Der Winter

hat uns immer noch schön im Griff

Wir – zumindest im süddeutschen Raum – haben in diesem Jahr einen richtigen Winter.

Angefangen mit Schnee hat es tatsächlich am Heiligen Abend – am Nachmittag fielen dicke Flocken vom Himmel und wir hatten weiße Weihnachten. Und ganz ehrlich – das machte Weihnachten nochmal schöner.

Seit dieser Zeit ist es bei uns – und wenn sich nur vereinzelt- immer weiß gewesen. Und auch Nächte mit bis zu -15 Grad hatten wir. Knackig kalt.

Ich liebe den Winter – ich liebe den Schnee und ich liebe es auch, wenn’s mal richtig kalt wird.

Wir sind es bloß gar nicht mehr gewohnt, wie sollte ich wohl sonst verstehen, wenn tagelang vor Schneefall (wohlgemerkt im Winter) gewarnt wird. Im Radio, im Fernsehen und auf Social Media. Kinder, wie sind wir in den 70 und 80-ern damit klargekommen? Gut – ohne Warnung.

Ein Grund ist natürlich, dass wir uns angewöhnt haben, alle und jeden dafür verantwortlich zu machen, die die Verantwortung nicht tragen – Schneefall zum Beispiel. Sucht sich keiner aus, bestellt auch keiner und schon gar nicht in den Massen, in denen er dann auch mal runterkommen kann.

Der zweite Grund ist der Klimawandel, gegen dessen Existenz wir uns auch nicht wehren können, auch wenn so mancher ihn verleugnet. Alles ist extremer geworden – Schneefälle über Nacht und dann gleich mal 30 cm hoch, tagelange heftige Regenfälle und auch Wind und Sturm sind heftiger geworden

Der dritte Grund ist unser Vergessen – zumindest meine Generation. Wir hatten schon solche Wetterphänomene und haben uns gewappnet.

Wir haben beizeiten Winterreifen auf unsere Autos gezogen, sind bei Schnee und Glätte gut ausgestattet und vorsichtig mit richtigem Schuhwerk losgelaufen, sind morgens eine Stunde früher los und haben es pünktlich ins Büro geschafft und haben vorallem nicht dem Räumdienst die Schuld gegeben, dass er nicht gleichzeitig überall sein kann…

In dem Verschieben von Verantwortung sind wir richtig groß: da ist ein Waldstück gesperrt – groß hängen Schilder dort, dass das Betreten des Waldstückes verboten sei, weil Bäume umfallen könnten. Eine Familie interessiert das nicht und sie marschiert durch das Waldstück- ein Baum fällt um und begräbt die Mutter unter sich – wer ist schuld? Der Bürgermeister der Stadt – nicht die, die sich nicht ans Verbot gehalten haben.

Die Eisbachwelle in München: Surfen auf eigene Gefahr – ist ausgeschildert und das weiß JEDER Surfer dort. In einer Nacht ist eine Surferin mit ihrem Lebensgefährten dort beim Suften, die Frau stürzt vom Brett und die Leine verheddert sich unter Wasser und sie wird so unter Wasser gezogen. Sie kann sich nicht alleine befreien, dem Lebensgefährten gelingt es viel zu spät, sie wird dann vor Ort reanimiert und liegt noch eine Woche auf der Intensivstation und verstirbt dann. Wer ist Schuld? Die Stadt München.

Beides ganz furchtbare Schicksale aber die Schuld bei anderen suchen? Nee Leute – so geht das nicht. Ihr müsst auch mal selbst Verantwortung für euer Leben übernehmen.

Jetzt bin ich total von meinem „ich liebe den Winter“ Ursprungsthema abgekommen.

Mit Winterbildern wünsche ich euch ein schönes Wochenende

Veröffentlicht von Kerstins Reisefotos und mehr...

Reisefreudig, Fotografie-süchtig, fast immer gut gelaunt, Optimistin... Fotografie ist mein Leben - meine Leidenschaft - mein Yoga

Hinterlasse einen Kommentar

Entdecke mehr von koffergefluester.com travels-and-more.com

Jetzt abonnieren, um weiterzulesen und auf das gesamte Archiv zuzugreifen.

Weiterlesen