Erlebnis Rastenbachklamm

Unser letztes Wandererlebnis in diesem Urlaub war die Wanderung in der Rastenbachklamm. Hatten wir uns schon ziemlich am Anfang des Urlaubes rausgesucht und wollten wir nun unbedingt noch „erledigen“. Wir starteten vom Parkplatz Müllereck

Wir liefen los – es ging bergab – erst auf einem kleine Weg, dann auf Brücken – es ging viel bergab und es ging lang bergab – vorbei an kleinen Wasserfällen – immer weiter bergab. Teilweise auch auf Stufen – einfach nur bergab. Mir schwante Übles – das muß man ja auch alles wieder hinauf – denn es ist/war ein Rundweg und der muß uns ja auch wieder zum Parkplatz zurückführen. Aber erst mal marschierten wir munter umher und genossen die wunderschönen Ausblicke.

Komoot sagte zwar „mittelschwere Wanderung“ voraus, aber gut zu laufen, trittsicher sollte man sein. Das sind/waren wir. Nach ca 1 Stunde kamen wir an einen wunderbaren Aussichtspunkt – der Kalterer See vor uns – dahinter die Berge – wunderschön.

Ich bat eine Wanderin, doch bitte ein Foto von uns allen vor dieser Kulisse zu machen – erklärte ihr meine kleine Kamera und sie drückte ab, mehrere Male mit dem Kommentar „da wird ja dann ein gutes dabei sein“. (Was soll ich euch sagen, am Abend habe ich die Fotos gecheckt, es gibt kein einziges von uns vieren zusammen – ich weiß nicht, wo die draufgedrückt hat, jedenfalls nicht auf den Auslöser.

Ja, und wir wanderten dann weiter und nun kam der Punkt, wo Spiegelreflex- und Kompaktkamera IN und die Wanderstöcke AUS dem Rucksack kamen. Ich sags euch – jeder Schritt einen Höhenmeter – das war das reinste Gekraxel – richtiges Bergsteigen – dicke Felsbrocken, die wir hochklommen, teilweise hievten wir uns am Geländer entlang und nach oben. Meine Güte – das war echt richtig, richtig anstrengend – immer weiter hinauf und es nahm kein Ende (klar, wir sind ja alles am Anfang ganz beschwingt nach unten marschiert). Ich war nur froh, daß wir den Weg nicht anders rum gelaufen sind – das Ganze abwärts über diese Felsbrocken und das Gestein – nee, das wäre der Tod für meine Knie gewesen. Wir hangelten uns von Bank zu Bank und irgendwann – ganz in der Ferne – sah man dann auch mal wieder etwas mehr Licht von oben und wir hofften, daß wir dann endlich wieder oben ankommen würden.

Nach gut zwei Stunden waren wir dann wieder am Parkplatz – schnaufend und fertig, aber happy. Ihr wisst, was folgt – kleiner Mittagssnack in der Waldschenke in Kaltern mit einem traumhaften Blick und Datteltrauben – die kannte ich ja noch gar nicht. Traditionell die Traubensaftschorle (wieder ohne Alkohol:)) und Brettljause.

Wir entschlossen uns, noch die Brennereien Roner und Psenner zu besuchen. Wir probierten den einen und anderen Schnaps (es gibt wirklich nur ganz kleine Pröbchen und das ist auch gut so.) Bei Roner erstanden wir einen Nuß – und einen Kastanienlikör und bei Psenner gabs einen leckeren Apfelschnaps.

Danach fuhren wir noch zum Weingut Schreckbichl, da fanden wir aber nichts und zum Abschluß gings in die Kellerei in Eppan – da nahmen wir uns noch eine Kisten Goldmuskateller mit. Und somit kam auch unser letzter Urlaubstag so langsam zum Ende. Wir packten unsere Koffer und besuchten am Abend noch Rottenburgerkeller – ebenfalls sehr lecker und empfehlenswert. Und ebenfalls zum Abschluß – die traditionelle Flasche hauseigener Wein im Klosterhof.
Es war ein wunderschöner Urlaub – wir hatten viel Spaß, sind viele Kilomenter gelaufen, hatten NUR Sonnenschein und Temperaturen um die 25 Grad und wir haben viel gesehen und erlebt.

Wir sind uns sicher – nächstes Jahr sind wir in der zweiten Oktoberwoche wieder in Südtirol im Klosterhof anzutreffen.

Ein Pieks…

… und damit hab ich die 5. Corona- Impfung in mir – einmal genesen macht dann 6 x geimpft und ich hoffe, dass ich auch von der neuesten Variante verschont bleibe …

Einmal hab ich die Impfung nicht so ganz gut vertragen – das war „Moderna“ aber ich glaube, es gibt jetzt nur noch Biontech.

Heute ist es das erste mal in der Früh grau und nass gewesen – also herbstlich. Und ganz ehrlich – ich hab mich etwas darüber gefreut. Kuschelige Abend mit Kerzen und Tee, eingehüllt in einer Decke auf der Couch. Da freue ich mich drauf – wahrscheinlich bin ich nach 14 Tagen genervt und wünsche mir die Sonne herbei aber ich brauche alle vier Jahreszeiten. Und ich liebe sie alle auf ihre Art und Weise. Der Frühling mit den ersten wärmenden Sonnenstrahlen, das erste Grün, die ersten Krokusse … Sommer, in kurzen Klamotten im Garten und laue Abende, Herbst, bunt und windig, nasskalt, aber drinnen gemütlich und kuschelig und der Winter, wenn er denn dann einer ist – mit Schnee und klirrender Kälte.

Rund um die beiden Montiggler Seen

Der Mittwoch war ein „fauler“ Mittwoch – wir Mädels machten den Markt in Kaltern unsicher, während die Männer sich dem Weinkauf hingaben – danach gings zum Mittagssnack und ich marschierte dann noch in Kaltern umher, während der Rest sich der „Erholung“ hingab.

Nachdem wir am ersten Abend vom Kalterer Zentrum bis zu unserer Unterkunft fast eine halbe Stunde gelaufen sind, hatte ich am Nachmittag einen Weg gefunden, der sich auf die Hälfte der Zeit reduzierte. Oder vielleicht geht es umgekehrt – also von Unterkunft ins Zentrum nach Kaltern eben doppelt so schnell 🙂

Hier noch ein paar Kaltern- Impressionen:

Am Abend waren wir in der „Linde“ zum Pizza Essen – lecker und riesig (wie fast alles in Südtirol). Abends dann noch ein Fläschchen hauseigenen Wein und ab in die Betten.

Donnerstags gingen Regina und Stephan zum Golfen – Männe und ich wollten die beiden Montiggler Seen umrunden. Ich kann mich erinnern: vor über 30 Jahren bin ich mal mit 5 meiner Bank-Kolleginnen zum Törggelen nach Eppan gefahren und die Umrundung zumindest eines Sees hatten wir auch gemacht. Und so wußte ich, daß ich im Gegensatz zu unserer Umrundung des Kalterer Sees sehr viel mehr Seeblick haben würde. Dem war dann auch so:

Selbst TARZAN trafen wir an 🙂

Und hier im großen Montiggler See fanden sich auch noch der ein oder anderer Schwimmer ein – mitten im Oktober. Die Wanderung dauerte ca 2 Stunden 20 Minuten – es war herrlich, relativ eben und im Gegensatz zur Wanderung am Dienstag kaum Höhenmeter.

Nach der Wanderung stärkten wir uns wieder mit einer Brettljause – hach, von Südtiroler Schinken, Kaminwurzen, Käse und Schüttelbrot könnte ich mich wochenlang ernähren. Alles immer sehr lecker. Wir fuhren danach noch nach Eppan und bummelten durch den wirklich netten und gemütlichen Ort:

Und dann hab ich noch dieses Ladenschild gefunden – das fand ich soooo klasse und aussagekräftig:

Abends waren wir lecker im Stroblhof essen – im Klosterhof gab es danach auch wieder die übliche Flasche hauseigenen Wein und auch hier fand ich mich gegen 22.30 im Bett ein – die Männer hielten wieder einmal länger aus. Hatte ich schon erwähnt, daß ich diese Wanderurlaube in Südtirol einfach fantastisch finde?

Vom Mendelpass zur Halbweghütte

Dienstag fuhren wir mit dem Auto hoch zum Mendelpass – wir hatten uns die Wanderung zur Halbweghütte rausgesucht – dabei aber übersehen, daß wir 320 HM rauf- und auch wieder runderschnaufen mußten. Gut gelaunt gings erst mal los – leicht abwärts und dann wieder eben. Nach 20 Minuten erreichten wir die Enzianhütte, die geschlosen war, aber wir waren ja noch gar nicht richtig warmgelaufen und einkehren wollten wir hier sowieso nicht. Also frohen Mutes weiter an wunderschönen Hütten vorbei…

So und dann gings schon langsam aufwärts – kann man hier leider gar nicht so erkennen 🙂

Ach – das war erst der Anfang – ich bin ganz ehrlich, wäre ich mit Männe alleine unterwegs gewesen, ich hätte ihm spätestens hier gesagt, daß ich gerne hier sitzen bleibe und warte, bis er wieder zurück kommt. Ich hab wirklich furchtbar geschnauft – war/bin immer noch nicht so ganz fit nach 6 Wochen Antibiotikum-Einnahme – das schlaucht doch irgendwie. Aber das Rudelgefühl kam durch und ich schnaufte mich nach oben – ehrlich, es war schon manchmal wirklich richtig steil.
Stephan schob sich wie eine Gazelle nach oben und irgendwann haben wir ihn aus den Augen verloren, wir drei Nachzügler gönnten uns dann auch noch ein Verschnaufpäuschen auf einer Bank. Der Wanderer, der uns von oben entgegenkam und uns mitleidig anschaute, meinte nur „Ihr habt es gleich geschafft“ – ich hätte ihn am liebsten geknutscht :). Also noch einmal Kräfte sammeln und so schoben wir uns auch die letzen paar Hundert Meter nach oben. Hab ich mich gefreut, als zwischen den Bäumen ein Hausdach zu erkennen war. HALBWEGHÜTTE!

Meine Traubensaftschorle ging fast auf ex nach unten – die Spaghetti fanden ihren Weg auch recht flott und auf den Heimweg freute ich mich. Jooo – aber auch bergab kann echt anstrengend sein – geht ganz schön auf die Knie und ich konnte mich dran erinnern, wie wir letztes Jahr kilometerlang von einer Hütte nach unten ins Tal gelaufen sind und dieser Weg nicht enden wollte. Wir marschierten wieder knapp eine Stunde nach unten und fuhren dann mit dem Auto noch auf den Penegal. Das Wetter war nicht ganz so schön und klar, aber trotzdem war die Aussicht toll:

Danach fuhren wir wieder nach Kaltern zu unserer Unterkunft – am Abend stand eine Weinprobe und Weinverköstigung an. Vorher konnten wir noch zusehen, wie die geernteten Trauben für den Wein aussortiert und vorbereitet werden.

Wir waren 17 Hausgäste, die sich dann durch 6 Weine durchprobierten und erfuhren vom Junior Winzer des Hauses viel über Wein, Weinberge, Weinreben, verschiedene Traubensorten und auch die unterschiedlichen Holzfässer. Ganz ehrlich, vom Weinstock über die Trauben, all die Arbeit, die erledigt werden muß – da verstehe ich schon, daß der Wein auch seinen Preis haben muß. Der Klosterhof besitzt ca. 5 ha Weinberge und produziert jährlich ca 40.000 Flaschen Wein.

Nach gut zwei Stunden gabs dann die hauseigenen Brotzeitmarende und wir saßen noch gemütlich zusammen – wir Mädels verschwanden gegen 23.00 Uhr in den Zimmern, die Männer schafften es bis Mitternacht 🙂

Wiesn is…..

Man mag sie oder man mag sie nicht – die Wiesn oder das Münchener Oktoberfest.
Was haben wir dort schon nette Abende verbracht – allerdings in ziemlich vollen Zelten, zusammen an einen Tisch gepfercht, zu späterer Stunde oft mit der Angst, daß beim Tanzen auf den Tischen (mochte ich nie) dann ein Besucher vom Tisch hinter uns umkippt und in unseren Tisch rauscht (ist auch schon passiert). Aber so ist es eben auf der Wiesn – man mag es oder man mag es eben nicht.

Und dann kam Corona – und damit die „Wiesn-freie“ Zeit. Und wie es oft so ist, man gewöhnt sich um und wir waren eben zwei Jahre nicht am Oktoberfest. 2022 „durften“ wir dann wieder – aber wir hatten immer noch Respekt vor Corona und waren abends nicht in den übervollen Zelten. Was wir gemacht haben: Wir sind zur Mittagszeit ganz gemütlich über die Theresienwiese gelaufen – was soll ich sagen? Super entspannend – alleine das Ankommen mit der UBahn war schon richtig stressfrei, ganz gemütlich gings am Eingang vorbei und wir konnten die einzelnen Zeltstassen ohne Gedränge entlang laufen. Kein Gedränge an den Ständen und Buden und sogar ins Riesenrad kam man flott. Das hat sehr viel Spaß gemacht, wir saßen draußen im Biergarten und gönnten uns ein halbes Hendl und teilten uns eine Radlermaß.

Und genau so haben wir es dieses Jahr wieder gehalten – mittags auf die Wiesn, entspanntes „drüberbummeln“, Mittagessen traditionell Hendl und Radlermaß, eine Tüte gebrannte Mandeln (ist Pflicht, aber das legendäre Lebkuchenherz mit „Spatzl“ gibts für mich schon lange nicht mehr- hab ich nie gegessen und nach Monaten immer weggeworfen:)). Und so waren wir am Montag bei schönstem Sonnenschein ca 3 Stunden unterwegs (mit Hin- und Heimkommen per UBahn) und hatten einen tollen Wiesntag.

Hier ein kleiner Einblick in unseren Tag:

So, und nachdem das Radler ja „rein“ lief – muss es ja auch irgendwann wieder raus:

Kleines „Erlebnis“ bezüglich deswegen: Ich war vor Jahren mal mit meiner Freundin am Abend auf der Wiesn und wir kamen in kein Zelt mehr rein – alles voll und so mußten wir im „Biergarten“ Platz nehmen – kein Problem, es war ein lauer Abend und die Maß Bier wärmte uns dann auch von innen etwas auf. Und irgendwann will das Bier auch wieder raus. Ich bin also ans Zelt – Security stand davor und wimmelte mich ab, Zelt sei voll. Ich meinte nur: Ich möchte nur auf die Toilette. Security: Gehen Sie doch bitte auf die öffentichen Dixi- Toiletten. Ich (nach der Maß Bier ganz mutig): Ich hab hier mein Bier gekauft und ich will es auch hier wieder loswerden. Der Security Mann war ganz überrumpelt und hat mich doch tatsächlich ins Zelt reingelassen. Und was soll ich euch sagen? Da waren doch noch einige Plätze frei. Ich bin erst auf die Toilette und hab dann meine Freundin angerufen und ihr erklärt, wie sie ins Zelt kommt und prompt saßen wir nach guten 10 Minuten bei netten Menschen am Tisch – IM ZELT!

Oh, du schönes Wochenende…

Ich wurde nach meinem letzten Blogbeitrag inhaltlich darauf hingewiesen, daß es doch auch viel Schönes zu berichten gibt und da will ich mal von meinem schönen Wochenende berichten. Aber ich wäre nicht ICH, wenn ich nicht ehrlich wieder berichten würde, daß es auch noch sehr viele “A…” in unserer Gesellschaft gibt.

Ich fange mal mit dem Schönen an. Wir hatten von Dienstag bis Freitag Besuch von einer lieben Freundin und es war wirklich toll. Abends Grillen, bis spät in der Nacht sitzen und ratschen mit dem ein oder anderen Gläschen Wein….

Nachdem ich nun Digitalbeauftragte in mehreren politischen “Gemeinschaften bin, muß ich die social medias auch mit Input versorgen. Also bin ich am Freitag zum Infostand unserer Partei und habe dort fotografiert und auch Taschen mit Informationsmaterial verteilt. Wir hatten dort teilweise sehr nette Gespräche mit den Bürgern – natürlich kamen auch “Gegner” vorbei , aber alles in Allem war es ein schöner Nachmittag.

Am Samstag hatten wir “Wiesnanstich” von unserem Partei-Ortsverband mit zwei “prominenten Gästen” aus unserer Partei. Es waren Bierbänke aufgestellt und es wurden Leberkäs-Semmeln verteilt und Bier gezapft – sehr nette Veranstaltung und auch gut besucht – Freibiergesichter halt :))) Nein, auch hier standen unserere “Promis” Rede und Antwort und der gemeine Bürger freut sich schon, einmal mit einem Staatsminister oder auch Bundestagsabgeordneten zu debattieren.

Kaum war ich da fertig, gings wieder ins Auto und zu einer Hochzeit zum Fotografieren. Also ganz ehrlich – diese kirchliche Trauung war das Tollste und “Menschlichste”, was ich jemals in einer Kirche gehört habe. Der Diakon – eben kein Pfarrer – war unheimlich sympatisch und ist – wie es ja eigentlich sein sollte – sehr auf das Brautpaar eingegangen – gut ein paar kirchliche “Pflichtübungen” gab es auch, aber es war sehr offen. Wir hatten vorher besprochen, wo ich denn als Fotografin stehen darf, damit ich ihm nicht im Weg stehe. Er meinte: Also am Altar rumkraxeln derns mer bittschö neeed, aber gengas do hi, wos wos Gscheits segn. Mi sterd des need.
Zu gut Deutsch: Auf dem Altar sollte ich nicht rumturnen, alles andere ist ihm egal. Genial – sowas gabs vor Jahren noch nicht, da musstest du zeitweise hinter dem Brautpaar stehen – sehr sinnvoll bei der Fotografie.

Fotos für Euch von hinten oben – also nicht vom Altar – aus Datenschutzgründen

Nach der Trauung fuhr das Bautpaar in einem Oldtimer zur Feierlocation – sehr nett und sehr empfehlenswert – darüber werde ich ein anderes Mal berichten.

Für die Gäste hatte das Brautpaar einen alten Omnibus gemietet -ebenfalls Oldtimer – sehr cool.

Erst gab es einen Sektempfang, dann wurden Fotos gemacht und gegen viertel nach Vier wurde die Hochzeitstorte angeschnitten und ich machte mich um kurz vor Fünf auf den Heimweg, um dann schnell unter die Dusche zu springen und mich wieder ins Auto zu schwingen. Wir waren zum Abendessen eingeladen und das war ein wunscherschöner Abschluß eines doch recht ereignisreichen und langen Samstages.

Ihr entschuldigt schon meine Experimentierfreudigkeit beim Fotografieren der Hochzeitstorte – gerade und ohne „move“ kann ja jeder – ne explodierte Hochzeitstorte gibts weniger :)) Solche Fotos würde ich vom Brautpaar natürlich niieee machen….

So und ohne Schimpferei gehts halt doch nicht – hier noch ein paar Zeilen zum Thema „Agressivität der Menschen“ im Moment.

Also, an solchen politischen Infoständen gibts ja auch immer verschiedene Meinungen und wir leben ja auch Gott sei Dank noch in einer Demokratie, da darf jeder sagen, was er will.
Und dann gibt solche, die mit wildem Stechschritt auf deinen Stand zugerannt kommen, den Zeigefinger auf die Prospekte gerichtet und dann gehts los: Ihr deads doch olle liagn- oana noch dem andern. Ihr versprechts uns des oane und wenns dann gewählt seid, dann mochts do, wos ihr wuid. Der …..,des is a ganz a grosser Dreggsagg, so a Verbrecher…… und dann stehst du da und weisst erst mal nicht so genau, was du sagen sollst….. im besten Falle plärrst du ihm ein “Ihnen auch ein schönes Wochenende” hinterher….

Am Freitag stehe ich an der Kreuzung auf der linken Fahrbahn der Abbiegerspur nach rechts – es gibt auch noch eine zweite Abbiegerspur. Es wird grün zum Abbiegen und das Auto neben mir fährt wie ich los, wir biegen beide links ab und plötzlich schiebt er sich von seiner Abbiegespur auf meine – ungelogen 10 cm vor meinem Auto. Ich erst mal ne Vollbremsung und dann gleich mal Lichthupe. Der Fahrer vor mir läßt das Fenster runter und zeigt mir den F—-Finger.. dreimal. Dann winkt er mit der Hand umher, läßt seine Finger spielen und der F-Finger folgt nochmals. Ach, hatte ich nen Zorn. Ich mein Handy gegriffen und auf ihn gehalten – Kamera hatte ich gar nicht an, das ging alles viel zu schnell. Nächste Abbiegung – ich stehe links und will links abbiegen, er auf der Geradeausspur hält neben mir an, blockiert hinter sich alles, gestikuliert wild und hupt wie blöde. Ich bin dann links abgebogen, mußte allerdings etwas warten, weil die von vorne kommend Vorfahrt hatten. In der Zwischenzeit hat der “Depp” einen U-Turn an der nächsten Ampel gemacht und kaum fahre ich 50 Meter , ist er hinter mir, wild hupend und winkend. Ich hab echt Schiss bekommen, bin aber weitergefahren, rechts abgebogen (auf dem Weg nach Hause) er hinter mir her, ich musste dann wieder links, er hinter mir hier und dann hab ich Männe angerufen, der Gott sei Dank zu Hause war. Ich hab ihm nur gesagt, da ist ein totaler Idiot hinter mir her, nötigt mich und hupt mich in einer Tour an und fährt auf wie ein Wahnsinniger. Männe ist dann rausgekommen, ich bin wieder rechts abgebogen, der Idiot hinter mir her und bei uns ist Sackgasse- er ist aber tatsächlich noch bis nach der letztmöglichen Abbiegung hinter mir her, hat dann wohl aber Männe draussen stehen sehen, hat auf der Strasse gewendet und ist dann auf und davon.

Man – ich hatte richtig wackelige Beine – so ein Idiot. Auf der anderen Seite hat er sich aber auch von mir provoziert gefühlt, weil ich die Kamera in der Hand hatte – Pech, zeig halt nich den F- Finger und dann passiert dir auch nix. Jedenfalls denke ich, daß der ganz schön die Muffe hat, der muß ja damit rechnen, daß ich ihn anzeige….. F-Finger zeigen ist eine Beleidigung und wird geahndet….. Aber schon ganz schön aggressiv, die Menschheit, oder????

Ein neuer Lebensabschnitt…

beginnt heute hier in Bayern für ganz viele kleine Menschen, die eingeschult werden: Unsere ABC-Schützen.

Ich kann mich noch vage an meine Einschulung erinnern: Eine Schultüte gefüllt mit Süßigkeiten, Buntstiften und Heften, einen Lederranzen in weinrot und ein neues „Outfit“ gabs auch 🙂

Meine Mama und mein Papa brachten mich zur Schule, es gab eine kleine „Feier“ und dann ging’s wieder nach Hause. Meine Oma kam zu Kaffee und Kuchen und das war’s – aufregend genug damals für mich.

Ach nee, eine große Hefeteigbreze haben alle neuen Schulkinder auch noch bekommen – fällt mir gerade ein, weil ich mich sehr gut an mein Einschulungsfoto erinnern kann.

Heute läuft das gaaaanz anders ab – hab ich beim Gassi gehen zufällig mitbekommen

„Wir sind eingeladen zu Katharinas Einschulung“ erzählte mir eine Bekannte, die zwei Kinder im Alter von 5 und 7 Jahren hat.

„Da kommt ein Zauberer vorbei und eine Hüpfburg nebst Trampolin werden im Garten aufgestellt. Ich habe gestern geholfen, die Gastgeschenke zu verpacken. Für jedes Kind gibts eine Tüte mit ein paar Gummibärchen, einen Zeichenblock und einen kleinen Wasserfarbkasten. Die Mädchen bekommen noch ein rosa Armband und für die Jungs liegt ein Spielzeugauto in der Tüte. War echt Arbeit, 14 Tüten haben wir gepackt. Wir Mütter sind auch zu Kaffee, Kuchen und Prosecco eingeladen“

Oha – ein Kindergeburtstag ist da ja nichts dagegen, zumal dieses Kind, welches eingeschult wird, an seinem Geburtstag zwar die Kaffee- und Prosecco trinkenden Freundinnen der Mutter um sich hatte, jedoch keine Freundinnen aus dem Kindergarten (das weiß ich so genau, weil ich – auch ohne Kind – dazu eingeladen war aber dankend abgesagt hatte).

Es kommt mir vor wie „Schaulaufen“ – höher, besser, mehr, aufwendiger…. Und manchmal denke ich mir – um wen gehts da gerade? Um die Eltern oder das Kind? So viel Aufmerksamkeit erleben die Kinder oft das ganze Jahr nicht.

Wie bremst man das am besten ein? Indem man genau das Gegenteil macht – eben gar nichts oder nur im Kreise der Familie? Und dann? „Hast du schon gehört, bei der Leni wurde zur Einschulung gar nichts gemacht – schon armselig. Die haben doch nur die eine – naja, da ist wohl alles andere wichtiger“

Genau – das Kind wäre in diesem Falle wichtiger – ohne die öffentliche Aufmerksamkeit.

Aber im Endeffekt macht sowieso jeder das, was er für richtig hält.