Ich bin total aufgeregt…

Heute in eigener Sache: Werbung für mein kleines aber feines Unternehmen: https://kerstinfotografiert.com/

Ab heute (Montag) läuft mein Werbespot im Radio – auf Antenne Bayern für 5 Tage – bis zum Freitag zwischen 19.00 und 20.00 Uhr – täglich. „Hört“ doch mal vorbei….(Ich hoffe, das funktioniert hier so, wie es sollte)..

https://on.soundcloud.com/yV2UnWSrjQJpNAtH7

Ein Ausflug nach Bamberg: Nostalgie und Entdeckung

Ich war kurz vor unserem Kanada-Urlaub nochmal bei meinen Eltern zu Besuch. Und schon lange hatten wir uns überlegt, vom Heimatstädchen aus meinerseits einen Ausflug nach Bamberg zu machen – sind mit dem Auto knappe 1,5 Stunden einfach. Irgendwie kam immer etwas dazwischen oder es war etwas anderes wichtiger.

Als ich dann Ende Juli zu meinen Eltern gefahren bin, dachte ich mir morgens: „Du bist doch eigentlich dumm, wenn du nicht einfach auf der Fahrt zu deinen Eltern in Bamberg Halt machst und dir die Stadt anschaust. Du fährst ja direkt dran vorbei“

Gesagt, getan: Ich bin von München aus am Vormittag los, habe meinen Eltern Bescheid gegeben, daß ich über Bamberg fahre und dementsprechend später zu Hause bin. Tolle Fahrt bis zur Abfahrt Bamberg und dann rein ins Vergnügen. Nun ist Bamberg ja keine Großstadt, hat aber auch seine kleinen Tücken, Einbahnstraßen und diverse Baustellen.

Jetzt muß ich dazu sagen: Ich „kenne“ Bamberg ein wenig. In meiner Jugend habe ich viele Wochenenden dort in der Nähe verbracht und nun hole ich etwas aus: Ich war nämlich mit 18/19 Jahren mal ein „GROUPI“ – früher nannte man das Fan oder so ähnlich.

In den Nachbarorten oder Dörfern, die zu meinem Heimatstädchen gehören, spielten in den frühen 80er Jahren am Wochenende sehr oft Coverbands. Ich erinnere mich an „Change“, „Fantasy“, „Anacondas“, ‚Olivers Army“, „Extra“ und „Hotlegs“.
Irgendwann zerrten mich meine Cousinen zum Auftritt der Hotlegs – war ein toller Abend, meine eine Cousine war mit dem einen Gitarristen befreundet und hat mich allen Musikern vorgestellt. War sehr nett und ich (damals sehr schüchtern, glaubt mir heute kein Mensch mehr) dachte mir, „ja, der Schlagzeuger, der Uwe, ist schon ein netter Kerl“ – gefallen hat er mir auch.

14 Tage drauf spielten sie in einem anderen Dorf – ich natürlich wieder mit dabei. To make a long (und die ist wirklich lang) story short: Irgendwann kamen Uwe und ich uns auch näher und wir sahen uns jedes Wochenende, wenn sie in unserer Nähe spielten, oft fuhr ich mit ins Fränkische (wo sie alle herkamen und eben auch oft auftraten), Wir besuchten uns gegenseitig und ich war das ein oder andere Mal auch übers Wochenende in der Nähe von Bamberg. Und somit auch das ein oder andere Mal in Bamberg, was mir damals schon sehr gut gefallen hat. So – von daher mein Gefallen an Bamberg und nun war ich wieder mal da.

Ich weiß nicht mehr, ob sich die Parkplatzsuche damals schon als schwierig erwiesen hat, aber gefühlt hab ich die Innenstadt 3 Mal umrundet, bis ich eine Tiefgarage gefunden habe. Egal, raus aus dem Auto und los… Hach, war das schön. Ein wenig nostalgischer Herzschmerz, es gibt dort auch noch Fleckchen, die sich gar nicht verändert haben und es gibt sooo viel Neues.

Hier war ich das letzte Mal mit 19 Jahren – muß auch ein jeder Touri mal drin gewesen sein – im Schlenkerla:

Hach ja, hier hab ich mein erstes Rauchbier getrunken und wusste nicht so wirklich, was ich davon halten sollte. Weiß ich – ehrlich gesagt – heute auch noch nicht so genau. Es ist etwas besonderes, es schmeckt wirklich nach „Geräuchertem“ oder Rauch – ich könnte es nicht immer trinken. Aber es gibt eben auch Menschen, die lassen nix drauf kommen und lieben es.

Ich bin dann ein wenig durch die wirklich schöne Altstadt gelaufen – Bamberg ist UNESCO Weltkulturerbe und hat den mitunter besterhaltenen Stadtkern in ganz Deutschland.

Wunderschöne Plätze und Ecken gibt es hier – zum Beispiel das Rathaus.
Der Legende nach wollte der Bischoff von Bamberg im 14 JH kein Rathaus in der Stadt erbauen lassen. Die Bürger – gar nicht dumm – errichteten mit Pfählen in der Regnitz eine künstliche Insel und darauf erbauten sie dann das Rathaus. Clever, oder? War ja nicht in der Stadt 🙂

Wunderschön auch die Residenz mit dem Rosengarten:

Einen tollen Blick über Teile der Altstadt hat man von der Residenz aus:

Gegenüber der Residenz der Dom – leider etwas „under construction“:

Hier die gemütliche Altstadt:

Und natürlich „Klein Venedig“ – einfach wunderschön und gemütlich:

Nach gut 2 Stunden Bummel machte ich mich wieder auf die Weiterfahrt – ich bin sehr froh, daß ich nach ca 40 Jahren hier mal wieder Halt gemacht habe.


Vieles ist noch so wie damals, sehr vieles ist neu und anders, aber das ist auch gut so. Ich kann einen Ausflug nach Bamberg wirklich empfehlen, solltet ihr in der Nähe sein, es lohnt sich wirklich. Und ich werde wiederkommen und diesmal warte ich nicht knappe 40 Jahre.


Kerstin trifft auf….

Hollywood und Großbritannien…

Endlich – endlich schaffe ich es mal wieder, mich hier zu melden und zumindest ein kleines Lebenszeichen von mir zu geben.

7 aufregende Wochen liegen hinter mir – davon 4 Wochen Urlaub in Kanada und ich bin immer noch nicht wieder richtig hier. Es war eine geniale Zeit und wir haben sooo viel Schönes gesehen und erlebt. Aber wer lange im Urlaub ist, muß danach auch gleich mal wieder richtig Arbeiten und so ging es mir.

Ich habe es noch nicht mal fertig gebracht, meine 5.500 Fotos durchzuschauen, zumindest sind sie schon mal auf dem Computer.
Bei mir ging es in der Woche, in der wir aus dem Urlaub kamen, gleich mal mit einem Familienshooting los und dann kam ein Hochzeitsshooting, gestern war ich auf einem Event und habe Hollywood und Großbritannien getroffen. So genial

Und heute war ich im Namen der Politik unterwegs und gerade eben sitze ich (noch) im Garten und erfreue mich am Nichtstun – wobei bloggen ja auch nicht Nichtstun bedeutet.

Anyway, egal – ich wollte mich mal kurz mit ein paar Fotos gemeldet haben – ich hab hier alles sehr vermisst – hatte sehr wenig Zeit zum Lesen meiner Abonnements aber das wird alles nachgeholt.

Euch allen noch ein schönes Restwochenende- hier ist seit Tagen endlich mal wieder die Sonne zu sehen aber man merkt auch schon, daß es gen Herbst geht. Es ist abends schon wieder sehr viel früher dunkel, es ist abends und morgens richtig frisch, aber da erzähle ich euch ja nix Neues.

Also – hier gibts nun wieder regelmäßige Postings meinerseits – ich muß meine Seite hier upgraden, ich habe noch ganz viele Fotos zu zeigen.

Teil zwei der Erinnerungen an den 11. September 2001… und so ging es weiter

Nachdem wir wieder in unserem Hotel angekommen waren, versuchten wir nochmals, unsere Eltern in Deutschland telefonisch zu erreichen und nach dem gefühlt 100. Versuch klappte es endlich. Ich war erleichtert und unsere Eltern auch.

Am 12. September liefen wir planlos in New York herum – auf der 5th Avenue konnte man Kilometer auf der Strasse laufen, es war kaum Verkehr – die Stadt war einfach gelähmt. Nachdem der Luftraum erst mal für einen Tag gesperrt wurde, erfuhren wir, daß vor Montag, den 17. 09. wohl kein Flug nach und aus New York gehen würde, mussten wir unseren Weiterflug nach San Francisco umbuchen, ein fast unmögliches Unterfangen, weil keiner wußte, wann wohin geflogen wurde. Wir mußten unser Hotel verlängern, da wir am Donnerstag abgereist wären. Um irgendetwas sinnvolles zu machen, marschierten wir ins Guggenheim Museum – sehr sehenswert. Wir liefen Kilometer im Central Park umher – am Tag drauf hatten wir Karten für das Musical „The Lion King“. Wir vermuteten, daß das abgesagt wurde – dem war aber nicht so. Nachdem wir für die Karten nicht nur Geld sondern auch viel Mühe verwendet hatten (Karten hatten wir ziemlich kurzfristig gekauft), gingen wir auch hin. Es hätte ja keinem etwas genutzt, wenn wir im Hotelzimmer sitzen geblieben wären. Das ganze Ensemble kam zunächst auf die Bühne und wir legten eine Schweigeminute ein und dann versuchten wir, den Abend zu genießen. So richtig gelang es uns nicht. Wir waren sehr wenige im Theater – klar, viele wären ja von außerhalb gekommen, aber nachdem New York auch für Autos gesperrt war, kamen kaum Leute.

Abendessen wurde langsam zur „Jagd“ – vielen Restaurants gingen die Lebensmittel aus. Es kam ja kaum ein Auto in die City rein. „Out of food“ lasen wir sehr oft. Wir liefen jeden Tag zum Reisebüro und erkundigten uns, wann wir weiterfliegen könnten. Jeden Tag die Aussage „we have no idea“.

Freitag dann die Aussage, am Montag würden die ersten Maschinen wieder starten – wir bekamen Tickets für die zweite Maschine, die aus New York raus fliegen würde – um 6.30 Uhr. Nach San Francisco. Nur hatten wir da ja kein Hotel mehr, denn das hätten wir ja donnerstags aufgesucht und wären dann Montag weiter nach Hawaii geflogen. Also Ticket nach San Francisco und Umsteigen und dann weiter nach Hawaii. Zwischenzeitlich dachten wir daran, unsere Hochzeitsreise abzubrechen. Aber was hätte das gebracht? Nix.

Montag waren wir um halb 5 Uhr am Flughafen, wir wurden vorgewarnt, daß die Hölle los sein werde. So wars auch, man brauchte viel Geduld und Zeit. Als wir am Schalter standen und unsere Tickets vorzeigten, meinte die Dame vom Bodenpersonal: „Wir müssen Sie darauf aufmerksam machen: Sollte dieses Flugzeug die vorgegebene Flugroute verlassen, werden sie von Kampfjets abgeschossen“. Meine Güte – das hat echt „beruhigt“.

Im Flugzeug waren alle Passagiere recht locker, es war aber eine besondere Stimmung. Nur wenn einer der Passagiere im Gang entlang auf die Toilette ging, gingen alle Köpfe in Richtung der Person – was macht der, wo geht der hin? Ach Toilette – gut – und kommt auch wieder raus – noch besser – geht zurück auf seinen Platz – perfekt.

In San Francisco ins andere Flugzeug und dann Richtung Hawaii – da waren wir irgendwie recht froh, daß man von diesem Zirkus etwas weg kam. Richtig entspannen konnte man jedoch nicht. Auf Hawaii angekommen war unser erster Eindruck: Hier ist ja gar nix los. Klar, wer setzt sich nach diesen Anschlägen freiwillig in einen Flieger, wenn er nicht wirklich muß??? Wir suchten nach Taxen, fanden aber nur Privatautos, die die Touristen fuhren. Unser Fahrer war bis zum Anschlag noch Chefkoch im Hilton Hotel, wurde entlassen… klar, wenn keine Touris kommen, braucht man auch keinen Chefkoch.

Wir bemühten uns wirklich, die letzten 10 Tage zu genießen, das Hotelpersonal war sehr freundlich und zuvorkommend, die hawaiianische Landschaft und Natur haben wir genossen. Wir wurden – und das lies uns nicht wirklich zur Ruhe kommen- doch von vielen angesprochen, wo wir denn jetzt herkämen und als wir dann New York nannten, dann wollten sie natürlich wissen, was dort los sei….

So richtig, richtig durchgeschnauft haben wir erst, als unser Flieger nach Hause in München aufgesetzt hatte – daaa wußten wir, jetzt kann uns eigentlich nix mehr passieren. Mann Mann Mann, wer hätte gedacht, daß diese Flitterwochen soooo „unvergeßlich“ werden würden…

2016 waren wir nochmals für ein paar Tage in New York und konnten diese Zeit dann richtig genießen.

Für alle „Neuen“ hier auf meinem Blog – ein Tag, den ich niemals vergessen werde……. 11.September 2001- meine Geschichte aus New York

Ich glaube, fast jeder von uns weiss noch ganz genau, was er getan hat oder wo er war, als am Nachmittag des 11. September 2001 (deutscher Zeit) die Nachricht über die Anschläge in den USA (New York, das Pentagon und Shanksville) verbreitet wurde..

Ich weiß auch genau, wo ich war – mit meinem frisch angetrauten Männe IN NEW YORK – ziemlich genau ca 2 km von einem der Anschlagsplätze (World Trade Center) entfernt.

Wir waren zwei Tage vorher in New York angekommen – erster Zwischenstopp unserer Hochzeitsreise – wir hatten am Freitag noch eine tolle Hochzeitsfeier, Samstag dann Verabschiedung von den Gästen und Family, die mit uns in unserer Feierlocation übernachtet hatten und Sonntag früh gings zum Flughafen in die Flitterwochen.

09. September:
Sonntag Ankunft in New York – unser schnuckeliges, kleines Hotel mit 12 Zimmern bezogen und dann erst mal etwas durch die City marschiert – Manhattan abgelaufen und erster Blick von oben auf New York vom Empire State Building. Abends sind wir recht früh ins Bett – waren ja durch die Zeitverschiebung schon länger auf den Beinen.

10, September:
Am Montag dann Wall Street, dort etwas rumgelaufen und dann World Trade Center (wir hatten uns ein Ticket für tags und dann noch mal für einen Besuch bei Nacht bzw. Dunkelheit gekauft).Wahnsinn, welch ein Ausblick, irre schön. Abends dann schön Essen – ich weiß gar nicht mehr, wo wir waren.

11.September:
Es war morgens um kurz nach halb neun in der Frühe – ich kam gerade aus dem Bad unseres Hotelzimmers, als ich ein relativ lautes Brummen am Fenster hörte – zunächst dachte ich, ist vielleicht die Müllabfuhr oder ähnliches. Dann dachte ich, es könnte auch ein Flugzeug gewesen sein- Männe sagte aber gleich, die dürfen nicht so tief über die Stadt fliegen.
Wir kommen zum Frühstück, da fragt der Portier, ob wir denn schon wüßten, was passiert sei – wir hatten keine Ahnung, was er meint und er fragte, ob wir nicht ferngesehen hätten. Beim gemeinen Amerikaner läuft ja oft der Fernseher den ganzen Tag. Wir hatten keine Ahnung und er erzählte uns, dass ein Flugzeug in einen Turm des WTC geflogen sei – wir haben natürlich gar nix geglaubt und er führte uns in ein Hinterzimmer, wo ein Fernseher lief. Kaum waren wir in dem Zimmer, sahen wir, wie das zweite Flugzeug in den zweiten Tower fliegt – das war kurz nach 9 Uhr Ortszeit. Wir haben immer noch geglaubt, die veräppeln uns und zeigen irgend einen Horrorfilm. Bis wir in die entsetzen Augen der anderen sahen ….. wir konnten es nicht glauben. Wir fragten uns, was wir denn jetzt machen sollen/können. Frühstück war uns vergangen und im Hotel bleiben wollten wir irgendwie auch nicht. Unser netter Portier hat uns total verstanden und meinte nur, wir sollen halt hier ein wenig auf und ab gehen, sollten wir Leute rennen sehen, sollen wir bitte hinterher laufen, man weiß ja nicht, was noch alles passiert.

Wir versuchten dann erst mal, unsere Eltern anzurufen – da ging mobilfunktechnisch gar nix – im Hotel mit der landline auch erst mal nix – ich war etwas unruhig, weil ich meinen Eltern unbedingt bescheid geben wollte, dass uns nix passiert ist. Wir wollten uns gar nicht vorstellen, was die sich zu Hause gerade für Gedanken machen. Es ging nix – nach über einer Stunde konnten wir zumindest mal ein Fax an meine Eltern schicken. Telefone tot!!!

Wir saßen erst noch am Zimmer und sahen dann auch die Türme einstürzen und ich war so fertig, ich heulte hysterisch los. Ich konnte nicht glauben, was ich sah. Und dann dachte ich: Stell dir vor, das wäre gestern passiert und wir wären da oben gewesen…. UNVORSTELLBAR.

Irgendwann gingen wir einfach raus auf die Straße – beim Öffnen der Hoteltür haben wir den Staub schon überall liegen und selbst auch noch in der Luft hängen sehen.
Zunächst kam mir eine Dame entgegen, die einen Blindenhund an der Leine hatte – Sie fragte mich, ob ich wisse, wo wir gerade sind- Ihr Blindenhund hatte vor lauter Tatü Tata (und die Martinshörner heulten wie wild in der City, Feuerwehr, Polizei und Krankenwagen schossen durch die Strassen) völlig die Orientierung verloren. Ich nannte ihr den Namen der Strasse und daß da vorne eine Bäckerei und Wäscherei sei, dann wusste sie, wohin sie laufen musste.

Ein paar Minuten später folgendes: Männe lief vor mir und ich trödelte hinterher – auf einmal schoß ein Mann aus einem Haus, mit so einem kleinen Kappi auf dem Kopp – warf sich neben mir auf die Straße, die Hände zum Himmel gefaltet und schrie: „Thank you Allah, you did it“! WHAT???? Ich nix wie weg, Männe hinter mir hergezogen und dachte nur: „In welchem falschen Film sind wir bitte hier gelandet“?
Wir liefen umher und irgendwann kamen wir Richtung World Trade 7 – nebenan war ein Hilton Hotel – das hatten wir uns ursprünglich rausgesucht, bevor ein Kollege von Männe meinte, er kenne ein recht nettes kleines und persönliches Hotel in der Nähe, das wäre doch vielleicht netter als so ein riesen Kasten. Das World Trade 7 war abgesperrt und die Polizei bat uns, diesen Bereich zu verlassen (this building will come down very soon). Von hinten konnte man gar nicht sehen, keine Beschädigung oder ähnliches. Aber im Nachhinein kam raus, daß Trümmer vom Einsturz des Nordturmes das Gebäude wohl so zerstört hatten, daß es nicht mehr lange standhalten würde.

Wir marschierten weiter – ständig gab es fake news – Evakuierung der Central Station, angeblich wurden dort Bomben gefunden – ganze Panzerkolonnen fuhren mittlerweile durch die City, der Flugraum wurde abgeschirmt, wenn man einen Flieger am Himmel sah, duckte man sich und dachte, wo fliegt der jetzt bitte noch rein? Kurz – es war wie im Krieg (so stelle ich mir das zumindest vor). Und irgendwie war Krieg- irgendwie!!
Irgendwann holten wir uns in einem Supermarkt ein labriges Sandwich und setzten uns in einen Park – wir hatten keine Ahnung, wohin wir gehen sollten und was wir machen können….

Teil zwei morgen …..

Erste Eindrücke.

… aus einem wunderschönen Land – Kanada.

Toronto:

Midland:

Kingston:

Ottawa:

Montreal:

Ich bin total geflashed – gerade Montreal hatten wir in nicht guter Erinnerung und waren dieses Mal total begeistert, einfach nur wunderschön.

Weiter geht’s mit ersten Eindrücken in den nächsten Tagen – Reiseberichte werden sehr ausführlich und das wird dauern…,

Meine Rechte kenne ich…

Mir schwoll heute (gestern) früh schon wieder der Kamm: Lese ich doch auf fast nüchternen Magen (sorry- mein Fehler 🤦‍♀️) in der SZ folgendes: Gericht kippt Bezahlkarte.

Da wäre auch fast meine Tasse Kaffee (um) gekippt. Es geht um folgendes:

Eine Geflüchtete mit UNGEKLÄRTER STAATSANGEHÖRIGKEIT, die im Januar 2023 nach Deutschland eingereist war und in einer Gemeinschaftsunterkunft in Schwabach lebt, klagt nun.

Sie erhält sein Januar 2024 Leistungen in Höhe von 460 Euro monatlich. In einem Schreiben wurde ihr nun im Juni mitgeteilt, dass die Bezahlung nun ab Juli auf eine Bezahlkarte überwiesen werde.

Und nun klagt sie dagegen: das Existenzminimum zu decken wäre ihr mit der Bezahlkarte nicht möglich, weil sie nicht günstig einkaufen kann. Es wären keine online Käufe möglich, es gäbe im Monat maximal 50 Euro Bargeld, es könne kein günstiges Handy von Bekannten gekauft werden, sie könne keinen günstigen Handy Vertrag abschließen und den braucht man, um sich z.B. mit der Navigations-App an ihr unbekannten Orten aufzuhalten.
Da frage ich mich gerade, wie wir uns früher an uns unbekannten Orten aufgehalten haben – wir haben gefragt und uns erkundigt. Und nachdem die Dame ja nun schon seit Januar 2023 in Deutschland lebt, sollte sie zumindest so gut Deutsch sprechen , um nach dem Weg fragen zu können. Das wäre zumindest mal einen Teil ihrer „Pflicht“, wenn sie sich schon mit ihren Rechten auskennt. Denn das konnte sie wohl: Einen Anwalt kontaktieren und klagen.
Und: Es gibt Hürden bei der Teilnahme am gesellschaftlichen Leben: wenn sie einem Sportverein beitreten will, muss sie zunächst bei der Behörde die Freigabe der Überweisung für den Mitgliedsbeitrag beantragen.

Ich respektiere und akzeptiere jeden Nicht- Deutschen, der hier in Deutschland lebt, dessen Heimat für ihn zu gefährlich wird, der Hilfe benötigt – auch finanzielle – , der versucht, hier Fuß zu fassen und auch willens ist, sich unseren Gepflogenheiten anzunehmen. Aber was ich nicht verstehe sind Menschen, die die (finanzielle) Hilfe, die sie angeboten bekommen, nicht respektieren bzw glauben, das muß so laufen, wie SIE sich das vorstellen und sich diskriminiert fühlen. Und nein, ich sehe das nicht als Diskriminierung, wenn dafür gesorgt werden soll, daß die finanzielle Hilfe, die fließt, nicht in falsche oder unrechte Hände gerät. Und genau das ist der Sinn dieser Bezahlkarte bzw soll vermieden werden.

Und nein – ich bin nicht rassistisch angehaucht – Ich habe in meinem Freundes-/Bekanntenkreis auch „Ausländer“, ganz ehrlich – manche sind mir lieber als einige Deutsche.

Aber das Verhalten bzw. die Klage finde ich einfach unmöglich. Und ich kann auch die Argumentation nicht nachvollziehen: Online kaufen weil billiger – ist doch oft gar nicht mehr so. Es gibt so viele Second Hand Läden, es gibt günstige und bezahlbare Lebensmittel, Lidl, Netto und Aldi sind doch wirklich Geschäfte, in denen man preiswert einkaufen kann. Und das Angebot ist riesig.

Ganz ehrlich – ich sitze immer noch vor dem Artikel und bin fassungslos, was ich da heute gelesen haben – und ich hab nur das Wichtigste aus dem Artikel zusammen geschrieben – über die Ansichten des Richters, der der Frau wohl Recht gibt, will ich erst gar nicht anfangen, länger nachzudenken….

Firmenveranstaltung mit Johnny Logan und Afterworkparty mit Kool & the Gang und Michael Patrick Kelly

In meinem letzten Beitrag habe ich ja schon geschrieben, daß der Juli recht arbeits- und abwechslungsreich war. Außer einer Hochzeit und zwei Floßfahrten hatte ich noch zwei andere Highlights, die ich fotografisch begleiten durfte.

Zum einen war das eine Firmenveranstaltung mit einem tollen Abendessen in einer wunderschönen Location hier in München. Und es gab einen Überraschungsgast – der hat nicht mitgegessen, der stand auf der Bühne. Vielleicht werden ihn einige von euch noch kennen – er hat den Grand Prix d’Eurovision zwei Mal gewonnen (zu der Zeit, als es noch richtig gute Musik gab) – für Irland. Sein Name: Johnny Logan.

Ich sage Euch – DER kann es noch. Hatte im Mai seinen 70. Geburtstag gefeiert und steht immer noch regelmäßig auf der Bühne. Natürlich hat er seine Siegersongs aus den 80ern gesungen: „Whats another year“ und „Hold me now“ – immer noch Gänsehautfeeling.

Und total sympatisch – der Mann. Ich durfte ihn backstage erleben und er war total nett und herzlich. Und er rockte die Bühne – da kann sich manch „Junger“ echt eine Scheibe abschneiden.

Die andere Fotosession war eine Afterworkparty der besonderen Art. Beginnt freitags um 17 Uhr und endet Samstag früh – ihr lest richtig – um halb acht. Und tatsächlich schaffen es wirklich viele, so lange durchzuhalten. Aber bei dem Programm, welches hier immer geboten wird, ist das wirklich nicht schwer.

Zum Einen gab es auf der Bühne: Kool & the Gang – meeeeegggaaaaa!!!!

… und zum Anderen: MPK – besser bekannt als Michael Patrick Kelly – ebenfalls ein ganz smarter Kerl – super sympathisch…

Auch diesmal wieder ein voller Erfolg, diese Party. Aber ganz ehrlich, ich bin dann das komplette Wochenende platt. Wenn ich dann gegen 8 Uhr zu Hause bin, bin ich noch so voll Adrenalin und komme erst mal mindestens eine Stunde nicht zur Ruhe. Wenn ich dann gegen halb 10 wirklich mal eingeschlafen bin, bin ich meist spätestens 4 Stunden später wieder auf den Beinen – es ist halt Samstag und der eine Nachbar mäht den Rasen, beim anderen Nachbarn spielen Kinder… Es ist halt kein Schlafen wie in der Nacht. Aber das ist es mir definitiv Wert. Ich freu mich jedes Jahr auf dieses Event, daß ich jetzt zum 15. Mal fotografisch begleiten durfte.
Am Samstag abend ist dann meist nichts mit mir anzufangen, ich bin echt erledigt. Und am Sonntag waren wir auf dem Tollwood – ein Sommerfestival der besonderen Art hier in München.
Sehr viele Stände mit tollem kulinarischen Angebot – auch viel aus dem Ausland: Falafel, Döner, Chinesisch, Vietnamesisch, Afrikanisch….. und auch viele Schmuckstände mit eher alternativem und selbst gemachtem Schmuck. Es ist schon ein besonderes Festival.

Und es gibt auch ein Musikzelt- da waren wir Anfang Juli schon bei Take That :

– und an dem Sonntag nach der Afterworkparty eben bei PUR – was hab ich diese Musik in den 90-ern geliebt. Rauf und runter hab ich die CD’s gehört – einfach tolle Musik, tolle Texte, Melodien, die wirklich ins Ohr gehen und es ist eine ganz besonders eingeschworene Fangemeinde. Wirklich speziell. Und ich konnte fast wieder jedes Lied textsicher mitsingen – Männe guckte mich zeitweise etwas verwundert von der Seite an

Da sieht man halt mal den Unterschied: Front row bei der Firmenveranstaltung und ziemlich weit hinten im Zelt „privat“ unterwegs :))))

Es war wirklich ein arbeitsintensiver und abwechslungsreicherJuli… Ende des Monats war ich noch in Bamberg und zu Besuch bei meinen Eltern und seit 26 Minuten haben wir August – er ist also rum – der wirklich tolle Juli.