Ich liebe Weihnachtspost – ich schreibe immer noch handschriftlich meine Weihnachtskarten. Diese „weitergeleiteten“ Wünsche via social media zu Weihnachten finde ich höchst unpersönlich- man könnte sich ja zumindest selbst etwas Text einfallen lassen – meine Meinung.
Natürlich habe ich einen festen Freundes- und Bekanntenkreis, der von mir persönliche Post an Weihnachten bekommt – ganz enge Freunde bekommen eine selbstgemalte oder selbst gebastelte Karte. Ich weiß nicht, ob die Zeit und die Mühe, die man da reinsteckt, überhaupt gewürdigt wird und anhand der Reaktionen in den letzten Jahren hat sich meine Arbeit, die ich mit diesen Karten habe, doch auch reduziert. Dieses Jahr gibts noch genau 12 selbstgemachte Karten.
Hier eine Auswahl meiner „für besties“ Karten:
Die hab ich jetzt jeweils 3 Mal gemacht und das hat mich 4 Stunden gekostet – wie misst man eigentlich die Nerven, die so etwas kosten, wenn’s nicht funktioniert, wie man will?
Allen anderen, die „gekaufte“ Karten bekommen, lege ich ebenfalls noch etwas selbst gebasteltes bei. Ich liebe es – ich liebe meine Kreativität und ich lebe sie auch aus.
Das ist Giessmasse, die ich in Silikonformen gegeben und trocknen lassen habe. noch etwas bestempelt, ein Band kommt auch noch dran und schon kann man es an den Weihnachtbaum hängen.
Wir waren gestern Abend zu einem candlelight Weihnachtsfilm-Musik Abend in der St. Matthäus Kirche am Sendlinger Tor in München. Es war wirklich wunderschön stimmig, eine tolle Stimmung mit den vielen Hundert (LED) Kerzen und die nur 4!!! Musiker (Streicher) begeisterten wirklich alle.
Hier ein paar Impressionen:
Viel habe ich in dieser Woche erledigen können und ich bin sehr gut im Zeitplan, was Weihnachten angeht – Geschenke fast alle besorgt – einpacken muss ich sie noch. Doch – ich bin sehr zufrieden mit mir 😉
…sag ich mir: Dieses Jahr backe ich keine Plätzchen- die wenigen, die wir beide essen, kaufen wir beim Bäcker unseres Vertrauens.
Alle Jahre wieder….
… denk ich mir: Weihnachten ohne Plätzchenduft und die damit verbundene Arbeit ist kein Weihnachten.
Alle Jahre wieder ….
…reiße ich spätestens am zweiten Advent mein Backzeug raus und es geht los.
Alle Jahre wieder….
…hängt mir Männe in den Ohren „Aber Schokobrot gibts schon, oder?“
Dieses Jahr habe ich 4 Fliegen mit einer Klappe – sprich 4 Plätzchensorten mit einem Teig hergestellt. Der Teig schmeckt Klasse und mit diversen Füllungen trotzdem jedes etwas anders.
Der Grundteig wird anstatt mit normalem Zucker mit Puderzucker hergestellt und das macht ihn sehr zart, finde ich.
Meine Variationen:
Mit Himbeermarmelade:
Mit Orangenmarmelade bestrichen:
Mit Zartbitterkuvertüre:
Und die mir gehackten Nüssen bestreut …
Ich habe heute kein Foto davon für euch – das war der Rest des Teiges und gerade mal 7 Plätzchen – die sind schon verputzt .
Walnuss-Baisers:
Meine Florentiner:
Fehlen noch die Glühweinplätzchen und das Schokobrot – schaff ich evtl. heute noch.
Am Donnerstag war ich in der City – leider hat es da den Schnee schon wieder richtig zusammen gehauen und so war es nix mit Weihnachtsmarkt im Schnee. Aber ein paar Impressionen:
Ich wünsche euch einen schönen zweiten Advent – macht es euch gemütlich und nehmt euch Zeit für euch und eure Lieben.
… oder einfach mal Wintereinbruch und viel, viel Schnee
Was eine Woche – spannend durchweg. Letzten Dienstag bin ich zu meinen Eltern ins Heimatstädchen gefahren. Ich weiß nicht, ob ich es schon erwähnt hatte. Meine Eltern hatten früher eine Bäckerei, Paps war/ist Bäcker und Konditor und seine Christstollen haben ihn weit über die Grenzen des Heimatstädtchens „berühmt“ gemacht. Selbst von Frankfurt kamen/kommen die Leute und bestellen seinen Stollen. Mittlerweile ist er ja in Rente (schon seit 2007), trotzdem backt er jedes Jahr seine Stollen für seine Kunden. Bis vor ca 3 Jahren ist er auch noch auf die Weihnachtsmärkte gefahren, dann kam Corona. Und selbst da backte Papa zwischen 350 und 400 Stollen – von daher braucht er jetzt auch nicht mehr auf die Weihnachtsmärkte zu fahren. Die Leute rufen an, bestellen und holen den Stollen dann ab.
Und natürlich brauche ich im weit entfernten München auch Stollen – nicht nur für uns, sondern auch für den gesamten Freundeskreis hier. Denn wer diesen Stollen schon mal probiert hat, der wird süchtig. Der langen Rede kurzer Sinn, ich bin am Dienstag zu meinen Eltern gefahren und am Freitag wieder zurück – um die 30 Stollen im Gepäck.
Die Fahrt war anstrengend, es regnete und es waren so um die 0 Grad angesagt, also vorsicht auf der Straße und auf Brücken. Der Regen war stetig und teils heftig, ich stellte mich auf eine längere Fahrt ein und war dann dementsprechend entspannt. Gut vier Stunden anstatt sonst – wenns gut läuft – 3,5 std. Also alles bestens.
In der Rhön dann richtig Schnee, dick auf den Bäumen liegend, herrlich. Ich liebe dieses weiße Zeugs und habe keine Angst vor Schnee schippen oder bei Schnee Auto fahren.
Und so kam ich im Heimatstädchen an und das war leicht „gezuckert“ – Dächer weiss und die abgelegenen Straßen waren auch leicht schneebedeckt.
Natürlich gabs zum Kaffee Christstollen – frischer geht gar nicht und sagt bloß nicht, der schmeckt erst, wenn er lange genug gelegen hat – der von meinem PAPA schmeckt immer!!!!
Am Abend kleiner walk durchs Städchen – ich liebe es einfach. MEINE HEIMAT!
Am nächsten Morgen die Überraschung – es schneit – dicke Flocken. Soooo hab ich Schlüchtern seit Jahren nicht erlebt und gesehen und ich mußte raus. Bin spazieren gelaufen und habe mich richig „voll laufen lassen“ – mit Schnee. Gott – diesen kleinen Weg bin ich schon 20 Jahre nicht mehr gelaufen – an meiner Grundschule entlang.
Am Nachmittg bin ich mit meiner Mama durch die Gegend gefahren und wir sind etwas im Schnee spazieren gelaufen. Einer meiner Lieblingsplätze ist das „Schloß Ramholz“ – ca 6 km von Schlüchtern entfernt. Wunderbare Erinnerungen habe ich daran. In der Orangerie hat meine Schwester ihre Hochzeit gefeiert und mein Papa seinen 50. Geburtstag. Waren das tolle Feiern in richtig schönem Ambiente.
Auch an Weihnachten waren wir oft dort zum Essen – da gab es einen Riesen-Weihnachtsbaum – wirklich riesig groß mit Unmengen von Kerzen und roten Kugeln dran – wunderschön.
Leider mußte der Pächter seinen Betrieb aufgeben, steigende Kosten und schwindende Besucher machen es manchmal unmöglich, den Betrieb aufrecht zu erhalten. Sehr schade – seit über 10 Jahren steht das Gebäude (die Orangerie) leer – das angrenzende Schloß hat ein Chinese gekauft – passieren tut da nix. Wieder schade – das könnte man gut restaurieren und irgendetwas tolles draus machen. Was hab ich von einem Schloßbesitz, wenn ich nix damit mache? Gut – not my cup of tea.
Im Sommer ist es hier herrlich – man kann wunderschön spazieren gehen. Außerdem ist es ein beliebter Hochzeitsfotografie- Spot. Ich selbst habe hier schon 2 Brautpaare fotografiert – wunderschön.
Am nächsten Tag war ich mit meiner Mama in Fulda am Christkindlesmarkt – da war ich das letzte Mal in 2004. Schön – gemütlich – übersichtlich – nicht zu voll – stimmungsvoll.
Tja und am Freitag gings dann auch schon wieder zurück gen München. Fahrt war prima und all die Stollen erreichten ihr Ziel 🙂 Am frühen Nachmittag begann es dann zu schneien – es schneite und schneite und schneite…… den ganzen Abend, die ganze Nacht und so sah es am Samstag früh aus:
50!!!!cm Schnee – noch niemals seit Wetteraufzeichnung ist in München so viel ist in so kurzer Zeit vom Himmel heruntergekommen. Ich fands toll und richtig aufregend. Und es schneite weiter – den ganzen Tag.
Gestern zum ersten Advent dann klirrende Kälte und strahlender Sonnenschein – herrlich, wunderschön und stimmungsvoll. Leider 3 Wochen zu früh – ich bin mir fast sicher, daß das rechtzeitig zu Weihnachten wieder verschwunden ist. Egal – ich genieße es gerade mit langen Spaziergängen und der Kamera in der Hand.
Ganz ehrlich, das Ganze war schon spannend – am Samstag gingen bei uns keine Züge, keine Busse, keine S-Bahn, der Flughafen war komplett zu und München war „dicht“. Tja, kaum ist mal richtig Winter, dann klappt bei uns gar nix mehr, denn er (der Winter) kommt ja immer so plötzlich. Wobei – der Ehrlichkeit halber – das waren schon wirklich richtige Massen, die da aus dem Himmel kamen, ununterbrochen schneite es und das richtig heftig. Aber schön. Ich habe es aufgesaugt – ganz viele Fotos gemacht – tolle Spaziergänge und ich freue mich, daß es im Moment immer noch so ist.
Wir verließen Plettenburg und fuhren in Richtung Port Elizabeth und kamen dann zum Gorah Elephant Park. Am Eingang wurde das Kennzeichen unseres Autos registriert und wir bekamen die Order, bitte direkt zum Camp bzw. zu unserer Unterkunft zu fahren – aus dem Auto aussteigen sollten wir keinesfalls! Nee, wir sind ja nicht doof, dachten wir und fuhren los.
Und dann passierte es – wir sahen die ersten Springbocks, Zebras und Elefanten – live und in ihrem Reservoir – nicht eingesperrt – in freier Natur. Ich konnte es nicht glauben, ich hatte Herzklopfen, ich hatte (ihr wisst schon) Tränen in den Augen und Gänsehaut. Wir saßen im Auto und fotografierten und filmten und hatten total vergessen, was uns am Eingang in den Park gesagt wurde. Okay – wir sind NICHT ausgestiegen und saßen brav IM Auto.
Irgendwann fuhren wir weiter und erreichten nach ca 30 Minuten unser Camp – heillose Aufregung dort wegen uns…. Am Eingang in den Park wurden wir avisiert und wir hätten eben in diesen 30 Minuten im Camp erscheinen sollen – wir waren aber zwecks Fotostopp insgesamt 45 Minuten unterwegs und die armen Menschen im Camp dachten, wir Deppen wären ausgestiegen und wären irgendeinem tierischen Parkbewohner zum Mittagessen „ins Maul gefallen“. Sorry, Sorry, Sorry und nachdem wir erklärt hatten, daß wir nur im Auto gesessen haben, hatte man uns auch verziehen und wir bekamen unser Zelt zugewiesen.
Man schläft in diesem Camp wirklich in einer Art Zelt – es ist feste Zeltplane, darin ein Bett, zwei Stühle, zwei Sessel, ein Tisch mit einer Flasche Sherry drauf, eine Petroleumlampe und im hinteren Teil des Zeltes gab es ein Bad mit Dusche – unglaublich und unfassbar toll ausgestattet. Das Foto unten zeigt die Haupthäuser, d.h, das Restaurant, Rezeption und Shop.
Wir „checkten“ ein und bezogen kurz unser Zelt und kamen zum Mittagessen ins Restaurant mit Blick auf ein Wasserloch und hatten diesen Anblick:
Kurz drauf ging es auch schon los zu unserer ersten Safari – was ein Abenteuer. Ich sag euch – unfassbar schön und unglaublich.
Ich war soooo ergriffen – so tolle Tiere – in freier Natur – in Freiheit!!! Ich kann euch gar nicht sagen, was mir alles durch den Kopf ging. Es war einfach nur unfassbar schön. Wir kamen gegen 19 Uhr wieder von unserer Safari zurück, machten uns frisch und marschierten dann zum Abendessen ins Restaurant. Herrlich, meine erste Butternut-Soup (Kürbis) habe ich dort gegessen und seit dem startet bei uns die Herbstzeit immer mit Butternuss- Suppe .
Es gab noch einen leckeren Wein und dann wurden wir mit einem Ranger (der war wirklich mit Gewehr ausgestattet) zu unserem Zelt gebracht. Ich ging ins Bad und setzte mich dann noch im flauschigen Bademantel an den kleinen Tisch, gönnte mir noch einen Sherry und genoss die Stimmung mit Petroleumlampe im Zelt.
Im Bett konnte ich ewig nicht einschlafen, all die Eindrücke und Tiere, die wir an unserem ersten Tag gesehen hatten… das war einfach zuviel. Und zur absoluten Krönung hörte man ganz in der Nähe die Wildtiere, es war ein Gestampfe, ein Geschnaufe, tierische Geräusche und einmal dachte ich, irgend ein Wildtier wäre an unserem Zelt entlang geschlichen…. Unheimlich und doch wahnsinnig schön.
Am nächsten Morgen – wir waren schon früh wach – wurden wir mit einem „Knock Knock -your coffee and tea is ready“ geweckt – Zimmerservice zumindest für die erste Tasse Kaffee und Tee – unfassbar schön. Wir marschierten zum Frühstück und dann hieß es schon wieder: Aufsitzen auf den Jeep und weiter im Reservoir.
Ich kann selbst gerade jetzt – nach über 15 Jahren, während ich diesen Post hier schreibe, die Aufregung und die pure Begeisterung spüren, die ich damals während der Safari erlebt habe. Definieren konnte und kann ich es nicht. Das sind Gefühle und Stimmungen wie von einem anderen Stern. Unfassbar!!! Dankbarkeit und Demut vor diesen Tieren und ihrer Natur kamen auf. Sooo viel Gefühl, daß nicht beschrieben werden kann und konnte. Hier ein Einblick in das Haupthaus und die Terrasse mit Blick auf das Wasserloch.
Ich hatte noch ein ganz besonderes Erlebnis – ich war gerade vor unserem Zelt, da sah ich einen Elefanten auf unser Zelt zukommen – langsam und träge…. Ich bin gleich ins Zelt und habe meine Kamera geholt und der Kerl kommt näher und näher – ich hatte auf der Veranda schon leichten Respekt – da hörte ich einen Ranger vom Haupthaus auf mich zueilen – mit Gewehr in der Hand – und gab mir zu verstehen, ins Zelt zu gehen. Gut- hab ich gemacht und der Ranger erzählte uns dann, daß das ein alleinstehender Bulle sei, der schon auch mal launisch und böse werden kann. Puh, da hatte ich ja noch mal Glück, daß er wohl einen guten Tag hatte und mir wohlgesonnen war.
Am Nachmittag ging es weiter mit Safari – immer wieder neue und aufregende Ausblicke – es war unbegreiflich.
Wieder hatten wir einen sehr aufregenden Tag erlebt und begaben uns dann zum Abendessen ins Haupthaus. Mit netten Tischnachbarn und anregender Unterhaltung ging auch dieser Abend sehr schnell vorbei und wir wurden gegen 22.30 Uhr zum Bett „geleitet“. Am nächsten Morgen wurden wir wieder mit Kaffee und Tee geweckt und marschierten danach zum Frühstück und wir beobachteten das heimischeWasserloch – da war ordentlich was zu sehen.:
Am Nachmittag ging es zur letzten Safari im Gorah Elephant Park – es war unglaublich schön hier und ich würde soooo gerne nochmal wiederkommen. Da habe ich aber immer die „Angst“ – es war beim ersten Mal sooo schön und sooo perfekt, daß kann beim nächsten Mal gar nicht mehr so gut werden….
Der nächste Tag hieß Abschied nehmen und das machte mich schon sehr traurig – es war einzigartig hier in diesem Camp – wir haben sooo viel gesehen und erlebt – die Unterkunft im „Zelt“ war spannend und aufregend und ich habe mich in dieses Plätzchen Erde etwas verliebt.
Bye bye Gorah Elephan Park – du warst fantastisch und hast meine Erwartungen weit übertroffen.
Unser Zelt – unsere Unterkunft für drei Tage…. auf gehts zum Shamwari Game Reserve.
Wir erreichten unser Hotel „The Plettenberg“ am Abend, bezogen unser Zimmer und gingen zum Abendessen – genug gesehen hatten wir heute und waren müde.
Am nächsten Morgen wachten wir bei strahlendem Sonnenschein auf und nach dem Frühstück fuhren wir aufs Geradewohl los – Ziel hatten wir keines außer dem Weg 🙂
Der Ort war wunderschön und das Hotel ein Traum – von daher war es vielleicht Fügung, daß ich in Plettenberg einen kleinen „Unfall“ erlitten habe und wir an diesem Tag nicht mehr viel gemacht haben – Ausruhen (und Hotel genießen) ist ja auch mal wichtig. Also – Schusselchen Kerstin unterwegs: Wir hielten in Plettenberg und wollten etwas durch den Ort bummeln, ich stieg aus dem Auto aus, behängt mit Kamera und Rucksack. Und HansguckindieLuft (also ich) schaute so in der Gegend umher und hatte eine relativ hohe Stufe zum Gehsteig übersehen, blieb mit dem Fuß an der Stufe hängen und kippte wie ein nasser Sack nach vorn auf den Gehweg! Peng! Ich hab mich dann sofort wieder aufgerappelt, erst mal die Kamera inspiziert, die hatte, obwohl sie eben auch auf dem Gehsteig aufgeschlagen ist, nichts abbekommen. Ich an mir runtergeschaut und Männe kam ganz aufgeregt ums Eck, er dachte, ich hätte mir sämtliche Zähne aus dem Mund gefallen – hihihi. Da war nix passiert und ich habe auch gleich abgewunken – alles okay soweit. Gut, als ich dann so da stand, sah und merkte ich dann aber doch, daß mir das Blut am Bein entlang lief. Ich hatte mir das rechte Knie ganz schön aufgeschlagen (und das zog sich noch den ganzen Urlaub).
Wie das aber im ersten Schock so ist, hab ich erst mal gar nichts gemerkt. Wir sind dann losgelaufen und da merkte ich dann schon, daß es weh tut, ziemlich weh. Und ich konnte sofort die kleinen Kinder verstehen, wenn sie laut schreiend mit ihrem aufgeschlagenen Knie zu Mama oder Papa laufen.
Wir trugen dann Desinfektionsmittel auf und klebten ein Pflaster drauf und dann marschierten wir weiter – hat aber immer noch schön weh getan, so daß wir unsere Sightseeing Tour abbrachen und zurück ins Hotel fuhren und dieses genossen. Aber ich konnte/wollte mit meinem Knie nicht mal in den Pool- das sah irgendwie nicht so schön aus. Also Wellness auf ganz sparsame Weise – im Garten sitzend. Gut – konnte man nix machen.
Wir genossen noch das Abendessen und ein Fläschchen Wein (zur inneren Desinfektion) und am nächsten Tag ging das Abenteuer Südafrika erst wirklich richtig los….. Gorah Elephant Camp und Shamwari Game Reserve – Big Five – we’re on our way…
wie es so schön Neudeutsch heißt – do it yourself – selber machen. Ich liebe ja Dinge, die man selbst machen kann – ich finde es einfach schön, so etwas auch mal zu verschenken. Gekauft ist schnell, sich aber Gedanken machen und etwas selbst herstellen, ist für mich oft viel wertvoller. Ich habe von meiner Freundin Martina letztes Jahr zu Weihnachten einen wunderschönen, selbst gestrickten Schal bekommen – den hege und pflege ich und ich freue mich, daß ich ihn jetzt wieder tragen kann.
Ich lasse mich dann auch oft inspirieren und versuche mich in den verschiedensten Dingen, Nähen, Malen, Basteln, Stricken ….. heute nacht habe ich sehr schlecht geschlafen (der Wind pfiff bei uns ums Haus, daß man meinte, der deckt das Haus ab – vorgestern war ich beim Orthopäden und habe mir drei Spritzen unterm Röntgengerät geben lassen müssen, eine davon war Cortison und da reagiere ich extrem drauf: Knallrotes Gesicht, heiße Wangen, Unruhe….. Und heute früh bin ich schon um halb sechs wach im Bett gelegen und habe Instagram gecheckt und eine Bastelanleitung für einen Stern gesehen – bin aus dem Bett gesprungen und hab ihn nachgebastelt – einfach und ich finde schön:
Am Montag habe ich wieder mal meine komplette Küche ausgeräumt (also sämtliche Schränke), aussortiert, entrümpelt, geputzt und wieder neu eingeräumt – stolz wie Bolle bin ich jetzt 🙂 Und dann hab ich meinen Plotter angeschmissen und diesen Engel geplottet – den gibt es als Goodie jetzt auf jedes Weihnachtsgeschenk.
Und am Dienstag kam ich auf die Idee, etwas mit Gießmasse auszuprobieren und zumindest die Arbeitsfläche schön zu verschmieren – aber das Ergebnis hat sich gelohnt, finde ich.
Und gestern hab ich dann auch noch angefangen, meine Weihnachtskarten selbst zu gestalten – also da ist definitiv noch Luft nach oben, aber man braucht ja auch Ziele.
Heute will ich meine kleinen Gießformen bemalen und bestempeln – ich hab schon eine ganz tolle Idee, die schoß mir heute nacht um 2.34 Uhr durch den Kopf.
Hach, ihr seht, ich hab Tausend Ideen und würde sie alle gerne umsetzen, „leider“ muß ich nebenher auch noch Arbeiten, Haushalt schmeißen, Männe und Hund versorgen, Schwiegermutter ebenfalls (zumindest für sie einkaufen) und dem ganz normale Wahnsinn, der sich jeden Tag ungeplant von neuem einstellt, gerecht werden. Der Tag hat definitiv viel zu wenig Stunden.
Und heute ist es wieder so richtig greisslich, stürmisch, regnerisch, nasskalt und ich werde mich wieder etwas der Bastelei hingeben – mal sehen, was mir heute einfällt.
Nachdem wir Franschhoek verlassen haben, fuhren wir gen Hermanus – es war immer noch sehr regnerisch, ungemütlich und nasskalt – immer noch kein Frühlingswetter.
Wir bezogen unser Zimmer im Hotel und stärkten uns erst mal mit einem high tea – sehr lecker und bei diesem diesigen Wetter sehr zu empfehlen. Gerade in die bequemen Sessel in der Lobby gesunken und die erste Tasse Tee an der Lippe, hörten wir ein seltsames Geräusch. Wir lernten, das ist der „whale wistler“ – ein Mann, der in sein Horn bläst, um den Touristen zu sagen, daß es Wale in der Bucht zu sehen gibt. Wir haben natürlich unseren Tee stehen lassen, sind aufs Zimmer, Kamera, Videokamera, Mütze Jacke und Schal an und los zum Hafen…. Und da waren sie…. Majestätisch schoben sie sich aus dem Wasser und tauchten wieder ein… Ihr kennt mich mittlerweile etwas, Frau vdL hatte vor lauter Rührung wieder Tränen in den Augen. Es war aber auch wirklich ein unfassbar toller Augenblick.
Schon faszinierend, oder? Und wenn du da noch am Wasser stehst und das siehst…Gänsehaut pur.
Wir liefen dann noch etwas an der Bucht entlang und fanden diesen kleinen und putzigen Tierchen – Klippschliefer. Soooo goldig.
Wir liefen noch ein wenig spazieren und es kam dann auch teilweise die Sonne zum Vorschein – wie viel schöner so ein Ort doch wirkt, wenn ein wenig Sonnenschein vorhanden ist.
Am Abend holten wir dann unseren high tea nach, saßen noch gemütlich bei einem Fläschchen Wein und waren immer noch ganz ergriffen von dem heute Erlebten. Ist ja auch nicht selbstverständlich, daß die Wale täglich pünktlich hier vorbei schwimmen und sich soooo zeigen. Mit leichter Bettschwere begaben wir wir uns dann in Richtung dieser und schliefen selig ein.
Am nächsten Morgen packten wir unsere Siebensachen wieder ins Auto (mittlerweile hat man ja auch so seine Routine) und fuhren in Richtung George bzw. Oudtshoorn – hier hatten den Besuch einer Straußenfarm geplant. Und auch hier war unsere Devise: DER WEG IST DAS ZIEL!
Auf dem Weg hielten wir auch noch am Kap Agulhas – DAS ist – entgegen vieler Meinungen – der südlichste Punkt Südafrikas. Hier treffen sich der atlantische und indische Ozean – auch aufregend (fand ich ich zumindest).
Wunderschöne Ausblicke und ihr seht – Sonnenschein! Endlich mal wieder. Wir liefen relativ lange umher und genossen Wind, Wellen und Brandung.
Weiter ging es dann in Richtung George.
Man sieht, daß die starken Regengüsse doch auch etwas die Gegend überschwemmt hat – auf dem Weg fuhren wir über eine Straße, auf der das Wasser wirklich hoch stand und wir hofften, nicht stehenzubleiben und eventuell auch aussteigen zu müssen – hat unfallfrei geklappt.
Wir erreichten George und unser Hotel (Golfhotel), damals spielten wir noch kein Golf – heute spielen wir kein Golf mehr…. Das Übliche folgte, Koffer aufs Zimmer, Abendessen, Schlummertrunk, Fotos grob sichten (ansonsten bekommst du einen Herzanfall, wenn du nach zwei Wochen Südafrika 8000 Foto sichten mußt. Leider ist das heute so – wo man sich früher noch Gedanken um Motiv und Licht gemacht hat, weil die Fotos nach dem Urlaub noch mal ein Riesenloch in die nicht mehr vorhandene Reisekasse gerissen hat – denkt man heute „kostet es ja nix mehr“ – da macht man (ich gehe von mir aus) dann schon oft mal drei oder vier Fotos von ein und derselben Situation/Motiv/Moment). Mein Mentor Christian – wenn du das liest, vergiss es gleich wieder – ich weiß prinzipiell schon, was ich bei dir gelernt habe :).
Am nächsten Morgen begaben wir uns nach Oudtshoorn zur Straußenfarm – auch hier war wieder der Weg das Ziel.
Wir waren tatsächlich live dabei, als ein kleines Straußenbaby geschlüft ist – war das gooooldig. Gut – Strauße sind jetzt nicht wirklich meine Lieblingstiere und ich finde sie auch nicht wirklich schön, aber daß man ihnen antut (wieder so ne Touristen“attraktion“) auf ihnen zu reiten, fand ich wirklich grenzwertig, da hat bei mir der Spaß ein Loch. Und doch fand sich jemand, der das dann auch tat.
Wir fuhren von Oudtshoorn weiter in Richtung Plettenberg und kamen an dem wirklich sehr netten Ort Knysna vorbei – da wäre ich gerne noch länger geblieben aber unser Zeitplan ließ das nicht zu.
Am Abend erreichten wir dann Plettenberg…..Fortsetzung folgt
…auch wenn wir bis zu unserem nächsten Urlaub noch knapp 4 Monate warten müssen, ist es doch oft besonders schön, in Urlaubserinnerungen zu schwelgen. Und nachdem wir am Wochenende mit Freunden telefoniert haben, die im Oktober in Südafrika waren, hat mich die Erinnerung gepackt und ich habe meinen Reisebericht angefangen zu schreiben. Wollte ich schon längst gemacht haben… also hier unser erster Teil von unserer Südafrikareise in 2008….
(Achtung – viele, viele Fotos – sehr viele Fotos und ein wenig Text)
Sooo lange stand Südafrika schon auf unserer whish-list und in 2008 war es endlich soweit. Wir flogen im November (bevorzugte Reisezeit von uns) von München nach Dubai und von dort weiter nach Kapstadt. Idealerweise hat man – da man ja ziemlich gerade nach Süden fliegt – keine Zeitverschiebung, somit keinen Jetlag. Wir landeten morgens um 8.00 Uhr, holten unseren Mietwagen ab und fuhren zu unserem Hotel in Camps Bay- „The Bay Hotel“. Natürlich war unser Zimmer noch nicht frei, wir machten uns im SPA Bereich etwas frisch und zogen gleich los gen Tafelberg (Wetter war ideal und das nutzen wir natürlich gleich aus- Freunde von uns waren jetzt vor 8 Wochen dort und versuchten 4 Mal, auf den Tafelberg zu kommen – leider immer zu stürmisch.).
Es war herrlich dort oben, die Ausblicke wunderbar, Temperatur sehr angenehm, Sicht perfekt. Die „Bauruine“ ist das damals noch im Bau gestandene Fußball-WM Stadion von Kapstadt. Es wurde tatsächlich rechtzeitig fertig. Nach ca 2 Stunden nahmen wir die Gondel nach unten, kamen nochmals am Hotel vorbei und konnten unser Zimmer beziehen – ein wenig auspacken und dann begaben wir uns zur Waterfront – traumhaft.
Eines begeisterte uns von Anfang an – die Freundlichkeit der Südafrikaner. Überall freundliche Gesichter und Hilfsbereitschaft, wenn man etwas nachfragte. Die Lebenslust hier ist überwältigend und man findet fast immer einen Grund zum Singen, Tanzen, Feiern und fröhlich sein. Hier verweilten wir auch eine lange Zeit, genossen das Treiben der Menschen und saßen in einer netten Bar, aßen eine Kleinigkeit und ließen uns von der allgemeinen Fröhlichkeit so richtig mitziehen. Gegen 18.00 Uhr machten wir uns auf den Weg zurück zu unserem Hotel und genossen ein leckeres Abendessen mit wunderbarem südafrikanischen Wein.
Eigentlich wollten wir am nächsten Tag den Chapmans Peak Drive entlang fahren, der war leider durch abgerutschte Straßenteile, verursacht durch tagelange Regenfälle, nicht möglich und die Straße war gesperrt. Wir fuhren in Richtung Kap der guten Hoffnung und hielten unterwegs an wunderbaren Plätzen mit gigantischen Aussichten.
Am Kap der guten Hoffnung gabs auch noch ein paar Fotos – sehr touristisch und überlaufen, aber die Koordinaten mußten natürlich auch noch fotografisch festgehalten werden:
Wir fuhren wieder zurück und bummelten noch etwas durch Kapstadt – sahen aber zu, daß wir mit Einsetzen der Dunkelheit auch wieder zu Hause waren – so wurde es uns zumindest empfohlen. Wobei ich sagen muß, daß ich mich zu keiner Zeit irgendwie unsicher oder unwohl gefühlt habe.
Und so war auch der zweite Urlaubstag schon wieder vorbei, wir aßen im Hotel zu Abend und gingen bald ins Bett – es war ein schöner, aber auch anstrengender Tag mit vielen Highlights.
Am dritten Tag – es war richtig stürmisch – waren wir nochmals in Kapstadt unterwegs und am Nachmittag machten wir uns auf unseren Weg nach Stellenbosch und Franschhoek.
Hier im Mama Africa gab es authentische südafrikanische Küche und eingerichtet war es sehr stylistisch – modern und auch kulturell authentisch – sehr interessant. Ein „must see“, wenn ihr in Kapstadt seid. Teilweise wird man hier auch musikalisch begleitet – ebenfalls tradtionell.
Weiter ging es dann für uns in Richtung Stellenbosch und Franschhoek – die Gegend ein Traum, weite Straßen und kein Verkehr, weite Wiesen und Felder – wunderschön.
In Stellenbosch legten wir einen kleinen Stopp ein – liefen etwas durch die Hauptstraßen und aßen eine Kleinigkeit und fuhren dann weiter gen Franschhoek, denn es zog sich ziemlich plötzlich richtig zu und begann zu regnen,
In Franschhoek hatten wir ein Zimmer im Hotel „Mont Rochelle“ reserviert – wir wollten dort schön in Männes Geburtstag hineinfeiern. Wir kamen also in strömenden Regen an und bezogen unser Zimmer – von der Einrichtung her sehr schön aber irgendwie „kalt“ und ungemütlich. Gut – wir richteten uns soweit ein – wollten dort zwei Tage bleiben. Wir machten uns für den Abend zurecht und plötzlich ging das Licht aus – dunkel – Strom weg. Hmmm – wir warteten einen Augenblick und es passierte nichts. Irgendwann hörten wir auf dem Flur Stimmen und schauten hinaus – alle Treppenstufen mit Kerzen beleuchtet. Wir marschierten in Richtung Restaurant und stimmungsvoll war es schon – nur Kerzen auf den Tischen. Totaler Stromausfall. Essen ging aber doch irgendwie aber das gemütliche „in den Geburtstag hineinfeiern“ war schon seltsam. Gut – gegen 1 Uhr verschwanden wir in unserem Zimmer mit den Worten im Ohr, morgen sei alles wieder okay…Dummerweise funktionierte aber auch die Spülung im Bad nicht und noch dümmererweise war es ein „integriertes“ Bad – also gar keine richtige Tür zum Schließen. Romantik nix, Wohlfühlen eher weniger…. Am nächsten Morgen – keine Strom aber Wasser, daß von außen durchs Fenster in unser Zimmer lief. Es war kalt und ungemütlich und die Vorstellung, die Toilettenspülung funktioniert immer noch nicht, machte uns nicht glücklicher. Wir standen auf und frühstückten hastig – der Hotelbesitzer versprach, der Strom wäre gegen Mittag wieder da. Gut – wir sind dann zur Weinprobe und suchten uns das weitest abgelegene Weingut aus in der Hoffnung, alle anderen Touris nehmen die nächstgelegenen. Und so war es – wir landeten im Weingut Boekenhoutskloof – seeeehr empfehlenswert.
Die Weine göttlich. Der für mich damals beste: „Chocolate Block“ – der Hammer! Wir probierten diverse Weine und kauften zwei oder drei. Damals konnte man auf diesem Weingut von dem Chocolate Block nur zwei Flaschen kaufen – auch bestellen konnte man pro Person nur zwei. Wir haben damals unsere ganze Family genötigt, dort diesen Wein zu ordern :). Gegen nachmittag kamen wir wieder zu unserem Hotel, das im Dunklen lag. Kein Strom! Wir marschierten zur Rezeption und erzählten, daß wir heute abreisen würden, obwohl wir bis morgen gebucht hätten. Soooo wäre das für uns kein Urlaub und schon gar kein Geburts“tag“ – immer auf der Flucht, weil man es im Zimmer vor Kälte und Feuchte und auch zwecks diverser Hindernisse einfach nicht aushalten könne. Der Besitzer des Hotels war sehr zuvorkommend und verstand uns, erließ uns den Preis für die zweite Nacht und half uns, ein anderes Zimmer in Franschhoek zu bekommen. Natürlich waren wir nicht die einzigen, die geflüchtet waren und so kam es, daß wir „das allerletzte freie Zimmer, also die Hochzeitsuite“ bekamen. Egal – fliessendes Wasser, funktionierende Heizung, trockenes Zimmer – nehmen wir.
Ja – ihr habt Recht, schon sehr kitschig, aber warm und trocken. Die Badewanne fand ich super und testete sie gleich mal aus. Also nochmals Koffer umhieven, das Nötigste wieder auspacken um es am nächsten Morgen wieder einzupacken. Aber es war wirklich nett dort. Auch wenn es immer noch wie aus Eimern goß und wir klamottentechnisch für DIESES Wetter nicht wirklich ausgestattet waren – es war auch kalt, richtig naßkalt und klamm – kein südafrikanisches Frühlingswetter – davon waren wir weit entfernt.
Am nächsten Morgen – es regnete immer noch – machten wir uns auf den Weg nach HERMANUS.
Unser (vor)letzter Stopp brachte uns auf die wunderschöne, grüne Insel La Gomera – viel hatte ich schon davon gehört. Leider ist ein Tagesausflug viel, viel zu wenig, um einen Einblick zu bekommen – ich hätte gerne noch sehr viel mehr Zeit hier verbracht. Aber egal – einen erstern Eindruck nahmen wir mit nach Hause und ich möchte auf alle Fälle nochmal zurück kommen.
Natur pur – anders kann ich diese Insel gar nicht anders beschreiben – herrliche Natur, wilde Natur, sanfte Natur, liebevolle Natur – so viele Gesichter einer Insel.
Und von daher hab ich auch gar keine anderen Fotos als diese von Landschaft und Natur. Es war herrlich und wir kamen auch noch in den Genuß, einer besonderen Sprache zuzuhören – der „Silbo Gomero“´. Eine ganz besondere und einzigartige Sprache, die eigentlich gepfiffen wird. Das Besondere der „Pfeifsprache“ – sie kann – je nachdem, wie der Wind weht – über 7 Kilometer gehört werden. Der „Silbo Gomero“ ist die einzige gepfiffene Sprache der Welt, die vollständig entwickelt ist und von einer größeren Gemeinschaft (über 22.000 Menschen) verwendet wird. Die UNESCO hat dieses Pfeifen im Jahr 2009 in das Immaterielle Weltkulturerbe aufgenommen. Diese Form der Kommunikation wird auf einer der Kanarischen Inseln, nämlich La Gomera, benutzt, wo die spanische Sprache gepfiffen wird. Dabei werden die Vokale und Konsonanten durch Pfeiftöne ersetzt. Mit anderen Worten, die fünf spanischen Vokale werden durch zwei verschiedene Pfeiftöne wiedergegeben, die Konsonanten durch vier andere. Jeder Pfiff wird durch den entsprechenden Ton und die Unterbrechung bzw. Fortsetzung desselben unterschieden. Mit dieser Pfeifsprache von La Gomera kann jede Nachricht übermittelt werden und man kann sogar je nach örtlicher Variante die Herkunft des Pfeifers bestimmen.Sie wird von praktisch allen Inselbewohnern verstanden und seit 1999 an den Schulen unterrichtet. Darum wird sie von den meisten Gomerern, besonders älteren und jungen Leuten, verwendet. Außerdem wird das Pfeifen auch bei zahlreichen Feierlichkeiten, einschließlich der religiösen Feste, auf La Gomera angewendet.
Nach diesem wunderschönen Tagesausflug gings zurück aufs Schiff – wir genossen noch etwas Schiff, bevor uns dieses in der Nacht von La Gomera wieder zurück nach Gran Carnaria und von dort der Flug wieder nach München brachte.
Es war ein kurzer Urlaub aber es war auch ein aufregender Urlaub, aufregendes Marokko/Marrakesch, wildes Lanzarote, herrliches Teneriffa, ursprünglich und teilweise urwaldähnliches La Gomera und tolles Gran Canaria. Und auch TUI Cruises und die Mein Schiff 3 sorgte wieder für vollen Wohlfühlcharakter. Danke Kanaren – wir kommen wieder.