2 Tages Trip nach Salzburg mit meiner Schwester

Anfang des Jahres hatten meine Schwester (sis) und ich uns entschieden, mal ein gemeinsames „Schwesternwochenende“ zu machen – Wochenende war es dann nicht, wir sind von Mittwoch bis Freitag unterwegs gewesen und verschlagen hat es uns nach Salzburg.

Ich „kenne“ Salzburg schon recht gut, meine sis nicht und so dachten wir: Gute Idee, wenn sich zumindest eine etwas auskennt. Sprachs, ich buchte ein Hotel und der Termin war fix.

Ich liebe ja booking.com – eine Plattform, die es einem gut möglich macht, das passende Hotel zu finden. Vorteil ist, daß man in ganz vielen Hotels bis zum Anreisetag kostenlos stornieren kann. Nachteil ist, daß sie fast immer auf den Originalpreis des Hotels aufschlagen (und das nicht zu knapp) – aber klar, sie haben die Arbeit, stellen Fotos ins Netz, verarbeiten die ganzen Informationen und „kassieren“ dafür natürlich. Wer von uns arbeitet schon umsonst.

Ich habe also gesucht – und auch gefunden. Luxus brauchten/wollten wir nicht, wir wollten einen Platz zum Schlafen und den evtl. zentrumsnah. Aber für zentrumsnah zahlt man eben auch den zentrumsnahen Preis und so fanden wir eine wirklich tolle Alternative zu teuer und zentrumsnah und billig und am A. der Welt – das Motel ONE Salzburg Süd. Und vom Preis keinerlei Aufschlag seitens booking.com

Ca. 3 km von der Innenstadt entfernt und mit Bushaltestelle direkt vor der Haustür – und für 90 Euro pro Nacht im Einzelzimmer bzw. Doppelzimmer mit Einzelnutzung. Wir haben im Mai gebucht und wollen ursprünglich auch mit dem Zug und Bayern Ticket hier von München aus fahren – die EM hat uns davon abgehalten. Hätte recht voll in den Zügen sein können – Sitzplatzreservierung funktioniert beim Bayern Ticket nicht und so fuhren wir mit dem Auto.

Erst musste meine sis noch vom Heimatstädchen nach München kommen – mit dem Zug am Dienstag früh. Abholen vom Bahnhof mit dem MVV – parken am/um den HBH München im Moment unmöglich, da der Bahnhof umgebaut wird und es wirklich nie Parkplätze dort gibt.

Und wie es sehr oft so ist, wenn ich den MVV brauche… :momentane aber schon behobene Störung – dauert aber noch an – kann nicht weiterfahren – bitte umsteigen… Frau kennt das und wird deswegen nicht mehr ärgerlich, rollt aber mit den Augen. Is‘ so.

Dienstag hatten wir noch einen netten Nachmittag, abends – das Wetter war vielversprechend – grillten wir und saßen noch bis Mitternacht draußen. Und am Mittwoch vormittag gings los – Wetteraussicht nicht sooooo rosig, aber wir sind ja nicht aus Zucker, Schirme im Gepäck und „das wird schon“ im Kopf.

Kurzer Stau bei Achenmühle – Umleitung in Salzburg, die das Navi ignoriert hatte – und trotzdem schafften wir es in 1,5 Stunden von München aus in die Parkgarage Mönchsberg – Wetterapp zeigte ab Nachmittag Wolken und Regen, also wir noch schnell zumindest einen flotten Rundgang im Sonnenschein.

Von dort aus ist man in knapp 5 Minuten zu Fuß im Zentrum von Salzburg – am Dom oder in der Getreidegasse. Unser erstes Ziel war „die Burg“ – so sagt es aber kein Salzburger – hier heißt es „Die Festung Hohensalzburg“.

Ein paar Informationen aus Wikipedia gemopst:
Die Festung Hohensalzburg ist das Wahrzeichen der Stadt Salzburg. Sie liegt auf einem Berg oberhalb der Stadt, dem Festungsberg, der sich nach Nordwesten in den Mönchsberg fortsetzt. Der Ausläufer im Osten des Festungsberges heißt Nonnberg, auf dem sich direkt unter den östlichen Außenanlagen der Festung – den Nonnbergbasteien – das Benediktinerinnenstift Nonnberg befindet. Die Festung Hohensalzburg ist mit über 7.000 m² bebauter Fläche (einschließlich der Basteien über 14.000 m²) eine der größten Burganlagen Europas, die ins 11. Jahrhundert zurückreicht. Als eine der größten vollständig erhaltenen Burgen Mitteleuropas hat sie jährlich über eine Million Besucher und ist damit die am häufigsten besuchte Sehenswürdigkeit Österreichs außerhalb Wiens.
Im Jahr 1077 erbaute Erzbischof Gebhard die Festung. In den darauffolgenden Jahren waren seine Nachfolger für die Weiterentwicklung der Festungsarchitektur verantwortlich. Um 1500 erhielt die Festung unter Erzbischof Leonhard von Keutschach ihr heutiges Erscheinungsbild. Ursprüngliches Ziel der Festung war es, das Fürstentum und die Erzbischöfe vor feindlichen Angriffen zu schützen. In all den Jahren wurde sie nie von auswärtigen Truppen eingenommen.

Man kann – sportlich – natürlich zur Burg – ähh – Festung hinaufschnaufen – wir sind sportlich in die FestungsBahn hineingesprungen – hoch und wieder hinunter pro Person stattliche 14,50 Euro – aber es ist es wirklich wert. Auch wenn ich jetzt schon zum dritten Mal oben war. Die FestungsBahn ist Österreichs älteste noch in Betrieb befindliche Standseilbahn.

In knapp 3 Minuten ist man oben und kann einen wirklich traumhaften Blick genießen.

Es gibt in der Festung auch noch ein Museum (haben wir ausgelassen) und diverse interessante zu sehen und zu entdecken.

Nachdem wir uns eine gute Stunde hier oben aufgehalten hatten, gings wieder abwärts und unser nächster Stopp war der Dom.
5 Euro Eintritt zur „Erhaltung“ haben wir pro Person gezahlt und fanden das auch gerechtfertigt. Täglich kann man dort um 12 Uhr den Klängen der verschiedenen Orgeln lauschen, wir hatten das verpasst und konzentrierten uns auf das Optische dieses wirklich wunderschönen Doms.

Mittlerweile hatte sich ein kleines Hüngerchen eingeschlichen und wir schauten nach einer Kleinigkeit – im Cafe Reitschule fanden wir ein Plätzchen und gönnten uns jeder einen Salat, ein Wasser und ein Käffchen hinten drauf.

Und wie wir da so entspannt sitzen, hörten wir es in der Ferne grummeln, es hatten sich dicke Wolken aufgebaut und die Luft war zum Schneiden dick… da lag etwas in der Luft.

Wir liefen dann in Richtung Getreidegasse und da hat es uns dann erwischt – ein richtig dolles Gewitter mit sintflutartigem Regen zwang uns dazu, uns in den Arkaden unterzustellen und amüsiert zuzuschauen, wie ein Souveniershop-Besitzer wohl das Geschäft seines Lebens machte. In den 10 Minuten, die wir da standen und warteten, hatten ca 20 Menschen sein Geschäft mit einem erworbenen Schirm verlassen.

Nach dem Regenschauer machten wir uns erst mal wieder in Richtung Auto und suchten unser Hotel auf. Von der Innenstadt in ca 10 Minuten angekommen, sehr freundlicher Empfang, kurzes Einchecken, das eigentlich nur noch aus zwei Unterschriften bestand, Bezahlen im Voraus und dann Keycard in die Hand gedrückt bekommen und ab aufs Zimmer.

Zimmer top, zwar kein Schrank in dem Sinne (keine Türe zum Schließen), aber Kleiderbügel und Regale, um gut Klamotten für ein paar Tage unterzubekommen. Das Bad klein, aber vollkommen ausreichend, Dusche richtig toll, Föhn vorhanden, einen Tisch und Stuhl, free WiFi, Klimaanlage, Safe und großes Fenster zum Kippen. Wir hatten zwar ein Zimmer zur belebten Straße raus, aber bei geschlossenem Fenster hörte man wirklich gar nichts.
Garage gibt es gegen ein geringes Entgeld von 11 Euro pro Tag, ist zwar keine hauseigene aber egal. Das Auto ist von der Straße weg und überdacht.
Wir richteten uns etwas ein, legten die Füße ein Stündchen hoch und machten uns dann wieder auf dem Weg in die City.

Wir fuhren mit dem Auto wieder zur Mönchsberggarage und marschierten los auf die andere Seite der Stadt. Dort ist das Hotel, in dem ich letztes Jahr mit meinen Mädels war und ich habe mich erinnert, daß wir da schön zu Abend gegessen hatten. Und auf dieser Seite der Stadt ist auch das Schloss Mirabell und der Mirabellgarten. Da wollten wir noch kurz hin. Also sind wir durch die Getreidegasse dann auf die andere Seite, dort am Hotel Sacher vorbei und in den Mirabellgarten.
Das Schloss Mirabell selbst kann man nicht besichtigen, da sind diverse Behörden bzw. deren Büros untergebracht. Also lustwandelten wir durch den Mirabellgarten.

Wir fanden dann auch das Lokal von letztem Jahr, hatten einen netten Abend und marschierten gegen halb zehn wieder gen Garage und wollten noch einen Absacker in der Hotelbar nehmen.

Haben wir dann auch und fielen danach ziemlich erledigt in unsere Betten – gut 16.000 Schritte auf dem Pedometer :

Am nächsten Morgen frühstückten wir schnell ausserhalb – 16 Euro fürs Frühstück im Hotel sind zwar nicht viel, aber bei dem bißchen, was wir beide zu uns nehmen, doch auch übertrieben. Wir hatten dann Frühstück zusammen für 12 Euro und waren satt bis spät mittags :).

Heute stand Schloss Hellbrunn und die Wasserspiele auf der „to see“- list. Ich war da mal als ca 14-jährige, als wir eine Woche mit der Schule in Berchtesgaden im Schullandheim waren. Erinnerungen hatte ich so gut wie keine mehr und von daher war auch alles „neu“.
Mit einem Eintrittspreis von 14 Euro auch kein Schnäppchen, allerdings sind Schloss und Wasserspiele den Betrag wirklich wert.

Und auch hier etwas Geschichte dazu:
Fürsterbischof Markus Sittikus (im Amt von 1612 bis 1619) liess sich als Fluchtort von den öden Alltagsgeschäften im Süden der Stadt ein kleines Lustschloss, eine villa suburbana nach italienischem Vorbild, von einem weitläufigen Park umgeben, errichten.
Verantwortlich für das Gesamtkunstwerk war der Baumeister des Salzburger Domes, der Italiener Santino Solari.
Teil der Inszenierung war die kilomenterlange, schnurgerade Hellbrunner Allee, die man früher mit der Kutsche befuhr.

Die Wasserspiele:
Spontan einsetzende Wasserfontänen aus Boden oder Wänden sorgen für hysterisches Gekreische und Gelächter. Das eigentlich Besondere jedoch sind die fünf hochkomplizierten Wasserautomaten, deren Figuren und Gegenstände von Wasserkraft, über Zahnräder und Wasserrad angetrieben werden. Diese weltweit einzigartigen Konstruktionen gehen auf antikeTraktate zurück.
Die Wasserspiele starten im Moment um 10.15 Uhr und nicht, wie oft angegeben, um 09.30 Uhr.
Sollte man etwas zu früh da sein, geht man eben zuerst in das Schloss – wir hatten sehr viel Glück, wir waren gegen 10 Uhr im Schloss und es war – bis auf eine Schulklasse – sonst fast keiner da.

Uns hat ganz besonders das mechanische Theater gefallen. Vor einem turmartigen Palast spielt sich das höfische Leben ab, das Gebäude gibt Blicke ins Innere frei und 141 bewegliche und 52 unbewegliche Figuren beleben die Szenerie. Betrieben wird dieses Theater eben auch mit Wasserkraft.

Im Schloss selbst fühlt man sich erst mal bei der Einlasskontrolle wie im 17. Jahrhundert – ein etwas in die Jahre gekommener aber sehr freundlicher Herr mit einer Haarpracht aus eben genau dem Jahrhundert – allerdings nicht weiß, sondern einwandfrei pechschwarz getönt – kontrolliert den Einlass und wünscht dann einen schönen Aufenthalt.

Man ist relativ schnell durch in diesem Schloss – mich hat vor allem das Musikzimmer fasziniert – das Einhorn war unheimlich, weil es sehr echt aussah, der Spiegelpavilion im Garten war witzig und das Schloss mit der schnurgeraden Allee war wirklich toll.
Wir hätten auch noch länger hier verweilen können, aber das Wetter war – im Gegensatz zur Vorhersage – einfach zu schön, um sich inhäusig aufzuhalten. Wir wollten zumindest noch mal an den Mondsee.

Wir fuhren dann mit dem Auto an den Mondsee…

… und danach auch noch an den Wolfgangsee – ins Weiße Rössl haben wir es aber nicht geschafft 🙂

Hier saßen wir noch in einem netten Café und gönnten uns einen Eiskaffee – meine Bauchspeicheldrüse war bestimmt kurzzeitig überfordert – kennt sowas ja gar nicht mehr.

Und dann fuhren wir wieder gen Salzburg – diesmal über die Landstraße und das war sehr viel schöner und auch kürzer als die Hinfahrt über die Autobahn.
Kurzes Ausruhen und frisch machen und dann hieß es nochmals ab in die City – die Parkgarage kannte uns schon und wir sie.
Wir bummelten die Getreidegasse noch etwas hoch und wieder runter, kehrten in ein paar Souvenierläden ein, natürlich auch ins „Manner“-Paradies und landeten zum Abendessen beim Italiener, das Wiener Schnitzel Essen draußen sitzend nicht möglich war, alles voll. Und rein setzten wollten wir uns bei diesem Wetter auch nicht.

Hier im „La Stella“ saßen wir sehr nett und lange und begaben uns gegen 10 Uhr wieder gen Heimat, gönnten uns noch einen Absacker in der Hotelbar und waren gegen 23 Uhr in den Betten – mit knapp 21.000 Schritten auf dem Pedometer….

Am nächsten Morgen saßen wir um 9 Uhr beim Frühstück und begaben uns gegen halb 10 auf die Heimreise. Hier in Salzburg hatte es sich etwas zugezogen, aber kaum hatten wir Deutschland wieder erreicht, kam die Sonne und blauer Himmel zum Vorschein. Kurzentschlossen entschieden wir uns, noch einen Stopp am Chiemsee zu machen und von Gstad zur Fraueninsel überzusetzen. Wenn wir schon dran vorbeifahren….

Auch der Chiemsee ist immer wieder toll – ich liebe es hier. Wir kommen viel zu selten hin, obwohl es für uns nur ungefähr eine Stunde Fahrtzeit ist, aber die Autobahn ist IMMER voll und es gibt keinen Tag, an dem man nicht am Irschenberg und dann vorm und am Chiemsee und in Prien steht. Von daher sind unsere Ausflüge hierher selten.

Wir umrundeten die Fraueninsel, kehrten zu einem kleinen Mittagssnack ein und fuhren dann wieder zurück nach Gstad. Dort wartete Männe schon, der kam von München mit dem Cabriolet und natürlich entschloss sich meine sis, dann lieber bei Sonnenschein mit Männe im Cabrio zurückzufahren (Verräterin :)).

FAZIT:
Zwei wunderschöne Tage in Salzburg, wir haben sehr viel gesehen und zwei Tage reichen für einen ersten Eindruck dieser schönen Stadt sicher. Natürlich kann man das noch sehr ausdehnen mit diversen Museen und Shoppingtouren. Aber wir beide sind weder die Shopping Queens noch die harten Kulturfreaks. Uns waren die Aktionen im Freien wichtiger und so war es für uns ideal.
Wem es nichts ausmacht, etwas ausserhalb zu wohnen, dem kann ich das Motel One Salzburg Süd wirklich empfehlen, mit Bushaltestelle direkt vor der Haustüre ist man in 20 Minuten in der City, mit Auto braucht man vielleicht 15 Minuten, ist etwas unabhängiger.

Karibisches Inselhüpfen – auf eigener Faust auf Grenada

Unser schwimmendes Hotel brachte uns auch in dieser Nacht wieder ruhig zur nächsten Insel: Grenada.
Grenada ist die südlichste „Insel über dem Wind“. St. George’s zählt zu den schönsten Hafenstädten und hat einiges an der Kaipromenade zu bieten: malerische Kolonialarchitektur und historische Lagerhäuser, einen bunten Markplatz und die Gewürzhallen. Hier liegt stets ein besonderer Duft nach Muskat, Zimt oder Vanille in der Luft, die Grenada auch den Namen „Gewürzinsel“ einbrachte.

Wir zogen heute auf eigene Faust los und erfreuten uns erst einmal an den tollen karibischen Klängen der steeldrums – einfach herrlich, leicht, fröhlich und unbeschwert.

Wir suchten uns einen Taxifahrer und stiegen ins Auto – huiii, die Straßen waren im Gegensatz zu denen der anderen Inseln hier in ziemlich marodem Zustand und der Taxifahrer bzw. dessen Auto schien auch nur 2 Gänge zu haben. Ich bekomme immer leichte Zustände, wenn ich den armen Motor so jaulen hören muss.

Aber egal, unser Taxifahrer fuhr uns erst einmal zu einem kleinen Kiosk, dessen Besitzer – welch ein Zufall – ein guter Freund von ihm war :). Da bekamen wir dann die Geschichte der Muskatnuss erklärt und natürlich nahmen wir auch ein paar davon mit nach Hause – wir haben heute noch welche 🙂

Weiter gings zu einer „Badestelle“ – ich war froh, daß ich kein Badezeugs dabei hatte – mich hier in Reih und Glied anzustellen, fand ich jetzt eher nicht so toll…

Wir fuhren weiter und kamen zum Grand Etang Nationalpark – und da gefiel es uns richtig gut. Wir liefen eine gute Stunde umher und all die Taxifahrer, die ihre Gäste hier hin gekarrt hatten, unterhielten sich und hatten ihren eigenen Spaß.
Der Grand Etang National Park befindet sich relativ mittig zwischen St. George’s und Grenville

Ich konnte mich ja gar nicht sattsehen an dieser netten und besonderen Affenart, die in den Bäumen hin und her sprangen – soooo nett anzuschauen:

Sind die nicht ganz goldig? Die haben sich auch nicht durch das Klicken des Fotoapparates irritieren lassen.

Hier sind wir am Grand Etang See – der Kratersee liegt in der Mitte der Insel. Der See an sich ist von der bloßen Betrachtung her relativ unspektakulär. Die Besonderheit liegt eher in den geologischen Tiefen, denn Grenada ist neben Dominica die einzige Insel mit einem Kratersee, der wahrscheinlich vor zehntausenden Jahren entstanden ist. Am nächsten dran ist man dem Grand Etang Lake natürlich direkt am Ufer, den besten Überblick hat man jedoch vom Besucherzentrum aus. Ungeklärt ist noch heute die Entstehung des Sees, der zwar mehrere Abflüsse hat, jedoch keinen sicht- und erkennbaren Zufluss. Wunderschöne Pflanzen wachsen hier ebenfalls .

Wir machten uns dann wieder auf den Heimweg, genossen ein paar tolle Ausblicke von unterwegs und ließen uns dann – mit genauer Wegbeschreibung, wie wir wieder zu unserem Schiff kommen – von unserem Taxifahrer „entlassen“ und marschierten gen Schiff.

Wir erreichten unser Schiff wieder wohlbehalten und hatten wieder einen richtig tollen, aufregenden Tag – viele Eindrücke, viele Ausblicke und richtig im Karibikfieber. Der nächste Tag war ein Seetag und so hatten wir viel Zeit: zum Ausschlafen, Faulenzen, Lesen, Fotos checken und sortieren und ganz viel Zeit für uns

Karibische Katamaran-Tour entlang der Küste von St. Lucia

Der heutige Tag versprach wieder, spannend zu werden. Während wir in unseren Kajüten langsam wach wurden, hatte sich die Mein Schiff 3 schon einen netten Platz vor der Insel St. Lucia gesucht und dort geankert. Ich vermute, alle Liegeplätze im Hafen waren schon belegt und so mußte die Mein Schiff eben auf Reede liegen. Um so spannender für uns, hieß es doch heute dann: Alle Mann auf die Tenderboote – heute wird getendert.

St. Lucia zählt zu den landschaftlich schönsten Inseln der Karibik, dicht bewaldet, Berge, Regenwälder , Kakao- und Bananenplantagen, überall sattes Grün und exotische Blumenpracht.
Die Pitons (frz. Bergspitze) sind das Wahrzeichen von St. Lucia. Gros Piton und Petit Piton sind die beiden Vulkankegeln, die es wohl auf fast jedes Urlaubsfoto von hier schaffen.

Für uns hiess es früh aus der Koje – Abfahrt mit dem Tenderboot um 07.45 Uhr. Es ist schon ein irres Gefühl, dann in so einem kleinen Tenderboot „unten direkt auf dem Wasser“ zu sitzen und auf das riesige Schiff zu schauen… Man kommt sich recht klein vor…

Wir fuhren auf die Insel St. Lucia – die Hafenstadt Castries war schon gut besucht und hier tummelten sich allerhand Menschen.

Unser Katamaran war auch schon vor Ort und so konnten wir relativ schnell einen wirklich guten Platz ziemlich weit vorne ergattern und dort liessen wir uns auch häuslich nieder.

Ziemlich bald ging es los in Richtung Pitons und die Bucht Marigot Bay. Die ganze Zeit überlege ich, daß es mal einen Songtitel gab und mein googeln hat ergeben: Ja, ich habe Recht. In den 80ern gab es die Mädelsgruppe „Arabesque“ mit der Sängerin „Sandra“ und die hatten einen Song mit diesem Titel. Habe ich mir gerad angehört und es ist der typische 80-er Sound.

Kurz nach Ankunft ging es auch gleich los, vorbei an wunderschönen Buchten, knallgrünen Hügeln, dickt bewaldet und einer faszinierenden Vegetation.

Hier unser Stopp an der Marigot Bay:

Und natürlich gab es auch etwas Touri Nippes – kleine Wasserschildkröten aus Steinen und „Perlen“ – aber ein paar Dollares muss man ja auch auf der Insel und bei den Inselbewohnern lassen, oder?

Weiter ging es dann mit den Segeln immer gut im Wind an der Küste St. Lucias entlang und in Richtung Pitons – es war sehr schön und kurzweilig, obwohl wir einfach nur da saßen und die Landschaft genossen. Die Natur – unglaublich schön.

Viel zu schnell mussten wir wieder umkehren und nach Castries zurücksegeln. Ein toller Tag mit vielen tollen Eindrücken, Ausblicken und Momenten. Wir bummelten noch etwas im Hafen entlang und bewegten uns dann wieder mit einem Tenderboot in Richtung „momentane Heimat“ – die Mein Schiff 3

Karibik-Kreuzfahrt: Tag in Pointe-à-Pitre, Guadeloupe

Wieder schipperte die Mein Schiff 3 ruhig durch die Nacht, während wir im Land der (Bananen- und Rum)-Träume waren. Um 07.30 Uhr erreichten wir Guadeloupe.

Bonjour Pointe- à -Pitre, Guadeloupe:


Nach dem Frühstück hieß es für uns auch wieder los zum Ausflugsziel. Wir hatten heute einen Ausflug auf eigene Faust gebucht – aber zunächst gingen wir von Bord und bummelten durch den kleinen Fischerort. Bunt, turbulent und einfach karibisch locker.

Unheimlich interessant, diese Eindrücke, diese Gerüche, diese Ausblicke – es war exotisch, karibisch, fremd und doch vertraut.

Weiter gings:

An einem Friedhof kamen wir auch noch vorbei:

Und dann wollten wir doch einmal das karibische Wasser testen – wir fuhren mit dem Bus nach Pointe-à Pitre. Dort bummelten wir zunächst über den Markt am Placede de Victorie, bevor wir uns in die karibischen Fluten stürzten. Strand und Meer von Guadeloupe ist einfach Paradies pur.

Der heutige Tag war eher unspektakulär, dafür erholsam und trotzdem interessant. Wir waren ca 5. Stunden unterwegs und waren trotz wenig Programm recht erschlagen und froh, am Nachmittag wieder auf dem Schiff gewesen zu sein.

Wir saßen noch ein wenig auf unserem Balkon, genossen die Aussicht und einen Capuccino und faulenzten. Nach dem Abendessen saßen wir noch etwas an der „Außenalster“ – halt diesmal direkt in der Karibik und gönnten uns noch einen Schlummertrunk und sanken dann in unsere Kojen.

Martinique Reisebericht: Besichtigung von Rum- und Bananenplantagen

Wärend wir selig in unseren Kojen lagen und schliefen, schipperte die Mein Schiff 3 ruhig und gemächlich Martinique an.
Während Barbados von seinen Bewohnern liebevoll als „Little England“ bezeichnet wird und teatime und English breakfast hier zu Hause sind, ist Martinique ein französisches Übersee- Département und damit ein voll integrierter Teil Frankreichs und der EU. Der Euro ist hier offizielles Zahlungsmittel.

Also – Bonjour Martinique – hier die Inselhauptstadt mit Hafen und Kreuzfahrtterminal Fort-de-France.

Nach dem Frühstück – wir gehen zum Frühstücken immer ins Restaurant „Anckelmannsplatz“ – hier ist freie Tischwahl und Frühstücksbuffet. Nachdem wir beide keine großen Frühstücker sind, tut es uns eine Tasse Kaffee/Tee, eine Scheibe Brot und etwas Obst. (Waren das noch Zeiten – heute heisst es selbstgemachtes Müsli mit Joghurt und Obst uuund natürlich die heissgeliebte Tasse Kaffee/Capuccino – wobei das a) gesünder und b) sehr lecker ist.

Unser Ausflugsziel heute war die Besichtigung einer Bananenplantage und die Clément Rumplantage – beides Haupterzeugnisse von Martinique.
Zunächst ging es mit dem Bus zur Rumplantage.

Die Destillerie Habitation Clément wurde 1887 durch den Mediziner und Politiker Homère Clément gegründet. Die verschiedenen auch in den USA verkauften Rumsorten wurden bald weltweit hoch gelobt. Das Gut liegt in Martinique südlich von Le François, ist umgeben von Zuckerrohrpflanzungen und wird durch den 16 Hektar großen angelegten Park mit über 300 tropischen Pflanzen geprägt.
Die Zuckerrohrpresse, die Dampfmaschine und die Destillationsanlage wurden 1988 außer Betrieb genommen und 2005 wieder restauriert.

Die Anlage ist aber nicht funktionsfähig und kann nur bedingt einen Eindruck über die Rumerzeugung geben. Heute wird der Zuckerrohr außerhalb des Anwesens gepresst und weiter zu Rum destilliert. Die Rumlagerung in Eichenfässern erfolgt auf dem Gutsgelände.


Die Lagerhäuser können besichtigt werden. Die Rumabfüllung erfolgt ebenfalls auf dem Anwesen, ist aber nicht für die Öffentlichkeit zugänglich. (Informationen von: Rum Company)

Es gibt ja wirklich viele Rumsorten und nicht jeder muß zwingend „brennen“ (auch nicht im Hals). Hier dieser war wirklich fast likörartig und hat fein geschmeckt.

Weiter gings zu einer Bananenplantage und wir wurden in einem Bähnchen durch die Plantage gekarrt.

Wir machen uns hier keine Gedanken, wieviel Arbeit solche Bananen machen, bis sie bei uns im Supermarkt in der Obstabteilung liegen. Mein Respekt gilt dem Bananenbauer und seiner Plantage.
Sie haben eine lange Reifezeit hinter sich und auch einen weiten Weg. Von der Blüte zur kleinen Frucht, dann werden sie „kastriert“ und abgeschlagen, gewaschen, sortiert, gewogen und verpackt. Und dann beginnt die Schiffs- oder Flugreise und sie landet bei uns im Supermarkt. Dort beginnt dann der Kampf um den Preis und sie wird oft für billiges Geld verkauft.
Die Bananenpflanze blüht nur einmal in ihrem Leben, danach stirbt sie ab. Bis zur Blüte braucht sie um die 5 Jahre. Aus den Blüten wachsen dann bis zu 300 Bananen an einer Bananenpflanze.
Von der Blüte bis zur Frucht (Banane) dauert es fast ein ganzes Jahr.

Die Bananenstauden werden bereits vor der Ernte durch blaue Plastikbeutel (Blue Bags) gegen mechanische Schäden geschützt, speziell gegen Kratzer durch die harten Blätter des Baumes, denn der Kunde wünscht sich eben eine auch optisch einwandfreie Ware.

Wir kehrten wieder zurück aufs Schiff und ließen den Tag gemütlich ausklingen – verließen Martinique mit einem Auslaufdrink in der Hand und „Große Freiheit“ im Ohr und hatten noch einen schönen Abend im Restaurant „Surf and Turf“ und in der Schaubar.

Karibik Inselhüpfen: 14-tägige Reiseroute ab Barbados

Barbados, Martinique, Guadeloupe, St. Lucia, Grenada, Bonaire, Curaçao, Aruba, Dominikanische Republik, St. Vincent und zurück nach Barbados in 14 Tagen.

Im November 2017 machten wir eine Karibikkreuzfahrt mit der Mein Schiff 3 von TUI Cruises – vor und nach der Kreuzfahrt gönnten wir uns noch ein paar Tage Barbados „ohne Schiff“.

Los gings am 18.11. 2017 mit einem sehr ruhigen und angenehmen Flug von Frankfurt nach Barbados. Wir hatten uns für einen Condor Premium Economy Flug entschieden – ausschlaggebend war das etwas mehr Gepäck, das wir mitnehmen konnten und etwas mehr Platz auf den Sitzen.

Ob sich die Mehrkosten lohnen, ist individuell. Wenn man viel Gepäck hat, dann kann es sich durchaus lohnen, in ein Premium Economy Ticket zu investieren.
Ein Nachteil, den viele Premium Economy Kabinen haben: die Zwischenlehne der Sitze lässt sich nicht immer hochklappen. Bedeutet eben: auch wenn der Platz neben dir frei ist, kannst du dich nicht über beide Sitze legen/lehnen.

Es ist in keinem Fall mit der Business Class zu vergleichen, denn den Sitz als Bett ausfahren geht nicht. Man „sitzt“ immer irgendwie ein wenig. Etwas mehr Platz hat man aber das war auch der ganze Vorteil. Mir ist Essen, Trinken und Unterhaltungsprogramm auf den Flügen egal, ich habe mein eigenes Entertainment Programm dabei und satt werde ich allemal.

Wir kamen gegen 17 Uhr an und ließen uns in unser Hotel fahren – das Fairmont Royal Pavilion. Dort wurden gerade Renovierungsarbeiten durchgeführt, ließ man uns gleich mal wissen und wir rollten leicht mit den Augen (innerlich). Aber letztendlich genossen wir ein wirklich frisch renoviertes Zimmer und von Renovierungsarbeiten war zumindest nichts zu hören. Und unsere Augen konzentrierten sich dann auf wichtigere Dinge: Am Abend gab es nicht mehr viel zu sehen, aber dann am nächsten Morgen:

Wir erkundeten erst mal ein wenig die Gegend, dann das Hotel und schließlich begaben wir uns an den wirklich traumhaften Strand – das Wasser – einfach herrlich. Um die 30 Grad, klar, erfrischend, salzig :), einfach ein Traum.
Viel mehr taten wir auch nicht – wir genossen einfach. Und so ging der erste Urlaubstag schell vorbei und der zweite verhielt sich ähnlich: Genießen, staunen, Eindrücke sammeln und Augenblicke festhalten:

Ein wenig karibsche Kunst:

Am dritten Urlaubstag verliessen wir unser wirklich tolles Hotel und ließen uns vom Taxi zum Hafen fahren – und da lag sie auch schon:

Es ist für mich immer wieder aufregend und gleichzeitig schön, an Bord zu gehen – es war mittlerweile unsere 4. Kreuzfahrt und mit der Mein Schiff und der TUI Cruises Flotte ist es total entspannt und stressfrei: Keine Kleiderordnung in DEM Sinn (gut, man sollte nicht bedingt in Badehose und Bikini in den Restaurants erscheinen), daß man sich abends in Anzug und Krawatte oder in das „kleine Schwarze“ zwängen MUSS, es ist jedem freigestellt und man soll sich einfach wohlfühlen können.

Wir kamen also mit unserem Gepäck zum Check in und wunderten uns, daß wirklich gar nichts los war. Und bekamen auch gleich die Antwort auf unsere Nachfrage: Der Flieger aus Deutschland hatte 3 Stunden Verspätung, also alle, die hier an Bord gehen wollten und nicht schon da waren, waren noch in der Luft.

Nachdem wir unsere Kabine bezogen hatten, umrundeten wir das Schiff und machten uns dann noch mal auf einen kleinen Spaziergang in Bridgetown.

Wir kamen wieder an Bord und genossen einen schönen ersten Abend.

Am nächsten Vormittag hatten wir einen ersten Ausflug geplant – eine Inselrundfahrt über Barbados.

Wir fuhren zur Gun Hill Signal Station – eine ehemalige britische Militärstation, dann ging es weiter Richtung Ostküste zum Atlantis Hotel mit fantastischem Blick auf den Atlantik und dann zum Farley Hill National Park.

Und dann einfach noch ein paar „unspektakuläre“ Fotos von unterwegs:

Wir kamen nach gut 4 Stunden wieder zurück aufs Schiff und um 17 Uhr hiess es: Leinen Los – AHOI Barbados.

Große und Kleine Isar und das Wehr

Eigentlich wollte ich Schuhe kaufen, als ich letzte Woche mal wieder in die City gefahren bin. Und als ich so im Parkhaus stand, dachte ich mir: Guck doch mal, wie die Isar mit dem Hochwasser so klarkommt. Kurz entschlossen machte ich einen kleinen Schlenker zum Isar-Wehrkanal, der mitten in der Stadt liegt. Da bin ich öfters, ist ein netter Platz zum Fotografieren.

Auf dem Weg zur großen und kleinen Isar:
Hier läuft man an wunderschönen Altbauten vorbei und auch an der Kirche Sankt Lukas, die im Moment aber gerade renoviert wird. Auch hier war ich schon ganz oft – das ist eine wirklich schöne Kirche.

Huch, die Isar ist ganz schön hoch:
Überquert man dann die kleine Brücke im rechten Bild, kommt man direkt ans Isarufer und kann das Wehr sehen. Ich dachte schon, da sei gesperrt, aber man hatte freien Zugang und auch hier hatte ich schon oft fotografiert. Ich sage euch, da ist aber flott und stramm das Wasser geflossen.

Normaleweise sieht man hier Kiesbetten und dort findet man auch immer wieder Menschen, die sich da sonnen und baden gehen. Kein Kiesbett zu sehen und da im Moment baden zu gehen, wäre lebensgefährlich gewesen. Das hat wohl auch die Dame links unten im Bild gedacht.

Läuft man hier am Ufer entlang, kommt man zum Müllerschen Volksbad – leider habe ich es noch nicht geschafft, mir das mal von innen anzuschauen – soll aber wirklich toll dort sein.
Das Müller’sche Volksbad in München ist ein Hallenbad mit Sauna- und Dampfbädern, das von den Stadtwerken München (SWM) betrieben wird. Der Jugendstilbau war bei seiner Fertigstellung 1901 das größte und modernste Schwimmbad der Welt. Der Bau geht auf eine Spende des Münchner Ingenieurs Karl Müller an die Stadt München zurück, verbunden mit der Auflage, ein Bad für das „unbemittelte Volk“ zu errichten. Der Bau entstand nach einem Entwurf von Carl Hocheder. Das Bad zählt mit seiner Architektur und Innenausstattung zu den schönsten Badehäusern Europas (Wikipedia)

Man kann zu Graffiti stehen, wie man will – hier verschandelt es leider die schöne Fassade..

… und hier wiederum verschönert es graue Mauern und peppt sie auf:

Weiter auf dem Weg kommt man zur Unterführung der Ludwigsbrücke und hier gibt es seit Neuestem wirklich tolle Street art:

LOOMIT – (Mathias Köhler, deutscher Graffiti- und Writingkünstler) hat hier die Unterführung wirklich toll bemalt und besprüht. Aloisius kann man erkennen (Ein Münchener im Himmel), die anderen Gestalten kannte ICH meist nicht.

Hier müssen die Figuren echt mit Gegenverkehr rechnen 🙂

Die Ludwigsbrücke wird seit Jahren erneuert und restauriert – von daher ein wenig „moderne Architektur“

Und jetzt führte mich mein Weg wieder zurück in die Innenstadt, denn eigentlich wollte ich ja Schuhe kaufen. Zurück übers „Tal“ in Richtung „Marienplatz“ fand ich folgende „Gestalten“

Bewundernswert, wie man sich hier stundenlang regungslos hinsetzen und vor sich hin starren kann – immer in der Hoffnung, der Hut wird mit ein paar Euronen gefüllt. Für mich die Pflicht, etwas zu geben, wenn ich ihn schon fotografiere.
Und unser EM Maskottchen – leider für mich etwas deplaziert – vor unserem schönen Rathaus wirkt es für mich nicht wirklich. Aber es hat zumindest schon mal den ersten Erfolg der Deutschen Nationalmannschaft gebracht: Ein 5:1 gegen Schottland gestern in der Allianz Arena ist ja nun schon mal wirklich toll – und das Spiel war wirklich klasse.

Tja und dann war ich im „Skechers“ Laden – das Prinzip des Beratens und Bedienens ist mir noch nicht ganz klar. Ich stand also mit meinem Schuh, der mir gefallen hat, im Laden und versuchte, eine Verkäuferin anzusprechen. „Ich bin besetzt. Setz dich da auf die Couch, dann kommt jemand“. Okay, per Du – jetzt kein Problem für MICH.
Kaum saß ich, kam ein junges Mädel und fragte, obs denn der Schuh sein darf. – Ja, wenn in meiner Größe noch da – Das junge Mädel flüsterte in ein Mikrofon: Artikel xy in 37 bitte… okay? – Verstehe – zu mir gewandt: Ist nix da – kannst du nächste Woche noch mal kommen oder Online bestellen? Bestell Nr: guckst du da.

Gut, Bestell- Nr notiert und raus aus dem Laden, der gefühlt von mittlerweile 50 Leuten besucht war. Ich machte mich wieder auf den Heimweg und freute mich noch über den ein oder anderen Ausblick:

Bei der Grundidee Schuhkauf hatte ich total versagt – bei der Idee, ein paar Eindrücke festzuhalten, war ich erfolgreich und freute mich über die Fotos.
Heute sitze ich mit fetter Erkältung und Kopfschmerzen auf der Couch – aber es ist ja Wochenende und ich mach es mir einfach so gemütlich, wie es nur geht.
Euch ein schönes Wochenende, was immer ihr auch tut und wo immer ihr auch gerade seid.

Viktor&Rolf Fashion Statements: Ausstellung in der Kunsthalle München

Am Freitag war ich mit einer Freundin in der Kunsthalle München. Seit Februar gibt es dort die Ausstellung“ Viktor&Rolf Fashion Statements.
Ich bin ganz ehrlich – ich habe noch nie etwas von den „Haute Couture“ Designern Viktor Horsting und Rolf Snoeren gehört – geschweige denn etwas von den beiden gesehen. Und ich mußte mich auch erst mal ein wenig einlesen, denn so ganz ohne Vorahnung geht man ja nicht in eine Ausstellung:

Viktor und Rolf sind zwei Niederländer, die sich während des Studiums an der Mode – Akademie in Arnheim kennenlernten. Nach Beendigung ihres Studiums überlegten sie, ihre Kräfte zu bündeln – sie taten sich zusammen und ihre erste Meisterleistung waren drei Preise für eine Kollektion, die ihre Vorliebe für skulpturale und experimentelle Kleidung zum Vorschein brachte. Dies hat man auch hier in der Ausstellung sehen können.
Mit atemberaubender Virtuosität loten Viktor Horsting und Rolf Snoeren seit über 30 Jahren immer wieder die Grenzen zwischen Couture und Kunst aus. Ihre Meisterwerke wurden von Künstler:innen wie Madonna, Tilda Swinton, Lady Gaga, Doja Cat und Cardi B getragen sowie in Ballettproduktionen und in einer Oper, unter Regie von Robert Wilson, in Szene gesetzt.

Nun gut – ich bin weder Tilda Swinton noch Madonna – aber gesehen haben wollte ich dann diese Designerstücke schon mal und ich nehme euch jetzt etwas mit in diese – schon ziemlich geniale und auch spezielle – Ausstellung:

Zum zweiten Foto: Hier gibt es ein „Guckloch“ für das Model, man zieht dieses Kleid wirklich so an und in Höhe des Kopfes befindet sich eben dieses Guckloch.
Das dritte Foto zeigt ein „Kette“ aus Porzellankugeln – wenn man diese am Hals hängen hat, ist das bestimmt nicht sehr angenehm und man kann den ewig „gestressten, völlig ernsten und nicht den leisesten Ansatz von einem Lächeln“ Ausdruck der Models nun teilweise verstehen.
Warum sie dann auch noch so durch die Gegend staksen und ihre Beine beim Laufen immer voreinander stellen, verstehe ich immer noch nicht. Scheint für viele elegant zu wirken – für mich siehts aus wie der Gang des Storchen im Salat. Aber ich bin da ja eh nicht der richtige Ansprechpartner.
Aber weiter in der Ausstellung:

Zu diesen „Kleidern“ habe ich den Ausschnitt einer Modenschau gesehen und ich war echt platt. Bilderrahmen als Kleider – die Models hatten das „an“, was man hier im rechten Foto sieht. Ein Kleid, bestehend aus drei Bilderrahmen. Kann man sich so überhaupt nicht vorstellen – kleiner Versuch hier aus dem Netz „geklaut“
https://images.app.goo.gl/Bt9VX7i8Rn1q9wTV9
Ist das nicht irre? Ich fand es ziemlich cool – mal abgesehen von dem Gedanken, wann man so etwas trägt – außer zur Modenschau.

Hierzu gab es ebenfalls einen kleinen Film: Das Model stand auf einer sich drehenden Scheibe und hatte als erstes „Kleid“ das an, was die erste Puppe auf dem linken Foto trug – ich hätte es als Sackleinen deklariert, wäre aber mit dieser Bezeichnung von Viktor und Rolf ziemlich sicher sofort entlassen worden:).
Der „Gag“ daran ist: das Model trug das erste Kleid, darüber zogen die beiden (Viktor und Rolf) dem Model das nächste Kleid an, dann darüber wieder das nächste und so ging das weiter bis zu „Kleid“ acht. Als siebtes Kleid war das „Engelskostüm“ auf dem Bild rechts und darüber kam dann der „Mantel, den die rechte Puppe auf dem mittleren Foto trägt. Das Model hatte dann ca 70 Kilogramm Haute Couture auf den Schultern und um die Hüften – mehr, als sie wohl jemals wiegen wird.

Hier hatten wir richtig Spass:

Solche Ideen mußt du erst mal haben – ich fand die teilweise echt gigantisch. Nicht, daß ich mir so etwas jemals in den Schank hängen würde (und auch könnte) – aber die Kreativität der beiden ist schon sehr genial.

Hier die Miniversion diverser Kleider der beiden:

Und auch Zeitungsausschnitte verewigten die beiden auf eine ganz spezielle Art – als Teppiche bzw Wandbilder – das sind wirklich Stoffe:

Und das war noch nicht alles – es ging noch weiter mit wirklich ausgefallenen, sehr speziellen Designerstücken:

Ich will nicht wissen, wieviel Knöpfe an diesem Ärmel hingen und wie lange dieser arme Mensch, der sie dran genäht hat, hier beschäftigt war.

Und natürlich gehört es eigentlich zu jedem Designer, auch einen Ausflug in die Parfumwelt zu machen – die beiden erschufen das „Flowerbomb“ by Viktor&Rolf. Das ist toll – für meine Nase vielleicht etwas zu süß und zu lieblich, aber wie soll es denn sonst auch riechen, Blumen riechen süss und lieblich.

Und so langsam kamen wir dann auch zum Ende – diverse Kritzeleien der Herrschaften:

Dieses „Ensemble“ erinnerte mich etwas an Elvis‘ Outfit 🙂

Also – ich kann euch diese Ausstellung wirklich ans Herz legen – geht hin und schaut es euch an. In München in der Kunsthalle noch bis zum 06.10.2024 zu sehen – der normale Eintritt ohne Führung beträgt 18,00 Euro.

Ich hab es sehr genossen, auch wenn diese Haute Couture nichts für den „Normalbürger“ ist – das soll es ja wohl auch nicht. ABER: Viktor&Rolf haben auch den Anspruch, ihre tolle und besondere Mode für den „Normalbürger“ zugänglich zu machen und produzieren jetzt auch für Hennes und Mauritz (H & M)

Hochwasserkatastrophe in Süddeutschland: Unsere Hilfe vor Ort

Am Samstag morgen fuhren Männe und ich gen Hessen zu meinen Eltern – meine Mum hatte Geburtstag. Und wie wir da so bei strömendem Regen auf der Autobahn durch die Gegend zockeln, hören wir im Radio, daß es wohl einige Gebiete in Süddeutschland gibt, die den Katastrophenalarm ausgerufen hatten – am Vormittag konzentrierte sich das wohl auf das Gebiet um Augsburg, dehnte sich dann nach Schwaben und konzentriert auf den Ort Babenhausen aus.
Da bin ich gleich hellhörig geworden – dort wohnt eine gute Freundin von mir – mit Family und der dem Mann gehörenden Zimmerei. Ich habe gleich eine Whatsapp geschrieben und von ihr erfahren, daß sie mit ihren beiden Söhnen wohl am frühen Morgen (sie und Sohnemann Nr 2 mit Norovirus „ausgestattet“, ihr Mann auf „Männerausflug“ im Norden unterwegs) evakuiert wurden, das Wohnhaus bis zur Kellerdecke geflutete sei und auch die Zimmerei nebenan unter Wasser stehe.

Heilige Sch…… klar, man kennt die Nachrichten aus Radio und Fernsehen und ist sehr oft auch betroffen, wenn man sieht, daß hier Existenzen zerstört und Wohnraum mit sämtlichem Hab und Gut vernichtet wurde.
Tja und Babenhausen sah zu dem Zeitpunkt eben so aus:

Wir fuhren weiter zur Family nach Hessen, waren aber in Gedanken ständig in Süddeutschland, da die Meldungen über die Katastrophen immer mehr wurden und sich auch die Katastrophengebiete häuften.
Trotz allem liessen wir meine Mum hochleben und feierten sie – gingen am Samstag abend mit meinen Eltern toll Essen, Sonntag hatte sie noch mal mit der ganzen Familie zum Essen im Städtchen eingeladen, wir hatten einen sehr schönen Tag und Abend und am Montag nach dem Frühstück machten wir uns auf den Heimweg.
Selbst wenn München kein Hochwassergebiet ist und wir in Trudering noch mal ca 25 Meter höher als die Isar liegen, hat man ein blödes Gefühl. Zumal sich der Heimweg auch als nicht ganz einfach herausstellte, da verschiedene Streckenabschnitte wegen Hochwasser und Überflutung gesperrt waren.
Wir fuhren dann über Regensburg nach Hause – kaum hatten wir das passiert, wurde auch Deggendorf und Regensburg als Katastrophengebiet deklariert.

Nach 4,5 Stunden näherten wir uns München „von oben“ also von Norden – wir sind schon eine ganze Weile auf der Landstraße rumgegurkt und kamen dann nach Freising, wo sich uns dieses Bild bot:

Der Fluß, der da über die Ufer getreten ist und sämtliche Wiesen und Felder geflutet hat, ist die Amper – ein – sagen wir mal – kleinerer Fluß. Hier hatte er eine riesige Gewalt und strömte und sprudelte ziemlich schnell vor sich hin.

Das, was wir dort gesehen haben, hat uns schon sehr beschäftigt und auch geschockt. Und irgendwie war ganz schnell klar, vor dem Fernseher sitzenzubleiben und „wie furchtbar“ in den Raum zu vermelden, kann nicht alles sein, was wir tun können: Hier müssen wir etwas tun und helfen. Wir riefen bei meiner Freundin in Babenhausen an und meldeten uns für den nächsten Tag als Helfer an – es war mittlerweile 16 Uhr und bis Babenhausen wären wir noch ca 2 Stunden gefahren, hätte also wenig Sinn gemacht. Das Wasser war mittlerweile wieder komplett abgezogen und konnte so zumindest keine weiteren Schäden verursachen.

Am nächsten Morgen packten wir unsere Siebensachen und fuhren nach Babenhausen und man sah sofort, was das Wasser an Schäden hinterlassen hatte: Viele hatten schon mit den Aufräumarbeiten begonnen, es standen Bretter, Tische, Bänke, Säcke mit „Müll“ an den Straßen und überall sah man fleissige Menschen, die irgendetwas nach draußen brachten.

Und wir packten ebenfalls mit an – nach ca 7 Stunden hatten fleißige Hände richtig viel erreicht:

Von:

Nach:

Und letztendlich hatten wir einen riesigen Kellerraum komplett ausgeräumt, das noch ca 7 cm hochstehende Restwasser mit Eimern und Schaufeln komplett trockengelegt und einerFreundin mit Familie eine riesige Erleichterung verschafft. Natürlich war und ist noch nicht alles wieder „in Ordnung“, aber auch am Folgetag halfen Menschen und ein wenig Normalität schleicht sich auch in Babenhausen wieder ein.

Meine Bitte an alle: Leistet Hilfe- am besten aktive Hilfe:
Passive Hilfe „wenn du etwas brauchst, ruf mich an“ – auch in Ordnung, aber ganz wenige werden das tun.
Aktive Hilfe: ich stehe einfach mit Drecksklamotten und Gummistiefeln vor der betroffenen Haustür und frage: Wo soll ich anfangen???

Riquewihr im Elsass: Charmante Fachwerkhäuser und Weinberge

Heute stand Riquewihr und Kaysersberg auf unserem Programm – beides ganz zauberhafte kleine Städte – jede mit ihrem eigenen Charme.

Riquewihr ist einer der attraktivsten und meistbesuchten Orten im Elsass. Und wieder drängen sich hier wunderschöne Fachwerkhäuser aneinander – im Hintergrund und durch die Seitenstraßen bekommt man einen Blick auf die Weinberge.

Ein wenig Wissenswertes über Riquewihr:
Riquewihr wurde auf Grund seines unversehrt erhaltenen Stadtbildes aus dem 16. Jahrhundert als eines der Plus beaux villages de France (schönste Dörfer Frankreichs) klassifiziert.
1680 kam Reichenweier (Riquewihr) unter die Gewalt von Ludwig XIV., wiewohl es im Besitz Württembergs blieb. 1789, während der Französischen Revolution, schlossen sich die Bürger von Riquewihr der Französischen Republik an, 1796 wurden die Württemberger im Frieden von Campo Formio ausgeschlossen und Riquewihr Frankreich angegliedert. Von 1871 bis 1918 gehörte der Ort als Teil des Reichslandes Elsaß-Lothringen zum Deutschen Kaiserreich und war dem Kreis Rappoltsweiler im Bezirk Oberelsaß zugeordnet, danach wieder zu Frankreich, 1940–1944 war er von Deutschland annektiert. Nach 1945 entwickelte sich der Weinort zum Anziehungspunkt für Touristen. (Quelle Wikipedia)
Großes Unglück am Neujahrstag 2014: Am Nachmittag dieses Tages wurden Teile des historischen Zentrums der Gemeinde von einem Großbrand stark beschädigt. Eine 90-jährige Bewohnerin kam ums Leben.

Wer möchte, kann eine nette Fahrt mit einer kleinen Bahn durch die Weinberge machen, man hat einen tollen Blick auf den Ort und eben die Weinberge – haben wir im Oktober 2016 gemacht und kann ich euch nur empfehlen – hier wieder ein kleiner Einblick von damals.

Hier konzentrierten wir uns auf den wirklich zauberhaften kleinen Ort:

Ich liebe es einfach dort – so gemütlich, unaufgeregt und ruhig, obwohl doch gut besucht. Es gibt keine lauten und stinkenden Autos oder Motorräder im Zentrum – ganz vereinzelt kommt mal ein Einheimischer mit seinem Gefährt um die Ecke.
Natürlich macht das Wetter auch etwas aus – wir hatten angenehme 22 Grad und Sonnenschein. Aber selbst im Herbst hatten wir es dort schön.
ICH wäre ja brav vorbei gelaufen und NICHT eingekehrt – Männe jedoch verschwand hier in Riquewihr im Käthe Wohlfahrt Haus und wir bekamen etwas Weihnachtsstimmung.

Drinnen darf man leider nicht fotografieren – aber Käthe Wohlfahrt (ich erinnere mich gerade an einen Klassenkameraden aus der Grundschulzeit – Thomas Wohlfart, ob der mit Käthe verwandt war??? 🙂 das ist das Paradies oder auch finanzieller Ruin eines jeden Weihnachtsliebhabers. Ich hab nur ein ganz klein wenig eingekauft – nach Weihnachten ist ja bekanntlich vor Weihnachten und Männe hat auch zugeschlagen.

Weiter gings in diverse kleine Seitengassen – nicht minder schön und die Häuser auch zauberhaft und nett:

Hach – ich war glücklich und in meinem Element- fotografieren, was das Zeug und die Kamera (aus) hält.

Und hier noch die kleine Bahn, mit der man durch die Weinberge fährt:

Und im Handumdrehen waren 2 Stunden vorbei und wir fuhren in Richtung Kaysersberg.