Was nicht passt, wird passend gemacht – das ist richtig verstandene Statistik. (Thom Renzie)

„Statistik „ist die Lehre von Methoden zum Umgang mit quantitativen Informationen“ (Daten). Sie ist eine Möglichkeit, „eine systematische Verbindung zwischen Erfahrung (Empirie) und Theorie herzustellen“.Unter Statistik versteht man die Zusammenfassung bestimmter Methoden zur Analyse empirischer Daten“ (geklaut aus dem WWW)

Und was sagt mir das? Da schaue ich mir meine Statistik hier in WP an und stelle auf einen Blick und ohne Studium fest, daß ich bis zum Ende des Jahres weder so viele Beiträge noch so viele Likes wie im letzten Jahr geschrieben bzw. eingefangen habe.

Da hilft mir jetzt meine Statistik auch nicht weiter – Fakt ist:

Ich hatte in 2022, in dem Jahr, in dem ich meinen Blog aktiv gestartet habe:: 6.112 Aufrufe, 2.258 Besucher, 393 Likes und 436 Kommentare

Ich hatte 2023: 9.262 Aufrufe, 2.224 Besucher, 594 Likes und 565 Kommentare


Ich habe 2024: 4.571 Aufrufe, 1.560 Besucher, 463 Likes und 301 Kommentare

Ziemlich einfach zu erkennen, daß ich das Ergebnis von 2022/2023 nicht mehr einholen werde.

Werden wir nun mal leicht mathematisch: Wenn ich davon ausgehe, daß ich jetzt noch zwei Monate Zeit habe, hier auf die Statistik von 2023 „aufzuholen“, rechnen wir mal durchschnittlich nach: 2/12 an Aufrufen, Besuchern, Likes und Kommentaren addieren wir zu den „Ist-Zahlen“ und kämen dann auf folgendes Ergebnis:

Aufrufe: 4.571 + 761,8 (die Aufrufe runden wir auf 762 auf) = 5.333
Besucher: 1.660 + 260 = 1.820
Likes: 463+ 77,1 = 540,1 (abgerundet)
Kommentare: 391 + 50,1 = 441,1 (abgerundet)

Wäre mir jetzt total langweilig, könnte man noch Aufrufe, Besucher, Likes und Kommentare in Relation setzen und berechnen. NEIN, mir ist nicht langweilig, ich stelle fest, meine diesjährige Statistik geht stark nach unten…

Die „Likes“ sind gar nicht soooo schlecht, sollte sich das bis Ende des Jahres – wie berechnet – entwickeln :))) Alles andere ist utopisch und nicht mehr aufzuholen, es sei denn, ich blubbere euch jetzt täglich mit irgendetwas voll, was die Aufrufe drastisch ansteigen lassen, allerdings dann den „Likes“ schaden könnte, weil es keiner „liked“ Na, hab ich euch jetzt vollends verwirrt? Ja? Ich mich auch – aber das ist typisch Statistik (glaub ich).

Woran liegt es?
Wenn ich in der Politik wäre, würde ich begründen: Was kann ich dafür, wenn ich keine Besucher, Aufrufe, Likes und Kommentare bekomme? Das ist eigentlich unverständlich und IIIICH kann gar nix dafür.

In der Realität frage ich mich: Hab ich nicht genug geschrieben? Hab ich nicht interessant genug geschrieben? Hat mir einfach die Zeit zum Bloggen gefehlt? Hatte ich manchmal einfach auch keine Lust zum Schreiben, weil mir nix Erwähnenswertes eingefallen ist?

Ich hab in meiner Statistik noch Folgendes ausfindig gemacht : Einträge/Blogbeiträge in 2023: 135 und bis jetzt in 2024: 65. Und was man sonst noch so in seiner Statistik findet: durchschnittliche Wortanzahl pro Beitrag, Wörter insgesamt…. Schon interessant.

Natürlich mache ich mir darüber Gedanken und und Stelle Überlegungen an. Aber ich weiss auch, daß ich weniger geschrieben habe, weil ich dieses Jahr mehr arbeiten durfte und mir dann die Zeit und auch die Energie zum Bloggen fehlte.

Aber wißt ihr, daß mir die Statistik ziemlich egal ist? Ich schreibe und blogge hier, weil ich sehr viel Lust am Schreiben habe und ich mich hier in dieser Bloggerwelt sehr wohl fühle. Ihr alle tragt dazu bei, daß ich immer noch hier bin und ich mich auch total an euren Blogbeiträgen erfreue und oft sehr neugierig bin, was der ein oder die andere zu erzählen oder an Fotos zu zeigen hat.
Von vielen Lesern meines Blogs erfahre ich, daß sie Spaß am Lesen meines Blogs haben, ich werde sogar drauf angesprochen, wenn ich mal ein paar Tage bzw längere Zeit nicht mehr gebloggt habe. Und genau das finde ich toll. .

In diesem Sinne: „Ich traue keiner Statistik, die ich nicht selbst gefälscht habe“
(Winston Churchill)

Berchtesgaden, Königsee und Jenner: Tipps für einen perfekten Tagesausflug

Männe und ich waren am Mittwoch unterwegs- seit Monaten möchte ich mal an den Königsee und auf den Jenner – damit verbinde ich Erinnerungen an unsere Klassenfahrt in der 8. Klasse – also knappe 45 Jahre her.

Aber fangen wir mit dem Königsee an – unser Ausflug begann mit der knapp 2- stündigen Fahrt an den Königsee, relativ schnell fanden wir einen Parkplatz und trotz bayerischer Herbstferien war am Bootssteg bzw. am Boot zur Kapelle St. Bartholomä nicht so viel los. Das Schiff lag schon da und wir fanden zwischen ca 80 Menschen auch noch unser Plätzchen.

Start der Schifffahrt über den Königsee:

Die Fahrt dauert ca 30 Minuten und man bekommt einige Informationen über den Königsee. So lernten wir, daß seit 1909 die Schiffe, die hier fahren, alle mit Elektromotoren fahren. Zwischen dem Watzmann im Westen und dem Jenner sowie dem Gotzenberg im Osten nimmt der bis zu 190 Meter tiefe See mit etwa acht Kilometern Länge und bis über einem Kilometer Breite das gesamte Tal ein.

1688 ereignete sich hier an einer Felswand ein Schiffsunglück, welches 70 Todesopfer forderte. Der Legende nach wollten Pilger mit dem Schiff nach St. Bartholomä und ein Sturm ließ das Pilgerschiff an einer Felswand zerschellen. Hier erinnert ein rotes Kreuz an die Opfer, wobei heute gesagt wird, das Unglück habe sich anders zugetragen und soll eigentlich gegenüber der Kapelle St. Bartholomä passiert sein.

Angebliche Stelle, an der das Pilgerschiff im Sturm an die Felswand gedrückt wurde.

Auf der kleinen Halbinsel Hirschau am Westufer des Königsees befindet sich die Wallfahrtskirche St. Bartholomä.

Nach ca 30 Minuten erreichten wir die Schiffshaltestelle und gingen von Bord. Eine gut halbstündige Wanderung um die Halbinsel mit netten Aussichten nahmen wir mit, wir hatten tatsächlich das Glück, alles im Sonnenschein erleben zu dürfen und kaum saßen wir am Schiff zurück, verschwand die Sonne hinter den Bergen und St. Bartholomä lag im Schatten. Wieder mal alles richtig gemacht 🙂

St. Bartholomä:

Hier noch ein paar kleine Ausblicke von unterwegs:

Gerade mit der Herbstfärbung der Blätter und auch dem Licht fand ich die Stimmung wirklich toll und wunderbar zum Fotografieren.

Nachdem wir uns mit frisch geräuchertem Saibling und Forelle auf Semmel gestärkt hatten, ging es wieder aufs Schiff und ich wundere mich immer wieder über solche Touristen, die ihren Urlaub und ihre Urlaubsfotos so festhalten:

Egal, nicht mein Tablet, daß evtl ins Wasser fällt, weil unhandlich zum Fotografieren.

Zurück gings ebenfalls in gut einer halben Stunde und auch der Ort Schönau lag dann um kurz nach 15.00 Uhr komplett im Schatten, der Nachteil der umliegenden Berge.

Und auch hier am See wurde es langsam dunkel und Nebel zog auf:

Nachdem wir noch gut in der Zeit waren, machten wir uns auf den Weg zum Jenner und fuhren mit der Bahn (Feierabendtarif ab 15.00 Uhr und trotzdem 34 Euro pro Person) über die Mittelstation zur Endstation. Man ist ca 20 Minuten unterwegs, es könnte etwas flotter sein aber man kann so wirklich tolle Ausblicke genießen.

Der Jenner gehört mit seinen knapp 1.900 Metern zu den Berchtesgadener Alpen und man kann in erklimmen oder mit der Bergbahn hochfahren. Die Fahrt dauert ca 20 Minuten und man hat tolle Ausblicke während der Fahrt nach oben.

Meine Erinnerung an den Jenner ist nicht wirklich prickelnd – wir sind mit der Bergbahn hochgefahren und dann ging es runter zu Fuß. Und es ging wirklich relativ steil (so zumindest in meiner Erinnerung, liebe Klassenkameraden meldet euch, wenn ihr andere Erinnerungen habt) wieder hinab. Auch hier hat sich die Erinnerung eingebrannt, daß es Hunderte von Stufen waren, alle unterschiedlich hoch und es war eine richtige Quälerei, bis wir alle mit wackeligen und brennenden Oberschenkeln endlich unten angekommen sind.,

Von der Endstation kann man dann noch zum Gipfelkreuz wandern, es geht über sehr ungleiche – teilweise richtig hohe Stufen – und Geröll nach oben. Ja, man kommt schon etwas ins Schnaufen aber die Ausblicke lohnen sich und die Anstrengung ist es wert.

Gegen kurz vor 17 Uhr fuhren wir mit der Bahn wieder gen Tal, setzten uns in unser Auto und waren gute 2 Stunden später wieder zu Hause.

Ausblick aus der Bergbahn bei der Fahrt nach unten:

Fazit: Ein definitv toller Ausflug, auch wenn wir Königsee und Jenner nur im Schnellduchlauf „erledigt“ haben, nach Berchtesgaden kommen wir auf alle Fälle nochmals und vielleicht klappt es auch noch mal mit einer richtigen Wanderung am Jenner…

Ständige Veränderungen im PEP: Ein Einkaufszentrum im Wandel

Ich war heute bei uns im PEP (Perlacher Einkaufs Paradies) einkaufen. Und ich wundere mich seit Wochen über die ständig wechselnden Geschäfte. Kaum hat man sich an ein neues Geschäft gewöhnt, isses schon wieder weg.

Gut, es sind wirklich viele, die meiner Meinung nach total überflüssig sind – Bubble Tea, TK Max, der Barbershop mit Tattoo- Stübchen, der Shisha- Laden, der Laden mit all den Nahrungsergänzungsmitteln, Primark, bei denen du Tshirts für 3 Euro bekommst und die in Bangladesh hergestellt werden ….. dafür gewichen sind CECIL, der nette Schreibwarenladen mit kleinen Geschenkideen, der Lederwaren- und Reisetaschenladen, der Woll- und Stoffeladen mit Nähutensilien etc…..

Hugendubel war hier mal ein richtig toller Laden, mittlerweile so geschrumpft, daß sie oft nicht mal mehr die einfachsten Reiseführer haben, Le Clou war immer super mit Schmuck bestückt und hat die Batterien in den Uhren sofort ausgetauscht, man konnte drauf warten – gehst du heute zu Christ und läßt die Batterie in der Uhr austauschen, bekommst du deine Uhr frühestens morgen zurück.

Bestand haben Läden wie H & M, Douglas, Deichmann, Tretter, Tamaris, Nanu Nana, Depot, Peek und Cloppenburg, Drogeriemarkt Müller.

Paprika (Mode für etwas Molligere) ist vor gut einem Jahr eingezogen, heute laufe ich vorbei und der Laden ist zu – vielen Dank für die Treue ….

Auch bei den Imbißständen ist ein ständiger Wechsel, war es gestern noch Schlemmermeyer, ist es heute PommesFriends, morgen Pizzahut oder eine asiatische Kette. MacDonalds hält sich eisern.

Bei den Lebensmittelläden wurde aus HIT jetzt Edeka, Kaufmarkt hält sich tapfer, Tchibo ist auch hartnäckig, WMF mußte einem Handyladen weichen, der Laden von Esprit steht im Moment leer.

Über was ich mich sehr freue, ist ein BLUME 2000 Laden – die haben wirklich eine tolle Auswahl und die Qualität der Blumen ist wirklich toll.

Es ist wirklich fast jede Woche eine Veränderung zu sehen – Beständigkeit scheint es hier nicht wirklich zu geben.

Ich bin heute bewußt durchs PEP und habe mich in den Läden umgeschaut – in dem Barbershop war kein einziger Mensch – ich bin 4 Mal dran vorbei gelaufen. Im Shisha Laden ebenso. Und ebenfalls keinen Menschen gesehen habe ich in dem Laden, wo die Nahrungsergänzungsmittel verkauft werden. Nix, dada, niente…. Ich bin wirklich gespannt, wie lange die sich da halten.

Ich würde mir vom PEP ein Bastelladen wünschen, der Kurzwaren wie Nähutensilien führt, etwas Wolle oder Stoffe hat und ganz toll fände ich, wenn das Parken wie früher für die ersten beiden Stunden kostenlos ist.

Diese eine Stunde…

… die wir heute (Sonntag) geschenkt bekommen haben, mussten wir doch wieder vergeuden, um all unsere Uhren im Haus umzustellen, oder? 😂

Ich bin überhaupt kein Fan der sogenannten Sommerzeit – ich bin ein early bird und hasse es, in der Dunkelheit oder – um es eher auf den Punkt zu bringen – im Dämmerlicht aufzustehen… Und ich brauche im Sommer schon gar nicht, dass es am Abend länger hell ist. Es ist im Sommer ja eh länger hell und diese Hin- und Herstellerei der Uhren zweimal im Jahr regt mich auf.

Und über die angeblich gewünschte Energieeinsparung deswegen hab ich auch noch nicht wirklich etwas nachvollziehbares gehört…

Der Bauer schimpft, für die Bahn ist es eine zusätzliche Herausforderung (gut, der gemeine normale Tag ist für die Bahn ja schon Herausforderung genug) und und und…

Ich bin dafür, das wieder abzustellen. Aber da streiten sich die Länder ja schon seit Jahren und meinen, es wäre nur mit erheblichen Schwierigkeiten zu meistern. Als wir uns damals für die Sommerzeit entschieden haben, ging’s doch auch ganz flott. Versteh ich nicht.

Egal – wir waren heute tatsächlich wegen der geschenkten Stunde ( die man uns im Frühjahr gestohlen hat) früher unterwegs und die Sonne hat es heute auch mal im Münchener Umland geschafft, den Hochnebel zu vertreiben. Wir saßen seit Tagen im Dunst …

Ich habe meine Haupt-Season fotografisch erledigt, alle Hochzeiten unter Dach und Fach gebracht, Events erledigt, Fotos an die Kunden verteilt, Kameras für den Herbstputz klar gemacht, kaputte Akkus entsorgt, Objektive geputzt… jetzt gibt’s noch ein paar kleinere Events und das war’s für dieses Jahr.

Einen schönen Start in die neue Woche und jetzt bin ich hier wieder regelmäßiger anzutreffen.

Ich bin total aufgeregt…

Heute in eigener Sache: Werbung für mein kleines aber feines Unternehmen: https://kerstinfotografiert.com/

Ab heute (Montag) läuft mein Werbespot im Radio – auf Antenne Bayern für 5 Tage – bis zum Freitag zwischen 19.00 und 20.00 Uhr – täglich. „Hört“ doch mal vorbei….(Ich hoffe, das funktioniert hier so, wie es sollte)..

https://on.soundcloud.com/yV2UnWSrjQJpNAtH7

Ein Ausflug nach Bamberg: Nostalgie und Entdeckung

Ich war kurz vor unserem Kanada-Urlaub nochmal bei meinen Eltern zu Besuch. Und schon lange hatten wir uns überlegt, vom Heimatstädchen aus meinerseits einen Ausflug nach Bamberg zu machen – sind mit dem Auto knappe 1,5 Stunden einfach. Irgendwie kam immer etwas dazwischen oder es war etwas anderes wichtiger.

Als ich dann Ende Juli zu meinen Eltern gefahren bin, dachte ich mir morgens: „Du bist doch eigentlich dumm, wenn du nicht einfach auf der Fahrt zu deinen Eltern in Bamberg Halt machst und dir die Stadt anschaust. Du fährst ja direkt dran vorbei“

Gesagt, getan: Ich bin von München aus am Vormittag los, habe meinen Eltern Bescheid gegeben, daß ich über Bamberg fahre und dementsprechend später zu Hause bin. Tolle Fahrt bis zur Abfahrt Bamberg und dann rein ins Vergnügen. Nun ist Bamberg ja keine Großstadt, hat aber auch seine kleinen Tücken, Einbahnstraßen und diverse Baustellen.

Jetzt muß ich dazu sagen: Ich „kenne“ Bamberg ein wenig. In meiner Jugend habe ich viele Wochenenden dort in der Nähe verbracht und nun hole ich etwas aus: Ich war nämlich mit 18/19 Jahren mal ein „GROUPI“ – früher nannte man das Fan oder so ähnlich.

In den Nachbarorten oder Dörfern, die zu meinem Heimatstädchen gehören, spielten in den frühen 80er Jahren am Wochenende sehr oft Coverbands. Ich erinnere mich an „Change“, „Fantasy“, „Anacondas“, ‚Olivers Army“, „Extra“ und „Hotlegs“.
Irgendwann zerrten mich meine Cousinen zum Auftritt der Hotlegs – war ein toller Abend, meine eine Cousine war mit dem einen Gitarristen befreundet und hat mich allen Musikern vorgestellt. War sehr nett und ich (damals sehr schüchtern, glaubt mir heute kein Mensch mehr) dachte mir, „ja, der Schlagzeuger, der Uwe, ist schon ein netter Kerl“ – gefallen hat er mir auch.

14 Tage drauf spielten sie in einem anderen Dorf – ich natürlich wieder mit dabei. To make a long (und die ist wirklich lang) story short: Irgendwann kamen Uwe und ich uns auch näher und wir sahen uns jedes Wochenende, wenn sie in unserer Nähe spielten, oft fuhr ich mit ins Fränkische (wo sie alle herkamen und eben auch oft auftraten), Wir besuchten uns gegenseitig und ich war das ein oder andere Mal auch übers Wochenende in der Nähe von Bamberg. Und somit auch das ein oder andere Mal in Bamberg, was mir damals schon sehr gut gefallen hat. So – von daher mein Gefallen an Bamberg und nun war ich wieder mal da.

Ich weiß nicht mehr, ob sich die Parkplatzsuche damals schon als schwierig erwiesen hat, aber gefühlt hab ich die Innenstadt 3 Mal umrundet, bis ich eine Tiefgarage gefunden habe. Egal, raus aus dem Auto und los… Hach, war das schön. Ein wenig nostalgischer Herzschmerz, es gibt dort auch noch Fleckchen, die sich gar nicht verändert haben und es gibt sooo viel Neues.

Hier war ich das letzte Mal mit 19 Jahren – muß auch ein jeder Touri mal drin gewesen sein – im Schlenkerla:

Hach ja, hier hab ich mein erstes Rauchbier getrunken und wusste nicht so wirklich, was ich davon halten sollte. Weiß ich – ehrlich gesagt – heute auch noch nicht so genau. Es ist etwas besonderes, es schmeckt wirklich nach „Geräuchertem“ oder Rauch – ich könnte es nicht immer trinken. Aber es gibt eben auch Menschen, die lassen nix drauf kommen und lieben es.

Ich bin dann ein wenig durch die wirklich schöne Altstadt gelaufen – Bamberg ist UNESCO Weltkulturerbe und hat den mitunter besterhaltenen Stadtkern in ganz Deutschland.

Wunderschöne Plätze und Ecken gibt es hier – zum Beispiel das Rathaus.
Der Legende nach wollte der Bischoff von Bamberg im 14 JH kein Rathaus in der Stadt erbauen lassen. Die Bürger – gar nicht dumm – errichteten mit Pfählen in der Regnitz eine künstliche Insel und darauf erbauten sie dann das Rathaus. Clever, oder? War ja nicht in der Stadt 🙂

Wunderschön auch die Residenz mit dem Rosengarten:

Einen tollen Blick über Teile der Altstadt hat man von der Residenz aus:

Gegenüber der Residenz der Dom – leider etwas „under construction“:

Hier die gemütliche Altstadt:

Und natürlich „Klein Venedig“ – einfach wunderschön und gemütlich:

Nach gut 2 Stunden Bummel machte ich mich wieder auf die Weiterfahrt – ich bin sehr froh, daß ich nach ca 40 Jahren hier mal wieder Halt gemacht habe.


Vieles ist noch so wie damals, sehr vieles ist neu und anders, aber das ist auch gut so. Ich kann einen Ausflug nach Bamberg wirklich empfehlen, solltet ihr in der Nähe sein, es lohnt sich wirklich. Und ich werde wiederkommen und diesmal warte ich nicht knappe 40 Jahre.


Kerstin trifft auf….

Hollywood und Großbritannien…

Endlich – endlich schaffe ich es mal wieder, mich hier zu melden und zumindest ein kleines Lebenszeichen von mir zu geben.

7 aufregende Wochen liegen hinter mir – davon 4 Wochen Urlaub in Kanada und ich bin immer noch nicht wieder richtig hier. Es war eine geniale Zeit und wir haben sooo viel Schönes gesehen und erlebt. Aber wer lange im Urlaub ist, muß danach auch gleich mal wieder richtig Arbeiten und so ging es mir.

Ich habe es noch nicht mal fertig gebracht, meine 5.500 Fotos durchzuschauen, zumindest sind sie schon mal auf dem Computer.
Bei mir ging es in der Woche, in der wir aus dem Urlaub kamen, gleich mal mit einem Familienshooting los und dann kam ein Hochzeitsshooting, gestern war ich auf einem Event und habe Hollywood und Großbritannien getroffen. So genial

Und heute war ich im Namen der Politik unterwegs und gerade eben sitze ich (noch) im Garten und erfreue mich am Nichtstun – wobei bloggen ja auch nicht Nichtstun bedeutet.

Anyway, egal – ich wollte mich mal kurz mit ein paar Fotos gemeldet haben – ich hab hier alles sehr vermisst – hatte sehr wenig Zeit zum Lesen meiner Abonnements aber das wird alles nachgeholt.

Euch allen noch ein schönes Restwochenende- hier ist seit Tagen endlich mal wieder die Sonne zu sehen aber man merkt auch schon, daß es gen Herbst geht. Es ist abends schon wieder sehr viel früher dunkel, es ist abends und morgens richtig frisch, aber da erzähle ich euch ja nix Neues.

Also – hier gibts nun wieder regelmäßige Postings meinerseits – ich muß meine Seite hier upgraden, ich habe noch ganz viele Fotos zu zeigen.

Teil zwei der Erinnerungen an den 11. September 2001… und so ging es weiter

Nachdem wir wieder in unserem Hotel angekommen waren, versuchten wir nochmals, unsere Eltern in Deutschland telefonisch zu erreichen und nach dem gefühlt 100. Versuch klappte es endlich. Ich war erleichtert und unsere Eltern auch.

Am 12. September liefen wir planlos in New York herum – auf der 5th Avenue konnte man Kilometer auf der Strasse laufen, es war kaum Verkehr – die Stadt war einfach gelähmt. Nachdem der Luftraum erst mal für einen Tag gesperrt wurde, erfuhren wir, daß vor Montag, den 17. 09. wohl kein Flug nach und aus New York gehen würde, mussten wir unseren Weiterflug nach San Francisco umbuchen, ein fast unmögliches Unterfangen, weil keiner wußte, wann wohin geflogen wurde. Wir mußten unser Hotel verlängern, da wir am Donnerstag abgereist wären. Um irgendetwas sinnvolles zu machen, marschierten wir ins Guggenheim Museum – sehr sehenswert. Wir liefen Kilometer im Central Park umher – am Tag drauf hatten wir Karten für das Musical „The Lion King“. Wir vermuteten, daß das abgesagt wurde – dem war aber nicht so. Nachdem wir für die Karten nicht nur Geld sondern auch viel Mühe verwendet hatten (Karten hatten wir ziemlich kurzfristig gekauft), gingen wir auch hin. Es hätte ja keinem etwas genutzt, wenn wir im Hotelzimmer sitzen geblieben wären. Das ganze Ensemble kam zunächst auf die Bühne und wir legten eine Schweigeminute ein und dann versuchten wir, den Abend zu genießen. So richtig gelang es uns nicht. Wir waren sehr wenige im Theater – klar, viele wären ja von außerhalb gekommen, aber nachdem New York auch für Autos gesperrt war, kamen kaum Leute.

Abendessen wurde langsam zur „Jagd“ – vielen Restaurants gingen die Lebensmittel aus. Es kam ja kaum ein Auto in die City rein. „Out of food“ lasen wir sehr oft. Wir liefen jeden Tag zum Reisebüro und erkundigten uns, wann wir weiterfliegen könnten. Jeden Tag die Aussage „we have no idea“.

Freitag dann die Aussage, am Montag würden die ersten Maschinen wieder starten – wir bekamen Tickets für die zweite Maschine, die aus New York raus fliegen würde – um 6.30 Uhr. Nach San Francisco. Nur hatten wir da ja kein Hotel mehr, denn das hätten wir ja donnerstags aufgesucht und wären dann Montag weiter nach Hawaii geflogen. Also Ticket nach San Francisco und Umsteigen und dann weiter nach Hawaii. Zwischenzeitlich dachten wir daran, unsere Hochzeitsreise abzubrechen. Aber was hätte das gebracht? Nix.

Montag waren wir um halb 5 Uhr am Flughafen, wir wurden vorgewarnt, daß die Hölle los sein werde. So wars auch, man brauchte viel Geduld und Zeit. Als wir am Schalter standen und unsere Tickets vorzeigten, meinte die Dame vom Bodenpersonal: „Wir müssen Sie darauf aufmerksam machen: Sollte dieses Flugzeug die vorgegebene Flugroute verlassen, werden sie von Kampfjets abgeschossen“. Meine Güte – das hat echt „beruhigt“.

Im Flugzeug waren alle Passagiere recht locker, es war aber eine besondere Stimmung. Nur wenn einer der Passagiere im Gang entlang auf die Toilette ging, gingen alle Köpfe in Richtung der Person – was macht der, wo geht der hin? Ach Toilette – gut – und kommt auch wieder raus – noch besser – geht zurück auf seinen Platz – perfekt.

In San Francisco ins andere Flugzeug und dann Richtung Hawaii – da waren wir irgendwie recht froh, daß man von diesem Zirkus etwas weg kam. Richtig entspannen konnte man jedoch nicht. Auf Hawaii angekommen war unser erster Eindruck: Hier ist ja gar nix los. Klar, wer setzt sich nach diesen Anschlägen freiwillig in einen Flieger, wenn er nicht wirklich muß??? Wir suchten nach Taxen, fanden aber nur Privatautos, die die Touristen fuhren. Unser Fahrer war bis zum Anschlag noch Chefkoch im Hilton Hotel, wurde entlassen… klar, wenn keine Touris kommen, braucht man auch keinen Chefkoch.

Wir bemühten uns wirklich, die letzten 10 Tage zu genießen, das Hotelpersonal war sehr freundlich und zuvorkommend, die hawaiianische Landschaft und Natur haben wir genossen. Wir wurden – und das lies uns nicht wirklich zur Ruhe kommen- doch von vielen angesprochen, wo wir denn jetzt herkämen und als wir dann New York nannten, dann wollten sie natürlich wissen, was dort los sei….

So richtig, richtig durchgeschnauft haben wir erst, als unser Flieger nach Hause in München aufgesetzt hatte – daaa wußten wir, jetzt kann uns eigentlich nix mehr passieren. Mann Mann Mann, wer hätte gedacht, daß diese Flitterwochen soooo „unvergeßlich“ werden würden…

2016 waren wir nochmals für ein paar Tage in New York und konnten diese Zeit dann richtig genießen.

Für alle „Neuen“ hier auf meinem Blog – ein Tag, den ich niemals vergessen werde……. 11.September 2001- meine Geschichte aus New York

Ich glaube, fast jeder von uns weiss noch ganz genau, was er getan hat oder wo er war, als am Nachmittag des 11. September 2001 (deutscher Zeit) die Nachricht über die Anschläge in den USA (New York, das Pentagon und Shanksville) verbreitet wurde..

Ich weiß auch genau, wo ich war – mit meinem frisch angetrauten Männe IN NEW YORK – ziemlich genau ca 2 km von einem der Anschlagsplätze (World Trade Center) entfernt.

Wir waren zwei Tage vorher in New York angekommen – erster Zwischenstopp unserer Hochzeitsreise – wir hatten am Freitag noch eine tolle Hochzeitsfeier, Samstag dann Verabschiedung von den Gästen und Family, die mit uns in unserer Feierlocation übernachtet hatten und Sonntag früh gings zum Flughafen in die Flitterwochen.

09. September:
Sonntag Ankunft in New York – unser schnuckeliges, kleines Hotel mit 12 Zimmern bezogen und dann erst mal etwas durch die City marschiert – Manhattan abgelaufen und erster Blick von oben auf New York vom Empire State Building. Abends sind wir recht früh ins Bett – waren ja durch die Zeitverschiebung schon länger auf den Beinen.

10, September:
Am Montag dann Wall Street, dort etwas rumgelaufen und dann World Trade Center (wir hatten uns ein Ticket für tags und dann noch mal für einen Besuch bei Nacht bzw. Dunkelheit gekauft).Wahnsinn, welch ein Ausblick, irre schön. Abends dann schön Essen – ich weiß gar nicht mehr, wo wir waren.

11.September:
Es war morgens um kurz nach halb neun in der Frühe – ich kam gerade aus dem Bad unseres Hotelzimmers, als ich ein relativ lautes Brummen am Fenster hörte – zunächst dachte ich, ist vielleicht die Müllabfuhr oder ähnliches. Dann dachte ich, es könnte auch ein Flugzeug gewesen sein- Männe sagte aber gleich, die dürfen nicht so tief über die Stadt fliegen.
Wir kommen zum Frühstück, da fragt der Portier, ob wir denn schon wüßten, was passiert sei – wir hatten keine Ahnung, was er meint und er fragte, ob wir nicht ferngesehen hätten. Beim gemeinen Amerikaner läuft ja oft der Fernseher den ganzen Tag. Wir hatten keine Ahnung und er erzählte uns, dass ein Flugzeug in einen Turm des WTC geflogen sei – wir haben natürlich gar nix geglaubt und er führte uns in ein Hinterzimmer, wo ein Fernseher lief. Kaum waren wir in dem Zimmer, sahen wir, wie das zweite Flugzeug in den zweiten Tower fliegt – das war kurz nach 9 Uhr Ortszeit. Wir haben immer noch geglaubt, die veräppeln uns und zeigen irgend einen Horrorfilm. Bis wir in die entsetzen Augen der anderen sahen ….. wir konnten es nicht glauben. Wir fragten uns, was wir denn jetzt machen sollen/können. Frühstück war uns vergangen und im Hotel bleiben wollten wir irgendwie auch nicht. Unser netter Portier hat uns total verstanden und meinte nur, wir sollen halt hier ein wenig auf und ab gehen, sollten wir Leute rennen sehen, sollen wir bitte hinterher laufen, man weiß ja nicht, was noch alles passiert.

Wir versuchten dann erst mal, unsere Eltern anzurufen – da ging mobilfunktechnisch gar nix – im Hotel mit der landline auch erst mal nix – ich war etwas unruhig, weil ich meinen Eltern unbedingt bescheid geben wollte, dass uns nix passiert ist. Wir wollten uns gar nicht vorstellen, was die sich zu Hause gerade für Gedanken machen. Es ging nix – nach über einer Stunde konnten wir zumindest mal ein Fax an meine Eltern schicken. Telefone tot!!!

Wir saßen erst noch am Zimmer und sahen dann auch die Türme einstürzen und ich war so fertig, ich heulte hysterisch los. Ich konnte nicht glauben, was ich sah. Und dann dachte ich: Stell dir vor, das wäre gestern passiert und wir wären da oben gewesen…. UNVORSTELLBAR.

Irgendwann gingen wir einfach raus auf die Straße – beim Öffnen der Hoteltür haben wir den Staub schon überall liegen und selbst auch noch in der Luft hängen sehen.
Zunächst kam mir eine Dame entgegen, die einen Blindenhund an der Leine hatte – Sie fragte mich, ob ich wisse, wo wir gerade sind- Ihr Blindenhund hatte vor lauter Tatü Tata (und die Martinshörner heulten wie wild in der City, Feuerwehr, Polizei und Krankenwagen schossen durch die Strassen) völlig die Orientierung verloren. Ich nannte ihr den Namen der Strasse und daß da vorne eine Bäckerei und Wäscherei sei, dann wusste sie, wohin sie laufen musste.

Ein paar Minuten später folgendes: Männe lief vor mir und ich trödelte hinterher – auf einmal schoß ein Mann aus einem Haus, mit so einem kleinen Kappi auf dem Kopp – warf sich neben mir auf die Straße, die Hände zum Himmel gefaltet und schrie: „Thank you Allah, you did it“! WHAT???? Ich nix wie weg, Männe hinter mir hergezogen und dachte nur: „In welchem falschen Film sind wir bitte hier gelandet“?
Wir liefen umher und irgendwann kamen wir Richtung World Trade 7 – nebenan war ein Hilton Hotel – das hatten wir uns ursprünglich rausgesucht, bevor ein Kollege von Männe meinte, er kenne ein recht nettes kleines und persönliches Hotel in der Nähe, das wäre doch vielleicht netter als so ein riesen Kasten. Das World Trade 7 war abgesperrt und die Polizei bat uns, diesen Bereich zu verlassen (this building will come down very soon). Von hinten konnte man gar nicht sehen, keine Beschädigung oder ähnliches. Aber im Nachhinein kam raus, daß Trümmer vom Einsturz des Nordturmes das Gebäude wohl so zerstört hatten, daß es nicht mehr lange standhalten würde.

Wir marschierten weiter – ständig gab es fake news – Evakuierung der Central Station, angeblich wurden dort Bomben gefunden – ganze Panzerkolonnen fuhren mittlerweile durch die City, der Flugraum wurde abgeschirmt, wenn man einen Flieger am Himmel sah, duckte man sich und dachte, wo fliegt der jetzt bitte noch rein? Kurz – es war wie im Krieg (so stelle ich mir das zumindest vor). Und irgendwie war Krieg- irgendwie!!
Irgendwann holten wir uns in einem Supermarkt ein labriges Sandwich und setzten uns in einen Park – wir hatten keine Ahnung, wohin wir gehen sollten und was wir machen können….

Teil zwei morgen …..