Große und Kleine Isar und das Wehr

Eigentlich wollte ich Schuhe kaufen, als ich letzte Woche mal wieder in die City gefahren bin. Und als ich so im Parkhaus stand, dachte ich mir: Guck doch mal, wie die Isar mit dem Hochwasser so klarkommt. Kurz entschlossen machte ich einen kleinen Schlenker zum Isar-Wehrkanal, der mitten in der Stadt liegt. Da bin ich öfters, ist ein netter Platz zum Fotografieren.

Auf dem Weg zur großen und kleinen Isar:
Hier läuft man an wunderschönen Altbauten vorbei und auch an der Kirche Sankt Lukas, die im Moment aber gerade renoviert wird. Auch hier war ich schon ganz oft – das ist eine wirklich schöne Kirche.

Huch, die Isar ist ganz schön hoch:
Überquert man dann die kleine Brücke im rechten Bild, kommt man direkt ans Isarufer und kann das Wehr sehen. Ich dachte schon, da sei gesperrt, aber man hatte freien Zugang und auch hier hatte ich schon oft fotografiert. Ich sage euch, da ist aber flott und stramm das Wasser geflossen.

Normaleweise sieht man hier Kiesbetten und dort findet man auch immer wieder Menschen, die sich da sonnen und baden gehen. Kein Kiesbett zu sehen und da im Moment baden zu gehen, wäre lebensgefährlich gewesen. Das hat wohl auch die Dame links unten im Bild gedacht.

Läuft man hier am Ufer entlang, kommt man zum Müllerschen Volksbad – leider habe ich es noch nicht geschafft, mir das mal von innen anzuschauen – soll aber wirklich toll dort sein.
Das Müller’sche Volksbad in München ist ein Hallenbad mit Sauna- und Dampfbädern, das von den Stadtwerken München (SWM) betrieben wird. Der Jugendstilbau war bei seiner Fertigstellung 1901 das größte und modernste Schwimmbad der Welt. Der Bau geht auf eine Spende des Münchner Ingenieurs Karl Müller an die Stadt München zurück, verbunden mit der Auflage, ein Bad für das „unbemittelte Volk“ zu errichten. Der Bau entstand nach einem Entwurf von Carl Hocheder. Das Bad zählt mit seiner Architektur und Innenausstattung zu den schönsten Badehäusern Europas (Wikipedia)

Man kann zu Graffiti stehen, wie man will – hier verschandelt es leider die schöne Fassade..

… und hier wiederum verschönert es graue Mauern und peppt sie auf:

Weiter auf dem Weg kommt man zur Unterführung der Ludwigsbrücke und hier gibt es seit Neuestem wirklich tolle Street art:

LOOMIT – (Mathias Köhler, deutscher Graffiti- und Writingkünstler) hat hier die Unterführung wirklich toll bemalt und besprüht. Aloisius kann man erkennen (Ein Münchener im Himmel), die anderen Gestalten kannte ICH meist nicht.

Hier müssen die Figuren echt mit Gegenverkehr rechnen 🙂

Die Ludwigsbrücke wird seit Jahren erneuert und restauriert – von daher ein wenig „moderne Architektur“

Und jetzt führte mich mein Weg wieder zurück in die Innenstadt, denn eigentlich wollte ich ja Schuhe kaufen. Zurück übers „Tal“ in Richtung „Marienplatz“ fand ich folgende „Gestalten“

Bewundernswert, wie man sich hier stundenlang regungslos hinsetzen und vor sich hin starren kann – immer in der Hoffnung, der Hut wird mit ein paar Euronen gefüllt. Für mich die Pflicht, etwas zu geben, wenn ich ihn schon fotografiere.
Und unser EM Maskottchen – leider für mich etwas deplaziert – vor unserem schönen Rathaus wirkt es für mich nicht wirklich. Aber es hat zumindest schon mal den ersten Erfolg der Deutschen Nationalmannschaft gebracht: Ein 5:1 gegen Schottland gestern in der Allianz Arena ist ja nun schon mal wirklich toll – und das Spiel war wirklich klasse.

Tja und dann war ich im „Skechers“ Laden – das Prinzip des Beratens und Bedienens ist mir noch nicht ganz klar. Ich stand also mit meinem Schuh, der mir gefallen hat, im Laden und versuchte, eine Verkäuferin anzusprechen. „Ich bin besetzt. Setz dich da auf die Couch, dann kommt jemand“. Okay, per Du – jetzt kein Problem für MICH.
Kaum saß ich, kam ein junges Mädel und fragte, obs denn der Schuh sein darf. – Ja, wenn in meiner Größe noch da – Das junge Mädel flüsterte in ein Mikrofon: Artikel xy in 37 bitte… okay? – Verstehe – zu mir gewandt: Ist nix da – kannst du nächste Woche noch mal kommen oder Online bestellen? Bestell Nr: guckst du da.

Gut, Bestell- Nr notiert und raus aus dem Laden, der gefühlt von mittlerweile 50 Leuten besucht war. Ich machte mich wieder auf den Heimweg und freute mich noch über den ein oder anderen Ausblick:

Bei der Grundidee Schuhkauf hatte ich total versagt – bei der Idee, ein paar Eindrücke festzuhalten, war ich erfolgreich und freute mich über die Fotos.
Heute sitze ich mit fetter Erkältung und Kopfschmerzen auf der Couch – aber es ist ja Wochenende und ich mach es mir einfach so gemütlich, wie es nur geht.
Euch ein schönes Wochenende, was immer ihr auch tut und wo immer ihr auch gerade seid.

Veröffentlicht von Kerstins Reisefotos und mehr...

Reisefreudig, Fotografie-süchtig, fast immer gut gelaunt, Optimistin... Fotografie ist mein Leben - meine Leidenschaft - mein Yoga

6 Kommentare zu „Große und Kleine Isar und das Wehr

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