Holunderblüten-Gelee – und das selbstgemacht

Ich bin diese Woche mit unserem Finn Gassi gegangen und da kamen wir an in voller Blüte stehenden Holunderbäumen-/sträuchen vorbei.

Mein erster Gedanke war: ich mache jetzt mal Hollerkiacherl – eine bayerische Spezialität (glaub ich). Man bereitet eine Art Waffelteig vor, gibt die Blütendolden dort hinein und backt diese dann in einer Pfanne mit viel Fett aus. Herrlich knusprig und lecker, dazu gerne Preiselbeeren oder Apfelmus. Hüftgold pur .

Dann ist mir ein Rezept für den Holunderblüten-Gelee vor die Nase und Augen gekommen und das hat mich neugierig gemacht.

Ich also Hund zu Hause abgeliefert und mit Eimerchen und Schere wieder losgezogen zu den Hollersträuchen. Ja, wenn ich dachte, dass ich dort alleine gewesen wäre. Mindestens 5 andere Hollerfans hingen dort in den Zweigen. Auf meinen Kommentar: Hier gehts ja zu wie am Stachus” gab’s erst mal Gelächter und den Hinweis, dass “da hinten” noch weitere Sträucher stehen.

Ich hab mich dann mit schönen und dicken Dolden beschäftigt und bin mit ca 20 wieder nach Hause.

Die Dolden habe ich kurz abgeschüttelt und auf ein weißes Küchenkrepp gelegt – da ist noch so manches Getier rausgekrabbelt. Dann hab ich die Blüten von den dicken Stängeln befreit, in eine große Schüssel gegeben und mit 1200 ml Wasser begossen. Teller auf die Blüten, damit die auch alle vom Wasser benetzt sind.

Die Schüssel mit dem Sud habe ich zwei Tage im Keller geparkt und dann die Blüten abgegossen, das Hollerwasser aufgefangen, die Blüten kräftig ausgedrückt und den Output zum Wasser gegeben – eine Zitrone hab ich noch ausgepresst und den Saft untergemischt.

Den Sud hab ich mit 800 Gramm Gelierzucker aufgekocht – Wahnsinn, wie das schäumt, da muss man echt aufpassen, 4 Minuten lang blubberig kochen, den Schaum abfischen und den/das Gelee dann in kurz vorher heiß ausgespülte Gläser gegeben.

Nachdem ich nochmals 3 Dolden frische Blüten geholt habe, hab ich nur die kleinen Blüten oben auf dem Gelee gelegt und nach dem Abkühlen (ca 2 Stunden) die Gläser noch mal ordentlich geschüttelt, damit sich die Blütchen im Gelee/ Glas gut verteilen.

Ein Glas bleibt gleich mal in meinem Kühlschrank, ein Glas bekam meine Nachbarin und die restlichen Gläser sitzen nun im Gefrierschrank und warten, dass sie verschenkt, verspeist werden.

Ich sag euch: der/das Gelee schmeckt wirklich richtig gut, frisch, blumig, angenehm süß und wirklich besonders.

Veröffentlicht von Kerstins Reisefotos und mehr...

Reisefreudig, Fotografie-süchtig, fast immer gut gelaunt, Optimistin... Fotografie ist mein Leben - meine Leidenschaft - mein Yoga

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