Wiesn is…..

Man mag sie oder man mag sie nicht – die Wiesn oder das Münchener Oktoberfest.
Was haben wir dort schon nette Abende verbracht – allerdings in ziemlich vollen Zelten, zusammen an einen Tisch gepfercht, zu späterer Stunde oft mit der Angst, daß beim Tanzen auf den Tischen (mochte ich nie) dann ein Besucher vom Tisch hinter uns umkippt und in unseren Tisch rauscht (ist auch schon passiert). Aber so ist es eben auf der Wiesn – man mag es oder man mag es eben nicht.

Und dann kam Corona – und damit die „Wiesn-freie“ Zeit. Und wie es oft so ist, man gewöhnt sich um und wir waren eben zwei Jahre nicht am Oktoberfest. 2022 „durften“ wir dann wieder – aber wir hatten immer noch Respekt vor Corona und waren abends nicht in den übervollen Zelten. Was wir gemacht haben: Wir sind zur Mittagszeit ganz gemütlich über die Theresienwiese gelaufen – was soll ich sagen? Super entspannend – alleine das Ankommen mit der UBahn war schon richtig stressfrei, ganz gemütlich gings am Eingang vorbei und wir konnten die einzelnen Zeltstassen ohne Gedränge entlang laufen. Kein Gedränge an den Ständen und Buden und sogar ins Riesenrad kam man flott. Das hat sehr viel Spaß gemacht, wir saßen draußen im Biergarten und gönnten uns ein halbes Hendl und teilten uns eine Radlermaß.

Und genau so haben wir es dieses Jahr wieder gehalten – mittags auf die Wiesn, entspanntes „drüberbummeln“, Mittagessen traditionell Hendl und Radlermaß, eine Tüte gebrannte Mandeln (ist Pflicht, aber das legendäre Lebkuchenherz mit „Spatzl“ gibts für mich schon lange nicht mehr- hab ich nie gegessen und nach Monaten immer weggeworfen:)). Und so waren wir am Montag bei schönstem Sonnenschein ca 3 Stunden unterwegs (mit Hin- und Heimkommen per UBahn) und hatten einen tollen Wiesntag.

Hier ein kleiner Einblick in unseren Tag:

So, und nachdem das Radler ja „rein“ lief – muss es ja auch irgendwann wieder raus:

Kleines „Erlebnis“ bezüglich deswegen: Ich war vor Jahren mal mit meiner Freundin am Abend auf der Wiesn und wir kamen in kein Zelt mehr rein – alles voll und so mußten wir im „Biergarten“ Platz nehmen – kein Problem, es war ein lauer Abend und die Maß Bier wärmte uns dann auch von innen etwas auf. Und irgendwann will das Bier auch wieder raus. Ich bin also ans Zelt – Security stand davor und wimmelte mich ab, Zelt sei voll. Ich meinte nur: Ich möchte nur auf die Toilette. Security: Gehen Sie doch bitte auf die öffentichen Dixi- Toiletten. Ich (nach der Maß Bier ganz mutig): Ich hab hier mein Bier gekauft und ich will es auch hier wieder loswerden. Der Security Mann war ganz überrumpelt und hat mich doch tatsächlich ins Zelt reingelassen. Und was soll ich euch sagen? Da waren doch noch einige Plätze frei. Ich bin erst auf die Toilette und hab dann meine Freundin angerufen und ihr erklärt, wie sie ins Zelt kommt und prompt saßen wir nach guten 10 Minuten bei netten Menschen am Tisch – IM ZELT!

Oh, du schönes Wochenende…

Ich wurde nach meinem letzten Blogbeitrag inhaltlich darauf hingewiesen, daß es doch auch viel Schönes zu berichten gibt und da will ich mal von meinem schönen Wochenende berichten. Aber ich wäre nicht ICH, wenn ich nicht ehrlich wieder berichten würde, daß es auch noch sehr viele “A…” in unserer Gesellschaft gibt.

Ich fange mal mit dem Schönen an. Wir hatten von Dienstag bis Freitag Besuch von einer lieben Freundin und es war wirklich toll. Abends Grillen, bis spät in der Nacht sitzen und ratschen mit dem ein oder anderen Gläschen Wein….

Nachdem ich nun Digitalbeauftragte in mehreren politischen “Gemeinschaften bin, muß ich die social medias auch mit Input versorgen. Also bin ich am Freitag zum Infostand unserer Partei und habe dort fotografiert und auch Taschen mit Informationsmaterial verteilt. Wir hatten dort teilweise sehr nette Gespräche mit den Bürgern – natürlich kamen auch “Gegner” vorbei , aber alles in Allem war es ein schöner Nachmittag.

Am Samstag hatten wir “Wiesnanstich” von unserem Partei-Ortsverband mit zwei “prominenten Gästen” aus unserer Partei. Es waren Bierbänke aufgestellt und es wurden Leberkäs-Semmeln verteilt und Bier gezapft – sehr nette Veranstaltung und auch gut besucht – Freibiergesichter halt :))) Nein, auch hier standen unserere “Promis” Rede und Antwort und der gemeine Bürger freut sich schon, einmal mit einem Staatsminister oder auch Bundestagsabgeordneten zu debattieren.

Kaum war ich da fertig, gings wieder ins Auto und zu einer Hochzeit zum Fotografieren. Also ganz ehrlich – diese kirchliche Trauung war das Tollste und “Menschlichste”, was ich jemals in einer Kirche gehört habe. Der Diakon – eben kein Pfarrer – war unheimlich sympatisch und ist – wie es ja eigentlich sein sollte – sehr auf das Brautpaar eingegangen – gut ein paar kirchliche “Pflichtübungen” gab es auch, aber es war sehr offen. Wir hatten vorher besprochen, wo ich denn als Fotografin stehen darf, damit ich ihm nicht im Weg stehe. Er meinte: Also am Altar rumkraxeln derns mer bittschö neeed, aber gengas do hi, wos wos Gscheits segn. Mi sterd des need.
Zu gut Deutsch: Auf dem Altar sollte ich nicht rumturnen, alles andere ist ihm egal. Genial – sowas gabs vor Jahren noch nicht, da musstest du zeitweise hinter dem Brautpaar stehen – sehr sinnvoll bei der Fotografie.

Fotos für Euch von hinten oben – also nicht vom Altar – aus Datenschutzgründen

Nach der Trauung fuhr das Bautpaar in einem Oldtimer zur Feierlocation – sehr nett und sehr empfehlenswert – darüber werde ich ein anderes Mal berichten.

Für die Gäste hatte das Brautpaar einen alten Omnibus gemietet -ebenfalls Oldtimer – sehr cool.

Erst gab es einen Sektempfang, dann wurden Fotos gemacht und gegen viertel nach Vier wurde die Hochzeitstorte angeschnitten und ich machte mich um kurz vor Fünf auf den Heimweg, um dann schnell unter die Dusche zu springen und mich wieder ins Auto zu schwingen. Wir waren zum Abendessen eingeladen und das war ein wunscherschöner Abschluß eines doch recht ereignisreichen und langen Samstages.

Ihr entschuldigt schon meine Experimentierfreudigkeit beim Fotografieren der Hochzeitstorte – gerade und ohne „move“ kann ja jeder – ne explodierte Hochzeitstorte gibts weniger :)) Solche Fotos würde ich vom Brautpaar natürlich niieee machen….

So und ohne Schimpferei gehts halt doch nicht – hier noch ein paar Zeilen zum Thema „Agressivität der Menschen“ im Moment.

Also, an solchen politischen Infoständen gibts ja auch immer verschiedene Meinungen und wir leben ja auch Gott sei Dank noch in einer Demokratie, da darf jeder sagen, was er will.
Und dann gibt solche, die mit wildem Stechschritt auf deinen Stand zugerannt kommen, den Zeigefinger auf die Prospekte gerichtet und dann gehts los: Ihr deads doch olle liagn- oana noch dem andern. Ihr versprechts uns des oane und wenns dann gewählt seid, dann mochts do, wos ihr wuid. Der …..,des is a ganz a grosser Dreggsagg, so a Verbrecher…… und dann stehst du da und weisst erst mal nicht so genau, was du sagen sollst….. im besten Falle plärrst du ihm ein “Ihnen auch ein schönes Wochenende” hinterher….

Am Freitag stehe ich an der Kreuzung auf der linken Fahrbahn der Abbiegerspur nach rechts – es gibt auch noch eine zweite Abbiegerspur. Es wird grün zum Abbiegen und das Auto neben mir fährt wie ich los, wir biegen beide links ab und plötzlich schiebt er sich von seiner Abbiegespur auf meine – ungelogen 10 cm vor meinem Auto. Ich erst mal ne Vollbremsung und dann gleich mal Lichthupe. Der Fahrer vor mir läßt das Fenster runter und zeigt mir den F—-Finger.. dreimal. Dann winkt er mit der Hand umher, läßt seine Finger spielen und der F-Finger folgt nochmals. Ach, hatte ich nen Zorn. Ich mein Handy gegriffen und auf ihn gehalten – Kamera hatte ich gar nicht an, das ging alles viel zu schnell. Nächste Abbiegung – ich stehe links und will links abbiegen, er auf der Geradeausspur hält neben mir an, blockiert hinter sich alles, gestikuliert wild und hupt wie blöde. Ich bin dann links abgebogen, mußte allerdings etwas warten, weil die von vorne kommend Vorfahrt hatten. In der Zwischenzeit hat der “Depp” einen U-Turn an der nächsten Ampel gemacht und kaum fahre ich 50 Meter , ist er hinter mir, wild hupend und winkend. Ich hab echt Schiss bekommen, bin aber weitergefahren, rechts abgebogen (auf dem Weg nach Hause) er hinter mir her, ich musste dann wieder links, er hinter mir hier und dann hab ich Männe angerufen, der Gott sei Dank zu Hause war. Ich hab ihm nur gesagt, da ist ein totaler Idiot hinter mir her, nötigt mich und hupt mich in einer Tour an und fährt auf wie ein Wahnsinniger. Männe ist dann rausgekommen, ich bin wieder rechts abgebogen, der Idiot hinter mir her und bei uns ist Sackgasse- er ist aber tatsächlich noch bis nach der letztmöglichen Abbiegung hinter mir her, hat dann wohl aber Männe draussen stehen sehen, hat auf der Strasse gewendet und ist dann auf und davon.

Man – ich hatte richtig wackelige Beine – so ein Idiot. Auf der anderen Seite hat er sich aber auch von mir provoziert gefühlt, weil ich die Kamera in der Hand hatte – Pech, zeig halt nich den F- Finger und dann passiert dir auch nix. Jedenfalls denke ich, daß der ganz schön die Muffe hat, der muß ja damit rechnen, daß ich ihn anzeige….. F-Finger zeigen ist eine Beleidigung und wird geahndet….. Aber schon ganz schön aggressiv, die Menschheit, oder????

Ein neuer Lebensabschnitt…

beginnt heute hier in Bayern für ganz viele kleine Menschen, die eingeschult werden: Unsere ABC-Schützen.

Ich kann mich noch vage an meine Einschulung erinnern: Eine Schultüte gefüllt mit Süßigkeiten, Buntstiften und Heften, einen Lederranzen in weinrot und ein neues „Outfit“ gabs auch 🙂

Meine Mama und mein Papa brachten mich zur Schule, es gab eine kleine „Feier“ und dann ging’s wieder nach Hause. Meine Oma kam zu Kaffee und Kuchen und das war’s – aufregend genug damals für mich.

Ach nee, eine große Hefeteigbreze haben alle neuen Schulkinder auch noch bekommen – fällt mir gerade ein, weil ich mich sehr gut an mein Einschulungsfoto erinnern kann.

Heute läuft das gaaaanz anders ab – hab ich beim Gassi gehen zufällig mitbekommen

„Wir sind eingeladen zu Katharinas Einschulung“ erzählte mir eine Bekannte, die zwei Kinder im Alter von 5 und 7 Jahren hat.

„Da kommt ein Zauberer vorbei und eine Hüpfburg nebst Trampolin werden im Garten aufgestellt. Ich habe gestern geholfen, die Gastgeschenke zu verpacken. Für jedes Kind gibts eine Tüte mit ein paar Gummibärchen, einen Zeichenblock und einen kleinen Wasserfarbkasten. Die Mädchen bekommen noch ein rosa Armband und für die Jungs liegt ein Spielzeugauto in der Tüte. War echt Arbeit, 14 Tüten haben wir gepackt. Wir Mütter sind auch zu Kaffee, Kuchen und Prosecco eingeladen“

Oha – ein Kindergeburtstag ist da ja nichts dagegen, zumal dieses Kind, welches eingeschult wird, an seinem Geburtstag zwar die Kaffee- und Prosecco trinkenden Freundinnen der Mutter um sich hatte, jedoch keine Freundinnen aus dem Kindergarten (das weiß ich so genau, weil ich – auch ohne Kind – dazu eingeladen war aber dankend abgesagt hatte).

Es kommt mir vor wie „Schaulaufen“ – höher, besser, mehr, aufwendiger…. Und manchmal denke ich mir – um wen gehts da gerade? Um die Eltern oder das Kind? So viel Aufmerksamkeit erleben die Kinder oft das ganze Jahr nicht.

Wie bremst man das am besten ein? Indem man genau das Gegenteil macht – eben gar nichts oder nur im Kreise der Familie? Und dann? „Hast du schon gehört, bei der Leni wurde zur Einschulung gar nichts gemacht – schon armselig. Die haben doch nur die eine – naja, da ist wohl alles andere wichtiger“

Genau – das Kind wäre in diesem Falle wichtiger – ohne die öffentliche Aufmerksamkeit.

Aber im Endeffekt macht sowieso jeder das, was er für richtig hält.

IAA – oha….

Wir waren heute auf der IAA in München – in der City. Einfach mal zum Schauen, letztes Jahr waren wir auch dort. Selbst ich (als Frau) fand es ganz interessant und vorallem war es für mich toll zum Fotografieren – tolle Deko und Ideen.

Dieses Jahr war ich etwas enttäuscht – es war von der Aufmachung längstens nicht so toll wie letztes Jahr – leicht “spartanisch” angehaucht, so kam es mir jedenfalls vor.

Gut, vielleicht hat die Autoindustrie auch schon gemerkt, daß man sparen kann – alleine mit der Konstruktion und der Deko an Messen – dachte ich.

Gespart hatten Mercedes und Co das wohl schon – anderswo aber richtig abgesahnt. In der Stadt konnte man sich “kostenlos” informieren, d.h. an den Ständen schauen, sich Infomaterial geben lassen, es wurden Getränke und Eiscreme angeboten und man konnte – ähnlich wie am Jahrmarkt – einfach schlendern und schauen.

In der Messehalle dagegen wurde richtig abgesahnt. Nur mal so zum Informieren haben wir nach den Preisen für die Tagestickets geschaut – mich hätte a) bei diesem schönen Wetter und b) prinzipiell niemand in die Messehalle bekommen – schon gar nicht bei einer Automesse.

Gut – ich spanne euch nicht auf die Folter: Das Tagesticket – hätte man es sich online gekauft – konnte man für schlappe 175 Euro pro Person erwerben – eine Person – einmaliger Eintritt.

Diejenigen, die nicht online gekauft haben, durften an der Tageskasse 220,00 Euro pro Besucher und Besuch hinblättern. Sag mal, spinnen die jetzt total? Ich gehe auf eine Messe und will mir eventuell ein neues Auto kaufen (also wir jetzt im Moment nicht) und um dann dort ein mittlerweile halbes Vermögen für ein Auto hinzulegen, soll ich erst mal 200 Euro zahlen? Damit ich dann das Auto für wieviel Tausend Euro kaufen kann? Was läuft denn hier schief?

Ziemlich viel, glaube ich. Denn die Messe ist gegenüber vom Einkaufszentrum “Riem Arcaden” und es war nichts, absolut nichts los …. Ich kenne Messen, da steht man ewig und es staut sich gerade vor dem Messegelände, in diesen Tagen war wirklich nichts los, was irgendwie auf Messe hingewiesen hätte. Auch beim Verkehr auf den Straßen morgens und abends – zu Messezeiten hört man IMMER, daß es sich genau da staut – dieses mal überhaupt nichts.

Vielleicht haben die Leute doch langsam begriffen, daß das einfach nur unverschämt ist. Ich lasse mir einen Eintrittspreis von 20 Euro gefallen, die Aussteller haben Kosten und die Messehalle kostet eben auch – aber ich zahle nicht den 10-fachen Preis. Und genau diesen Gedanken hatten wohl auch sehr viele andere. Und ganz ehrlich, man kann sich sowas heute auch kaum noch leisten – bei den rasanten Preissteigerungen, die wir im Moment ständig erfahren.

Trotzdem hab ich euch ein paar Fotos mitgebracht – vom kostenlosen Teil der Ausstellung (ich lasse das Parkticket jetzt mal außen vor)

Das liebe Trinkgeld…

ich gehöre zu den Menschen, die gerne mal Trinkgeld geben, wenn…… ich einen guten Service erlebt habe. Ich gebe Trinkgeld beim Friseur, wenn ich denke, daß meine Friseurin wieder mal ein gutes Werk an mir geleistet hat (ist aber eigentlich immer so), ich gebe Trinkgeld, wenn ich im Restaurant oder im Biergarten einen guten Service hatte (freundliche und aufmerksame Bedienung, Ober etc).

Ich habe es aber auch schon fertig gebracht, kein Trinkgeld bzw. genau den Betrag, welcher mit die Bedienung genannt hat, hinzulegen. Centgenau!
Wir waren vor Jahren mal (zwei Freundinnen und ich) im Brenners in München und wir hatten so einen unfreundlichen, unaufmerksamen und unwilligen Ober. Selbst auf das wildeste Winken von uns dreien ignorierte er uns und bediente einen Tisch nach dem anderen – neben uns. Irgendwann hat er sich dann erbarmt und kam zu uns, da hatten wir aber keine Lust mehr und wollten nur noch die Rechnung. Normalerweise hätte dann eine von uns gezahlt und wir hätten das durch drei geteilt und jeder hätte der zahlenden dann den Betrag gegeben oder überwiesen.
Wir haben uns das exakt ausrechnen lassen und alle drei haben dann genau den Betrag, den es ausgemacht hat, gezahlt – meiner war 47,70 Euro. Normalerweise hätte ich mindestens auf 50 aufgerundet, wahrscheinlich 52, oder 53 Euro – man rechnet ja so ca. 15 % bei gutem Service.
Bei meinen 47,70 Euro Rechnung und keiner Bemerkung meinerseits zur Aufrundung schaute er. bei meinen beiden Freundinnen, die ebenfalls so handelten, runzelte er dann die Stirn und fragt dann aber auch wirklich noch „Waren Sie mit dem Service nicht zufrieden oder habe ich irgendetwas falsch gemacht?“ Wir im Chor „ja“ und dann haben wir ihm erklärt, wie Service geht – jedenfalls nicht so, wie er das getan hat. Ich glaube, das war eine gute Lehrstunde für ihn…

Ich gebe aber das Trinkgeld in der Höhe, die ICH angemessen finde. Wie schon gesagt, bei gutem Service mal 15 %, bei normalem Service gebe ich ungefähr 10% oder ich runde gut auf. Die Amerikaner spinnen ja jetzt total. Ich habe heute folgendes Beispiel gelesen:

Da ist eine Kundin und kauft sich ein belegtes Baguette in einem Laden, die Verkäuferin an der Kasse dreht nach dem Scannen den Bildschirm zur Kundin und dort ist zu lesen: „Wieviel Trinkgeld darf es sein?15 oder 18 oder 20%?“ Hääää? Im Supermarkt an der Kasse? Ein abgepacktes Baguette? In einem Supermarkt, in dem sich der Service auf das bloße Kassieren beschränkt?

Beim Friseur wird an der Kasse nach Trinkgeld gefragt – ebenso in der Eisdiele – sogar beim Masseur!. Die Amerikaner haben sogar schon das passende Wort dazu gefunden „tipflation“ – tip und Inflation.

Nun muss man wissen, daß ganz viele Bars und Kneipen und sogar Restaurants ihren Angestellten den absoluten Mindestlohn zahlen und der lag wohl bis vor kurzem bei ca 3 Dollar pro Stunde. Das ist wenig – sehr wenig. Aber ist des denn die Aufgabe des Kunden/Gastes das Gehalt des Angestellten zu zahlen anstatt der Arbeitgeber? Nein – ist es nicht. Ich zahle das, was ich konsumiert habe und für die Freundlichkeit und Aufmerksamkeit der Bedienung, aber nicht deren Stundenlohn! Dafür ist immer noch der Arbeitgeber verantwortlich, der am Abend sämtliche Gelder einsammelt.

Ich weiß, daß auch bei uns Friseure und Friseurinnen sehr wenig Gehalt bekommen (oft auch nur den Mindestlohn) und so auf Trinkgeld angewiesen sind. Aber hier erhalte ich eine entsprechende Dienstleistung, die auch oft mal länger als eine Stunde dauert. In einem self service Laden für ein Baguette oder egal – für meinen kompletten Einkauf Trinkgeld zu zahlen, wird mir niemals einfallen. Dann lasse ich an der Kasse eben alles liegen und stehen und gehe.

Stellt euch vor, ihr tätigt am Freitag euren Wochenendeinkauf bei Edeka und habt alles selbst zusammengesucht, steht an der Kasse und die Kassiererin fordert euch auf, entweder 15 oder 20% Trinkgeld zu zahlen. Neee – nicht mit mir – ich hoffe, diese amerikanische Welle schwappt nicht auch über den großen Teich zu uns…..

PS: Oft tun mir die Angestellten in der Küche leid, die bekommen niemals Trinkgeld, obwohl sie es eigentlich wirklich verdient hätten – es sei denn, alle Angestellten haben sich so abgesprochen, daß alle Trinkgelder in einen Topf kommen und der Betrag dann unter allen aufgeteilt wird. Das finde ich wirklich fair.

Das Pamphlet oder wie zerstöre ich eine Politikerkarriere

Ui Ui Ui – in der Politik gehts ja gerade wieder richtig zur Sache – der Wahlkampf geht in die heiße Phase über und es wird vor nichts Halt gemacht – nicht mal vor richtig bösen Intrigen.

Hubert Aiwanger ist gerade richtig in der Schußlinie. Ein Flugblatt bzw Kopien davon mit antisemitischem Inhalt wurde vor ca 35 Jahren in seinem Schulranzen gefunden. Das Pamphlet muß wohl ziemlich widerlich gewesen sein und ja, das ist ganz niederträchtig und furchtbar und eigentlich auch nicht zu entschuldigen.

So – nun hat er das wohl nicht selbst geschrieben sondern sein Bruder, was es vom Inhalt und der Widerwärtigkeit keinesfalls besser macht. Er selbst (Hubert Aiwanger) hält er es für „menschenverachtend“ (was es ja auch ist). Aber die Kopien wurden trotzdem in seinem Ranzen gefunden – warum auch immer. Ob er diese eingesammelt hat und was auch immer er damit vorhatte sei nun mal dahingestellt.

Kurz vor der Landtagswahl kommt nun irgendein Mensch, der Hubert wohl nicht wirklich gut gesonnen ist und hat sich nun erlaubt, dies publik zu machen. Zu einem für Hubert Aiwanger und für viele andere auch zum gänzlich unpassendsten Moment – knapp acht Wochen vor der Wahl.

Nun kann man zu Hubert Aiwanger stehen, wie man möchte – mein „Freund“ ist er auch nicht aber was mindestens genau so widerwärtig ist, ist die Veröffentlichung dieser Tatsache zu genau diesem Zeitpunkt. Das ist/war so geplant und genau so sollte es passieren – der große Knall vor der Wahl mit der Forderung von Aiwangers Rücktritt oder der Distanzierung von Herrn Söder zu den Freien Wählern. Und so wird es ausgehen – Herr Söder wird sich von Herrn Aiwanger distanzieren müssen – oder die Freien Wähler müssen Aiwangers Rücktritt fordern. Nur wer kommt dann? Und was macht die CSU dann? Die brauchen sich ja gegenseitig. Im Moment hat Aiwanger aber noch die FW komplett hinter sich. Aber auch ein Herr Habeck mußte seinen Minister(freund) entlassen – wobei das seine eigene Partei war. Es wird also interessant bleiben.


Fakt ist aber auch, daß einem einen „Fehler“, den man vor mehr als 30 Jahren begangen hat (und es noch nicht mal klar ist, wie tief man drin gesteckt hat, auch verziehen werden kann. Alle, die jetzt ganz laut aufschreien, sollen bitte mal ganz schnell in ihre Vergangenheit sehen und diese ausleuchten, wer weiß, was da alles zum Vorschein kommen würde.

Erinnert mich sehr an Donald Trump, der im Wahlkampf damals auch von jedem Mitkandidaten (und war er auch aus den eigenen Reihen) irgendwelche Behauptungen (ob wahr oder unwahr – ein Quentchen Zweifel bleibt doch immer) aufgestellt und so versucht hat, diese auszuschalten.

Man kann Wahlkampf betreiben, wie man möchte aber bitte nicht mit solchen dreckigen Schlammschlachten – wenn die Argumente ausgehen, dann verhalte ich mich einfach wie die Wildsau – ist das politisch korrekt? Gehört das nicht ebenso angeprangert und vorallem – diese immer noch widerwärtige Geschichte ist 35!!!!! Jahre her. Haben wir nicht alle vor zig Jahren irgend eine Meinung vertreten, die wir mittlerweile revidiert haben? Haben wir nicht alle vor zig Jahren irgendetwas angestellt, was wir heute am liebsten ungeschehen machen?

Wahlkampf fair und mit Argumenten, die überzeugen sollen – aber nicht damit, einem Gegenkandidaten das (politische) Genick zu brechen und so in die Knie zu zwingen …. meine Meinung.

Borreliose und anderen Kram, den man nicht braucht…

So, wir sind wieder aus dem wohlverdienten Urlaub zurück – 14 Tage lang haben wir in einem Ferienhäuschen in den Marken/Italien verbracht. Es war eine herrliche und auch aufregende Zeit – und auch etwas nervig…. angefressen war/bin ich auch..

Ich habe mir nämlich eine Borreliose eingefangen – gerade ich, die sonst nie so etwas bekommt, weder Zecken an sich hat noch irgendwelche anderen Insektenstiche. Also selten. Aber am Sonntag vor dem Urlaub bin ich gestochen worden, kurz überm Knie – habe mir aber keine Gedanken gemacht. Es hat weder gejuckt, noch weh getan, war leicht rot und nicht geschwollen.

So und wie ich nun am 3. Urlaubstag an mir runter gucke, sehe ich doch diese sogenannte Wanderröte an meinem Bein – ca 7 cm Durchmesser, außen knallrot und innen der weiße Fleck. Na Bravo. Brauchte ich nicht mal Dr. Google dazu- Borreliose. Gott sei Dank hatte ich ein Antibitotikum dabei – hab ich prophylaktisch immer dabei – und das habe ich dann nach telefonischer Absprache mit meinem Doktor in München genommen – soll ich drei Wochen lang nehmen.

Und nun kommts: Nach drei Tagen bekam ich einen furchtbaren Hautausschlag – knallrote kleine Pusteln, richtig großflächig, die Fußzehen knallrot und heiß…. Gott sei Dank nur an beiden Beinen und Füßen und nicht im Gesicht – aber das Ganze ziemlich schmerzhaft brennend. Und was soll ich sagen? Hab ich nach 18 Tagen Antibiotikum-Einnahme immer noch – Gott sei Dank tut es nicht mehr so weh, aber es wird täglich ein wenig mehr. Aber Antibiotikum absetzten ist keine Alternative – ganz im Gegenteil – nach der Blutentnahme nächste Woche wird sich rausstellen, ob ich nochmals drei Wochen einnehmen muß.

Von daher ist meine Urlaubserholung schon fast wieder dahin – sollte ich eine gehabt haben. Und dann hatten wir auch noch diese Aufregung im Urlaub – allerdings nur einmalig. Und irgendwie wars auch wieder putzig:

Wir saßen gerade beim Sundowner am Pool, als 3 WildschweinMamas mit insgesamt 8 kleinen Wildschweinchen den Berg in unserem Garten heruntergerannt kamen, uns erschrocken anschauten und dann hinter dem Haus verschwanden, dann auf unserer Liegewiese wieder erschienen und dann im “Schweinsgalopp” verschwanden… gesehen haben wir sie den ganzen Urlaub nicht mehr.

Urlaubsbericht folgt in den nächsten Tagen.. euch allen ein schönes Wochenende