„Ich kleb‘ mich dann mal fest“

So denken manche Menschen und glauben, damit ihr Umfeld oder die Politik zum Umdenken bewegen zu können…

Ein ernstes Thema – von Helga und Marianne lustig interpretiert. Ich liebe die beiden (und eigentlich ist es einer)

Ich war vor Wochen echt schockiert, als ich in den Medien erfahren habe, daß aufgrund einer solchen „Klimaaktivisten-Aktion“ eine Frau gestorben sein soll. Folgendes Szenario:

In Berlin ist eine Radfahrerin nach einem schweren Unfall mit einem Betonmischer verstorben. Einen Tag nach dem Unfall wurde sie von der Klinik für hirntot erklärt und ich glaube, zwei Tage später ist sie dann verstorben.
Den Klimaaktivisten „Letzte Generation“ wird nun vorgeworfen,daß das Fahrzeug, was den Betonmischer hätte anheben sollen, um die Radfahrerin zu retten, im Stau stand – verursacht durch Menschen, die sich auf die Straße setzen und sich dort festkleben und so für Verkehrschaos sorgen.
Mittlerweile ist klargestellt worden, daß die Notärztin vor Ort sich gegen das Anheben des Betonmischers entschieden hätte und somit wäre dieses Auto, welches im Stau stand, „nicht nötig gewesen“.

Aber bitte – wo kommen wir denn dahin, wenn sich diese Menschen nun so verhalten? Das nächste Mal wäre es eben nötig gewesen, daß der Rettungswagen vor Ort ist – und zwar schnell. Ich bin dann immer ganz bösartig und denke mir, was ist, wenn so etwas mal einem der sogenannten Klimaativisten passiert bzw. einem ganz nahen Angehörigen – nicht, daß ich diesem Angehörigen das wünsche. Aber dass der Aktivist einmal erfährt, welche lebensbedrohlichen Situationen er mit seinen Aktionen auslöst. Wenn dessen Papa einen Herzinfarkt erleidet und der Rettungswagen wegen den „angeklebten Kollegen“ eben nicht rechtzeitig ankommt. Und schon schäme ich mich wieder meiner Gedanken.

Gerade habe ich gelesen, daß sich nun die Klimaaktivisten auch an den „großen“ Autos zu schaffen machen. Man findet einen Zettel am Auto mit folgender Aussage: Achtung – Ihr Spritfresser ist tödlich. Wir haben bei einem oder mehreren Ihrer Reifen die Luft abgelassen. Sie werden wütend sein, aber nehmen Sie es nicht persönlich. Es liegt nicht an Ihnen, sondern an Ihrem Auto.“ Wie blöde alleine ist denn schon diese Aussage? Natürlich läge es an mir – ich hab mich ja für dieses Auto entschieden – hätte es ja nicht kaufen müssen. Dreist und Dumm – die absolut furchtbarste Kombination!!!

Und das Schlimme ist, wenn diese Menschen dann in Gewahrsam kommen und nach Tagen wieder frei, ist das erste, was sie verkünden, daß sie weitermachen und sich nicht aufhalten lassen.

Wir tun doch nun schon wirklich vieles. Die Autos werden/sind umgerüstet – verbrauchen sehr viel weniger Sprit als noch vor 20 Jahren, die Glühbirnen haben wir größtenteils eingestellt, die Maschinen brauchen heute alle weniger Strom als noch vor 10 Jahren – all diese Rechnereien, was wir u.a. an CO2 einsparen können, hört sich auf dem Blatt Papier immer wunderbar an und wenn wir dann mal richtig nachdenken, stellen wir fest, dass es sich um Minimalst“Beiträge“ handelt, die wir leisten. Klar, Kleinvieh macht auch Mist aber wie gehe ich denn gegen all diese Waldbrände in Australien und Amerika an, Feuer, die teilweise mit Absicht gelegt werden. Da können wir einsparen, was und wie wir wollen – das bringt uns nicht weiter. Das ist bitter, aber im schlimmsten Falle mit solch oben genannten Aktionen Menschenleben zu „opfern“, bringt gar nichts – außer Schmerz und Wut.

Formel 1 – was da in 2 Stunden überflüssiges CO2 rausgeballert wird, hinterfragt keiner. Klar- hier geht es wieder einmal – um Geld – viel Geld…. was im Sport ja leider immer mehr zum Hauptgrund wird. Nicht der Sport an sich – die Gelder, die dahinter fließen… Was passiert eigentlich mit den während des Rennens abgefahrenen Reifen??? Werden die verbrannt? Im hintersten und ärmsten Indien vielleicht? Weit weg von uns? Und wo sich sowieso keiner wehren kann?

Ich habe für mich nun wirklich ein Hobby entdeckt – Strom sparen, wo ich kann und wo es mir nicht wirklich weh tut – kann man vielleicht auch noch weiter betreiben, daß es mal weh tut. Aber der Anfang ist gemacht. Mein Wäschetrockner läuft nur noch in Ausnahmesituationen, der Lichtschalter wird öfters auf „aus“ gestellt, im Wohnzimmer muß man nicht mit kurzärmligem Tshirt sitzen, mal etwas weniger die Waschmaschine rumpeln lassen…. Autofahrten werden etwas überdacht, eimal in der Woche alles erledigen und besorgen. Es macht mir mittlerweile Spaß, wenn ich merke, ich kann etwas einsparen. Aber es muß beim Spaß bleiben und vernünftig sein kasteien möchte ich mich (noch) nicht. Aber – der Anfang ist gemacht und ich trage einen kleinen Beitrag dazu bei- das macht mich glücklich.

Veröffentlicht von Kerstins Reisefotos und mehr...

Reisefreudig, Fotografie-süchtig, fast immer gut gelaunt, Optimistin... Fotografie ist mein Leben - meine Leidenschaft - mein Yoga

2 Kommentare zu „„Ich kleb‘ mich dann mal fest“

  1. Genau so einen trottel hatte ich gestern am Hals…von wegen, ihr suv frisst Rohstoffe usw..
    Der Aktivist hat bestimmt die nächsten 3tage schluckbeschwerden…der frisst keine Rohstoffe…höchstens kamillentee

    Gefällt 1 Person

    1. Wie hat sich unser bayerischer Ministerpräsident heute ausgedrückt: Mir in Bayern sagen Leben und Leben lassen … dann eben auch Kleben und kleben lassen….“ was hab ich gelacht …..

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