and fall like a feather – ein asymetrisches Preiskonstrukt, was im Moment mehr und mehr bei uns Einzug hält.
„Rise like a rocket and fall like a feather“ (dt. wie eine Rakete steigen, wie eine Feder fallen) beschreibt das Phänomen, dass Verbraucherpreise bei steigenden Kosten extrem schnell hochgehen, aber bei sinkenden Kosten nur sehr langsam wieder fallen. Gründe sind asymmetrische Preisübertragung, Lagerhaltungskosten und das psychologische Verhalten von Konsumenten – und was Google nicht sagt – gerade im Moment: Gierige Mineralölkonzerne und Schokoladehersteller.
Wir erinnern uns – 2023 zogen die Preise für Kakao und damit Schokolade unheimlich an:
Hierzu gab es klare Gründe: schlechte Ernte, Ernteausfall aufgrund des Wetters, Kakaoknappheit – also wurde der Kakao und damit auch Schokolade teurer.
Das passierte innerhalb von gefühlt Stunden: Nachricht von Ernteausfall kam und schon galoppierten die Schokoladepreise davon.
Nun gab es 2025 aber weder schlechte Ernte noch Ernteausfall bei Kakao – was passiert bei uns? die Preise für Schokolade steigen ins Astronomische, die Schokoindustrie verarscht die Kunden, indem sie für den gleichen Preis die Tafeln Schokolade um 10 Gramm reduzieren.
Kakaopreisentwicklung 2023-2026
- 2023 (Anfang): Der Preis startete moderat bei ca. 2.500–3.000 USD pro Tonne.
- 2023–2024: Aufgrund von Wetterextremen (El Niño) und Krankheiten in der Elfenbeinküste und Ghana, den Hauptanbauländern, begann ein massiver Anstieg.
- 2024 (Anfang): Die Preise übersprangen die Marke von 10.000 USD pro Tonne.
- Dezember 2024: Historisches Allzeithoch von über 12.900 USD pro Tonne.
- 2025 (Jahresverlauf): Die Preise begannen, von ihren Rekordhochs zu fallen, da sich der Markt durch Hoffnungen auf eine bessere Haupternte etwas entspannte.
- 2026 (April): Der Preis hat sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich reduziert
AAAABER was mich am meisten freut: 2026 bleiben gaaanz viele Schokoladen-Osterhasen in den Regalen sitzen, weil die Kundschaft das jetzt einfach nicht mehr mitmacht – der Kakaopreis fällt seit 2025 ständig, es gibt keine Ernteausfälle, es gibt nur noch die Gier der Schokoproduzenten.

Bei uns in den Lebensmittelmärkten quellen die Regale mit nicht gekaufter Schokoware über, selbst jetzt reduzierte Ware wird nicht gekauft – der Kunde zeigt endlich mal seine Macht! Konsumverweigerung! Prima – kann ich nur unterstützen.
Thema Tanken: In den Nachrichten hatte die Sprecherin das Wort „Irankrieg“ noch nicht ausgesprochen, da stiegen die Benzinpreise gigantisch.
Hey, ihr Mineralölkonzerne, ihr habt das Benzin/Diesel in euren Tanks noch zu ganz anderen Konditionen eingekauft und wollt euch eine goldene Nase verdienen, indem ihr euren „billigen Sprit“ teuer verkauft?
Leider ist hier der Konsument in seiner „Verweigerung“ etwas eingeschränkt, denn a) ist des Deutschen liebstes Kind immer noch sehr oft das Auto und b) brauche ich mein Auto, um zur Arbeit zu kommen.

Gut, hier können wir diskutieren, ob wir eventuell auf die öffentlichen Verkehrsmittel umsteigen, die sind, was meine Wege zur Arbeit betreffen, jedoch auch noch teurer, als wenn ich mit dem Auto fahre.
Wenn ich in die Innenstadt muß, laufe ich zum Bus und fahren dann mit der U-Bahn in die City, kostet mich pro einzelne Fahrt, 4,20 Euro. Das ganze x 2 sind dann 8,40 Euro für einen „Ausflug“ zur Arbeit.
Ich habe mir gerade mal ausrechnen lassen: für knapp 18 km hin und zurück würde ich an Diesel ca 1,70 Euro ausgeben müssen (Ich rechne hier nicht die Pendlerpauschale von ca 30 Cent pro km – da wären wir dann bei 5,40 Euro). Natürlich viel billiger. Nun rechne ich aber noch die Parkgebühren dazu und die liegen bei uns in der Münchener Innenstadt so bei ca 3-4 Euro pro Stunde. Gehen wir mal von einem Arbeitstag von 8 Stunden und 3 Euro Parken pro Stunde aus, komme ich auf Kosten von knapp 26,00 Euro pro Arbeitstag (in der City). Musste erst mal verdienen.
Also muß ich an die Tankstelle fahren und dem grinsenden Tankwart meine 150 Euro für eine Tankfüllung in den Rachen schieben.
Wobei das jetzt dem Tankwart gegenüber sehr ungerecht ist, der ist auch nur der Pächter dieser Tankstelle und hat im Zweifelsfall im Moment auch weniger Verdienst, weil die Menschen dann vielleicht doch etwas weniger Auto fahren, somit etwas weniger tanken und der Tankstellenpächter damit auch weniger von seinem Zusatzsortiment verkauft – Zigaretten, Kaffee, Snacks etc.
Was ich einfach wirklich nicht akzeptieren kann ist, daß sobald aufgrund Knappheit ein Gut teurer wird (klar: Angebot und Nachfrage), steigen die Preise sooofort in den Himmel, ist das Gut dann aber wieder vorhanden und auch nicht reduziert(Angebot ist da – Nachfrage fehlt) fällt der Preis – wenn er denn fällt – extrem langsam.
So, mal wieder meine Meinung der Welt hinausposaunt – was haltet Ihr von alldem? Einen schönen Sonntag wünsche ich euch – bei uns ist nach einem Tag Frühling und Sonne wieder eher ein trüber Tag – mit dem Frühling will es hier in München einfach nix werden…..


































