Ich bin immer noch total begeistert von Kanada – mir macht die Bilderflut etwas Angst – auch die zu schreibendem Reiseberichte. Es gibt sooo viel zu erzählen und zu schreiben – macht euch drauf gefasst ….
Mir schwoll heute (gestern) früh schon wieder der Kamm: Lese ich doch auf fast nüchternen Magen (sorry- mein Fehler 🤦♀️) in der SZ folgendes: Gericht kippt Bezahlkarte.
Da wäre auch fast meine Tasse Kaffee (um) gekippt. Es geht um folgendes:
Eine Geflüchtete mit UNGEKLÄRTER STAATSANGEHÖRIGKEIT, die im Januar 2023 nach Deutschland eingereist war und in einer Gemeinschaftsunterkunft in Schwabach lebt, klagt nun.
Sie erhält sein Januar 2024 Leistungen in Höhe von 460 Euro monatlich. In einem Schreiben wurde ihr nun im Juni mitgeteilt, dass die Bezahlung nun ab Juli auf eine Bezahlkarte überwiesen werde.
Und nun klagt sie dagegen: das Existenzminimum zu decken wäre ihr mit der Bezahlkarte nicht möglich, weil sie nicht günstig einkaufen kann. Es wären keine online Käufe möglich, es gäbe im Monat maximal 50 Euro Bargeld, es könne kein günstiges Handy von Bekannten gekauft werden, sie könne keinen günstigen Handy Vertrag abschließen und den braucht man, um sich z.B. mit der Navigations-App an ihr unbekannten Orten aufzuhalten. Da frage ich mich gerade, wie wir uns früher an uns unbekannten Orten aufgehalten haben – wir haben gefragt und uns erkundigt. Und nachdem die Dame ja nun schon seit Januar 2023 in Deutschland lebt, sollte sie zumindest so gut Deutsch sprechen , um nach dem Weg fragen zu können. Das wäre zumindest mal einen Teil ihrer „Pflicht“, wenn sie sich schon mit ihren Rechten auskennt. Denn das konnte sie wohl: Einen Anwalt kontaktieren und klagen. Und: Es gibt Hürden bei der Teilnahme am gesellschaftlichen Leben: wenn sie einem Sportverein beitreten will, muss sie zunächst bei der Behörde die Freigabe der Überweisung für den Mitgliedsbeitrag beantragen.
Ich respektiere und akzeptiere jeden Nicht- Deutschen, der hier in Deutschland lebt, dessen Heimat für ihn zu gefährlich wird, der Hilfe benötigt – auch finanzielle – , der versucht, hier Fuß zu fassen und auch willens ist, sich unseren Gepflogenheiten anzunehmen. Aber was ich nicht verstehe sind Menschen, die die (finanzielle) Hilfe, die sie angeboten bekommen, nicht respektieren bzw glauben, das muß so laufen, wie SIE sich das vorstellen und sich diskriminiert fühlen. Und nein, ich sehe das nicht als Diskriminierung, wenn dafür gesorgt werden soll, daß die finanzielle Hilfe, die fließt, nicht in falsche oder unrechte Hände gerät. Und genau das ist der Sinn dieser Bezahlkarte bzw soll vermieden werden.
Und nein – ich bin nicht rassistisch angehaucht – Ich habe in meinem Freundes-/Bekanntenkreis auch „Ausländer“, ganz ehrlich – manche sind mir lieber als einige Deutsche.
Aber das Verhalten bzw. die Klage finde ich einfach unmöglich. Und ich kann auch die Argumentation nicht nachvollziehen: Online kaufen weil billiger – ist doch oft gar nicht mehr so. Es gibt so viele Second Hand Läden, es gibt günstige und bezahlbare Lebensmittel, Lidl, Netto und Aldi sind doch wirklich Geschäfte, in denen man preiswert einkaufen kann. Und das Angebot ist riesig.
Ganz ehrlich – ich sitze immer noch vor dem Artikel und bin fassungslos, was ich da heute gelesen haben – und ich hab nur das Wichtigste aus dem Artikel zusammen geschrieben – über die Ansichten des Richters, der der Frau wohl Recht gibt, will ich erst gar nicht anfangen, länger nachzudenken….
In meinem letzten Beitrag habe ich ja schon geschrieben, daß der Juli recht arbeits- und abwechslungsreich war. Außer einer Hochzeit und zwei Floßfahrten hatte ich noch zwei andere Highlights, die ich fotografisch begleiten durfte.
Zum einen war das eine Firmenveranstaltung mit einem tollen Abendessen in einer wunderschönen Location hier in München. Und es gab einen Überraschungsgast – der hat nicht mitgegessen, der stand auf der Bühne. Vielleicht werden ihn einige von euch noch kennen – er hat den Grand Prix d’Eurovision zwei Mal gewonnen (zu der Zeit, als es noch richtig gute Musik gab) – für Irland. Sein Name: Johnny Logan.
Ich sage Euch – DER kann es noch. Hatte im Mai seinen 70. Geburtstag gefeiert und steht immer noch regelmäßig auf der Bühne. Natürlich hat er seine Siegersongs aus den 80ern gesungen: „Whats another year“ und „Hold me now“ – immer noch Gänsehautfeeling.
Und total sympatisch – der Mann. Ich durfte ihn backstage erleben und er war total nett und herzlich. Und er rockte die Bühne – da kann sich manch „Junger“ echt eine Scheibe abschneiden.
Die andere Fotosession war eine Afterworkparty der besonderen Art. Beginnt freitags um 17 Uhr und endet Samstag früh – ihr lest richtig – um halb acht. Und tatsächlich schaffen es wirklich viele, so lange durchzuhalten. Aber bei dem Programm, welches hier immer geboten wird, ist das wirklich nicht schwer.
Zum Einen gab es auf der Bühne: Kool & the Gang – meeeeegggaaaaa!!!!
… und zum Anderen: MPK – besser bekannt als Michael Patrick Kelly – ebenfalls ein ganz smarter Kerl – super sympathisch…
Auch diesmal wieder ein voller Erfolg, diese Party. Aber ganz ehrlich, ich bin dann das komplette Wochenende platt. Wenn ich dann gegen 8 Uhr zu Hause bin, bin ich noch so voll Adrenalin und komme erst mal mindestens eine Stunde nicht zur Ruhe. Wenn ich dann gegen halb 10 wirklich mal eingeschlafen bin, bin ich meist spätestens 4 Stunden später wieder auf den Beinen – es ist halt Samstag und der eine Nachbar mäht den Rasen, beim anderen Nachbarn spielen Kinder… Es ist halt kein Schlafen wie in der Nacht. Aber das ist es mir definitiv Wert. Ich freu mich jedes Jahr auf dieses Event, daß ich jetzt zum 15. Mal fotografisch begleiten durfte. Am Samstag abend ist dann meist nichts mit mir anzufangen, ich bin echt erledigt. Und am Sonntag waren wir auf dem Tollwood – ein Sommerfestival der besonderen Art hier in München. Sehr viele Stände mit tollem kulinarischen Angebot – auch viel aus dem Ausland: Falafel, Döner, Chinesisch, Vietnamesisch, Afrikanisch….. und auch viele Schmuckstände mit eher alternativem und selbst gemachtem Schmuck. Es ist schon ein besonderes Festival.
Und es gibt auch ein Musikzelt- da waren wir Anfang Juli schon bei Take That :
– und an dem Sonntag nach der Afterworkparty eben bei PUR – was hab ich diese Musik in den 90-ern geliebt. Rauf und runter hab ich die CD’s gehört – einfach tolle Musik, tolle Texte, Melodien, die wirklich ins Ohr gehen und es ist eine ganz besonders eingeschworene Fangemeinde. Wirklich speziell. Und ich konnte fast wieder jedes Lied textsicher mitsingen – Männe guckte mich zeitweise etwas verwundert von der Seite an
Da sieht man halt mal den Unterschied: Front row bei der Firmenveranstaltung und ziemlich weit hinten im Zelt „privat“ unterwegs :))))
Es war wirklich ein arbeitsintensiver und abwechslungsreicherJuli… Ende des Monats war ich noch in Bamberg und zu Besuch bei meinen Eltern und seit 26 Minuten haben wir August – er ist also rum – der wirklich tolle Juli.
Was ein Juli – was für eine „action“. Deswegen habe ich mich auch schon lange nicht mehr gemeldet – es war einfach wirklich viel los und ich war gut beschäftigt. Und wenn ich nicht beschäftigt war, war ich zu müde oder zu faul, zu bloggen. Aber hier bin ich jetzt noch mal, bevor ich mich dann in den verdienten Urlaub bewege.
Ende Juni hatte ich für einen Kunden eine geniale Flossfahrt auf der Isar fotografiert. Ich lebe jetzt seit über 35 Jahren hier in München und habe so etwas noch niemals gemacht. Umso begeisterter war ich, daß ich dort „mitfahren“ durfte. Und es hat sooo Spass gemacht. Wir sind teilweise Wehre runtergefahren und das war Spaß pur. Und das Witzigste war der Moment, als der Flößer vorne, der das Floß in der Spur gehalten hat, sich vor uns bekreuzigte und dann nach hinten aufs Floß sprang. Hysterisches Gelächter unsererseits und sehr vertrauenerweckend 🙂
25 Flußkilometer in knapp 4 Stunden – das war recht flott, da die Isar noch ziemlich viel Wasser vom Hochwasser Anfang Juni hatte. In Thalkirchen an der Floßlände werden die Flöße dann wieder „auseinandergenommen“ und auf LKW verladen und dann wieder zurück gefahren. Ein Floß kann man für bis zu 7 Fahrten nutzen. Der Flößer erzählte uns, dass er selbst im Wald nach passenden Bäumen sucht, die Stämme fürs Floß müssen alle 13 Meter lang sein. Diese werden dann aneinander genagelt und vertäut. Man sitzt auf Holzbänken, die hintereinander stehen und es geht los. Es hat riesig Spaß gemacht.
Im Juli fotografierte ich dann eine Floßfahrt auf der Donau – das war ein ganz anderes Erlebnis. Dort auf den Flößen stehen Bierbänke und -tische und man kann sich frei bewegen. Hier wurden zwei Flöße miteinander vertäut und es ging los- von Vohburg bis zum Kloster Weltenburg mit Einkehrschwung im Biergarten Eining. Ebenfalls ein ganz tolles Erlebnis. Die Donau floß allerdings weitaus ruhiger und hier gibt es auch keine Wehre. Trotzdem richtig toll.
Wir kehrten dann erst im Biergarten Eining und dann im Kloster Weltenburg ein.
Zum Abschluß fuhren wir noch mit einem Schiff auf der Donau entlang des Donaudurchbruches nach Kelheim – auch das war wunderschön.
Fazit: Solltet ihr mal hier in der Gegend sein, kann ich euch beide Floßfahrten nur empfehlen – es ist etwas Besonderes und Spaß habt ihr auf alle Fälle.
Nachdem wir Kaysersberg verlassen hatten, bogen wir nach ca 15 Minuten auf dem großen „Hauptparkplatz“ von Equisheim ein. 2 Euro Parkgebühr bis 9 Uhr am nächsten Morgen ist schon echt touristenfreundlich.
Erster Eindruck: Genau so schön wie Kaysersberg und Riquewihr:
Hier gibt es – im Vergleich zu den anderen beiden Orten – sehr viele Winzer und Weingüter bzw. Weinverkauf. Männes Paradies. Nun gut, ich bin ja einem guten Tröpfchen gegenüber auch nicht abgeneigt. Aber bevor wir dort einkehrten, wollten wir uns den Ort anschauen und vorallem die Störche sehen.
Und da waren sie auch schon:
Sehr interessant zu sehen: Es gab Kamine, da hatten die Störche einfach ihr Nest draufgebaut und dann gab es Kamine, da war unter dem „Nestgeflecht“ noch ein „Metallgestell“, um die die Störche dann ihr Nest bauten.
Weiter ging es:
Auch in diesem wunderschönen Ort hätte ich noch bleiben können, aber es zog sich mehr und mehr zu und die ersten Tropfen fielen, wir kehrten noch schnell in zwei Weingütern bzw. Weinverkauf ein, probierten wirklich nur einen minimalen Schluck und schleppten unsere 10 Flaschen dann auch wieder quer durch den Ort.
Dann gings nach Hause – wir waren erledigt und ruhten uns erst mal etwas aus, packten dann unsere Taschen, da es am Mittwoch früh wieder gen Heimat ging. Am Abend liefen wir nochmals durch Colmar und sahen uns dort noch in den Ecken um, die wir am Tag vorher nicht gesehen hatten. Es ist einfach wirklich schön hier:
Abendessen gabs dann im „Chez Hansi“ – sehr urig und sehr traditionell – tolle Stimmung, flotte Bedienung, sehr gut besucht und das Essen ausgezeichnet. Ich hatte einen gebackenen Schafskäse im „Mantel“ und Salat – göttlich, sag ich euch:
Wir machten dann noch einen wirklich nötigen Verdauungsspaziergang, nicht nur das Essen, auch der Aperol Spritz und der Wein mußten „verarbeitet“ werden und dann landeten wir tatsächlich noch mal in unserer Hotelbar. Nach einem Rum sour verschanden wir in den Betten.
Diese riesige Skulptur stammt von Frédéric-Auguste Bartholdi, der damals die Freiheitsstatue entwarf. Angeblich ist das die ursprüngliche Gießform des Gesichtes der Freiheitsstatue. Platz genommen haben wir in gehörigem Respekt und Abstand dazu.
Die Heimfahrt am nächsten Tag war abwechslungsreich – wir hatten ja alle Zeit der Welt und fuhren zunächst mal nach Freiburg und besichtigten und bestiegen das Münster.
Danach ein kleiner Roundtrip durch Freiburg – auch eine sehr schöne Altstadt. Ganz nett, die „Hinweise“ auf der Straße, in welche Art Geschäft man nun geht, Apotheke – Obstgeschäft – Buchhandel. Wunderschön gemacht.
Der HeimWEG weiter war das Ziel – wir fuhren über den Titisee in Richtung „Schwarzwaldklinik“ 🙂
Und hier machten wir Halt bei „Professor Brinkmann und Schwester Gabi“ – das ist mittlerweile ein nettes kleines Museum.
Kennt ihr es noch? Die Innenaufnahmen wurden woanders gedreht, die Räumlichkeiten sehen ganz anders aus. Und hier nun das Museum – ein typisches Schwarzwaldhäusl von früher.
Weiter ging es über den Bodensee:
und einen Stopp in Meersburg: (Erinnerungen an unsere Abschlußfahrt der Schule – im November an den Bodensee – schlimmer konnte es uns nicht treffen…)
Kurzer Einkehrschwung zur Nahrungsaufnahme bei Witkoop – seeeehr zu empfehlen:
Und dann ein letzer Blick auf den Bodensee:
Das war unser Kurztrip ins Elsass und es war wirklich schön, tolle Tage, tolles Wetter, wunderbare kleine Orte. Definitiv einen Besuch wert und wir werden auf alle Fälle wiederkommen.
Nachdem wir den entzückenden Ort Riquewihr verlassen hatten, machten wir uns auf den Weg nach Kaysersberg, nur ein paar Autominuten von Riquewihr entfernt. Wir fanden gleich einen Parkplatz vor den Toren des netten Örtchens und begaben uns auf Entdeckungstour.
Kaysersberg auf der Weinstraße, überrascht mit seiner mittelaterlische Stätte rund um die Sainte Croix Kirche und die befestigte Brücke überragen bei der Burg (Ruine der ehemalige freie Stadt der Dekapolis). Seine strategische Lage lässt die die Erinnerung an die römische Straße wiederbeleben, die Elsass und Lothringen verband. Außerdem hat Kaysersberg hat eine reizende Altstadt mit gepflasterten Gässchen und wunderschönen Fachwerkhäusen. Nebenher ist sie die Geburtsstadt Albert Schweitzers und befindet sich außerdem auch noch auf dem Jakobsweg. Also mehrere Gründe, diesen zauberhaften Ort zu besuchen.
Nachdem wir schon ein Weilchen unterwegs waren und nach unserer Uhr auch schon langsam Mittagszeit war, hielten wir Ausschau nach einem kleinen und netten Restaurant. Auf dem Weg dahin kamen wir auch noch an einem Laden vorbei, der selbstgebackenes Brot, Wurst und Käse verkaufte…. schlimm, wenn man da dann auch noch Hunger hat.
Knurrenden Magens liefen wir erst vorbei, drehten dann um und „probierten“ ein paar Leckereien, die hier auch präsentiert wurden. Wirklich sehr lecker und ich kann das nicht: Probieren und dann nix kaufen. Also schleppten wir dann auch noch diverse Salamis, geräucherten Speck und andere Leckereien durch die Gegend. Weiter ging es in diesem wirklich wunderschönen Örtchen:
Ich hätte hier stundenlang Verweilen können, ein Ausblick gemütlicher und schöner als der andere. Liebevoll dekorierte Fachwerkhäuser, nette kleine Lädchen, gemütliche Bistros und so kam es, daß wir dann auch Platz in einem fanden. Traditionell gabs für uns Flammkuchen und eine sehr besondere Limonade – sehr intensiv und erfrischend.
Und „er“ hatte unsere Aufmerksamkeit erregt. Ich habe ja eine kleine Kamera, die ich mit dem Handy auslösen kann und so positionierte ich die Kamera so, daß er zu sehen war, ich schaute ins Handy und konnte ihn fotografieren, so, daß er es nicht mitbekommen hat. Nicht wirklich „richtig“ aber hätte ich einfach in die Gegend fotografiert, wäre er ja auch mit auf dem Foto gewesen.
Mit der „Batschkapp“ hätte ich ihn glatt für einen Franzosen halten können, aber mit seinem Begleiter, der dann um die Ecke kam, sprach er einwandfreies Deutsch.
Frisch gestärkt machten wir uns dann auf den Weg zurück zum Auto, denn Equisheim, der Ort mit ganz vielen Störchen und Störchennestern auf den Dächern des Ortes, wollten wir auch noch anschauen.
Hier das Denkmal von Albert Schweitzer, das Museum hat ausgerechnet am Dienstag geschlossen (natürlich waren wir Dienstag hier).
Hier in der „Poteries Alsacienne“ fand ich doch tatsächlich noch ein tolles Mitbringsel oder auch Geschenk für liebe Freunde – eine Käseplatte mit verschiedenen Messern dazu. Hab ich gleich mal drei Stück erstanden – preislich völlig okay, praktisch ist es auch und sieht auch noch schön aus.
Und hier noch ein paar Eindrücke auf dem Weg zurück zum Auto:
Zurück zum Auto, mittlerweile war die Luft schon leicht schwül und es zeichnete sich in der Ferne ab, daß es wohl in der nächsten Stunde zumindest regnen würde. Also, wir ins Auto und gen Equisheim gefahren. Die Entfernungen hier sind wirklich minimal, man ist innerhalb von 15 Minuten im nächsten wunderschönen Ort. Herrlich.
Eine turbulente Woche liegt hinter uns – am Dienstsg hatte ich vormittags noch eine Kreisvorstandssitzung und am Abend waren wir auf dem „Tollwood“ – ein Festival der etwas anderen Art hier in München.
Sehr viele „alternative“ Stände mit Klamotten, Schmuck, Schnickschnack, besonderem Essen und einem Musikzelt, in dem sich tolle Bands und Sänger/innen die Ehre geben.
Wir waren doch tatsächlich bei Take That und ich sag euch: die 3 verbliebenen Jungs haben es wirklich noch richtig drauf. Ich war nie DER Fan der Gruppe, aber in den 90ern und auch Anfang der 2000 er kam man nicht drumherum: Back for good, Giants, Patience, The Flood… konnte ich mitsingen.
Am Mittwoch hatte ich ein richtig gelungenes Portrait-Fotoshooting zur Präsentation einer Website – mal schnell etwas Druck aufgebaut – die MÜSSEN genial werden😉. Natürlich sind alle meine Fotos genial – gar keine Frage 🙄😉.
Am Donnerstag trafen wir uns spontan mit unseren Berliner Freunden, die aus dem Italienurlaub zurück kamen und hier in München Station machten. Es ist immer wieder toll mit den beiden, wir sehen uns nicht oft, aber wenn, dann ist es so, als hätten wir uns letzte Woche getroffen..,
Freitag einkaufen und Wäsche machen – Haushaltskram eben und wie ich so im Garten sitze und mir denke: alles erledigt, was mach ich denn jetzt?, fällt mir mein Makrameegarn ein,, dass ich mir vor Monaten mal gekauft und es dann auch gut verräumt hatte.
Also – raus damit und mal YouTube durchgeguckt und auch gleich etwas für den Garten und laue Sommerabende (wann und wo auch immer die in diesem Jahr stattfinden werden) gefunden.
Makramee war in den 1970 er Jahren der letzte Schrei – überall begegnete man Blumenampeln und Eulen an der Wand – aus Makramee geknotet. Und genau diese Kunst ist wieder auf dem Vormarsch.
Also Anfängervideo abgespielt und los ging die Knoterei mit diesen Ergebnissen, auf die ich recht stolz bin : Achtung Friends and neighbours, demnächst gibt’s solche Mitbringsel 😉)
Am Abend stand dann ja das EM Viertelfinale der Deutschen gegen die Spanier an und ich fand den Ausgang soooo ungerecht. Wir haben auf lange Zeit viel besser gespielt als die Spanier, wir haben den Handelfmeter nicht bekommen und unsere Jungs haben sogar nach dem 2:1 für Spanien noch soooo gekämpft… es ist, wie es ist und alle nebst Bundestrainer haben meinen tiefsten Respekt und sind meine Europameister des Herzens.
Am Samstag gabs Frühstück im Garten und in der Küche hatte ich ein Paket Butterbrot-Tüten liegen – was macht man daraus? Diesmal zeigte es mir Instagram und YouTube
Am Nachmittag sind wir zu Fuß zum nahe gelegenen Oldtimer-Treffen marschiert und haben uns dort umgeguckt – tolle alte Schlitten, super gepflegt und hergerichtet .
Eigentlich wollten wir dort eine Kleinigkeit essen aber nachdem mein Ernährungsplan im Moment weder für Pommes noch für Wurst in der Semmel ausgelegt ist, trabten wir wieder die 2,5 km nach Hause. Bei 31 Grad – in der Sonne – Gluthitze – mittags um 15.00 Uhr ., Ich war total erledigt und fix und alle, als wir zu Hause ankamen.
Am späten Nachmittag grillten wir noch – Männe mit leckerem Fleisch und ich bekam Schafskäse gefüllte Paprika und Pimentos und ein wenig Putenfleisch. Kaum saßen wir am Tisch, bogen sich Bäume und Sträucher im Wind und es prasselte los, Störte uns unter der Pergola recht wenig.
So – und nun ist Sonntag und es regnet und ich werde mich noch ein paar Knoten mit Makrameegarn hingeben 😉
Um halb acht legten wir in Willemstad auf Curaçao an. Wie auch schon Bonaire sah selbst vom Schiff aus schon alles wieder so bunt und fröhlich aus. Karibisch eben.
Die niederländische Insel in der Karibik hat rund 150.000 Einwohner und vereint dabei mehr als 50 Nationalitäten, so dass man hier auf eine vielschichtige Kultur trefft und deshalb auch die Sprachvielfalt kaum verwunderlich ist. Dass auf Curaçao so viele Kulturen zusammenleben, liegt an der ereignisreichen Geschichte. Die Insel war nämlich in spanischer, britischer und niederländischer Hand und diente dabei zeitweise als wichtigster Stützpunkt für den Sklavenhandel in der Karibik. Davon zeugen noch heute die alten Kolonialhäuser mit ihren Hütten für die Sklaven, die man überall auf der Insel entdecken kann.
Wunderschöne Gebäude aus drei Jahrhunderten sahen wir auf unserem Weg durch Willemstadt. Die Innenstadt mit ihren wirklich zauberhaften Bauten im Kolonialstil gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe (für mich auch sehr verdient).
Wir verließen das Schiff gegen 10 Uhr und machten uns auf den Weg in die City, die mit 12.000 Einwohnern zu einer der größten Städte der Karibik zählt. Sehr gepflegt, sehr ordentlich, sehr bunt und fröhlich. Charakteristisch für Willemstad sind die bunten Häuser mit verschnörkelten Fassaden, die man überall in der Stadt zu sehen bekommt und die in jedem Reisebericht erwähnt werden. Vor allem die farbenfrohen Häuser im Stadtteil Punda an der Handelskade, die ihren Ursprung in der Kolonialzeit haben, sind ein allzeit beliebtes Fotomotiv. Insbesondere das Penha-Gebäude, das mit seinen vier Glockengiebeln und dem roten Ziegeldach ebenfalls im Kolonialstil gefertigt wurde, ist eine echte Attraktion. Heute gehören genau diese Gebäude im historischen Zentrum von Willemstad mit zum UNESCO Weltkulturerbe.
Die St. Anna-Bucht teilt die Stadt in Punda im Osten und Otrobanda (wörtlich übersetzt „andere Seite“) im Westen. Die Queen Emma-Brücke, auch bekannt als die schwingende alte Dame, verbindet die beiden Seiten der Hauptstadt.
Ich konnte nicht genug von den bunten Häusern bekommen. Einfach nur schön.
Wir verbrachten fast den ganzen Tag hier und entdeckten in jeder kleinen Straße eine Besonderheit – auch hier zeigte sich langsam, daß es nicht mehr lange bis Weihnachten ist. Schon ein komisches Gefühl, in Shorts und Tshirt und mit Sonnenbrille an Weihnachtsbäumen und Schneemännern entlang zu schlendern.
Ein schöner Spaziergang zurück zum Schiff und einen wunderschönen Abend an Bord im Surf und Turf Restaurant verbrachten wir noch und dann gings schnurstracks in die Koje.
Nachdem wir nun 5 Inseln entdeckt und viele Eindrücke und Erlebnisse hinter uns gebracht hatten, hieß es nun Seetag. Das bedeutet: Ausschlafen, viel Zeit zum Lesen, Schiff umrunden, Relaxen und trotzdem die Augen aufhalten.
Wir wollten uns heute eigentlich auf einem Liegestuhl an Decke häuslich einrichten, aber bis wir das erste mal unsere Nase ins Freie hielten, war da schon relativ viel los. Wir umrundeten die Mein Schiff und entschieden uns, es uns auf unserem Balkon gemütlich zu machen.
Vorteil: Ruhe, Platz für uns, Blick aufs Meer und dort gabs auch viel zu entdecken:
Und nicht nur der Blick nach oben brachte herrliche Fotomotive – auch nach unten sah es toll aus:
Auch so ein Faulenzertag hat etwas – ich habe meine Fotos etwas „aussortiert“, mein Buch weitergelesen und wir haben es uns einfach gut gehen lassen und die vergangenen Erlebnisse und Eindrücke etwas nachwirken lassen. Ich habe mein Reisetagebuch aktualisiert und so verging der Tag auch recht schnell.
Und am nächsten Tag gings dann auch schon wieder mit dem Islandhopping weiter: Heute stand das „B“ der niederländischen ABC-Inseln (Aruba, Bonaire und Curaçao) auf dem Plan: Bonaire: Bonaire ist eine besondere Gemeinde der Niederlande und Teil der Niederländischen Antillen. Bonaire besteht neben der Hauptinsel auch aus der Nebeninsel Klein Bonaire. Die Insel Bonaire ist touristisch bisher sehr wenig erschlossen, gilt in Taucherkreisen aber als absoluter Geheimtipp und zählt zu den 10 schönsten Tauchrevieren der Erde. Und Staatsoberhaupt ist tatsächlich König Willem-Alexander.
Wir kletterten nach dem Frühstück in einen Bus und fuhren an der Küste entlang.
Hier verlebten wir eine tolle Zeit, die Natur und die Landschaft ist einfach einmalig her – weiter gings dann zum Washington Nationalpark.
Weiter südlich kamen wir dann zu den Salzbergen von Bonair und den ehemaligen Sklavenhütten.
Die Hütten wurden 1850, zur Zeit der Sklaverei, gebaut. Sie dienten als Unterkunft für Sklaven, die in den Salzpfannen arbeiteten, um Salz, eines der wichtigsten Exportgüter von Bonaire, zu sammeln und zu verladen. In den Zeiten der Sklaverei auf Bonaire, waren Sklaven für den Salzabbau zuständig. Die Hütten dienten zum Schlafen und Aufbewahren persönlicher Habseligkeiten. Jeden Freitagnachmittag wanderten die Sklaven sieben Stunden lang von Rincon hierher, um das Wochenende mit ihren Familien zu verbringen, sonntags marschierten sie wieder zurück. Auf Bonaire standen vier Obelisken, die den ankommenden Schiffen als Wegweiser dienten. Die Obelisken waren rot, weiß, blau und orange (die Farben der niederländischen Flagge) lackiert.I Aus diesem Grund stehen die keinen Hütten auch im Süden der Insel in unmittelbarer Nähe zu . In den weißen Hütten die direkt am Strand gebaut sind schliefen die Sklaven unter der Woche. Am Wochenende nächtigten Sie in Rincon. Der Weg dorthin war mit einem harten siebenstündigen Fußmarsch verbunden. Die Sklavenhütten wurden im Jahre 1850 errichtet und sind noch heute in einem sehr guten Zustand.
Nach ca 5 Stunden gings wieder mit dem Bus zurück, wir liefen noch etwas durch Kralendijk, bestaunten die schönen, bunten Häuser, kehrten in einer kleinen Bar ein und ließen den Nachmittag gemütlich ausklingen. Kralendijk ist der Hauptort von Bonaire. Rund 12.000 Menschen leben dauerhaft in dem Ort, der trotz der geringen Einwohnerzahl den größten der Insel darstellt. Einst gegründet aus mehreren kleinen Dörfern, ist er mittlerweile die Hauptanlaufstelle, wenn es um das Betrachten von Sehenswürdigkeiten geht. Er wurde rund um das Fort Oranje gebaut, das sich am Hafen befindet und mit seiner gelben Optik ein absoluter Hingucker ist. Alte Gebäude wie das Regierungshaus aus dem frühen 19. Jahrhundert und die typisch farbenfrohen Hausfassaden sieht man beim Stadtbummel. Ebenso bunt leuchtet die San Bernardo Catholic Church in Kralendijk.
Um 18.30 Uhr hiess es „Alle Mann an Bord“ und um 19.00 Uhr legten wir ab und die Mein Schiff 3 schipperte in Richtung Curaçao – und wir merkten nichts davon, daß wir uns auf einem schwimmenden Hotel befanden.
Ha – und hier zeigte sich langsam ein weihnachtlicher Glanz – das „Gerüst“ stand schon mal – gut, wir hatten den 27. November.