Südafrika

Ein Traum wird wahr – Südafrika

KAPSTADT- CAMPS BAY

Im November 2008 flogen wir für 14 Tage nach Südafrika – Männe, der es liebt, Reisen zusammenzustellen, war wochen- ja monatelang gedanklich unterwegs und hatte uns die wichtigsten „places to be“ für Südafrika zusammengesucht und dann gings auch los. Mit dem Flieger über Dubai nach Cape Town – das Tolle daran – keine Zeitumstellung – keinen Jetleg. Wir kamen ausgeruht (wir hatten von Dubai bis kurz vor Landeanflug Cape Town schlafen können, da wir uns business class gegönnnt haben) an und marschierten voller Tatendrang zum Mietwagenschalter, um unser Auto abzuholen. Los gings dann Richtung Camps Bay zu unserem Hotel „The Bay“. Koffer kurz abgestellt und bei Sonnenschein bewegten wir uns gleich mal auf den Tafelberg zu.

Erst mal schön mit der Gondel hinauf -von oben hatte man einen gigantischen Ausblick aufs Meer und auf Kapstadt – nicht zu übersehen das noch im Bau befindliche Fußballstadion für die Fußball WM in Südafrika in 2010. Ich hatte mir extra für Südafrika ein gigantisches Zoomobjektiv gekauft – das Sigma 150 -600 mm!!!! Preislich wie gewichtsmäßig schon „nicht leichte Kost“… Aber – ich hätte fast die Arbeiter im Stadion beim Pausenbrot essen fotografieren können.
Ich hätte mir damals nicht vorstellen können, daß dies noch fertig wurde – hat aber wunderbar geklappt und die Südafrikaner haben eine wunderschöne Fußball WM präsentiert.

Nachdem wir dort wirklich ewig rumgelaufen sind und die wunderschönen Ausblicke genossen haben, fuhren wir wieder talwärts und machten uns gleich auf den Weg zur Waterfront. Hach, ich war kaum da und schon in dieses Fleckchen Erde verliebt. Diese Leichtigkeit der Südafrikaner – DAS fand ich gleich mal sehr sympathisch und toll.

Am Abend räumten wir kurz das nötigste aus den Koffern und blieben zum Essen im Hotel – wir waren doch leicht müde und nach dem Essen mit einem sehr guten Tropfen südafrikanischem Wein fielen wir glücklich ins Bett.

Am nächsten Morgen ging es gut ausgeruht und nach einem schnellen Frühstück bei sonnigstem Wetter Richtung Kap der guten Hoffnung.
Atemberaubend – aufregend – wunderschön – ergreifend – begeisternd – leicht windig – beeindruckend – das Kap zeigte sich uns von seiner allerschönsten Seite:

Und wenn es noch so kitschig ist (diese ganzen Touris um mich drumherum machten es nicht einfacher) und ich mich gar nicht gerne auf Fotos sehe (mein Platz ist HINTER der Kamera), das musste sein:

Dann wurde es dort voll und voller und wir begaben uns wieder Richtung Kapstadt – wir wollten noch etwas von der City sehen. Leider sind hier die Geschäfte ab ca 17.30 Uhr geschlossen und ab diesem Zeitpunkt gehört die Stadt den „Schwarzen“. Aber wir wurden weder belästigt noch irgendwie dumm angesprochen, trotzdem wir gut als Touris zu erkennen waren (Rucksack, Kamera um den Hals). Wir blieben auch nicht lange und begaben uns wieder zurück ins Hotel.

Am Tag drauf pfiff uns ein dermaßener Sturm um die Ohren, ich konnte meine Kamera kaum halten und die Autotür bekam ich schon mal gleich gar nicht auf. Wir versuchten es nochmals mit der Stadt, in der Hoffnung, dort ist es etwas windgeschützter. So war es dann auch und wir bekamen einen guten ersten Eindruck von Kapstadt – wunderschön.

Wir konnten nicht allzu lange und allzu intensiv gucken und schauen – unser Auto war mit unserem Gepäck ausgestattet, Kameraausrüstung auch dabei und so wollten wir das Auto nicht stundenlang rumstehen lassen – von daher schnell mal geschaut und dann gings weiter Richtung Stellenbosch und Franschhoek. Die Fahrt, anfangs noch sonnig und schön, entwickelte sich dann – je näher wir Franschhoek kamen, zu einer Wasserschlacht. Es regnete und regnete und regnete…

Stellenbosch und Franschhoek

Im Hotel angekommen, tröstete uns das schöne Zimmer erst einmal über das trübe und naßkalte Wetter hinweg – wir hatten uns den südafrikanischen Frühsommer etwas anders vorgestellt. Wir machten uns etwas frisch und ich nahm in der Badewanne Platz. Kaum draußen, war der Strom weg – alles dunkel. Wir harrten der Dinge, er kam nicht wieder und dann sind wir zum Abendessen marschiert – nett hatte man auf allen Stufen dicke Kerzen aufgebaut.

Das hat jetzt unsere Laune nicht sehr gehoben, auch nicht die Aussage, man wisse nicht, wannn der Strom wieder da sei und im Zimmer regnete es mittlerweile zum Fenster rein. Okay, manchmal hilft eine Nacht darüber schlafen – am nächsten Morgen immer noch kein Strom und kein Ende abzusehen. Mittlerweile wurde es auch ungemütlich im Zimmer, so daß wir flüchteten. Zu den Weinproben – ja – aufwärmen von innen war die Devise. Und dann fanden wir es: Das Weingut Boekenhoutskloof. Und wir haben geprobt – weingeprobt – seeeehr lecker. Nur für das Ausspucken des Weines konnten wir uns nicht anfreunden – es wurde alles runtergeschluckt. So ging zumindest der völlig verregnete Vormittagg recht amüsant vorbei.

Nachdem am frühen Abend weder Strom noch eine Aussage, wann es diesen wieder geben würde, sprachen wir mit dem Chef des Hauses und machten ihm klar, daß wir sooo nicht weiter hier bleiben wollten. Wir telefonierten und recherchierten im Internet und fanden doch tatsächlich noch ein Hotel – das County House – welches uns beherbergen wollte/konnte – allerdings nur noch in der Hochzeitssuite :). Egal – diese wird ja wohl Strom haben.

Wir zogen also am Nachmittag für eine Nacht um, hatten es warm und trocken und freuten uns darüber wie kleine Kinder. Noch ein nettes Abendessen mit einem netten Wein und wir waren glücklich – war ja schliesslich Männes Geburtstag und so nahm der auch noch ein gutes Ende. Glücklich ins Bett gefallen und glücklich wieder aufgewacht – in der Hoffnung auf etwas Sonnenschein auf dem Weg und in Hermanus.

Hermanus und die Buckelwale

Am nächsten Morgen beluden wir unser Auto und begaben uns in Richtung Hermanus. Irgendwie meinte es der Wettergott mit uns nicht sehr gut . Entweder fuhren wir in den Regen oder dieser holte uns ein. Am Nachmittag kamen wir in Hermanus an und bezogen unser Zimmer im „The Marine“, gönnten uns einen Cesar salat und dann hörten wir ihn schon: Den Whale Crier – das is ein Mann, der bläst in eine Art Horn, um den Menschen in Hermanus anzuzeigen, wenn es Wale zu sehen gibt – eine nette Tradition aus den 1990-er Jahren. Wir – völlig aufgeregt – schnappten unsere Kameras und zogen los. Und dann sahen wir sie: Imposant – würdevoll – gigantisch – wild – gewaltig – natürlich – die Buckelwale. Wunderschön anzuschauen und nach gefühltem dreihundertsen Mal drücken auf den Auslöser hatte ich endlich auch ein paar brauchbare Fotos auf der Speicherkarte. Ich war recht ergriffen von dieser geballten Kraft, mit der sich diese massigen Tiere aus dem Wasser schafften und dann wieder abtauchten – fantastisch!!!

Was ein Erlebnis – da war mir Wetter ja mal grad egal – wir marschierten noch etwas durch den Ort und fanden diese lieben kleinen Tierchen – die Klippschliefer – sooo goldig.
Der nächste Morgen präsentierte sich sonnig und frisch, aber trocken und wir liefen noch etwas in Hermanus umher und genossen all die wunderschönen Aus- und Anblicke.
Dann wurde es Zeit zur Weiterfahrt nach Swellendamm und Cape Agulhas.


Swellendam, Cape Agulhas, Mosselbai und George

Weiter gings auf unserer Route nach Cape Alguhas – der südlichste Punkt Südafrikas – hier treffen atlanischer und indischer Ozean aufeinander.

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