dann kann sie was erzählen.

Foto mit KI erstellt:))
Letzte Woche waren wir Möbel gucken, schon seit langem wollte ich in „meinem“ Zimmer etwas anderes stehen haben. Da stand noch eine Schrankwand, die ich mir 1995 gekauft hatte. Abgesehen hatte ich mich an dieser und so wirklich praktisch bzw. viel zum Unterbringen war da auch nicht.
Sprachs und wir zogen am letzten Mittwoch los. Zuerst zu Segmüller nach Parsdorf – Parkhaus ziemlich leer und wohl eine günstige Zeit zum Möbel schauen. Wars auch, es war wenig los und so zockelten wir durch die Abteilungen. Ich hatte eine gewisse Vorstellung und vom Holz her sollte es auch zu dem passen, was noch im Zimmer verbleibt (ich hatte vor ca 15 Jahren schon mal etwas aufgestockt.
Wir schlappten durch die Gänge und man wird wirklich überfahren von all dem, was dort ausgestellt wird, von superpraktisch (aber nicht passend für uns) zu hypermodern (auch nicht unser Stil).
Jetzt hatten wir auch ein kleines, aber nicht zu ignorierendes Problem: Die Dachschräge in diesem Zimmer. Diese fängt nach ca 1 Meter vom Türstock gerechnet an – da bleibt nicht wahnsinnig viel Platz bzw dürfen die Regale/Kommoden nicht sehr hoch sein. Wir hatten alles genau ausgemessen, wie weit ins Zimmer es dann maximal wie hoch sein dürfte. Und die Schräge ist schon echt „schräg“.
Geht es euch auch so? Wenn man eine Stunde durch so ein Möbelhaus schlappt, wird man wahnsinnig müde. Ich hatte nach 90 Minuten so gar keine Lust mehr, Männe wollte dann noch nach einer Couchgarnitur schauen. Gut – da kann man ja relaxen, man muß das Ding ja Testsitzen und – liegen :). Kann ich – kann ich gut.
Nach 2 Stunden die Erleuchtung: Hier finden wir nix passendes und meine Hoffnung war, daß wir wieder nach Hause fahren. Jetzt liegt aber XXXLutz direkt auf unserem Heimweg und Männe meinte, daß wir da jetzt auch noch vorbei schauen. Meinen laut und mehrmals klargemachten „galoppierenden Unterzucker“ ignorierte er.
Also ins Parkhaus – ziemlich leer (solltet ihr Möbel kaufen wollen – Anfang des Jahres ist eine super Zeit) und zum Eingang „gestolpert“.
Und da stand sie- ziemlich gleich hinter dem Eingang – MEINE WOHNLANDSCHAFT. Sie (also ich) kam, sah (auch ich) und siegte (die Wohnlandschaft). Zollstock raus, Zettel mit den Maßen raus und gerechnet und gedanklich hin und hergerückt. Ausstellungsware war es auch noch und so gab es einen anständigen Nachlass (Freude bei Männe und mir und dem Portemonnaie).
Es kam auch ziemlich schnell ein Verkäufer angerannt und beriet uns – mein Einwand, daß das alles richtig toll ist, sehr offen (läßt es nicht so wuchtig wirken) und nur evtl etwas wenig Schubladen hätte, wo man Kleinkram gut verräumen kann, wehrte er ab.
„Wir haben da weiter hinten noch ein passendes Highboard stehen, mit viel Stauraum und vielen Schubladen“. Wir konnten unser Glück kaum fassen. Auch dieses wurde begutachtet, passt auch von den Maßen genau noch dazu und so saßen wir eine Stunde später am Schreibtisch des Verkäufers und unterschrieben den Kaufvertrag. Wir „buchten“ noch einen Service, der uns a) die zerlegten Möbel in den 2. Stock schleppen, b) die Möbel dann auch aufbauen und c) die alten Möbel mitnehmen und entsorgen. Wir wurden informiert, daß sich der Transportservice bei uns meldet, die Teile sind in zwei verschiedenen Lagern verteilt und das Highboard wird aufgebaut (Ausstellungsware) geliefert. Die Wohnlandschaft wir nicht komplett aufgebaut geliefert bekommen, da sich alles außer dem Highboard auch noch einmal im Lager befände und es keinen Sinn machen würde, dieses hier auszuliefern und die Ware aus dem Lager nochmal extra aufzubauen. Ging uns auch ein und so warteten wir auf den Anruf vom Auslieferservice, wann die dann kommen würden. Aussage des Verkäufers: Ca. 3 Wochen – okay für uns.
Unglaublich, bereits am Freitag riefen sie an und wir machten einen Termin für Montag aus – zwischen 13.oo und 15.oo Uhr würden sie kommen und aufbauen – prima.
Montag um halb zwei rief der Auslieferservice an, sie könnten sich etwas verspäten, da ihnen vom Verkäufer nicht mitgeteilt wurde, daß die Ware in zwei verschiedenen Lagern abzuholen sei. Okay, warten wir halt noch etwas – wir waren ja drauf eingestellt. Und ob meine doch tatsächlich benötigten 5 Umzugskisten noch eine halbe Stunde länger im Bad und im Flur stehen würde, war ja auch egal. Sah zwar wild aus aber so isses eben.
Um halb vier kamen die Jungs uns teilten uns als allererstes mit, daß sie heute nicht mehr aufbauen könnten, da das Ganze um die 4 Stunden dauern würde und sie noch eine Lieferung auf dem LKW hätten. Lange Gesichter unsererseits – gut, was nicht geht, geht halt nicht. Die alten Möbel nahmen sie mit, das Highboard brachten sie gut verpackt nach oben, die Kisten zum Zusammenbauen ebenfalls und weg waren sie wieder – sie kämen dann morgen gegen 14.oo Uhr.
Und ich wäre nicht ich (neugierig), wenn ich nach ner Stunde nicht gedacht hätte, „schau dir mal das verpackte Highboard an, mal sehen, wie es sich so an der Wand macht“. Mit Schere bewaffnet marschierte ich nach oben, entfernte die Noppenfolie und dachte mir: Ziemlich grau, der Korpus – hatte ich gar nicht so in Erinnerung.
Je mehr ich auspackte, umso klarer wurde mir : DAS ist nicht meine Wohnwand, das gehört nicht dazu. Fotos auf dem Handy rausgesucht und festgestellt, es war ein komplett falsches Highboard. Na super. Wir telefonierten sofort mit XXXLutz und stellten das klar, checkten aber, ob die verpackten Kisten jetzt zu DEM Highboard gehörten oder zu unserer gekauften Wohnlandschaft. Der Rest passte zu „uns“ und XXXLutz versprach, das richtige Highboard für den Ausliefer- Montageservice auf die Seite zu stellen.
Gestern kommt der Montageservice, holte das falsche Highboard ab, lieferte das richtige und machten sich an den Aufbau.
Es dauerte ca 2,5 Stunden, dann kam die Meldung, sie können nicht weiter aufbauen, es fehlten Teile in den Verpackungen – die Griffe für sämtliche Schubladen fehlen und ebenfalls eine Bodenplatte für ein weiteres Highboard. Es handelte sich hier um die Originalverpackung – da hat wohl jemand beim Zusammentragen der benötigten Teile tief und fest geschlafen. Läuft hier – zwar rückwärts, aber es läuft.
Bei dem komplett aufgebauten Highboard (mit integrierter Belichtung) hingen hinten die Kabel raus, allerdings fehlte der Anschluß für die Steckdose bzw. der Trafo. „Wir kommen morgen zwischen halb acht und acht und haben dann die fehlenden Teile dabei und bauen dann weiter auf“….Na, ich bin gespannt.
Und so sitzen wir hier seit halb acht und warten…..
Irgendwie habe ich das Gefühl, es klappt nichts mehr auf Anhieb und ohne Probleme. Allem muß man hinterher telefonieren und nachfragen. Bei einer Nachfrage nach einem Rechtsanwalt, der uns weiterhelfen könnte, haben wir 4!!! Anwaltskanzleien kontaktiert, unser Anliegen geschildert, gefragt, ob wir hier mit unserem geschilderten Nachfrage richtig sein – „Ja, wir melden uns in den nächsten zwei Tagen bei Ihnen“….. und so sitzen wir ebenfalls hier und warten auf die Rückrufe…

Edit: Die Herren des Montageservices hatten einen Unfall – leider konnte dem wartenden Kunden nicht Bescheid gegeben werden.
Aussage, wann und ob sie heute kommen „weiß Mann nicht“ .. aaaaaha.
Ähnliches bei unserem gleichnamigen Möbelhaus. Der „Aufbauservice“ kürzte zwei Stollen am Regalsystem und meinte mit den dann sichtbaren Trafos könnte man leben. Zum Abschluss stolperte ein Mitarbeiterin über den noch nicht verschraubten Esstisch und zerbrach ein wichtiges Teil. Der Schaden sehr hoch und da wir fast alle Möbel in Wiesbaden ließen war unsere Haus-Einweihung dann eine Stehparty. Der Geschäftsführer sorgte aber umgehend für Behebung und schickte mit den neuen Teilen Leute, die Ahnung hatten. 😄😀
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Unfassbar – Wirklich unfassbar 🙄🙄🙄
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Nun ja, man sieht, dass es nicht nur mir so geht.
Ja tschuldigung, es ist Januar. Was im letzten Jahr geklappt hat, muss dieses Jahr nicht klappen. Willkommen im Service Land Deutschland.
Wenn es nicht so blöd wäre, könnte man fast drüber lachen.
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Ich lache schon den ganzen Nachmittag, da weder XXXLutz zurück gerufen hat (wir melden uns in der nächsten halben Stunde) noch der aufbauservice mit einer Meldung, wann sie denn kommen – diese Woche noch oder nächste……🙄🙄🙄
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Das sind ja keine schönen Nachrichten!
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Nee, wenn das Jahr schon so losgeht – bis jetzt kein Anruf, ob heute noch etwas passiert …
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Früher baute eigenes und geschultes Personal auf. Heute Subunternehmer von Subunternehmen..
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