Nein, ich habe mich nicht in der Jahreszeit geirrt – auch bei mir ist Weihnachten vorbei. Gerade heute habe ich unsere Adventsdeko wieder im Keller verstaut – der Baum steht noch – wir Bayern haben ihn ja normalerweise mindestens bis zum 6. Januar (Heilig Drei Könige) stehen, mache sogar bis Maria Lichtmess am 02.02. (40 Tage nach Weihnachten). Das wäre mir etwas zu lange.

Unser Baum ist noch sooo schön, wenn er 5 Nadeln geworfen hat, ist das viel. Von daher lassen wir ihn jetzt noch bis zum Wochenende allabendlich unser Wohnzimmer erleuchten.
Wir haben ihn schon ganz am Anfang der „Saison“ gekauft – ich glaub, es war sogar der letzte Novembertag und er stand im Wasser im Schuppen. Am 22.12. haben wir ihn dann ins Haus geholt und geschmückt und seitdem steht er da. Und sieht immer noch wunderschön aus- nadelt kein bißchen.
Alle Jahre wieder siehst du kurz nach Silvester irgendwelche „Promis“, die in die Kamera klagen, daß sie ja über Weihnachten und Neujahr soooo viel Süßes gegessen haben und demzufolge sooo zugenommen haben.
Und dann kommen die Tipps und Diätpläne – Saftkuren, Fasten, Ketodiät, Paleodiät und was sie uns nicht alles erzählen. Und das schmeckt ja alles soooo gut und ist so gesund. Ich frage mich gerade, wenns so gut schmeckt, warum ernährt ihr euch nicht das ganze Jahr so?
Ich hab „über die Feiertage“ gar nichts zugenommen – warum auch? Ich esse nicht mehr an Weihnachten und Silvester als sonst auch – wenn ich satt bin, bin ich satt. Und mein gesunder Menschenverstand sagt mir, daß ich – wenn ich mal etwas mehr zugeschlagen habe – mich an den nächsten beiden Tagen einfach mal wieder zusammenreisse. Und dann passt das wieder .
Jetzt „darf“ ich ja auch nicht so, wie ich evtl „wollen“ würde (Alkohol und Süßes ist fast ganz gestrichen), vielleicht macht das auch etwas aus.
Erwiesen ist außerdem, daß nicht relevant ist, was man zwischen Weihnachten und Neujahr zunimmt, sondern zwischen Neujahr und Weihnachten – also übers ganze Jahr verteilt.
Und passend zum Thema Abnehmen erscheinen plötzlich auf verschiedenen Plattformen Tipps zum Neujahrs-/Frühlingsputz. Tchibo bietet jedes Jahr im Januar in seinem Sortiment diverse „Putzhilfen“ an (ich spreche nicht von menschlichen Putzhilfen). Fugenreiniger, Bürsten für Fliesen, Wasserabzieher für die Dusche, besondere Mikrofasertücher gegen hartnäckigen Kalk etc.

Ich lasse mich da schon gerne mal leiten und fange erst mal mit dem Aussortieren meines Kleiderschrankes aus. So und seit 01.01.2025 ist es VERBOTEN, Kleidung in der Restmülltonne zu entsorgen. Davon abgesehen, daß ich sowas mit Kleidung, die noch getragen werden kann, sowieso nicht mache, gehen mir die hier in Deutschland im Moment ausgesprochene und geplante Verbote so langsam aber sicher richtig auf den Keks.
Verbrennerverbot, Böllerverbot, Kleiderindierestmülltonneverbot…. was denn noch alles?
Verbrennerverbot: Bin ich im Moment noch komplett dagegen, das E Auto ist für mich im Moment noch keine Alternative zu meinem Diesel. Strompreise, Preise für das Auto selbst, Leistung des Akkus, Ladezeit ….. alles noch Baustellen.
Böllerverbot: Laßt die Menschen an Silvester ein oder zwei Stunden ihre legalen Böller in die Luft schießen, eine liebgewonnene Gewohnheit. Mich regt es auch tierisch auf, daß es am 28.12. mit der Knallerrei schon los geht und oft bis zum 6.01. andauert – das ist furchtbar. Aber regelt es doch so, daß es erlaubt ist, in der Silvesternacht von Mitternacht bis zu einer gewissen Uhrzeit die Raketen zu schießen.
Doofe Menschen, die diese teilweise illegalen und im Ausland besorgten Böller als Waffe einsetzen, wird man mit dem Verbot nicht einschränken – die sind da trotz Verbot genau so unterwegs.
Und was mache ich jetzt mit meinen Klamotten, die nicht mehr für die Kleiderspende oder Organisationen, die diese dann an sozial schwächere Menschen verkaufen, zu gebrauchen sind, weil sie a) kaputt sind b) von Motten angeknabbert sind c) untragbar sind??? Die fahre ich dann mit meinem Auto (sehr umweltfreundlich) zum Wertstoffhof. Und was passiert dann damit?
Manchmal versteh ich es einfach nicht, so sehr ich mich auch anstrenge. Und in letzter Zeit denke ich mir noch öfters, ich muss und will es vielleicht auch nicht verstehen.

































































































































