„O‘zaft is“ war Samstag …

Zwei Jahre fiel das Oktoberfest der Pandemie zum Opfer – heuer ist es wieder soweit.

Schunkeln, was das Zeug hält, Maß Bier, Hendl, Brezen….. – für die einen war es eine entsetzliche Zeit ohne Oktoberfest – für die anderen (u.a. für mich): naja, is hoit need..

Klar, als ich vor 34 Jahren nach München kam, war das für mich auch „wichtig. Wiesn, Oktoberfest – super, Klasse. 14 Tage Gaudi (also wer das schafft, 14 Tage auf die Wiesn zu gehen…) Klar war ich da auch ein oder zwei Mal, vielleicht auch dreimal.

Später auch mit Männe – hatten wir Besuch zu dieser Zeit, sind wir natürlich auch hinmarschiert. Das wurde aber immer schwieriger mit den Tischen reservieren. Und spontan kann man am abend kaum noch einen Platz bekommen. Was ich als Münchener sehr ärgerlich finde. Selbst das „Tische reservieren“ geht als „Nicht-Firma“ kaum noch. Dieser Hype hat irgendwie nicht abgenommen und je älter ich wurde, desto weniger wichtig war mir die Wiesn.

Klar, es ist ein traditionelles Fest – aber es ist mittlerweile einfach nur noch Konsum. In den letzen Jahren war ich einmal abends auf der Wiesn – das hat mir gereicht. Klar ist es schön, mit Freunden im Zelt zu sitzen und „a Gaudi zum hobn“. Im Restaurant sitz ich gemütlicher. Aber irgendwie gehört es doch dazu.

Am Mittwoch war ich mit Männe mittags dort. Ganz entspannt sind wir mit der Ubahn angekommen, ohne daß wir schon beim Rausgehen aus der Ubahn in einem Strom Menschen Richtung Ausgang geschoben wurden. Viele Karussells hatten noch geschlossen, in den Schaustellerstraßen konnte man sich noch gut bewegen. Wir bummelten entlang der Buden und Stände, Karussells und ließen es uns nicht nehmen, zumindest einmal im Riesenrad gesessen zu haben. Aber 10 Euro für eine Fahrt – meine Herren.

Überhaupt ist das wirklich ein teurer Spaß geworden – so ein Wiesnbesuch. Wir haben mal nachgerechnet: 2 x Riesenradticket 20,00 Euro, einmal gebrannte Cashewkerne 9,00 EURO, zwei halbe Händl (draußen im Biergarten gegessen) 27,00 Euro, eine Maß Bier geteilt 13 Euro….

Jetzt geh da mal mit ner 4-köpfigen Familie hin – da sind 200 Euro gerade mal nix.

Nach einem schönen Bummel durch all die Schausteller- und Zeltstrassen waren wir gegen 15 Uhr wieder am Heimweg.

Fazit: Schee wars, aber nur so, wie wir es gemacht haben. Am Mittag, ohne Gedränge und ohne im Zelt mit Tausend anderen zusammen, ohne Tanzen auf dem Tisch, von dem wieder einer vom Nachbartisch leicht bis mittelmäßig angesäuselt rückwärts auf dich fällt. Wir hatten drei Einladungen, haben alle abgelehnt – uns ist/war das in diesem Jahr noch zu unsicher und „gefährlich“. Nächstes Jahr wieder – vielleicht…

Euch allen ein wunderschönes Wochenende

Veröffentlicht von Kerstins Reisefotos und mehr...

Reisefreudig, Fotografie-süchtig, fast immer gut gelaunt, Optimistin... Fotografie ist mein Leben - meine Leidenschaft - mein Yoga

Ein Kommentar zu “„O‘zaft is“ war Samstag …

  1. In den Zelten ist es so laut, dass man eigentlich einen Gehörschutz braucht. Kann man sich ansehen, so wie ihr, dann ist aber auch gut. Ich mag es lieber, wenn man sich einfach wo hin setzt und den Leuten zuschaut, wie die ihren Spaß haben.

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