DIY…

wie es so schön Neudeutsch heißt – do it yourself – selber machen. Ich liebe ja Dinge, die man selbst machen kann – ich finde es einfach schön, so etwas auch mal zu verschenken. Gekauft ist schnell, sich aber Gedanken machen und etwas selbst herstellen, ist für mich oft viel wertvoller. Ich habe von meiner Freundin Martina letztes Jahr zu Weihnachten einen wunderschönen, selbst gestrickten Schal bekommen – den hege und pflege ich und ich freue mich, daß ich ihn jetzt wieder tragen kann.

Ich lasse mich dann auch oft inspirieren und versuche mich in den verschiedensten Dingen, Nähen, Malen, Basteln, Stricken ….. heute nacht habe ich sehr schlecht geschlafen (der Wind pfiff bei uns ums Haus, daß man meinte, der deckt das Haus ab – vorgestern war ich beim Orthopäden und habe mir drei Spritzen unterm Röntgengerät geben lassen müssen, eine davon war Cortison und da reagiere ich extrem drauf: Knallrotes Gesicht, heiße Wangen, Unruhe….. Und heute früh bin ich schon um halb sechs wach im Bett gelegen und habe Instagram gecheckt und eine Bastelanleitung für einen Stern gesehen – bin aus dem Bett gesprungen und hab ihn nachgebastelt – einfach und ich finde schön:

Am Montag habe ich wieder mal meine komplette Küche ausgeräumt (also sämtliche Schränke), aussortiert, entrümpelt, geputzt und wieder neu eingeräumt – stolz wie Bolle bin ich jetzt 🙂 Und dann hab ich meinen Plotter angeschmissen und diesen Engel geplottet – den gibt es als Goodie jetzt auf jedes Weihnachtsgeschenk.


Und am Dienstag kam ich auf die Idee, etwas mit Gießmasse auszuprobieren und zumindest die Arbeitsfläche schön zu verschmieren – aber das Ergebnis hat sich gelohnt, finde ich.

Und gestern hab ich dann auch noch angefangen, meine Weihnachtskarten selbst zu gestalten – also da ist definitiv noch Luft nach oben, aber man braucht ja auch Ziele.

Heute will ich meine kleinen Gießformen bemalen und bestempeln – ich hab schon eine ganz tolle Idee, die schoß mir heute nacht um 2.34 Uhr durch den Kopf.

Hach, ihr seht, ich hab Tausend Ideen und würde sie alle gerne umsetzen, „leider“ muß ich nebenher auch noch Arbeiten, Haushalt schmeißen, Männe und Hund versorgen, Schwiegermutter ebenfalls (zumindest für sie einkaufen) und dem ganz normale Wahnsinn, der sich jeden Tag ungeplant von neuem einstellt, gerecht werden. Der Tag hat definitiv viel zu wenig Stunden.

Und heute ist es wieder so richtig greisslich, stürmisch, regnerisch, nasskalt und ich werde mich wieder etwas der Bastelei hingeben – mal sehen, was mir heute einfällt.

Südafrika Teil 2…

Nachdem wir Franschhoek verlassen haben, fuhren wir gen Hermanus – es war immer noch sehr regnerisch, ungemütlich und nasskalt – immer noch kein Frühlingswetter.

Wir bezogen unser Zimmer im Hotel und stärkten uns erst mal mit einem high tea – sehr lecker und bei diesem diesigen Wetter sehr zu empfehlen. Gerade in die bequemen Sessel in der Lobby gesunken und die erste Tasse Tee an der Lippe, hörten wir ein seltsames Geräusch. Wir lernten, das ist der „whale wistler“ – ein Mann, der in sein Horn bläst, um den Touristen zu sagen, daß es Wale in der Bucht zu sehen gibt.
Wir haben natürlich unseren Tee stehen lassen, sind aufs Zimmer, Kamera, Videokamera, Mütze Jacke und Schal an und los zum Hafen…. Und da waren sie…. Majestätisch schoben sie sich aus dem Wasser und tauchten wieder ein… Ihr kennt mich mittlerweile etwas, Frau vdL hatte vor lauter Rührung wieder Tränen in den Augen. Es war aber auch wirklich ein unfassbar toller Augenblick.

Schon faszinierend, oder? Und wenn du da noch am Wasser stehst und das siehst…Gänsehaut pur.

Wir liefen dann noch etwas an der Bucht entlang und fanden diesen kleinen und putzigen Tierchen – Klippschliefer. Soooo goldig.

Wir liefen noch ein wenig spazieren und es kam dann auch teilweise die Sonne zum Vorschein – wie viel schöner so ein Ort doch wirkt, wenn ein wenig Sonnenschein vorhanden ist.

Am Abend holten wir dann unseren high tea nach, saßen noch gemütlich bei einem Fläschchen Wein und waren immer noch ganz ergriffen von dem heute Erlebten. Ist ja auch nicht selbstverständlich, daß die Wale täglich pünktlich hier vorbei schwimmen und sich soooo zeigen. Mit leichter Bettschwere begaben wir wir uns dann in Richtung dieser und schliefen selig ein.

Am nächsten Morgen packten wir unsere Siebensachen wieder ins Auto (mittlerweile hat man ja auch so seine Routine) und fuhren in Richtung George bzw. Oudtshoorn – hier hatten den Besuch einer Straußenfarm geplant. Und auch hier war unsere Devise: DER WEG IST DAS ZIEL!

Auf dem Weg hielten wir auch noch am Kap Agulhas – DAS ist – entgegen vieler Meinungen – der südlichste Punkt Südafrikas. Hier treffen sich der atlantische und indische Ozean – auch aufregend (fand ich ich zumindest).

Wunderschöne Ausblicke und ihr seht – Sonnenschein! Endlich mal wieder. Wir liefen relativ lange umher und genossen Wind, Wellen und Brandung.

Weiter ging es dann in Richtung George.

Man sieht, daß die starken Regengüsse doch auch etwas die Gegend überschwemmt hat – auf dem Weg fuhren wir über eine Straße, auf der das Wasser wirklich hoch stand und wir hofften, nicht stehenzubleiben und eventuell auch aussteigen zu müssen – hat unfallfrei geklappt.

Wir erreichten George und unser Hotel (Golfhotel), damals spielten wir noch kein Golf – heute spielen wir kein Golf mehr…. Das Übliche folgte, Koffer aufs Zimmer, Abendessen, Schlummertrunk, Fotos grob sichten (ansonsten bekommst du einen Herzanfall, wenn du nach zwei Wochen Südafrika 8000 Foto sichten mußt. Leider ist das heute so – wo man sich früher noch Gedanken um Motiv und Licht gemacht hat, weil die Fotos nach dem Urlaub noch mal ein Riesenloch in die nicht mehr vorhandene Reisekasse gerissen hat – denkt man heute „kostet es ja nix mehr“ – da macht man (ich gehe von mir aus) dann schon oft mal drei oder vier Fotos von ein und derselben Situation/Motiv/Moment). Mein Mentor Christian – wenn du das liest, vergiss es gleich wieder – ich weiß prinzipiell schon, was ich bei dir gelernt habe :).

Am nächsten Morgen begaben wir uns nach Oudtshoorn zur Straußenfarm – auch hier war wieder der Weg das Ziel.

Wir waren tatsächlich live dabei, als ein kleines Straußenbaby geschlüft ist – war das gooooldig. Gut – Strauße sind jetzt nicht wirklich meine Lieblingstiere und ich finde sie auch nicht wirklich schön, aber daß man ihnen antut (wieder so ne Touristen“attraktion“) auf ihnen zu reiten, fand ich wirklich grenzwertig, da hat bei mir der Spaß ein Loch. Und doch fand sich jemand, der das dann auch tat.

Wir fuhren von Oudtshoorn weiter in Richtung Plettenberg und kamen an dem wirklich sehr netten Ort Knysna vorbei – da wäre ich gerne noch länger geblieben aber unser Zeitplan ließ das nicht zu.

Am Abend erreichten wir dann Plettenberg…..Fortsetzung folgt

Auf nach Südafrika

…auch wenn wir bis zu unserem nächsten Urlaub noch knapp 4 Monate warten müssen, ist es doch oft besonders schön, in Urlaubserinnerungen zu schwelgen. Und nachdem wir am Wochenende mit Freunden telefoniert haben, die im Oktober in Südafrika waren, hat mich die Erinnerung gepackt und ich habe meinen Reisebericht angefangen zu schreiben. Wollte ich schon längst gemacht haben… also hier unser erster Teil von unserer Südafrikareise in 2008….

(Achtung – viele, viele Fotos – sehr viele Fotos und ein wenig Text)

Sooo lange stand Südafrika schon auf unserer whish-list und in 2008 war es endlich soweit. Wir flogen im November (bevorzugte Reisezeit von uns) von München nach Dubai und von dort weiter nach Kapstadt. Idealerweise hat man – da man ja ziemlich gerade nach Süden fliegt – keine Zeitverschiebung, somit keinen Jetlag. Wir landeten morgens um 8.00 Uhr, holten unseren Mietwagen ab und fuhren zu unserem Hotel in Camps Bay- „The Bay Hotel“. Natürlich war unser Zimmer noch nicht frei, wir machten uns im SPA Bereich etwas frisch und zogen gleich los gen Tafelberg (Wetter war ideal und das nutzen wir natürlich gleich aus- Freunde von uns waren jetzt vor 8 Wochen dort und versuchten 4 Mal, auf den Tafelberg zu kommen – leider immer zu stürmisch.).

Es war herrlich dort oben, die Ausblicke wunderbar, Temperatur sehr angenehm, Sicht perfekt. Die „Bauruine“ ist das damals noch im Bau gestandene Fußball-WM Stadion von Kapstadt. Es wurde tatsächlich rechtzeitig fertig. Nach ca 2 Stunden nahmen wir die Gondel nach unten, kamen nochmals am Hotel vorbei und konnten unser Zimmer beziehen – ein wenig auspacken und dann begaben wir uns zur Waterfront – traumhaft.

Eines begeisterte uns von Anfang an – die Freundlichkeit der Südafrikaner. Überall freundliche Gesichter und Hilfsbereitschaft, wenn man etwas nachfragte. Die Lebenslust hier ist überwältigend und man findet fast immer einen Grund zum Singen, Tanzen, Feiern und fröhlich sein.
Hier verweilten wir auch eine lange Zeit, genossen das Treiben der Menschen und saßen in einer netten Bar, aßen eine Kleinigkeit und ließen uns von der allgemeinen Fröhlichkeit so richtig mitziehen.
Gegen 18.00 Uhr machten wir uns auf den Weg zurück zu unserem Hotel und genossen ein leckeres Abendessen mit wunderbarem südafrikanischen Wein.

Eigentlich wollten wir am nächsten Tag den Chapmans Peak Drive entlang fahren, der war leider durch abgerutschte Straßenteile, verursacht durch tagelange Regenfälle, nicht möglich und die Straße war gesperrt.
Wir fuhren in Richtung Kap der guten Hoffnung und hielten unterwegs an wunderbaren Plätzen mit gigantischen Aussichten.

Am Kap der guten Hoffnung gabs auch noch ein paar Fotos – sehr touristisch und überlaufen, aber die Koordinaten mußten natürlich auch noch fotografisch festgehalten werden:

Wir fuhren wieder zurück und bummelten noch etwas durch Kapstadt – sahen aber zu, daß wir mit Einsetzen der Dunkelheit auch wieder zu Hause waren – so wurde es uns zumindest empfohlen. Wobei ich sagen muß, daß ich mich zu keiner Zeit irgendwie unsicher oder unwohl gefühlt habe.


Und so war auch der zweite Urlaubstag schon wieder vorbei, wir aßen im Hotel zu Abend und gingen bald ins Bett – es war ein schöner, aber auch anstrengender Tag mit vielen Highlights.

Am dritten Tag – es war richtig stürmisch – waren wir nochmals in Kapstadt unterwegs und am Nachmittag machten wir uns auf unseren Weg nach Stellenbosch und Franschhoek.

Hier im Mama Africa gab es authentische südafrikanische Küche und eingerichtet war es sehr stylistisch – modern und auch kulturell authentisch – sehr interessant. Ein „must see“, wenn ihr in Kapstadt seid. Teilweise wird man hier auch musikalisch begleitet – ebenfalls tradtionell.

Weiter ging es dann für uns in Richtung Stellenbosch und Franschhoek – die Gegend ein Traum, weite Straßen und kein Verkehr, weite Wiesen und Felder – wunderschön.

In Stellenbosch legten wir einen kleinen Stopp ein – liefen etwas durch die Hauptstraßen und aßen eine Kleinigkeit und fuhren dann weiter gen Franschhoek, denn es zog sich ziemlich plötzlich richtig zu und begann zu regnen,

In Franschhoek hatten wir ein Zimmer im Hotel „Mont Rochelle“ reserviert – wir wollten dort schön in Männes Geburtstag hineinfeiern. Wir kamen also in strömenden Regen an und bezogen unser Zimmer – von der Einrichtung her sehr schön aber irgendwie „kalt“ und ungemütlich. Gut – wir richteten uns soweit ein – wollten dort zwei Tage bleiben.
Wir machten uns für den Abend zurecht und plötzlich ging das Licht aus – dunkel – Strom weg. Hmmm – wir warteten einen Augenblick und es passierte nichts. Irgendwann hörten wir auf dem Flur Stimmen und schauten hinaus – alle Treppenstufen mit Kerzen beleuchtet. Wir marschierten in Richtung Restaurant und stimmungsvoll war es schon – nur Kerzen auf den Tischen. Totaler Stromausfall. Essen ging aber doch irgendwie aber das gemütliche „in den Geburtstag hineinfeiern“ war schon seltsam. Gut – gegen 1 Uhr verschwanden wir in unserem Zimmer mit den Worten im Ohr, morgen sei alles wieder okay…Dummerweise funktionierte aber auch die Spülung im Bad nicht und noch dümmererweise war es ein „integriertes“ Bad – also gar keine richtige Tür zum Schließen. Romantik nix, Wohlfühlen eher weniger….
Am nächsten Morgen – keine Strom aber Wasser, daß von außen durchs Fenster in unser Zimmer lief. Es war kalt und ungemütlich und die Vorstellung, die Toilettenspülung funktioniert immer noch nicht, machte uns nicht glücklicher.
Wir standen auf und frühstückten hastig – der Hotelbesitzer versprach, der Strom wäre gegen Mittag wieder da. Gut – wir sind dann zur Weinprobe und suchten uns das weitest abgelegene Weingut aus in der Hoffnung, alle anderen Touris nehmen die nächstgelegenen. Und so war es – wir landeten im Weingut Boekenhoutskloof – seeeehr empfehlenswert.

Die Weine göttlich. Der für mich damals beste: „Chocolate Block“ – der Hammer! Wir probierten diverse Weine und kauften zwei oder drei. Damals konnte man auf diesem Weingut von dem Chocolate Block nur zwei Flaschen kaufen – auch bestellen konnte man pro Person nur zwei. Wir haben damals unsere ganze Family genötigt, dort diesen Wein zu ordern :). Gegen nachmittag kamen wir wieder zu unserem Hotel, das im Dunklen lag. Kein Strom! Wir marschierten zur Rezeption und erzählten, daß wir heute abreisen würden, obwohl wir bis morgen gebucht hätten. Soooo wäre das für uns kein Urlaub und schon gar kein Geburts“tag“ – immer auf der Flucht, weil man es im Zimmer vor Kälte und Feuchte und auch zwecks diverser Hindernisse einfach nicht aushalten könne. Der Besitzer des Hotels war sehr zuvorkommend und verstand uns, erließ uns den Preis für die zweite Nacht und half uns, ein anderes Zimmer in Franschhoek zu bekommen. Natürlich waren wir nicht die einzigen, die geflüchtet waren und so kam es, daß wir „das allerletzte freie Zimmer, also die Hochzeitsuite“ bekamen. Egal – fliessendes Wasser, funktionierende Heizung, trockenes Zimmer – nehmen wir.

Ja – ihr habt Recht, schon sehr kitschig, aber warm und trocken. Die Badewanne fand ich super und testete sie gleich mal aus. Also nochmals Koffer umhieven, das Nötigste wieder auspacken um es am nächsten Morgen wieder einzupacken. Aber es war wirklich nett dort. Auch wenn es immer noch wie aus Eimern goß und wir klamottentechnisch für DIESES Wetter nicht wirklich ausgestattet waren – es war auch kalt, richtig naßkalt und klamm – kein südafrikanisches Frühlingswetter – davon waren wir weit entfernt.

Am nächsten Morgen – es regnete immer noch – machten wir uns auf den Weg nach HERMANUS.

Kanarenkreuzfahrt Teil 5

La Gomera

Unser (vor)letzter Stopp brachte uns auf die wunderschöne, grüne Insel La Gomera – viel hatte ich schon davon gehört. Leider ist ein Tagesausflug viel, viel zu wenig, um einen Einblick zu bekommen – ich hätte gerne noch sehr viel mehr Zeit hier verbracht. Aber egal – einen erstern Eindruck nahmen wir mit nach Hause und ich möchte auf alle Fälle nochmal zurück kommen.

Natur pur – anders kann ich diese Insel gar nicht anders beschreiben – herrliche Natur, wilde Natur, sanfte Natur, liebevolle Natur – so viele Gesichter einer Insel.

Und von daher hab ich auch gar keine anderen Fotos als diese von Landschaft und Natur. Es war herrlich und wir kamen auch noch in den Genuß, einer besonderen Sprache zuzuhören – der „Silbo Gomero“´. Eine ganz besondere und einzigartige Sprache, die eigentlich gepfiffen wird. Das Besondere der „Pfeifsprache“ – sie kann – je nachdem, wie der Wind weht – über 7 Kilometer gehört werden.
Der „Silbo Gomero“ ist die einzige gepfiffene Sprache der Welt, die vollständig entwickelt ist und von einer größeren Gemeinschaft (über 22.000 Menschen) verwendet wird. Die UNESCO hat dieses Pfeifen im Jahr 2009 in das Immaterielle Weltkulturerbe aufgenommen. Diese Form der Kommunikation wird auf einer der Kanarischen Inseln, nämlich La Gomera, benutzt, wo die spanische Sprache gepfiffen wird. Dabei werden die Vokale und Konsonanten durch Pfeiftöne ersetzt. Mit anderen Worten, die fünf spanischen Vokale werden durch zwei verschiedene Pfeiftöne wiedergegeben, die Konsonanten durch vier andere. Jeder Pfiff wird durch den entsprechenden Ton und die Unterbrechung bzw. Fortsetzung desselben unterschieden. Mit dieser Pfeifsprache von La Gomera kann jede Nachricht übermittelt werden und man kann sogar je nach örtlicher Variante die Herkunft des Pfeifers bestimmen.Sie wird von praktisch allen Inselbewohnern verstanden und seit 1999 an den Schulen unterrichtet. Darum wird sie von den meisten Gomerern, besonders älteren und jungen Leuten, verwendet. Außerdem wird das Pfeifen auch bei zahlreichen Feierlichkeiten, einschließlich der religiösen Feste, auf La Gomera angewendet.

Nach diesem wunderschönen Tagesausflug gings zurück aufs Schiff – wir genossen noch etwas Schiff, bevor uns dieses in der Nacht von La Gomera wieder zurück nach Gran Carnaria und von dort der Flug wieder nach München brachte.

Es war ein kurzer Urlaub aber es war auch ein aufregender Urlaub, aufregendes Marokko/Marrakesch, wildes Lanzarote, herrliches Teneriffa, ursprünglich und teilweise urwaldähnliches La Gomera und tolles Gran Canaria. Und auch TUI Cruises und die Mein Schiff 3 sorgte wieder für vollen Wohlfühlcharakter. Danke Kanaren – wir kommen wieder.

Kanarenkreuzfahrt Teil 4

Teneriffa/Santa Cruz

Die Nacht brachte uns von Lanzarote nach Teneriffa und dort erkundeten wir Santa Cruz am Vormittag auf eigene Faust. Ich finde es immer ganz seltsam, wenn man in kurzen Hosen und T-Shirts durch die Straßen marschiert und weihnachtliche Dekoration sieht. Irgendwie unreal und doch toll. Wir liefen durch Santa Cruz und bewunderten die Altstadt. Herrliche alte Gebäude und tolle Bars/Restaurants zierten die Straßen. Santa Cruz hat uns unheimlich gut gefallen und wir freuten uns schon auf den gebuchten abendlichen Ausflug durch die Stadt.

Nach gut drei Stunden ließen wir uns mit einem Taxi wieder zum Hafen fahren, genossen noch etwas Schiff und begaben uns dann auf einen geführten Trip durch die Stadt. Erst ging es etwas durch die Stadt, dann saßen wir in einem urigen, kleinen Restaurant und genossen wunderbare Tapas.

Jetzt hatte uns die Stadt am Tag schon sehr gut gefallen – aber am Abend fand ich es einfach atemberaubend. Herrliche Stimmungen, wunderschöne Ausblicke und die wirklich bunte Weihnachtsdekoration in den Straßen sorgten dafür, daß meine Kamera im Dauerbetrieb war.

Wir genossen noch ein herrliches Abendessen in toller Stimmung – wir hatten sehr viel Spaß in unserer kleinen Gruppe.

Danach gings zurück aufs Schiff – noch ein paar Fotos am Hafen und dann ab in die Heia.

Kanarenkreuzfahrt Teil 3

Arrecife (Lanzarote)

Nachdem wir am Abend in Agadir abgelegt hatten, schipperten wir den ganzen Tag über das Wasser und kamen am Abend um 19.00 Uhr in Arrecife an. Wir hatten uns zu einem Abend frei zur Verfügung entschieden, fuhren mit dem Bus nach Puerto del Carmen und bummelten an der Promenade entlang, liefen an unendlich vielen Souvenirläden vorbei und fanden eine ziemlich coole Bar, in der Livemusik gespielt wurde. Leider hab ich den Namen der Bar vergessen aber es war wirklich sehens- und hörenswert. Wir erstanden einen Brandy „Carlos“ für unsere daheimgebliebenen Haus- und Hundesitter – das wars an Souvenirs. Nach 2 Stunden wurden wir wieder zur Mein Schiff 3 gekarrt und genossen noch einen Absacker.

Am nächsten Morgen fanden wir uns um 8 Uhr in der Abtanzbar ein und wurden zu unserer Tour über die Insel im Geländewagen gebracht – herrlich. Wir begannen mit der Besichtigung des wunderschönen Örtchens Teguise – herrlich.

Weiter ging es im Jeep (holperig aber herrlich) weiter über die Insel – wunderschöne Ausblicke genossen wir.

Weiter ging es zum Timanfaya Nationalpark, wo wir einen simulierten Vulkanausbruch „erleben“ durften – sehr interessant und informativ.

Unglaublich, aber auf dieser Vulkaninsel wächst doch auch wirklich Wein – wir haben es gesehen und auch deswegen ein Weinanbaugebiet besucht. Wenn man das hier so sieht, kann man doch nicht glauben, daß hier auf/in diesem Boden irgendetwas wachsen kann…. es kann…

Weiter ging es dann zum Mirador del Rio. Der Aussichtspunkt El Mirador del Río befindet sich 500 Meter über einer Klippe und bietet einen spektakulären Panoramablick auf Lanzarote und den Chinijo-Archipel. Es wurde in den 70er Jahren eingeweiht und ist eines der repräsentativsten architektonischen Werke von César Manrique für die Integration der Hand des Menschen in die natürliche Umgebung, eine harmonische Formel, die Kunst und Natur miteinander verbindet. Von hier aus konnten wir die Hänge des Risco de Famara sehen, und dann sahen wir El Río: ein schmaler Meeresstreifen, der dem Aussichtspunkt seinen Namen gibt und Lanzarote von La Graciosa, der achten Kanarischen Insel, trennt. Das waren wirklich einzigartige und wunderschöne Ausblicke.

Kurzer Stopp noch bei Jameos del Acqua – hatte jetzt für mich nicht so den Reiz – fantastisch fand ich die natürliche Höhle mit der Wahnsinns-Akustik.
Und schon war wieder ein wunderschöner und mit herrlichen Momenten gefüllter Tag zu Ende und wir begaben uns zurück aufs Schiff – Abendessen im Surf & Turf Steakhouse. Das müßt ihr unbedingt besuchen. Hier gibt es fantastische Steaks und herrlichen Hummer. Richtig gut zubereitet und die kleinen Gebäckteile, die es zu den verschiedenen Butterarten zu Anfang gibt, machen wirklich süchtig. Danach noch einen kurzen bis mittellangen Besuch in der Schaubar mit unseren Bekannten Eveline und Walther – die beiden sind auch zwei richtig orginale (also nicht ganz wirklich) Rheinländer. Hatten wir einen Spaß miteinander. Die beiden haben uns dieses Jahr im Sommer hier in München besucht und auch wenn sich unser „Kennen“ bis dahin nur auf 4 Abende in der Schaubar und Weihnachtskarten-Austausch beschränkt hatte, erlebten wir doch zwei richtig lustige und tolle Tage mit den Beiden. Wer sagt, zum Spaß haben muss man sich lange kennen???

Gute Nacht – das Auslaufen ist immer mit Tränchen in den Augen verbunden, wenn Unheiligs „Große Freiheit“ über das komplette Schiff tönt…

Halt entfällt

Ja, so isses immer wieder und ganz ehrlich, die Deutsche Bahn ist niemals eine Alternative zum Autofahren.

Photo by Marcos Araujo on Pexels.com

Am letzten Freitag erwartete ich meine Eltern und meine Großcousine hier in München – wir hatten eine Familienfeier und die anderen Familienmitglieder reisten mit dem PKW an. Züge waren früh gebucht, Sitzplatzreservierungen gekauft und mit Zugtickets in der Tasche waren meine drei besagten Lieben in freudiger Erregung.
Erregung gab es dann am Freitag früh, als es hieß, der gebuchte Zug fällt aus- also es hieß, daß der Halt (Einstiegsbahnhof der drei) Fulda entfällt. Wie entfällt, müssen die drei dann erst mal zum nächsten Halt kommen um dann einsteigen zu können? Alles sehr undurchsichtig und unverständlich. In der DB App konnte man auch nichts weiter erkennen – nächster Zug 2 Stunden später.
Mein Papa fuhr dann zum Bahnhof im Städtchen und da hörte sich das dann aber schon wieder ganz anders an. Dieser gebuchte Zug entfällt zwar aber es gibt einen Ersatzzug, der ca 20 Minuten später fährt. Kein Hinweis dazu in der DB App.
So richtig vertraut hat keiner der drei dieser Aussage und trotzdem fuhren sie vom Bahnhof im Städtchen nach Fulda in der Hoffnung auf ein Weiterkommen nach München.
Dort angekommen waren die Aussagen der Verantwortlichen der DB auch sehr widersprüchlich aber – oh Wunder – es gab einen Ersatzzug, der 20 Minuten später fuhr und gute 30 Minuten nach der ursprünglichen Ankunftszeit in München eintrudelte.
Die Sitzplatzreservierung der drei war natürlich hinfällig – klar, gibts diesen Zug nicht, gibts dafür auch keine Sitzplatzreservierung. Trotzdem fanden sie ein Plätzchen und kamen relativ entspannt in München an.

Am Montag wollte meine Großcousine wieder die Heimreise antreten – Meldung in der App: Intercity xxx nach Fulda – Halt in München entfällt. Super DB!!!! Keine Information, ob es einen Ersatzzug geben würde – nichts! Großcousinchen fuhr trotzdem zum Bahnhof und erfuhr nach diversen Nachfragen, daß ein Ersatzzug 10 Minuten später fährt, sie aber in Nürnberg umsteigen muß. Sitzplatzreservierung dahin….. Aber der Zug war relativ leer, also kein Problem.

Die Deutsche Bahn ist definitiv KEINE Alternative zum Autofahren – immer wieder erlebt man, daß die Züge ausfallen, sich verspäten, minutenlang irgendwo in der Pampa stehen bleiben…..

Und jetzt höre ich gestern, daß VERDI zum Streik aufgerufen hat und es wohl von heute abend bis morgen abend kaum oder keinen Zugverkehr geben wird. Die Angestellten hätten gerne mehr Geld. Es wird gar nicht verhandelt, es wird gleich gestreikt.

Die Unfähigkeit, eine App aktuell und informativ zu halten, die Unfähigkeit für klare Aussagen an den Informationsständen, die Unfähigkeit, einen Zug pünktlich starten zu lassen – all das sind natürlich Gründe für Gehaltserhöhungen! Schlechter Service – mehr Geld. Macht Sinn (Ironie aus).

Gestern dann am Bahnhof: Ich bringe meine Eltern zum genannten Gleis, der Zug, der sie wieder gen Heimat fahren soll, kommt pünktlich aus Hamburg an. Wir marschierten am Bahnsteig entlang zur reservierten Abteilnummer 23, vergewisserten uns nochmals, daß es auch Abteil Nr. 23 ist, suchten die Sitzplätze und verstauten die Koffer. Ich verabschiedete mich und beim Zug verlassen stellte ich fest, daß sich die Abteilnummern verändert hatten. Aus Abteil 23 wurde nun 32 – links von Abteil 32 war dann Abteil 33 – rechts davon die erste Klasse. Ich marschierte links weiter – die Abteilnummer wurde immer höher und von Abteil Nr 23 war weit und breit nichts zu sehen.

Ich bin dann wieder zurück zu meinen Eltern (der Zug in München hält ca. 10 Minuten) und meinte nur, „Ihr seid im richtigen Zug, habt Tickets, von daher bleibt einfach sitzen, wenn der Platz reserviert ist, wird sich schon jemand melden“.
Sie schafften es dann auch nach Fulda, ohne den Platz verlassen zu müssen.

Ich denke mir da oft, wie kommen ältere Menschen damit klar…. Jetzt sind meine Eltern noch relativ fit aber selbst ich bin da schon manchmal überfordert und werde leicht hektisch, wenn alles nicht so ist, wie angesagt.

Agadir/Marrakesch

Und auf einen Abstecher nach Marokko gings auf unserer Kanarenkreuzfahrt nach Agadir bzw. Marrakesch.

Nachdem wir einen sehr entspannten Seetag hatten, kamen wir morgens um sieben Uhr in Agadir an. Unser Plan bzw. unser Ausflug sollte uns heute nach Marrakesch bringen.Wir setzten uns also in den Bus, der uns in gut drei Stunden nach Marrakesch brachte. Einmal hielten wir an und ich traute meinen Augen nicht: Ein Ziegenbaum – Ziegen AUF dem Baum:

DIese zotteligen Ziegen findet man nur zwischen Agadir und Marrakesch in der marokkanischen Souss-Ebene. Da es hier ziemlich karg und wüstenähnlich ist und relativ wenig essbares wächst, klettern diese Ziegen auf die Arganbäume und fressen die für den Menschen etwas säuerlich schmeckenden Früchte.

Weiter gings dann an Dörfern vorbei in Richtung Marrakesch

Wir hielten zunächst am Jardin Majorelle Marrakesch – sehr nett, wenn auch touristisch etwas überlaufen. Sehr schöne Kakteen – hat mir gut gefallen.

Weiter ging es zur Medina von Marrakesch – hui, was ein Trubel und jeder hatte etwas zum Anbieten, da gab es ausgediente Autoreifen, Schüsseln, Schuster, Klamotten, Taschen….. alles konnte man dort erwerben. Wir waren zum Mittagessen in der Medina und es gab ganz leckere marrokanische Spezialitäten – Tajine (traditioneller Auflauf in der gleichnamigen Schüssel hergestellt)- es hat mir ausnahmslos ALLES sehr gut geschmeckt. Ein wenig Bauchtanz gabs dann natürlich auch noch (ehrlich gesagt mag ich es nicht sehr, wenn es dann zu touristisch wird, ich brauche die „Bespaßung“ nicht und mir ist das manchmal echt unangenehm).
Aber alles in Allem war es sehr interessant.

Nachdem wir knapp zwei Stunden gegessen hatten, gings weiter zum Djemaa el Fna, dem Zentrum des bekanntesten Souk von Marrakesch. Das war wirklich interessant und hier ging es wirklich her, wie am Jahrmarkt. Markt eben. Sehr interessant, all die Straßenkünstler, Akrobaten, Schlangenbeschwörer und Händler zu sehen und zu beobachten.

Wir liefen dann durch den Souk – mit unserem Reiseführer – ansonsten hätten wir uns völlig verlaufen und nie wieder herausgefunden. Danach besuchten wir noch eine Gewürzfabrik und ich nahm ein paar marokkanische Gewürze mit – ein Arganöl fand auch noch den Weg in meine Handtasche (natürlich käuflich erworben) und dann begaben wir uns zur Koutoubia Moschee, die wir zu Fuß umrundeten.

Danach begaben wir uns wieder in Richtung Bus, der uns in guten drei Stunden wieder zu unserem Schiff brachte – es war sehr ruhig auf der Busfahrt, der ein oder die andere döste oder schlief. Es war aber auch ein anstrengender Tag voller Eindrücke und Erlebnisse – aufregend und ereignisreich. Nun haben wir ja nur ganz wenig von Marrakesch gesehen aber es hat mir unheimlich gut gefallen und ich würde jederzeit nochmals herkommen. Wir machten uns nach Ankunft auf der Mein Schiff schnell etwas frisch, genossen noch ein schelles Abendessen in der „Backstube“ und fielen dann – zwecks totaler Reizüberflutung- todmüde in die Betten.

Urlaubserinnerungen

Nun haben wir es – das Novemberwetter. Ich muß sagen, ich mag es. Naßkalt draußen und kuschelig drinnen. Und dann ein wenig Urlaubserinnerung – heute mal von unserer Kanarenkreuzfahrt im November 2019 – Teil eins: Gran Canaria:

Im November 2019 entfleuchten wir dem nasskalten Wetter in München und flogen nach Gran Canaria, sahen uns die Insel 2 Tage lang an und fuhren dann mit der MEIN SCHIFF 3 von Gran Canaria los über Agadir, Lanzarote, Teneriffa, La Gomera wieder zurück nach Gran Canaria.

Los gings mit der Swiss Air von München über Zürich und dann zum Aeroporte de Gran Canaria – wir holten unseren Mietwagen ab und fuhren ins Seaside Palm Beach Hotel. Dort machten wir uns etwas frisch und dann ging es etwas durch den Ort kurz an den Strand und dann war auch schon Zeit zum Abendessen. Wir fanden ein nettes Lokal in Maspalomas und liefen danach noch etwas umher – gingen aber relativ zeitig zu Bett. Wir waren erledigt.

Bei ausgiebigem Frühstück in herrlichstem Sonnenschein am nächsten Morgen planten wir, etwas in den Dunes de Maspalomas herumzuspazieren und danach einen Ausflug mit dem Auto in Richtung Norden der Insel zu machen.

Sooo viel Sand…

Die Dünen im Südosten von Maspalomas erstrecken sich über eine Länge von sechs und eine Breite von ein bis zwei Kilometern. Der Sand besteht hier nicht aus Gesteinstrümmern, sondern überwiegend aus von der Brandung angeschwemmtem und zerriebenem Korallen- und Muschelkalk – durch die Calima verwehter Sand aus der Sahara ist nicht der eigentliche Ursprung. Schwere Stürme im Frühjahr 2006 sowie im Februar 2010 richteten einigen Schaden an und spülten viel Sand ins Meer.

Wir marschierten herrlich im Sand umher bis wir dann an einen Punkt kamen, wo die Menschen alle nackt umeinander liefen – ich hab damit kein Problem, wollte jetzt aber dann auch nicht alles von mir reißen und mich in die Menge mischen, also drehten wir um und liefen wieder zurück.

Wir liefen zurück ins Hotel, holten unser Auto und fuhren in Richtung Norden der Insel – welch wunderschöne, bizarre und außergewöhnliche Landschaft: Berge, Pflanzen, Felsen, steile Abhänge…. fast wie der Grand Canyon.

Am Abend besuchten wir wieder das Restaurant des Vorabends, es hatte uns dort sehr gut gefallen. Noch ein wenig Verdauungsspaziergang und dann ging es wieder zum Hotel zurück.

Irgendwo habe ich mal gehört, daß solche Sandskulpturen mit Hilfe oder Beigabe eine eiweißhaltigen Substanz haltbarer gemacht werden.

Am nächsten Tag fuhren wir mit dem Auto in Richtung Las Palmas und genossen noch wunderschöne Ausblicke über die Insel.

Und dann hieß es auch schon Umziehen aufs Schiff – ich WEISS, es ist alles andere als nachhaltig, so zu reisen und der CO2 Fußabdruck, den wir hinterlassen, wird auch immer größer. Aber dies ist unter anderem ein Reiseblog und ich würde ja lügen, wenn ich erzähle, ich sei hierher geschwommen und hätte sämtliche Kilometer im Land abgelaufen… . Es ist nunmal so, daß jede Art von Fortbebewegung (außer Laufen und Fahrrad fahren) die Umwelt belastet – mir wäre es auch lieber, es wäre nicht so und wir würden nur mit Luft fliegen und mit Wasser fahren. Ist aber nicht – und ich möchte, so lange es geht, auch gerne noch so reisen, wie ich es mir vorstelle.

Wir checkten ein, gingen an Bord und bezogen unsere Kabine – packten die Koffer aus und umrundeten die MEIN SCHIFF 3 – alles wie immer – alles perfekt. Und so ging wieder ein wunderschöner Tag zu Ende – der nächste Tag bedeutete Ausschlafen, da Seetag und während wir im Land der Träume waren, den nächsten Tag mit Faulenzen und Lesen verbrachten, schipperte die MS 3 auf dem Nordatlantik gen Agadir.

Ich bin neu verliebt….

Na – hab ich euch jetzt etwas verwirrt? Nein – mein Beziehungsstatus ist weiterhin: Glücklich verheiratet – seit 22 Jahren – mit demselben Mann. Aber ich habe eine neue Kamera: Darf ich vorstellen? Die (laut Nikon) eierlegende Wollmilchsau aus dem Hause Nikon – eine ihrer letzten Spielreflexkameras – die D850.

Ich habe lange überlegt – sehr lange – ziemlich genau eineinhalb Jahre. Ich habe mich durch Foren gelesen, ich habe Kollegen befragt, ich habe hin und her überlegt und mich letztendlich entschieden, sie mir zu kaufen. Ausschlaggebend war für mich dann die Überlegung, doch nicht zu den spiegellosen Kameras zu wechseln. Gut, die haben diverse Vorteile z.B. sind sie leichter und beim Auslösen haben sie nicht den „Klick“ – was prinzipiell super ist, wenn man in der Kirche Hochzeiten oder Taufen fotografiert oder auch in der Tierwelt unterwegs ist. Angeblich ist der Autofokus flotter – kann ich für meine Arbeit bis jetzt nicht wirklich feststellen.
Ich z.B. brauche das „Klick“ – komplettiert für mich das Foto, wenn ich Modell und Umfeld, Licht und Hintergrund komplett im Sucher habe und dann auslöse. Die „Schwere“ der Kamera ist Ansichtssache, natürlich kommen dann auch noch evtl große Objektive und Blitz dazu, aber die Verwacklungsgefahr bei einer schweren Kamera finde ich geringer. Ich hab sie halt fest in den Händen.

Und so habe ich Fakten gesammelt und mir Gedanken gemacht, bis ich zum Entschluß kam – die Nikon D850 ist es (für mich).

Wie das dann immer so ist, wenn man sich entschieden hat, möchte man das Schätzchen auch gerne ziemlich bald in den Händen halten. Ich bin zu Nikon marschiert und dachte in meiner grenzenlosen Naivität, daß sie bestimmt eine im Lager haben. Nee – muss bestellt werden – dauert ca 7-10 Tage. Nicht euer Ernst, oder? Dann hab ich kurz überlegt: Bei Amazon bekomme ich sie 100 Euro günstiger – macht schon was aus. AAAAber: Wer garantiert mir, daß es ein richtig neues Modell ist? Vielleicht war sie schon mal ausgepackt und irgendjemand hat sie schon ausprobiert? Sieht man ihr ja nicht an. Und auf die Idee, die Anzahl der Fotos auszulesen, die die Kamera schon gemacht hat, kommt auch nicht jeder. Ich wollte aber eine nigelnagelneue Kamera und nicht eine, auf der schon jemand wild herumgedrückt oder herumgeschraubt hat. Da bin ich eigen!

1,5 Jahre hatte ich überlegt und kam ohne sie aus – jetzt sollte ich noch ca 10 Tage warten – unvorstellbar, oder? Nutzte nun aber nix und ich saß wie auf Kohlen und wartetet auf die Mail, daß ich das Schätzchen abholen könne. Zwischendurch rief ich auch mal an und versicherte mich, daß Nikon auch meine richtige Email Adresse hat (hatten sie) und ich dachte zum Schluß schon: Das wird nix mehr vorm Wanderurlaub – prompt kam am Donnerstag nachmittag die Mail, die Kamera könne abgeholt werden – 16.00 Uhr wars – Nikon schließt umd 17 Uhr. Gut, ich war mal vernünftig und bin dann erst am Freitag früh los und holte sie ab – mit Herzklopfen und Aufregung, schließlich gebe ich nicht sehr oft – ehrlicherweise war es das erste Mal für mich – so viel Geld für eine Kamera aus. Und die 100 Euro, die die Kamera bei Nikon mehr kostete, hatte sich gleich relativiert, da ich meine Reinigung der D750 (meine alte Kamera) „geschenkt“ bekam, sprich nicht zahlen mußte. Und auch die Versicherung von Nikon, daß dieses Modell nun wirklich eine der letzten produzierten sei – also keine alte“Lagerware“.

Und somit ist sie hier eingezogen:

Was soll ich sagen – große Liebe meinerseits – ich bin natürlich noch am Rumprobieren und Experimentieren, vieles ist gleich geblieben, manches muß man sich erst wieder zusammensuchen, aber ich glaube, wir werden richtig gute Freundinnen. Das Handbuch liegt immer neben der Kamera und ich probiere hier und teste da… es macht Spaß – es macht riesigen Spaß und auch die „alte Kamera“ wird immer wieder im Gebrauch sein – sie funktioniert ja noch super aber ich habe endlich eine adäquate Ersatzkamera, die ich bei Shootings immer dabei habe und die ich aus dem ff beherrsche.