Meine Nerven..

sind im Moment wohl nicht so die besten und die stärksten. Ich merke einfach, daß ich urlaubsreif bin.

Heute war ich im PEP, das ist ein Einkaufszentrum bei uns in der Nähe. Ich war gegen 10.30 Uhr da – eigentlich eine recht freundliche Zeit, die Supermärkte machen dort schon um 08.00 Uhr auf – die Läden um 10.00 Uhr.

Ich hatte ne ordentliche Einkaufsliste – Sachen für uns und auch für die Schwiegermutter. Die hatte heute Geburtstag und ich dachte mir, eine aufblasbare 88 für den selbstgebackenen Kuchen könnte ich ja schon noch besorgen.

Also rein zum Drogeriemarkt Müller – eine Lautstärke, daß ich eigentlich schon wieder eine Kehrtwendung einlegen wollte. „Gut, nur die 88“ dachte ich mir dann. Musst du dich erst mal zum Regal, wo es dieses Geburtstagsgedöns gibt, durchschlagen. Leider ziemlich genau neben den Spielzeugregalen, vor denen die Eltern ihre Kleinsten netterweise auf dem Fußboden geparkt hatten. „Jeremy, willst du nun den grünen oder den blauen Bären?“ Jeremy – gerade mal ca 1,5 Jahre alt, wollte wohl weder einen blauen noch einen grünen (davon abgesehen, daß der kleine Kerl die Farben gar nicht kennt- wage ich jetzt mal zu behaupten), krabbelte bereits weiter zum Regal mit Lego und blieb verzückt vor den in Plastik eingeschweissten bunten Traktoren und LKW stehen. Die angeknabberte und ziemlich eingespeichelte Breze zog er schön mit der linken kleinen Patschepfote über den Fußboden und steckte sich diese (die Breze) dann wieder genüßlich in den Mund…. Wobei – mein Opa sagte immer: Dreck fegt den Magen und auch ich hab die Karotte aus dem Beet gezogen, die Erde kurz abgeschüttelt und Karotte mit Erde verputzt – hat mir wohl nicht geschadet…

Raus aus dem „Müller“ zum Blumenstand – nee, Topfblumen haben wir keine. Gut, dann eben nicht. Weiter zum Bäcker, gewünschtes Brot für Schwiemu ist aus, (um kurz vor 11 Uhr), gut, nehmen wir ein ähnliches.

Kurz bei S Oliver für mich reingeschaut, eine nette Shorts wäre noch schön und vielleicht ein schönes, helles Sommerblüschen. Shorts entdeckt, begeistert, Begeisterung schwindet und Frust baut sich auf… Größe XS und S hätten sie noch, jeweils mindestens 5 oder 6 Mal, für „Normalwüchsige“ mit Größe M schauts da MAU aus. Okay, keine Shorts.

Sommerbluse – ääähhhmmm Sommerbluse!!!!! Ich weiß, der kalendarische Sommer hat schon vor einer gewissen Zeit angefangen, aber es IST doch noch Sommer: Blusen fast alle langärmlig und schwarz oder dunkelbraun -/blau. Nicht sehr sommerlich.

Okay, Shirt tuts auch… auch schon sehr ausgesucht und wieder finde ich eine Riesenauswahl an XS und S – M ein paar traurig ausgemusterte und L – weil man ja in manchen Labels mit M aussieht wie ne Presswurscht – „gehen Sie mal lieber in die Zeltabteilung.“ Hat jetzt niemand gesagt, fühlte sich so an.

In einem anderen Laden finde ich ein luftiges Kleidchen, ein sommerliches – aha – neee Armband und noch ein kleines blaues Täschchen… Ich marschiere an die Kasse, Preis im Kopf überschlagen – schnell mal 10 Euro zu viel abkassiert – die Erstattung der 10 Euro dauerte fast so lange wie mein Lebensmitteleinkauf kurz drauf.

EDEKA – ich komme runter, kein Einkaufswagen frei, gut, ich hab ja zwei Taschen dabei und suche mein Zeugs zusammen, leider zwei Sachen für die Schwiegermutter vergessen und so von der Kasse nochmal durch den ganzen Laden mit mittlerweile drei Einkaufstaschen und Handtasche am Hals. Der Hals wird immer dicker, der Kopf leicht erdbeerfarben, schnell noch Klopapier und WC Steine in die Tasche und wieder zurück an die Kasse.

Vor mir eine junge Frau mit einem Kind im Sitz des Einkaufswagens. Die Mutter legt ihr Zeugs aufs Band und will dem Kind die Tüte mit den Nudeln abnehmen und aufs Band legen – ein GESCHREI, daß sich alle, die an den Kassen standen, umdrehten. Und dann folgender Dialog:

Luisa (Luisa ist ca 3 Jahre alt) – gib der Mama mal bitte die Nudeln, die bekommst du gleich wieder – Gezerre um die Nudeln, das Kind hat die Packung mittlerweile in beiden Händen und im Mund.
LUUUIIIISAAAA, bitte gib das mal der Mama, guck mal, du kannst das haben (bekommt den schon gescannten Käse gezeigt). Luisas Lungenvolumen ist enorm, die Stimmbänder sehr kräftig und der Kopf hat meinen erdbeerroten Kopf farblich schon lange übertrumpft, die Nudeln werden geschüttelt und nicht hergegeben.

Nun mischt sich die Kassiererin ein – ganz die Psychologin – und schüttelt den Zeigefinger mit einem nicht ganz leisen “Dududu“ mit dem Erfolg, daß Luisa sich nun in ihrem Sitz nach hinten schmeißt und hinterrücks fast aus dem Einkaufskorb gefallen wäre…. Dabei sind ihr aber die Nudeln aus der Hand gerutscht – na endlich.

Beim Bäcker – die Verkäuferin kriegt es nicht mal hin, 6 Semmeln so zu verpacken, daß nicht zwei beim Hochnehmen der Tüte auf den Boden rollen. DANKE!!!

Ja, es war ein “aufregender Tag” – ach ja, mein liebevoller selbst gebackener Schmandkuchen hat sich – nachdem ich ihn aus der Form genommen habe – leicht verflüssigt und Schmand und Apfelmus liefen dann bei der Schwiemu schön über den Tisch. Aber gut war er 🙂

Stell dir vor…

du fährst am Samstag oder Sonntag (oder auch unter der Woche) nach Starnberg, willst mit der Family einen Ausflug machen und ihr entscheidet euch für eine Fahrt über den See. Ihr marschiert auf den Dampfer, fahrt schön auf dem See herum, steigt mal in Tutzing oder sonst wo aus und wollt dann irgendwann mal wieder zurück nach Starnberg, denn da steht ja euer Auto.

Der Dampfer fährt also mit euch wieder in Richtung Starnberg Anlegestelle, ihr kommt näher, steht schon mal auf und – der Dampfer fährt rückwärts, dreht und fährt wieder von der Anlegestelle weg. Ihr konntet nicht aussteigen, seht auf dem Steg die Leute, die gerne eingestiegen wären und nun nicht einsteigen können und du denkst dir: Ey, ich will/muß hier jetzt raus/runter. Ich will/muß nach Hause und hier steht mein Auto – was issn überhaupt los?

So – und dann sagt dir der Kapitän, daß aus Sicherheitsgründen nicht angelegt werden darf – welche Sicherheitsgründe? Um die Sicherheit der Idioten, die sich vor der Anlegestelle ins Wasser geschmissen haben, nicht zu gefährden. Ja sagt mal, was ist denn mit der Menschheit passiert? Ist denen bei der letzten Hitzewelle das Gehirn auf Größe einer Rosine geschrumpft? Ist da überhaupt noch Hirn da?

Da schwimmen Menschen an der Schiffsanlegestelle herum ohne zu überlegen, welche Wasserkraft durch die bis zu 300 Tonnen schweren Dampfer erzeugt werden kann. Und der Kapitän hat beim Anlegen genug zu tun und kann nicht auch noch auf eventuell vorbeischwimmende Köpfe achten. Das ist einfach lebensgefährlich – für manche wohl aber auch ein Kick. Ich habe da kein Verständnis dafür.

Michael Grießer, Geschäftsführer der Bayerischen Seeschifffahrt erzählt folgendes: „Ein Jugendlicher springt vom Steg auf den Ausflugsdampfer „Bernried“, rennt durch das ganze Schiff und hechtet dann auf der anderen Seite kopfüber in den Starnberger See.“

Da fragt man sich wirklich, ob diese Menschen einfach nicht mehr nachdenken oder das Ganze auch noch lustig finden. Davon abgesehen, daß es sowieso wirklich gefährlich ist, sich in Ufernähe kopfüber ins Wasser zu stürzen. Da sind schon die schlimmsten Badeunfälle passiert und so manch einer muß danach sein Leben lang im Rollstuhl sitzen.

Wieder einmal hab ich nur mit dem Kopf schütteln können, als ich das in der SZ heute früh gelesen habe….

Sommerliches Sommerloch

Im Gegensatz zum TV Sommerloch, bei dem eine Wiederholung nach der anderen gesendet wird, gibts bei mir ganz was anders: nämlich nix.

Also hier gibts nix oder nicht viel – beruflich ist bei mir gerade richtig viel los und als „Alleinunterhalter“ in meinem kleinen Unternehmen bin ich eben auch alleine unterwegs. Und das ist manchmal schon ne richtige Herausforderung- nicht nur vom Arbeitsaufwand her, sondern auch, was „Besprechungen“ und „Meetings“ angeht – da führe ich eben manchmal Monologe, auch um mich selbst zu ermutigen und aufzubauen.

Klar ist es toll, wenn man größtenteils tun und lassen kann, wie man es eben selbst gerne will, aber mir fehlt auch oft die Kollegin, um sich mal auszutauschen, „würdest du hier anders fotografieren? Ist das Foto von der Bearbeitung so oder so besser?“

Und nachdem ich mir selbst der größte und schärfste Kritiker bin, komme ich schon auch manchmal an meine Grenzen und denke mir „ich hab keine bessere Idee“ – eigentlich gar nicht meine Art.

Wenn dann noch ein paar Aufträge hintereinander kommen ( was suuuper ist – gerade nach der staden Coronazeit), komme ich manchmal ins Schwimmen und habe Angst, nicht alles richtig gut „zu liefern“ – auch weil ich mich nicht „besprechen“ kann…

Der langen Rede kurzer Sinn – ich bin im Moment viel am Arbeiten, Ehrenamt will auch gut erledigt sein, Haushalt, Hund und Familie ebenfalls.

Von daher ist es hier etwas ruhiger, zum Blog schreiben komme ich fast nicht, Blog lesen ist auch sehr selten drin – wenn ich mal Feierabend habe, bin ich echt „fertig“ – diese Hitze mache es nicht besser – am Samstag hatten wir 39 Grad auf der Terrasse!!!

Drum gönne ich mir und euch heute ein Lied von „Pur“, dass meine Situation schon auch gut beschreibt ….

https://youtu.be/Q0jaCpotR_A

Diese Unart….

Photo by Ketut Subiyanto on Pexels.com

Es ist mir noch nie soooo aufgefallen, wie hier und heute. Wir sind gerade in Wien gewesen und dort viel mit Bahn und Bus unterwegs, natürlich auch in Restaurants und beim Frühstücken im Hotel. Die Menschen haben einfach kein Fein- oder Taktgefühl mehr.

Da wird im Restaurant per Facetime telefoniert – lautstark und das Gegenüber wird auch laut wiedergegeben. Vor Freude zwecks Wiedersehen wird in das Handy hiningeschrieen, das Gegenüber auf extralaut gestellt und es kracht und rauscht in der Verbindung – aber Hauptsache, die ganze Hotellobby bzw. die Leute dort hören mit – selbst wenns für viele nur Kauderwelsch ist.

Im Restaurant heute Abend das Gleiche – da sitzt man hoch oben über dem Stephansplatz und hat ein wunderschönes Lokal entdeckt – jeder verhält sich dezent und angebracht – halt – der Mann der Verschleierten (sie total in der schwarzen und langen Burka verhüllt – bei knapp 28 Grad im Schatten – er leger in kurzer Hose und kurzem Hemd – sie vorm Eiswasser sitzend, er sich den dritten Whisky bestellend) und da wird ins Handy hineingeschrien- es krächtzt zurück aus dem Handy raus…..

Am Tisch hinter uns ein Paar – beide seit gefühlt Stunden in die Handys vertieft – Gespräche gabs da wohl eher wenige….

Im Bus – die Earpads in den Lauschern versteckt und es wird erzählt, daß Enno wohl ein Problem mit dem Führerschein hat und versucht, die betreffende Stelle telefonisch zu erreichen “ i hob aber leider nur aufs Tonbandl redn kenna….. wos, der Andy is scho gfoan? Der woit doch no bis zum Sundog bleibn“

Was ist nur aus unserer Gesellschaft geworden??? Haben wir wirklich keinen Anstand und Respekt mehr vorm Gegenüber – auch nicht vor uns selbst. Muß ich jetzt meine Probleme und meine Gespräche auch zu denen derer machen, die „ungewollt“ um mich rum sitzen/stehen? Auch wenn wir das nicht persönlich kennen? Ist es nicht sogar anmaßend, sich so zu verhalten? Da wird im Wald spazieren gegangen und meterweit kann man schon hören (könnte man es verstehen), wer sich wann mit wem trifft. Und ich bin nicht fremdenfeindlich eingestellt, ganz bestimmt nicht, aber es sind mindestens 90 Prozent der „anders sprechenden Mitmenschen“, die sich so verhalten…

Liebe Grüße aus Wien – es ist herrlich hier…. wenn man manches ausblendet…

Zeit…..

Irgendwie fliegt mir gerade die Zeit um die Ohren – es ist im Moment so viel los, was ich ja wirklich toll finde, mich aber auch manchmal an meine Grenzen (physisch und psychisch) bringt. Gerade beruflich ist es mit der Zeit manchmal wirklich verhext, ich bin ja selbständig und „alleine“ in meinem kleinen Unternehmen. Da gibt es Zeiten, da ist es ziemlich ruhig – gerade so Anfang des Jahres, alle sind „satt“ vom Feiern und es beginnt gerade für mich die eher „stade“ Zeit.

Dann gibt es Monate, da weiß ich gar nicht, wie ich das alles hinbringen soll. Das Thema Kommunion bzw. Konfirmation ist so ein Thema: Die sind ja nun mal meist im Mai und meist auf zwei Wochenenden verteilt. Wie bitte soll ich auf 6 Kommunionen fotografieren? Bekommt man nicht hin. Hochzeiten verteilen sich ja eher oft auf die Monate Mai bis September, da bin ich besser aufgestellt.

Egal – aber auch privat stelle ich oft fest, die Zeit vergeht soo schnell. Es ist schon wieder Mitte des Jahres und das ging so flott – haben wir nicht gerade gestern Silvester gefeiert?. Gut, bei mir war auch wirklich ständig etwas los und da vergeht die Zeit nochmals schneller.

Deswegen ist es hier auch etwas ruhiger – ich hatte ja angefangen, meine Postings – gerade die Reiseberichte – oft im Voraus zu schreiben, damit ich relativ regelmäßig posten kann. Schaffe ich im Moment nicht, ich hätte noch unzählige Urlaube hier mit Fotos und Reiseberichten zu posten, aber mir fehlt im Moment die Zeit und auch die Energie. Heb ich mich mir dann für lange Herbstabende auf. Mir macht das ja Spass und ich freue mich immer wieder, das wirklich lange vorgenommene Projekt „Blog“ peu a peu zu erweitern und selbst ich hab immer wieder Freude daran, die Reiseberichte zu lesen – von daher mache ich das in erster Linie erst einmal für mich.

So – und am Wochenende war ich in Baden Württemberg unterwegs – ich habe dort für eine Versicherung fotografiert. Wir waren super untergebracht, ein wunderbares Golfressort, ganz tolle Zimmer, ein toller SPA Bereich (den ich leider nur gesehen aber nicht getestet habe), tolles Essen und sehr freundliche, liebe und mittlerweile wirklich vertraute Menschen (viele kenne ich jetzt schon über 10 Jahre und da baut man auch schon manchmal ein wenig „Privates“ auf) um mich drumherum.

Das Programm war spitzenmäßig, die verantwortlichen Mädels (und auch Jungs) haben schon vor gut 1,5 Jahren angefangen, dieses Event zu planen und auch wenn es wirklich bis ins Detail geplant ist, kann es immer noch passieren, daß etwas außergewöhnliches oder doch eventuell nicht (für die Verantwortlichen) Erwähntes passiert. So zB. ein Straßen-Radrennen – Deutsche Meisterschaft, die durch den Ort führte, in dem wir waren.
Ich bin ja schon fast bei der Anreise gescheitert. Erster Versuch – Ortsdurchfahrt gesperrt. Gut, umgedreht, nächste Ausfahrt, den Ort von der anderen Seite angefahren, Ortsdurchfahrt gesperrt, noch eine Ausfahrt weitergefahren, den Ort großzügig (kilometermäßig) umrundet – ich freute mich schon, weil es bis zu meinem Ziel nur noch 1,3 km waren, da kann doch nix mehr kommen – haste gedacht, Über die Kuppe an einen Kreisel gefahren, Navi sagte dritte Ausfahrt raus – gesperrt…. Ich hatte mir schon überlegt, das Auto im Ort abzustellen und mit Koffer und Fotorucksack sportlich zu laufen…. da sah ich einen LKW Fahrer, der ausstieg, dieses Sperrschild einfach auf die Seite stellte und weiter fuhr. Ich nix wie hinterher, wenn der weiterkommt, dann komme ich auch weiter….. hat funktioniert – ich konnte allerdings nach ca 200 Metern der gesperrten Straße zum Ressort abbiegen:).

Das Programm war suuuuper – Freitag abend hatten wir diesen Kerl hier auf der Bühne….

Samstag vormittag hatten wir ein geniales Ereignis – einen Fußmarsch mit Lamas und Alpakas. Die waren ja soooo goldig – wir wurden erst einmal etwas über die Verhaltensmaßnahmen aufgeklärt und dann auch über das Verhalten der Tiere. Auch wichtig zu wissen, daß es einen „Leithengst“ gibt, der bitte beim Spaziergang nicht überholt werden darf. Das könnte böse ausgehen. Aus Datenschutzgründen zeige ich euch die Spaziergänger nur von hinten – der Datenschutz bezieht sich auf die zweibeinigen Spaziergänger 🙂

Nachmittags sind wir mit Oldtimern zur Sauschwänzlebahn gefahren – was ein total tolles und lustiges Erlebnis war. Dort stiegen wir um auf die Bahn und fuhren eine gute Stunde mit einer Diesellok im schönen Schwarzwald umher. Die Bahn hat ihren Namen deswegen, weil sie unterwegs über ganz viele Kurven fährt, die sich zu einem Kringel ergeben – wie ein Sauschwänzle eben.

Und am abend gabs noch ein absolutes Highlight – wir fuhren nicht nach „Lodz“, denn nur „Theo“ wurde es angeboten – von dieser immer noch tollen Sängerin.

Ein wunderbares und ganz besonderes Wochenende mit viel Spaß und Gelächter, wenig Schlaf ging zu Ende und mit vielen tollen Erlebnissen im Gepäck fuhr ich am Sonntag wieder nach Hause. Da ich gerade am Bodensee war, machte ich nochmal Halt in Unteruhldingen. Eine besondere Erinnerung verbindet mich damit: Unsere Klassenabschlußfahrt 1981 an den Bodensee – im November! Schlimmer hätte es uns nicht treffen können, aber nicht mitzufahren, wäre keine Alternative für mich gewesen, ich hätte in dieser Zeit in der Parallelklasse Unterricht gehabt. NO WAY!

Eine Freundin, die ebenfalls auf dem Event tätig war, fuhr mit ihrem Hund im eigenen Auto auch noch mit und wir hielten in Unteruhldingen, wollten uns die Pfahlbauten (das Einzige, was mir positiv von dieser Klassenfahrt in Erinnerung geblieben ist – außer natürlich den Spass mit den Klassenkameraden). Kurz entschlossen mieteten wir uns ein Tretboot und guckten uns dies Pfahlbauten ( Weltkulturerbe!!!!) vom Wasser aus an. Herrlich – wir hatten noch richtig Spaß, gönnten uns danach noch einen Eiskaffee und gurkten dann nochmals 2,5 Stunden wieder nach München.

Ca 2000 Fotos, viele Erlebnisse und tolle Momente reicher bin ich im Moment immer noch dabei, mich im „Aufstehen“ oder eher „Wachwerden“ zu üben, es waren kurze Nächte und lange Arbeitstage aber es war wunderschön und jede nicht geschlafene Stunde definitiv wert. Schlaf wird ja bekanntlich überbewertet.

Mädelsweekend in Salzburg

Lange geplant – oft verschoben, auch wegen Cornona – und nun endlich wahr gemacht. Ich war am Wochenende mit zwei meiner Besties in Salzburg. Es war wunderschön und ganz ehrlich, so ein Mädelsweekend gehört eigentlich jedes Jahr geplant und auch durchgezogen. Mit Cappuccino, Croissants, Brezen, Erdbeeren, für jeden ein Piccolöchen und viel Gelächter zogen wir in den Zug ein 🙂

Bestie Ch. hatte das Hotel rausgesucht und am Freitag um 11.00 Uhr gings los – per Zug. Mit dem Bayern Ticket ganz bequem in knapp 1 3/4 Stunden nach Salzburg HBH und dann mit dem Taxi ins Hotel – Wolf Dietrich – sehr zentral in der Altstadt gelegen. Unsere „Suite“ war noch nicht fertig und so saßen wir erst einmal in der Hotel Lobby und gönnten uns einen Crodino – so ganz ohne Alkohol 🙂

Wir konnten dann unser Suite beziehen und machten uns gleich auf den Weg in die City. Von uns aus zur Getreidegasse waren es ca 10 Minuten zu laufen, wir begannen gleich mit Schaufensterbummel, kehrten in diverse Läden ein und gegen 15.00 Uhr überfiel uns ein leichtes Hungergefühl und wir besuchten „Wein und Co.

Weiter ging es über die Brücke zu diversen Läden und Boutiquen – auch ein wenig Sightseeing….

Am Abend gingen wir traditionell österreichisch – also Wiener Schnitzel – essen. Sehr lecker, die können es wirklich richtig gut, super platt geklopftes Kalbsschnitzel und die Panade schön wellig und knusprig. Dazu leckeren Kartoffel – und Gurkensalat. Die Salzburger Nockerl, die wir uns als Nachspeise eingebildet hatten, ging bei keinem mehr rein und das wurde auf den nächsten Tag veschoben.

Gut gestärkt ging es dann gen Hotel und zum Absacker noch an die Bar – leichter Schreck, denn eine der Besties hatte ihr Handy im Restaurant liegen gelassen. Anderes Bestie telefonierte mit dem Restaurant und ich marschierte mit dem vergessenen Handy Bestie nochmals zurück und dann galoppierten wir wieder zurück, kippten unseren Mozartlikör in uns uns machten uns auf dem Weg in die Betten. Wir lagen tatsächlich um kurz nach 23.00 Uhr in diesen und es war auch sofort Ruhe – wir hatten ja einen weiteren anstrengenden Tag vor uns.

Am nächsten Morgen weckte uns lautes Kirchengeläute – um 6.00 Uhr!!!! Bis 8 Uhr hielten wir aus, dann rafften wir uns auf und Bestie C. überraschte uns mit folgender Kaffeetasse – der Kaffee war auch schon drin… Hach, ist das nicht total goldig? Wir haben uns sehr gefreut. Ganz lieben Dank, liebe C.

Im Cafe Tomaselli frühstückten wir – Tipp von einer Nachbarin. Wir hatten Glück, da wir ja relativ früh unterwegs waren, konnten wir oben am Balkon sitzen und unten das Treiben in der City beobachten. Eine Wiener Melange, Hörnchen und Orangensaft und wir waren glücklich.

Und dann ging es wieder los mit dem Sightseeing und Klamottenseeing – aber wir waren tapfer und haben nix gekauft. Wir besuchten den Dom und hatten Glück, da wurde gerade auf der Orgel gespielt und wir genossen diesen ganz besonderen Klang – herrlich. Und dann ging es mit der Bahn auf die Hohensalzburg.

Und dann haben wir sie uns bestellt – die Salzburger Nockerl(n). Was ein Traum – einfach herrlich. Man hört immer, sie sind schwer zu machen, aber wenn man sich an die genaue Zubereitung hält, sollte es funktionieren – ich werde es demnächst ausprobieren: Hier sind sie:

Wir fuhren mit dem Bähnle wieder hinunter und bummelten dann noch schön durch die City – Salzburg ist wirklich eine tolle Stadt und wir hatten auch richtig Glück mit dem Wetter.

Auf dem Rückweg reservierten wir noch einen Tisch für das Frühstück am nächsten morgen, für den abend war alles ausgebucht. Von der Dachterrasse hat man einen herrlichen Blick auf die Burg, die Salzach und die Getreidegasse.

Wir bewegten uns wieder gen Hotel, duschten und ruhten uns noch ein wenig aus – ab Abend hatten wir ganz in der Nähe ein Restaurant erspäht, welches Backhändlsalat anbot – und da hatten wir alle drei Lust drauf.

Wir hatten wieder einen tollen Abend und marschierten gegen kurz nach elf und ohne Absacker wieder in unsere „Residenz“, um uns am nächsten Morgen wieder mit ewig langem und lautem Glockengebimmel um 6 Uhr wecken zu lassen. Nach dem Duschen packten wir unsere Siebensachen und gaben unseren Koffer in der Lobby ab und zogen nochmals los – zum Frühstücken, Schloss Mirabell stand auch noch auf unserer to do list. Aber erst mal Frühstücken mit wunderbarem Blick:

Herrlich, oder?Salzburg hat es wirklich gut mit uns gemeint. Wir machten uns dann noch auf den Weg zum Schloss und mußten dann langsam gen Bahnhof ziehen – vorher gabs noch einen Almdudler – ich liebe dieses Zeugs. Das erinnert mich immer an unsere ersten Urlaube in Österreich, da gabs das immer – und Schartner Bombe – kennt das noch jemand von euch?

Tja – und dann hieß es auch schon wieder „BABA Salzburg“ – wir kommen wieder – zum Christkindlesmarkt – einen Tagesausflug haben wir schon geplant.

Noch einmal Kind sein…

Gestern war ich wieder laufen – ich muss ja wieder mal sehen, dass ich zu meiner alten Fitness zurück finde. Durch meinen Bandscheibenvorfall Anfang Januar und Bänderriss Ende Februar war ich ja sportlich ziemlich ausgeschaltet. Nun laufe ich wieder jeden zweiten Tag zwischen 6 und 7 km – laufen -joggen – laufen .. jeweils immer einen Kilometer. Läuft gut soweit.

Heute kam ich am Truderinger Waldkindergarten vorbei – das ist ein ausrangierter, großer Bauwagen im Wald – offizieller Kindergarten mit Betreuung, so wie es sich gehört- nur eher naturnah. Die sind eben viel im Wald unterwegs, da gibts lange Spaziergänge, die Natur wird inspiziert …

Ich kam von hinten angelaufen und hab die kleinen Kinder schon gesehen, draußen wurde der Tisch gedeckt und davor gefegt – eine Riesen Staubwolke

Ich bin vorbei gelaufen, hab dem Kindern zugewinkt und wollte gerade weiter, als zwei auf mich zukommen und „hallo“ sagten. Und dann folgte diese Unterhaltung:

Ich:Hallo
Eine der beiden: Wir spielen hier mit der Sonnencreme (und hielt mir eine kleine Tube Sonnencreme vor die Nase
Ich: Wie spielt man denn mit Sonnencreme? Cremt ihr euch gegenseitig ein?
Das Mädchen: NEINNN (verdrehte die Augen) – das sind doch unsere Handys (wie kann man das nicht wissen).
Ich: Ach so – und ihr ruft euch jetzt gegenseitig an?
Das Mädchen: (wieder verdrehte Augen) NEIN- er (zeigte auf den kleineren Jungen) ist das Kind und ich bin die Mutter. Und ich rufe ihn jetzt an, damit er nach Hause zum Mittagessen kommt.
Ich: Ach sooooo – und was gibts denn zum Mittagessen?
Das Mädchen: Aber er muß sich doch erst mal die Hände waschen – zischelnd: Weisst du das nicht?
Ich: leicht rot werdend: Ach ja, stimmt ja, da hast du natürlich Recht, wie konnte ich das vergessen.
Das Mädchen: Und nach dem Hände waschen gibts Mittagessen – Eintopf.
Ich: Das hört sich lecker an.
Das Mädchen: Ja, aber er isst es nicht gerne und dann will er immer Eis danach haben:
Ich: Nee, das geht nicht, erst muß man etwas „richtiges“ essen – danach kann es ein Eis geben:
Das Mädchen: Aber wenn es ihm doch überhaupt gar nicht schmeckt. Wie soll er das dann essen können? Und wenn er nix ißt, muß er doch wenigstens ein Eis bekommen, oder?

Bei soviel Logik blieben mir auch erst mal die Worte im Halse stecken vund ich sagte dann: Ach, ich muß ja auch noch Mittagessen kochen, ich geh dann mal weiter – Tschüss ihr zwei.
Sie winkten mir dann noch total goldig – mit ihren „Handys“ in der Hand – nach und ich lief nach Hause…
So viel Kind sein, so viel kindliche Logik, so viel „sich keine Gedanken machen müssen“ – ach, was hätte ich das heute noch mal so gerne in unserer Erwachsenenwelt….. Kinder, ich komme ganz bald wieder bei euch vorbei und hoffe auf weitere so tolle Unterhaltungen…..

Maschendrahtzaun…

Kennt ihr noch diese Geschichte? Ich weiß gar nicht mehr so genau, was der Auslöser war, wohl dieser Maschendrahtzaun.. aber was es damit auf sich hatte, weiß ich nicht mehr. Im Prinzip ging es jedoch darum, über was sich die Deutschen streiten und notfalls sogar vor Gericht gehen – wegen/mit der Nachbarschaft.

Hier bei uns – Gott sei Dank nicht in der direkten – Nachbarschaft gerade auch wieder so eine Sache – wenn die Leute nichts mehr in ihrem eigenen Leben zum Aufregen haben, regen sie sich eben über ihre Nachbarn auf. Insbesondere über die neu zugezogenen und eventuell auch Menschen, die nicht in Deutschland geboren sind und vielleicht auch eine etwas andere Kultur haben.
Im bestimmten Fall geht es um 6 Häuser und ihre Mieter/Eigentümer, die schon vor Jahrzehnten dort eingezogen sind und sich eben auch schon ewig kennen – eine eingeschworene Gemeinschaft sozusagen. Jedes dieser Häuser hat auch eine eigene Garage am Garagenhof.
So, und nun passiert etwas, da stirbt der eine Hauseigentümer und der Sohn vermietet das Haus, weil er selbst in einem anderen Ort wohnt. Die Leute, die einziehen, sind jung (im Gegensatz zu denen, die seit Jahren eben schon dort wohnen), haben Kinder, die auch mal laut sind, sind NICHT-Deutsche und haben zwei Autos. Jetzt gibt es zu den sechs Häusern noch zwei Parkstellplätze für die ALLGEMEINHEIT. Und nun „erdreistet“ sich der neue Mieter, eines seiner Autos auf einem dieser Gemeinschaftsstellplätze abzustellen. Sein zweites Auto parkt er ordentlich an der Straße – da darf meines Wissens jeder parken – selbst das wird im angekreidet. Seine zum gemieteten Haus gehörende Garage hat sein Vermieter an eine dritte Partei im Sommer weitervermietet, im Winter kann der Mieter sie nutzen. Diesen neuen Mietern wurde es schon von Anfang an nicht wirklich leicht gemacht, es ist natürlich auch schwer, sich in einer fest verankerten Gemeinschaft zu integrieren und sich seinen Platz zu „sichern“.
Seit ca 14 Tagen wird die „neue“ Familie nun gemobbt: Zwei der Familien, die dort in den Häusern wohnen, stellen ihre Autos nun aus reiner Boshaftigkeit auf diese „Gemeinschaftsstellplätze“ – da werden schnell in der Frühe die Autos aus den Garagen gefahren, im schlimmsten Falle setzt man sich, wenn man das Auto kurz braucht, in ein völlig überhitztes Auto und gurkt schnell zum Einkaufen, um kurz bevor „Vater Neumieter“ von der Arbeit nach Hause kommt, wieder auf dem Gemeinschaftsstellplatz zu stehen. Abends -kurz vor Dunkelheit, werden die Autos dann wieder in ihre Garagen gefahren. So, euch zeige ich es jetzt. Geht ja gar nicht, daß ihr einen der Gemeinschaftsstellplätze dauerbesetzt. Auch wenn wir sie gar nicht brauchen können, weil wir ja alle eine eigene Garage haben – ihr bekommt den Gemeinschaftsstellplatz nicht dauerhaft!!!!

Wenns nicht so unsäglich traurig wäre, könnte man einfach nur lachen. Manche Menschen verstehen einfach nicht, daß sich die Zeiten ändern, daß es mehr Autos gibt, das Kinder Lärm machen und daß nicht alles so bleibt, wie es früher mal war. Früher gab es eben in jeder Familie nur ein Auto, da reichte auch eine Garage pro Haus. Aber jetzt deswegen so ein Faß aufzumachen und sich sogar beim Vermieter des Hauses der Neumieter aufzuregen, finde ich einfach nur lächerlich und spricht so gar nicht für Erwachsenenverhalten.

Zum guten Schluß wurde dem neuen Mieter auch auferlegt, wie er seinen Vorgarten anzulegen hat – da gäbe es einen Gemeinschaftsplan – also Abstellplatz für Fahrräder – das geht gar nicht! Das hat noch keiner von uns gemacht und das wurde noch nie gebraucht…. Wirklich nur lächerlich …. und sooooo „Maschendrahtzaun“

Hier das Video – zumindest DAS ist zum Lachen: