Ich war kurz vor unserem Kanada-Urlaub nochmal bei meinen Eltern zu Besuch. Und schon lange hatten wir uns überlegt, vom Heimatstädchen aus meinerseits einen Ausflug nach Bamberg zu machen – sind mit dem Auto knappe 1,5 Stunden einfach. Irgendwie kam immer etwas dazwischen oder es war etwas anderes wichtiger.
Als ich dann Ende Juli zu meinen Eltern gefahren bin, dachte ich mir morgens: „Du bist doch eigentlich dumm, wenn du nicht einfach auf der Fahrt zu deinen Eltern in Bamberg Halt machst und dir die Stadt anschaust. Du fährst ja direkt dran vorbei“
Gesagt, getan: Ich bin von München aus am Vormittag los, habe meinen Eltern Bescheid gegeben, daß ich über Bamberg fahre und dementsprechend später zu Hause bin. Tolle Fahrt bis zur Abfahrt Bamberg und dann rein ins Vergnügen. Nun ist Bamberg ja keine Großstadt, hat aber auch seine kleinen Tücken, Einbahnstraßen und diverse Baustellen.
Jetzt muß ich dazu sagen: Ich „kenne“ Bamberg ein wenig. In meiner Jugend habe ich viele Wochenenden dort in der Nähe verbracht und nun hole ich etwas aus: Ich war nämlich mit 18/19 Jahren mal ein „GROUPI“ – früher nannte man das Fan oder so ähnlich.
In den Nachbarorten oder Dörfern, die zu meinem Heimatstädchen gehören, spielten in den frühen 80er Jahren am Wochenende sehr oft Coverbands. Ich erinnere mich an „Change“, „Fantasy“, „Anacondas“, ‚Olivers Army“, „Extra“ und „Hotlegs“.
Irgendwann zerrten mich meine Cousinen zum Auftritt der Hotlegs – war ein toller Abend, meine eine Cousine war mit dem einen Gitarristen befreundet und hat mich allen Musikern vorgestellt. War sehr nett und ich (damals sehr schüchtern, glaubt mir heute kein Mensch mehr) dachte mir, „ja, der Schlagzeuger, der Uwe, ist schon ein netter Kerl“ – gefallen hat er mir auch.
14 Tage drauf spielten sie in einem anderen Dorf – ich natürlich wieder mit dabei. To make a long (und die ist wirklich lang) story short: Irgendwann kamen Uwe und ich uns auch näher und wir sahen uns jedes Wochenende, wenn sie in unserer Nähe spielten, oft fuhr ich mit ins Fränkische (wo sie alle herkamen und eben auch oft auftraten), Wir besuchten uns gegenseitig und ich war das ein oder andere Mal auch übers Wochenende in der Nähe von Bamberg. Und somit auch das ein oder andere Mal in Bamberg, was mir damals schon sehr gut gefallen hat. So – von daher mein Gefallen an Bamberg und nun war ich wieder mal da.
Ich weiß nicht mehr, ob sich die Parkplatzsuche damals schon als schwierig erwiesen hat, aber gefühlt hab ich die Innenstadt 3 Mal umrundet, bis ich eine Tiefgarage gefunden habe. Egal, raus aus dem Auto und los… Hach, war das schön. Ein wenig nostalgischer Herzschmerz, es gibt dort auch noch Fleckchen, die sich gar nicht verändert haben und es gibt sooo viel Neues.
Hier war ich das letzte Mal mit 19 Jahren – muß auch ein jeder Touri mal drin gewesen sein – im Schlenkerla:




Hach ja, hier hab ich mein erstes Rauchbier getrunken und wusste nicht so wirklich, was ich davon halten sollte. Weiß ich – ehrlich gesagt – heute auch noch nicht so genau. Es ist etwas besonderes, es schmeckt wirklich nach „Geräuchertem“ oder Rauch – ich könnte es nicht immer trinken. Aber es gibt eben auch Menschen, die lassen nix drauf kommen und lieben es.
Ich bin dann ein wenig durch die wirklich schöne Altstadt gelaufen – Bamberg ist UNESCO Weltkulturerbe und hat den mitunter besterhaltenen Stadtkern in ganz Deutschland.
Wunderschöne Plätze und Ecken gibt es hier – zum Beispiel das Rathaus.
Der Legende nach wollte der Bischoff von Bamberg im 14 JH kein Rathaus in der Stadt erbauen lassen. Die Bürger – gar nicht dumm – errichteten mit Pfählen in der Regnitz eine künstliche Insel und darauf erbauten sie dann das Rathaus. Clever, oder? War ja nicht in der Stadt 🙂



Wunderschön auch die Residenz mit dem Rosengarten:








Einen tollen Blick über Teile der Altstadt hat man von der Residenz aus:




Gegenüber der Residenz der Dom – leider etwas „under construction“:




Hier die gemütliche Altstadt:








Und natürlich „Klein Venedig“ – einfach wunderschön und gemütlich:






Nach gut 2 Stunden Bummel machte ich mich wieder auf die Weiterfahrt – ich bin sehr froh, daß ich nach ca 40 Jahren hier mal wieder Halt gemacht habe.









Vieles ist noch so wie damals, sehr vieles ist neu und anders, aber das ist auch gut so. Ich kann einen Ausflug nach Bamberg wirklich empfehlen, solltet ihr in der Nähe sein, es lohnt sich wirklich. Und ich werde wiederkommen und diesmal warte ich nicht knappe 40 Jahre.
sehr schön und dort war ich auch noch nicht !!
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Lieben Dank und wenn du mal in der Nähe bist: es lohnt sich wirklich und trink mal ein Rauchbier im
Schlenkera – ein Erlebnis der besonderen Art
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Schlenkerla!!! 🙄🙄
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Rauchbier kenne ich nicht ! Ein Versuch wäre es wert
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