der Menschen im „Netz“ – anonym versteckt hinter irgend einem (Pseudo)Namen…
Ich nutze ja schon auch ein paar social media Kanäle: Facebook, Instagram und LinkedIn. Das reicht mir und – ganz ehrlich – manchmal ist mir das auch schon zu viel. Aber geschäftlich muß man sich ja auch manchmal vernetzen und verbinden, von daher…
Die erste Plattform für mich war My Space – wer kennt das noch? Das war spannend. Da konnte man sich nicht nur mit Freunden und Bekannten, sondern auch mit Stars und Sternchen „verbinden“ – Man startete eine Anfrage und wartete… und wartete…. Auf das „als Freund angenommen“ von Bryan Adams würde ich wohl heute noch warten, gäbe es My Space noch 🙂
Dann kam „wer kennt wen“ – fand ich super, so habe ich doch tatsächlich eine lang verschollene Bekannte wiedergefunden. Wir waren als Kinder oder „Knapp-Teenies“ gemeinsam auf Kur im Schwarzwald – 6 lange Wochen. Eigentlich sollte ich dort Gewicht zunehmen – letztendlich hab ich vor lauter Heimweh 2 Kilo abgenommen – der Erfolg dieser Kur ist da wohl ziemlich auf der Strecke geblieben ….
Und auch hier fand ich den einen oder die andere Klassenkameradin aus der Grundschule wieder – richtig toll.
Ziel dieser Plattformen war damals, sich zu vernetzen, sich zu finden, auszutauschen und gemeinsame Interessen zu teilen – sei es Musik oder was auch immer.

Und dann kam Facebook – das war neuer, moderner, aufregender, spannender. Leichter zu bestücken mit Fotos oder Videos – man suchte namentlich nach Freunden und fand sie oder auch nicht. Man fand auch Freunde, die keine waren, aber sie waren Gleichgesinnte, entweder die gleichen Interessen bei der Musik oder beim Sport, selbst „Lesefreunde“ gab/gibt es.
Ich hatte mir von Anfang an zum Ziel gemacht, bei den Freundesanfragen nur „Freunde“ zu akzeptieren, die ich a) kenne oder b)mit denen mich ein gemeinsames Hobby verbindet.
Da kamen Anfragen aus den USA, Thailand, auch Deutschland – irgendwelche Personen, mit denen ich nichts, aber auch gar nichts gemeinsam habe und auch gar nicht kannte.
Dumme Kommentare wie „du hast ein tolles Profilfoto, ich habe versucht, dir eine Freundesanfrage zu schicken, hat nicht funktioniert, schicke du mir doch bitte eine und laß uns befreundet sein“ habe ich regelmäßig gelöscht.
Ich habe einige Facebook-Freunde, die auch im richtigen Leben Freunde sind und ich habe einige Facebook“freunde“, mit denen ich den gleichen Musikgeschmack habe. Da wird schon mal das neue Album von X empfohlen oder auch eher weniger – man tauscht sich freundlich aus.
Was mir aber in letzter Zeit ganz unangenehm auffällt, ist diese Aggressivität – nicht unter uns „Freunden“ – verschiedenster Menschen, die auf ein Posting reagieren.
Mittlerweile ist der Algoritmus auf Facebook ja ein besonderer und man bekommt immer weniger Postings seiner Freunde gezeigt, es sind mehr und mehr fake news und Desinformationen, die dort „geteilt“ werden.
KI meint dazu: Der Diskussionsstil auf Facebook wurde spürbar rauer und aggressiver etwa ab der Mitte der 2010er Jahr. Insbesondere während der US Präsidentschaftswahl 2016 trugen soziale Medien massiv zur Verbreitung von falschen Informationen und polarisierenden Inhalten bei. Solch Inhalte wurden von Facebook Algoritmen priorisiert, was oft zu hitzigen und aggressiven Diskussionen führte.
Die Flüchtlingskrise in Europa löste eine intensive gesellschaftliche Debatte aus, die sich auch auf Facebook entlud. Insbesondere rechtspopulistische Gruppierungen nutzen wiederum soziale Medien, um Stimmung zu machen und die öffentliche Meinung zu beeinflussen.
Das gleiche passierte zu dem Thema Klimakrise und Corona.
Heute sind es ganz oft die Politiker, die sich wirklich schlimme Dinge hier in den sozialen Medien anhören müssen und selbst als unbedeutender Facebook Nutzer haut man sich hier gegenseitig die Bosheiten – Beleidigungen – ja selbst Drohungen um die Ohren.
Ich lese das Gott sei Dank nur – mir hat noch niemand etwas gewollt – ich kommentiere so etwas nicht. Gerade aus diesem Grunde. Manchmal würde ich mich schon gerne in die Diskussion einbringen, aber dann denke ich mir: Lass es – der Schuß könnte nach hinten los gehen.
Aber da ist teilweise ordentliches Aggressionspotential vorhanden.
Ich frage mich oft, was die Menschen dazu bringt, solche Kommentare, Beleidigungen, Drohungen auszusprechen und sich feige hinter einem Namen zu verstecken, der nicht mal der richtige Name ist.
Mich würde brennend interessieren, ob diese Menschen den Mut hätten, genau diese Beleidigungen und Drohungen dem anderen ins Gesicht zu sagen. NEIN – mit Sicherheit nein.
Ich habe für mich festgestellt, daß ich mich gerade von facebook distanzieren muss – mir ist das zu bösartig. Es ist nicht mehr der Platz, der es einmal war. Gott sei Dank ist das ja nicht lebensnotwendig. Da lob ich mir meine lebensnotwendigen sozialen Kontakte wie Freunde und Familie, bei oder unter denen auch nicht immer Friede, Freude, Eierkuchen herrscht, aber denen man ganz ruhig erklären kann, was einem eventuell nicht passt oder daß man eine andere Meinung hat.
Und dann lob ich mir meine tolle Bloggergemeinschaft hier – auch hier gibt es – Gott sei Dank – mal verschiedene Meinungen. Und auch hier hat man mich schon das ein oder andere Mal zumindest zum Überdenken meiner Meinung oder Idee gebracht – ganz freundlich. Danke dafür.
Wie empfindet ihr das? Seid ihr auf Facebook, Instagram, LinkedIn und empfindet die Aggressivität ebenfalls so?
Die Musikplattform MySpace habe ich anfangs auch genutzt, wenn auch nur ganz kurz. Ansonsten halte ich mich von allen Social Media fern, das heißt Facebook, Instagram, TikTok, X und wie sie sonst noch heißen. Dazu ist mir meine Zeit zu kostbar. Ausnahmen sind Foren, die sich auf bestimmte Themen konzentrieren, wie z.B. Musik oder Kulinarik.
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Ich wusste nicht (mehr), dass my Space eine Musik Plattform war… Ich werde mich zumindest aus fb zurückziehen- Instagram und LinkedIn “brauche” ich zwecks Business …. Da ist der Zorn noch nicht so ausgeprägt… Gut. Ich zeige da meine Fotos und lasse mich auf keinerlei Diskussionen ein …
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Man muss einfach vorsichtig sein. Google Maps hilft das eigene Haus/Carport zu finden und die Aggressivität äußerst sich in letzter Zeit oft genug nicht nur verbal. Sachbeschädigung wird dank der einstigen Habermas Sprüche:“ Gewalt gegen Sachen ist keine Gewalt“ (habe ich so auf der Uni gehört, zwei Tage bevor in FFM. der Kaufhof brannte..) als Ausdruck der Unzufriedenheit betrachtet, ohne wirkliche Konsequenzen. Aber selbst bei WP bekam ich (dank Impressum) schon „fröhliche“ Sprüche auf ein E-Mail Konto..😄
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Als gäbe es bei manchen Menschen einen Knopf, “ich muss dazu etwas sagen, egal ob freundlich oder nicht” und der wird dann gedrückt
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Na ja, es gibt ja glücklicherweise noch den „lösch“ Knopf 😀
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Man sollte aber nicht vergessen, das viele Kommentare Social-Media-Kanälen von Bots erzeugt werden. Dank KI wird es nicht besser!
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