Die Nacht brachte uns von Lanzarote nach Teneriffa und dort erkundeten wir Santa Cruz am Vormittag auf eigene Faust. Ich finde es immer ganz seltsam, wenn man in kurzen Hosen und T-Shirts durch die Straßen marschiert und weihnachtliche Dekoration sieht. Irgendwie unreal und doch toll. Wir liefen durch Santa Cruz und bewunderten die Altstadt. Herrliche alte Gebäude und tolle Bars/Restaurants zierten die Straßen. Santa Cruz hat uns unheimlich gut gefallen und wir freuten uns schon auf den gebuchten abendlichen Ausflug durch die Stadt.
Nach gut drei Stunden ließen wir uns mit einem Taxi wieder zum Hafen fahren, genossen noch etwas Schiff und begaben uns dann auf einen geführten Trip durch die Stadt. Erst ging es etwas durch die Stadt, dann saßen wir in einem urigen, kleinen Restaurant und genossen wunderbare Tapas.
Jetzt hatte uns die Stadt am Tag schon sehr gut gefallen – aber am Abend fand ich es einfach atemberaubend. Herrliche Stimmungen, wunderschöne Ausblicke und die wirklich bunte Weihnachtsdekoration in den Straßen sorgten dafür, daß meine Kamera im Dauerbetrieb war.
Wir genossen noch ein herrliches Abendessen in toller Stimmung – wir hatten sehr viel Spaß in unserer kleinen Gruppe.
Danach gings zurück aufs Schiff – noch ein paar Fotos am Hafen und dann ab in die Heia.
Nachdem wir am Abend in Agadir abgelegt hatten, schipperten wir den ganzen Tag über das Wasser und kamen am Abend um 19.00 Uhr in Arrecife an. Wir hatten uns zu einem Abend frei zur Verfügung entschieden, fuhren mit dem Bus nach Puerto del Carmen und bummelten an der Promenade entlang, liefen an unendlich vielen Souvenirläden vorbei und fanden eine ziemlich coole Bar, in der Livemusik gespielt wurde. Leider hab ich den Namen der Bar vergessen aber es war wirklich sehens- und hörenswert. Wir erstanden einen Brandy „Carlos“ für unsere daheimgebliebenen Haus- und Hundesitter – das wars an Souvenirs. Nach 2 Stunden wurden wir wieder zur Mein Schiff 3 gekarrt und genossen noch einen Absacker.
Am nächsten Morgen fanden wir uns um 8 Uhr in der Abtanzbar ein und wurden zu unserer Tour über die Insel im Geländewagen gebracht – herrlich. Wir begannen mit der Besichtigung des wunderschönen Örtchens Teguise – herrlich.
Weiter ging es im Jeep (holperig aber herrlich) weiter über die Insel – wunderschöne Ausblicke genossen wir.
Weiter ging es zum Timanfaya Nationalpark, wo wir einen simulierten Vulkanausbruch „erleben“ durften – sehr interessant und informativ.
Unglaublich, aber auf dieser Vulkaninsel wächst doch auch wirklich Wein – wir haben es gesehen und auch deswegen ein Weinanbaugebiet besucht. Wenn man das hier so sieht, kann man doch nicht glauben, daß hier auf/in diesem Boden irgendetwas wachsen kann…. es kann…
Weiter ging es dann zum Mirador del Rio. Der Aussichtspunkt El Mirador del Ríobefindet sich 500 Meter über einer Klippe und bietet einen spektakulären Panoramablick aufLanzarote und den Chinijo-Archipel. Es wurde in den 70er Jahren eingeweiht und ist eines der repräsentativsten architektonischen Werke von César Manriquefür die Integration der Hand des Menschen in die natürliche Umgebung, eine harmonische Formel, die Kunst und Naturmiteinander verbindet. Von hier aus konnten wir die Hänge des Risco de Famarasehen, und dann sahen wir El Río: ein schmaler Meeresstreifen, der dem Aussichtspunkt seinen Namen gibt und Lanzarotevon La Graciosa, der achten Kanarischen Insel, trennt. Das waren wirklich einzigartige und wunderschöne Ausblicke.
Kurzer Stopp noch bei Jameos del Acqua – hatte jetzt für mich nicht so den Reiz – fantastisch fand ich die natürliche Höhle mit der Wahnsinns-Akustik. Und schon war wieder ein wunderschöner und mit herrlichen Momenten gefüllter Tag zu Ende und wir begaben uns zurück aufs Schiff – Abendessen im Surf & Turf Steakhouse. Das müßt ihr unbedingt besuchen. Hier gibt es fantastische Steaks und herrlichen Hummer. Richtig gut zubereitet und die kleinen Gebäckteile, die es zu den verschiedenen Butterarten zu Anfang gibt, machen wirklich süchtig. Danach noch einen kurzen bis mittellangen Besuch in der Schaubar mit unseren Bekannten Eveline und Walther – die beiden sind auch zwei richtig orginale (also nicht ganz wirklich) Rheinländer. Hatten wir einen Spaß miteinander. Die beiden haben uns dieses Jahr im Sommer hier in München besucht und auch wenn sich unser „Kennen“ bis dahin nur auf 4 Abende in der Schaubar und Weihnachtskarten-Austausch beschränkt hatte, erlebten wir doch zwei richtig lustige und tolle Tage mit den Beiden. Wer sagt, zum Spaß haben muss man sich lange kennen???
Gute Nacht – das Auslaufen ist immer mit Tränchen in den Augen verbunden, wenn Unheiligs „Große Freiheit“ über das komplette Schiff tönt…
Am letzten Freitag erwartete ich meine Eltern und meine Großcousine hier in München – wir hatten eine Familienfeier und die anderen Familienmitglieder reisten mit dem PKW an. Züge waren früh gebucht, Sitzplatzreservierungen gekauft und mit Zugtickets in der Tasche waren meine drei besagten Lieben in freudiger Erregung. Erregung gab es dann am Freitag früh, als es hieß, der gebuchte Zug fällt aus- also es hieß, daß der Halt (Einstiegsbahnhof der drei) Fulda entfällt. Wie entfällt, müssen die drei dann erst mal zum nächsten Halt kommen um dann einsteigen zu können? Alles sehr undurchsichtig und unverständlich. In der DB App konnte man auch nichts weiter erkennen – nächster Zug 2 Stunden später. Mein Papa fuhr dann zum Bahnhof im Städtchen und da hörte sich das dann aber schon wieder ganz anders an. Dieser gebuchte Zug entfällt zwar aber es gibt einen Ersatzzug, der ca 20 Minuten später fährt. Kein Hinweis dazu in der DB App. So richtig vertraut hat keiner der drei dieser Aussage und trotzdem fuhren sie vom Bahnhof im Städtchen nach Fulda in der Hoffnung auf ein Weiterkommen nach München. Dort angekommen waren die Aussagen der Verantwortlichen der DB auch sehr widersprüchlich aber – oh Wunder – es gab einen Ersatzzug, der 20 Minuten später fuhr und gute 30 Minuten nach der ursprünglichen Ankunftszeit in München eintrudelte. Die Sitzplatzreservierung der drei war natürlich hinfällig – klar, gibts diesen Zug nicht, gibts dafür auch keine Sitzplatzreservierung. Trotzdem fanden sie ein Plätzchen und kamen relativ entspannt in München an.
Am Montag wollte meine Großcousine wieder die Heimreise antreten – Meldung in der App: Intercity xxx nach Fulda – Halt in München entfällt. Super DB!!!! Keine Information, ob es einen Ersatzzug geben würde – nichts! Großcousinchen fuhr trotzdem zum Bahnhof und erfuhr nach diversen Nachfragen, daß ein Ersatzzug 10 Minuten später fährt, sie aber in Nürnberg umsteigen muß. Sitzplatzreservierung dahin….. Aber der Zug war relativ leer, also kein Problem.
Die Deutsche Bahn ist definitiv KEINE Alternative zum Autofahren – immer wieder erlebt man, daß die Züge ausfallen, sich verspäten, minutenlang irgendwo in der Pampa stehen bleiben…..
Und jetzt höre ich gestern, daß VERDI zum Streik aufgerufen hat und es wohl von heute abend bis morgen abend kaum oder keinen Zugverkehr geben wird. Die Angestellten hätten gerne mehr Geld. Es wird gar nicht verhandelt, es wird gleich gestreikt.
Die Unfähigkeit, eine App aktuell und informativ zu halten, die Unfähigkeit für klare Aussagen an den Informationsständen, die Unfähigkeit, einen Zug pünktlich starten zu lassen – all das sind natürlich Gründe für Gehaltserhöhungen! Schlechter Service – mehr Geld. Macht Sinn (Ironie aus).
Gestern dann am Bahnhof: Ich bringe meine Eltern zum genannten Gleis, der Zug, der sie wieder gen Heimat fahren soll, kommt pünktlich aus Hamburg an. Wir marschierten am Bahnsteig entlang zur reservierten Abteilnummer 23, vergewisserten uns nochmals, daß es auch Abteil Nr. 23 ist, suchten die Sitzplätze und verstauten die Koffer. Ich verabschiedete mich und beim Zug verlassen stellte ich fest, daß sich die Abteilnummern verändert hatten. Aus Abteil 23 wurde nun 32 – links von Abteil 32 war dann Abteil 33 – rechts davon die erste Klasse. Ich marschierte links weiter – die Abteilnummer wurde immer höher und von Abteil Nr 23 war weit und breit nichts zu sehen.
Ich bin dann wieder zurück zu meinen Eltern (der Zug in München hält ca. 10 Minuten) und meinte nur, „Ihr seid im richtigen Zug, habt Tickets, von daher bleibt einfach sitzen, wenn der Platz reserviert ist, wird sich schon jemand melden“. Sie schafften es dann auch nach Fulda, ohne den Platz verlassen zu müssen.
Ich denke mir da oft, wie kommen ältere Menschen damit klar…. Jetzt sind meine Eltern noch relativ fit aber selbst ich bin da schon manchmal überfordert und werde leicht hektisch, wenn alles nicht so ist, wie angesagt.
Und auf einen Abstecher nach Marokko gings auf unserer Kanarenkreuzfahrt nach Agadir bzw. Marrakesch.
Nachdem wir einen sehr entspannten Seetag hatten, kamen wir morgens um sieben Uhr in Agadir an. Unser Plan bzw. unser Ausflug sollte uns heute nach Marrakesch bringen.Wir setzten uns also in den Bus, der uns in gut drei Stunden nach Marrakesch brachte. Einmal hielten wir an und ich traute meinen Augen nicht: Ein Ziegenbaum – Ziegen AUF dem Baum:
DIese zotteligen Ziegen findet man nur zwischen Agadir und Marrakesch in der marokkanischen Souss-Ebene. Da es hier ziemlich karg und wüstenähnlich ist und relativ wenig essbares wächst, klettern diese Ziegen auf die Arganbäume und fressen die für den Menschen etwas säuerlich schmeckenden Früchte.
Weiter gings dann an Dörfern vorbei in Richtung Marrakesch
Wir hielten zunächst am Jardin Majorelle Marrakesch – sehr nett, wenn auch touristisch etwas überlaufen. Sehr schöne Kakteen – hat mir gut gefallen.
Weiter ging es zur Medina von Marrakesch – hui, was ein Trubel und jeder hatte etwas zum Anbieten, da gab es ausgediente Autoreifen, Schüsseln, Schuster, Klamotten, Taschen….. alles konnte man dort erwerben. Wir waren zum Mittagessen in der Medina und es gab ganz leckere marrokanische Spezialitäten – Tajine (traditioneller Auflauf in der gleichnamigen Schüssel hergestellt)- es hat mir ausnahmslos ALLES sehr gut geschmeckt. Ein wenig Bauchtanz gabs dann natürlich auch noch (ehrlich gesagt mag ich es nicht sehr, wenn es dann zu touristisch wird, ich brauche die „Bespaßung“ nicht und mir ist das manchmal echt unangenehm). Aber alles in Allem war es sehr interessant.
Nachdem wir knapp zwei Stunden gegessen hatten, gings weiter zum Djemaa el Fna, dem Zentrum des bekanntesten Souk von Marrakesch. Das war wirklich interessant und hier ging es wirklich her, wie am Jahrmarkt. Markt eben. Sehr interessant, all die Straßenkünstler, Akrobaten, Schlangenbeschwörer und Händler zu sehen und zu beobachten.
Wir liefen dann durch den Souk – mit unserem Reiseführer – ansonsten hätten wir uns völlig verlaufen und nie wieder herausgefunden. Danach besuchten wir noch eine Gewürzfabrik und ich nahm ein paar marokkanische Gewürze mit – ein Arganöl fand auch noch den Weg in meine Handtasche (natürlich käuflich erworben) und dann begaben wir uns zur Koutoubia Moschee, die wir zu Fuß umrundeten.
Danach begaben wir uns wieder in Richtung Bus, der uns in guten drei Stunden wieder zu unserem Schiff brachte – es war sehr ruhig auf der Busfahrt, der ein oder die andere döste oder schlief. Es war aber auch ein anstrengender Tag voller Eindrücke und Erlebnisse – aufregend und ereignisreich. Nun haben wir ja nur ganz wenig von Marrakesch gesehen aber es hat mir unheimlich gut gefallen und ich würde jederzeit nochmals herkommen. Wir machten uns nach Ankunft auf der Mein Schiff schnell etwas frisch, genossen noch ein schelles Abendessen in der „Backstube“ und fielen dann – zwecks totaler Reizüberflutung- todmüde in die Betten.
Nun haben wir es – das Novemberwetter. Ich muß sagen, ich mag es. Naßkalt draußen und kuschelig drinnen. Und dann ein wenig Urlaubserinnerung – heute mal von unserer Kanarenkreuzfahrt im November 2019 – Teil eins: Gran Canaria:
Im November 2019 entfleuchten wir dem nasskalten Wetter in München und flogen nach Gran Canaria, sahen uns die Insel 2 Tage lang an und fuhren dann mit der MEIN SCHIFF 3 von Gran Canaria los über Agadir, Lanzarote, Teneriffa, La Gomera wieder zurück nach Gran Canaria.
Los gings mit der Swiss Air von München über Zürich und dann zum Aeroporte de Gran Canaria – wir holten unseren Mietwagen ab und fuhren ins Seaside Palm Beach Hotel. Dort machten wir uns etwas frisch und dann ging es etwas durch den Ort kurz an den Strand und dann war auch schon Zeit zum Abendessen. Wir fanden ein nettes Lokal in Maspalomas und liefen danach noch etwas umher – gingen aber relativ zeitig zu Bett. Wir waren erledigt.
Bei ausgiebigem Frühstück in herrlichstem Sonnenschein am nächsten Morgen planten wir, etwas in den Dunes de Maspalomas herumzuspazieren und danach einen Ausflug mit dem Auto in Richtung Norden der Insel zu machen.
Sooo viel Sand…
Die Dünen im Südosten von Maspalomas erstrecken sich über eine Länge von sechs und eine Breite von ein bis zwei Kilometern. Der Sand besteht hier nicht aus Gesteinstrümmern, sondern überwiegend aus von der Brandung angeschwemmtem und zerriebenem Korallen- und Muschelkalk – durch die Calima verwehter Sand aus der Sahara ist nicht der eigentliche Ursprung. Schwere Stürme im Frühjahr 2006 sowie im Februar 2010 richteten einigen Schaden an und spülten viel Sand ins Meer.
Wir marschierten herrlich im Sand umher bis wir dann an einen Punkt kamen, wo die Menschen alle nackt umeinander liefen – ich hab damit kein Problem, wollte jetzt aber dann auch nicht alles von mir reißen und mich in die Menge mischen, also drehten wir um und liefen wieder zurück.
Wir liefen zurück ins Hotel, holten unser Auto und fuhren in Richtung Norden der Insel – welch wunderschöne, bizarre und außergewöhnliche Landschaft: Berge, Pflanzen, Felsen, steile Abhänge…. fast wie der Grand Canyon.
Am Abend besuchten wir wieder das Restaurant des Vorabends, es hatte uns dort sehr gut gefallen. Noch ein wenig Verdauungsspaziergang und dann ging es wieder zum Hotel zurück.
Irgendwo habe ich mal gehört, daß solche Sandskulpturen mit Hilfe oder Beigabe eine eiweißhaltigen Substanz haltbarer gemacht werden.
Am nächsten Tag fuhren wir mit dem Auto in Richtung Las Palmas und genossen noch wunderschöne Ausblicke über die Insel.
Und dann hieß es auch schon Umziehen aufs Schiff – ich WEISS, es ist alles andere als nachhaltig, so zu reisen und der CO2 Fußabdruck, den wir hinterlassen, wird auch immer größer. Aber dies ist unter anderem ein Reiseblog und ich würde ja lügen, wenn ich erzähle, ich sei hierher geschwommen und hätte sämtliche Kilometer im Land abgelaufen… . Es ist nunmal so, daß jede Art von Fortbebewegung (außer Laufen und Fahrrad fahren) die Umwelt belastet – mir wäre es auch lieber, es wäre nicht so und wir würden nur mit Luft fliegen und mit Wasser fahren. Ist aber nicht – und ich möchte, so lange es geht, auch gerne noch so reisen, wie ich es mir vorstelle.
Wir checkten ein, gingen an Bord und bezogen unsere Kabine – packten die Koffer aus und umrundeten die MEIN SCHIFF 3 – alles wie immer – alles perfekt. Und so ging wieder ein wunderschöner Tag zu Ende – der nächste Tag bedeutete Ausschlafen, da Seetag und während wir im Land der Träume waren, den nächsten Tag mit Faulenzen und Lesen verbrachten, schipperte die MS 3 auf dem Nordatlantik gen Agadir.
Na – hab ich euch jetzt etwas verwirrt? Nein – mein Beziehungsstatus ist weiterhin: Glücklich verheiratet – seit 22 Jahren – mit demselben Mann. Aber ich habe eine neue Kamera: Darf ich vorstellen? Die (laut Nikon) eierlegende Wollmilchsau aus dem Hause Nikon – eine ihrer letzten Spielreflexkameras – die D850.
Ich habe lange überlegt – sehr lange – ziemlich genau eineinhalb Jahre. Ich habe mich durch Foren gelesen, ich habe Kollegen befragt, ich habe hin und her überlegt und mich letztendlich entschieden, sie mir zu kaufen. Ausschlaggebend war für mich dann die Überlegung, doch nicht zu den spiegellosen Kameras zu wechseln. Gut, die haben diverse Vorteile z.B. sind sie leichter und beim Auslösen haben sie nicht den „Klick“ – was prinzipiell super ist, wenn man in der Kirche Hochzeiten oder Taufen fotografiert oder auch in der Tierwelt unterwegs ist. Angeblich ist der Autofokus flotter – kann ich für meine Arbeit bis jetzt nicht wirklich feststellen. Ich z.B. brauche das „Klick“ – komplettiert für mich das Foto, wenn ich Modell und Umfeld, Licht und Hintergrund komplett im Sucher habe und dann auslöse. Die „Schwere“ der Kamera ist Ansichtssache, natürlich kommen dann auch noch evtl große Objektive und Blitz dazu, aber die Verwacklungsgefahr bei einer schweren Kamera finde ich geringer. Ich hab sie halt fest in den Händen.
Und so habe ich Fakten gesammelt und mir Gedanken gemacht, bis ich zum Entschluß kam – die Nikon D850 ist es (für mich).
Wie das dann immer so ist, wenn man sich entschieden hat, möchte man das Schätzchen auch gerne ziemlich bald in den Händen halten. Ich bin zu Nikon marschiert und dachte in meiner grenzenlosen Naivität, daß sie bestimmt eine im Lager haben. Nee – muss bestellt werden – dauert ca 7-10 Tage. Nicht euer Ernst, oder? Dann hab ich kurz überlegt: Bei Amazon bekomme ich sie 100 Euro günstiger – macht schon was aus. AAAAber: Wer garantiert mir, daß es ein richtig neues Modell ist? Vielleicht war sie schon mal ausgepackt und irgendjemand hat sie schon ausprobiert? Sieht man ihr ja nicht an. Und auf die Idee, die Anzahl der Fotos auszulesen, die die Kamera schon gemacht hat, kommt auch nicht jeder. Ich wollte aber eine nigelnagelneue Kamera und nicht eine, auf der schon jemand wild herumgedrückt oder herumgeschraubt hat. Da bin ich eigen!
1,5 Jahre hatte ich überlegt und kam ohne sie aus – jetzt sollte ich noch ca 10 Tage warten – unvorstellbar, oder? Nutzte nun aber nix und ich saß wie auf Kohlen und wartetet auf die Mail, daß ich das Schätzchen abholen könne. Zwischendurch rief ich auch mal an und versicherte mich, daß Nikon auch meine richtige Email Adresse hat (hatten sie) und ich dachte zum Schluß schon: Das wird nix mehr vorm Wanderurlaub – prompt kam am Donnerstag nachmittag die Mail, die Kamera könne abgeholt werden – 16.00 Uhr wars – Nikon schließt umd 17 Uhr. Gut, ich war mal vernünftig und bin dann erst am Freitag früh los und holte sie ab – mit Herzklopfen und Aufregung, schließlich gebe ich nicht sehr oft – ehrlicherweise war es das erste Mal für mich – so viel Geld für eine Kamera aus. Und die 100 Euro, die die Kamera bei Nikon mehr kostete, hatte sich gleich relativiert, da ich meine Reinigung der D750 (meine alte Kamera) „geschenkt“ bekam, sprich nicht zahlen mußte. Und auch die Versicherung von Nikon, daß dieses Modell nun wirklich eine der letzten produzierten sei – also keine alte“Lagerware“.
Und somit ist sie hier eingezogen:
Was soll ich sagen – große Liebe meinerseits – ich bin natürlich noch am Rumprobieren und Experimentieren, vieles ist gleich geblieben, manches muß man sich erst wieder zusammensuchen, aber ich glaube, wir werden richtig gute Freundinnen. Das Handbuch liegt immer neben der Kamera und ich probiere hier und teste da… es macht Spaß – es macht riesigen Spaß und auch die „alte Kamera“ wird immer wieder im Gebrauch sein – sie funktioniert ja noch super aber ich habe endlich eine adäquate Ersatzkamera, die ich bei Shootings immer dabei habe und die ich aus dem ff beherrsche.
Unser letztes Wandererlebnis in diesem Urlaub war die Wanderung in der Rastenbachklamm. Hatten wir uns schon ziemlich am Anfang des Urlaubes rausgesucht und wollten wir nun unbedingt noch „erledigen“. Wir starteten vom Parkplatz Müllereck
Wir liefen los – es ging bergab – erst auf einem kleine Weg, dann auf Brücken – es ging viel bergab und es ging lang bergab – vorbei an kleinen Wasserfällen – immer weiter bergab. Teilweise auch auf Stufen – einfach nur bergab. Mir schwante Übles – das muß man ja auch alles wieder hinauf – denn es ist/war ein Rundweg und der muß uns ja auch wieder zum Parkplatz zurückführen. Aber erst mal marschierten wir munter umher und genossen die wunderschönen Ausblicke.
Komoot sagte zwar „mittelschwere Wanderung“ voraus, aber gut zu laufen, trittsicher sollte man sein. Das sind/waren wir. Nach ca 1 Stunde kamen wir an einen wunderbaren Aussichtspunkt – der Kalterer See vor uns – dahinter die Berge – wunderschön.
Ich bat eine Wanderin, doch bitte ein Foto von uns allen vor dieser Kulisse zu machen – erklärte ihr meine kleine Kamera und sie drückte ab, mehrere Male mit dem Kommentar „da wird ja dann ein gutes dabei sein“. (Was soll ich euch sagen, am Abend habe ich die Fotos gecheckt, es gibt kein einziges von uns vieren zusammen – ich weiß nicht, wo die draufgedrückt hat, jedenfalls nicht auf den Auslöser.
Ja, und wir wanderten dann weiter und nun kam der Punkt, wo Spiegelreflex- und Kompaktkamera IN und die Wanderstöcke AUS dem Rucksack kamen. Ich sags euch – jeder Schritt einen Höhenmeter – das war das reinste Gekraxel – richtiges Bergsteigen – dicke Felsbrocken, die wir hochklommen, teilweise hievten wir uns am Geländer entlang und nach oben. Meine Güte – das war echt richtig, richtig anstrengend – immer weiter hinauf und es nahm kein Ende (klar, wir sind ja alles am Anfang ganz beschwingt nach unten marschiert). Ich war nur froh, daß wir den Weg nicht anders rum gelaufen sind – das Ganze abwärts über diese Felsbrocken und das Gestein – nee, das wäre der Tod für meine Knie gewesen. Wir hangelten uns von Bank zu Bank und irgendwann – ganz in der Ferne – sah man dann auch mal wieder etwas mehr Licht von oben und wir hofften, daß wir dann endlich wieder oben ankommen würden.
Nach gut zwei Stunden waren wir dann wieder am Parkplatz – schnaufend und fertig, aber happy. Ihr wisst, was folgt – kleiner Mittagssnack in der Waldschenke in Kaltern mit einem traumhaften Blick und Datteltrauben – die kannte ich ja noch gar nicht. Traditionell die Traubensaftschorle (wieder ohne Alkohol:)) und Brettljause.
Wir entschlossen uns, noch die Brennereien Roner und Psenner zu besuchen. Wir probierten den einen und anderen Schnaps (es gibt wirklich nur ganz kleine Pröbchen und das ist auch gut so.) Bei Roner erstanden wir einen Nuß – und einen Kastanienlikör und bei Psenner gabs einen leckeren Apfelschnaps.
Danach fuhren wir noch zum Weingut Schreckbichl, da fanden wir aber nichts und zum Abschluß gings in die Kellerei in Eppan – da nahmen wir uns noch eine Kisten Goldmuskateller mit. Und somit kam auch unser letzter Urlaubstag so langsam zum Ende. Wir packten unsere Koffer und besuchten am Abend noch Rottenburgerkeller – ebenfalls sehr lecker und empfehlenswert. Und ebenfalls zum Abschluß – die traditionelle Flasche hauseigener Wein im Klosterhof. Es war ein wunderschöner Urlaub – wir hatten viel Spaß, sind viele Kilomenter gelaufen, hatten NUR Sonnenschein und Temperaturen um die 25 Grad und wir haben viel gesehen und erlebt.
Wir sind uns sicher – nächstes Jahr sind wir in der zweiten Oktoberwoche wieder in Südtirol im Klosterhof anzutreffen.
… und damit hab ich die 5. Corona- Impfung in mir – einmal genesen macht dann 6 x geimpft und ich hoffe, dass ich auch von der neuesten Variante verschont bleibe …
Einmal hab ich die Impfung nicht so ganz gut vertragen – das war „Moderna“ aber ich glaube, es gibt jetzt nur noch Biontech.
Heute ist es das erste mal in der Früh grau und nass gewesen – also herbstlich. Und ganz ehrlich – ich hab mich etwas darüber gefreut. Kuschelige Abend mit Kerzen und Tee, eingehüllt in einer Decke auf der Couch. Da freue ich mich drauf – wahrscheinlich bin ich nach 14 Tagen genervt und wünsche mir die Sonne herbei aber ich brauche alle vier Jahreszeiten. Und ich liebe sie alle auf ihre Art und Weise. Der Frühling mit den ersten wärmenden Sonnenstrahlen, das erste Grün, die ersten Krokusse … Sommer, in kurzen Klamotten im Garten und laue Abende, Herbst, bunt und windig, nasskalt, aber drinnen gemütlich und kuschelig und der Winter, wenn er denn dann einer ist – mit Schnee und klirrender Kälte.
Der Mittwoch war ein „fauler“ Mittwoch – wir Mädels machten den Markt in Kaltern unsicher, während die Männer sich dem Weinkauf hingaben – danach gings zum Mittagssnack und ich marschierte dann noch in Kaltern umher, während der Rest sich der „Erholung“ hingab.
Nachdem wir am ersten Abend vom Kalterer Zentrum bis zu unserer Unterkunft fast eine halbe Stunde gelaufen sind, hatte ich am Nachmittag einen Weg gefunden, der sich auf die Hälfte der Zeit reduzierte. Oder vielleicht geht es umgekehrt – also von Unterkunft ins Zentrum nach Kaltern eben doppelt so schnell 🙂
Hier noch ein paar Kaltern- Impressionen:
Am Abend waren wir in der „Linde“ zum Pizza Essen – lecker und riesig (wie fast alles in Südtirol). Abends dann noch ein Fläschchen hauseigenen Wein und ab in die Betten.
Donnerstags gingen Regina und Stephan zum Golfen – Männe und ich wollten die beiden Montiggler Seen umrunden. Ich kann mich erinnern: vor über 30 Jahren bin ich mal mit 5 meiner Bank-Kolleginnen zum Törggelen nach Eppan gefahren und die Umrundung zumindest eines Sees hatten wir auch gemacht. Und so wußte ich, daß ich im Gegensatz zu unserer Umrundung des Kalterer Sees sehr viel mehr Seeblick haben würde. Dem war dann auch so:
Selbst TARZAN trafen wir an 🙂
Und hier im großen Montiggler See fanden sich auch noch der ein oder anderer Schwimmer ein – mitten im Oktober. Die Wanderung dauerte ca 2 Stunden 20 Minuten – es war herrlich, relativ eben und im Gegensatz zur Wanderung am Dienstag kaum Höhenmeter.
Nach der Wanderung stärkten wir uns wieder mit einer Brettljause – hach, von Südtiroler Schinken, Kaminwurzen, Käse und Schüttelbrot könnte ich mich wochenlang ernähren. Alles immer sehr lecker. Wir fuhren danach noch nach Eppan und bummelten durch den wirklich netten und gemütlichen Ort:
Und dann hab ich noch dieses Ladenschild gefunden – das fand ich soooo klasse und aussagekräftig:
Abends waren wir lecker im Stroblhof essen – im Klosterhof gab es danach auch wieder die übliche Flasche hauseigenen Wein und auch hier fand ich mich gegen 22.30 im Bett ein – die Männer hielten wieder einmal länger aus. Hatte ich schon erwähnt, daß ich diese Wanderurlaube in Südtirol einfach fantastisch finde?
Dienstag fuhren wir mit dem Auto hoch zum Mendelpass – wir hatten uns die Wanderung zur Halbweghütte rausgesucht – dabei aber übersehen, daß wir 320 HM rauf- und auch wieder runderschnaufen mußten. Gut gelaunt gings erst mal los – leicht abwärts und dann wieder eben. Nach 20 Minuten erreichten wir die Enzianhütte, die geschlosen war, aber wir waren ja noch gar nicht richtig warmgelaufen und einkehren wollten wir hier sowieso nicht. Also frohen Mutes weiter an wunderschönen Hütten vorbei…
So und dann gings schon langsam aufwärts – kann man hier leider gar nicht so erkennen 🙂
Ach – das war erst der Anfang – ich bin ganz ehrlich, wäre ich mit Männe alleine unterwegs gewesen, ich hätte ihm spätestens hier gesagt, daß ich gerne hier sitzen bleibe und warte, bis er wieder zurück kommt. Ich hab wirklich furchtbar geschnauft – war/bin immer noch nicht so ganz fit nach 6 Wochen Antibiotikum-Einnahme – das schlaucht doch irgendwie. Aber das Rudelgefühl kam durch und ich schnaufte mich nach oben – ehrlich, es war schon manchmal wirklich richtig steil. Stephan schob sich wie eine Gazelle nach oben und irgendwann haben wir ihn aus den Augen verloren, wir drei Nachzügler gönnten uns dann auch noch ein Verschnaufpäuschen auf einer Bank. Der Wanderer, der uns von oben entgegenkam und uns mitleidig anschaute, meinte nur „Ihr habt es gleich geschafft“ – ich hätte ihn am liebsten geknutscht :). Also noch einmal Kräfte sammeln und so schoben wir uns auch die letzen paar Hundert Meter nach oben. Hab ich mich gefreut, als zwischen den Bäumen ein Hausdach zu erkennen war. HALBWEGHÜTTE!
Meine Traubensaftschorle ging fast auf ex nach unten – die Spaghetti fanden ihren Weg auch recht flott und auf den Heimweg freute ich mich. Jooo – aber auch bergab kann echt anstrengend sein – geht ganz schön auf die Knie und ich konnte mich dran erinnern, wie wir letztes Jahr kilometerlang von einer Hütte nach unten ins Tal gelaufen sind und dieser Weg nicht enden wollte. Wir marschierten wieder knapp eine Stunde nach unten und fuhren dann mit dem Auto noch auf den Penegal. Das Wetter war nicht ganz so schön und klar, aber trotzdem war die Aussicht toll:
Danach fuhren wir wieder nach Kaltern zu unserer Unterkunft – am Abend stand eine Weinprobe und Weinverköstigung an. Vorher konnten wir noch zusehen, wie die geernteten Trauben für den Wein aussortiert und vorbereitet werden.
Wir waren 17 Hausgäste, die sich dann durch 6 Weine durchprobierten und erfuhren vom Junior Winzer des Hauses viel über Wein, Weinberge, Weinreben, verschiedene Traubensorten und auch die unterschiedlichen Holzfässer. Ganz ehrlich, vom Weinstock über die Trauben, all die Arbeit, die erledigt werden muß – da verstehe ich schon, daß der Wein auch seinen Preis haben muß. Der Klosterhof besitzt ca. 5 ha Weinberge und produziert jährlich ca 40.000 Flaschen Wein.
Nach gut zwei Stunden gabs dann die hauseigenen Brotzeitmarende und wir saßen noch gemütlich zusammen – wir Mädels verschwanden gegen 23.00 Uhr in den Zimmern, die Männer schafften es bis Mitternacht 🙂