Wenn ich das schon lese – …. Was glauben denn die Hersteller, warum ich einen Quark, Joghurt oder auch Haarschaum immer wieder kaufe????
Weil es mir so , wie es gerade ist, gut gefällt, schmeckt oder ich damit super zurecht komme.
Gerade ist mein Haarschaum “von der Rezeptur aus verbessert” worden – mir dem Ergebnis, dass er klebrig ist und das Haar beim Antrocknen bockhart wird. Furchtbar – einfach nur gruselig.
Wir waren letzte Woche in Kaprun und Zell am See und sind auch etwas durch die netten Örtchen dort marschiert.
An einem Laden hielt ich an und holte mit ein paar Mozartkugeln. Beim Bezahlen meinte der Ladenbesitzer, dass das wohl die letzten in Österreich hergestellten seien – die Produktion werde nun nach Polen ausgelagert und damit wird auch die Rezeptur für diese Mozartkugeln verändert.
Ich verstehe es einfach nicht – der Markt ist doch da – es wird doch gut verkauft. Wieso meint man, ständig etwas verändern zu müssen?
Nein – ich bin nicht gegen Neuerungen – ich finde nur vieles völlig überflüssig und dann im Nachhinein einfach schlechter.
Aber um auch etwas Positives dazulassen, hier ein paar Fotos von meinem Mädelsabend gestern.
Wir waren zunächst im Bayerischen Hof in der Blue SPA Lounge mit diesem Blick:
Danach haben wir uns in der Kleinen Komödie “Italia con Amore” angeschaut – wirklich toll – eine Parodie von “Romeo und Julia” – begleitet von sämtlichen bekannten italienischen Lieder wie “Volare, Sharazan, I maschi, Felicita…” wirklich lustig und unterhaltsam …
Und gerade habe ich aus meinem Hochbeet die ersten Möhrchen geerntet…
…here I go again my, my how can I resist you Mamma mia does it show again my, my just how much I missed you….
Ich bin mir sicher, das kennt ihr alle – aber um zum Punkt meines Blogeintrages zu kommen, hole ich etwas aus.
(okay, das ist ein seeehr langer Blogeintrag und ist hauptsächlich erst einmal für mich selbst – zur Erinnerung, zum Revue passieren lassen und zum Erkennen, welch tolle Menschen ich um mich habe).
Nachdem sich die Aufregung bezüglich meines 60. bei mir etwas gelegt hatte, gab es noch einige Vorbereitungen für die eigentliche Party. 65 Gäste hatte ich eingeladen und tatsächlich haben doch 60 zugesagt. Wie passend.
So mußten wir die Sitzordnung festlegen (ich mach das immer recht gerne, weil sich dann nicht immer die, die sich sowieso schon kennen, zusammen setzen). Natürlich haben wir geschaut, daß jeder soweit happy mit seinem Platz ist und es aus unserer Sicht passt – und da (fast) sich alle sowieso kennen, gibts da nie Probleme.
Meinen Fotografenkollegen Tobias hatte ich nochmals angerufen, ebenso meinen lieben Kollegen, der für Sound und Licht zuständig ist und „nebenbei“ auch noch den DJ machte.
Am Freitag trudelten die ersten Gäste/Familie ein, ich holte einen „Schwung“ am Bahnhof ab und andere kamen mit dem Auto.
Wir hatten tolles Wetter und saßen zum Kaffee im Garten, am Abend gingen wir zum Italiener, waren aber relativ bald wieder zu Hause und verschwanden in die (Hotel)Betten – also meine Eltern konnte ich bei uns unterbringen, alle anderen waren im fußnahen Hotel untergebracht.
Samstag kamen ein paar meiner Lieben zum Frühstücken, die anderen hatten andere Pläne – wir gingen den Tag gemütlich an und bei mir stieg die Spannung schon etwas an.
Männe verschwand am Nachmittag, um „die Lage in der Location“ zu checken, ich durfte NICHT mit, ich hätte gerne auch noch etwas dekoriert etc… „ich mach das, ruh du dich noch etwas aus“… Naja gut.
Um 18 Uhr gings dann los, wir fuhren los und ich war wirklich aufgeregt, ich WUSSTE, daß irgendetwas passiert – aber eben nicht, was. Und so etwas macht mich immer etwas unruhig – nicht FRAU der Lage zu sein.
Gefeiert haben wir im Seehaus im Englischen Garten – so wie schon Männes 60. im November 2023. Der Vorteil, im Frühjahr Geburtstag zu haben, ist eindeutig das Wetter und daß die Tage eben etwas „länger“ sind. So hatten wir den Aperitiv auf der Terrasse geplant – mit Sonnenschein und blauem Himmel, leichtes Windchen.
Und hier bin ich – ja – total überrascht: Schlagzeug, Bühne? Für wen? Was passiert hier denn?
Ich hatte KEINE AHNUNG und die Unruhe wurde dadurch noch gesteigert. Jetzt mußte ich mich aber erst mal um meine Gäste kümmern, die so nach und nach eintrudelten.
Und da passierte das erste völlig Überraschende, niemals Erwartete und mich zu Tränen Rührende:
Kurzes Vorweg: Ich hatte im Januar meine längste und ich sage mal beste Freundin Moni aus meinem knapp 400 km entfernten Heimatort (wir sind seit 54 Jahren befreundet – von der Grundschule bis jetzt) zu meiner Feier eingeladen. Sie hatte mir abgesagt – aus folgenden Gründen: a) hatte sie selbst 10 Tage vor mir ihren 60. und wußte zu diesem Zeitpunkt noch nicht, wie und wann sie ihre Geburtstagsfeier gestalten wollte und b) das Thema, daß wir an diesem Tag ja sehr wenig Zeit für uns beide hätten, da ja viele Leute da wären. Es wäre doch schöner, wenn wir einen gemeinsamen Tag miteinander verbringen, wenn ich wieder im Heimatörtchen bin – leuchtete mir sofort ein und somit war das Thema für mich erledigt.
Nicht so für Männe, der klemmte sich hinter meinem Rücken ans Telefon und sprach mit Moni, sagte ihr, daß sie auf alle Fälle an unserem Tisch und neben mir sitzen würde und wir so bestimmt einige Zeit zum Reden und zusammen sein hätten. Moni überlegte dann nicht lange und sagte zu. Ich – wieder mal – keine Ahnung.
Wir telefonierten unter der Woche noch ne knappe Stunde und sie erzählte mir, daß sie am Freitag auch nochmal Gäste hätte und wir verabschiedeten uns mit den Worten „Schönes Wochenende“ und dir viel Spass auf deiner Feier:)
Ja und kaum stehe ich auf der Terrasse und habe ca 15 Leute begrüßt und Glückwünsche entgegen genommen, sehe ich Männe an der Tür stehen und an seinem Arm: Moni und ihr Mann Horst hinten dran 🙂
Gott sei Dank hatte sie genau so wie ich Tränen in den Augen und ich konnte es wirklich kaum fassen:
Nachdem ich mich dann einigermaßen beruhigt hatte, war es auch schon Zeit, meine kurze Rede mit Begrüßung aller zu halten – ich hatte das tisch- und personenweise geplant, nachdem jetzt aber die ganze Sitzordnung „umgeworfen“ war (natürlich saß Moni neben mir, nebendran Horst), mußte ich erst immer gucken, wo die betreffende Person saß.
So – und dann war auch das Buffett eröffnet und so waren die nächsten gut 90 Minuten dem kulinarischen Teil des Abends gewidmet.
Und als meine Mama in Richtung Bühne marschierte, gabs schon wieder feuchte Augen meinerseits. Sie hielt eine ganz tolle Rede (hat sie das erste Mal gemacht und normalerweise stellt sie sich nicht so gerne in den Vordergrund – ich weiß, daß hat sie wirklich Überwindung gekostet) und ich war sehr gerührt.
Dann kam Männe – hielt ebenfalls eine sehr schöne und emotionale Rede (Tränenfluß meinerseits schon wieder) und bat uns dann aber recht flott, aufzustehen und an die Bühne zu kommen.
Taten wir und dann erzählte er von einer Band, die in Melbourne gegründet wurde und und und…. (ich hatte einen kurzen Geistesblitz, der aber vorüberzog, weil ich dachte – neee, geht ja gar nicht) – die Band wurde geadelt als die Band, die dem Original am Nähesten ist, ein Bandmitglied wurde letzte Woche 80 Jahre – Bühne frei für Björn Again (und da wars um mich geschehen, meine Tante stand hinter mit und schob mir ein Tempo nach dem anderen in die Hand).
Schaut euch Björn Again mal auf youtube an – unglaublich, wie die ABBA covern – einmalig. Ich hab sie schon zweimal auf Veranstaltungen fotografieren dürfen, einmal in Hamburg und einmal in München – wirklich faaaaaast wie das Original.
Und ganz ehrlich – wahrscheinlich die kleinste Bühne Münchens aber eine Stimmung in dem Seehaus – fast wie in der Olympiahalle (gut, leicht übertrieben). Aber hier hat jeder mitgesungen und mitgetanzt – selbst mein Papa mit 82 Jahren und meine Mum, knapp 80 hielt es nicht auf den Stühlen und sie schwoften die knapp 50 Minuten begeistert mit.
Ich hab wohl in dieser knappen Stunde nicht allzu viel mitbekommen, ich stand völlig neben mir und bin froh über all die Fotos und Videos, die mir meine Gäste dann am nächsten Tag geschickt haben. Ich habe kein einziges gemacht, weil ich mich einfach nur auf das „Konzert“ konzentrieren wollte.
Viel zu schnell ging die Zeit vorbei – danach war Party angesagt und wir hatten noch viel Spaß mit Tanzen und Reden und Lustig sein und dann wars auch schon kurz vor zwei und wir wurden gebeten, so laaangsam zusammenzupacken.
Machten wir dann – wir verließen das Lokal um kurz nach zwei, hatten zwei Autos vollgepackt mit Utensilien, Luftballons, eingepacktem Essen und den Geschenken und fuhren nach Hause, wo wir noch die Autos entluden und dann gegen 3 Uhr in die Kissen sanken. Ich hab bis halb fünf kein Auge zugemacht, so voll Adrenalin und Aufregung…..
Um halb neun stand ich wieder parat, meine Eltern hatten schon Semmeln besorgt und es gab noch ein nettes gemeinsames Frühstück mit 13 Leuten, bevor die ersten dann wieder nach Hause fuhren.(Tisch hatte ich am Tag vorher schon eingedeckt).
Der Tag verging dann mit recht schnell, der enge Kreis der Family ging dann am abend noch mal gemütlich zum Essen in eine tolle Osteria – aber wir waren alle noch recht erledigt und waren gegen 23 Uhr alle wieder zu Hause – hier und im Hotel.
Meine Eltern blieben noch bis Mittwoch, meine 3 Lieblingsmädels fuhren am Montag gegen Mittag wieder nach Hause und ab Mittwoch war die Bude wieder leer und das war ziemlich komisch. Alles vorbei – alles erledigt. Ich hatte einen leichten post-birthdayparty-blues. Und man muß sich dann auch erst mal wieder an den Normalalltag gewöhnen.
Ein unglaublicher Geburtstag, unglaubliche Feiertage und -Wochen, unglaubliche Überraschungen, Emotionen, die überkochen und im Nachhinein ein unvergesslicher Tag in meinem Leben. Tausend Dank an alle, die daran beteiligt waren und ein dickes Danke an meinen Männe – du bist unglaublich!!!❤️❤️❤️❤️
Lange hat’s gedauert… ziemlich genau 60 Jahre – und nach wiederholten Nachfragen bei meinen Eltern muss es wohl so sein: Ich bin Ende April 60 Jahre alt geworden!
Zunächst einmal: Ich habe überhaupt kein Problem mit diesem Alter, mit dieser Zahl – ich fühle mich nicht wie 60 und von daher „I couldn’t care less“ – war auch mein Motto meiner Geburtstagsfeier Anfang Mai. Dazu mehr aber in einem separaten Blogeintrag.
Natürlich ist man ein wenig „aufgeregt“ und so war es auch vor besagtem Geburtstag, einem Montag. Wir hatten ja vorher noch zwei Konzerte und auch unseren Kurzurlaub über Ostern in Lissabon und so war der April schon sehr „bewegt“.
Am Sonntag früh nach dem Frühstück meinte Männe dann zu mir: So, du packst jetzt mal dein Köfferchen für eine Nacht, wir fahren weg. Boah – wie – jetzt gleich? Wohin?
Bezüglich Verreisen trifft man mich ja immer am richtigen Fuß – unter die Dusche und in 10 Minuten hatte ich mein Köfferchen gepackt und stand abfahrtbereit da.
Die Fahrt ging: an den Mondsee. Da hatte ich mir noch nichts dabei gedacht, Wetter war toll, ich hab mich gefreut, die Fahrt war nicht so lange und ich genoss es.
Wir fuhren einen großen Teil der Strecke über die Landstrasse, herrlich, nichts los und tolle Gegenden. Und wie wir da so schön durch die Gegend fahren, erzählte Männe mir, daß meine beiden Lieblingstanten ebenfalls dort sind und wir zusammen in meinen Geburtstag feiern.
Boah – was ein Freude, ich wußte zwar, daß die beiden in dieser Woche in Salzburg sind, hatte aber Mondsee in dem Moment total ausgeblendet – das sind ja nur ein paar km.
So, und um das Ganze noch toller zu gestalten, sind die beiden, gerade als wir vor unser Hotel vorfuhren, aus ihrer Ferienwohnung gekommen – die lag direkt gegenüber von unserem Hotel. Besser gehts eigentlich nicht. Große Wiedersehensfreude und Überraschung und pipapo.
Wir bezogen dann schnell unser Zimmer und machten einen kleinen Spaziergang durch den wunderschönen Ort Mondsee – herrlich.
Am Abend gingen wir ins hoteleigene Restaurant zum Essen – und nachdem wir ja in den Geburststag hineinfeiern wollten, kam auch gleich die Frage auf: Gibts im Hotel eine Bar und wie lange hat die auf? Ja, normalerweise bis Mitternacht (würde knapp werden) aber heute ist geschlossen. Mist.
Gut, daß Männe mitgedacht, eine Flasche Schampus von zu Hause mitgebracht und in der Minibar deponiert hatte. Wir verließen das Restaurant um kurz vor Mitternacht und Männe sperrte uns Mädels noch etwas aus und bereitete vor:
Hach – wir können so herrlich verrückt Geburtstage feiern – rein – und auch wieder rausfeiern. Es war soo toll, ich bekam ein Geburtstagsständchen, tausend Umarmungen und Küsse, zwei Gläser Schampus, schon ein paar Geschenke und fiel um 2 Uhr glückselig in die Heia.
Zur Uhr: ich hab ein Faible für Armbanduhren – echt. Ich liebe Armbanduhren. Und kurz vorm Geburtstag inserierte Swatch und Omega riesig in der Zeitung diese Uhr… Speedmaster
Hier aus der Werbung: Der 1. März 1965 markierte den Beginn der spektakulären Reise der OMEGA Speedmaster: Sie wurde die erste Uhr auf dem Mond. Die MOONSWATCH 1965 feiert den 60. Jahrestag dieses Meilensteins mit ihren einzigartigen Design-Elementen und Komplikationen. Und Omega und Swatch kreierten zum 60. Jahrestag eben diese Uhr:
Gut- bis ich also dann endlich im Land der Träume war, war es drei und einen Wimpernschlag später klingelte der Wecker um kurz vor acht – und damit fast gleichzeitig das Handy mit den ersten Gratulanten.
Um halb zehn waren wir zum Frühstück verabredet, danach packten wir unser Köfferchen und fuhren mit den beiden Lieblingstanten an den Wolfgangsee – ihr wisst schon, RÖSSEL und so weiter.
Herrliches Wetter, angenehm warm, Sonne im Rücken, See vor der Nase, Lieblingsmenschen um mich – ein Traum:
Und viel zu schnell mußten wir auch wieder gen Heimat – ich hatte Männe zum Essen eingeladen und wir sollten um 20.00 Uhr dort sein. Also Tanten wieder zurück zum Mondsee gefahren und wir dann gemütlich gen München.
Dort waren wir um halb sechs, ich wollte mich noch kurz ausruhen, aber auch da hatte Männe schon vorbereitet und ich konnte noch einige Geschenke in Empfang nehmen, teils vorher schon von unseren Nachbarn in Empfang genommen (Blumen)….
Mit Nachbars schnell noch einen Prosecco zum Anstoßen und dann gings auch schon in die City. Das MATSUHISA ist ein japanisches Lokal im Hotel Mandarin Oriental. Dort gibt es für Hotelgäste und auch Restaurantgäste eine Dachterrasse und Bar mit diesen Ausblicken:
Wir genossen dort erst einen Aperitiv und dann ein richtig tolles Essen in tollem Ambiente – waren aber beide so müde, daß wir gegen 23 Uhr wieder gen Heimat fuhren.
Ich saß dann noch bestimmt eine Stunde zu Hause auf der Couch und mußte den ganzen Tag erst mal verdauen – es war soooo schön und beeindruckend, es war einfach herrlich und ein Tag, den ich nicht vergessen werde – das war noch ein Geburtstagsgruß vom Restaurant:
Um ein Uhr hatte ich auch all meine Whatsapp- Nachrichten, SMS, Mails beantwortet und bin glücklich in die Kissen gesunken- es macht soooo Spaß, 60 zu werden 🙂
Die Geburtstagsfeier kommt im nächsten Beitrag – und im Nachhinein hätte es nicht passender erscheinen können: Das Kalenderblatt meines Geburtstages – ich wußte da aber noch nicht, was sich auf meiner Geburtstagsfeier tut: bleibt dran…….
Am 16. April waren wir in der Olympiahalle auf einem Konzert von Rainhard Fendrich – kennen bestimmt viele von Euch – seine S“trada del Sole“, sein „I am from Austria“ oder „Macho, Macho“ oder einer seiner früheren Hits „Es lebe der Sport“.
Ich mag ihn sehr gerne und auch seine Lieder – die Texte sind oft witzig, manchmal nachdenklich, zeitkritisch und auch mit aktuellen Themen behaftet.
Natürlich ist auch an ihm der Zahn der Zeit nicht vorbeigewackelt, aber er sieht (in meinen Augen) immer noch gut aus und ist auch noch fit .
Und am 24.04. waren wir im Circus Krone (der Circus ist ab März bis Oktober mobil unterwegs und von daher können da in der Zwischenzeit Konzerte stattfinden) bei Mike and the Mechanics – kennen auch viele von Euch. Mike Rutherford spielte früher bei Genesis und war auch als Solokünstler unterwegs.
Mike and the Mechanics spielen sehr angenehmen Pop/Rock und auch das neueste Album geht wunderbar ins Ohr und bleibt in Erinnerung.
Ich habe mir 1995 schon CDs von Mike and the Mechanics zugelegt und mag diese Musik sehr, wir waren schon zwei Mail auf Konzerten in der Muffathalle in München und nun eben im Circus Krone.
Phil Collins war ja Schlagzeuger und irgendwann auch Sänger der Gruppe Genensis – sein Sohn Nic hat Phil Collins schon 2016 auf seiner Tournee am Schlagzeug begleitet. Und auf der aktuellen Tournee von Mike and the Mechanics saß Nic auch hier am Schlagzeug. Genial, dieser Mensch – das merkt man schon die Gene vom Papa.
Ein tolles Konzert, ganz viele bekannte Songs und auch neue, die einem sofort ins Ohr gingen – ich mag diese Musik ebenfalls sehr. Ausverkaufter Circus Krone und eine tolle Stimmung da:
Etwas erstaunt waren wir alle, als Mike Rutherford auf die Bühne kam – mit einer Krücke. Und nachdem ihm sein Mikrofon gebracht wurde meinte er: Good evening Munich – sorry for seeing me like this but I broke my f….. hip. – Also stand er mit gebrochener Hüfte auf der Bühne – Respekt und Hut ab, daß er die komplette Tournee so durchgezogen hat.
Also ebenfalls ein toller Abend, tolles Publikum, tolles Kozert, tolle Stimmung und beim nächsten Konzert sind wir wieder mit dabei. Diese Mechaniker sind absolut hörens- und auch sehenswert.
So – und mit diesem Satz hat man wohl den Bekanntenkreis um mindestens die Hälfte reduziert. Und ich meine den Bekanntenkreis – der Freundeskreis versteht es (hoffentlich) meist.
Eine sehr interessante Sache, die gerade auch in den sozialen Medien heiß und emotional disktutiert wird, sind Einladungen zur Hochzeit mit oben genanntem Zusatz.
Ihr glaubt gar nicht, wie hier die Emotionen hochschlagen und was man dann als Antwort auf die Frage „Hochzeit feiern – mit oder ohne Kinder als Gäste“.
Antworten auf die Fragen, die unterschiedlicher und teilweise unverschämter auch nicht sein können. Von „Gott sei Dank keine Schratzen und kein Geschrei, da kann man endlich mal richtig in Ruhe feiern“ (nicht alle Kinder sind Schratzen und schreien) zu „verstehe ich vollkommen, wenn wir Erwachsene auch mal unter uns sein wollen“ bis zu „wenn meine Kinder nicht erwünscht sind, dann bin ich es auch nicht“ (falsch, sonst wärst du ja nicht eingeladen worden).
Wir haben mal einen Geburtstagsbrunch bei uns ausgerichtet und haben deutlich gesagt, daß es uns vom Platz her unmöglich ist, wenn jeder seine Kinder mitbringt. Die Einladung wurde mindestens 14 Tage vorher ausgesprochen und wurde von jedem akzeptiert – von fast jedem.
Am Sonntag (Tag des Brunches) rief ein Freund an und meinte, er habe seine Kinder an diesem Wochenende bei sich und er würde sie jetzt mitbringen. Nein, wir haben keinen Platz und das geht nicht. Doch, er bringt seine Kinder jetzt mit und wenn das nicht geht, bleibt er eben weg. Gut, dann bleib weg – es geht nicht. Wie stehe ich denn da, wenn ich 15 Paaren erzähle, sie könnten alleine aus Platzmangel ihre Kinder nicht mitbringen und einer bringt seine dann mit? NOGO!!!! Für 14 Paare war das gar kein Problem und sie haben sich gefreut, ein paar Stunden mal nicht ständig zu gucken und sich zu sorgen, daß die Kinder nix „anstellen“.
Wir haben es auch anders erlebt. Geburtstagsfeier von Männe ab abends 20 Uhr – eigentlich klar, daß da keine Kinder eingeladen sind. Wir sitzen zusammen, ein Pärchen (aus der erweiterten Nachbarschaft) ist nicht pünktlich da, wir rufen an, ob sie noch kommen – ja, Frau geht gerade noch mit dem Hund (wir hatten uns nachmittags noch getroffen und nochmals die Uhrzeit besprochen) wir kommen gleich und übrigens bringen wir unsere Tochter mit (5 Jahre alt).
Bääähmmm- da stehste da und willst keinen Zirkus. Gut, Pärchen kommt, die Kleine ist auch brav und spielt zunächst mit Puppe am Tisch. Und wie es so als Gastgeber(in) ist, Mann und Frau konzentrieren sich dann auf Essen, Getränke und Gäste und als ich 2 Stunden später in meine Wohnzimmer komme, sitzt besagtes Kind am Boden und hat mir meine komplette Weihnachtsdeko (soweit eine 5 jährige eben an Regale und ähnliches kommt) abgeräumt, am Fußboden verteilt und die Obstschale bzw. deren Inhalt auch dort geparkt.
Ich hab gedacht, mich trifft der Schlag. Tränen vor Zorn, Emotionen…. Auf den etwas barschen Ton Männes, dem Pärchen klarzumachen, daß besagtes Kind JETZT SOFORT nach Hause geht, konnte ich nur wortlos nicken. Und die Aussage der Mutter „ach, sie hat doch so leise gespielt und gar nicht gestört – wir räumen das auch wieder auf“ ließ mich nochmals schlucken.
Natürlich hab ich am anderen Tag aufgeräumt und neu dekoriert – war ja nur Stunden, die mich das gekostet hatten.
Wie gesagt, alles soweit okay, passiert – aber bei uns nicht mehr. Davon abgesehen sind die Kinder unserer Freunde mittlerweile 20 – 25 Jahre plus und würden schreiend wegrennen, wenn sie zu uns zum Mitfeiern eingeladen würden.
Aber jetzt noch mal zum Thema Hochzeit und Kinder. Ich finde diesen Zusatz in einer Einladung sehr ehrlich – und es geht um das Brautpaar und dessen Wünsche. Der schönste Tag im Leben (auch so ein Klischee, finde ich) möchte ich planen und gestalten, wie ICH das für mich für richtig halte – und nicht für meine Gäste.
Mittlerweile gibt es ja Hochzeiten, da sind dann auch separat Kinderbetreuer engagiert, die sich dann um die Kinder der Gäste kümmern – ich finde das alles komplett überzogen und völlig daneben.
Davon abgesehenen, ist das ja auch eine Frage des Geldes – stellt euch vor, ich lade zur Hochzeit zwischen 50 und 70 Leute ein – Geschwister, Familie, Freunde und Bekannte und jeder bringt nur ein Kind mit. Den Trubel will ich mir an meiner Hochzeit nicht vorstellen.
Und die Annahme, den Kindern gefällt eine Hochzeitsfeier – vielleicht am Anfang. Aber irgendwann ist es langweilig, man muß still sitzen, man kann nicht rumrennen…. Purer Egoismus der Eltern – finde ich. Nur weil sie sich amüsieren wollen, muß das Kind unlustig rumsitzen – ich übertreibe jetzt mal mit Absicht.
Wie steht ihr zu dem Thema Kinder „ausladen“ zur Hochzeit? Wenn ich keinen Babysitter habe, muß ich eben absagen. Aber dann kann ich ja nie etwas machen, es sei denn, ich nehme mein Kind mit in Restaurants, Kneipen oder wohin auch immer.
Wir waren Anfang April in der in München stationierten „unautorisierten“ Banksy-Ausstellung. Banksy ist das Pseudonym eines britischen Streetart-Künstlers. Seine Schablonengraffiti wurden anfangs in Bristol und London bekannt. Seine Aktivitäten auch außerhalb des Vereinigten Königreichs machten Banksy weltweit bekannt. Banksy bemüht sich, seinen bürgerlichen Namen sowie seine wahre Identität geheim zu halten.
Wer ist Banksy?Banksy bedient sich der Taktiken der Kommunikationsguerilla, insbesondere bei seinen Inspirationsquellen (wie der des französischen Pochoir-Künstlers Blek le Rat und Massive Attacks Frontman Robert del Naja, alias 3D) und der Adbusters, um eine alternative Sichtweise auf politische und wirtschaftliche Themen zu bieten. Er verändert und modifiziert dabei oft bekannte Motive und Bilder. Er nahm Auftragsarbeiten für wohltätige Zwecke an, etwa für Greenpeace, und gestaltete eine Reihe von CD-Covern, unter anderem für das Label Wall of Sound sowie 2003 für die Band Blur.
Neben der Umsetzung von Schablonengraffiti installierte Banksy eigene Arbeiten auch unautorisiert in Museen. Auf diese Weise hingen Arbeiten von ihm im Londoner Tate Modern, New Yorker Museum of Modern Art, Metropolitan Museum of Art, Brooklyn Museum, American Museum of Natural History und im Louvre. Im Mai 2005 wurde Banksys Version einer Höhlenmalerei, die einen jagenden Menschen mit Einkaufswagen zeigte, im British Museum gefunden. Seit 1999 zeigte Banksy seine Werke mehrmals in selbstorganisierten Ausstellungen, da er Galerien sowie den traditionellen Kunstbetrieb dem Vernehmen nach ablehnt. Seine Abneigung gegen den heutigen Kunstbetrieb zeigte sich auch in einer Aktion in New York im Oktober 2013, bei der Bilder zu Schnäppchenpreisen an unwissende Laien verkauft wurden.
So – genug Theorie und Wissen – jetzt mal Bilder von Banksy – ich beginne mal mit seinem wohl berühmtesten „Girl with balloon“
Für das „Girl with a Balloon“ verwendete Banksy seine charakteristische Schablonentechnik, die aufgrund ihrer schnellen und präzisen Anwendung zum Synonym für seinen Stil geworden ist. Diese Technik ist in der verborgenen Welt der Graffiti-Kunst unverzichtbar.
Und dazu gabs in der Ausstellung ein Video. Dieses Bild wurde in 2018 in einer Auktion für 1,2 Mio Euro versteigert. Direkt im Anschluß, nach dem der Hammer fiel, begann das Bild in seinem Rahmen herunter zu rutschen und aus dem Bilderrahmen kamen geschredderte Schnipsel. Man sieht in diesem Video die entsetzten Blicke der Menschen dieser Auktion und es wurde auch ein Alarm ausgelöst.
Das Werk zeigt ein Mädchen, dessen Haare und Kleid im Wind wehen und das nach einem roten, herzförmigen Luftballon greift. Die Geste und der rote Luftballon vermitteln eine starke Botschaft, die auf verschiedene Weise gelesen werden kann. Die Bedeutung kann als Verlust der Unschuld oder als Ankunft neuer Hoffnung und Liebe interpretiert werden. Dieses Werk erschien ursprünglich 2002 in der Londoner Southbank, wurde aber später von der Stadtverwaltung übermalt. Daraufhin produzierte Banksy es in einem neuen Kontext und veröffentlichte eine geringe Auflage als unsignierten und signierten Siebdruck. Einer von seinen gerahmten Drucken aus dem Jahr 2006 stand zur Versteigerung an. Wenige Augenblicke, nachdem das Bild für 860.000 Pfund verkauft wurde, löste der heimlich in den Rahmen eingebaute Schredder aus und zerstörte die Leinwand. Mit diesem Statement zur Kommerzialisierung seiner Arbeit schrieb Banksy in der Kunstbranche Geschichte. Am 14. Oktober 2021 wechselte das halb geschredderte „Girl with Balloon“ mit seinem neuen Titel „Love is in the Bin“ („Die Liebe ist im Eimer“) den Besitzer. Im Londoner Auktionshaus Sotheby‘s kam das Werk für 16 Millionen Pfund unter den Hammer.
Banksys Werke sind oft zeitkritisch, auch seine Abneigung gegen Krieg und Ausgrenzung sind in seinen Werken deutlich zu sehen und zu spüren wie zb. hier:
Dieses Bild „Kissing Coppers“ wurde ursprünglich in einem Pub in Brighton enthüllt. Dieses Werk feiert die Toleranz in einer Stadt, die seit den 1960-ern für ihre Schwulenfreundlichkeit bekannt ist. Aber noch bis zum Jahr 2000 waren Heterosexuelle vom Dienst bei den britischen Streitkräften. ausgeschlossen.
Banksy, wie er sich selbst sieht:
Ein Bild, das zu meinen Favouriten in der Ausstellung gehörte:
Mit einer Breite von 4 Metern ist das gigantische „Devolved Parliament“ Banksys größte bekannte Leinwand. Das Gemälde zeigt auf beißend satirische Weise den Debattiersaal des britischen Unterhauses, doch statt debattierender Abgeordneter ist das „House of Commons“ hier mit Schimpansen gefüllt. Obwohl es bereits 2009 gemalt wurde, haben viele Kommentatoren Vergleiche zur aktuellen Politik und dem Chaos im Parlament wegen des Brexit gezogen. Das Werk wurde erstmals in der Ausstellung „Banksy vs. Bristol Museum“ gezeigt und trug zum Zeitpunkt der Ausstellung den Titel „Question Time“, wurde allerdings nach einer späteren Überarbeitung in „Devolved Parliament“ umbenannt.
Und ich könnte euch noch einiges über diese faszinierende Ausstellung erzählen, aber ich zeige euch lieber noch ein paar von Banksys Bildern, die mich alle fasziniert und zum Überlegen und Nachdenken angeregt haben.
Beim Verlassen der Ausstellung trifft man noch auf dieses Bild:
Das hat mich sehr erschüttert – eine Friedenstaube, die im Visier einer Waffe ist – unglaublich emotional finde ich.
Alles in allem eine sehr interessante, emotionale und wirklich sehr gut gemachte Ausstellung und ich habe Hochachtung vor dem Künstler, der so offen mit seiner Abneigung gegen Gewalt, Krieg, Hass und Diskriminierung umgeht und dies auch zeigt.
Eine Freundin und ich waren am Mitte April als Ausstellerinnen auf einem Kreativmarkt. Ich hatte ja schon diverse Dinge, die ich gebastelt hatte, hier gepostet.
Je näher der Kreativmarkt kam, umso unruhiger wurden wir. Haben wir auch genug Sachen zum Verkauf dabei? Ist die Preisliste realistisch? Werden wir überhaupt etwas verkaufen? Sollten wir nicht noch von Produkt X etwas nachproduzieren?
Ich hatte dann meine Sachen noch schön mit Bändchen und Sticker versehen – nochmals eine Heidenarbeit und -zeit, die ich da verbracht habe. Wenn ich alles zusammen rechne, waren es alleine an Arbeitsstunden mindestens 20 – mindestens! Und dann rechnen wir mal alleine die Arbeitszeit mit dem Mindestlohn, dann sind wir schon mal bei 300 Euro. Meine Kosten hatte ich mit ca 80 Euro gedanklich mit eingeplant, wobei das schon großzügig nach unten korrigiert war.
Also wäre ich bei knapp 400 Euro, die ich „investiert“ hatte – Material und Arbeitszeit. Natürlich habe ich nicht daran gedacht, daß ich ausverkauft bin, aber man macht sich ja so seine Gedanken, auch gerade, wenn man so gar keine Erfahrung in diesem Bereich hat.
Das war nur mal eine kleine Auswahl.
So, dann haben wir das Ganze in Seidenpapier eingeschlagen und in Kartons verpackt- Männe war so lieb und hat uns zum Markt gefahren, wir haben unterwegs meine Freundin aufgelesen und dann haben wir alle Kisten hochgeschleppt und unseren Tisch „bezogen“. – Aufregend, das Ganze. Von der „Lage“ waren wir gut aufgestellt, gegenüber von uns eine Ausstellerin, die ähnliche aber kleinere Tabletts anbot und vom Preis her höher lag als ich.
Gott sei Dank hatte ich noch Preisschilder dabei und habe mich dann gleich mal „angeglichen“ – man hat so als Neuling ja so gar keine Erfahrung. Aber als ich die Preise gesehen habe, dachte ich mir „verschenken will ich das hier ja nun nicht, steckt ja jede Menge Zeit, Arbeit, Ideen und Material drin“.
Unser Tisch:
Tja, dann bekamen wir kurz vor Beginn von der Organisatorin alle noch ein Gläschen Sekt in die Hand gedrückt und sie erzählte noch kurz, wer alles da ist und wer als Sponsor auftritt und wünschte uns dann einen guten Verkauf.
Und so saßen/standen wir da und warteten. Leider, leider war uns das Münchener Wetter an diesem Samstag nicht gut gesonnen – wir waren drin und draußen war herrlichstes Frühlingswetter, der erste wirklich warme Samstag ohne Wind und Wolken. Außerdem hatten die Osterferien am Tag vorher begonnen und da waren wohl auch schon einige unterwegs in den Osterurlaub.
Und wer draußen ist, kommt halt nicht rein. Um es kurz auf den Punkt zu bringen: Es war nicht viel los, gar nicht viel. Da zieht sich so ein Tag schon echt in die Länge. Begonnen hatte der Spaß um 10.30 Uhr und dauern sollte es bis 17.30 Uhr.
Wir unterhielten uns sehr nett mit unserer Nachbarausstellerin, die diesen Markt schon zum 6. Mal erlebte und uns auch gleich sagte, daß sooo wenig noch niemals los war.
Abwechselnd umrundeten wir alle Stände auf dem Markt und vom Angebot war wirklich viel Unterschiedliches zu sehen. Silberschmuck selbstgemacht, Schmuck gehäkelt, Scherenschnitte, Aquarellkarten und -bilder, selbstgemachter Honig und Marmelade, genähte kleine Kosmetiktäschchen, Gehäkeltes und wir eben mit unserem aus Raysin-gegossenem Angebot von Tabletts, Kerzen, Kerzenständern, Osterdeko.
Wir waren auch recht froh, als es dann 17 Uhr war und wir langsam mit dem Zusammenräumen begannen. Männe holte uns auch wieder ab, brachte erst meine Freundin und dann mich nach Hause und wir verräumten die Kisten mit den wunderschönen, nicht verkauften Dingen wieder im Keller.
Butter bei die Fische: 120 Euro hab ich eingenommen – gut, meine Kosten habe ich damit drin, meine Arbeitszeit eben nicht. Aber ich hatte auch sehr viel Spaß bei der Produktion, der ist ja auch unbezahlbar und ich habe noch jede Menge kleiner Geschenke, die ich jetzt all meinen Lieben so nach und nach unterjubeln werde.
Mal ein kleines „Home“ mit Kerze für Dich, ein Tablett mit Muschelgranulat für Freundin x, wenn ich sie das nächste Mal besuche, ein paar Osterdekosachen für nächstes Jahr …….
Meine Freundin war nicht ganz so „erfolgreich“, aber unser Fazit: Ideal wars nicht, aber wir probieren es nochmal aus. Und wenns dann wieder nicht so läuft, dann wars wohl das falsche Publikum dort (Die Schuld immer auf andere schieben, niemals auf sich selbst!)
Mit viel Euphorie sind wir dort aufmarschiert, wurden eines Besseren belehrt, haben uns aber den Spaß nicht nehmen lassen und hatten einen schönen Tag. Genau so sehen wir das und der nächste Kreativmarkt kommt bestimmt – für uns aber im Herbst bei schlechtem Wetter 🙂
Mehr von mir gibt’s die Tage … da erzähle ich euch von dem Kreativmarkt, auf dem ich war, von der wirklich tollen Banksy-Ausstellung in München und ein wenig ( oder auch ein wenig mehr) von Lissabon
Habt es schön mit euren Lieben und genießt die Zeit mit- und füreinander.
Vor Wochen haben wir ein paar neue Möbel bekommen und vorher mußte ich einige Schränke ausräumen. Unter anderem auch den mit meinen LP’s (ja, ich habe noch LP’s und Singles gekauft). Da hab ich dann mal so durchgeguckt, vieles würde ich heute nicht mehr kaufen/hören aber ein paar sind dabei, die ich a) auch als CD habe und b) ich immer wieder hören würde wie z.B. Supertramp, Lake (ich kann mich gar nicht dran erinnern, daß ich die mal gut fand, ist aber immer noch gute Musik), Barclay James Harvest, Saga, Toto, Yes, Abba, und und und….. uuuund (ich glaube) ziemlich alle LP’s von den Bay City Rollers. Ich war ein totaler BCR Fan.
Mein Zimmer hing voll von Leslie Postern und ein BCR Starschnitt klebte da auch. Und als sich damals herausstellte, daß Leslie die Band verlassen wolle oder sich die Band auflösen würde, war ich todtraurig.
Auch auf der letzten LP der Bay City Rollers „Strangers in the wind“ merkte man eine musikalische Veränderung, es war nicht mehr der locker-flockige Pop, es war schon auch so ein wenig – vielleicht – schwermütig und die Texte waren – ja – „erwachsener“.
Ich konnte damals jede Textzeile jedes Liedes – ich hätte euch sogar sagen können „Sagt mir eine Zeile aus irgendeinem Lied, ich sag euch, welches es ist“.
So und heute habe ich etwas gesucht und war am Schrank, wo jetzt die LP’s stehen und ich guckte so durch und dachte mir: Och, die „Strangers in the Wind“ – da hätte ich grad mal Lust drauf, die mal wieder zu hören.
Und weil ich mir dachte „Wäre doch nett, wenn du dir die bei Apple Music runterladen könntest und so gleich auf dem Handy hast“ , hab ich das auch gemacht.
So ein wenig nostalgische Gefühle hatte ich bei den ersten Tönen und wisst ihr, was dann passiert ist? Ich hab mitgesungen (war alleine zu Hause), erst ganz leise, dann mutig lauter.
Und was ich wirklich total faszinierend fand – ich konnte ALLE Texte – komplett. Einmal war ich etwas unsicher und ließ Leslie die richtige Strophe singen, aber ansonsten – okay, bei Shooray shooray for Hollywood war ich draußen – konnte ich noch nie leiden, das Lied … aber alles andere – das komplette Album – textsicher – bombensicher!
Und wenn ich zum Einkaufen gehe, kann ich mich nicht mal komplett an meinen Einkaufszettel erinnern, den ich vor einer Stunde geschrieben und – ihr ahnt es – zu Hause liegen lassen habe. Wie geht denn so etwas? Klar, die Texte hab ich hoch und runtergebetet – aber Leute, das ist 40 oder 45 Jahre her. Und dieses Album hab ich schon mindestens 30 Jahre nicht mehr gehört.
Kennt ihr das? Daß man sich an Liedertexte erinnert, die man vor ewiger Zeit gehört hat und die ewig zurückliegen und ihr auf der anderen Seite Dinge vergesst, die vor kurzer Zeit waren? Ist das, weil man bei den Liedtexten wohl die „repeat“- Taste im Hirn gedrückt hat? Oder weil es uns besonders wichtig war? Schon spannend, wie unser Gehirn arbeitet.
Eben sehe ich, daß das Album im Januar 1978 herausgebracht wurde – vor 47 Jahren – mir wird gerade ganz anders und ich fühle mich gerade „ein wenig alt“. Aber egal – hör ich mir doch gleich mal von Bryan Adams sein „18 til i die“ an. Gegensätze müssen sein!
Ich hatte ja erzählt, daß ich anderen Menschen nicht mal einen Ohrring „anziehen“ kann aus lauter Angst, ich füge ihnen Schmerzen zu.
Ich kann auch mir kaum „etwas antun“. Als ich vor Jahren am Bein eine Zecke bemerkte, mußte die Männe entfernen – ich konnte das nicht. Wenn ich beim Blutabnehmen bin, muß ich beim „Stechen“ auch immer weg schauen, wenn die Kanüle aber liegt, macht mir das gar nichts aus und ich gucke immer begeistert zu, wie die kleinen Fläschchen mit meinem guten Blut befüllt werden.
Nun hat mir mein Arzt einen Freestyle libre 3 „verpasst“ – also verschrieben. Ich hatte ja erzählt, daß letztes Jahr bei mir eine Insulinresistenz bzw. Prä-Diabetes diagnostiziert wurde. Ich kann damit sehr gut leben, habe meine Ernährung umgestellt und angepasst, verschiedene Lebensmittel und Genussmittel stark reduziert. Es geht mir sehr viel besser, ich fühle mich viel wohler und das Gewicht ist auch ordentlich zurück gegangen. Ich muß zwar immer noch Medikamente nehmen, aber auch daran hab ich mich gewöhnt und ich habe damit keine Probleme.
Jetzt noch mal zu diesem Freestyle libre 3. Das ist dieser Glukosemesser, der am Unterarm befestigt wird, dort ganz unauffällig sitzt und ständig die Blutzuckerwerte auf ein Lesegerät oder ans Handy sendet. Mein Doc meinte, es wäre auch für mich sehr interessant zu wissen, wann man vor einer Glukosespitze steht und wie man die eventuell vermeiden kann.
Nun hatte ich das Rezept in der Hand – ich hatte mich schon vor Wochen mit diesem Ding beschäftigt und alleine der Gedanke, ich muß mir dieses Ding selbst in den Unterarm „schießen“, hat mich schon schütteln lassen. Ich kann mir nicht selbst wehtun – ich verstümmele mich doch nicht selbst 🙂
Da ich das Rezept ja jetzt hatte, habe ich mir , tapfer wie ich bin, das Teil auch bestellt. Ankommen sollte es Samstag aber zumindest darauf ist bei DHL Verlass – Ankündigungen und tatsächliche Auslieferung treffen selten auf einen Tag. Also wurde es Montag und das Päckchen lag Stunden bei mir rum.
Irgendwann machte ich es auf und wir – das Päckchen und ich – marschierten in Richtung Bad. Man weiß ja nie, was beim Setzen dieses kleinen Dings passieren kann.
Respektvoll hab ich das Teil dann ausgepackt und mich ausgiebigst mit der „Bedienungsanleitung“ auseinandergesetzt (ich glaub, ich habe sie 5 Mal gelesen). Mutig habe ich den Unterarm mit Seife gesäubert (hatte zwar am Morgen geduscht, aber wenn das so in der Anleitung steht…), mit einem Alkoholpad abgetupft und nun stand ich da – vorm Spiegel, den Glukosemesser mit Applikator in der Hand und ich peilte den Oberarm an.
Angesetzt – leicht draufgedrückt, nix passiert – fester draufgedrückt und mit einem kleinen Peng steckte das kleine Ding dann in meinem Oberarm. So groß wie eine 10 cent Münze. Und ich sag euch was: ICH KANN DAS!!!!
Ganz ehrlich – gemerkt habe ich üüüüberhaupt nichts. Ich war etwas erschrocken über das „Peng“ aber das wars schon. Nun steckt so ein kleines Ding in meiner Haut und das mißt nun den lieben langen Tag meinen Blutzucker und es ist schon faszinierend, was da in dem Körper passiert.
Ich sag euch, es sind spannende Dinge, die da passieren. Was da passiert, wenn du Kohlehydrate zu dir nimmst (Kurve geht steil nach oben) , was passiert, wenn du vor den Kohlehydraten einen Salat isst (Kurve geht langsam nach oben, längst nicht so hoch) und was (bei mir) auch nachts passieren kann – Blutzucker rauscht in den Keller.
Jetzt müssen wir uns noch etwas aneinander gewöhnen und ich muss in der Stunde auch nicht 10 mal gucken, wie der Wert ist … aber ich bin ja lernfähig.
Stören tut das kleine Ding am Oberarm gar nicht – das bleibt jetzt 14 Tage an Ort und Stelle und wird dann durch den nächsten Sensor ersetzt. Und wenn ich das dann mal 4 Wochen getragen habe und weiß, wie das mit dem Blutzucker bei mir funktioniert, ist es auch wieder gut. Ich muß ja kein Insulin spritzen.