Wir Münchner…

…(also ein paar ganz spezielle) haben (in meinen Augen) entweder zu lange in der Sonne gelegen (wobei das in diesem Jahr noch nicht passiert sein kann) oder das falsche Kraut geraucht.

Kaum regt man sich darüber ab, dass in der Münchener Innenstadt das Augenmerk nur noch auf die Wünsche und Bedürfnisse der Radfahrer gelegt wird, gibt es wieder etwas Neues. Ein neues Verkehrsschild. Und das sieht so aus :

So – und dieses Schild besagt, dass Autofahrer sowie Bus- und Trambahn den Fahrrad- oder Motorroller auf dieser Straße NICHT ÜBERHOLEN darf.

Ganz ehrlich – wem ist denn das wieder eingefallen. Muss man denn wirklich alles, aber auch alles reglementieren oder sogar verbieten? Ihr habt doch echt nicht mehr alle Tassen im Schrank.

Nicht nur, dass der ganze Münchner Stadtverkehr durch Wegfall von Fahrspuren, die dann durch Radwege ersetzt wurden, erheblich eingeschränkt wird, jetzt darf der Busfahrer nicht mal mehr an einem auf dem Fahrrad vor ihm Herfahrenden überholen.

Der Trambahnfahrer muss dem Fahrradfahrer nun auch hinterher zockeln? Und wenn Mutti nun mit ihrem Lastenrad ihre Wochenendeinkäufe erledigt hat und auf ihrem voll gepackten Gefährt vor der Trambahn dahin schleicht, haben sich all diejenigen, die in der Trambahn oder im Bus sitzen, an die Geschwindigkeit von Mutti zu richten? Nicht euer Ernst!

Da brauchen wir in Zukunft ja auch keine Abfahrtspläne mit Zeitangaben an den Bus- und Trambahnhaltestellen. Die werden dann sowieso nicht mehr eingehalten. Das heißt, ich stell mich mal an die Haltestelle, innerhalb von 10 Minuten wird ja ein MVV Transportgefährt kommen – oder auch nicht 😩

Unglaublich, was sich Menschen einfallen lassen können. und die werden für sowas auch noch bezahlt. In vielen Firmen wäre mir dieser Idee der Rausschmiss garantiert gewesen – denn das hiesse ja eigentlich, dass man Arbeitsabläufe einbremst statt optimiert. Rückschritt statt Vorwärtskommen….

Schönen Sonntag euch allen 🥴

Mittlerweile habe ich fast Angst…

mich mit meinem Auto fortzubewegen. Ganz ehrlich, gerade die Radfahrer machen mir das Leben im Moment echt schwer. Und wenn ich von Radfahrern im Allgemeinen spreche, spreche ich von denen, die sich nicht an die einfachsten Regeln halten und bei denen man richtig panisch werden müsste, wenn man die im Auto vor sich hätte. Und ja, ich weiß, es gibt auch ganz viele Radfahrer, die sich vernünftig verhalten, sich an Regeln halten und davon die erste heißt bei mir einfach: Auf dem Rad: HELM AUF!

Kurz ein kleiner Ausflug zu Busfahrern, bevor ich zu den Radlern komme:
Vor ca 6 Wochen ist mir in der Früh ein Bus ins Auto gefahren. Ich stehe an einer Kreuzung, möchte rechts abbiegen und warte, daß der Bus, der von der Vorfahrtsstraße kommt links in die Straße fährt. Der Bus fährt los, ich denke mir noch ‚Boah, die schneidet die Kurve aber schon heftig‘, der Mittelteil des Busses kommt immer näher an mich und ich hupe panisch, fahren kann ich nicht, da das Ende des Busses noch vor mir steht. Und dann höre ich schon dieses Geräusch, daß mir jedes Mal Gänsehaut verursacht….Krrrrrrrrrrrrrr….

Tja, und damit nicht genug, sie fährt immer noch weiter und das Geräusch hört nicht auf. Im Bus sitzen ca. 10 Leute und da, wo wir standen, ist auch eine Bushaltestelle. Die Busfahrerin hält dann dort an und meint nur „Ich hab Sie nicht gesehen“…. Hallo??? Augen auf im Straßenverkehr.

Naja, der übliche Ablauf, Polizei gerufen, MVV hat auch einen Verantwortlichen gerufen, wurde alles aufgenommen, Schuldfrage klar geklärt, Auto in die Werkstatt – 10 Tage und fünfstelliger Schaden. Danke!!!

So, das Dilemma gerade so verarbeitet, stehe ich kurz drauf – wieder mal – an einer Kreuzung und halte, weil ich ROT habe. Links neben mir eine Fahrradfahrerin, der Radweg befand sich aber rechts von meinem Auto. Es wird GRÜN, ich will losfahren, die Radfahrerin fährt auch los, fährt VOR mir nach rechts – also mal kurz vor mein Auto – auf den Radlweg. Die hat sie doch nicht alle der Reihe nach….

Gestern auf dem Nachhauseweg und ja, ihr vermutet richtig, an einer Kreuzung, ich will links abbiegen, warte, weil ein Autofahrer von vorn kommt, will danach losfahren, Seitenblick und …. überholt mich doch ein Radfahrer, der sieht, daß ich links abbiegen will.

Cyclist wearing helmet and backpack riding between cars in traffic

Ja, sag mal, seid ihr echt lebensmüde? Ihr seid im Zweifel immer die Schwächsten und führt euch auf, als würdet ihr in einem Panzer sitzen. ICH FAHRE JETZT, alles andere ist euch egal? Habt ihr sämtliche Verkehrsregeln vergessen, sobald ihr auf ein Zweirad steigt? Oder glaubt ihr, das zählt nicht für euch?

Hinternisse, sprich parkende Autos auf eurer Seite – normalerweise hält man dann an und der Gegenverkehr hat Vorfahrt. NEIN, der RADFAHRER fährt mittig auf der Straße und schreit noch wild rum, wenn ich (als Vorfahrthabende) ihm dann entgegen komme.

Leute, so geht das nicht. Ein wenig MITEINANDER braucht es auch im Straßenverkehr.
Bei uns im Ortszentrum von Trudering haben besonders „schlaue Köpfe“ nach der Ortskernsanierung zwar an einen Brunnen und Bänke gedacht, aber den Radlweg „vergessen“. Nun hat man den Gehweg auf 8 Meter erweitert und dort sollen auch die Radfahrer fahren. Gut – im Ortskern dürfen wir Autofahrer aufgrund dessen nur 20 km/h fahren, die Radler schiessen auf dem Gehweg mit deutlich mehr km/h vorbei und brüsten sich auch noch damit.

Und dann hört man so oft von Unfällen mit Radfahrern und jedes Mal sind angeblich die Autofahrer schuld. Ne, Ne, Nee, liebe Radfahrer, ihr seid sehr oft das „Problem“, weil in euren Köpfen Verkehrsregeln einfach nicht gelten.

Ganz ehrlich, mir wird schon heiß, wenn ich einen Radfahrer im Nacken habe oder mir einer entgegen kommt – du weißt nie, was dem jetzt so aus lauter Schikane einfällt.

Frohe Ostern

Unser Finn entwickelt sich prächtig- er wird von Tag zu Tag mutiger und selbstbewusster. Ein kleiner Schlingel, der sich über ein Blatt, dass vom Wind weggeweht wird, so freuen kann und dass mit kleinen Bocksprüngen verfolgt und „gefangen“ wird.

Ein Stück Wurzel aus dem Beet, was „erledigt“ werden muss, eine Ameise, die man beschnuppert und das Geissblatt, an dessen Enden man ziehen muss.

Und dann – mitten im Spiel – Kopf zur Seite und schlafen.

Schöne Osterfeiertage für euch alle, wir haben mit dem quirligem kleinen Kerl viel Spaß

Die Reise zu Finn: Unser kleiner Labrador Welpe

So, lange haben wir gewartet – lange haben wir gebraucht, bis wir wieder bereit für einen Hund, einen Labrador waren.
Zwei Jahre sind vergangen, seitdem unser zweiter Labbi – Max – über die Regenbogenbrücke gegangen ist. Erste Reaktion von uns beiden: Nie wieder wollen wir einen solchen Herzschmerz durchmachen, es kommt uns kein Hund mehr ins Haus..

Tja, und so gingen die Tage, Wochen und Monate ins Land und so ganz langsam kam doch wieder der Wunsch nach einem Hund auf. Wir haben uns erkundigt und ich habe auf Instagram eine ganz tolle Seite gefunden…. Ihr könnt jetzt sagen: Ja, die können ja alles schreiben, wie toll sie es machen.

Können sie, aber ihr kennt ja auch die sozialen Medien und wenn da irgendetwas nicht so ist, wie es sein soll, dann kann man sicher sein, daß das aus irgendwie ans Tageslicht kommt.

Der langen Rede kurzer Sinn: Ich habe diese Seite jeden Tag angeschaut und jeden Tag habe ich mich mehr von der Familie und dem Team überzeugen lassen, daß es die Tiere dort ganz besonders gut haben und die Hunde einfach nur geliebt werden.

Wir haben Kontakt mit der Züchterin aufgenommen und viele Male hin und her telefoniert. Irgendwann wars soweit und es hieß, beim nächsten Wurf könnten wir einen Welpen bekommen. Prima, sehr große Freude bei uns.

Im Dezember dann das Ankündigen des Wurfes für Ende Januar, am 26.01. der Anruf, die Welpen sind geboren worden – 13 Stück!!

Im Februar sind wir nach Hamburg geflogen und haben uns dort einen Leihwagen genommen und nach Hollingstedt gefahren, wir durften uns als einer der ersten unseren Welpen raussuchen. Was machst du da, wenn 13 kleine Fellnasen um dich rum liegen und du sollst dich für einen entscheiden???? Superschwierig, letztendlich haben wir uns aber für unseren FINN entschieden. Große Freude – Vorfreude ….

Am Dienstag sind wir nach Leipzig gefahren (ungefähr halbe Strecke), hatten dort noch einen netten Nachmittag und Abend, Mittwoch ging es zu Urlaubsbekannten nach Schleswig, dort hatten wir einen sehr netten Abend und am Donnerstag holten wir unseren Finn in Hollingstedt ab.

Was soll ich euch sagen? 1000 km mit dem Auto von Nord nach Süd und nicht ein Malheur ist passiert. Wir hielten insgesamt 3 Mal an, es gab kein Gejammere im Auto, er war einfach super entspannt und – ja – zufrieden….

Seit Donnerstag abend lebt er nun bei uns und er ist ….. Zucker. Soooo klein, heute gerade mal 9 Wochen alt, kein Gejammere, kein Geheule, er kennt sein Zuhause nach 3 Tagen jetzt schon richtig gut, stolziert durchs Wohnzimmer, als hätte er nirgends anders gelebt und ist einfach eine Knuuuuutschkugel. Witzig, teilweise fordernd und einfach nur richtig goldig…..

Von daher stellt euch hier schon so ein wenig auf „Hundealarm“ ein…..

Hier unsere ersten Fotos von dem kleinen Finn……..

Der Winter

hat uns immer noch schön im Griff

Wir – zumindest im süddeutschen Raum – haben in diesem Jahr einen richtigen Winter.

Angefangen mit Schnee hat es tatsächlich am Heiligen Abend – am Nachmittag fielen dicke Flocken vom Himmel und wir hatten weiße Weihnachten. Und ganz ehrlich – das machte Weihnachten nochmal schöner.

Seit dieser Zeit ist es bei uns – und wenn sich nur vereinzelt- immer weiß gewesen. Und auch Nächte mit bis zu -15 Grad hatten wir. Knackig kalt.

Ich liebe den Winter – ich liebe den Schnee und ich liebe es auch, wenn’s mal richtig kalt wird.

Wir sind es bloß gar nicht mehr gewohnt, wie sollte ich wohl sonst verstehen, wenn tagelang vor Schneefall (wohlgemerkt im Winter) gewarnt wird. Im Radio, im Fernsehen und auf Social Media. Kinder, wie sind wir in den 70 und 80-ern damit klargekommen? Gut – ohne Warnung.

Ein Grund ist natürlich, dass wir uns angewöhnt haben, alle und jeden dafür verantwortlich zu machen, die die Verantwortung nicht tragen – Schneefall zum Beispiel. Sucht sich keiner aus, bestellt auch keiner und schon gar nicht in den Massen, in denen er dann auch mal runterkommen kann.

Der zweite Grund ist der Klimawandel, gegen dessen Existenz wir uns auch nicht wehren können, auch wenn so mancher ihn verleugnet. Alles ist extremer geworden – Schneefälle über Nacht und dann gleich mal 30 cm hoch, tagelange heftige Regenfälle und auch Wind und Sturm sind heftiger geworden

Der dritte Grund ist unser Vergessen – zumindest meine Generation. Wir hatten schon solche Wetterphänomene und haben uns gewappnet.

Wir haben beizeiten Winterreifen auf unsere Autos gezogen, sind bei Schnee und Glätte gut ausgestattet und vorsichtig mit richtigem Schuhwerk losgelaufen, sind morgens eine Stunde früher los und haben es pünktlich ins Büro geschafft und haben vorallem nicht dem Räumdienst die Schuld gegeben, dass er nicht gleichzeitig überall sein kann…

In dem Verschieben von Verantwortung sind wir richtig groß: da ist ein Waldstück gesperrt – groß hängen Schilder dort, dass das Betreten des Waldstückes verboten sei, weil Bäume umfallen könnten. Eine Familie interessiert das nicht und sie marschiert durch das Waldstück- ein Baum fällt um und begräbt die Mutter unter sich – wer ist schuld? Der Bürgermeister der Stadt – nicht die, die sich nicht ans Verbot gehalten haben.

Die Eisbachwelle in München: Surfen auf eigene Gefahr – ist ausgeschildert und das weiß JEDER Surfer dort. In einer Nacht ist eine Surferin mit ihrem Lebensgefährten dort beim Suften, die Frau stürzt vom Brett und die Leine verheddert sich unter Wasser und sie wird so unter Wasser gezogen. Sie kann sich nicht alleine befreien, dem Lebensgefährten gelingt es viel zu spät, sie wird dann vor Ort reanimiert und liegt noch eine Woche auf der Intensivstation und verstirbt dann. Wer ist Schuld? Die Stadt München.

Beides ganz furchtbare Schicksale aber die Schuld bei anderen suchen? Nee Leute – so geht das nicht. Ihr müsst auch mal selbst Verantwortung für euer Leben übernehmen.

Jetzt bin ich total von meinem „ich liebe den Winter“ Ursprungsthema abgekommen.

Mit Winterbildern wünsche ich euch ein schönes Wochenende

Die Realität der Olympiasportler: Ein Blick hinter die Medaillen

Lediglich Silber gabs im Monobob für Laura Nolte-ach soo – lediglich. Gold verloren….(so der sportliche und empathische Reporter, der sich (in meiner Fantasie) die dritte Leberkässemmel in den Rachen schiebt, aus der Flasche seine Cola trinkt und sich vorm Aufstehen aus dem Stuhl noch schnell den Gürtel zumachen muß, weil es sich ja sonst unbequem sitzt).

Ich kann dieses ganze Reportergelabere einfach nicht mehr hören und auch nicht lesen.
Sagt mal, wie einfach gestrickt ist denn diese Gesellschaft geworden? Unsere Sportler rackern sich ab – jahrelang – für diese alle 4 Jahre stattfindenden Olympischen Spiele und wir haben nix anderes zu tun, als auf unserem Hintern zu sitzen und zu „reporten“, daß man lediglich die Silbermedaille bekommen habe.

Wir wissen doch, daß es heute sogar um tausendstel Sekunden geht, das sind Zeitunterschiede, die du im normalen Leben gar nicht messen kannst. Und dann haben wir „Gold verloren“ – nein, verdammt noch mal, wir (wenn schon „wir) haben Silber gewonnen.

Ist das so schwer zu verstehen? Und die Nörgelei über den Medaillenspiegel trifft die Falschen. Es sind nicht die Sportler, die „schuld“ sind – es ist das System.

Ein Biathlet zum Beispiel verdient ca 2000 bis 4000 Euro im Monat brutto. Rechnet man das auf eine einzelne Trainingsstunde runter, sind wir ganz schnell mal unterhalb des Mindestlohnes. Und die deutsche Sporthilfe tut ihr Bestes, um die Olympiasportler über Wasser zu halten – hierdurch werden die Sportler gefördert. Die Förderung liegt zwischen 400 und 1400 Euro. Bei einer Goldmedaille gibts eine Prämie von 30.000 Euro. Im Vergleich: Frankreich zahlt ca. 80.00 Euro pro Goldmedaille, Italien zahlt für Gold rund 196.000 Euro. Hongkong – haltet euch fest – um die 700.000 Euro. Wo ist denn da noch der Ansporn -außer dein eigener Wille, gewinnen zu wollen? Was kann ich mir denn heute für einen Medaillengewinn noch leisten?

Ein Goldmedaillengewinner aus Hongkong oder Singapur wird durch die Prämie zum Millionär, während Athleten aus vielen westlichen Ländern das Geld primär als Anerkennung oder Deckung von Trainingskosten sehen.

Litauen zahlt seinen Champions nach dem Ende ihrer Sportlerkarriere bis ans Lebensende die Miete.
Serbien zahlt seinen Siegern eine lebenslange Rente ab 40.
Polnische Goldmedaillensieger bekommen einen Diamanten, ein Gemälde eines polnischen Künstlers und eine 3-Zimmer- Wohnung in Warschau – Silber- und Bronzemedaillengewinner bekommen eine Zweizimmerwohnung.
Deutsche Goldmedaillengewinner müssen ihren Gewinn dann auch noch schön versteuern!

Zum Vergleich – beim Fußball bekommen mittelmäßig talentierte A- und B-Jugendliche vierstellige Summen im Monat.

Und auch beim Austragungsland und -Ort unterstützen WIR unsere Sportler nicht. Alle wollen Olympia – bloß nicht bei uns. Zu viel Geld kostet der Spektakel, wer braucht das und und und ist die Argumentation.

Witzig, daß die Italiener in den letzten 2 Jahrzehnten zweimal die Olympischen Spiele ausgetragen haben und dementsprechend im Medallienspiegel ganz oben stehen. Klar, Olympische Spiele im eigenen Land motiviert Sportler und Zuschauer nochmals mehr und spornt an.
(Diese Informationen sind mir nicht über Nacht zugeflogen, die habe ich mir „ausgeliehen“ – Danke GOOGLE).

Tiefsten Respekt und höchste Anerkennung für all unsere Sportler, die angetreten sind, auch die, die in einem Wettbewerb ausgeschieden sind (das ist einfach das Bitterste, was dir passieren kann). Ihr seid super, ihr gebt alles – auch dafür, daß wir vorm Fernseher mitfiebern können. Laßt euch nicht von Miesmachern und sogenannten „Experten“ klein machen – ihr seid RIESIG.

Danke für euren Einsatz und die spannenden Stunden vor dem Fernseher – zwei Wochen, die man mal wieder Fernsehen genießen kann und sich nicht mit der 27. Wiederholung oder irgend einem Kitsch anschauen muß – muß man ja nicht, es gibt ja Gott sei Dank den AUS-Knopf.

Soll ich jetzt im Flieger stehen???

Wir haben heute einen Flug nach Hamburg gebucht – morgens hin und abends wieder zurück. Und ich will mich jetzt auch nicht vor ein paar ganz wenigen Menschen rechtfertigen, warum ich fliege und nicht mit dem Zug fahre. Ich muss abends wieder zurück sein ( da ist sie schon, die Rechtfertigung) und da ist Zug und/oder Auto einfach keine Alternative

War einfach – Samstag früh um 7.30 Uhr will wohl noch keiner fliegen – also kein Problem – Hinflug gewählt und Rückflug ebenfalls.

Flugticket Preise – gut – das kostet es eben und dann wollten wir zwei Sitzplätze reservieren … pro Person 8 Euro einfach.

Wir reden nicht von sitzen „extra large“ oder „mit viel Beinfreiheit“ oder gar Business class wir reden von ganz normalen Sitzplätzen…. Selbst ein Platz in der Mitte kostet – wenn ich ihn reservieren will – 8 Euro mehr.

Ich kann ja schlecht den ganzen Flug stehen, oder? Nee – ist nicht erlaubt. Also brauche ich einen Sitzplatz. Und wenn ich einen am Fenster oder auch Gang haben möchte, kann ich drauf hoffen, dass ich beim Einchecken einen zugewiesen bekomme oder ich reserviere mir einen. Der kostet dann Geld.

Ich stell mir gerade vor, wenn ich demnächst mit dem Bus durch München fahre, mein Ticket bezahle und für den Platz am Fenster nochmal 50 Cent extra zahlen muss. Geht gar nicht.

Oder im Restaurant – ich reserviere, weil ich mit ein paar Leuten komme und dort gut Geld lasse – möchte einen bestimmten Tisch und der kostet einfach mal so 20 Euro extra – wobei es kein „Extra“ ist.

Auch beim Flug sowie beim Zug ist es kein „Extra“ – ich hab das Zug-/Flugticket ja gekauft und einen Platz müssen sie mir ja geben….

Passt gerade zu dem Thema, dass die Lufthansa morgen mal wieder streikt – es geht mal wieder um mehr Geld … Ja, meine 8 Euro Reservierungskosten… mir schwillt gerade schon wieder mal der Kamm.

Wann ist uns eigentlich die Empathie abhanden gekommen?

Gestern saß ich ganz sportlich vor dem Fernseher (nein, ich hatte keine Tüte Chips in den Händen) und guckte mir begeistert die Damenabfahrt bei den olympischen Winterspielen an – wobei ich gefühlt nebenbei auch an einer Olympiade teilgenommen habe: 5 Wochen abendliches Stricken und er ist fertig – mein Norweger-Pulli – perfekt unperfekt aber dafür ganz alleine und von mir selbst gestrickt. Ich hätte nicht gedacht, daß ich das schaffe… olympisch, oder?

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Nun gut, ich gucke Abfahrt der Damen und war von Emma Aicher ganz begeistert – wobei mir die herumposaunte Erwartungshaltung von so manch selbst ernannten Experten schon ziemlich auf den Geist ging. „Mindestens 3 Goldmedallien sind drin – Wenn Emma Aicher ihr Ding macht, schafft sie das“…. Laßt das Mädel fahren und baut nicht schon gleich wieder so einen Druck auf.

Emma – super Fahrt und geniale Zeit – zu dieser Zeit auf Platz 2 (den sie auch nicht mehr hergegeben hat) und dann steht Lindsay Vonn im Starthaus und fährt los….. knappe 14 Sekunden und dann haut es sie dermaßen von der Piste….. Furchtbar anzuschauen.

Die Reaktion vom Publikum – entsetztes Hände vor die Augen halten und dann – Totenstille – lang, sehr, sehr lang…… Empathie hoch zehn!

Die Empathie der Regie und der Kameramänner ging eher gegen NULL – den Sturz konnte man sich in Dauerschleife anschauen und die Schmerzensschreie von Lindsey Vonn waren entsetzlich…- wenn ihr da schon drauf halten müsst, schaltet doch bitte den Ton weg….. Ich hab dann bei uns den Ton wegschalten müssen und hab erst wieder hingeguckt, als das Rennen weiterlief.

Was ich aber heute in den sozialen Medien lesen mußte, hat mir fast die Schuhe ausgezogen und ich bin mittlerweile ganz nah dran, mich gerade bei Facebook abzumelden. Was dort an Meldungen zu dem Unfall kam, war/ist unterirdisch.

Von „selbst schuld“ – über „wie karierregeil ist die denn“, „kein Mitleid“, „wer verletzt am Start steht, hat es nicht anders verdient“, „hoffentlich muß sie den Heli aus eigener Tasche zahlen“, „was tut man nicht alles für Aufmerksamkeit“…

Und solche Kommentare wirken bei mir leider immer wie ein Magnet – eigentlich willst du nicht hinschauen, muß es aber trotzdem tun.

Man kann von Lindsey Vonn denken, was man will: Für mich ist sie eine herausragende Sportlerin die allen Respekt für ihre Leistungen verdient. Ob man nun mit einem nicht operierten Kreuzband-Riß an der Olympiade teilnehmen muß, ist einzig und alleine ihre Entscheidung. Das haben schon andere Sportler gemacht. Und letztendlich ist sie mit der Hand oder dem Arm an einem Tor hängen geblieben und der Unfall rührte nicht von ihrem kaputten Kreuzband her.

Ich weiß nicht, was die Menschen dazu bewegt, sich so in den sozialen Medien auszudrücken, ist es die gewissen Anonymität, die ihnen sämtlichen Anstand nimmt oder ist es wirklich die fehlende Empathie, Neid? Was mich wiederum nicht wundert, ganz, ganz viele Kommentare kommen von Profilen, die sich „bildungsfern“ zeigen – um es mal nett auszudrücken. Was man gut an der Ausdrucksweise erkennen kann… zum Fremdschämen.

Wie haltet ihr das mit den sozialen Medien – seid ihr da unterwegs oder eher weniger? Was bevorzugt ihr? Facebook – Instagram – LinkedIN… ???

Norweger…

… nein, nicht die Menschen aus dem fast gleichnamigen Land… ich meine die oder den Pullover.

Ich habe Stricken in der Schule gelernt – als Teenie war das ganz gross in Mode und ich hab mich an Schals und Socken – und sogar Pullunder – probiert.

Schal funktionierte – Sockenprojekt scheiterte an der Ferse und Pullunder am Durchhaltevermögen.

Letztes Jahr begann meine Begeisterung fürs Socken Stricken erneut – die traditionelle wie auch die Bumerangferse beherrsche ich nun.

Nun bin ich ja eher der Mensch “Projekt erledigt – ein neues bitte” und meine Freundin Bettina hat sich eine tolle Norweger Jacke gestrickt. Da kam mir der Gedanke – Norweger Pulli wär doch auch was für mich.

Gut – im Internet nach Mustern gestöbert und letztendlich ein ebook gekauft. Sooo soo tolle Muster und eines hab ich mir dann rausgesucht.

Und dann bin ich losgezogen und hab Wolle gekauft – blau und weiß. Für das Geld hätte ich mir fast einen fertigen Norweger kaufen können – Nadeln und Seile dazu (die Seile für die Nadeln – das ist mittlerweile alles miteinander gut vereinbar – man “schraubt” die verschieden starken Nadeln an die verschieden langen Seile).

Und dann hab ich angefangen …. Vorder- und Rückseite zusammen – bedeutet knapp 300 Maschen auf der Nadel, nach dem Bund zunehmen (am Strickstück 🥴) und dann 35 cm langweilig glatt rechts und einfarbig .

Dann jeweils die Ärmel und die dann zu dem Vorder- und Rückenteil auf die Nadel mit aufnehmen – dann haben wir 456 Maschen pro Runde..

Und dann gets los mit Zählen… 3 blau, eine weiß, eine blau, 4 weiß, …. Und und und … immer schön nicht in den Farbrhythmus kommend, jede Reihe anders… mannnnnnn… hätte mir jemand vorher gesagt, wie schwierig zählen ist…

Gott sei Dank haben wir ja ein entsetzliches Fernsehprogramm – so ist dieser Norweger in knapp 4 Wochen wirklich rasant gewachsen …

So und hier ist der aktuelle Status:

Ich bin sooo stolz auf mich – noch ca 30 Runden Muster und dann das komplette Muster nochmal als Kragen – da allerdings nur mit 160 Maschen – also knapp 1/3 des Rumpfes/erster Teil der Passe…. Ich berichte nach Fertigstellung…