Krise in München: Politisches Versagen und steigende Gebühren

Bei uns in München gehts echt rund – seit der Kommunalwahl im März gibt es kaum einen Tag, an dem man sich nicht vor die Stirn schlagen muß und sich fragt: Ist DAS euer Ernst?

Vor der Kommunalwahl hatten wir in München eine grün-rote Stadtkoalition. Diese sorgte für irrwitzige Entscheidungen und in den letzten 6 Jahren wurde so viel Geld verschleudert.

Es wurden Radwege gebaut und verbreitert, es wurden Ortszentren neu- und total VERplant, es sind 18,5 Millionen Euro für die Begrünung eines Platzes vor einem Einkaufszentrum geplant… Diese Koalition hat das Geld nur so rausgehauen. Und nun? Sind die Kassen leer. Und „wir“ müssen plötzlich sparen.

Und wen trifft es auch? All die jungen Familien, die Grün gewählt haben, um in ihren Augen auch „grün“ leben zu wollen und zu können, trifft es jetzt hart.

Die Stadt erhöht spürbar die Gebühren in ihren kommunalen und den geförderten privaten Kindergärten. Diese werden in den nächsten drei Mal in Folge nach oben gesetzt.

Den kostenlosen Kindergarten für alle wird des nicht mehr geben.

Ebenfalls sollen die Kosten für das Essen aller Altersgruppen steigen, die Stadt rechnet mit Mehreinnahmen von 5,1 Mio pro Schuljahr.

Städtische Einrichtungen werden ihre Eintrittspreise erhöhen und die Hundesteuer wird um 50 % (in Worten fünfzig Prozent) erhöht. Parkgebühren werden erhöht, Gebühren für Abwasser, Friedhof und Stadtbibliotheken ebenfalls.

Für das Jahr 2027 ist eine Entlastung des Haushaltes der Verwaltung von 250 Mio Euro als Ziel festgelegt. Prima, die Stadt plant die Begrünung der Innenstadt, damit sich „Gäste“ in der Stadt wohlfühlen – pro Baum redet man von 95.000,00 EURO.

Der Hammer ist folgende Zahl: 742 Millionen Euro wird die Stadt in 2029 aufbringen müssen, um Zins und Tilgung zu zahlen – im Haushaltsplan 2026 hat die Stadt gerade so den benötigten Überschuss von 206 Mio stehen, um die Tilgung mit 175 Mio so hinzubekommen.

In einem Unternehmen wären alle, die an diesem finanziellen Desaster beteiligt sind, fristlos entlassen worden und es hätte mit Sicherheit auch ein gerichtliche Nachspiel.

Hier gucken wir zu, wie Politik das Geld zum Fenster rauswirft und sich keine Gedanken um Sparmaßnahmen macht.

Es ist wirklich zum Heulen – und wenn ich sehe, daß wir seit Jahren (nicht Bayern, sondern Deutschland) mehr als 500.000 Euro dafür ausgeben, um beim ESC dermßen zu „verk….“
Was könnte man mit diesem Geld Menschen im eigenen Land unterstützen.

Wir schauen den ESC schon seit Jahren nicht mehr, ein grober Zusammenschnitt und das kurze Anspielen des Siegerliedes reicht mir vollkommen, um vor Fremdschämen fast in den Boden zu versinken.

In diesem Sinne euch noch einen schönen Sonntag – die Eisheiligen haben wir „erledigt“, es könnte jetzt endlich mal aufwärts gehen. Letztes Jahr um diese Zeit waren meine Pfingstrosen im Garten schon fast verblüht, dieses Jahr sitzen die Blütenbällchen noch fest verschlossen an den Stängeln.

Mogelsprit

Ich habe gerade heute früh gelesen, dass die Verbraucherzentrale Milkas Tafel Schokolade offiziell zur “Mogelpackung” erklärt hat.

Gut – bringt mir nix, es sind 90 Gramm in der Verpackung und der Preis ist der von der 100 Gramm Tafel. Kann ich mich nicht wehren außer den Kauf der Produkte zu boykottieren.

Ganz anders sieht es dagegen bei dem momentanen Benzin-/Dieselpreisen aus.

Es ist der gleiche Sprit, der aus den verschiedenen Zapfsäulen läuft und die Preise schwanken um bis zu 25 Cent pro Liter und pro Tag.

Davon abgesehen, dass ICH die Regelung, den Sprit nur einmal täglich erhöhen zu dürfen, völlig idiotisch finde, fühle ich mich im Moment beim Tanken wirklich verarscht.

Dieses ganze Hoch-/Runter im Stundentakt war schon unmöglich. In der Früh, wenn die Menschen zur Arbeit fahren, wurde erhöht, tagsüber dann wieder gesenkt, wieder erhöht und gesenkt, um zum Feierabend wieder zu erhöhen. Da ging es aber um einstellige Centbeträge und man kam sich so ein wenig vor wie beim Lotto spielen. Bist du an der Tankstelle vorbei gefahren und die Anzeige ist nach unten gerutscht – TADAAAA Lottogewinn – und wenn’s nur ein kleiner war.

Am Mittwoch in der Früh kostete der Diesel bei uns an der Jet-Tankstelle 1,939 Euro – nach zwölf Uhr dann 2,169 Euro. Hää??? 23 Cent drauf geschlagen? Für ein und denselben Diesel?

Himmelherrgottnocheinmal – kann man diesem offensichtlichen Beschiss keinen Riegel vorschieben??

Und wir wissen ja auch alle, dass die Spritpreise am Wochenende sowie bei Ferienbeginn ebenfalls steigen.

Ich stelle mir jetzt mal einen Bäcker oder Metzger vor, der seine Backwaren /Wurst in der Früh, wenn die Menschen ihre Semmel einkaufen, teurer verkauf als untertags und der Metzger dann am Samstag für Fleisch und Wurst ebenfalls preislich drauf schlägt.

Da schreit doch jeder: geht gar nicht. Und an der Zapfsäule müssen wir uns das gefallen lassen??

Ja, ich weiß, ich kann ja auch “öffentlich” fahren, aber es gibt so viele Menschen, die können das nicht, weil der Bus nicht so fährt, wie sie es brauchen.

Zug fahren ist heute ebenfalls wie Lotto spielen (fährt er oder nicht) und selbst in der Grossstadt wie München sind die S-Bahnen oft unpünktlich oder fallen wegen “Stellwerkproblemen” oder “Personen auf den Gleisen” aus.

Man hat im Moment wirklich das Gefühl, man wird finanziell ausgenommen wie eine Weihnachtsgans. wie seht ihr das?

Ein schönes Wochenende euch allen – zumindest kann man sich aufs Wetter verlassen – hier in München machen die Eisheiligen ihrem Namen alle Ehre. Aber es ist ja jetzt “geschafft”

Wir Münchner…

…(also ein paar ganz spezielle) haben (in meinen Augen) entweder zu lange in der Sonne gelegen (wobei das in diesem Jahr noch nicht passiert sein kann) oder das falsche Kraut geraucht.

Kaum regt man sich darüber ab, dass in der Münchener Innenstadt das Augenmerk nur noch auf die Wünsche und Bedürfnisse der Radfahrer gelegt wird, gibt es wieder etwas Neues. Ein neues Verkehrsschild. Und das sieht so aus :

So – und dieses Schild besagt, dass Autofahrer sowie Bus- und Trambahn den Fahrrad- oder Motorroller auf dieser Straße NICHT ÜBERHOLEN darf.

Ganz ehrlich – wem ist denn das wieder eingefallen. Muss man denn wirklich alles, aber auch alles reglementieren oder sogar verbieten? Ihr habt doch echt nicht mehr alle Tassen im Schrank.

Nicht nur, dass der ganze Münchner Stadtverkehr durch Wegfall von Fahrspuren, die dann durch Radwege ersetzt wurden, erheblich eingeschränkt wird, jetzt darf der Busfahrer nicht mal mehr an einem auf dem Fahrrad vor ihm Herfahrenden überholen.

Der Trambahnfahrer muss dem Fahrradfahrer nun auch hinterher zockeln? Und wenn Mutti nun mit ihrem Lastenrad ihre Wochenendeinkäufe erledigt hat und auf ihrem voll gepackten Gefährt vor der Trambahn dahin schleicht, haben sich all diejenigen, die in der Trambahn oder im Bus sitzen, an die Geschwindigkeit von Mutti zu richten? Nicht euer Ernst!

Da brauchen wir in Zukunft ja auch keine Abfahrtspläne mit Zeitangaben an den Bus- und Trambahnhaltestellen. Die werden dann sowieso nicht mehr eingehalten. Das heißt, ich stell mich mal an die Haltestelle, innerhalb von 10 Minuten wird ja ein MVV Transportgefährt kommen – oder auch nicht 😩

Unglaublich, was sich Menschen einfallen lassen können. und die werden für sowas auch noch bezahlt. In vielen Firmen wäre mir dieser Idee der Rausschmiss garantiert gewesen – denn das hiesse ja eigentlich, dass man Arbeitsabläufe einbremst statt optimiert. Rückschritt statt Vorwärtskommen….

Schönen Sonntag euch allen 🥴

Mittlerweile habe ich fast Angst…

mich mit meinem Auto fortzubewegen. Ganz ehrlich, gerade die Radfahrer machen mir das Leben im Moment echt schwer. Und wenn ich von Radfahrern im Allgemeinen spreche, spreche ich von denen, die sich nicht an die einfachsten Regeln halten und bei denen man richtig panisch werden müsste, wenn man die im Auto vor sich hätte. Und ja, ich weiß, es gibt auch ganz viele Radfahrer, die sich vernünftig verhalten, sich an Regeln halten und davon die erste heißt bei mir einfach: Auf dem Rad: HELM AUF!

Kurz ein kleiner Ausflug zu Busfahrern, bevor ich zu den Radlern komme:
Vor ca 6 Wochen ist mir in der Früh ein Bus ins Auto gefahren. Ich stehe an einer Kreuzung, möchte rechts abbiegen und warte, daß der Bus, der von der Vorfahrtsstraße kommt links in die Straße fährt. Der Bus fährt los, ich denke mir noch ‚Boah, die schneidet die Kurve aber schon heftig‘, der Mittelteil des Busses kommt immer näher an mich und ich hupe panisch, fahren kann ich nicht, da das Ende des Busses noch vor mir steht. Und dann höre ich schon dieses Geräusch, daß mir jedes Mal Gänsehaut verursacht….Krrrrrrrrrrrrrr….

Tja, und damit nicht genug, sie fährt immer noch weiter und das Geräusch hört nicht auf. Im Bus sitzen ca. 10 Leute und da, wo wir standen, ist auch eine Bushaltestelle. Die Busfahrerin hält dann dort an und meint nur „Ich hab Sie nicht gesehen“…. Hallo??? Augen auf im Straßenverkehr.

Naja, der übliche Ablauf, Polizei gerufen, MVV hat auch einen Verantwortlichen gerufen, wurde alles aufgenommen, Schuldfrage klar geklärt, Auto in die Werkstatt – 10 Tage und fünfstelliger Schaden. Danke!!!

So, das Dilemma gerade so verarbeitet, stehe ich kurz drauf – wieder mal – an einer Kreuzung und halte, weil ich ROT habe. Links neben mir eine Fahrradfahrerin, der Radweg befand sich aber rechts von meinem Auto. Es wird GRÜN, ich will losfahren, die Radfahrerin fährt auch los, fährt VOR mir nach rechts – also mal kurz vor mein Auto – auf den Radlweg. Die hat sie doch nicht alle der Reihe nach….

Gestern auf dem Nachhauseweg und ja, ihr vermutet richtig, an einer Kreuzung, ich will links abbiegen, warte, weil ein Autofahrer von vorn kommt, will danach losfahren, Seitenblick und …. überholt mich doch ein Radfahrer, der sieht, daß ich links abbiegen will.

Cyclist wearing helmet and backpack riding between cars in traffic

Ja, sag mal, seid ihr echt lebensmüde? Ihr seid im Zweifel immer die Schwächsten und führt euch auf, als würdet ihr in einem Panzer sitzen. ICH FAHRE JETZT, alles andere ist euch egal? Habt ihr sämtliche Verkehrsregeln vergessen, sobald ihr auf ein Zweirad steigt? Oder glaubt ihr, das zählt nicht für euch?

Hinternisse, sprich parkende Autos auf eurer Seite – normalerweise hält man dann an und der Gegenverkehr hat Vorfahrt. NEIN, der RADFAHRER fährt mittig auf der Straße und schreit noch wild rum, wenn ich (als Vorfahrthabende) ihm dann entgegen komme.

Leute, so geht das nicht. Ein wenig MITEINANDER braucht es auch im Straßenverkehr.
Bei uns im Ortszentrum von Trudering haben besonders „schlaue Köpfe“ nach der Ortskernsanierung zwar an einen Brunnen und Bänke gedacht, aber den Radlweg „vergessen“. Nun hat man den Gehweg auf 8 Meter erweitert und dort sollen auch die Radfahrer fahren. Gut – im Ortskern dürfen wir Autofahrer aufgrund dessen nur 20 km/h fahren, die Radler schiessen auf dem Gehweg mit deutlich mehr km/h vorbei und brüsten sich auch noch damit.

Und dann hört man so oft von Unfällen mit Radfahrern und jedes Mal sind angeblich die Autofahrer schuld. Ne, Ne, Nee, liebe Radfahrer, ihr seid sehr oft das „Problem“, weil in euren Köpfen Verkehrsregeln einfach nicht gelten.

Ganz ehrlich, mir wird schon heiß, wenn ich einen Radfahrer im Nacken habe oder mir einer entgegen kommt – du weißt nie, was dem jetzt so aus lauter Schikane einfällt.

Frohe Ostern

Unser Finn entwickelt sich prächtig- er wird von Tag zu Tag mutiger und selbstbewusster. Ein kleiner Schlingel, der sich über ein Blatt, dass vom Wind weggeweht wird, so freuen kann und dass mit kleinen Bocksprüngen verfolgt und „gefangen“ wird.

Ein Stück Wurzel aus dem Beet, was „erledigt“ werden muss, eine Ameise, die man beschnuppert und das Geissblatt, an dessen Enden man ziehen muss.

Und dann – mitten im Spiel – Kopf zur Seite und schlafen.

Schöne Osterfeiertage für euch alle, wir haben mit dem quirligem kleinen Kerl viel Spaß

Die Reise zu Finn: Unser kleiner Labrador Welpe

So, lange haben wir gewartet – lange haben wir gebraucht, bis wir wieder bereit für einen Hund, einen Labrador waren.
Zwei Jahre sind vergangen, seitdem unser zweiter Labbi – Max – über die Regenbogenbrücke gegangen ist. Erste Reaktion von uns beiden: Nie wieder wollen wir einen solchen Herzschmerz durchmachen, es kommt uns kein Hund mehr ins Haus..

Tja, und so gingen die Tage, Wochen und Monate ins Land und so ganz langsam kam doch wieder der Wunsch nach einem Hund auf. Wir haben uns erkundigt und ich habe auf Instagram eine ganz tolle Seite gefunden…. Ihr könnt jetzt sagen: Ja, die können ja alles schreiben, wie toll sie es machen.

Können sie, aber ihr kennt ja auch die sozialen Medien und wenn da irgendetwas nicht so ist, wie es sein soll, dann kann man sicher sein, daß das aus irgendwie ans Tageslicht kommt.

Der langen Rede kurzer Sinn: Ich habe diese Seite jeden Tag angeschaut und jeden Tag habe ich mich mehr von der Familie und dem Team überzeugen lassen, daß es die Tiere dort ganz besonders gut haben und die Hunde einfach nur geliebt werden.

Wir haben Kontakt mit der Züchterin aufgenommen und viele Male hin und her telefoniert. Irgendwann wars soweit und es hieß, beim nächsten Wurf könnten wir einen Welpen bekommen. Prima, sehr große Freude bei uns.

Im Dezember dann das Ankündigen des Wurfes für Ende Januar, am 26.01. der Anruf, die Welpen sind geboren worden – 13 Stück!!

Im Februar sind wir nach Hamburg geflogen und haben uns dort einen Leihwagen genommen und nach Hollingstedt gefahren, wir durften uns als einer der ersten unseren Welpen raussuchen. Was machst du da, wenn 13 kleine Fellnasen um dich rum liegen und du sollst dich für einen entscheiden???? Superschwierig, letztendlich haben wir uns aber für unseren FINN entschieden. Große Freude – Vorfreude ….

Am Dienstag sind wir nach Leipzig gefahren (ungefähr halbe Strecke), hatten dort noch einen netten Nachmittag und Abend, Mittwoch ging es zu Urlaubsbekannten nach Schleswig, dort hatten wir einen sehr netten Abend und am Donnerstag holten wir unseren Finn in Hollingstedt ab.

Was soll ich euch sagen? 1000 km mit dem Auto von Nord nach Süd und nicht ein Malheur ist passiert. Wir hielten insgesamt 3 Mal an, es gab kein Gejammere im Auto, er war einfach super entspannt und – ja – zufrieden….

Seit Donnerstag abend lebt er nun bei uns und er ist ….. Zucker. Soooo klein, heute gerade mal 9 Wochen alt, kein Gejammere, kein Geheule, er kennt sein Zuhause nach 3 Tagen jetzt schon richtig gut, stolziert durchs Wohnzimmer, als hätte er nirgends anders gelebt und ist einfach eine Knuuuuutschkugel. Witzig, teilweise fordernd und einfach nur richtig goldig…..

Von daher stellt euch hier schon so ein wenig auf „Hundealarm“ ein…..

Hier unsere ersten Fotos von dem kleinen Finn……..

Ehrliche Kandidaten im Schatten unfairer Wahlstrategien

Es ist unglaublich, aber es fängt schon ganz unten an. Auf Kommunalebene. Die linken Maschen mancher Kommunalwahlkandidaten.

Wir haben am 08.03. Kommunalwahl und dementsprechend „nervös“ ist der ein oder andere Kandidat dann – vorallem, wenn mehr für ihn davon abhängt.

Auch Männe und ich haben uns für einen Platz im örtlichen Bezirksausschuss beworben und kämpfen mit fairen Mitteln. Wir stehen bei Wind und Wetter an fast an jedem Wochenende an einem Infostand, wir organisieren Veranstaltungen und verteilen Flyer – in unserem Wahlbereich. Das ist ein ungeschriebenes Gesetz, jeder Kandidat bewirbt sich selbst in SEINEM Wahlkreis.

Und dann kommen ganz schlaue Kandidaten, ignorieren das und lassen ihre Flyer in ganz München verteilen – mit einem 2-seidigen Infoschreiben, indem man auch den eigenen Papa, der auch in der Kommunalpolitik tätig war, noch erwähnt wird. …“viele werden sich noch an meinen Vater erinnern, der ja auch in der Politik tätig war“…..

Geht gar nicht – keine Reaktion seinerseits, nachdem man ihn darauf angeschrieben hat. Ellbogen auffahren, sich über das faire Verhalten im Wahlkampf hinwegsetzen in der Hoffnung, dass nach der Wahl „Gras über die Sache gewachsen ist“.

Die nächste Kandidatin schmückt sich mit fremden Federn und erklärt auf ihrem Kandidatenplatz auf dem Wahlzettel, schon Mitglied im Bezirksausschuss zu sein, obwohl sie „nur“ als Kandidatin aufgestellt ist und erst noch gewählt werden müsste….Auf meine Anfrage, wieso sie denn angibt, Mitglied im Bezirksausschuss zu sein, meint sie nur, sie hätte sich selbst gewundert und hätte das nicht angegeben…

Im Moment scheint es auch in ganz München keinen anderen Beruf mehr zu geben als Rettungssanitäter. Rettungssanitäter kommen auf Wahlzetteln immer gut an – hier wird etwas getan, für die Allgemeinheit, die setzten sich Tag und Nacht ein….. Ich hab noch nie so viele Rettungssanitäter auf einem Wahlzettel gesehen….Schade für die, die es tatsächlich sind.

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Den Vogel schießt allerdings das KVR ab, die solche Angaben nicht prüft (und das könnte man ganz einfach) aber bei der Bezeichnung von Berufen mit den absurdesten Abkürzungen daher kommt. Müsste gar nicht abgekürzt werden – passt alles in die Spalte.
Mein Beispiel: Ich habe angegeben: selbständige Fotografin – nein, wir wurden angeschrieben, daß das so nicht erscheinen darf- es steht nun so da: selbst. Fotografin – bin ich jetzt selbst Fotografin – absurder geht es nicht. Aber angebliche und vorallem ermogelte Ehrenamt- Titel, die angegeben wurden, werden nicht überprüft…

Was macht das mit mir, die ehrlichen Wahlkampf betreibt? Ich finde das unmöglich, unfair, unsportlich und rege mich auf. Was kann ICH nun aber dagegen machen:
Ich gehe folgendermaßen vor: Ich habe – zum Beispiel bei der Stadtratswahl – 80 Stimmen.
Wenn ich meinen Wahlzettel ausfülle, kreuze ich zuerst einmal meine Partei an – lasse ich es dabei, bekommt JEDER Stadtratskandidat, der unter meiner Partei antritt, EINE Stimme.
Ich kann aber auch kumulieren – das heißt, wenn ich jemanden besonders gut finde, kann ich diesem bis zu 3 Stimmen geben. Man muß halt ein wenig mitrechnen und aufpassen, daß man nicht 81 Stimmen vergibt, denn damit ist der Wahlzettel ungültig. (Ich würde sooo gerne wissen, wie hoch die Quote der ungültigen Wahlzettel ist – da werde ich auf alle Fälle nachfragen).

Ich habe nun fleißig „3“ er verteilt – hier und da und hatte dann insgesamt 45 Stimmen verteilt. Der Rest meiner 80 Stimmen geht dann – von der Spitze gesehen – nach unten weiter mit jeweils einer Stimme für die folgenden Kandidaten. AAAABER: Wenn ich möchte, daß ein Kandidat selbst nur eine Stimme von mir NICHT bekommt, kann ich diesen streichen. Und so hab ich bei allen Kandidaten, die mit fiesen Tricks arbeiten, wild ausgestrichen. Gibts nix von mir – gar nix.

Egal, ich nehme es, wie es kommt, ich bin/war fair und ziemlich engagiert in diesem Wahlkampf, lehne mich entspannt zurück und warte auf den Ausgang der Wahl. Und für die, die unfair gespielt haben, hoffe ich, daß Karma irgendwann zuschlägt – vielleicht schon bei der Wahl.

Ich mußte mich am Boden ausbreiten, um meine Wahlunterlagen komplett anschauen zu können – leicht eskaliert ist das hier…..

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Fertig…..

nur ganz kurz und für ein paar Interessierte – mein Norweger Pullover ist fertig. Ich liebe ihn, er fällt „sehr locker“ aber das war auch so geplant und laut Strickvorlage soll das so sein

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Den Kragen habe ich etwas abgeändert, das wäre mir „zu viel Wolle“ am Hals gewesen – mit diesem Kragen komme ich super klar. Er ist relativ schwer, hab ich doch 15 Knäuel Wolle a 50 Gramm verstrickt – macht 750 Gramm aus.

Ich liebe ihn – ehrlich. Ist gar nicht sooo warm, wie ich mir das vorgestellt habe. Nachdem ich ja meinen persönlichen Sommer immer noch das ganze Jahr über habe, ist mir oft warm und frieren tue ich ja fast nie (ich weiß, man sagt nicht „tue“).

Nachdem wir demnächst zum Skifahren gehen, wird er wohl auch einen Platz in meinem Koffer finden – und nein, ich ziehe ihn nicht zum Skifahren an. Es wird sich bestimmt ein Spaziergang ergeben, bei dem ich dem Pulli die Schönheit der Seiser Alm zeigen kann.

Der Winter

hat uns immer noch schön im Griff

Wir – zumindest im süddeutschen Raum – haben in diesem Jahr einen richtigen Winter.

Angefangen mit Schnee hat es tatsächlich am Heiligen Abend – am Nachmittag fielen dicke Flocken vom Himmel und wir hatten weiße Weihnachten. Und ganz ehrlich – das machte Weihnachten nochmal schöner.

Seit dieser Zeit ist es bei uns – und wenn sich nur vereinzelt- immer weiß gewesen. Und auch Nächte mit bis zu -15 Grad hatten wir. Knackig kalt.

Ich liebe den Winter – ich liebe den Schnee und ich liebe es auch, wenn’s mal richtig kalt wird.

Wir sind es bloß gar nicht mehr gewohnt, wie sollte ich wohl sonst verstehen, wenn tagelang vor Schneefall (wohlgemerkt im Winter) gewarnt wird. Im Radio, im Fernsehen und auf Social Media. Kinder, wie sind wir in den 70 und 80-ern damit klargekommen? Gut – ohne Warnung.

Ein Grund ist natürlich, dass wir uns angewöhnt haben, alle und jeden dafür verantwortlich zu machen, die die Verantwortung nicht tragen – Schneefall zum Beispiel. Sucht sich keiner aus, bestellt auch keiner und schon gar nicht in den Massen, in denen er dann auch mal runterkommen kann.

Der zweite Grund ist der Klimawandel, gegen dessen Existenz wir uns auch nicht wehren können, auch wenn so mancher ihn verleugnet. Alles ist extremer geworden – Schneefälle über Nacht und dann gleich mal 30 cm hoch, tagelange heftige Regenfälle und auch Wind und Sturm sind heftiger geworden

Der dritte Grund ist unser Vergessen – zumindest meine Generation. Wir hatten schon solche Wetterphänomene und haben uns gewappnet.

Wir haben beizeiten Winterreifen auf unsere Autos gezogen, sind bei Schnee und Glätte gut ausgestattet und vorsichtig mit richtigem Schuhwerk losgelaufen, sind morgens eine Stunde früher los und haben es pünktlich ins Büro geschafft und haben vorallem nicht dem Räumdienst die Schuld gegeben, dass er nicht gleichzeitig überall sein kann…

In dem Verschieben von Verantwortung sind wir richtig groß: da ist ein Waldstück gesperrt – groß hängen Schilder dort, dass das Betreten des Waldstückes verboten sei, weil Bäume umfallen könnten. Eine Familie interessiert das nicht und sie marschiert durch das Waldstück- ein Baum fällt um und begräbt die Mutter unter sich – wer ist schuld? Der Bürgermeister der Stadt – nicht die, die sich nicht ans Verbot gehalten haben.

Die Eisbachwelle in München: Surfen auf eigene Gefahr – ist ausgeschildert und das weiß JEDER Surfer dort. In einer Nacht ist eine Surferin mit ihrem Lebensgefährten dort beim Suften, die Frau stürzt vom Brett und die Leine verheddert sich unter Wasser und sie wird so unter Wasser gezogen. Sie kann sich nicht alleine befreien, dem Lebensgefährten gelingt es viel zu spät, sie wird dann vor Ort reanimiert und liegt noch eine Woche auf der Intensivstation und verstirbt dann. Wer ist Schuld? Die Stadt München.

Beides ganz furchtbare Schicksale aber die Schuld bei anderen suchen? Nee Leute – so geht das nicht. Ihr müsst auch mal selbst Verantwortung für euer Leben übernehmen.

Jetzt bin ich total von meinem „ich liebe den Winter“ Ursprungsthema abgekommen.

Mit Winterbildern wünsche ich euch ein schönes Wochenende