Martinique Reisebericht: Besichtigung von Rum- und Bananenplantagen

Wärend wir selig in unseren Kojen lagen und schliefen, schipperte die Mein Schiff 3 ruhig und gemächlich Martinique an.
Während Barbados von seinen Bewohnern liebevoll als „Little England“ bezeichnet wird und teatime und English breakfast hier zu Hause sind, ist Martinique ein französisches Übersee- Département und damit ein voll integrierter Teil Frankreichs und der EU. Der Euro ist hier offizielles Zahlungsmittel.

Also – Bonjour Martinique – hier die Inselhauptstadt mit Hafen und Kreuzfahrtterminal Fort-de-France.

Nach dem Frühstück – wir gehen zum Frühstücken immer ins Restaurant „Anckelmannsplatz“ – hier ist freie Tischwahl und Frühstücksbuffet. Nachdem wir beide keine großen Frühstücker sind, tut es uns eine Tasse Kaffee/Tee, eine Scheibe Brot und etwas Obst. (Waren das noch Zeiten – heute heisst es selbstgemachtes Müsli mit Joghurt und Obst uuund natürlich die heissgeliebte Tasse Kaffee/Capuccino – wobei das a) gesünder und b) sehr lecker ist.

Unser Ausflugsziel heute war die Besichtigung einer Bananenplantage und die Clément Rumplantage – beides Haupterzeugnisse von Martinique.
Zunächst ging es mit dem Bus zur Rumplantage.

Die Destillerie Habitation Clément wurde 1887 durch den Mediziner und Politiker Homère Clément gegründet. Die verschiedenen auch in den USA verkauften Rumsorten wurden bald weltweit hoch gelobt. Das Gut liegt in Martinique südlich von Le François, ist umgeben von Zuckerrohrpflanzungen und wird durch den 16 Hektar großen angelegten Park mit über 300 tropischen Pflanzen geprägt.
Die Zuckerrohrpresse, die Dampfmaschine und die Destillationsanlage wurden 1988 außer Betrieb genommen und 2005 wieder restauriert.

Die Anlage ist aber nicht funktionsfähig und kann nur bedingt einen Eindruck über die Rumerzeugung geben. Heute wird der Zuckerrohr außerhalb des Anwesens gepresst und weiter zu Rum destilliert. Die Rumlagerung in Eichenfässern erfolgt auf dem Gutsgelände.


Die Lagerhäuser können besichtigt werden. Die Rumabfüllung erfolgt ebenfalls auf dem Anwesen, ist aber nicht für die Öffentlichkeit zugänglich. (Informationen von: Rum Company)

Es gibt ja wirklich viele Rumsorten und nicht jeder muß zwingend „brennen“ (auch nicht im Hals). Hier dieser war wirklich fast likörartig und hat fein geschmeckt.

Weiter gings zu einer Bananenplantage und wir wurden in einem Bähnchen durch die Plantage gekarrt.

Wir machen uns hier keine Gedanken, wieviel Arbeit solche Bananen machen, bis sie bei uns im Supermarkt in der Obstabteilung liegen. Mein Respekt gilt dem Bananenbauer und seiner Plantage.
Sie haben eine lange Reifezeit hinter sich und auch einen weiten Weg. Von der Blüte zur kleinen Frucht, dann werden sie „kastriert“ und abgeschlagen, gewaschen, sortiert, gewogen und verpackt. Und dann beginnt die Schiffs- oder Flugreise und sie landet bei uns im Supermarkt. Dort beginnt dann der Kampf um den Preis und sie wird oft für billiges Geld verkauft.
Die Bananenpflanze blüht nur einmal in ihrem Leben, danach stirbt sie ab. Bis zur Blüte braucht sie um die 5 Jahre. Aus den Blüten wachsen dann bis zu 300 Bananen an einer Bananenpflanze.
Von der Blüte bis zur Frucht (Banane) dauert es fast ein ganzes Jahr.

Die Bananenstauden werden bereits vor der Ernte durch blaue Plastikbeutel (Blue Bags) gegen mechanische Schäden geschützt, speziell gegen Kratzer durch die harten Blätter des Baumes, denn der Kunde wünscht sich eben eine auch optisch einwandfreie Ware.

Wir kehrten wieder zurück aufs Schiff und ließen den Tag gemütlich ausklingen – verließen Martinique mit einem Auslaufdrink in der Hand und „Große Freiheit“ im Ohr und hatten noch einen schönen Abend im Restaurant „Surf and Turf“ und in der Schaubar.

Karibik Inselhüpfen: 14-tägige Reiseroute ab Barbados

Barbados, Martinique, Guadeloupe, St. Lucia, Grenada, Bonaire, Curaçao, Aruba, Dominikanische Republik, St. Vincent und zurück nach Barbados in 14 Tagen.

Im November 2017 machten wir eine Karibikkreuzfahrt mit der Mein Schiff 3 von TUI Cruises – vor und nach der Kreuzfahrt gönnten wir uns noch ein paar Tage Barbados „ohne Schiff“.

Los gings am 18.11. 2017 mit einem sehr ruhigen und angenehmen Flug von Frankfurt nach Barbados. Wir hatten uns für einen Condor Premium Economy Flug entschieden – ausschlaggebend war das etwas mehr Gepäck, das wir mitnehmen konnten und etwas mehr Platz auf den Sitzen.

Ob sich die Mehrkosten lohnen, ist individuell. Wenn man viel Gepäck hat, dann kann es sich durchaus lohnen, in ein Premium Economy Ticket zu investieren.
Ein Nachteil, den viele Premium Economy Kabinen haben: die Zwischenlehne der Sitze lässt sich nicht immer hochklappen. Bedeutet eben: auch wenn der Platz neben dir frei ist, kannst du dich nicht über beide Sitze legen/lehnen.

Es ist in keinem Fall mit der Business Class zu vergleichen, denn den Sitz als Bett ausfahren geht nicht. Man „sitzt“ immer irgendwie ein wenig. Etwas mehr Platz hat man aber das war auch der ganze Vorteil. Mir ist Essen, Trinken und Unterhaltungsprogramm auf den Flügen egal, ich habe mein eigenes Entertainment Programm dabei und satt werde ich allemal.

Wir kamen gegen 17 Uhr an und ließen uns in unser Hotel fahren – das Fairmont Royal Pavilion. Dort wurden gerade Renovierungsarbeiten durchgeführt, ließ man uns gleich mal wissen und wir rollten leicht mit den Augen (innerlich). Aber letztendlich genossen wir ein wirklich frisch renoviertes Zimmer und von Renovierungsarbeiten war zumindest nichts zu hören. Und unsere Augen konzentrierten sich dann auf wichtigere Dinge: Am Abend gab es nicht mehr viel zu sehen, aber dann am nächsten Morgen:

Wir erkundeten erst mal ein wenig die Gegend, dann das Hotel und schließlich begaben wir uns an den wirklich traumhaften Strand – das Wasser – einfach herrlich. Um die 30 Grad, klar, erfrischend, salzig :), einfach ein Traum.
Viel mehr taten wir auch nicht – wir genossen einfach. Und so ging der erste Urlaubstag schell vorbei und der zweite verhielt sich ähnlich: Genießen, staunen, Eindrücke sammeln und Augenblicke festhalten:

Ein wenig karibsche Kunst:

Am dritten Urlaubstag verliessen wir unser wirklich tolles Hotel und ließen uns vom Taxi zum Hafen fahren – und da lag sie auch schon:

Es ist für mich immer wieder aufregend und gleichzeitig schön, an Bord zu gehen – es war mittlerweile unsere 4. Kreuzfahrt und mit der Mein Schiff und der TUI Cruises Flotte ist es total entspannt und stressfrei: Keine Kleiderordnung in DEM Sinn (gut, man sollte nicht bedingt in Badehose und Bikini in den Restaurants erscheinen), daß man sich abends in Anzug und Krawatte oder in das „kleine Schwarze“ zwängen MUSS, es ist jedem freigestellt und man soll sich einfach wohlfühlen können.

Wir kamen also mit unserem Gepäck zum Check in und wunderten uns, daß wirklich gar nichts los war. Und bekamen auch gleich die Antwort auf unsere Nachfrage: Der Flieger aus Deutschland hatte 3 Stunden Verspätung, also alle, die hier an Bord gehen wollten und nicht schon da waren, waren noch in der Luft.

Nachdem wir unsere Kabine bezogen hatten, umrundeten wir das Schiff und machten uns dann noch mal auf einen kleinen Spaziergang in Bridgetown.

Wir kamen wieder an Bord und genossen einen schönen ersten Abend.

Am nächsten Vormittag hatten wir einen ersten Ausflug geplant – eine Inselrundfahrt über Barbados.

Wir fuhren zur Gun Hill Signal Station – eine ehemalige britische Militärstation, dann ging es weiter Richtung Ostküste zum Atlantis Hotel mit fantastischem Blick auf den Atlantik und dann zum Farley Hill National Park.

Und dann einfach noch ein paar „unspektakuläre“ Fotos von unterwegs:

Wir kamen nach gut 4 Stunden wieder zurück aufs Schiff und um 17 Uhr hiess es: Leinen Los – AHOI Barbados.

Große und Kleine Isar und das Wehr

Eigentlich wollte ich Schuhe kaufen, als ich letzte Woche mal wieder in die City gefahren bin. Und als ich so im Parkhaus stand, dachte ich mir: Guck doch mal, wie die Isar mit dem Hochwasser so klarkommt. Kurz entschlossen machte ich einen kleinen Schlenker zum Isar-Wehrkanal, der mitten in der Stadt liegt. Da bin ich öfters, ist ein netter Platz zum Fotografieren.

Auf dem Weg zur großen und kleinen Isar:
Hier läuft man an wunderschönen Altbauten vorbei und auch an der Kirche Sankt Lukas, die im Moment aber gerade renoviert wird. Auch hier war ich schon ganz oft – das ist eine wirklich schöne Kirche.

Huch, die Isar ist ganz schön hoch:
Überquert man dann die kleine Brücke im rechten Bild, kommt man direkt ans Isarufer und kann das Wehr sehen. Ich dachte schon, da sei gesperrt, aber man hatte freien Zugang und auch hier hatte ich schon oft fotografiert. Ich sage euch, da ist aber flott und stramm das Wasser geflossen.

Normaleweise sieht man hier Kiesbetten und dort findet man auch immer wieder Menschen, die sich da sonnen und baden gehen. Kein Kiesbett zu sehen und da im Moment baden zu gehen, wäre lebensgefährlich gewesen. Das hat wohl auch die Dame links unten im Bild gedacht.

Läuft man hier am Ufer entlang, kommt man zum Müllerschen Volksbad – leider habe ich es noch nicht geschafft, mir das mal von innen anzuschauen – soll aber wirklich toll dort sein.
Das Müller’sche Volksbad in München ist ein Hallenbad mit Sauna- und Dampfbädern, das von den Stadtwerken München (SWM) betrieben wird. Der Jugendstilbau war bei seiner Fertigstellung 1901 das größte und modernste Schwimmbad der Welt. Der Bau geht auf eine Spende des Münchner Ingenieurs Karl Müller an die Stadt München zurück, verbunden mit der Auflage, ein Bad für das „unbemittelte Volk“ zu errichten. Der Bau entstand nach einem Entwurf von Carl Hocheder. Das Bad zählt mit seiner Architektur und Innenausstattung zu den schönsten Badehäusern Europas (Wikipedia)

Man kann zu Graffiti stehen, wie man will – hier verschandelt es leider die schöne Fassade..

… und hier wiederum verschönert es graue Mauern und peppt sie auf:

Weiter auf dem Weg kommt man zur Unterführung der Ludwigsbrücke und hier gibt es seit Neuestem wirklich tolle Street art:

LOOMIT – (Mathias Köhler, deutscher Graffiti- und Writingkünstler) hat hier die Unterführung wirklich toll bemalt und besprüht. Aloisius kann man erkennen (Ein Münchener im Himmel), die anderen Gestalten kannte ICH meist nicht.

Hier müssen die Figuren echt mit Gegenverkehr rechnen 🙂

Die Ludwigsbrücke wird seit Jahren erneuert und restauriert – von daher ein wenig „moderne Architektur“

Und jetzt führte mich mein Weg wieder zurück in die Innenstadt, denn eigentlich wollte ich ja Schuhe kaufen. Zurück übers „Tal“ in Richtung „Marienplatz“ fand ich folgende „Gestalten“

Bewundernswert, wie man sich hier stundenlang regungslos hinsetzen und vor sich hin starren kann – immer in der Hoffnung, der Hut wird mit ein paar Euronen gefüllt. Für mich die Pflicht, etwas zu geben, wenn ich ihn schon fotografiere.
Und unser EM Maskottchen – leider für mich etwas deplaziert – vor unserem schönen Rathaus wirkt es für mich nicht wirklich. Aber es hat zumindest schon mal den ersten Erfolg der Deutschen Nationalmannschaft gebracht: Ein 5:1 gegen Schottland gestern in der Allianz Arena ist ja nun schon mal wirklich toll – und das Spiel war wirklich klasse.

Tja und dann war ich im „Skechers“ Laden – das Prinzip des Beratens und Bedienens ist mir noch nicht ganz klar. Ich stand also mit meinem Schuh, der mir gefallen hat, im Laden und versuchte, eine Verkäuferin anzusprechen. „Ich bin besetzt. Setz dich da auf die Couch, dann kommt jemand“. Okay, per Du – jetzt kein Problem für MICH.
Kaum saß ich, kam ein junges Mädel und fragte, obs denn der Schuh sein darf. – Ja, wenn in meiner Größe noch da – Das junge Mädel flüsterte in ein Mikrofon: Artikel xy in 37 bitte… okay? – Verstehe – zu mir gewandt: Ist nix da – kannst du nächste Woche noch mal kommen oder Online bestellen? Bestell Nr: guckst du da.

Gut, Bestell- Nr notiert und raus aus dem Laden, der gefühlt von mittlerweile 50 Leuten besucht war. Ich machte mich wieder auf den Heimweg und freute mich noch über den ein oder anderen Ausblick:

Bei der Grundidee Schuhkauf hatte ich total versagt – bei der Idee, ein paar Eindrücke festzuhalten, war ich erfolgreich und freute mich über die Fotos.
Heute sitze ich mit fetter Erkältung und Kopfschmerzen auf der Couch – aber es ist ja Wochenende und ich mach es mir einfach so gemütlich, wie es nur geht.
Euch ein schönes Wochenende, was immer ihr auch tut und wo immer ihr auch gerade seid.

Viktor&Rolf Fashion Statements: Ausstellung in der Kunsthalle München

Am Freitag war ich mit einer Freundin in der Kunsthalle München. Seit Februar gibt es dort die Ausstellung“ Viktor&Rolf Fashion Statements.
Ich bin ganz ehrlich – ich habe noch nie etwas von den „Haute Couture“ Designern Viktor Horsting und Rolf Snoeren gehört – geschweige denn etwas von den beiden gesehen. Und ich mußte mich auch erst mal ein wenig einlesen, denn so ganz ohne Vorahnung geht man ja nicht in eine Ausstellung:

Viktor und Rolf sind zwei Niederländer, die sich während des Studiums an der Mode – Akademie in Arnheim kennenlernten. Nach Beendigung ihres Studiums überlegten sie, ihre Kräfte zu bündeln – sie taten sich zusammen und ihre erste Meisterleistung waren drei Preise für eine Kollektion, die ihre Vorliebe für skulpturale und experimentelle Kleidung zum Vorschein brachte. Dies hat man auch hier in der Ausstellung sehen können.
Mit atemberaubender Virtuosität loten Viktor Horsting und Rolf Snoeren seit über 30 Jahren immer wieder die Grenzen zwischen Couture und Kunst aus. Ihre Meisterwerke wurden von Künstler:innen wie Madonna, Tilda Swinton, Lady Gaga, Doja Cat und Cardi B getragen sowie in Ballettproduktionen und in einer Oper, unter Regie von Robert Wilson, in Szene gesetzt.

Nun gut – ich bin weder Tilda Swinton noch Madonna – aber gesehen haben wollte ich dann diese Designerstücke schon mal und ich nehme euch jetzt etwas mit in diese – schon ziemlich geniale und auch spezielle – Ausstellung:

Zum zweiten Foto: Hier gibt es ein „Guckloch“ für das Model, man zieht dieses Kleid wirklich so an und in Höhe des Kopfes befindet sich eben dieses Guckloch.
Das dritte Foto zeigt ein „Kette“ aus Porzellankugeln – wenn man diese am Hals hängen hat, ist das bestimmt nicht sehr angenehm und man kann den ewig „gestressten, völlig ernsten und nicht den leisesten Ansatz von einem Lächeln“ Ausdruck der Models nun teilweise verstehen.
Warum sie dann auch noch so durch die Gegend staksen und ihre Beine beim Laufen immer voreinander stellen, verstehe ich immer noch nicht. Scheint für viele elegant zu wirken – für mich siehts aus wie der Gang des Storchen im Salat. Aber ich bin da ja eh nicht der richtige Ansprechpartner.
Aber weiter in der Ausstellung:

Zu diesen „Kleidern“ habe ich den Ausschnitt einer Modenschau gesehen und ich war echt platt. Bilderrahmen als Kleider – die Models hatten das „an“, was man hier im rechten Foto sieht. Ein Kleid, bestehend aus drei Bilderrahmen. Kann man sich so überhaupt nicht vorstellen – kleiner Versuch hier aus dem Netz „geklaut“
https://images.app.goo.gl/Bt9VX7i8Rn1q9wTV9
Ist das nicht irre? Ich fand es ziemlich cool – mal abgesehen von dem Gedanken, wann man so etwas trägt – außer zur Modenschau.

Hierzu gab es ebenfalls einen kleinen Film: Das Model stand auf einer sich drehenden Scheibe und hatte als erstes „Kleid“ das an, was die erste Puppe auf dem linken Foto trug – ich hätte es als Sackleinen deklariert, wäre aber mit dieser Bezeichnung von Viktor und Rolf ziemlich sicher sofort entlassen worden:).
Der „Gag“ daran ist: das Model trug das erste Kleid, darüber zogen die beiden (Viktor und Rolf) dem Model das nächste Kleid an, dann darüber wieder das nächste und so ging das weiter bis zu „Kleid“ acht. Als siebtes Kleid war das „Engelskostüm“ auf dem Bild rechts und darüber kam dann der „Mantel, den die rechte Puppe auf dem mittleren Foto trägt. Das Model hatte dann ca 70 Kilogramm Haute Couture auf den Schultern und um die Hüften – mehr, als sie wohl jemals wiegen wird.

Hier hatten wir richtig Spass:

Solche Ideen mußt du erst mal haben – ich fand die teilweise echt gigantisch. Nicht, daß ich mir so etwas jemals in den Schank hängen würde (und auch könnte) – aber die Kreativität der beiden ist schon sehr genial.

Hier die Miniversion diverser Kleider der beiden:

Und auch Zeitungsausschnitte verewigten die beiden auf eine ganz spezielle Art – als Teppiche bzw Wandbilder – das sind wirklich Stoffe:

Und das war noch nicht alles – es ging noch weiter mit wirklich ausgefallenen, sehr speziellen Designerstücken:

Ich will nicht wissen, wieviel Knöpfe an diesem Ärmel hingen und wie lange dieser arme Mensch, der sie dran genäht hat, hier beschäftigt war.

Und natürlich gehört es eigentlich zu jedem Designer, auch einen Ausflug in die Parfumwelt zu machen – die beiden erschufen das „Flowerbomb“ by Viktor&Rolf. Das ist toll – für meine Nase vielleicht etwas zu süß und zu lieblich, aber wie soll es denn sonst auch riechen, Blumen riechen süss und lieblich.

Und so langsam kamen wir dann auch zum Ende – diverse Kritzeleien der Herrschaften:

Dieses „Ensemble“ erinnerte mich etwas an Elvis‘ Outfit 🙂

Also – ich kann euch diese Ausstellung wirklich ans Herz legen – geht hin und schaut es euch an. In München in der Kunsthalle noch bis zum 06.10.2024 zu sehen – der normale Eintritt ohne Führung beträgt 18,00 Euro.

Ich hab es sehr genossen, auch wenn diese Haute Couture nichts für den „Normalbürger“ ist – das soll es ja wohl auch nicht. ABER: Viktor&Rolf haben auch den Anspruch, ihre tolle und besondere Mode für den „Normalbürger“ zugänglich zu machen und produzieren jetzt auch für Hennes und Mauritz (H & M)

Hochwasserkatastrophe in Süddeutschland: Unsere Hilfe vor Ort

Am Samstag morgen fuhren Männe und ich gen Hessen zu meinen Eltern – meine Mum hatte Geburtstag. Und wie wir da so bei strömendem Regen auf der Autobahn durch die Gegend zockeln, hören wir im Radio, daß es wohl einige Gebiete in Süddeutschland gibt, die den Katastrophenalarm ausgerufen hatten – am Vormittag konzentrierte sich das wohl auf das Gebiet um Augsburg, dehnte sich dann nach Schwaben und konzentriert auf den Ort Babenhausen aus.
Da bin ich gleich hellhörig geworden – dort wohnt eine gute Freundin von mir – mit Family und der dem Mann gehörenden Zimmerei. Ich habe gleich eine Whatsapp geschrieben und von ihr erfahren, daß sie mit ihren beiden Söhnen wohl am frühen Morgen (sie und Sohnemann Nr 2 mit Norovirus „ausgestattet“, ihr Mann auf „Männerausflug“ im Norden unterwegs) evakuiert wurden, das Wohnhaus bis zur Kellerdecke geflutete sei und auch die Zimmerei nebenan unter Wasser stehe.

Heilige Sch…… klar, man kennt die Nachrichten aus Radio und Fernsehen und ist sehr oft auch betroffen, wenn man sieht, daß hier Existenzen zerstört und Wohnraum mit sämtlichem Hab und Gut vernichtet wurde.
Tja und Babenhausen sah zu dem Zeitpunkt eben so aus:

Wir fuhren weiter zur Family nach Hessen, waren aber in Gedanken ständig in Süddeutschland, da die Meldungen über die Katastrophen immer mehr wurden und sich auch die Katastrophengebiete häuften.
Trotz allem liessen wir meine Mum hochleben und feierten sie – gingen am Samstag abend mit meinen Eltern toll Essen, Sonntag hatte sie noch mal mit der ganzen Familie zum Essen im Städtchen eingeladen, wir hatten einen sehr schönen Tag und Abend und am Montag nach dem Frühstück machten wir uns auf den Heimweg.
Selbst wenn München kein Hochwassergebiet ist und wir in Trudering noch mal ca 25 Meter höher als die Isar liegen, hat man ein blödes Gefühl. Zumal sich der Heimweg auch als nicht ganz einfach herausstellte, da verschiedene Streckenabschnitte wegen Hochwasser und Überflutung gesperrt waren.
Wir fuhren dann über Regensburg nach Hause – kaum hatten wir das passiert, wurde auch Deggendorf und Regensburg als Katastrophengebiet deklariert.

Nach 4,5 Stunden näherten wir uns München „von oben“ also von Norden – wir sind schon eine ganze Weile auf der Landstraße rumgegurkt und kamen dann nach Freising, wo sich uns dieses Bild bot:

Der Fluß, der da über die Ufer getreten ist und sämtliche Wiesen und Felder geflutet hat, ist die Amper – ein – sagen wir mal – kleinerer Fluß. Hier hatte er eine riesige Gewalt und strömte und sprudelte ziemlich schnell vor sich hin.

Das, was wir dort gesehen haben, hat uns schon sehr beschäftigt und auch geschockt. Und irgendwie war ganz schnell klar, vor dem Fernseher sitzenzubleiben und „wie furchtbar“ in den Raum zu vermelden, kann nicht alles sein, was wir tun können: Hier müssen wir etwas tun und helfen. Wir riefen bei meiner Freundin in Babenhausen an und meldeten uns für den nächsten Tag als Helfer an – es war mittlerweile 16 Uhr und bis Babenhausen wären wir noch ca 2 Stunden gefahren, hätte also wenig Sinn gemacht. Das Wasser war mittlerweile wieder komplett abgezogen und konnte so zumindest keine weiteren Schäden verursachen.

Am nächsten Morgen packten wir unsere Siebensachen und fuhren nach Babenhausen und man sah sofort, was das Wasser an Schäden hinterlassen hatte: Viele hatten schon mit den Aufräumarbeiten begonnen, es standen Bretter, Tische, Bänke, Säcke mit „Müll“ an den Straßen und überall sah man fleissige Menschen, die irgendetwas nach draußen brachten.

Und wir packten ebenfalls mit an – nach ca 7 Stunden hatten fleißige Hände richtig viel erreicht:

Von:

Nach:

Und letztendlich hatten wir einen riesigen Kellerraum komplett ausgeräumt, das noch ca 7 cm hochstehende Restwasser mit Eimern und Schaufeln komplett trockengelegt und einerFreundin mit Familie eine riesige Erleichterung verschafft. Natürlich war und ist noch nicht alles wieder „in Ordnung“, aber auch am Folgetag halfen Menschen und ein wenig Normalität schleicht sich auch in Babenhausen wieder ein.

Meine Bitte an alle: Leistet Hilfe- am besten aktive Hilfe:
Passive Hilfe „wenn du etwas brauchst, ruf mich an“ – auch in Ordnung, aber ganz wenige werden das tun.
Aktive Hilfe: ich stehe einfach mit Drecksklamotten und Gummistiefeln vor der betroffenen Haustür und frage: Wo soll ich anfangen???

Riquewihr im Elsass: Charmante Fachwerkhäuser und Weinberge

Heute stand Riquewihr und Kaysersberg auf unserem Programm – beides ganz zauberhafte kleine Städte – jede mit ihrem eigenen Charme.

Riquewihr ist einer der attraktivsten und meistbesuchten Orten im Elsass. Und wieder drängen sich hier wunderschöne Fachwerkhäuser aneinander – im Hintergrund und durch die Seitenstraßen bekommt man einen Blick auf die Weinberge.

Ein wenig Wissenswertes über Riquewihr:
Riquewihr wurde auf Grund seines unversehrt erhaltenen Stadtbildes aus dem 16. Jahrhundert als eines der Plus beaux villages de France (schönste Dörfer Frankreichs) klassifiziert.
1680 kam Reichenweier (Riquewihr) unter die Gewalt von Ludwig XIV., wiewohl es im Besitz Württembergs blieb. 1789, während der Französischen Revolution, schlossen sich die Bürger von Riquewihr der Französischen Republik an, 1796 wurden die Württemberger im Frieden von Campo Formio ausgeschlossen und Riquewihr Frankreich angegliedert. Von 1871 bis 1918 gehörte der Ort als Teil des Reichslandes Elsaß-Lothringen zum Deutschen Kaiserreich und war dem Kreis Rappoltsweiler im Bezirk Oberelsaß zugeordnet, danach wieder zu Frankreich, 1940–1944 war er von Deutschland annektiert. Nach 1945 entwickelte sich der Weinort zum Anziehungspunkt für Touristen. (Quelle Wikipedia)
Großes Unglück am Neujahrstag 2014: Am Nachmittag dieses Tages wurden Teile des historischen Zentrums der Gemeinde von einem Großbrand stark beschädigt. Eine 90-jährige Bewohnerin kam ums Leben.

Wer möchte, kann eine nette Fahrt mit einer kleinen Bahn durch die Weinberge machen, man hat einen tollen Blick auf den Ort und eben die Weinberge – haben wir im Oktober 2016 gemacht und kann ich euch nur empfehlen – hier wieder ein kleiner Einblick von damals.

Hier konzentrierten wir uns auf den wirklich zauberhaften kleinen Ort:

Ich liebe es einfach dort – so gemütlich, unaufgeregt und ruhig, obwohl doch gut besucht. Es gibt keine lauten und stinkenden Autos oder Motorräder im Zentrum – ganz vereinzelt kommt mal ein Einheimischer mit seinem Gefährt um die Ecke.
Natürlich macht das Wetter auch etwas aus – wir hatten angenehme 22 Grad und Sonnenschein. Aber selbst im Herbst hatten wir es dort schön.
ICH wäre ja brav vorbei gelaufen und NICHT eingekehrt – Männe jedoch verschwand hier in Riquewihr im Käthe Wohlfahrt Haus und wir bekamen etwas Weihnachtsstimmung.

Drinnen darf man leider nicht fotografieren – aber Käthe Wohlfahrt (ich erinnere mich gerade an einen Klassenkameraden aus der Grundschulzeit – Thomas Wohlfart, ob der mit Käthe verwandt war??? 🙂 das ist das Paradies oder auch finanzieller Ruin eines jeden Weihnachtsliebhabers. Ich hab nur ein ganz klein wenig eingekauft – nach Weihnachten ist ja bekanntlich vor Weihnachten und Männe hat auch zugeschlagen.

Weiter gings in diverse kleine Seitengassen – nicht minder schön und die Häuser auch zauberhaft und nett:

Hach – ich war glücklich und in meinem Element- fotografieren, was das Zeug und die Kamera (aus) hält.

Und hier noch die kleine Bahn, mit der man durch die Weinberge fährt:

Und im Handumdrehen waren 2 Stunden vorbei und wir fuhren in Richtung Kaysersberg.

Colmar: Hauptstadt des Haut-Rhin-Departements mit etwas Geschichte und malerischen Kanälen

Von Strasbourg nach Colmar war es nicht mehr so weit und so waren wir in einer guten Stunde in Colmar in unserem Hotel. Schnell etwas frisch gemacht und dann gings gleich wieder weiter. Wir liefen los und ziemlich schnell hatte ich wieder die Erinnerung an den Wochenendausflug mit meiner Mum und Schwester und ich wusste zumindest, wie wir nach Petite Venise kommen… einfach nur schön dort…

Ein wenig Wissenswertes über Colmar: Colmar ist die Hauptstadt des Départements Haut- Rhin und hat 68.000 Einwohner. Unter Kaiser Ludwig des Frommen um 823 wird das Wort „Colombarium“ zum ersten Mal erwähnt. Es handelte sich dabei wahrscheinlich um das Taubenhaus einer gallo-romanischen Stadt. Der Name wurde seither in abgewandelter Form beibehalten.
Seine eigentliche Blütezeit erlebte Colmar allerdings erst im 13. Jahrhundert. Die erste Stadtmauer wurde im Jahr 1220 gebaut und einige Jahre später verlieh Kaiser Friedrich II. ihr den Titel und die Privilegien einer Reichsstadt. Nachdem das Elsass wieder zu Frankreich kam, wurde Colmar zum Sitz des Elsässischen Fürstenrats – einem Gerichtshof, der für die ganze Provinz zuständig war.

Ist das nicht wirklich traumhaft dort? Hach – ich hätte hier stundenlang stehen können – doch der Hunger trieb uns weiter und wir bummelten in Richtung Zentrum bzw. Marktplatz.
Da war schon relativ viel los und wir mußten tatsächlich kurze Zeit auf einen Tisch warten – aber das war kein Problem

Wenn ihr Zeit habt, solltet ihr unbedingt eine Fahrt auf den Kanälen unternehmen – haben wir dieses Mal nicht geschafft, aber mit meiner Mum und Sis gemacht – war sooo toll – hier aus dem Fotoarchiv ein paar Eindrücke von der Kanalfahrt im Oktober 2016:


Und hier sind wir wieder Im Mai 2024 unterwegs 🙂

Wir bekamen einen Platz bei „Schwendi – Bier und Wistub“ und starteten mit einem wirklich richtig frischen und leckeren Aperitiv – dem „Schwendi- Spritz“

Dieser besteht aus:

Aperol
Weißbier
Grapefruitsirup
Limette
Eiswürfel

und ich sage euch – er schmeckt himmlisch – soooo erfrischend durch das Weißbier statt dem Prosecco. Dazu gabs für mich einen richtig guten Flammkuchen „natur“ – einfach mit Schmand, Zwiebeln und Speckwürfeln. Männe hatte eine bescheidene Haxe und kämpft mit dieser den halben Abend, während ich mich noch einem Weisswein „grand cru“ hingab und er sich „zwecks der Verdauung“ einen Pernod bestellte. Wir kamen mit zwei netten Holländern am Nebentisch ins Gespräch und hatten einen lustigen Abend.

Gegen halb elf machten wir uns wieder auf den Weg ins Hotel

Wir bestaunten noch ein wenig die wunderschönen Lichterspiele und machten uns dann auf den Heimweg und direkt ins Bett.

Ungeplante Reise: Spontane Fahrt nach Strassburg/Strasbourg

Einer spontanen Idee folgend fuhren wir nach unserem Familienwochenende am Montag nicht zurück nach München, sondern entschlossen uns kurzerhand, einen Abstecher ins Elsass zu machen. Ich war 2016 mit meiner Mama und Schwester zu einem Wochenendtrip dort und war damals schon total begeistert, wobei wir nur Colmar, Riquewihr und Bischwihr besichtigt hatten.
Klamotten hatten wir noch genug dabei und zu Hause erwartete uns ja auch keiner. Also los gen Strasbourg.

Strassburg (deutsch geschrieben) ist die Hauptstadt der im Osten Frankreichs gelegener Region Elsass. Strassburg ist mit ca 640.000 Einwohnern in der Agglomeration die größte Stadt im Elsass, in Bas-Rhin und im Stadtverband Strassburg sowie die größte Stadt der trinationalen Metropolregion Oberrhein.
Strassburg ist Sitz zahlreicher europäischer Einrichtungen: Europarat, Europaparlament, Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte, Europäischer Bürgerbeauftragter, Eurokorps u.a. und versteht sich deshalb als die ‚Hauptstadt Europas‘.
Die Stadt wechselte im Verlauf ihrer Geschichte mehrmals ihre nationale ‚Zugehörigkeit‘ zwischen Frankreich und Deutschland, daher ist das deutsche Kulturerbe sehr stark vertreten.

Das ganze Zentrum der Stadt wurde von der UNESCO aufgrund der vielfältigen Architektur zum Weltkulturerbe erklärt.

Wir fanden sogar ziemlich schnell ein Parkhaus ganz in der Nähe vom Zentrum und marschierten einfach mal los – dummerweise lag der Elsass-Reiseführer zu Hause und wir hatten nichts zum Nachschlagen dabei. Aber Dank Handy und Internet fanden wir uns recht gut und schnell zurecht.

Eine süße Besonderheit im Elsass ist der Guglhupf oder auch Kougelhopf hier genannt. Die gibt es in jeder Bäckerei, in klein, mittel und groß – mit Zucker oder Rosinen oder „plain“ – ohne alles. Hab ich natürlich – noch unwissend meiner Insulintoleranz – auch mal probiert und der war – oh so lecker….

Und dann sahen wir auch schon die Spitze des Strassburger Münsters – also nichts wie hin.
Unglaublich imposant ragt es hoch in den Himmel: Voilà – la Notre Dame de Strasbourg.

Und auch wunderschön von innen:

Das Liebfrauenmünster in Strassburg ist eineromisch-katholisches Gotteshaus und gehört zu den bedeutensten Kathedralen der europäischen Architekturgeschichte sowie zu den größten Sandsteinbauten der Welt.
Das Münster wurde von 1176-1439 aus rosa Vogesensandstein an der Stelle eines abgebrannten Vorgängerbaus aus den Jahren 1015-1028 errichtet, der seinerseits ein 1007 abgebranntes Gotteshaus aus karonlingischer Zeit ersetzt hatte. Das neue Gebäude entstand zuerst im romanischen – dann gothischen Stil.

Bemerkenswert ist die astronomische Uhr im südlichen Querschiff. Ihre Vorläuferin, die sogenannte „Dreikönigsuhr“ wurde 1353 vollendet und stand an der Westmauer gegenüber der heutigen Uhr.

Am erstaunlichsten ist das Räderwerk, das in der Silvesternacht abläuft und das Basisdatum für die beweglichen Feiertage errechnet. Den Rekord für langsam drehende Zahnräder stellt wohl der Teil der Uhr auf, der die Präzession der Erdachse nachbildet – eine Umdrehung in 25.800 Jahren. Sie ist aber auch die einzige Uhr auf der ganzen Welt, die 13 Uhr schlägt – sehr interessant und spannend.

Weiter gings für uns dann durch Strassburg – eine wirklich wunderschöne und gemütliche Stadt – es war weder hektisch noch laut hier und wir genossen den Rundgang sehr.

Und die netten Lädchen teilweise – hier eine boulangerie:

Und weiter gings mit ein wenig Sightseeing:

Wir fuhren dann noch am Europäischen Parlament vorbei – ich habe alle dort erst mal gescheit aufgemischt 🙂

Und dann verabschiedeten wir uns mit folgendem Bild und fuhren gen Colmar:

Heidelberg Reise: Besuch bei der Lieblingstante und Stadtbesichtigung

Wir waren Mitte Mai bei meiner Lieblingstante – sie hatte zu einem „Familientag“ aufgrund ihres 70. Geburtstages eingeladen. Lieblingstante darf ich sagen, weil a) sie wirklich meine Lieblingstante ist (Schwester meines Papas) und b) wir ein ziemlich enges Verhältnis haben. Die ersten 5 Jahre lebte ich ja mit meinen Eltern zusammen mit meinen Großeltern im Haus meiner Großeltern und da war sie natürlich auch mit dabei. So etwas verbindet eben.
Und wenn die Lieblingstante mal gerade 11 Jahre älter ist als man selbst, ist das schon ziemlich genial. Man kann einfach „etwas miteinander anfangen“.

Wir sind also an Christi Himmelfahrt gemütlich losgefahren und waren nach vier Stunden bei meiner Tante und ihrer Frau (meine zweite Lieblingstante). Donnerstag machten wir es uns noch bei den beiden gemütlich, was ziemlich einfach ist, weil sie ein tolles Haus und einen riesengroßen und wunderschönen Garten haben.

Freitag stand dann Heidelberg auf dem Plan – ca 40 Kilometer Fahrt. Ich war in der Schulzeit mal in Heidelberg – ja genau, das ist ewig her und ich wollte gerne mal wieder dort hin.

Heidelberg liegt in Baden- Württemberg und die kurpfälzige Residenzstadt ist bekannt für ihre malerische Altstadt. Und es war und ist wirklich schön dort.

Kennt ihr das noch?

Und das HB-Männchen, das in die Luft ging?

Nostalgische Erinnerungen….

Hier das Schloß und der Neckar – herrlich.
Das Heidelberger Schloss ist eine der berühmtesten Ruinen Deutschlands und das Wahrzeichen der Stadt. Das Bauwerk entstand ursprünglich als wehrhafte Burg an strategisch günstiger Lage oberhalb einer Verengung des Neckartals und wurde später zur prachtvollen Residenz der Kurfürsten von der Pfalz ausgebaut. Seit den Zerstörungen 1689 und 1693 im Pfälzischen Erbfolgekrieg  wurde das Schloss nur teilweise restauriert. 1764 besiegelte ein weiterer Brand nach Blitzschlag das Los des damals gerade renovierten Schlosses. Es wurde aufgegeben und die Ruine als Steinbruch (Baumaterial) für das neue Schwetzinger Sommerschloss und später für die Heidelberger Bürger verwendet, bevor es Ende des 18. Jahrhunderts von Literaten entdeckt und als Sinnbild für die Vergänglichkeit, in der Epoche der napoleonischen Kriege aber auch als patriotisches Monument begriffen wurde. Die Schlossruine erhebt sich 80 Meter über dem Talgrund am Nordhang des Königstuhls und dominiert von dort das Bild der Altstadt.

Über den Neckar hab ich mich auch noch etwas schlau gemacht:
Der Neckar ist ein Nebenfluss des Rheins in Deutschland von 362 km Länge – mit dem längeren Oberlauf Eschach sogar von 380 km – der mit seinem annähernd 14.000 km² großen Einzugsgebiet den zentralen Teil Baden-Württembergs entwässert. An seiner Mündung fließen im Mittel 145 m³/s ab.
Hydrologisch ist der Neckar damit nach Aare, Maas, Mosel und Main der fünftgrößte Nebenfluss des Rheins und nach Länge wie auch nach Wasserführung der zwölftgrößte Fluss Deutschlands.

Wundeschöne kleine Seitengassen gibts hier zu entdecken, es ist/war sehr sauber, gemütlich, wir haben tolle, alte Häuser gesehen und der Krieg hat hier wohl Gott sei Dank nicht so viel zerstört – oder es wurde alles wieder liebevoll aufgebaut.

Zum Schluss sahen wir noch den Heidelburger in Heidelberg – nein, gegessen haben wir keinen.

Ein wunderschöner Tag und auch unser Familientag war sehr schön, meine Eltern, meine Schwester mit Mann und Tochter mit Freund kamen und wir hatten einen schönen Mittag/Nachmittag mit Essen am Rhein und Kaffe und Kuchen bei den Lieblingstanten im Garten.

Und auch der Rhein hat sein Schönes – zum Beispiel einen wunderschönen Sonnenuntergang: Hier sind wir in Gernsheim.

PS: Nachdem ich die Nacht davor nichts von Polarlichtern mitbekommen habe und mir am nächsten Morgen vor Ärger fast in den Hintern gebissen habe, weil ich nicht aufgepasst hatte, lag ich in dieser Nacht bis 2 Uhr wach und auf der Lauer – alle 10 Minuten bin ich auf den Balkon – nichts hab ich gesehen. Aber – man kann ja nicht immer und überall dabei sein.

Und spontan, wie wir oft sind, ging’s von da aus ins Elsass – was eine wunderschöne Ecke ehemaliges Deutschland – da haben wir es mal wieder verbockt.

Aber mehr zum Elsass in meinem nächsten Blogbeitrag.

Insulinresistenz

Nun ist sie da – die Diagnose. Ich bin insulinresistent – wie Millionen andere, die es vielleicht noch gar nicht wissen.

Insulinresistenz bedeutet Prä-Diabetes – also die Vorstufe zum Diabetes mellitus.

Es ist nichts, was weh tut und ich werde nicht daran sterben. Aber ich muss meine Ernährung drastisch umstellen und das wird nicht einfach.

Aber ich habe erst mal ein paar Tränchen verdrückt nach der Diagnose – vor Erleichterung. Eeeendlich habe ich eine „Antwort“ auf so viele Fragen, die ich mir in den letzten 15 Jahren gestellt habe.

Warum nehme ich stetig zu, obwohl ich nicht wirklich nicht viel esse? Warum nehme ich zu, wenn ich nicht mal 1000 Kalorien am Tag zu mir nehme und andere dabei abnehmen?

Warum nehme ich nicht ab, wenn ich wenig esse und mich viel bewege???

Mein Körper ist daran „schuld“ – nicht ich. Meine Bauchspeicheldrüse produziert zu viel Insulin, meine Körperzellen reagieren weniger empfindlich auf dieses und nehmen kaum bis gar keine Glukose mehr aus dem Blut auf. Für die Bauchspeicheldrüse ist das ein Signal, noch mehr Insulin auszuschütten, um den Blutzucker zu regulieren und der Teufelskreis beginnt von vorne.

Ich bin mit 65 Kilo nicht dick aber in laut BMI übergewichtig 🙄 – meine 161 cm „Größe“ helfen mir da nicht weiter – 2 cm größer und ich wäre im „Super – Sie haben Idealgewicht“ Modus.

Nun gut – es ist, wie es ist und ich muss jetzt meinem Kohlehydratkonsum enorm einschränken- sehr schwer für mich und als Bäckerstochter schon gleich zweimal so schwer.

So – Thema Frühstück: ich war glücklich mit einer Scheibe Roggenbrot und etwas Marmelade – Butter mag ich nicht. Kaffee dazu und der Tag konnte gut losgehen. Nun gibts Müsli mit Naturjoghurt und Beeren – für viele ganz normal – ich muss mich umstellen.

Aber ich habe mein Müsli selbst zusammengestellt – nach einem „Rezept“ von meiner Freundin Moni, die ebenfalls ihre Ernährung (aus anderen gesundheitlichen Gründen) umstellen musste.

Für die, die es interessiert:

In einer Pfanne 2 Esslöffel Sonnenblumen-, Kokos- oder Rapsöl erhitzen, 4 Esslöffel Agavendicksaft erhitzen und dann gehackte Mandeln, Sonnenblumen, Chiasamen, Leinsamen, Haferflocken, Sesam, Kokosflocken und was immer ihr an Kernen mögt mit etwas Zimt vermischen und in der Pfanne leicht anbräunen, erkalten lassen und dann in ein Glas mit Deckel füllen.

Das fertige Müsli

Schmeckt wirklich richtig gut! Mit Naturjoghurt und Beeren ein richtig tolles Frühstück.

Ich werde nun mal ein wenig in meinen neuen „Lektüren“ lesen – sind auch tolle Rezepte dabei.

Gehen wir der Insulinresistenz an den Kragen – sie ist sogar mit viel Geduld und eisernem Willen tatsächlich heilbar.