Ich kann das nicht…Teil 1

habe ich immer gesagt. Was kann ich denn nicht?

Dazu muss ich weit ausholen.
Ich war um die 16 Jahre, als ich mir eingebildet habe, nach der Realschule eine Ausbildung zur Krankenschwester zu absolvieren. Um einen kleinen Einblick in das Leben einer Krankenschwester zu bekommen, bewarb ich mich am örtlichen Krankenhaus um einen Praktikumsplatz in den Osterferien.
Den bekam ich auch und am ersten Tag wurde ich eingewiesen – zunächst bekam ich ein Schwesternkittel und dann wurde der Tagesablauf erklärt. Ich hörte freudig begeistert zu und dachte, daß ich dann gleich mal mit zur Visite dürfe…

Dieser Illusion wurde ich schnell beraubt – für mich hieß es die ersten 3 Tage Dienstzimmer putzen. Und ihr glaubt gar nicht, was man dabei alles falsch machen kann.

Der Köcher für die Stifte zum Notieren von Daten und Informationen steht RECHTS vom Schreibblock – Kerstin – rechts!
Ebenso die Schnur des Telefons – die liegt immer rechts vom Telefon – IMMER.
UM GOTTES WILLEN – das war der Putzlappen für Schreibtisch und Kommoden – den grünen nehmen wir, um die Schränke auszuwischen.
Die desinfizierten Urinflaschen doch NICHT RECHTS in den Schrank – jetzt können wir das alles noch einmal desinfizieren. Und zur Belohnung gab es einen Klaps auf den Arm (heute undenkbar und als körperliche Gewalt deklariert).

Ja, Schwester Dorothea war schon speziell und viele der Schwestern grinsten mich die ersten Tage mitleidig an und nickten verständnisvoll, wenn ich etwas planlos umherstand.

Nach drei Tagen durfte ich den Besuchern sagen, in welchem Zimmer ihre Angehörigen lagen, ich durfte Blumenvasen besorgen und bringen und ich durfte mit in die Küche, um die Mahlzeiten auf einem Wagen zu holen.

Am ersten Freitag war ich ziemlich geschafft und hatte mal einen Überblick – zumindest darüber, wie anstrengend es ist, gute 8 Stunden auf den Füßen parat zu stehen.

In der zweiten Woche wurde es dann spannend – ich durfte das Essen mit ausgeben und eine Patientin (eine sehr alte und kranke Dame) durfte ich sogar „füttern“. Sie mochte das Mittagessen nicht aber den Nachtisch liebte sie. Auch beim Trinken mit der Schnabeltasse war ich behilflich und wir verstanden uns wirklich gut.
Als ich eines morgens wieder beim Verteilen des Frühstückes half, war sie nicht mehr in ihrem Zimmer. Auf meine Frage, ob sie in ein anderes Zimmer gekommen sei, erhielt ich nur ein Nein. Und da wußte ich, was passiert war. Hat mich sehr mitgenommen.

In der zweiten Woche durfte ich dann auch mit zur Visite gehen und auch mal zuschauen, wie eine Spritze gesetzt oder eine Infusion angelegt wird. Zugucken konnte ich – hat mir nix ausgemacht.

Aber an einem der Tage fragte mich eine Patientin, ob ich ihr die Ohrringe anstecken könne, die ist zu zittrig und sie schafft es nicht. Und da hab ich festgestellt – ich kann das nicht. Ich hatte so Angst, ihr weh zu tun oder etwas falsch zu machen. Und von da an war klar, das mit der Krankenschwester ist nix für mich. Ich kann bis heute nicht jemandem anderen einen Ohrring anstecken, ich tu mir ja bei mir selbst schon schwer, wenn der Stecker nicht gleich vorn und hinten durchs Ohrloch geht, werde ich schon leicht nervös….

Wenn das jemand anders macht, ist das gar kein Problem für mich – da halte ich still und das macht mir nix aus – nur mir selbst „antun“ kann ich nichts…. dachte ich (Fortsetzung folgt).


Ständig Stress mit der Ex

Nein – nicht bei mir – ich habe KEINE Ex und mit meinem Ex habe ich keinen Stress, weil keinen Kontakt.
Über diesen Artikel bin ich gestern in der SZ gestolpert – es geht mal wieder um das Thema Schule und zwar um unangekündigte Exen – bei uns hieß das damals noch „Test“ oder „Arbeit“.

In diesem Fall gehts um das Schulzentrum in Neuperlach (München) – es wird sich von den Schülern ein Lernen ohne Angst, ein besseres Schulklima und weniger Druck gewünscht.
Am Mittwoch wird am Wittelsbacher Platz demonstriert: Gegen Exen und Ausfragen – für eine andere Art von Schule.


Um zu zeigen, daß Schule auch anders funktionieren kann, wollte die Stadt München eine Modellschule aufbauen: eine Schule für alle Kinder, ohne Noten, mit einem Blick auf ihre Stärken und nicht auf ihre Schwächen. Dies wurde jedoch vom bayerischen Kultusministerium im vergangenen Jahr abgelehnt.

Zu einer Pressekonferenz sagte eine 17 jährige Schülerin, daß es in den Schulen doch darum gehen sollte, das Schüler zeigen dürfen, was sie können und nicht beim „Ich erwische dich genau dann, wenn du etwas nicht kannst“.

Alleine zu dem Punkt fällt mir ein, daß man bei jeder Ex zeigen kann, was man kann – denn wenn man es kann, wird das mit einer guten Note bewertet. Und daß ein Lehrer Spaß daran hat, seinen Schülern mit „Ich erwische dich beim Nichtkönnen“ ist purer Unsinn. Das schlägt sich auf den Notenspiegel nieder und fällt im Schlimmsten Fall auf den Lehrer selbst zurück. Also diesen Punkt hätte ICH schon mal abgeschmettert.

Ich fange jetzt nicht wieder an mit „Wir haben damals auch…“ – doch… damit fange ich an: Bei uns gabs auch unangekündigte Tests mit dem positiven Erfolg, daß man gar nicht lange Angst vor dem Test haben konnte, weil der ja sehr spontan kam. Also nix mit stundenlangem Aufregen vorher. Da hieß es „Hefte raus“ und dann gings los.

Wenn ich mich richtig erinnere, waren diese Tests jedoch nicht so ausschlaggebend, wie Tests, die vorher angekündigt waren. Und auch da hatten wir manchmal Bammel, wie der Test ausging, weil man a) gelernt hatte, aber Angst hatte, das Gelernte nicht komplett abliefern zu können, b) man NICHT gelernt hatte (da sag ich: Selbst schuld) und c) nach dem Test die heißen Diskussionen anfingen „Was hattest du bei Aufgabe 2 als Ergebnis“ und man eben nicht auf dieses Ergebnis kam. Aber oft wurde – zumindest bei uns – dann der Lösungsweg als richtig anerkannt, auch wenn das Ergebnis dann nicht stimmte. Aber es gab eine bestimmte Punktzahl – sehr sozial und fair.

Zu dem Thema Schule ohne Noten: Wie wollen wir denn heute Leistung noch messen können? In dem wir eine Matheaufgabe „tanzen“ und ein Diktat „singen“?
Wie wollen denn genau diese Schüler später mal in ihrer Ausbildung und ihrem Job mit auch mal entstehendem Leistungsdruck klarkommen? Und der kommt ab und an einmal.

Man bekommt heute in fast jedem Job Ziele auferlegt, die man erreichen sollte/muß. Da kann ich mir die geforderten Zahlen auch nicht herbeitanzen – da muß ich dafür arbeiten. Auch mal unter Druck.

Meine Schulzeit ist ja nun doch schon länger her aber Angst hatte ich nie – vielleicht mal, wenn ich wußte, daß ein Test für mich nicht gut ausfällt. Und das zeigte mir dann eben, daß da noch etwas zu tun ist.

Chemie war der absolute Albtraum für mich – gerade da habe ich vieles, was ich nicht verstanden hatte, einfach auswendig gelernt – auf Kommando abgeliefert und dann sofort wieder vergessen. Und vieles war total unsinnig (in meinen Augen) aber es stand eben auf dem Lehrplan. Und da mußte wir durch.

Natürlich bin ich sicher, daß es heute in der Schule schon auch Stress gibt – den Schülern sehr viel abverlangt wird. Aber es zeigt sich auch immer wieder, daß dieser Stress auch oft von zu Hause gefördert wird – der Anspruch der Eltern an ihre Kinder. Man sollte das auch einmal von dieser Seite aus betrachten.

Heutzutage ist selbst ein Realschulabschluß (den habe ich) zumindest in den Augen manche Eltern nichts mehr wert. Die Kinder werden gedrillt,“zumindst“ ein Zwei-er Abitur nach Hause zu bringen – besser wäre natürlich die 1 vorne dran und – auf alle Fälle – danach ein Studium zu beginnen.

Tja – und DA sind wir beim Thema Notendruck, Stress in der Schule, Leistungsdruck. Von dieser Seite her wird das nämlich fast nie gesehen.

Des langen Geschreibsels kurzer Sinn: Natürlich ist der Druck in den weiterführenden Schulen heute ein anderer – aber es geht mit Sicherheit nicht darum, Schülern aus reiner Gemeinheit und Schikane ihr „Unwissen“ vor die Nase zu halten. Jeder kann mit seinem „Wissen“ ebenfalls überzeugen und das Unwissen kann durch gezieltes Lernen eben zu Wissen werden. Das ist ja der Sinn einer solchen Ex – nicht der, schlechte Noten zu verteilen.

Hanami: Die Kirschblüte im Olympiapark München

Jedes Jahr Ende März/Anfang April beginnt sie – die Kirschblüte. Und es gibt ganz tolle Plätze und Gegenden, wo man diese Kirschblüte bestaunen kann.

Ich bin seit Jahren zu dieser Zeit sehr gerne im Olympiapark in München unterwegs – aber nicht nur ich, sondern gefühlt 100 erte von Menschen ebenso.

Es ist aber auch jedes Jahr wieder besonders, herrlich zum Anschauen und die Farben sind einfach wunderbar. Das erste seichte Grün, die weiß-rosabarbenen Blüten, der blaue Himmel, die helle Sonne. Und wenn dann noch ein laues Windchen durch die Kirschblüten fegt und die Blüten wie rosa Schnee zu Boden fallen, kann man sich schon wirklich daran erfreuen.

Und zwischen den Kirschbäumen dann noch der Blick auf den Olympiaturm und das BMW Hochhaus:

Und passed zu „Hanami“ hat eine Münchener Datenschutzfirma – Enobyte – ein paar japanische Lampions in den Bäumen aufgehängt:

Ich bin dann einmal um den Olympiasee gelaufen und habe noch ein paar Fotos gemacht – auf den Olympiaturm kann man im Moment nicht, der wird restauriert. Aber auch von unten sieht er schon imposant aus.

Und dann hab ich doch auch noch tatsächlich ein paar auf dem Dach des Olympiastadions gesehen – ich glaube, das Dach wurde gereinigt oder es wurde etwas repariert.

Hier nochmal ein besonderer Blick auf das BMW Hochhaus:

Das war mein Freitag – ach – am Vormittag war ich zur MRT – Kontrolle – alles gut und alles so, wie es sein soll. Das Wartezimmer fand ich recht cool und kurzzeitig kam ich mir vor, wie im Aquarium 🙂

Einen schönen Sonntag abend euch und einen guten Start in die neue Woche.

Handys in der Grundschule – Fluch oder Segen?

Seit letzter Woche wird im Saarland diskutiert, ob es in der GRUNDSCHULE ein sogenanntes Handyverbot geben sollte.

Wir reden hier von der Grundschule und dem Schüleralter von ca 6 bis 10 Jahren. Ich bin schon am Überlegen, ob ich es gut finde, daß die Schüler in diesem Alter schon ein Handy haben müssen.

Ich verstehe ja die Eltern, die ganz einfach sagen „Ich will sehen, ob mein Kind heil in der Schule angekommen ist und ob es auch wieder gut nach Hause kommt“. Schlimm genug, daß man sich darüber heute wirklich Gedanken machen muß.

Ich fange jetzt nicht zum Erzählen an, wie wir früher zur Schule und wieder nach Hause gelaufen sind und daß unsere Eltern oft über Stunden nicht wußten, wo wir waren.

Die Zeiten sind heute leider ganz anders und gerade ich als totaler Aktenzeichen XY „Fan“ sehe so oft, wie unbedarft kleine Kinder oft sind und was alles passiert. Furchtbar. Von daher völlig richtig, wenn Eltern mit einer App sehen können, wo sich ihre Kinder gerade befinden.

Hier bei diesem Thema geht es jedoch um das Handy im Unterricht. Und ich finde, daß muss nun wirklich nicht sein. In der Schule gehört meiner Meinung nach die ganze Aufmerksamkeit der Lehrerin und dem Unterricht.

Die Diskussion, daß Kinder sich ja dann über das Internet auch „weiterbilden“ könnten und ein Handyverbot dafür sorgt, daß Deutschland weiterhin in der Pisastudie absackt, finde ich absolut daneben.

Ich stelle mir gerade einen Siebenjährigen vor, der unter dem Tisch in sein Handy „Wie geht Mengenlehre“ eingibt, weil er es im Unterricht nicht versteht. Davon abgesehen, weiß er doch im Zweifelsfall gar nicht, nach was er „suchen“ soll. Er soll den Lehrer fragen, ob der es nicht noch einmal wiederholen kann.

Davon abgesehen, daß – sind wir ganz ehrlich – sich die Kinder im Unterricht eher whatsapp schreiben oder irgendwelche Spiele spielen, anstatt sich weiterzubilden, finde ich ein Handy im Unterricht einfach nur als Störfaktur.

Und wieviele Kinder in diesem Alter haben denn bereits ein Handy – ich hab mal das world wide web befragt:

Rund 21 Prozent der 6- bis 9-jährigen Kinder in Deutschland besitzen bereits ein eigenes Smartphone. In der Altersgruppe der 10- bis 12-Jährigen sind es dann 86 Prozent.

Und was ist mit den Schülern, die kein Handy haben? Wie sollen die sich dann „während des Unterrichtes per Handy“ weiterbilden, was das größte Argument der Befürworter der Gruppe „Für die Handynutzung in der Grundschule“ ist?

Da brummt es wegen einer SMS hier, da plingt es wegen einer Whatsapp da und Mama schickt ne Sprachnachricht, daß Henry seinen Turnbeutel zu Hause liegenlassen hat, was der kleine Kerl natürlich schon bemerkt hat und nun in Unterhose beim Sportunterricht mitmacht (Ironie aus).

Ich finde es schlimm genug, daß heute Hausaufgaben von Schülern gemacht werden und dazu dann ChatGPT befragt wird. Ja Himmeldonnerwetter noch mal – gehts eigentlich noch? Hab ich alles schon erlebt bzw. gehört.

Bei aller Liebe zu Neuerungen und Modernisierung, Digitalisierung und KI / AI – wollen wir jetzt gar nichts mehr selbst tun und uns vom Internet bedienen lassen?

Ich frage mich wirklich, wie lange in der Schule die Lehrer noch vor der Klasse stehen und unterrichten.

Natürlich hat das „www“ ein riesengroßes Wissensspektrum und wie oft frage ich täglich einfach bei Wikipedia nach – wunderbar, was man alles lernen und was man an Informationen abfragen kann. Aber bitte nicht in der Grundschule bzw nicht IM UNTERRICHT.

Und wenn sich ein paar kleine Wißbegierige zu Hause langweilen oder mit dem Schulstoff etwas unterfordert sind, dann können sich Mama und Papa gerne mit hinsetzen und den Kindern zeigen, wie man sich welche Informationen holen und für sich nutzen kann.

Mein Fazit: Handy in der Grundschule – NEIN. Gerne in der Freizeit in einem gewissen Zeitmaß und am Abend vor dem Schlafen gehen gehören die Handys von Mama und Papa eingesammelt.

Die Freude an Kreativität: Mein Weg zum Kreativmarkt

„Kreativität ist Intelligenz, die Spaß hat“ – das soll Albert Einstein einmal gesagt haben. Ich finde diesen Spruch ziemlich genial und wenn Intelligenz und Kreativität mit Spaß verbunden wird, find ich das gleich doppelt gut.

Ich zähle mich ja durchaus auch zu den kreativen Menschen – alleine mein Job ist oft pure Kreativität. Deswegen wäre ich auch niemals wirklich glücklich in einem Bürojob gewesen – nein, besser gesagt, ich wäre niemals glücklich in MEINEM Bürojob geblieben – in der Buchhaltung und im Controlling.

Wobei ich manchmal auch schon ziemlich kreativ sein mußte, um Dinge gerade zum Jahresabschluß buchhalterisch noch irgendwie unterbringen zu können. Aber das war es nicht, was mich kreativ glücklich machte.

Ich sage manchmal zu Männe, daß ich schon mit Kopfschmerzen aufgewacht bin, weil ich 1000 Ideen habe, was ich heute machen könnte und die Kreativität in meinem Kopf drückt 🙂
Ob es ein Foto ist, das ich gedanklich schon gemacht habe, bevor ich die Kamera überhaupt in der Hand halte oder eben ein Foto so bearbeite, daß es zu etwas Besonderem wird – etwas, was ich heute malen oder basteln möchte, mir ein neues Muster zum Stricken einfallen lasse oder wie gerade zur Zeit, ich beim Gießen von Formen neue Techniken ausprobiere.

Mitte April haben sich eine Freundin und ich zu einem Kreativmarkt angemeldet – wir werden dort unsere „Kunst“ präsentieren. Wir beide haben in den letzten Jahren die Liebe zum Formen gießen entdeckt und leben die gerade aus. Meine Freundin hat sich auf wunderschöne Duftkerzen spezialisiert – sie gießt die Form für die Kerze und befüllt sie dann mit Wachs und ätherischen Ölen – wunderschöne Kerzen in tollem Design – zweifarbig und noch mit einem tollen Spruch beplottet.

Ich habe zu Weihnachten von ihr unter anderem auch solch eine Kerze bekommen und habe sie gleich gefragt, wo sie die denn gekauft habe – ich würde solche gerne mal verschenken. Ihre Antwort: Kann man (noch) nicht kaufen – sind noch nicht auf dem Markt – dafür aber von mir selbst gemacht.

Konnte ich kaum glauben – wirklich wunderschön. Naja – und nun haben wir uns entschieden, zu diesem Kreativmarkt zu gehen und unsere Sachen anzubieten und zu verkaufen.

Jetzt habe ich mich die letzten beiden Tage ins Zeug gelegt und mal angefangen zu produzieren – und beim Produzieren sind mir ein paar Ideen gekommen, die ich umgesetzt habe.

Und so schaut mein „Sortiment“ im Moment aus – ich mußte jetzt aufhören weil ich a) kein Raysin mehr habe, b) die Küche mal wieder in den Normalzustand versetzt werden mußte und c) ich auch mal wieder arbeiten muß, damit ich Geld verdiene, um unter anderem Raysin nachzu- kaufen:)

Aber das ist jetzt nur ein Hobby – ich werde jetzt nicht meinen Lebensunterhalt mit dem Gießen und dem Verkauf von Formen bestreiten. Es ist eine nette Abwechslung und mir kamen bei der Arbeit viele Ideen, die ich – nicht immer erfolgreich – umgesetzt habe.

Vieles ging zu Bruch, weil ich die Form zu früh aus der Silikonform herausgenommen habe oder sich das Raysin durch das Untermischen von verschiedenen Farben/Farbpigmenten verändert hat und nicht ordentlich aushärtet bzw. gar nicht fest wird. Ungleichmäßiges Eingießen ist auch so eine Sache, da gibt es dann Schattierungen, leichte Einkerbungen, wenn man das Raysin nach dem Eingießen nicht anständig von den entstandenen Luftbläschen befreit und und und…

Letztendlich macht es aber doch viel Spaß, ich erfreue mich an den gelungenen Projekten und werde nächste Woche noch mal in die Produktion einsteigen.

Hier mal ein paar „Produktfotos“:

Mein erster kreativer Versuch, Raysin-Formen mit der sogenannten Serviettentechnik zu verschönern – hmmm, ziemlich fisselig, die Serviette läßt sich nicht komplett glatt auf der Form auflegen und mit dem Kleber überpinseln – es gab ständig Unebenheiten und das Ergebnis gefällt mir nicht – zumindest ist es nicht so, daß ich es verkaufen möchte. Für den „Hausgebrauch“ ganz okay.

Hier war ich gestern von den Socken – die finde ich ja wunderschön. Raysin-Formen mit Silikonstempeln versehen (die habe ich aber wieder abgezogen) – Ausschuß hatte ich aber vorher auch, weil mir nicht einging, wierum ich diesen Stempel einlegen muß… Hin und her überlegt, mit der Struktur nach außen oder innen? Erst mal drei Tabletts „versaut“ weil falsch eingelegt. Eine Stunde Aushärtezeit und gut 600 Gramm Raysin verplempert. Frust hoch zehn gabs gratis dazu. Aber jetzt weiß ich, wie es geht 🙂

Hier noch mal österlich….

Hier hatte ich Raysin erst beige eingefärbt und etwas in den Formen verteilt, das aushärten lassen und dann noch mal normales Raysin drüber gegossen – gefällt mir auch richtig gut.

Hier in grün eingefärbt…

Und hier das Marmorierte – das find ich auch richtig toll – sieht aus wie richtiger Marmor. Hier habe ich flüssige Farbpigmente tröpfchenweise in das angerührte Raysin gegeben und nur mit einem Stäbchen leicht verrührt, so daß die Farbe nicht gleichmäßig verteilt wurde. Ich liebs!!!!Bei den runden Untersetzern habe ich erst das Raysin nur am Rand eingegossen und aushärten lassen, dann das marmorierte drübergegossen.

Und hier sind ebenfalls Formen, die ich einfach nur weiß gegossen habe, ich liebe die kleinen Döschen mit Deckel, die Häschen sowieso und der „Eierbehälter“ war mein letztjähriges Ostergeschenk an meine komplette Family – hat jeder bekommen, der es wollte oder auch nicht.

Tja, und jetzt mach ich mal eine kreative Pause, bis ich nächste Woche in die zweite Runde einsteige.

Ich werde berichten, ob sich der Kreativmarkt für uns (finanziell) gelohnt hat – die Formen hatte ich mir bis auf die Silikonstempel schon alle in den letzten Jahren zugelegt, das Raysin muß man eben kaufen, die Farbe auch und dann noch etwas Verpackungsmaterial, Seidenpapier etc…
Aber es geht – wie so oft – ja nicht nur um den Verdienst, es ist ein Tag, an dem wir bestimmt viel Spaß haben, neue Leute kennenlernen werden und wir uns einfach nur freuen, wenn ein oder zwei oder drei oder mehr Teil(e) über den Tresen gehen. Und es ist eine Erfahrung mehr. Genau!

Seid ihr mit selbstgemachten Dingen schon mal auf so einem Kreativmarkt gewesen? Was habt ihr zum Verkauf angeboten oder präsentiert? Oder besucht ihr solche Kreativmärkte? Wie waren eure Erfahrungen? Hat sich das für euch gelohnt?

Skifahren 2025 Seiser Alm

Wie seit vielen Jahren waren wir dieses Jahr zum Skifahren wieder im März auf der Seiser Alm.
Warum März? Weil es a) vom Wetter her (meist) schöner ist, b) die Lifte länger offen haben und c) man auch hier schon ne Prise Frühling bzw. Sonnenschein tanken kann.

Nachdem die Wettervorhersage für unsere Woche nicht sooooo ideal, der Sonntag (noch) schön angesagt war, machten wir uns früh auf die Socken und kamen auch super gut durch. Unsere Bedenken, vorm Brenner an der Luegbrücke im stundenlangen Stau zu stehen, weil die Brücke saniert wird und im Moment nur einspurig zu befahren ist, trat nicht ein. Die Brücke wird zwar saniert, aber am Wochenende ist sie weiterhin zweispurig zu befahren. Wir kamen flott durch und waren nach 2 Stunden und 40 Minuten auf der Seiser Alm.

Hier von unterwegs aus sieht es ja noch so gar nicht nach Skifahren aus – aber ein paar Meter weiter oben….

Kurz im Hotel eingecheckt, Zimmer war schon frei, schnell in die Skiklamotten gesprungen und schon waren wir auf der Piste.

Von unserem Hotel bzw. Skikeller kommt man direkt auf die Piste und das ist unheimlich wertvoll. Auch an Tagen, an denen das Wetter nicht ideal erscheint, man fährt einfach mal schnell los und kann dann immer noch sehen, ob es geht oder nicht. Ich muß nicht erst die Ski auf den Rücken schnallen und loslaufen – es geht direkt vor dem Hotel los – verwöhnt sind wir in dieser Beziehung jetzt doch schon sehr

Unsere Freunde aus Berlin waren am Samstag angereist und schon auf der Piste -wir telefonierten uns zusammen und trafen uns dann am Spitzbühel – und unsere neuen Bekannten aus München (die hatten wir letztes Jahr kennen gelernt) waren auch schon da. Große Wiedersehensfreude und dann fuhren wir los.

Herrliche Pisten, tolle Schneeverhältnisse, Sonnenschein am Himmel, gute Laune bei uns – was will man mehr. Und gleich mal eine der tollen Kutschen gesehen…

Wir fuhren wirklich viel und flott und kamen am ersten (halben) Tag schon auf knapp 24 Pistenkilometer – für den Anfang recht gut.

Hier der Monte Piz, dessen Piste direkt an unserem Hotel (3. Foto) entlang geht (Ilka, du kennst es ja :))Es ist wirklich so herrlich, die Treppen aus dem Skilift hochzugehen und vom Hotel gleich auf die Piste zu gelangen und von der Piste eben fast direkt in den Skikeller.

Am Montag früh sah es gleich mal so aus:

Schneefall und kaum Sicht- wir frühstückten erst mal gemütlich…

…und zogen dann trotzdem los: Unsere Freunde aus Berlin fuhren an „ihrem“ Hausberg und wir rutschten bei uns etwas umher. Sicht war immer wieder mal besser und dann wieder schlechter, aber zum im Hotel bleiben wars einfach nicht schlecht genug 🙂

Nachdem wir bis gegen 16.30 Uhr gefahren sind, gings wieder gen Hotel und ins hoteleigene SPA, Sauna und Indoor-/Outdoorpool machen hier richtig Freude.

Am Dienstag zog es auch erst wieder umeinander, dann aber kam die Sonne raus und wir hatten richtig Spaß – sogar die Alphornbläser kamen zu unserem Hotel und unterhielten die dortigen Sonnenanbeter gut – wir kamen kurz vorbei und dann zog es uns auch schon gleich wieder auf die Piste.

Wir sind dann einen Lift gefahren, da sah es noch recht gut aus. Als wir im Lift saßen und losfuhren, wurde es mit jedem Meter düsterer und „undurchsichtiger“. Oben angekommen mußtest du höllisch beim Ausstieg aufpassen, daß du keinen umfährst – wir haben die Hand vor Augen nicht mehr sehen können.

Gut- nun waren wir ja oben, nutzt ja nix, also los und in seeeeehr gemäpigtem Tempo den Berg runter, immer an der Liftspur entlang, da hat man zumindest die Abgrenzung erahnen können. Ich hab auf der Piste laut gesungen, wenn man mich schon nicht sieht, sollte man mich wenigstens hören 🙂
Aber irgendwie gings und irgendwann lachst du einfach auch nur, weil Heulen und schlechte Sicht keine Option sind.

Wir kehrten dann in die Sanon- Hütte ein und dort gabs einen wohlverdienten Kaiserschmarrn – war der lecker.

Mittwoch war es dann ganz gruselig und Männe und ich gingen spazieren, erst den Monte Piz hinunter, dann gings mit dem Lift wieder hinauf und wir liefen oben noch ein gutes Stück.

Und wenn man schon keine großen Aktivitäten an den Tag legt, muß man sich zumindest abends noch etwas gutes tun – taten wir:

Donnerstag sah das Wetter wieder etwas besser aus und wir waren auf den Hausbergen unserer Freunde unterwegs – bis dahin hatten wir es in diesem Jahr noch gar nicht geschafft. War sehr schön aber auch dort holte uns die schlechte Sicht und ein wirklich eeeeiiiiisssskalter Wind schnell ein und wir wollten nur noch nach Hause.

Es ist unglaublich, wie schnell sich das Wetter in den Bergen wandelt – von total sonnig auf kaum mehr Sicht und der Wechsel im Minutentakt.

Am späten Nachmittag genossen wir unser SPA:

Freitag wieder zunächst „Suppe“ und wir vergnügten uns mit Triomino und Rummikub:

Es hatte in der Nacht richtig heftig geschneit und die Pisten waren leider nicht wirklich gewalzt, denn das passiert ja am Abend vorher. Von daher nicht so „mein Skifahr- Wohlfühlfeeling“. Männe fuhr am Nachmittag nochmal los und ich marschierte eine Runde und erlebte auch hier wieder, wie sich das Wetter minütlich ändern kann.

Irre, oder?

Den späten Nachmittag verbrachten wir wieder im SPA und Samstag war das Wetter auch nicht gut – heftiger Schneefall – da bringst du mich nicht auf die Brettln.

Wir hatten noch einen gemütlichen Tag, packten unsere Koffer und brachten das Skizeugs schon ins Auto – genossen noch einen letzten Abend mit wunderbarem Essen und einem Absacker an der Bar und marschierten zu Bett.

Am nächsten Morgen noch ein gemütliches Frühstück und dann gings gen Heimat. Auch die Heimfahrt gestaltete sich unproblematisch, wir waren flott zu Hause und ab Montag hatte uns der Alltag wieder.

Schön wars – wenn auch skifahrmäßig nicht ganz so aktiv wie all die Jahre zuvor, aber Spaß hat es gemacht und für nächstes Jahr ist auch schon wieder gebucht – diesmal mit „besserem“ Wetter 🙂

„Wer eine Jogginghose trägt,

…. hat die Kontrolle über sein Leben verloren“. Wer kennt sie nicht, die schon auch sehr provokante Aussage von Karl Lagerfeld.

Ich bin gestern nachmittag in unser Einkaufszentrum marschiert und habe noch ein Geschenk für unsere abendliche Einladung bei Freunden geholt. Die besten Ideen hat man ja wirklich meist kurz vor knapp.

Tolles Wetter, Sonnenschein, relativ warm – also lassen wir das Auto stehen und laufen- knapp 25 Min hin und auch wieder zurück. Und schon auf dem Hinweg ist es mir aufgefallen: Unheimlich viele Menschen – meist Jugendliche – in Jogginghosen – waren unterwegs.

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Und nein, sie waren nicht joggen, sie waren einfach draußen, haben sich getroffen, sind – wie ich – einkaufen gegangen. Es sind mir auf meinem Weg nach Hause mindestens 20 Leute aufgefallen, die Jogginghosen trugen.

Niemals – niemals niiieee nicht – würdest du mich so zum Einkaufen antreffen. Ich weiß eigentlich gar nicht, was ich dazu sagen soll. ICH würde mich in Grund und Boden schämen – schreibe ich gerade und sitze mit bequemer Leggings und Tshirt im Wohnzimmer.

Aber HALT – das finde ich etwas ganz anderes – ich mag es auch leger und bequem, wenn ich zu Hause bin. Da bin ich unter „mir“ bzw. unter „uns“
Auch finde ich eine Leggings noch mal etwas anderes als eine Jogginghose mit ausgebeulten Knien oder – das Schlimmste überhaupt – unten am Beinende das „Bündchen“ – nicht zu vergesen der Hintern, der kurz über den Knien ausbeult. Entsetzlich (meine Meinung).
Und wenn ich am abend in der Leggings und im Tshirt auf der Couch sitze und es klingelt, springe ich schell los, ziehe mich „anständig“ an und öffne dann erst die Tür – weil ich mich wahrscheinlich im legeren Look „unter anderen“ wohl auch nicht so wohl fühle.

Versteht mich nicht falsch, Bequemlichkeit in den eigenen vier Wänden ist total in Ordnung und auch salonfähig – aber draußen in der Öffentlichkeit damit herumzuspazieren, finde ich echt grenzwertig. Hinterläßt bei mir einen „Schludereindruck“ – ich will nicht sagen „respektlos“ – einfach schluderig.

Ich finde sowieso, daß sich das Bild, was man nach außen trägt, schon sehr verändert hat. Hat man sich früher fast schon „aufgestrappst“, um nach draußen oder zum Einkaufen zu gehen, ist es heute oft so, daß man sich denkt, je legerer und bequemer, desto besser.

Aber vielleicht ist es auch nur eine Modeerscheinung und die Mode hatte ja schon auch in unserer Zeit leichte „Ausfälle“ – ich erinnere an Schulterpolster oder Keilhosen in Stiefeletten oder „College Schuhe“ – kennt ihr die noch? Gruselig.

Sehr oft fallen mir auch Jogginganzugträger am Flughafen auf – für den 8 Stunden Flug in die Dominikanische Republik oder nach Thailand auch sehr begehrt und genutzt.

Von daher finde ich Lagerfelds Aussage schon auch ein wenig passend – und ich denke, er meinte das auch in Bezug auf Jogginghose in der Öffentlichkeit.

Zum guten Schluß: Leben und leben lassen ist die Devise – wenn sich die Menschen in Jogginghosen in der Öffentlichkeit wohlfühlen, dann ist das so und ich kann ja wegsehen. Und darüber geschrieben habe ich auch nur, weil es mir gestern extrem aufgefallen ist.

Ich kann es nicht mehr hören….

und auch nicht mehr sehen (im Fernsehen). ver.di und seine ewigen Forderungen nach mehr Geld für den öffentlichen Dienst.

„Mehr Erholung – mehr Geld“ – die Forderung von 8 oder sogar 12 % mehr Gehalt auf der Seite von ver.di und auf der anderen Seite die Arbeitgeber, die klar und deutlich sagen: Wir können das nicht bezahlen. Weniger Arbeiten und mehr Geld auf dem Konto: Genau mein Humor.

Die Beschäftigten im Öffentlichen Dienst haben gerade zum 01.02.2025 eine Gehaltserhöhung von 5,5% erhalten. Und nun stehen sie schon wieder auf der Straße und fordern 8% mehr Gehalt? Und mehr Erholung???? Ernsthaft?

Die Begründung: alles wird teurer, die Inflation…. – und ihr glaubt, mit den 8 bzw 12 % Gehaltserhöhung ist das dann erledigt? Wer bezahlt das denn? Genau – wir alle. Auch wir, die nicht im öffentlichen Dienst arbeiten und keine 8 bzw. 12% mehr Gehalt bekommen. Denn eure Forderung wird auf uns alle umgelegt. Siehe Preiserhöhung überall.

Hier mal eine Statistik des öffentlichen Dienstes – und hier sind wir erst bei 2018:

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In den letzten zehn Jahren hat die Gewerkschaft ver.di in verschiedenen Branchen unterschiedliche Lohnerhöhungen gefordert. Hier sind einige Beispiele:
2023: Für die Deutsche Post forderte ver.di eine Lohnerhöhung von 15%.!!!!!
2024: Gemeinsam mit dem Beamtenbund dbb verlangte ver.di für den öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen eine Gehaltserhöhung von 8 % oder mindestens 350 Euro pro Monat.
2025: In den aktuellen Verhandlungen fordert ver.di für den öffentlichen Dienst eine Lohnerhöhung von 8 % oder mindestens 350 Euro pro Monat.

Und das Resultat? Gerade haben wir das bei der Deutschen Post gesehen – 5.000 Stellen werden abgebaut. Gaaanz gut gemacht – auf der einen Seite bekommt ein Teil mehr Geld – ein anderer Teil geht jetzt nach Hause und bekommt KEIN Geld mehr.

Was macht denn der kleine Bäcker um die Ecke? Der kleine Tante Emma Laden?

Der Betreiber des Ladens, der ständig teurer werdende Ware einkaufen muß, der 10 Stunden am Tag hinter dem Laden steht – das Ganze 50 + Stunden in der Woche und den ständigen Konkurrenzkampf gegen den Supermarkt führen muß. Der bekommt doch bei der Forderung „Mehr Erholung – mehr Geld“ einen Schreikrampf und fragt sich im schlimmsten Fall, wie blöd er doch eigentlich ist, seinen Laden weiterhin zu betreiben.

Ich habe kein Verständnis für die momentane Situation – der deutschen Wirtschaft gehts so schlecht wie schon lange nicht mehr und wir fordern ständig und überall Gehaltserhöhungen – auch wenn es zu Lasten von Arbeitsplätzen geht. „Ich habe jetzt monatlich mehr Geld – du hast leider keinen Arbeitsplatz mehr“… vielleicht sollte sich ver.di DARÜBER einmal Gedanken machen…

Nostalgie….

„Großvater – kannst du net obi kumm‘ auf an schnelln Kaffee
Großvater – i wui dir so vui sogn, wos I erst jetzt versteh‘
Großvater – du worst mei erster Freind und des vergiss I nie
Großvater…
(Text: Gert Steinbäcker/Song: STS)

Heute ist bei mir etwas Nostalgie angesagt 🙂
Mein Opa wäre heute 109 Jahre alt geworden – er ist 2008 gestorben. Ich denke noch öfters an ihn – wir hatten eine tolle Zeit und ich bin sooo dankbar, daß ich ihn sehr lange hatte. Opa, ich denke heute ganz besonders an Dich: Happy birthday in heaven.

Andere Nostalgie – kennt Ihr diese Bonbons noch?

Ich kann mich noch an unseren kleinen Kramerladen im Heimatörtchen erinnern – das war der „Krehan“ bei uns um die Ecke. Ein winziger Laden aber vollgestopft mit allem, was man so braucht. Butter, Käse, Quark, Gemüse, Obst, Konserven, Knabberzeugs und Süßigkeiten. Natürlich gab es damals längst nicht die Auswahl, die wir heute hatten, deswegen hat er auch alles in seinem Laden unterbringen können.

Vorn an der Kasse gab es ein großes Glas dieser Bonbons und ich bekam immer eines geschenkt, wenn ich eingekauft und bezahlt hatte. Ich hab die geliebt (und liebe sie heute noch – habe sie durch Zufall letztens bei Rossmann gesehen und mußte mir eine Tüte mitnehmen).

Zitrone war meine Lieblingssorte, ein wenig traurig war ich, wenn ich Kirsch in die Hand gedrückt bekommen habe. Ich bin sicher, heute würden die Kinder sagen, daß sie das nicht so mögen und ob es vielleicht lieber Zitrone sein darf. Hätte ich mich niemals getraut.

Meine Lieblingstante ist „schuld“ an meiner Liebe zu allem, was mit Zitrone zu tun hat. Ich esse fast nur Zitroneneis, wenn ich mal Eis esse – mittlerweile geht auch Joghurteis. Weil meine Tante selbst gerne Zitroneneis gegessen hat, hat sie – wenn sie mit mir unterwegs war – mir auch immer ein Bällchen Zitroneneis spendiert.

Geschmacklich haben sich diese Bonbons nicht verändert – glaube ich zumindest. Gibts ja oft, daß die Firmen sich den „Bedürfnissen“ der Kunden angleichen und dann diverse Geschmacksveränderungen vornehmen oder Artikel ganz aus ihrem Sortiment streichen und durch „Schoko-Chilli-Pfeffer-Salz-Karamell-Weißwurst-Geschmack“- Artikel ersetzen. Nee. nicht mit mir.

Früher war es ein Gefuchtel, bis du das Bonbon im Mund hattest, das bunte Papier aufgeknibbelt und du dachtest „rein in den Mund“. Nein – um das Bonbon war nochmals ein weißes kleines Papier, welches oft furchtbar am Kaubonbon an sich klebte. DAS hat man jetzt nachhaltig weggelassen. Gut!

Und weiter gehts in der Nostalgie – vor 14 Tagen war ich in der Apotheke. Bei uns im Einkaufszentrum ist eine „Sani Plus“ Apotheke, in der steht man sich einen Wolf, bis man dran kommt. Unter 15 Minuten, bis man wieder draußen ist, geht da selten etwas.

Gut – ich stehe so und gucke entnervt und da sehe ich doch das:

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Wer kennt es noch? Habe ich als Kind literweise trinken „müssen“ und das hat sooo gut geschmeckt. Ziemlich süß, aber lecker. Musste ich mitnehmen und hab es mir zu Hause gegönnt. Schmeckt immer noch sehr gut.
Da würde sich heute wahrscheinlich jeder Arzt schütteln, wenn man ihm erzählt, daß man das literweise getrunken hat..“Der Zucker, die Kalorien, Fruchtzucker…. gaaanz schlecht“

Was ich damals auch noch zu mir nehmen musste, war „Sanostol“ – das war schrecklich. Klebrig süß und dickflüssig. Boah – da war mir schon alleine bei dem Gedanken an den Eßlöffel, den ich morgens vor der Schule nehmen mußte, ganz anders. Ich hab heute noch den Singsang von der Werbung im Ohr – Sa – nos – tol….. Und die Kinder in der Werbung guckten ganz verzückt. Unbegreiflich.

Und dann hat man früher auch noch ganz viel gestrickt – und auch oft „Fürbes“ – kennt ihr den Begriff? Ich weiß nicht, ob es hessisch ist oder vielleicht sogar „Schlüchternerisch“ – das sind Socken.

Und ich hab meine Liebe zur Sockenstrickerei wieder neu entdeckt – als ich krank war, hab ich mal wieder angefangen, das erste Paar war so „lala“ – mittlerweile gehts recht gut und auch die Ferse, die für manche ein Problem ist, ist wirklich einfach zu stricken.

Läuft bei mir gerade in Serie – das Sockenstricken – bei dem Abendprogramm im Fernsehen für mich überhaupt kein Verzicht und da hock ich mich doch lieber mit meiner Wolle und meinem Nadelspiel hin und stricke los. Eine Socke am Abend ist gar kein Problem.

Und steigerungsfähig ist das Ganze auch noch mit einem Zopfmuster:

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Und es macht so Spaß, weil es wirklich schnell gestrickt ist und man das Ergebnis auch gleich anziehen kann. Meiner Mum hab ich schon ein Paar versprochen und es bekommt jetzt jeder, der sie will oder auch nicht, zur nächstbesten Gelegenheit ein paar selbstgestrickte Fürbesse geschenkt.

Ich habe mir schon die nächsten Muster rausgesucht und eventuell bringe ich auch noch etwas Farbe ins Nadelspiel – so eine andersfarbige Ferse und Spitze sehen bestimmt auch gut aus. Ich werde berichten und vorstellen 🙂

Ich finde es toll, daß gerade Stricken wieder etwas in Mode kommt – es ist so herrlich, etwas Selbstgemachtes zu verschenken, da steckt so viel Herzblut und Liebe und vorallem Zeit dahinter. Aber aufgepasst – nicht jeder schätzt und wertschätzt solche Arbeiten. Aber ärgert euch nicht drüber – manche Menschen wissen eben nicht, wie viel Zeit dahinter steckt. Auftrennen, weil man sich verzählt hat, nach 15 Runden feststellen – uupss – da ist ja eine Masche verlorengegangen…ach Mist, der Bund ist doch etwas eng…..

Egal- ich weiß, wer diese Arbeiten schätzt und genau der bekommt dann so etwas.

Euch allen einen schönen Donnerstag – das Wochenende steht schon fast vor der Tür.

Oha – über drei Wochen…

hab ich nix mehr von mir hören lassen – gibts ja fast gar nicht. Es war aber richtig was los hier.

Als erstes habe auch ich die Männergrippe überstanden – nach einer Woche war ich wieder fit. Aber ich stelle auch erschreckt fest, daß man und auch Frau sich nicht mehr so schnell erholt, wie noch vor einigen Jahren. Drei Tage richtig im Bett gelegen und dann noch ne gute Woche „so“ rumgelungert. Aber nutzt ja nix.

Aber ich hab nicht nur faul rumgelegen, ich habe in der Zwischenzeit auch eine tolle Fotoreportage mit unserer bayerischen Staatsministerin für Gesundheit, Pflege und Prävention – Judith Gerlach – und unserem Bundestagsabgeordneten Dr. Wolfgang Stefinger machen dürfen.

Sehr interessant, wo es bei uns beim Thema Pflege und Pflegepersonal mangelt bzw. wie sich hier Theorie und Praxis deutlich im Wege stehen. Ganz zu schweigen von der immensen Bürokratie, die die Pflegedienste zum Pflegen der Menschen noch zu erledigen haben. Und gerade das ist ein THEMA, daß uns alle irgendwann – früher oder später – sehr am Herzen liegen muß und uns auch betreffen wird.

Dann war ich mit meinen Mädels unterwegs und wir verbrachten einen tollen Abend in der Keramikothek. Das ist ein Laden mit ganz vielen verschieden Keramikartikeln, Schüsseln, Tassen, Behälter, Tee-/Kaffeekannen, Tellern und und und…
Wir verbrachten einen lustigen Abend mit Bemalen eines von uns ausgesuchten Artikels – da gibt es ganz verschiedene Praktiken. Entweder man malt drauf los oder verziert seinen Teller mit der „Blubber- oder Tupftechnik“, der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Danach wird das Stück gebrannt und nach 10 Tagen kann man es sich wieder abholen.

Mein „Kunstwerk“ sieht so aus:

Bin richtig stolz drauf 🙂

Dann war ich bei meinen Eltern in der Heimat zum Fasching. Freitags angekommen, in der Nacht entsetzliches Sodbrennen und Magenschmerzen, der richtige Zeitpunkt, um am nächsten Abend quietschvergnügt in einer Faschingsveranstaltung zu sitzen. Aber Mamas Tee und tatsächlich 3 Stunden Schlaf am Nachmittag sorgten dafür, dass ich/wir einen lustigen Abend hatten. Sehr lange war die Sitzung und den ein oder die andere Nummer oder Sketch hätte man meiner Meinung nach weglassen können. Aber man ist heute ja froh, wenn sich Leute engagieren und Beiträge liefern. Und außerdem ist es Ansichtssache.

Bewundernswert finde ich immer wieder die Tanzeinlagen – gerade die Minis find ich sooo goldig und wenn sie dann stolz wie Bolle auf der Bühne stehen und bei der namentlichen Vorstellung total begeistert „Helau“ schreien und ihre Ärmchen in die Luft werfen – zum Niederknien.

Und nachdem wir in der Keramikothek schon so kreativ waren, habe ich auch mein Geburtstagsgeschenk von einer Freundin eingelöst – ein gemeinsamer Abend in der Perlerie in München.
Hier gab oder gibt es Hunderttausende von Perlen in sämtlichen Variationen und Farben. Man bekommt hier eine Art Tablett und legt dort die Perlen in der Reihenfolge, in der man sie als Kette oder Armband auffädeln will, ab. Und dann fädelt man auf und verknotet. Fixiert das Ganze dann noch mit einer „Quetschperle“ und schwupps – fertig ist das Armband…..

…wenn man sich dann mal endlich über Farbkombination und Reihenfolge der Perlen entschieden hat – das hat bei mir schon mal knapp 20 Minuten gedauert. Ich bin in dem Laden auf und ab gelaufen und hatte so gaaar keine Idee. Aber – wenn man sich dann endlich mal entschieden hat, dann gehts…

Damit ihr eine Ahnung habt, von was ich bei Menge und Farbe der Perlen spreche:

Und das ist nur eine kleine Auswahl.

Letzendlich wurden es dann für mich diese beiden selbst kreierten Armbänder:

Und am Samstag waren wir bezüglich Bundestagswahl noch auf der Schlußkundgebung im Löwenbräukeller. Super Reden, feurige Ansagen – ein gigantisches Schlußplädoyer aller drei Politiker.

Gestern abend habe ich dann auf einer Wahlparty fotografiert und in der letzten Stunde dann auch mitfeiern dürfen. Also, es war wirklich was los hier in den letzten drei Wochen. Und wenn ich mir überlege, daß der Februar jetzt auch schon bald wieder rum ist, wird mir Angst und Bange.

Ja, und bis Du Dich verguckt hast, sind drei Wochen ins Land gegangen. Die Zeit rennt und manchmal denke ich, ich kann kaum Schritt halten. Aber man kann sie nicht aufhalten und das ist auch gut so.

So, jetzt hoffe ich, daß ich die Zeit habe, mich wieder etwas mehr hier zu melden, fehlt mir schon irgendwie, die Schreiberei. Aber manchmal kommt einfach das Leben dazwischen und da fehlt dann halt einfach die Zeit.