Erfahrungen auf dem Kreativmarkt: Ein Rückblick

Eine Freundin und ich waren am Mitte April als Ausstellerinnen auf einem Kreativmarkt. Ich hatte ja schon diverse Dinge, die ich gebastelt hatte, hier gepostet.

Je näher der Kreativmarkt kam, umso unruhiger wurden wir. Haben wir auch genug Sachen zum Verkauf dabei? Ist die Preisliste realistisch? Werden wir überhaupt etwas verkaufen? Sollten wir nicht noch von Produkt X etwas nachproduzieren?

Ich hatte dann meine Sachen noch schön mit Bändchen und Sticker versehen – nochmals eine Heidenarbeit und -zeit, die ich da verbracht habe. Wenn ich alles zusammen rechne, waren es alleine an Arbeitsstunden mindestens 20 – mindestens! Und dann rechnen wir mal alleine die Arbeitszeit mit dem Mindestlohn, dann sind wir schon mal bei 300 Euro. Meine Kosten hatte ich mit ca 80 Euro gedanklich mit eingeplant, wobei das schon großzügig nach unten korrigiert war.

Also wäre ich bei knapp 400 Euro, die ich „investiert“ hatte – Material und Arbeitszeit. Natürlich habe ich nicht daran gedacht, daß ich ausverkauft bin, aber man macht sich ja so seine Gedanken, auch gerade, wenn man so gar keine Erfahrung in diesem Bereich hat.

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Das war nur mal eine kleine Auswahl.

So, dann haben wir das Ganze in Seidenpapier eingeschlagen und in Kartons verpackt- Männe war so lieb und hat uns zum Markt gefahren, wir haben unterwegs meine Freundin aufgelesen und dann haben wir alle Kisten hochgeschleppt und unseren Tisch „bezogen“. – Aufregend, das Ganze. Von der „Lage“ waren wir gut aufgestellt, gegenüber von uns eine Ausstellerin, die ähnliche aber kleinere Tabletts anbot und vom Preis her höher lag als ich.

Gott sei Dank hatte ich noch Preisschilder dabei und habe mich dann gleich mal „angeglichen“ – man hat so als Neuling ja so gar keine Erfahrung. Aber als ich die Preise gesehen habe, dachte ich mir „verschenken will ich das hier ja nun nicht, steckt ja jede Menge Zeit, Arbeit, Ideen und Material drin“.

Unser Tisch:

Tja, dann bekamen wir kurz vor Beginn von der Organisatorin alle noch ein Gläschen Sekt in die Hand gedrückt und sie erzählte noch kurz, wer alles da ist und wer als Sponsor auftritt und wünschte uns dann einen guten Verkauf.

Und so saßen/standen wir da und warteten. Leider, leider war uns das Münchener Wetter an diesem Samstag nicht gut gesonnen – wir waren drin und draußen war herrlichstes Frühlingswetter, der erste wirklich warme Samstag ohne Wind und Wolken. Außerdem hatten die Osterferien am Tag vorher begonnen und da waren wohl auch schon einige unterwegs in den Osterurlaub.

Und wer draußen ist, kommt halt nicht rein. Um es kurz auf den Punkt zu bringen: Es war nicht viel los, gar nicht viel. Da zieht sich so ein Tag schon echt in die Länge. Begonnen hatte der Spaß um 10.30 Uhr und dauern sollte es bis 17.30 Uhr.

Wir unterhielten uns sehr nett mit unserer Nachbarausstellerin, die diesen Markt schon zum 6. Mal erlebte und uns auch gleich sagte, daß sooo wenig noch niemals los war.

Abwechselnd umrundeten wir alle Stände auf dem Markt und vom Angebot war wirklich viel Unterschiedliches zu sehen. Silberschmuck selbstgemacht, Schmuck gehäkelt, Scherenschnitte, Aquarellkarten und -bilder, selbstgemachter Honig und Marmelade, genähte kleine Kosmetiktäschchen, Gehäkeltes und wir eben mit unserem aus Raysin-gegossenem Angebot von Tabletts, Kerzen, Kerzenständern, Osterdeko.

Wir waren auch recht froh, als es dann 17 Uhr war und wir langsam mit dem Zusammenräumen begannen. Männe holte uns auch wieder ab, brachte erst meine Freundin und dann mich nach Hause und wir verräumten die Kisten mit den wunderschönen, nicht verkauften Dingen wieder im Keller.

Butter bei die Fische: 120 Euro hab ich eingenommen – gut, meine Kosten habe ich damit drin, meine Arbeitszeit eben nicht. Aber ich hatte auch sehr viel Spaß bei der Produktion, der ist ja auch unbezahlbar und ich habe noch jede Menge kleiner Geschenke, die ich jetzt all meinen Lieben so nach und nach unterjubeln werde.

Mal ein kleines „Home“ mit Kerze für Dich, ein Tablett mit Muschelgranulat für Freundin x, wenn ich sie das nächste Mal besuche, ein paar Osterdekosachen für nächstes Jahr …….

Meine Freundin war nicht ganz so „erfolgreich“, aber unser Fazit: Ideal wars nicht, aber wir probieren es nochmal aus. Und wenns dann wieder nicht so läuft, dann wars wohl das falsche Publikum dort (Die Schuld immer auf andere schieben, niemals auf sich selbst!)

Mit viel Euphorie sind wir dort aufmarschiert, wurden eines Besseren belehrt, haben uns aber den Spaß nicht nehmen lassen und hatten einen schönen Tag. Genau so sehen wir das und der nächste Kreativmarkt kommt bestimmt – für uns aber im Herbst bei schlechtem Wetter 🙂

Das menschliche Gehirn…

schon immer wieder faszinierend.

Vor Wochen haben wir ein paar neue Möbel bekommen und vorher mußte ich einige Schränke ausräumen. Unter anderem auch den mit meinen LP’s (ja, ich habe noch LP’s und Singles gekauft). Da hab ich dann mal so durchgeguckt, vieles würde ich heute nicht mehr kaufen/hören aber ein paar sind dabei, die ich a) auch als CD habe und b) ich immer wieder hören würde wie z.B. Supertramp, Lake (ich kann mich gar nicht dran erinnern, daß ich die mal gut fand, ist aber immer noch gute Musik), Barclay James Harvest, Saga, Toto, Yes, Abba, und und und….. uuuund (ich glaube) ziemlich alle LP’s von den Bay City Rollers. Ich war ein totaler BCR Fan.

Mein Zimmer hing voll von Leslie Postern und ein BCR Starschnitt klebte da auch. Und als sich damals herausstellte, daß Leslie die Band verlassen wolle oder sich die Band auflösen würde, war ich todtraurig.

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Auch auf der letzten LP der Bay City Rollers „Strangers in the wind“ merkte man eine musikalische Veränderung, es war nicht mehr der locker-flockige Pop, es war schon auch so ein wenig – vielleicht – schwermütig und die Texte waren – ja – „erwachsener“.

Ich konnte damals jede Textzeile jedes Liedes – ich hätte euch sogar sagen können „Sagt mir eine Zeile aus irgendeinem Lied, ich sag euch, welches es ist“.

So und heute habe ich etwas gesucht und war am Schrank, wo jetzt die LP’s stehen und ich guckte so durch und dachte mir: Och, die „Strangers in the Wind“ – da hätte ich grad mal Lust drauf, die mal wieder zu hören.

Und weil ich mir dachte „Wäre doch nett, wenn du dir die bei Apple Music runterladen könntest und so gleich auf dem Handy hast“ , hab ich das auch gemacht.

So ein wenig nostalgische Gefühle hatte ich bei den ersten Tönen und wisst ihr, was dann passiert ist? Ich hab mitgesungen (war alleine zu Hause), erst ganz leise, dann mutig lauter.

Und was ich wirklich total faszinierend fand – ich konnte ALLE Texte – komplett. Einmal war ich etwas unsicher und ließ Leslie die richtige Strophe singen, aber ansonsten – okay, bei Shooray shooray for Hollywood war ich draußen – konnte ich noch nie leiden, das Lied … aber alles andere – das komplette Album – textsicher – bombensicher!

Und wenn ich zum Einkaufen gehe, kann ich mich nicht mal komplett an meinen Einkaufszettel erinnern, den ich vor einer Stunde geschrieben und – ihr ahnt es – zu Hause liegen lassen habe. Wie geht denn so etwas? Klar, die Texte hab ich hoch und runtergebetet – aber Leute, das ist 40 oder 45 Jahre her. Und dieses Album hab ich schon mindestens 30 Jahre nicht mehr gehört.

Kennt ihr das? Daß man sich an Liedertexte erinnert, die man vor ewiger Zeit gehört hat und die ewig zurückliegen und ihr auf der anderen Seite Dinge vergesst, die vor kurzer Zeit waren? Ist das, weil man bei den Liedtexten wohl die „repeat“- Taste im Hirn gedrückt hat? Oder weil es uns besonders wichtig war? Schon spannend, wie unser Gehirn arbeitet.

Eben sehe ich, daß das Album im Januar 1978 herausgebracht wurde – vor 47 Jahren – mir wird gerade ganz anders und ich fühle mich gerade „ein wenig alt“. Aber egal – hör ich mir doch gleich mal von Bryan Adams sein „18 til i die“ an. Gegensätze müssen sein!

Ich kann das nicht… Teil 2

Ich hatte ja erzählt, daß ich anderen Menschen nicht mal einen Ohrring „anziehen“ kann aus lauter Angst, ich füge ihnen Schmerzen zu.

Ich kann auch mir kaum „etwas antun“. Als ich vor Jahren am Bein eine Zecke bemerkte, mußte die Männe entfernen – ich konnte das nicht.
Wenn ich beim Blutabnehmen bin, muß ich beim „Stechen“ auch immer weg schauen, wenn die Kanüle aber liegt, macht mir das gar nichts aus und ich gucke immer begeistert zu, wie die kleinen Fläschchen mit meinem guten Blut befüllt werden.

Nun hat mir mein Arzt einen Freestyle libre 3 „verpasst“ – also verschrieben. Ich hatte ja erzählt, daß letztes Jahr bei mir eine Insulinresistenz bzw. Prä-Diabetes diagnostiziert wurde. Ich kann damit sehr gut leben, habe meine Ernährung umgestellt und angepasst, verschiedene Lebensmittel und Genussmittel stark reduziert. Es geht mir sehr viel besser, ich fühle mich viel wohler und das Gewicht ist auch ordentlich zurück gegangen. Ich muß zwar immer noch Medikamente nehmen, aber auch daran hab ich mich gewöhnt und ich habe damit keine Probleme.

Jetzt noch mal zu diesem Freestyle libre 3. Das ist dieser Glukosemesser, der am Unterarm befestigt wird, dort ganz unauffällig sitzt und ständig die Blutzuckerwerte auf ein Lesegerät oder ans Handy sendet. Mein Doc meinte, es wäre auch für mich sehr interessant zu wissen, wann man vor einer Glukosespitze steht und wie man die eventuell vermeiden kann.

Nun hatte ich das Rezept in der Hand – ich hatte mich schon vor Wochen mit diesem Ding beschäftigt und alleine der Gedanke, ich muß mir dieses Ding selbst in den Unterarm „schießen“, hat mich schon schütteln lassen. Ich kann mir nicht selbst wehtun – ich verstümmele mich doch nicht selbst 🙂

Da ich das Rezept ja jetzt hatte, habe ich mir , tapfer wie ich bin, das Teil auch bestellt. Ankommen sollte es Samstag aber zumindest darauf ist bei DHL Verlass – Ankündigungen und tatsächliche Auslieferung treffen selten auf einen Tag. Also wurde es Montag und das Päckchen lag Stunden bei mir rum.

Irgendwann machte ich es auf und wir – das Päckchen und ich – marschierten in Richtung Bad. Man weiß ja nie, was beim Setzen dieses kleinen Dings passieren kann.

Respektvoll hab ich das Teil dann ausgepackt und mich ausgiebigst mit der „Bedienungsanleitung“ auseinandergesetzt (ich glaub, ich habe sie 5 Mal gelesen). Mutig habe ich den Unterarm mit Seife gesäubert (hatte zwar am Morgen geduscht, aber wenn das so in der Anleitung steht…), mit einem Alkoholpad abgetupft und nun stand ich da – vorm Spiegel, den Glukosemesser mit Applikator in der Hand und ich peilte den Oberarm an.

Angesetzt – leicht draufgedrückt, nix passiert – fester draufgedrückt und mit einem kleinen Peng steckte das kleine Ding dann in meinem Oberarm. So groß wie eine 10 cent Münze. Und ich sag euch was: ICH KANN DAS!!!!

Ganz ehrlich – gemerkt habe ich üüüüberhaupt nichts. Ich war etwas erschrocken über das „Peng“ aber das wars schon.
Nun steckt so ein kleines Ding in meiner Haut und das mißt nun den lieben langen Tag meinen Blutzucker und es ist schon faszinierend, was da in dem Körper passiert.

Ich sag euch, es sind spannende Dinge, die da passieren. Was da passiert, wenn du Kohlehydrate zu dir nimmst (Kurve geht steil nach oben) , was passiert, wenn du vor den Kohlehydraten einen Salat isst (Kurve geht langsam nach oben, längst nicht so hoch) und was (bei mir) auch nachts passieren kann – Blutzucker rauscht in den Keller.

Jetzt müssen wir uns noch etwas aneinander gewöhnen und ich muss in der Stunde auch nicht 10 mal gucken, wie der Wert ist … aber ich bin ja lernfähig.

Stören tut das kleine Ding am Oberarm gar nicht – das bleibt jetzt 14 Tage an Ort und Stelle und wird dann durch den nächsten Sensor ersetzt. Und wenn ich das dann mal 4 Wochen getragen habe und weiß, wie das mit dem Blutzucker bei mir funktioniert, ist es auch wieder gut. Ich muß ja kein Insulin spritzen.

Ich kann das nicht…Teil 1

habe ich immer gesagt. Was kann ich denn nicht?

Dazu muss ich weit ausholen.
Ich war um die 16 Jahre, als ich mir eingebildet habe, nach der Realschule eine Ausbildung zur Krankenschwester zu absolvieren. Um einen kleinen Einblick in das Leben einer Krankenschwester zu bekommen, bewarb ich mich am örtlichen Krankenhaus um einen Praktikumsplatz in den Osterferien.
Den bekam ich auch und am ersten Tag wurde ich eingewiesen – zunächst bekam ich ein Schwesternkittel und dann wurde der Tagesablauf erklärt. Ich hörte freudig begeistert zu und dachte, daß ich dann gleich mal mit zur Visite dürfe…

Dieser Illusion wurde ich schnell beraubt – für mich hieß es die ersten 3 Tage Dienstzimmer putzen. Und ihr glaubt gar nicht, was man dabei alles falsch machen kann.

Der Köcher für die Stifte zum Notieren von Daten und Informationen steht RECHTS vom Schreibblock – Kerstin – rechts!
Ebenso die Schnur des Telefons – die liegt immer rechts vom Telefon – IMMER.
UM GOTTES WILLEN – das war der Putzlappen für Schreibtisch und Kommoden – den grünen nehmen wir, um die Schränke auszuwischen.
Die desinfizierten Urinflaschen doch NICHT RECHTS in den Schrank – jetzt können wir das alles noch einmal desinfizieren. Und zur Belohnung gab es einen Klaps auf den Arm (heute undenkbar und als körperliche Gewalt deklariert).

Ja, Schwester Dorothea war schon speziell und viele der Schwestern grinsten mich die ersten Tage mitleidig an und nickten verständnisvoll, wenn ich etwas planlos umherstand.

Nach drei Tagen durfte ich den Besuchern sagen, in welchem Zimmer ihre Angehörigen lagen, ich durfte Blumenvasen besorgen und bringen und ich durfte mit in die Küche, um die Mahlzeiten auf einem Wagen zu holen.

Am ersten Freitag war ich ziemlich geschafft und hatte mal einen Überblick – zumindest darüber, wie anstrengend es ist, gute 8 Stunden auf den Füßen parat zu stehen.

In der zweiten Woche wurde es dann spannend – ich durfte das Essen mit ausgeben und eine Patientin (eine sehr alte und kranke Dame) durfte ich sogar „füttern“. Sie mochte das Mittagessen nicht aber den Nachtisch liebte sie. Auch beim Trinken mit der Schnabeltasse war ich behilflich und wir verstanden uns wirklich gut.
Als ich eines morgens wieder beim Verteilen des Frühstückes half, war sie nicht mehr in ihrem Zimmer. Auf meine Frage, ob sie in ein anderes Zimmer gekommen sei, erhielt ich nur ein Nein. Und da wußte ich, was passiert war. Hat mich sehr mitgenommen.

In der zweiten Woche durfte ich dann auch mit zur Visite gehen und auch mal zuschauen, wie eine Spritze gesetzt oder eine Infusion angelegt wird. Zugucken konnte ich – hat mir nix ausgemacht.

Aber an einem der Tage fragte mich eine Patientin, ob ich ihr die Ohrringe anstecken könne, die ist zu zittrig und sie schafft es nicht. Und da hab ich festgestellt – ich kann das nicht. Ich hatte so Angst, ihr weh zu tun oder etwas falsch zu machen. Und von da an war klar, das mit der Krankenschwester ist nix für mich. Ich kann bis heute nicht jemandem anderen einen Ohrring anstecken, ich tu mir ja bei mir selbst schon schwer, wenn der Stecker nicht gleich vorn und hinten durchs Ohrloch geht, werde ich schon leicht nervös….

Wenn das jemand anders macht, ist das gar kein Problem für mich – da halte ich still und das macht mir nix aus – nur mir selbst „antun“ kann ich nichts…. dachte ich (Fortsetzung folgt).


Ständig Stress mit der Ex

Nein – nicht bei mir – ich habe KEINE Ex und mit meinem Ex habe ich keinen Stress, weil keinen Kontakt.
Über diesen Artikel bin ich gestern in der SZ gestolpert – es geht mal wieder um das Thema Schule und zwar um unangekündigte Exen – bei uns hieß das damals noch „Test“ oder „Arbeit“.

In diesem Fall gehts um das Schulzentrum in Neuperlach (München) – es wird sich von den Schülern ein Lernen ohne Angst, ein besseres Schulklima und weniger Druck gewünscht.
Am Mittwoch wird am Wittelsbacher Platz demonstriert: Gegen Exen und Ausfragen – für eine andere Art von Schule.


Um zu zeigen, daß Schule auch anders funktionieren kann, wollte die Stadt München eine Modellschule aufbauen: eine Schule für alle Kinder, ohne Noten, mit einem Blick auf ihre Stärken und nicht auf ihre Schwächen. Dies wurde jedoch vom bayerischen Kultusministerium im vergangenen Jahr abgelehnt.

Zu einer Pressekonferenz sagte eine 17 jährige Schülerin, daß es in den Schulen doch darum gehen sollte, das Schüler zeigen dürfen, was sie können und nicht beim „Ich erwische dich genau dann, wenn du etwas nicht kannst“.

Alleine zu dem Punkt fällt mir ein, daß man bei jeder Ex zeigen kann, was man kann – denn wenn man es kann, wird das mit einer guten Note bewertet. Und daß ein Lehrer Spaß daran hat, seinen Schülern mit „Ich erwische dich beim Nichtkönnen“ ist purer Unsinn. Das schlägt sich auf den Notenspiegel nieder und fällt im Schlimmsten Fall auf den Lehrer selbst zurück. Also diesen Punkt hätte ICH schon mal abgeschmettert.

Ich fange jetzt nicht wieder an mit „Wir haben damals auch…“ – doch… damit fange ich an: Bei uns gabs auch unangekündigte Tests mit dem positiven Erfolg, daß man gar nicht lange Angst vor dem Test haben konnte, weil der ja sehr spontan kam. Also nix mit stundenlangem Aufregen vorher. Da hieß es „Hefte raus“ und dann gings los.

Wenn ich mich richtig erinnere, waren diese Tests jedoch nicht so ausschlaggebend, wie Tests, die vorher angekündigt waren. Und auch da hatten wir manchmal Bammel, wie der Test ausging, weil man a) gelernt hatte, aber Angst hatte, das Gelernte nicht komplett abliefern zu können, b) man NICHT gelernt hatte (da sag ich: Selbst schuld) und c) nach dem Test die heißen Diskussionen anfingen „Was hattest du bei Aufgabe 2 als Ergebnis“ und man eben nicht auf dieses Ergebnis kam. Aber oft wurde – zumindest bei uns – dann der Lösungsweg als richtig anerkannt, auch wenn das Ergebnis dann nicht stimmte. Aber es gab eine bestimmte Punktzahl – sehr sozial und fair.

Zu dem Thema Schule ohne Noten: Wie wollen wir denn heute Leistung noch messen können? In dem wir eine Matheaufgabe „tanzen“ und ein Diktat „singen“?
Wie wollen denn genau diese Schüler später mal in ihrer Ausbildung und ihrem Job mit auch mal entstehendem Leistungsdruck klarkommen? Und der kommt ab und an einmal.

Man bekommt heute in fast jedem Job Ziele auferlegt, die man erreichen sollte/muß. Da kann ich mir die geforderten Zahlen auch nicht herbeitanzen – da muß ich dafür arbeiten. Auch mal unter Druck.

Meine Schulzeit ist ja nun doch schon länger her aber Angst hatte ich nie – vielleicht mal, wenn ich wußte, daß ein Test für mich nicht gut ausfällt. Und das zeigte mir dann eben, daß da noch etwas zu tun ist.

Chemie war der absolute Albtraum für mich – gerade da habe ich vieles, was ich nicht verstanden hatte, einfach auswendig gelernt – auf Kommando abgeliefert und dann sofort wieder vergessen. Und vieles war total unsinnig (in meinen Augen) aber es stand eben auf dem Lehrplan. Und da mußte wir durch.

Natürlich bin ich sicher, daß es heute in der Schule schon auch Stress gibt – den Schülern sehr viel abverlangt wird. Aber es zeigt sich auch immer wieder, daß dieser Stress auch oft von zu Hause gefördert wird – der Anspruch der Eltern an ihre Kinder. Man sollte das auch einmal von dieser Seite aus betrachten.

Heutzutage ist selbst ein Realschulabschluß (den habe ich) zumindest in den Augen manche Eltern nichts mehr wert. Die Kinder werden gedrillt,“zumindst“ ein Zwei-er Abitur nach Hause zu bringen – besser wäre natürlich die 1 vorne dran und – auf alle Fälle – danach ein Studium zu beginnen.

Tja – und DA sind wir beim Thema Notendruck, Stress in der Schule, Leistungsdruck. Von dieser Seite her wird das nämlich fast nie gesehen.

Des langen Geschreibsels kurzer Sinn: Natürlich ist der Druck in den weiterführenden Schulen heute ein anderer – aber es geht mit Sicherheit nicht darum, Schülern aus reiner Gemeinheit und Schikane ihr „Unwissen“ vor die Nase zu halten. Jeder kann mit seinem „Wissen“ ebenfalls überzeugen und das Unwissen kann durch gezieltes Lernen eben zu Wissen werden. Das ist ja der Sinn einer solchen Ex – nicht der, schlechte Noten zu verteilen.

Hanami: Die Kirschblüte im Olympiapark München

Jedes Jahr Ende März/Anfang April beginnt sie – die Kirschblüte. Und es gibt ganz tolle Plätze und Gegenden, wo man diese Kirschblüte bestaunen kann.

Ich bin seit Jahren zu dieser Zeit sehr gerne im Olympiapark in München unterwegs – aber nicht nur ich, sondern gefühlt 100 erte von Menschen ebenso.

Es ist aber auch jedes Jahr wieder besonders, herrlich zum Anschauen und die Farben sind einfach wunderbar. Das erste seichte Grün, die weiß-rosabarbenen Blüten, der blaue Himmel, die helle Sonne. Und wenn dann noch ein laues Windchen durch die Kirschblüten fegt und die Blüten wie rosa Schnee zu Boden fallen, kann man sich schon wirklich daran erfreuen.

Und zwischen den Kirschbäumen dann noch der Blick auf den Olympiaturm und das BMW Hochhaus:

Und passed zu „Hanami“ hat eine Münchener Datenschutzfirma – Enobyte – ein paar japanische Lampions in den Bäumen aufgehängt:

Ich bin dann einmal um den Olympiasee gelaufen und habe noch ein paar Fotos gemacht – auf den Olympiaturm kann man im Moment nicht, der wird restauriert. Aber auch von unten sieht er schon imposant aus.

Und dann hab ich doch auch noch tatsächlich ein paar auf dem Dach des Olympiastadions gesehen – ich glaube, das Dach wurde gereinigt oder es wurde etwas repariert.

Hier nochmal ein besonderer Blick auf das BMW Hochhaus:

Das war mein Freitag – ach – am Vormittag war ich zur MRT – Kontrolle – alles gut und alles so, wie es sein soll. Das Wartezimmer fand ich recht cool und kurzzeitig kam ich mir vor, wie im Aquarium 🙂

Einen schönen Sonntag abend euch und einen guten Start in die neue Woche.

Handys in der Grundschule – Fluch oder Segen?

Seit letzter Woche wird im Saarland diskutiert, ob es in der GRUNDSCHULE ein sogenanntes Handyverbot geben sollte.

Wir reden hier von der Grundschule und dem Schüleralter von ca 6 bis 10 Jahren. Ich bin schon am Überlegen, ob ich es gut finde, daß die Schüler in diesem Alter schon ein Handy haben müssen.

Ich verstehe ja die Eltern, die ganz einfach sagen „Ich will sehen, ob mein Kind heil in der Schule angekommen ist und ob es auch wieder gut nach Hause kommt“. Schlimm genug, daß man sich darüber heute wirklich Gedanken machen muß.

Ich fange jetzt nicht zum Erzählen an, wie wir früher zur Schule und wieder nach Hause gelaufen sind und daß unsere Eltern oft über Stunden nicht wußten, wo wir waren.

Die Zeiten sind heute leider ganz anders und gerade ich als totaler Aktenzeichen XY „Fan“ sehe so oft, wie unbedarft kleine Kinder oft sind und was alles passiert. Furchtbar. Von daher völlig richtig, wenn Eltern mit einer App sehen können, wo sich ihre Kinder gerade befinden.

Hier bei diesem Thema geht es jedoch um das Handy im Unterricht. Und ich finde, daß muss nun wirklich nicht sein. In der Schule gehört meiner Meinung nach die ganze Aufmerksamkeit der Lehrerin und dem Unterricht.

Die Diskussion, daß Kinder sich ja dann über das Internet auch „weiterbilden“ könnten und ein Handyverbot dafür sorgt, daß Deutschland weiterhin in der Pisastudie absackt, finde ich absolut daneben.

Ich stelle mir gerade einen Siebenjährigen vor, der unter dem Tisch in sein Handy „Wie geht Mengenlehre“ eingibt, weil er es im Unterricht nicht versteht. Davon abgesehen, weiß er doch im Zweifelsfall gar nicht, nach was er „suchen“ soll. Er soll den Lehrer fragen, ob der es nicht noch einmal wiederholen kann.

Davon abgesehen, daß – sind wir ganz ehrlich – sich die Kinder im Unterricht eher whatsapp schreiben oder irgendwelche Spiele spielen, anstatt sich weiterzubilden, finde ich ein Handy im Unterricht einfach nur als Störfaktur.

Und wieviele Kinder in diesem Alter haben denn bereits ein Handy – ich hab mal das world wide web befragt:

Rund 21 Prozent der 6- bis 9-jährigen Kinder in Deutschland besitzen bereits ein eigenes Smartphone. In der Altersgruppe der 10- bis 12-Jährigen sind es dann 86 Prozent.

Und was ist mit den Schülern, die kein Handy haben? Wie sollen die sich dann „während des Unterrichtes per Handy“ weiterbilden, was das größte Argument der Befürworter der Gruppe „Für die Handynutzung in der Grundschule“ ist?

Da brummt es wegen einer SMS hier, da plingt es wegen einer Whatsapp da und Mama schickt ne Sprachnachricht, daß Henry seinen Turnbeutel zu Hause liegenlassen hat, was der kleine Kerl natürlich schon bemerkt hat und nun in Unterhose beim Sportunterricht mitmacht (Ironie aus).

Ich finde es schlimm genug, daß heute Hausaufgaben von Schülern gemacht werden und dazu dann ChatGPT befragt wird. Ja Himmeldonnerwetter noch mal – gehts eigentlich noch? Hab ich alles schon erlebt bzw. gehört.

Bei aller Liebe zu Neuerungen und Modernisierung, Digitalisierung und KI / AI – wollen wir jetzt gar nichts mehr selbst tun und uns vom Internet bedienen lassen?

Ich frage mich wirklich, wie lange in der Schule die Lehrer noch vor der Klasse stehen und unterrichten.

Natürlich hat das „www“ ein riesengroßes Wissensspektrum und wie oft frage ich täglich einfach bei Wikipedia nach – wunderbar, was man alles lernen und was man an Informationen abfragen kann. Aber bitte nicht in der Grundschule bzw nicht IM UNTERRICHT.

Und wenn sich ein paar kleine Wißbegierige zu Hause langweilen oder mit dem Schulstoff etwas unterfordert sind, dann können sich Mama und Papa gerne mit hinsetzen und den Kindern zeigen, wie man sich welche Informationen holen und für sich nutzen kann.

Mein Fazit: Handy in der Grundschule – NEIN. Gerne in der Freizeit in einem gewissen Zeitmaß und am Abend vor dem Schlafen gehen gehören die Handys von Mama und Papa eingesammelt.

Die Freude an Kreativität: Mein Weg zum Kreativmarkt

„Kreativität ist Intelligenz, die Spaß hat“ – das soll Albert Einstein einmal gesagt haben. Ich finde diesen Spruch ziemlich genial und wenn Intelligenz und Kreativität mit Spaß verbunden wird, find ich das gleich doppelt gut.

Ich zähle mich ja durchaus auch zu den kreativen Menschen – alleine mein Job ist oft pure Kreativität. Deswegen wäre ich auch niemals wirklich glücklich in einem Bürojob gewesen – nein, besser gesagt, ich wäre niemals glücklich in MEINEM Bürojob geblieben – in der Buchhaltung und im Controlling.

Wobei ich manchmal auch schon ziemlich kreativ sein mußte, um Dinge gerade zum Jahresabschluß buchhalterisch noch irgendwie unterbringen zu können. Aber das war es nicht, was mich kreativ glücklich machte.

Ich sage manchmal zu Männe, daß ich schon mit Kopfschmerzen aufgewacht bin, weil ich 1000 Ideen habe, was ich heute machen könnte und die Kreativität in meinem Kopf drückt 🙂
Ob es ein Foto ist, das ich gedanklich schon gemacht habe, bevor ich die Kamera überhaupt in der Hand halte oder eben ein Foto so bearbeite, daß es zu etwas Besonderem wird – etwas, was ich heute malen oder basteln möchte, mir ein neues Muster zum Stricken einfallen lasse oder wie gerade zur Zeit, ich beim Gießen von Formen neue Techniken ausprobiere.

Mitte April haben sich eine Freundin und ich zu einem Kreativmarkt angemeldet – wir werden dort unsere „Kunst“ präsentieren. Wir beide haben in den letzten Jahren die Liebe zum Formen gießen entdeckt und leben die gerade aus. Meine Freundin hat sich auf wunderschöne Duftkerzen spezialisiert – sie gießt die Form für die Kerze und befüllt sie dann mit Wachs und ätherischen Ölen – wunderschöne Kerzen in tollem Design – zweifarbig und noch mit einem tollen Spruch beplottet.

Ich habe zu Weihnachten von ihr unter anderem auch solch eine Kerze bekommen und habe sie gleich gefragt, wo sie die denn gekauft habe – ich würde solche gerne mal verschenken. Ihre Antwort: Kann man (noch) nicht kaufen – sind noch nicht auf dem Markt – dafür aber von mir selbst gemacht.

Konnte ich kaum glauben – wirklich wunderschön. Naja – und nun haben wir uns entschieden, zu diesem Kreativmarkt zu gehen und unsere Sachen anzubieten und zu verkaufen.

Jetzt habe ich mich die letzten beiden Tage ins Zeug gelegt und mal angefangen zu produzieren – und beim Produzieren sind mir ein paar Ideen gekommen, die ich umgesetzt habe.

Und so schaut mein „Sortiment“ im Moment aus – ich mußte jetzt aufhören weil ich a) kein Raysin mehr habe, b) die Küche mal wieder in den Normalzustand versetzt werden mußte und c) ich auch mal wieder arbeiten muß, damit ich Geld verdiene, um unter anderem Raysin nachzu- kaufen:)

Aber das ist jetzt nur ein Hobby – ich werde jetzt nicht meinen Lebensunterhalt mit dem Gießen und dem Verkauf von Formen bestreiten. Es ist eine nette Abwechslung und mir kamen bei der Arbeit viele Ideen, die ich – nicht immer erfolgreich – umgesetzt habe.

Vieles ging zu Bruch, weil ich die Form zu früh aus der Silikonform herausgenommen habe oder sich das Raysin durch das Untermischen von verschiedenen Farben/Farbpigmenten verändert hat und nicht ordentlich aushärtet bzw. gar nicht fest wird. Ungleichmäßiges Eingießen ist auch so eine Sache, da gibt es dann Schattierungen, leichte Einkerbungen, wenn man das Raysin nach dem Eingießen nicht anständig von den entstandenen Luftbläschen befreit und und und…

Letztendlich macht es aber doch viel Spaß, ich erfreue mich an den gelungenen Projekten und werde nächste Woche noch mal in die Produktion einsteigen.

Hier mal ein paar „Produktfotos“:

Mein erster kreativer Versuch, Raysin-Formen mit der sogenannten Serviettentechnik zu verschönern – hmmm, ziemlich fisselig, die Serviette läßt sich nicht komplett glatt auf der Form auflegen und mit dem Kleber überpinseln – es gab ständig Unebenheiten und das Ergebnis gefällt mir nicht – zumindest ist es nicht so, daß ich es verkaufen möchte. Für den „Hausgebrauch“ ganz okay.

Hier war ich gestern von den Socken – die finde ich ja wunderschön. Raysin-Formen mit Silikonstempeln versehen (die habe ich aber wieder abgezogen) – Ausschuß hatte ich aber vorher auch, weil mir nicht einging, wierum ich diesen Stempel einlegen muß… Hin und her überlegt, mit der Struktur nach außen oder innen? Erst mal drei Tabletts „versaut“ weil falsch eingelegt. Eine Stunde Aushärtezeit und gut 600 Gramm Raysin verplempert. Frust hoch zehn gabs gratis dazu. Aber jetzt weiß ich, wie es geht 🙂

Hier noch mal österlich….

Hier hatte ich Raysin erst beige eingefärbt und etwas in den Formen verteilt, das aushärten lassen und dann noch mal normales Raysin drüber gegossen – gefällt mir auch richtig gut.

Hier in grün eingefärbt…

Und hier das Marmorierte – das find ich auch richtig toll – sieht aus wie richtiger Marmor. Hier habe ich flüssige Farbpigmente tröpfchenweise in das angerührte Raysin gegeben und nur mit einem Stäbchen leicht verrührt, so daß die Farbe nicht gleichmäßig verteilt wurde. Ich liebs!!!!Bei den runden Untersetzern habe ich erst das Raysin nur am Rand eingegossen und aushärten lassen, dann das marmorierte drübergegossen.

Und hier sind ebenfalls Formen, die ich einfach nur weiß gegossen habe, ich liebe die kleinen Döschen mit Deckel, die Häschen sowieso und der „Eierbehälter“ war mein letztjähriges Ostergeschenk an meine komplette Family – hat jeder bekommen, der es wollte oder auch nicht.

Tja, und jetzt mach ich mal eine kreative Pause, bis ich nächste Woche in die zweite Runde einsteige.

Ich werde berichten, ob sich der Kreativmarkt für uns (finanziell) gelohnt hat – die Formen hatte ich mir bis auf die Silikonstempel schon alle in den letzten Jahren zugelegt, das Raysin muß man eben kaufen, die Farbe auch und dann noch etwas Verpackungsmaterial, Seidenpapier etc…
Aber es geht – wie so oft – ja nicht nur um den Verdienst, es ist ein Tag, an dem wir bestimmt viel Spaß haben, neue Leute kennenlernen werden und wir uns einfach nur freuen, wenn ein oder zwei oder drei oder mehr Teil(e) über den Tresen gehen. Und es ist eine Erfahrung mehr. Genau!

Seid ihr mit selbstgemachten Dingen schon mal auf so einem Kreativmarkt gewesen? Was habt ihr zum Verkauf angeboten oder präsentiert? Oder besucht ihr solche Kreativmärkte? Wie waren eure Erfahrungen? Hat sich das für euch gelohnt?

Skifahren 2025 Seiser Alm

Wie seit vielen Jahren waren wir dieses Jahr zum Skifahren wieder im März auf der Seiser Alm.
Warum März? Weil es a) vom Wetter her (meist) schöner ist, b) die Lifte länger offen haben und c) man auch hier schon ne Prise Frühling bzw. Sonnenschein tanken kann.

Nachdem die Wettervorhersage für unsere Woche nicht sooooo ideal, der Sonntag (noch) schön angesagt war, machten wir uns früh auf die Socken und kamen auch super gut durch. Unsere Bedenken, vorm Brenner an der Luegbrücke im stundenlangen Stau zu stehen, weil die Brücke saniert wird und im Moment nur einspurig zu befahren ist, trat nicht ein. Die Brücke wird zwar saniert, aber am Wochenende ist sie weiterhin zweispurig zu befahren. Wir kamen flott durch und waren nach 2 Stunden und 40 Minuten auf der Seiser Alm.

Hier von unterwegs aus sieht es ja noch so gar nicht nach Skifahren aus – aber ein paar Meter weiter oben….

Kurz im Hotel eingecheckt, Zimmer war schon frei, schnell in die Skiklamotten gesprungen und schon waren wir auf der Piste.

Von unserem Hotel bzw. Skikeller kommt man direkt auf die Piste und das ist unheimlich wertvoll. Auch an Tagen, an denen das Wetter nicht ideal erscheint, man fährt einfach mal schnell los und kann dann immer noch sehen, ob es geht oder nicht. Ich muß nicht erst die Ski auf den Rücken schnallen und loslaufen – es geht direkt vor dem Hotel los – verwöhnt sind wir in dieser Beziehung jetzt doch schon sehr

Unsere Freunde aus Berlin waren am Samstag angereist und schon auf der Piste -wir telefonierten uns zusammen und trafen uns dann am Spitzbühel – und unsere neuen Bekannten aus München (die hatten wir letztes Jahr kennen gelernt) waren auch schon da. Große Wiedersehensfreude und dann fuhren wir los.

Herrliche Pisten, tolle Schneeverhältnisse, Sonnenschein am Himmel, gute Laune bei uns – was will man mehr. Und gleich mal eine der tollen Kutschen gesehen…

Wir fuhren wirklich viel und flott und kamen am ersten (halben) Tag schon auf knapp 24 Pistenkilometer – für den Anfang recht gut.

Hier der Monte Piz, dessen Piste direkt an unserem Hotel (3. Foto) entlang geht (Ilka, du kennst es ja :))Es ist wirklich so herrlich, die Treppen aus dem Skilift hochzugehen und vom Hotel gleich auf die Piste zu gelangen und von der Piste eben fast direkt in den Skikeller.

Am Montag früh sah es gleich mal so aus:

Schneefall und kaum Sicht- wir frühstückten erst mal gemütlich…

…und zogen dann trotzdem los: Unsere Freunde aus Berlin fuhren an „ihrem“ Hausberg und wir rutschten bei uns etwas umher. Sicht war immer wieder mal besser und dann wieder schlechter, aber zum im Hotel bleiben wars einfach nicht schlecht genug 🙂

Nachdem wir bis gegen 16.30 Uhr gefahren sind, gings wieder gen Hotel und ins hoteleigene SPA, Sauna und Indoor-/Outdoorpool machen hier richtig Freude.

Am Dienstag zog es auch erst wieder umeinander, dann aber kam die Sonne raus und wir hatten richtig Spaß – sogar die Alphornbläser kamen zu unserem Hotel und unterhielten die dortigen Sonnenanbeter gut – wir kamen kurz vorbei und dann zog es uns auch schon gleich wieder auf die Piste.

Wir sind dann einen Lift gefahren, da sah es noch recht gut aus. Als wir im Lift saßen und losfuhren, wurde es mit jedem Meter düsterer und „undurchsichtiger“. Oben angekommen mußtest du höllisch beim Ausstieg aufpassen, daß du keinen umfährst – wir haben die Hand vor Augen nicht mehr sehen können.

Gut- nun waren wir ja oben, nutzt ja nix, also los und in seeeeehr gemäpigtem Tempo den Berg runter, immer an der Liftspur entlang, da hat man zumindest die Abgrenzung erahnen können. Ich hab auf der Piste laut gesungen, wenn man mich schon nicht sieht, sollte man mich wenigstens hören 🙂
Aber irgendwie gings und irgendwann lachst du einfach auch nur, weil Heulen und schlechte Sicht keine Option sind.

Wir kehrten dann in die Sanon- Hütte ein und dort gabs einen wohlverdienten Kaiserschmarrn – war der lecker.

Mittwoch war es dann ganz gruselig und Männe und ich gingen spazieren, erst den Monte Piz hinunter, dann gings mit dem Lift wieder hinauf und wir liefen oben noch ein gutes Stück.

Und wenn man schon keine großen Aktivitäten an den Tag legt, muß man sich zumindest abends noch etwas gutes tun – taten wir:

Donnerstag sah das Wetter wieder etwas besser aus und wir waren auf den Hausbergen unserer Freunde unterwegs – bis dahin hatten wir es in diesem Jahr noch gar nicht geschafft. War sehr schön aber auch dort holte uns die schlechte Sicht und ein wirklich eeeeiiiiisssskalter Wind schnell ein und wir wollten nur noch nach Hause.

Es ist unglaublich, wie schnell sich das Wetter in den Bergen wandelt – von total sonnig auf kaum mehr Sicht und der Wechsel im Minutentakt.

Am späten Nachmittag genossen wir unser SPA:

Freitag wieder zunächst „Suppe“ und wir vergnügten uns mit Triomino und Rummikub:

Es hatte in der Nacht richtig heftig geschneit und die Pisten waren leider nicht wirklich gewalzt, denn das passiert ja am Abend vorher. Von daher nicht so „mein Skifahr- Wohlfühlfeeling“. Männe fuhr am Nachmittag nochmal los und ich marschierte eine Runde und erlebte auch hier wieder, wie sich das Wetter minütlich ändern kann.

Irre, oder?

Den späten Nachmittag verbrachten wir wieder im SPA und Samstag war das Wetter auch nicht gut – heftiger Schneefall – da bringst du mich nicht auf die Brettln.

Wir hatten noch einen gemütlichen Tag, packten unsere Koffer und brachten das Skizeugs schon ins Auto – genossen noch einen letzten Abend mit wunderbarem Essen und einem Absacker an der Bar und marschierten zu Bett.

Am nächsten Morgen noch ein gemütliches Frühstück und dann gings gen Heimat. Auch die Heimfahrt gestaltete sich unproblematisch, wir waren flott zu Hause und ab Montag hatte uns der Alltag wieder.

Schön wars – wenn auch skifahrmäßig nicht ganz so aktiv wie all die Jahre zuvor, aber Spaß hat es gemacht und für nächstes Jahr ist auch schon wieder gebucht – diesmal mit „besserem“ Wetter 🙂