Kalt erwischt…

ich grinse leise in mich hinein und zitiere bzw. schreibe zusammen, was ich heute in der SZ über e-Autos, gelesen habe.

Ich sag es trotz Grinsen im Gesicht, daß ich prinzipiell die Idee der Elektroautos recht gut finde, für mich das alles aber noch längstens nicht ausgereift ist und es noch viel zu viel „Baustellen“ gibt. Strompreise, Akkuleistung, Anschaffungskosten, Ladezeit für den Akku…. überzeugt mich im Moment noch nicht.

(Zitatanfang): Eis kratzen, einsteigen, orgeln. Nicht nur Oldtimer-Fans wissen, daß Batterien und Kälte keine Freunde sind. Nach einer frostigen Winternacht kann es schwierig werden, so ein altes Schätzchen zu starten. Deshalb nimmt mancher Besitzer eines 6-Volt- Käfers den zehn Kolo leichten Akku vorsorglich mit nach Hause. Heutzutage können die Energiespeicher eines E-Autos 900 Volt haben und 700 Kilogramm wiegen, wetterfühlig sind sie immer noch. Kühlt der massige Akku ohne schützende Garage und/oder Stromanschluß komplett aus, werden selbst Luxusautos zu Kurzstrecken- Krücken. (Zitatende).

Ja, kurz gesagt, benötigen im Extremfall Elektroautos auf Kurz- oder Pendlerstrecken bis zu 100 Prozent mehr Energie.
Ein Testprogramm von NCAP (New Car Assessment Programme) ließ eine Reihe von Modellen bei minus 7 Grad Außentemperatur in 30 Minuten über eine Distanz von 23 Kilometern fahren – im Schnitt stieg der Energiebedarf dabei um 70 Prozent.

Der neue Audi Q6 e-tron ist einer der wenigen Stromer, die ihre Batterietemperatur live anzeigen können. Bei einem ausgedehnten SZ Test blieb der Eisblock zwischen den Achsen auch nach einer Stunde Konstantfahrt nahezu unverändert im einstelligen Gradbereich. Offensichtlich kühlt der Fahrtwind den Energiespeicher im Unterboden. Das schlägt sich nicht nur auf die Reichweite, sondern auch auf die Ladeleistung aus. Es dauert an der Ladestation mehr als eine Viertelstunde, um auf eine Batterietemperatur von 20 Grad zu kommen.

Ein Teslafahrer beklagt, daß er mit 90 Prozent Akkuleistung gerade 160 km weit gekommen. Und das Model 3 Standard Range mit Heckantrieb kann im Winter drei- oder viermal so lange brauchen, um die Batterie von 10 auf 80 Prozent zu laden.

Und gerade höre ich, daß Bayern Vorreiter im Verkauf von E-Autos ist. Nirgends in Deutschland wurden so viele E-Autos gekauft wie in Bayern. Respekt!!!!

Apropos Batterie: Mein Mercedes beklagt und meldet regelmäßig „Starterbatterie kritisch“ – sobald das Auto 3 Tage unbewegt in der Garage steht – ob Sommer oder Winter. Mittlerweile habe ich die dritte Batterie im Auto, nix hilft, Mercedes weiß nicht, warum das so ist. Bei der Aussage von Mercedes „das ist ganz normal, wenn das Auto mal länger steht“ kann ich nur lächelnd und Augen rollend ignorieren – genau so wie die Antwort auf meine Kommentar „ich bin vor 3 Tagen 800 km auf der Autobahn gefahren, da muß sich doch die Batterie aufgeladen haben“ – die Antwort eines jungen Schnösels „Ja, wenn die FRAUEN auf der Autobahn fahren, da wirds ja nicht schneller als 120 km/h“. Da wär ich ihm am liebsten ins Gesicht gesprungen- was ein dummes Vorurteil.
Ich bin auf den Autobahnen, wo es „erlaubt ist und es die Situation zulässt“, durchschnittlich mit 180 km/h unterwegs.

Und nein, ich will jetzt nicht hören, daß das „gar nicht gut“ ist und das Tempolimit endlich eingeführt werden soll. Wenn ich schnell fahren kann, dann möchte ich schnell fahren.

Noch mal kurz zum ursprünglichen Thema: Fakt ist: Prinzipiell ist die Idee der E-Autos eine gute Idee, aber es ist alles noch nicht wirklich ausgereift – da müssen die Verantwortlichen noch mal gründlich überlegen und tätig werden.

Veröffentlicht von Kerstins Reisefotos und mehr...

Reisefreudig, Fotografie-süchtig, fast immer gut gelaunt, Optimistin... Fotografie ist mein Leben - meine Leidenschaft - mein Yoga

3 Kommentare zu „Kalt erwischt…

  1. Schon drei Mal die Batterie getauscht? Das wäre für mich schon mal ein Grund das Fahrzeug zu verkaufen ,-)

    Was die E-Autos betrifft, damit befasse ich mich vielleicht in drei, vier Jahren. Bis dahin ist auch die neueste Generation von Batterien auf dem Markt, die durchschnittlich eine Reichweite von 700 km erreichen und die Ladegeschwindigkeit nochmals deutlich erhöhen. Mit meinem Fahrzeug schaffe ich aktuell nicht mal 600 km und da muss ich mich schon sehr zurückhalten. Tempolimit fände ich okay. Übrigens Norwegen hat den höchsten Anteil an E-Autos und dort sind die Winter sehr hart ,-)

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  2. Beim unserem SLK gab’s damals Batterieprobleme wegen dem Start-Stop Gedöns (habe ich dann stets deaktiviert). So ein Schnösel als KD Berater hätte bei uns aber seine Zukunft in der Vergangenheit gehabt. Und E Autos zu kaufen um Geld zu vernichten ist nicht ratsam – nach bescheuertem Förderungsprogramm waren Neuwagen zeitweise günstiger, als Gebrauchtwagen. Die Akkukosten sind aber letztendlich das Hauptproblem. Kurzstreckenverkehr mögen die E Karren wohl auch nicht. Unser neuer KIA Hybrid „segelt“ nur mit total vollem Akku, also erst sinnlos km fahren um dann einen Hauch Sprit zu sparen oder so. Braucht kein Mensch, ist halt Spielzeug meiner Frau😀 Da bleibe ich bei meinem Beetle..

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