Wer beim Nähen pennt, der trennt…

Ich nähe seit einiger Zeit – angefangen hat das vor vielen Jahren, da haben mir meine Eltern zu Weihnachten eine Nähmaschine geschenkt. Damals war ich wild entschlossen, mir meine Kleidung selbst zu nähen – ein kurzer Vorausblick in diverse Schnittmuster, Erfahrungen mit falsch ausgeschnittenen jener und einige nicht sehr schöne Ergebnisse haben mich davon ganz schnell wieder abgehalten. Ich will nicht sagen, daß ich es nicht doch einmal wieder versuchen werde, aber dazu muss ich mir noch sehr viel mehr Geduld und vorallem Genauigkeit aneignen – nicht schnell husch husch – das funktioniert beim Nähen schon mal gar nicht. Lektion ausreichend gelernt. Nach diesen Erfahrungen hatte ich die Nähmaschine auch erst mal wieder in den Keller verbannt.
Vor einigen Jahren habe ich mir eine neue brother Nähmaschine gekauft. Funktionierte bis kurz vor Weihnachten super und damit hatte ich diverse Erfolgserlebnisse. Was mir wirklich Spaß macht, ist das Nähen von – ich nenne es mal Kleinigkeiten: Kosmetiktäschchen, Utensilos, Aufbewahrungsmäppchen, kleine Säckchen, Deko zu Ostern und Weihnachten etc. So etwas ist wirklich relativ schnell genäht und immer wieder eine nette Idee zum Verschenken. Und es ist selbstgemacht. Anfang Dezember gab meine Nähmaschine ihren Geist auf. Keinen Mucks machte sie mehr. Ja was nun? Reparieren lassen oder – was ich schon länger im Hinterkopf hatte – sich eine noch etwas bessere Maschine zulegen? Das Objekt der Begierde hatte ich mir bei amazon schon rausgesucht. Für alle Fälle. War das nun so ein Fall? Diskussionen mit Männe „Brauchst du wirklich eine neue Nähmaschine?“ Brauchen – was heißt brauchen? Was braucht man wirklich? Ich hätte sie halt gerne. Gut. Ich war dann schon nah dran, diese bei Amazon zu bestellen, da sagte mir meine Nachbarin, ich solle doch mal vor Ort hier zum Nähmaschinenhändler gehen und mir diverse Maschinen erst einmal anschauen. Hat sie unbedingt recht. Ich also – zu Pandemiezeiten mit vorher ausgemachtem Termin – dort hinmarschiert und was soll ich euch sagen: So eine tolle Beratung, tolle Aufklärung und vorallem mit einer solchen Sympathie gegenseitig, daß ich nicht nur hier mit einer neuen brother innov-Is A150 sondern auch noch mit einem GESCHENKTEN Anstecktisch (kostet normal 80 Euro) und einer Tasche voll mit Stoffen, zwei Nähzeitschriften und einem Kasten Mon Cherie aus dem Laden gehoppst bin. Daß der Preis nicht so wie bei amazon ist, war klar, dafür habe ich einen Laden in der Nähe, der mir die Maschine bei Bedarf kurzfristig repariert. Und die 70 Euro „Aufpreis“ habe ich gerne bezalt – zumal ich mit viel mehr Gegenwert aus dem Laden rausspaziert bin. Der Geschäftsbesitzer, Herr Gerber meinte, daß ich immer anrufen kann, er könne manchmal das Problem schon am Telefon lösen. Wo gibts denn noch so etwas? Das Nähmaschinenzentrum München kann ich wärmstens empfehlen.
Tja und wenn ich so nähe, orientiere ich mich sehr oft an youtube videos – zb. von „Haus mit dem Rosensofa“, „Sew simple“ oder „diy Eule“ und „Pattydoo“. Der Vorteil: die Mädels zeigen jeden Schritt, man kann ihnen sogar an die Nähmaschine folgen und die Videos sind oft genau so lange, wie es dauert, das Nähteil fertig zu stellen. Oft hat man dann in 30 Minuten schon ein kleines Täschchen und man näht vor lauter Begeisterung das zweite und dann auswendig und ohne hinzusehen das dritte….. Und daaaaa…. passiert es mir oft: Irgendetwas nicht beachtet, falsch überlegt (z.B. beim Reißverschluß einnähen)… das Teil ist fertig und ich wende es voller Begeisterung: Ich hatte schon die Vlieseline im Täschchen innen anstatt den Innenstoff – der Reißverschluß endete nicht da, wo er sollte, der Außenstoff war nicht richtig mit dem Innenstoff vernäht. Also husch husch geht beim Nähen gar nicht. Auch zu Beachten: Wenn du das „Nähgut“ gut bügelst, ist es auch schon fast halb genäht. Die Nahtzugabe von der Wendeöffnung läßt sich viel einfacher schließen, wenn sie schön glatt und ordentlich gebügelt ist. Und so lerne ich mit jedem Teil dazu und es macht einfach Spaß. Du kannst in einer halben Stunde ein kleines Utenislo fertig gestellt haben oder ein kleines Kosmetikäschchen.
Und weil wir gerade beim Thema sind: ich bin jetzt mal kurz weg – beim Nähen.

Selbstgenäht !!!

Veröffentlicht von Kerstins Reisefotos und mehr...

Reisefreudig, Fotografie-süchtig, fast immer gut gelaunt, Optimistin... Fotografie ist mein Leben - meine Leidenschaft - mein Yoga

Ein Kommentar zu “Wer beim Nähen pennt, der trennt…

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