick:

Nachdem ich meine Fotomarathon beendet hatte, schlenderten wir zurück ins Hotel und nachdem wir auch leicht hungrig waren, machten wir uns kurz frisch und entschieden, im hoteleigenen Restaurant zu essen.

Was uns spontan nicht ganz so klar war – hier wird auch für den Blick bezahlt. Ich hatte ein asiatisches „Bodendeckersüppchen“ (Riesenteller und der Boden des Tellers war knapp mit Suppe bedeckt) für knappe 35 Euro. Naja, wieder Erfahrungswerte gesammelt.

Wir verkniffen uns den obligatorischen Absacker in der Bar und marschierten in unsere Betten, am nächsten Morgen stand ja wieder Programm an.

Donnerstag, 25.10.2018

Senile Bettflucht weckte mich am Donnerstag um sechs und ich schaute wirklich ewig auf die Skyline, die sich in der aufgehenden Sonne von Minute zu Minute veränderte. Es war so schön, anzuschauen. Und wieder klickte der Fotoapparat :

Um 8.30 hieß es Abfahrt vom Bahnhof Shanghai nach Hangszhou. Dort angekommen, nahm uns unsere Reiseleiterin Rani in Empfang. Zunächst ging es zum Westlake – ein wunderschöner See inmitten wunderschöner Natur – einziges Manko: Man konnte beides nicht so richtig genießen – unsere Reiseleiterin sprach ohne Punkt und Komma – in einer Tour. Manchmal hatten wir das Gefühl, daß sie nicht mal Luft holen musste. Sie ratterte Ereignisse und Jahreszahlen runter, daß uns der Kopf rauchte und wir irgendwann echt mal auf Durchzug stellten. Männe war so genervt, weil er mit der Videokamera unterwegs war und keine Sequenz ohne Ranas Gequatsche aufnehmen konnte. Wir versuchten, ihre Stimme teilweise so gut wie möglich auszuschalten und die Natur zu genießen:

Nach dem Westlake besichtigten wir eine Teeplantage, das zugehörige Teemuseum und wohnten nochmals eine interessanten Tee-Zeremonie bei – nicht ohne uns dort auch wieder mit Tee einzudecken (dabei bin ich ja eigentlich Kaffeetrinkerin und trinke Tee eigentlich nur, wenn ich krank bin).

Nach dem Teemuseum stand ein seeehr authentisches Mittagessen an ….

… ich hatte keinen wirklichen Hunger mehr, nachdem ich erfahren hatte, wir sollten doch bitte die Hühnerfüße abnagen, das wäre das Beste von dem Huhn.. Nein – ich mache vieles, aber nicht alles.

Danach ging es zum buddhistischen Tempel Lingyin – ein zenbuddhistisches Kloster – sehr spannend und schön. In dem Klostergarten gabs u.a. eine Steinpagode und den Lachenden Buddha. Nebenher konnten wir einer Gebetsstunde der Mönche „beobachten“.

MIttlerweile war es ca 16.30 und obwohl unser Zug zurück erst um 18.00 Uhr ging, ließen wir uns zum Bahnhof fahren. Unsere Reiseleiterin Rana fragte, ob wir noch irgendetwas anderes anschauen wollten, aber wir waren durch ihren Redeschwall so fertig, daß wir es vorzogen, 1,5 Std. im Bahnhof auf den Zug zu warten. Völlig erschlagen stiegen wir dann ein und dösten etwas vor uns hin, wurden dann von unserem Reiseleiter wieder abgeholt und zum Hotel gebracht. Dort machten wir uns frisch und es gab ein ausgiebiges Abendessen, nachdem Mittagessen ja nicht so unser „gusto“ war. Noch einen Absacker hinten drauf und dann ab ins Land der Träume.

Freitag, 26.10.2018

Wir wurden um 09.00 Uhr abgeholt und besuchten am Vormittag eine Seidenspinnerei – das war wirklich interessant und aufregend.

Der Mensch macht sich die Fähigkeit der Seidenraupe für die Erzeugung von Seidengarn zunutze. Um das Garn zu gewinnen, werden die Puppen etwa am zehnten Tag nach Fertigstellung des Kokons mit kochendem Wasser oder heißem Dampf getötet. Der Spinnfaden wird vorsichtig abgewickelt und vor der Weiterverarbeitung in der Seidenweberei sorgfältig gereinigt.
Die Seidenraupe häutet sich viermal, und 30 bis 35 Tage nach dem Ausschlüpfen aus dem Ei ist sie spinnreif. Die Spinndrüsen der Raupe bestehen aus einem vielfach gewundenen Schlauch, dessen hinterer Teil die aus Proteinen bestehende Seidensubstanz absondert. Das Seidenmaterial wird durch dünne Ausführungsgänge zu der im Kopf gelegenen Spinnwarze und von dort aus dem Körper geleitet. Die aus der Spinnwarze austretende Substanz erhärtet an der Luft sofort zu einem Faden. Indem die Raupe beim Austreten des Materials gezielte Kopfbewegungen macht, legt sie Fadenwindung für Fadenwindung um sich herum. Nach dem anfänglichen Ausstoß einer unregelmäßigen, lockeren Fasermasse, der „Wattseide“, ist sie in kurzer Zeit von einem dichten Seidengespinst, dem Kokon eingeschlossen. Dieser Kokon besteht aus einem einzigen bis zu 900 Meter langen Faden. 

HIer in dieser „Spinnerei“ gab es hauptsächlich Bettwäsche zu erstehen. Nachdem wir aber gepäcktechnisch schon an unserem Limit angekommen waren, begnügte ich mich mit einem klitzekleinen Seidentäschen – das passte noch in die Handtasche.

Danach ging es zum Yu- Garden und dann ging es rauf auf einen Wolkenkratzer mit gigantischem Blick nach unten und über Shanghai. Toll!

Danach verabschiedeten wir uns von unserem Reiseleiter – der offizielle Teil des Shanghai Programmes war zu Ende – wir marschierten noch etwas auf eigene Faust durch die Gegend und genossen einen wunderschönen Abend mit zwei oder drei Sundownern auf der hoteleigenen Dachterrasse und genossen die Ausblicke. Es war sooo schön.

Also „Show“ können sie schon auch – die Chinesen. Ich habe bestimmt 200 Fotos gemacht, will euch damit aber jetzt nicht langweilen. Ich fand es herrlich. Ein letztes Abendessen im Hotel und dann hiess es auch schon wieder : Bye bye Shanghai – du warst wirklich atemberaubend. Hier möchte ich nochmal herkommen.

Am Samstag hieß es wieder mal um fünf Uhr aufstehen – schnelles Frühstück im Hotel und dann wurden wir auch schon wieder abgeholt – mit dem Transrapid ging es zum Flughafen und von dort aus zu unserem letzen Domizil in China – nach Hongkong. Tja – wir Deutschen hatten die Idee mit dem Transrapid und die Chinesen haben nicht lange gefackelt und die Idee einfach umgesetzt. Da bewundere ich sie schon wieder dafür – weniger bis gar nicht aber, wenn mein Haus, Garten oder Grundstück sich auf dem für den Transrapid benötigtem Gelände befindet und ich dann einfach zwangsenteignet bzw. mit einem anderen Grundstück „abgefertigt“ werde.

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