Von Strasbourg nach Colmar war es nicht mehr so weit und so waren wir in einer guten Stunde in Colmar in unserem Hotel. Schnell etwas frisch gemacht und dann gings gleich wieder weiter. Wir liefen los und ziemlich schnell hatte ich wieder die Erinnerung an den Wochenendausflug mit meiner Mum und Schwester und ich wusste zumindest, wie wir nach Petite Venise kommen… einfach nur schön dort…
Ein wenig Wissenswertes über Colmar: Colmar ist die Hauptstadt des Départements Haut- Rhin und hat 68.000 Einwohner. Unter Kaiser Ludwig des Frommen um 823 wird das Wort „Colombarium“ zum ersten Mal erwähnt. Es handelte sich dabei wahrscheinlich um das Taubenhaus einer gallo-romanischen Stadt. Der Name wurde seither in abgewandelter Form beibehalten. Seine eigentliche Blütezeit erlebte Colmar allerdings erst im 13. Jahrhundert. Die erste Stadtmauer wurde im Jahr 1220 gebaut und einige Jahre später verlieh Kaiser Friedrich II. ihr den Titel und die Privilegien einer Reichsstadt. Nachdem das Elsass wieder zu Frankreich kam, wurde Colmar zum Sitz des Elsässischen Fürstenrats – einem Gerichtshof, der für die ganze Provinz zuständig war.
Ist das nicht wirklich traumhaft dort? Hach – ich hätte hier stundenlang stehen können – doch der Hunger trieb uns weiter und wir bummelten in Richtung Zentrum bzw. Marktplatz. Da war schon relativ viel los und wir mußten tatsächlich kurze Zeit auf einen Tisch warten – aber das war kein Problem
Wenn ihr Zeit habt, solltet ihr unbedingt eine Fahrt auf den Kanälen unternehmen – haben wir dieses Mal nicht geschafft, aber mit meiner Mum und Sis gemacht – war sooo toll – hier aus dem Fotoarchiv ein paar Eindrücke von der Kanalfahrt im Oktober 2016:
Und hier sind wir wieder Im Mai 2024 unterwegs 🙂
Wir bekamen einen Platz bei „Schwendi – Bier und Wistub“ und starteten mit einem wirklich richtig frischen und leckeren Aperitiv – dem „Schwendi- Spritz“
Dieser besteht aus:
Aperol Weißbier Grapefruitsirup Limette Eiswürfel
und ich sage euch – er schmeckt himmlisch – soooo erfrischend durch das Weißbier statt dem Prosecco. Dazu gabs für mich einen richtig guten Flammkuchen „natur“ – einfach mit Schmand, Zwiebeln und Speckwürfeln. Männe hatte eine bescheidene Haxe und kämpft mit dieser den halben Abend, während ich mich noch einem Weisswein „grand cru“ hingab und er sich „zwecks der Verdauung“ einen Pernod bestellte. Wir kamen mit zwei netten Holländern am Nebentisch ins Gespräch und hatten einen lustigen Abend.
Gegen halb elf machten wir uns wieder auf den Weg ins Hotel
Wir bestaunten noch ein wenig die wunderschönen Lichterspiele und machten uns dann auf den Heimweg und direkt ins Bett.
Einer spontanen Idee folgend fuhren wir nach unserem Familienwochenende am Montag nicht zurück nach München, sondern entschlossen uns kurzerhand, einen Abstecher ins Elsass zu machen. Ich war 2016 mit meiner Mama und Schwester zu einem Wochenendtrip dort und war damals schon total begeistert, wobei wir nur Colmar, Riquewihr und Bischwihr besichtigt hatten. Klamotten hatten wir noch genug dabei und zu Hause erwartete uns ja auch keiner. Also los gen Strasbourg.
Strassburg (deutsch geschrieben) ist die Hauptstadt der im Osten Frankreichs gelegener Region Elsass. Strassburg ist mit ca 640.000 Einwohnern in der Agglomeration die größte Stadt im Elsass, in Bas-Rhin und im Stadtverband Strassburg sowie die größte Stadt der trinationalen Metropolregion Oberrhein. Strassburg ist Sitz zahlreicher europäischer Einrichtungen: Europarat, Europaparlament, Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte, Europäischer Bürgerbeauftragter, Eurokorps u.a. und versteht sich deshalb als die ‚Hauptstadt Europas‘. Die Stadt wechselte im Verlauf ihrer Geschichte mehrmals ihre nationale ‚Zugehörigkeit‘ zwischen Frankreich und Deutschland, daher ist das deutsche Kulturerbe sehr stark vertreten.
Das ganze Zentrum der Stadt wurde von der UNESCO aufgrund der vielfältigen Architektur zum Weltkulturerbe erklärt.
Wir fanden sogar ziemlich schnell ein Parkhaus ganz in der Nähe vom Zentrum und marschierten einfach mal los – dummerweise lag der Elsass-Reiseführer zu Hause und wir hatten nichts zum Nachschlagen dabei. Aber Dank Handy und Internet fanden wir uns recht gut und schnell zurecht.
Eine süße Besonderheit im Elsass ist der Guglhupf oder auch Kougelhopf hier genannt. Die gibt es in jeder Bäckerei, in klein, mittel und groß – mit Zucker oder Rosinen oder „plain“ – ohne alles. Hab ich natürlich – noch unwissend meiner Insulintoleranz – auch mal probiert und der war – oh so lecker….
Und dann sahen wir auch schon die Spitze des Strassburger Münsters – also nichts wie hin. Unglaublich imposant ragt es hoch in den Himmel: Voilà – la Notre Dame de Strasbourg.
Und auch wunderschön von innen:
Das Liebfrauenmünster in Strassburg ist eineromisch-katholisches Gotteshaus und gehört zu den bedeutensten Kathedralen der europäischen Architekturgeschichte sowie zu den größten Sandsteinbauten der Welt. Das Münster wurde von 1176-1439 aus rosa Vogesensandstein an der Stelle eines abgebrannten Vorgängerbaus aus den Jahren 1015-1028 errichtet, der seinerseits ein 1007 abgebranntes Gotteshaus aus karonlingischer Zeit ersetzt hatte. Das neue Gebäude entstand zuerst im romanischen – dann gothischen Stil.
Bemerkenswert ist die astronomische Uhr im südlichen Querschiff. Ihre Vorläuferin, die sogenannte „Dreikönigsuhr“ wurde 1353 vollendet und stand an der Westmauer gegenüber der heutigen Uhr.
Am erstaunlichsten ist das Räderwerk, das in der Silvesternacht abläuft und das Basisdatum für die beweglichen Feiertage errechnet. Den Rekord für langsam drehende Zahnräder stellt wohl der Teil der Uhr auf, der die Präzession der Erdachse nachbildet – eine Umdrehung in 25.800 Jahren. Sie ist aber auch die einzige Uhr auf der ganzen Welt, die 13 Uhr schlägt – sehr interessant und spannend.
Weiter gings für uns dann durch Strassburg – eine wirklich wunderschöne und gemütliche Stadt – es war weder hektisch noch laut hier und wir genossen den Rundgang sehr.
Und die netten Lädchen teilweise – hier eine boulangerie:
Und weiter gings mit ein wenig Sightseeing:
Wir fuhren dann noch am Europäischen Parlament vorbei – ich habe alle dort erst mal gescheit aufgemischt 🙂
Und dann verabschiedeten wir uns mit folgendem Bild und fuhren gen Colmar:
Wir waren Mitte Mai bei meiner Lieblingstante – sie hatte zu einem „Familientag“ aufgrund ihres 70. Geburtstages eingeladen. Lieblingstante darf ich sagen, weil a) sie wirklich meine Lieblingstante ist (Schwester meines Papas) und b) wir ein ziemlich enges Verhältnis haben. Die ersten 5 Jahre lebte ich ja mit meinen Eltern zusammen mit meinen Großeltern im Haus meiner Großeltern und da war sie natürlich auch mit dabei. So etwas verbindet eben. Und wenn die Lieblingstante mal gerade 11 Jahre älter ist als man selbst, ist das schon ziemlich genial. Man kann einfach „etwas miteinander anfangen“.
Wir sind also an Christi Himmelfahrt gemütlich losgefahren und waren nach vier Stunden bei meiner Tante und ihrer Frau (meine zweite Lieblingstante). Donnerstag machten wir es uns noch bei den beiden gemütlich, was ziemlich einfach ist, weil sie ein tolles Haus und einen riesengroßen und wunderschönen Garten haben.
Freitag stand dann Heidelberg auf dem Plan – ca 40 Kilometer Fahrt. Ich war in der Schulzeit mal in Heidelberg – ja genau, das ist ewig her und ich wollte gerne mal wieder dort hin.
Heidelberg liegt in Baden- Württemberg und die kurpfälzige Residenzstadt ist bekannt für ihre malerische Altstadt. Und es war und ist wirklich schön dort.
Kennt ihr das noch?
Und das HB-Männchen, das in die Luft ging?
Nostalgische Erinnerungen….
Hier das Schloß und der Neckar – herrlich. Das Heidelberger Schloss ist eine der berühmtesten Ruinen Deutschlands und das Wahrzeichen der Stadt. Das Bauwerk entstand ursprünglich als wehrhafte Burg an strategisch günstiger Lage oberhalb einer Verengung des Neckartals und wurde später zur prachtvollen Residenz der Kurfürsten von der Pfalz ausgebaut. Seit den Zerstörungen 1689 und 1693 im Pfälzischen Erbfolgekrieg wurde das Schloss nur teilweise restauriert. 1764 besiegelte ein weiterer Brand nach Blitzschlag das Los des damals gerade renovierten Schlosses. Es wurde aufgegeben und die Ruine als Steinbruch (Baumaterial) für das neue Schwetzinger Sommerschloss und später für die Heidelberger Bürger verwendet, bevor es Ende des 18. Jahrhunderts von Literaten entdeckt und als Sinnbild für die Vergänglichkeit, in der Epoche der napoleonischen Kriege aber auch als patriotisches Monument begriffen wurde. Die Schlossruine erhebt sich 80 Meter über dem Talgrund am Nordhang des Königstuhls und dominiert von dort das Bild der Altstadt.
Über den Neckar hab ich mich auch noch etwas schlau gemacht: Der Neckar ist ein Nebenfluss des Rheins in Deutschland von 362 km Länge – mit dem längeren Oberlauf Eschach sogar von 380 km – der mit seinem annähernd 14.000 km² großen Einzugsgebiet den zentralen Teil Baden-Württembergs entwässert. An seiner Mündung fließen im Mittel 145 m³/s ab. Hydrologisch ist der Neckar damit nach Aare, Maas, Mosel und Main der fünftgrößte Nebenfluss des Rheins und nach Länge wie auch nach Wasserführung der zwölftgrößte Fluss Deutschlands.
Wundeschöne kleine Seitengassen gibts hier zu entdecken, es ist/war sehr sauber, gemütlich, wir haben tolle, alte Häuser gesehen und der Krieg hat hier wohl Gott sei Dank nicht so viel zerstört – oder es wurde alles wieder liebevoll aufgebaut.
Zum Schluss sahen wir noch den Heidelburger in Heidelberg – nein, gegessen haben wir keinen.
Ein wunderschöner Tag und auch unser Familientag war sehr schön, meine Eltern, meine Schwester mit Mann und Tochter mit Freund kamen und wir hatten einen schönen Mittag/Nachmittag mit Essen am Rhein und Kaffe und Kuchen bei den Lieblingstanten im Garten.
Und auch der Rhein hat sein Schönes – zum Beispiel einen wunderschönen Sonnenuntergang: Hier sind wir in Gernsheim.
PS: Nachdem ich die Nacht davor nichts von Polarlichtern mitbekommen habe und mir am nächsten Morgen vor Ärger fast in den Hintern gebissen habe, weil ich nicht aufgepasst hatte, lag ich in dieser Nacht bis 2 Uhr wach und auf der Lauer – alle 10 Minuten bin ich auf den Balkon – nichts hab ich gesehen. Aber – man kann ja nicht immer und überall dabei sein.
Und spontan, wie wir oft sind, ging’s von da aus ins Elsass – was eine wunderschöne Ecke ehemaliges Deutschland – da haben wir es mal wieder verbockt.
Aber mehr zum Elsass in meinem nächsten Blogbeitrag.
Nun ist sie da – die Diagnose. Ich bin insulinresistent – wie Millionen andere, die es vielleicht noch gar nicht wissen.
Insulinresistenz bedeutet Prä-Diabetes – also die Vorstufe zum Diabetes mellitus.
Es ist nichts, was weh tut und ich werde nicht daran sterben. Aber ich muss meine Ernährung drastisch umstellen und das wird nicht einfach.
Aber ich habe erst mal ein paar Tränchen verdrückt nach der Diagnose – vor Erleichterung. Eeeendlich habe ich eine „Antwort“ auf so viele Fragen, die ich mir in den letzten 15 Jahren gestellt habe.
Warum nehme ich stetig zu, obwohl ich nicht wirklich nicht viel esse? Warum nehme ich zu, wenn ich nicht mal 1000 Kalorien am Tag zu mir nehme und andere dabei abnehmen?
Warum nehme ich nicht ab, wenn ich wenig esse und mich viel bewege???
Mein Körper ist daran „schuld“ – nicht ich. Meine Bauchspeicheldrüse produziert zu viel Insulin, meine Körperzellen reagieren weniger empfindlich auf dieses und nehmen kaum bis gar keine Glukose mehr aus dem Blut auf. Für die Bauchspeicheldrüse ist das ein Signal, noch mehr Insulin auszuschütten, um den Blutzucker zu regulieren und der Teufelskreis beginnt von vorne.
Ich bin mit 65 Kilo nicht dick aber in laut BMI übergewichtig 🙄 – meine 161 cm „Größe“ helfen mir da nicht weiter – 2 cm größer und ich wäre im „Super – Sie haben Idealgewicht“ Modus.
Nun gut – es ist, wie es ist und ich muss jetzt meinem Kohlehydratkonsum enorm einschränken- sehr schwer für mich und als Bäckerstochter schon gleich zweimal so schwer.
So – Thema Frühstück: ich war glücklich mit einer Scheibe Roggenbrot und etwas Marmelade – Butter mag ich nicht. Kaffee dazu und der Tag konnte gut losgehen. Nun gibts Müsli mit Naturjoghurt und Beeren – für viele ganz normal – ich muss mich umstellen.
Aber ich habe mein Müsli selbst zusammengestellt – nach einem „Rezept“ von meiner Freundin Moni, die ebenfalls ihre Ernährung (aus anderen gesundheitlichen Gründen) umstellen musste.
Für die, die es interessiert:
In einer Pfanne 2 Esslöffel Sonnenblumen-, Kokos- oder Rapsöl erhitzen, 4 Esslöffel Agavendicksaft erhitzen und dann gehackte Mandeln, Sonnenblumen, Chiasamen, Leinsamen, Haferflocken, Sesam, Kokosflocken und was immer ihr an Kernen mögt mit etwas Zimt vermischen und in der Pfanne leicht anbräunen, erkalten lassen und dann in ein Glas mit Deckel füllen.
Das fertige Müsli
Schmeckt wirklich richtig gut! Mit Naturjoghurt und Beeren ein richtig tolles Frühstück.
Ich werde nun mal ein wenig in meinen neuen „Lektüren“ lesen – sind auch tolle Rezepte dabei.
Gehen wir der Insulinresistenz an den Kragen – sie ist sogar mit viel Geduld und eisernem Willen tatsächlich heilbar.
im Mai – irgendwie DER Hochzeitsmonat. Ich habe am Samstag wieder eine Hochzeit fotografisch begleitet – vom Friseurbesuch der Braut bis zur Feier am Abend. Es war soooo schön.
Die Braut „kannte“ ich – ich habe schon die Hochzeit ihrer Schwester fotografiert, da muss ich wohl soweit alles richtig gemacht haben. Freut einen ja, wenn man als Fotografin „in der Familie bleibt“.
Ich bin in der Frühe losgefahren – eine knappe Stunde und idealerweise ist der Friseur im gleichen Haus, in dem auch das Brautpaar wohnt.
Beim Friseur trafen sich dann auch die Brautmutter und die andere Schwester der Braut und so gingen schon mal 2,5 Stunden um, bis alle fertig waren.
Und dann zog sich die Braut um und – wow – aber ganz ehrlich, sie hätte sich einen Kartoffelsack anziehen können und wäre immer noch ein Hingucker gewesen …
Mein persönliches absolutes Lieblingsfoto von der Braut
Und das durfte auch nicht fehlen ..
Wir fuhren dann noch ca 25 Minuten zur Location und auch diese war wunderschön- Schloss Obernburg am Lech.
Die Trauung fand im Freien statt – mit einer freien Rednerin – seht schön gemacht.
Die traditionelle Hochzeitstorte beim Anschnitt…
Und das wunderschöne Brautpaar:
Am Abend die Feier:
Es war wirklich eine tolle Hochzeit und gegen 23 Uhr hab ich mich auf den Heimweg gemacht hat – noch ne gute Stunde Autofahrt mit Gewitter und richtig heftigen Regen und dann war ich froh, dass ich von meinem Füßen konnte… 14 Std. Arbeit am Stück ist schon ne Nummer …. Aber es macht ja auch Spaß
Letzten Dienstag war ich dort – schon soooo lange wolte ich dort mal hin und auch hinein. Ein(e) Blogger(in) hat hier mal Fotos vom Justizpalast gezeigt und ich war sofort begeistert. Letztes Jahr stand ich davor und mich hat der Blick nach drinnen abgeschreckt – ähnlich wie am Flughafen mit Durchleuchtung und so. Aber was ist denn eigentlich dabei? Und so bin ich am Dienstag losmarschiert – um ehrlich zu sein, mit dem Auto zum Park and Ride und dann mit der Ubahn zum Karlsplatz – so war es zumindest geplant.
Eine Trödelei mit der Ubahn – ich bin entnervt am Odeonsplatz ausgestiegen und die letzten paar Meter gelaufen – dann rein – kurz nachgefragt, ob man hier fotografieren darf (man darf, wenn man sich und seine Tasche durchleuchten lässt) und dann war ich auch schon drin.
Ich wäre fast auf die Knie gefallen vor Begeisterung (in letzter Sekunde fiel mir meine Schleimbeutelentzündung im rechten Knie ein) – von daher nur fast. Meine Herren, was ein imposanter Bau…. kommt mit:
Ich bin wie ein aufgescheuchtes Huhn dort durch die Gegend gesprungen – von links nach rechts – nach oben …. unfassbar schön und ich habe mich so gefreut, daß NICHTS LOS war.
Ich meine, dort arbeiten doch auch Menschen, es ist „Durchgangsverkehr“ – aber nein. Zweimal musste ich kurz warten, als jemand die Treppe hoch und runter lief – aber ansonsten eine totale Ruhe und keine Menschenseele. Herrlich – a photographers paradise….
Hier hab ich ein wenig in Lightroom rumgespielt und finde das sehr gut gelungen (ja, ich weiß, Eigenlob und so)
Was mich ziemlich bewegt hat und jetzt noch beschäftigt, ist die dortige offene „Ausstellung“ – hier geht es um die Geschwister Sophie und Hans Scholl und die Geschichte um die „Weisse Rose“. Natürlich hat man davon gehört und natürlich war man betroffen, aber nachdem ich in dem Raum war, wo die beiden und ihr Freund Christoph Probst zu Tode verurteilt wurden, wurde mir gaaanz anders.
Die Fotos unten zeigen den Raum, in dem die drei zu Tode verurteilt wurden…
Unheimlich – ich hab dann gleich mal zu Hause nachgelesen. Was ich nicht wußte war, daß Sophie Scholl dem Bund Deutscher Mädel der Hitlerjugend beigetreten war, sie engagierte sich für ihre Jungmädel-Gruppe und wurde Scharführerein.
1942 schloß sie sich doch dann der studentischen Widerstandsgruppe „Weisse Rose“ an und beteiligte sich an der Herstellung und Verbreitung von Flugblättern, die sich zur klaren Entscheidung gegen die Diktatur Hitlers äußerten.
Am 18. Februar 1943 wurde Sophie Scholl während einer Flugblattaktion in der Münchener Universität von einem SA-Mann, der in der Uni als Hörsaaldiener fungierte, bei der Verteilung dieser Flugblätter entdeckt und dem Rektorat übergeben.
4 Tage später fand der Prozess gegen sie, ihren Bruder und den Kommilitonen Christoph Pabst vor dem Volksgerichtshof und in oben abgebildetem Raum statt. Alle drei wurden zu Tode verurteilt und noch am gleichen Tag in München-Stadelheim enthauptet.
Boah – immer noch eine ganz gruselige Vorstellung. Hat mich ziemlich bewegt und ich habe mir gleich ein Buch bestellt – „Wie schwer ein Menschenleben wiegt“ von Maren Gottschalk. Werde ich jetzt am Wochenende anfangen zu lesen.
Also – solltet ihr einmal in München sein – SEHENSWERT ist der Justizpalast auf alle Fälle – auch wenn er in keinem Reiseführer erwähnt wird. Schaut euch dieses tolle Gebäude an und vorallem die Ausstellung. Ich weiß ganz sicher, daß ich nochmals dort vorbeischaue.
Ich war heute in der Münchener City zum Zuckertest – einige meiner Werte zeigen wohl eine Vorstufe zur Diabetes – müsste ich jetzt nicht auch noch „hier“ schreien, aber um das jetzt abzuklären, bin ich heute dort aufmarschiert.
Gestern durfte ich dann ab 20.00 Uhr nichts mehr essen und nur noch Wasser trinken – dumm, wenn man sich den Tag zum Zuckertest einen Tag nach seinem Geburtstag selbst auferlegt 😵.
Gut – gehen Männe und ich eben heute schön zum Italiener essen und ich hab halt noch mal Geburtstag.
Also ich bin in die Praxis reinmarschiert – gleich das erste mal Blut abgenommen bekommen und dann durfte ich diese Glukoseflüssigkeit zu mir nehmen. Gott sei dank gab mir meine Schwester den Tipp, das Zeugs kühl zu stellen und dann auf einen Rutsch runterzuschütten. Gesagt, getan. Das pappsüsse Zeugs runtergeschluckt und dann musste ich 30 Minuten warten. Dann wieder Blutabnahme. Nochmals 30 Minuten warten und nochmals Blutentnahme.
Dann hatte ich eine Stunde Ruhe und dann nochmals Blutentnahme. Mit war schon etwas schwummerig von dem zuckersüßen Zeugs auf nüchternem Magen. Kein Kaffee, nix. Und dann nach der 4. Blutentnahme musste ich meine Stulle dort essen – musste man mitbringen, ansonsten machen die den Test nicht. Da ist wohl schon mancher zusammengeklappt.
Ich hatte eine geniale „Venenstecherin“ – 4 mal sofortiger Treffer – das ist bei mir normalerweise immer ein Gedöns und ohne „Seitentausch“ oft nicht möglich.
Tja und nach meinem verzehrten Stullchen bin ich noch etwas durch die City gelaufen und hab ein paar Fotos gemacht
Hier vor der Praxis am Kosttor – den Balkon hab ich noch nie gesehen …
Und hier „Onkel Emma“
Maximilianeum und Lehel
Wiener Platz mit Boulangerie (Haidhausen)
Und hier noch mein absolutes Lieblingsstadt-Teil Haidhausen:
Some journeys begin when you arrive – kann man zwecks Lichteinfall und Schatten nicht so gut erkennen
Hier bin ich schon so oft vorbei gelaufen und hab das noch nie registriert ….
Mag man bei manchen Fotos gar nicht glauben, dass sie aus der Weltstadt mit Herz sind, oder ?
Und das ist mein Lieblingsfoto (gleich nach dem mit der Boulangerie) von heute – ein Schaufenster :
Und schwups – hatte ich knapp 11.000 Schritte „erledigt“
kostet es jetzt, wenn man nach Venedig „einreist“ und die Welt empört sich darüber….
Von der Gebühr verspricht sich die Stadt 13 Millionen Euro an Einnahmen pro Jahr. Das Geld soll dazu verwendet werden, die Müllabgaben für die Bewohner zu senken und Umweltprojekte zu fördern. Außerdem sollen Kanäle, Straßen und Gebäude saniert werden.
15 Mio. Besucher besuchten im letzten Jahr Venedig und davon sind ganz viele – in der Hochsaison bis zu 100.000 – Tagesbesucher.
Natürlich lassen diese Touristen auch viel Geld da und so werden viele argumentieren, dass mit diesem Geld ja auch vieles saniert werden kann. Gerade bei Eintrittsgeldern. Stimme ich voll zu.
Aber all den Müll, die gerade die Tagestouristen da lassen, will und muss entsorgt werden. Gut – wieder Gegenargument: in anderen Städten auch. Stimmt!
Aaaaber – und das wird wohl den ein oder anderen Gegenargumentler eventuell zum Überlegen bringen: Kurtaxe zahlen wir ja vielerorts auch – dann zwar nicht als Tagestourist, aber als Urlauber. Und das pro Tag zwischen 1,50 und 3,00 Euro. Regt sich keiner auf – hab ich zumindest noch niemand laut rumschreien hören.
Also – wollen wir nach Venedig, zahlen wir jetzt die 5 Euro und freuen uns, damit zum Erhalt der Stadt beigetragen zu haben.
Und ja – ich habe ein Faible für Pusteblumen – auf Fotos. im Garten werde ich zum Löwenzahn- Mörder 🙂
Nachdem wir unsere Hochzeitsreise im September 2001 über New York nach Hawaii zumindest in New York nicht richtig genießen konnten, machten wir uns im September 2016 nochmals auf den Weg dort hin. Im Gepäck hatten wir auch noch Tickets für unsere absolute Lieblingsjugendband „Electric Light Orchestra“, die wir im Mai 2016 in Oberhausen erlebt hatten und es uns so gut gefallen hat, daß klar war, Jeff Lynne und sein ELO müssen wir auf alle Fälle nochmals sehen und vorallem hören. Und nun würde es eben die Radio City Music Hall in New York sein.
Wir kamen abends an und marschierten erst mal zum Empire State Building – das by night bzw. die Blicke von dort wollten wir auch einmal gesehen haben. Ich weiß nicht warum, aber ich hatte für diesen Abend nur meine kleine Kamera dabei und die war leider völlig überfordert und so wurde das mit den tollen Fotos eher nix.
Egal – manchmal kann man ja auch Ausblicke und Eindrücke einfach mal in seinem Kopf speichern.
Am nächsten Morgen marschierten wir los – wir hatten einen Rundflug gebucht – die Spannung stieg:
Irre, das Ganze mal von oben zu sehen – faszinierend.
Wir liefen dann weiter zur Wall Street und zum One World Trade Center, da, wo wir in 2001 nur noch die rauchenden Überreste aus dem Flugzeug sehen konnten.
Hier waren wir an der Gedenkstätte und immer noch legen Menschen hier Blumen ab. Uns lief es eiskalt über den Rücken, denn vor ziemlich genau 15 Jahren waren wir ja bei dem Anschlag auf das World Trade Center „live dabei bzw vor Ort“.
Tja, und dann mußten wir natürlich auch noch in dem Tower nach oben, um von oben auf Manhattan zu schauen. Und auch dieses mal war es unglaublich und irre toll. Leider kann man hier nicht nach draußen auf eine Plattform, so wie es bei dem WTC war. Hier ist alles „hinter Glas“ – aber ebenfalls richtig toll zum Anschauen.
Und auch ins Museum mußten wir hinein, da gab es einiges anzuschauen. Unter anderem auch ein total verbrannter aber original Feuerwehrwagen.
„Kein Tag soll dich vom Gedächtnis der Zeit ausradieren – no day shall you erase from the memory of time – auch ein Gänsehautfeelings-Moment. Angeblich sind hier auch ganz viele Teile von nicht identifizierten Opfern des 11. Septembers – eben anonym – begraben. Es war interessant aber auch sehr aufwühlend. Wir liefen noch etwas umher und bewegten uns dann am späten nachmittag wieder gen Hotel.
Am Abend waren wir am Time Square unterwegs:
Am nächsten Morgen machten wir uns wieder auf den Weg – erst mal zur Grand Central Station – wirklich sehenswert:
Und dann liehen wir uns Fahrräder und fuhren auf der Brooklyn Bridge entlang – hach, ihr seht schon an der Fotoflut, ich konnte nicht genug bekommen – es war herrlich und richtig spassig.
Die New Yorker Brooklyn Bridge ist ein erstaunliches Bauwerk und eine der ältesten Hänge- brücken der USA. Die 1883 fertiggestellte Brücke ist 486,3 Meter lang, was sie bis zum Jahr 1903 zur längsten Brücke der Welt machte. Man kann durchaus eine dreiviertel Stunde brauchen, um sie zu Fuß zu überqueren, denn es gibt unendlich viele Fotostopps. Wir waren ja mit dem Fahrrad unterwegs und ich weiß nicht mehr genau, wie lange wir brauchten. Es lohnt sich jedoch auf alle Fälle.
Wir fuhren dann noch mit dem Rad durch little Italy und little China – für uns auch ein ganz neues Gefühl, die Stadt so zu erkunden. Ging aber wirklich wunderbar und wir genossen es. Wir hatten niemals das Gefühl, im Verkehr nicht klar zu kommen und die Sightseeing mit dem Rad war eine sehr gute Alternative zum Laufen – kam man doch um einiges schneller von A nach B.
Diese Feuerleitern liebe ich -spätestens seit Richard Gere sie in „Pretty Woman“ mit seinem Regenschirm herunter gezogen hat und mutig hinauf geklettert ist.
Nach der Radtour machten wir uns auf den Weg zum Hotel, sprangen unter die Dusche und machten uns „chic“ für Jeff Lynne und sein Electric Light Orchestra. Die Radio City Music Hall – ein bombastisches Erlebnis – Jeff Lynne in New York – unfassbar genial:
Oh – es war so ein besonderes Erlebnis – einfach gigantisch. Wir sind danach noch etwas durch die Gegend gelaufen – in Gedanken aber immer noch auf dem Konzert. Irgendwo haben wir noch ein Bierchen gedüdelt und sind dann selig in unsere Betten gefallen – ich konnte kaum Einschlafen – ich stand noch völlig unter Strom.
Am nächsten Tag fuhren wir wieder auf Fahrrädern die 5th Avenue entlang (am Samstag kaum Verkehr auf den Strassen – unglaublich für New York) bis zum Flat Iron House – das ist immer einen Besuch wert. Irre, wie dieses „Bügeleisenhaus“ dort steht. Immer wieder einen Fotostopp wert.
Als nächstes hatten wir uns den Highlane Park vorgenommen – eine still gelegte Bahnstrecke, die zu einem Park mit tollen Ausblicken umgebaut wurde. Auch wieder eine tolle Idee der Stadt.
Oh, ich konnte mich nicht satt sehen an all diesen tollen Ausblicken – jede Minute ein anderes „highlight“ – und wenn es nur Häuserfassaden waren. Tolle Idee.
Am Nachmittag „gönnten“ wir uns eine Bootstour um die Spitze von Manhatten – auch herrlich und sehr emfehlenswert. Unter der Brooklyn Bridge drunter durch zu fahren und dann einen genialen Blick auf die Skyline von Manhatten zu haben, war schon sehr besonders – ebenfalls das Vorbeifahren an der „Statue of Liberty“.
Später am Nachmittag bummelten wir noch etwas über den quirligen Time Square:
Den nächsten Vormittag verbrachten wir, unser Hotel, in dem wir unsere etwas holprigen Anfänge unserer Flitterwochen verbracht hatten, am Union Square wieder zu finden. Und da war es – Lady Mendl’s:
Danach waren wir noch auf einen Abstecher im Central Park:
Und dann trollten wir uns gen Hotel, um zu packen und am Abend den Heimflug anzutreten:
New York – du bist definitv mehrere Besuche wert – dieses Mal hast du dich uns in voller Schönheit gezeigt.
Nachdem Paris ja so ein schöner Geburtstagstrip war, überlegten wir uns in 2019, über meinen Geburtstag nach Dubrovnik zu fliegen. Kannte ich bis dato nicht, ich war mit meinen Eltern in 1978 mal in „Jugoslawien“ im Urlaub – auf Kolocep – eine ganz kleine Insel ca 1 km Entfernung zum Festland und nur wenige km nach Dubrovnik. Dieser Urlaub ist besonders in meinem Gedächtnis geblieben, war es doch mein erster Flug und überhaupt so eine Art Urlaub – sonst sind wir immer mit dem Auto nach Österreich oder Südtirol gefahren und das war jetzt in meinen Augen ein „richtiger, großer Urlaub mit Fliegen“
Also wir Köfferchen gepackt und ab zum Flughafen – es war kurz vorher noch gar nicht ganz klar, ob ich überhaupt fliegen konnte, ich hatte mir eine richtig miese Entzündung eingefangen mit doppelseitiger Mittelohrentzündung und Paukenerguß, Stimmbandentzündung und und und. Letztendlich ließ mich der HNO fliegen mit irgendwelchen „Ohr-Dingern“ im Gepäck, die ich mir zum Start und zur Landung in diese stecken musste. Macht man ja alles. Wir kamen abends in Dubrovnik an – Leihwagen machte für 3 Tage keinen Sinn, unser Hotel war relativ zentral und wir entschlossen uns, wenn, dann mit dem Taxi zu fahren.
Am ersten Morgen war es erst mal bewölkt, gut, wir frühstückten schön und ließen uns dann mit dem Taxi in die Altstadt fahren.
Hier erst mal ein paar Ausblicke aus dem Hotelzimmer:
Und hier in der Altstadt wurde es dann relativ schnell sonnig und warm:
Wir liefen erst ein wenig in der Altstadt umher, gönnten uns jeder einen Espresso und teilten uns einen Kinderriegel 🙂 Dann gings auf die Stadtmauer, die umrundeten wir und fanden es wirklich, wirklich sehenswert. Sie zählt als eine der am besten erhaltenen Befestigungssysteme in Europa und beinhaltet 5 Festungen sowie 16 Türme und Bastionen. Der „Eintritt“ ist mit 35 Euro pro Person zwar kein Schnäppchen, aber ich finde, der Preis ist es auf alle Fälle Wert. Unsagbar tolle Ausblicke, herrliche Fotostopps und auch die Wege sind relativ eben und sehr gut zu laufen. Die Mauer ist knapp 2 km lang, teilweise bis zu 25 Metern hoch und vollkommen erhalten, obwohl sie schon im 13. Jahrhundert erbaut wurde.
Und dann gabs auch noch solche – mir wurde nur vom Hinschauen schon ganz anders:
Wahnsinn – beim vorletzten Foto dachte ich, der bleibt an dem Felsen hängen. Aber gut unten angekommen. Gefährlich sah es trotzdem aus.
Wir liefen dann noch etwas durch die Altstadt und machten uns dann auf den Weg zurück zum Hotel – ausruhen, frischmachen und abends essen gehen. Männe hatte ein tolles Restaurant ausfindig gemacht.
Das „soon to be the birthday girl“ war glücklich und wir machten uns auf den Heimweg zurück ins Hotel, wo wir dann um Mitternacht anstossen wollten. Männe hatte (während ich am Nachmittag etwas „Augenpflege“ gehalten hatte), sehr fleissig und hatte im Hotel den „Geburtstagstisch“ organisiert und noch einiges mehr….
Tja – sooo kann man gut 54 Jahre alt werden. Und dann kam die richtige Geburtstagsüberraschung: Ich hatte ja vorher gefragt, ob es nicht möglich sei, auf den „Spuren der Vergangenheit“ zu wandeln und eventuell mit einem Bootchen oder Fähre nach „Kolocep“ rüber fahren könne. Die Antwort war „geht leider im Moment noch nicht, da noch keine Saison ist“ und da eben noch nicht täglich die Ausflugsboote hin und her fahren. Und selbst dann wäre es so, daß man in der Früh hinüberfährt und am Abend zurückkommt. Für Tagesgäste und auch Einheimische eine tolle Idee, den Tag dort mit Schwimmen und Schnorcheln zu verbringen. Aber in meiner Erinnerung gab es ausser zwei Hotelanlagen, ein paar Eisbuden, ein Kiosk und noch ein Lebensmittelgeschäft dort nix – die Insel ist wirklich klein – ca 250 ha. Also einen kompletten Tag hätte ich da nicht verbringen wollen – bei nur 3 Tagen Dubrovnik.
So und nun erzählte mir Männe um kurz nach Mitternacht, daß er es fertig gebracht hat, einen Bootsbesitzer ausfindig zu machen, der uns 4 Stunden zur Verfügung steht. Er würde uns nach Kolocep bringen, dann noch zur Nachbarinsel Lopud und dann wieder zurück. Ihr wisst, was passierte: Tränchen in den Augen und so… ich hab mich sooo gefreut, ich konnte in der Nacht kaum ein Auge zumachen.
Am Sonntag früh – ich war schon (oder noch) um 6 Uhr wach – nahm ich die Geburtstagsanrufe entgegen, wir frühstückten schnell und dann gings los – wir ließen uns zum Hafen fahren und kletterten auf unser Boot – ich war soooo aufgeregt. Wir hatten strahlendes Wetter, was wollte ich außer nach Kolocep noch mehr?
Und dann bogen wir um eine Ecke und – ganz ehrlich – war da sofort wieder eine Erinnerung – ja, das war der „Hafen“ von Kolocep. Selbst den kleinen Kiosk gabs noch.
Es war ein wenig wie „Heimkommen“ – ich wußte noch, wo unser Hotel war (mittlerweile ein anderes – früher hieß es „Villen Kolocep“ und man buchte es über Neckermann Reisen – heute ist es ein TUI Hotel „TUI BLUE“.) Der Strand wurde gerade für die angehende Saison „schön gemacht“
So und nun etwas Nostalgie meinerseits: Wir waren in 1978 einmal an diesem Strand – das war uns dann zu voll und wir marschierten – mit Schnorchel, Taucherflossen, Taucherbrille, Luftmatratze, Eimerchen und was noch alles los, um uns ein ruhigeres Plätzchen zu suchen. Fanden wir – auf einer Mole vor einem Haus und dort ließen wir uns nieder und schnorchelten, paddelten auf der LUMA und liessen uns in der Sonne trocknen. Es war herrlich – mein Papa hatte seine Kameras dabei, unter anderem auch eine damals sehr bekannte und beliebte Sofortbildkamera. Auf der Mole spielten auch zwei Kinder und wie das mit Kindern so ist, wir brauchten keine Sprache, um uns zu verständigen, mit viel Lachen, Zeichen geben und sich einfach an die Hand nehmen verstanden wir uns super. Papa machte dann ein paar Fotos mit der Sofortbildkamera und schenkte es den Kindern. Diese verschwanden in einem Haus an der Mole und kamen mit ihrer Mama zurück. Sie konnte recht gut Deutsch, war sehr interessiert an Papas Kameras, weil sie auch fotografierte und meine Eltern und sie unterhielten sich sehr lange. Am Abend, als wir unser Zeugs zusammensuchen wollten, gab sie uns einen Schlüssel zu ihrem Haus, im vorderen Teil des Hauses war ein Zimmer leer und sie sagte uns, daß wir dort all unser Zeugs deponieren könnten, dann müssten wir das nicht jeden Tag hin und her schleppen. Ja – sowas gabs damals wirklich. Wir waren ab diesem Tag jeden Tag dort an der Mole, zweimal waren wir bei Familie „Francic“ – so hießen sie, abends im Garten zum Essen eingeladen. Wir Kinder hatten viel Spaß, die Erwachsenen auch und so hatten wir einen wunderschönen Urlaub, der sich wirklich in meinem Kopf festgesetzt hat. Hier bin ich innerlich fast geplatzt vor Glück – HIER haben wir vor gut 40 Jahren einen fantastischen Urlaub verbracht – hier lebte Familie Francic. Gut, der Zahn der Zeit nagte auch an diesem Haus – und mittlerweile ist das ein Apartement Haus, ich habe leider keine Namen mehr sehen können. Und was mit der Familie Francic ist/war, konnte ich auch leider nicht erfragen/ergooglen. Aber das machte nix – ich hatte meine Erinnerungen.
Wir liefen weiter zur „Steilküste“, da sind wir damals auch ins Wasser – Strand gabs/gibts dort nicht, einfach vom Felsen ins Wasser. Nach einer guten Stunden liefen wir dann wieder zurück zum Boot – ich hatte alle Erinnerungen „abgelaufen“ und war soooo voller Glück.
Such a happy birthday-bunny 🙂
Wir kletterten wieder aufs Boot und fuhren weiter zur Nachbarinsel Lopud – auch hier war noch keine Saison und dementsprechend war es ruhig und wenig los. Nichtsdestotrotz schön. Hier liefen wir auch noch eine Stunde auf und ab.
Dann ließen wir uns wieder nach Dubrovnik fahren – ich war eigentlich da schon fix und fertig -diese Freude und diese Erinnerungen. Aber wir liefen dann noch ein wenig durch die Gegend, kauften einen „Prošek – ich konnte mich an den Namen erinnern, mein Papa hatte erzählt, er hätte in diesem Urlaub mal etwas zuviel von diesem Getränk abbekommen :)))) – es ist ein süßer Dessertwein:) und sahen uns den Hafen und die Altstadt von oben an – wunderschön:
Wieder in der Altstadt angekommen, stärkten wir uns mit einem kleinen Mittagssnack und was bietet sich hier mehr an als:
Richtig: Chevapchichi – habe ich damals schon gerne und oft gegessen.
Ein weiterer Bummel durch die City – mir war nicht bewußt, daß Teile von „Game of Thrones“ hier gedreht wurden – mir war bis dahin gar nicht bewußt, daß es „Game of Thrones“ überhaupt gibt. Ist so gar nicht meines – aber muss ja auch nicht.
Eigentlich wollten wir mit der Gondel noch auf den Berg, von wo man wunderbar auf die Altstadt schauen kann, aber Ärger mit der Steuerbehörde oder Finanzamt haben dem Besitzer der Gondel die Erlaubnis entzogen, diese zu unterhalten. So sind wir dann mit dem Taxi auf den Berg und haben auch diesen Ausblick genossen:
Wir fuhren dann wieder ins Hotel um uns frischzumachen und umzuziehen und am Abend lud ich Männe zum Essen ein – wir hatten ein tolles Restaurant direkt am Hafen ausfindig gemacht und dort tatsächlich auch noch draußen einen Tisch bekommen – soooo geht Geburtstag richtig gut:
Nach einem tollen Abendessen und einem herrlichen Wein kam der Ober und ich bat um die Rechnung – er brachte sie und legte sie Männe hin. Ich erklärte dann, daß ICH heute einlade, weil es MEIN Geburtstag ist und der Ober verschwand und brachte noch zwei Gläser Champagner – wie nett ist das denn – und einen „Geburtstagsrabatt“ von 15 % bekam ich auch noch. Sooo goldig und sympathisch. Gut, gabs halt dann ein etwas dickeres Trinkgeld für ihn – aber es ist wie immer: Guter und sympathischer Service wird belohnt. Wir liefen dann noch etwas durch die wunderschön beleuchtete Stadt und machten uns dann auf den Heimweg – ich war völlig erledigt von diesem wunderschönen Tag.
Am nächsten Tag hieß es dann auch schon wieder Koffer packen, es geht heimwärts. Normalerweise wären wir noch über den ersten Mai geblieben, aber unsere Hundepension in München war ausgebucht und wir mußten unsere beiden „Jungs“ abholen. Aber es war ein gaaaanz toller Städtetrip, Dubrovnik hat mir sehr gut gefallen, kann ich wärmstens empfehlen und der Ausflug nach Kolocep hat auch jetzt immer noch eine ganz besondere Bedeutung für mich.