Nachdem wir nun 5 Inseln entdeckt und viele Eindrücke und Erlebnisse hinter uns gebracht hatten, hieß es nun Seetag. Das bedeutet: Ausschlafen, viel Zeit zum Lesen, Schiff umrunden, Relaxen und trotzdem die Augen aufhalten.
Wir wollten uns heute eigentlich auf einem Liegestuhl an Decke häuslich einrichten, aber bis wir das erste mal unsere Nase ins Freie hielten, war da schon relativ viel los. Wir umrundeten die Mein Schiff und entschieden uns, es uns auf unserem Balkon gemütlich zu machen.
Vorteil: Ruhe, Platz für uns, Blick aufs Meer und dort gabs auch viel zu entdecken:




Und nicht nur der Blick nach oben brachte herrliche Fotomotive – auch nach unten sah es toll aus:




Auch so ein Faulenzertag hat etwas – ich habe meine Fotos etwas „aussortiert“, mein Buch weitergelesen und wir haben es uns einfach gut gehen lassen und die vergangenen Erlebnisse und Eindrücke etwas nachwirken lassen. Ich habe mein Reisetagebuch aktualisiert und so verging der Tag auch recht schnell.
Und am nächsten Tag gings dann auch schon wieder mit dem Islandhopping weiter: Heute stand das „B“ der niederländischen ABC-Inseln (Aruba, Bonaire und Curaçao) auf dem Plan: Bonaire:
Bonaire ist eine besondere Gemeinde der Niederlande und Teil der Niederländischen Antillen. Bonaire besteht neben der Hauptinsel auch aus der Nebeninsel Klein Bonaire. Die Insel Bonaire ist touristisch bisher sehr wenig erschlossen, gilt in Taucherkreisen aber als absoluter Geheimtipp und zählt zu den 10 schönsten Tauchrevieren der Erde. Und Staatsoberhaupt ist tatsächlich König Willem-Alexander.
Wir kletterten nach dem Frühstück in einen Bus und fuhren an der Küste entlang.












Hier verlebten wir eine tolle Zeit, die Natur und die Landschaft ist einfach einmalig her – weiter gings dann zum Washington Nationalpark.





Weiter südlich kamen wir dann zu den Salzbergen von Bonair und den ehemaligen Sklavenhütten.

Die Hütten wurden 1850, zur Zeit der Sklaverei, gebaut. Sie dienten als Unterkunft für Sklaven, die in den Salzpfannen arbeiteten, um Salz, eines der wichtigsten Exportgüter von Bonaire, zu sammeln und zu verladen.
In den Zeiten der Sklaverei auf Bonaire, waren Sklaven für den Salzabbau zuständig. Die Hütten dienten zum Schlafen und Aufbewahren persönlicher Habseligkeiten. Jeden Freitagnachmittag wanderten die Sklaven sieben Stunden lang von Rincon hierher, um das Wochenende mit ihren Familien zu verbringen, sonntags marschierten sie wieder zurück. Auf Bonaire standen vier Obelisken, die den ankommenden Schiffen als Wegweiser dienten. Die Obelisken waren rot, weiß, blau und orange (die Farben der niederländischen Flagge) lackiert.I Aus diesem Grund stehen die keinen Hütten auch im Süden der Insel in unmittelbarer Nähe zu . In den weißen Hütten die direkt am Strand gebaut sind schliefen die Sklaven unter der Woche. Am Wochenende nächtigten Sie in Rincon. Der Weg dorthin war mit einem harten siebenstündigen Fußmarsch verbunden. Die Sklavenhütten wurden im Jahre 1850 errichtet und sind noch heute in einem sehr guten Zustand.






Nach ca 5 Stunden gings wieder mit dem Bus zurück, wir liefen noch etwas durch Kralendijk, bestaunten die schönen, bunten Häuser, kehrten in einer kleinen Bar ein und ließen den Nachmittag gemütlich ausklingen.
Kralendijk ist der Hauptort von Bonaire. Rund 12.000 Menschen leben dauerhaft in dem Ort, der trotz der geringen Einwohnerzahl den größten der Insel darstellt. Einst gegründet aus mehreren kleinen Dörfern, ist er mittlerweile die Hauptanlaufstelle, wenn es um das Betrachten von Sehenswürdigkeiten geht. Er wurde rund um das Fort Oranje gebaut, das sich am Hafen befindet und mit seiner gelben Optik ein absoluter Hingucker ist. Alte Gebäude wie das Regierungshaus aus dem frühen 19. Jahrhundert und die typisch farbenfrohen Hausfassaden sieht man beim Stadtbummel. Ebenso bunt leuchtet die San Bernardo Catholic Church in Kralendijk.













Um 18.30 Uhr hiess es „Alle Mann an Bord“ und um 19.00 Uhr legten wir ab und die Mein Schiff 3 schipperte in Richtung Curaçao – und wir merkten nichts davon, daß wir uns auf einem schwimmenden Hotel befanden.

Ha – und hier zeigte sich langsam ein weihnachtlicher Glanz – das „Gerüst“ stand schon mal – gut, wir hatten den 27. November.