Maschendrahtzaun…

Kennt ihr noch diese Geschichte? Ich weiß gar nicht mehr so genau, was der Auslöser war, wohl dieser Maschendrahtzaun.. aber was es damit auf sich hatte, weiß ich nicht mehr. Im Prinzip ging es jedoch darum, über was sich die Deutschen streiten und notfalls sogar vor Gericht gehen – wegen/mit der Nachbarschaft.

Hier bei uns – Gott sei Dank nicht in der direkten – Nachbarschaft gerade auch wieder so eine Sache – wenn die Leute nichts mehr in ihrem eigenen Leben zum Aufregen haben, regen sie sich eben über ihre Nachbarn auf. Insbesondere über die neu zugezogenen und eventuell auch Menschen, die nicht in Deutschland geboren sind und vielleicht auch eine etwas andere Kultur haben.
Im bestimmten Fall geht es um 6 Häuser und ihre Mieter/Eigentümer, die schon vor Jahrzehnten dort eingezogen sind und sich eben auch schon ewig kennen – eine eingeschworene Gemeinschaft sozusagen. Jedes dieser Häuser hat auch eine eigene Garage am Garagenhof.
So, und nun passiert etwas, da stirbt der eine Hauseigentümer und der Sohn vermietet das Haus, weil er selbst in einem anderen Ort wohnt. Die Leute, die einziehen, sind jung (im Gegensatz zu denen, die seit Jahren eben schon dort wohnen), haben Kinder, die auch mal laut sind, sind NICHT-Deutsche und haben zwei Autos. Jetzt gibt es zu den sechs Häusern noch zwei Parkstellplätze für die ALLGEMEINHEIT. Und nun „erdreistet“ sich der neue Mieter, eines seiner Autos auf einem dieser Gemeinschaftsstellplätze abzustellen. Sein zweites Auto parkt er ordentlich an der Straße – da darf meines Wissens jeder parken – selbst das wird im angekreidet. Seine zum gemieteten Haus gehörende Garage hat sein Vermieter an eine dritte Partei im Sommer weitervermietet, im Winter kann der Mieter sie nutzen. Diesen neuen Mietern wurde es schon von Anfang an nicht wirklich leicht gemacht, es ist natürlich auch schwer, sich in einer fest verankerten Gemeinschaft zu integrieren und sich seinen Platz zu „sichern“.
Seit ca 14 Tagen wird die „neue“ Familie nun gemobbt: Zwei der Familien, die dort in den Häusern wohnen, stellen ihre Autos nun aus reiner Boshaftigkeit auf diese „Gemeinschaftsstellplätze“ – da werden schnell in der Frühe die Autos aus den Garagen gefahren, im schlimmsten Falle setzt man sich, wenn man das Auto kurz braucht, in ein völlig überhitztes Auto und gurkt schnell zum Einkaufen, um kurz bevor „Vater Neumieter“ von der Arbeit nach Hause kommt, wieder auf dem Gemeinschaftsstellplatz zu stehen. Abends -kurz vor Dunkelheit, werden die Autos dann wieder in ihre Garagen gefahren. So, euch zeige ich es jetzt. Geht ja gar nicht, daß ihr einen der Gemeinschaftsstellplätze dauerbesetzt. Auch wenn wir sie gar nicht brauchen können, weil wir ja alle eine eigene Garage haben – ihr bekommt den Gemeinschaftsstellplatz nicht dauerhaft!!!!

Wenns nicht so unsäglich traurig wäre, könnte man einfach nur lachen. Manche Menschen verstehen einfach nicht, daß sich die Zeiten ändern, daß es mehr Autos gibt, das Kinder Lärm machen und daß nicht alles so bleibt, wie es früher mal war. Früher gab es eben in jeder Familie nur ein Auto, da reichte auch eine Garage pro Haus. Aber jetzt deswegen so ein Faß aufzumachen und sich sogar beim Vermieter des Hauses der Neumieter aufzuregen, finde ich einfach nur lächerlich und spricht so gar nicht für Erwachsenenverhalten.

Zum guten Schluß wurde dem neuen Mieter auch auferlegt, wie er seinen Vorgarten anzulegen hat – da gäbe es einen Gemeinschaftsplan – also Abstellplatz für Fahrräder – das geht gar nicht! Das hat noch keiner von uns gemacht und das wurde noch nie gebraucht…. Wirklich nur lächerlich …. und sooooo „Maschendrahtzaun“

Hier das Video – zumindest DAS ist zum Lachen:

Veröffentlicht von Kerstins Reisefotos und mehr...

Reisefreudig, Fotografie-süchtig, fast immer gut gelaunt, Optimistin... Fotografie ist mein Leben - meine Leidenschaft - mein Yoga

7 Kommentare zu „Maschendrahtzaun…

  1. Auslöser der Misere ist eigentlich der Sohn, der eine zur Wohnung gehörende Garage an Dritte vermietet hat. Ob das so ganz in Ordnung ist zweifle ich aus Erfahrung an (ich hatte auch einmal als Fremder eine Garage in einem ETW Komplex zur Unterstellung eines Oldtimers gemietet und der Wohnungseigentümer bekam Ärger). Ansonsten können Fremde ja auch nicht wissen, wie es in einem bestehenden Umfeld störungsfrei zugeht. Die Reaktion der „Alteingesessenen“ ist natürlich auch lächerlich. Da kenne ich mich auch aus: Es gab schon „Nachbarn“, die es störte, wenn ich vor deren Fenster (auf ordentlich ausgewiesenem Parkstreifen) parkte und die sowie ich weg war, ebenfalls ihr Auto aus der Garage holten und dahin stellten. Erst als ich bei der „zweibeinigen Hauszeitung“ durchblicken ließ, dass ich auch noch über richtig heruntergekommene Schrottwagen verfügen könne und die (weil noch zulassungsfähig) dort für längere Zeit placieren würde, war der Spuk über Nacht vorbei. Ansonsten, da war ja was, mit ..wenn´s dem bösen Nachbarn nicht gefällt.😉

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    1. Being honest – so ist es auch bei uns. Die Garage wurde an uns vermietet und da steht ebenfalls unser Oldtimer drin. Der jetzige Mieter ist total Fine damit, er braucht die Garage nur im Winter und da steht der Oldtimer eh abgemeldet in einer anderen Garage – am anderen Ende der Stadt. Nachdem die anderen dem neuen Mieter jetzt jedoch so einen Stress machen, will er eben die Garage das ganze Jahr… und somit sind die wirklichen Leidtragenden wir – das Cabrio zu seinem winterstellplatz bringen, zum Cabrio fahren einmal durch die Stadt und wieder zurück ist weder sinnvoll noch nachhaltig …
      Und das Getue der anderen Hausbesitzer einfach nur kindisch…

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      1. Meist von denen, die “ aach habe wolle“ und nicht glauben, dass man dafür auch arbeitet (bzw.. gearbeitet hat) Viel Spaß trotzfdem mit dem offenen Teil😊

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    1. Und jetzt kommt da noch eine Familie, die nicht aus Deutschland ist und eine komplett andere Kultur hat … unglaublich oder??? Traurig oder???

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