Was ein Juli – was für eine „action“. Deswegen habe ich mich auch schon lange nicht mehr gemeldet – es war einfach wirklich viel los und ich war gut beschäftigt. Und wenn ich nicht beschäftigt war, war ich zu müde oder zu faul, zu bloggen. Aber hier bin ich jetzt noch mal, bevor ich mich dann in den verdienten Urlaub bewege.
Ende Juni hatte ich für einen Kunden eine geniale Flossfahrt auf der Isar fotografiert. Ich lebe jetzt seit über 35 Jahren hier in München und habe so etwas noch niemals gemacht. Umso begeisterter war ich, daß ich dort „mitfahren“ durfte. Und es hat sooo Spass gemacht. Wir sind teilweise Wehre runtergefahren und das war Spaß pur. Und das Witzigste war der Moment, als der Flößer vorne, der das Floß in der Spur gehalten hat, sich vor uns bekreuzigte und dann nach hinten aufs Floß sprang. Hysterisches Gelächter unsererseits und sehr vertrauenerweckend 🙂
25 Flußkilometer in knapp 4 Stunden – das war recht flott, da die Isar noch ziemlich viel Wasser vom Hochwasser Anfang Juni hatte. In Thalkirchen an der Floßlände werden die Flöße dann wieder „auseinandergenommen“ und auf LKW verladen und dann wieder zurück gefahren. Ein Floß kann man für bis zu 7 Fahrten nutzen. Der Flößer erzählte uns, dass er selbst im Wald nach passenden Bäumen sucht, die Stämme fürs Floß müssen alle 13 Meter lang sein. Diese werden dann aneinander genagelt und vertäut. Man sitzt auf Holzbänken, die hintereinander stehen und es geht los. Es hat riesig Spaß gemacht.
Im Juli fotografierte ich dann eine Floßfahrt auf der Donau – das war ein ganz anderes Erlebnis. Dort auf den Flößen stehen Bierbänke und -tische und man kann sich frei bewegen. Hier wurden zwei Flöße miteinander vertäut und es ging los- von Vohburg bis zum Kloster Weltenburg mit Einkehrschwung im Biergarten Eining. Ebenfalls ein ganz tolles Erlebnis. Die Donau floß allerdings weitaus ruhiger und hier gibt es auch keine Wehre. Trotzdem richtig toll.
Wir kehrten dann erst im Biergarten Eining und dann im Kloster Weltenburg ein.
Zum Abschluß fuhren wir noch mit einem Schiff auf der Donau entlang des Donaudurchbruches nach Kelheim – auch das war wunderschön.
Fazit: Solltet ihr mal hier in der Gegend sein, kann ich euch beide Floßfahrten nur empfehlen – es ist etwas Besonderes und Spaß habt ihr auf alle Fälle.
Nachdem wir Kaysersberg verlassen hatten, bogen wir nach ca 15 Minuten auf dem großen „Hauptparkplatz“ von Equisheim ein. 2 Euro Parkgebühr bis 9 Uhr am nächsten Morgen ist schon echt touristenfreundlich.
Erster Eindruck: Genau so schön wie Kaysersberg und Riquewihr:
Hier gibt es – im Vergleich zu den anderen beiden Orten – sehr viele Winzer und Weingüter bzw. Weinverkauf. Männes Paradies. Nun gut, ich bin ja einem guten Tröpfchen gegenüber auch nicht abgeneigt. Aber bevor wir dort einkehrten, wollten wir uns den Ort anschauen und vorallem die Störche sehen.
Und da waren sie auch schon:
Sehr interessant zu sehen: Es gab Kamine, da hatten die Störche einfach ihr Nest draufgebaut und dann gab es Kamine, da war unter dem „Nestgeflecht“ noch ein „Metallgestell“, um die die Störche dann ihr Nest bauten.
Weiter ging es:
Auch in diesem wunderschönen Ort hätte ich noch bleiben können, aber es zog sich mehr und mehr zu und die ersten Tropfen fielen, wir kehrten noch schnell in zwei Weingütern bzw. Weinverkauf ein, probierten wirklich nur einen minimalen Schluck und schleppten unsere 10 Flaschen dann auch wieder quer durch den Ort.
Dann gings nach Hause – wir waren erledigt und ruhten uns erst mal etwas aus, packten dann unsere Taschen, da es am Mittwoch früh wieder gen Heimat ging. Am Abend liefen wir nochmals durch Colmar und sahen uns dort noch in den Ecken um, die wir am Tag vorher nicht gesehen hatten. Es ist einfach wirklich schön hier:
Abendessen gabs dann im „Chez Hansi“ – sehr urig und sehr traditionell – tolle Stimmung, flotte Bedienung, sehr gut besucht und das Essen ausgezeichnet. Ich hatte einen gebackenen Schafskäse im „Mantel“ und Salat – göttlich, sag ich euch:
Wir machten dann noch einen wirklich nötigen Verdauungsspaziergang, nicht nur das Essen, auch der Aperol Spritz und der Wein mußten „verarbeitet“ werden und dann landeten wir tatsächlich noch mal in unserer Hotelbar. Nach einem Rum sour verschanden wir in den Betten.
Diese riesige Skulptur stammt von Frédéric-Auguste Bartholdi, der damals die Freiheitsstatue entwarf. Angeblich ist das die ursprüngliche Gießform des Gesichtes der Freiheitsstatue. Platz genommen haben wir in gehörigem Respekt und Abstand dazu.
Die Heimfahrt am nächsten Tag war abwechslungsreich – wir hatten ja alle Zeit der Welt und fuhren zunächst mal nach Freiburg und besichtigten und bestiegen das Münster.
Danach ein kleiner Roundtrip durch Freiburg – auch eine sehr schöne Altstadt. Ganz nett, die „Hinweise“ auf der Straße, in welche Art Geschäft man nun geht, Apotheke – Obstgeschäft – Buchhandel. Wunderschön gemacht.
Der HeimWEG weiter war das Ziel – wir fuhren über den Titisee in Richtung „Schwarzwaldklinik“ 🙂
Und hier machten wir Halt bei „Professor Brinkmann und Schwester Gabi“ – das ist mittlerweile ein nettes kleines Museum.
Kennt ihr es noch? Die Innenaufnahmen wurden woanders gedreht, die Räumlichkeiten sehen ganz anders aus. Und hier nun das Museum – ein typisches Schwarzwaldhäusl von früher.
Weiter ging es über den Bodensee:
und einen Stopp in Meersburg: (Erinnerungen an unsere Abschlußfahrt der Schule – im November an den Bodensee – schlimmer konnte es uns nicht treffen…)
Kurzer Einkehrschwung zur Nahrungsaufnahme bei Witkoop – seeeehr zu empfehlen:
Und dann ein letzer Blick auf den Bodensee:
Das war unser Kurztrip ins Elsass und es war wirklich schön, tolle Tage, tolles Wetter, wunderbare kleine Orte. Definitiv einen Besuch wert und wir werden auf alle Fälle wiederkommen.
Nachdem wir den entzückenden Ort Riquewihr verlassen hatten, machten wir uns auf den Weg nach Kaysersberg, nur ein paar Autominuten von Riquewihr entfernt. Wir fanden gleich einen Parkplatz vor den Toren des netten Örtchens und begaben uns auf Entdeckungstour.
Kaysersberg auf der Weinstraße, überrascht mit seiner mittelaterlische Stätte rund um die Sainte Croix Kirche und die befestigte Brücke überragen bei der Burg (Ruine der ehemalige freie Stadt der Dekapolis). Seine strategische Lage lässt die die Erinnerung an die römische Straße wiederbeleben, die Elsass und Lothringen verband. Außerdem hat Kaysersberg hat eine reizende Altstadt mit gepflasterten Gässchen und wunderschönen Fachwerkhäusen. Nebenher ist sie die Geburtsstadt Albert Schweitzers und befindet sich außerdem auch noch auf dem Jakobsweg. Also mehrere Gründe, diesen zauberhaften Ort zu besuchen.
Nachdem wir schon ein Weilchen unterwegs waren und nach unserer Uhr auch schon langsam Mittagszeit war, hielten wir Ausschau nach einem kleinen und netten Restaurant. Auf dem Weg dahin kamen wir auch noch an einem Laden vorbei, der selbstgebackenes Brot, Wurst und Käse verkaufte…. schlimm, wenn man da dann auch noch Hunger hat.
Knurrenden Magens liefen wir erst vorbei, drehten dann um und „probierten“ ein paar Leckereien, die hier auch präsentiert wurden. Wirklich sehr lecker und ich kann das nicht: Probieren und dann nix kaufen. Also schleppten wir dann auch noch diverse Salamis, geräucherten Speck und andere Leckereien durch die Gegend. Weiter ging es in diesem wirklich wunderschönen Örtchen:
Ich hätte hier stundenlang Verweilen können, ein Ausblick gemütlicher und schöner als der andere. Liebevoll dekorierte Fachwerkhäuser, nette kleine Lädchen, gemütliche Bistros und so kam es, daß wir dann auch Platz in einem fanden. Traditionell gabs für uns Flammkuchen und eine sehr besondere Limonade – sehr intensiv und erfrischend.
Und „er“ hatte unsere Aufmerksamkeit erregt. Ich habe ja eine kleine Kamera, die ich mit dem Handy auslösen kann und so positionierte ich die Kamera so, daß er zu sehen war, ich schaute ins Handy und konnte ihn fotografieren, so, daß er es nicht mitbekommen hat. Nicht wirklich „richtig“ aber hätte ich einfach in die Gegend fotografiert, wäre er ja auch mit auf dem Foto gewesen.
Mit der „Batschkapp“ hätte ich ihn glatt für einen Franzosen halten können, aber mit seinem Begleiter, der dann um die Ecke kam, sprach er einwandfreies Deutsch.
Frisch gestärkt machten wir uns dann auf den Weg zurück zum Auto, denn Equisheim, der Ort mit ganz vielen Störchen und Störchennestern auf den Dächern des Ortes, wollten wir auch noch anschauen.
Hier das Denkmal von Albert Schweitzer, das Museum hat ausgerechnet am Dienstag geschlossen (natürlich waren wir Dienstag hier).
Hier in der „Poteries Alsacienne“ fand ich doch tatsächlich noch ein tolles Mitbringsel oder auch Geschenk für liebe Freunde – eine Käseplatte mit verschiedenen Messern dazu. Hab ich gleich mal drei Stück erstanden – preislich völlig okay, praktisch ist es auch und sieht auch noch schön aus.
Und hier noch ein paar Eindrücke auf dem Weg zurück zum Auto:
Zurück zum Auto, mittlerweile war die Luft schon leicht schwül und es zeichnete sich in der Ferne ab, daß es wohl in der nächsten Stunde zumindest regnen würde. Also, wir ins Auto und gen Equisheim gefahren. Die Entfernungen hier sind wirklich minimal, man ist innerhalb von 15 Minuten im nächsten wunderschönen Ort. Herrlich.
Eine turbulente Woche liegt hinter uns – am Dienstsg hatte ich vormittags noch eine Kreisvorstandssitzung und am Abend waren wir auf dem „Tollwood“ – ein Festival der etwas anderen Art hier in München.
Sehr viele „alternative“ Stände mit Klamotten, Schmuck, Schnickschnack, besonderem Essen und einem Musikzelt, in dem sich tolle Bands und Sänger/innen die Ehre geben.
Wir waren doch tatsächlich bei Take That und ich sag euch: die 3 verbliebenen Jungs haben es wirklich noch richtig drauf. Ich war nie DER Fan der Gruppe, aber in den 90ern und auch Anfang der 2000 er kam man nicht drumherum: Back for good, Giants, Patience, The Flood… konnte ich mitsingen.
Am Mittwoch hatte ich ein richtig gelungenes Portrait-Fotoshooting zur Präsentation einer Website – mal schnell etwas Druck aufgebaut – die MÜSSEN genial werden😉. Natürlich sind alle meine Fotos genial – gar keine Frage 🙄😉.
Am Donnerstag trafen wir uns spontan mit unseren Berliner Freunden, die aus dem Italienurlaub zurück kamen und hier in München Station machten. Es ist immer wieder toll mit den beiden, wir sehen uns nicht oft, aber wenn, dann ist es so, als hätten wir uns letzte Woche getroffen..,
Freitag einkaufen und Wäsche machen – Haushaltskram eben und wie ich so im Garten sitze und mir denke: alles erledigt, was mach ich denn jetzt?, fällt mir mein Makrameegarn ein,, dass ich mir vor Monaten mal gekauft und es dann auch gut verräumt hatte.
Also – raus damit und mal YouTube durchgeguckt und auch gleich etwas für den Garten und laue Sommerabende (wann und wo auch immer die in diesem Jahr stattfinden werden) gefunden.
Makramee war in den 1970 er Jahren der letzte Schrei – überall begegnete man Blumenampeln und Eulen an der Wand – aus Makramee geknotet. Und genau diese Kunst ist wieder auf dem Vormarsch.
Also Anfängervideo abgespielt und los ging die Knoterei mit diesen Ergebnissen, auf die ich recht stolz bin : Achtung Friends and neighbours, demnächst gibt’s solche Mitbringsel 😉)
Am Abend stand dann ja das EM Viertelfinale der Deutschen gegen die Spanier an und ich fand den Ausgang soooo ungerecht. Wir haben auf lange Zeit viel besser gespielt als die Spanier, wir haben den Handelfmeter nicht bekommen und unsere Jungs haben sogar nach dem 2:1 für Spanien noch soooo gekämpft… es ist, wie es ist und alle nebst Bundestrainer haben meinen tiefsten Respekt und sind meine Europameister des Herzens.
Am Samstag gabs Frühstück im Garten und in der Küche hatte ich ein Paket Butterbrot-Tüten liegen – was macht man daraus? Diesmal zeigte es mir Instagram und YouTube
Am Nachmittag sind wir zu Fuß zum nahe gelegenen Oldtimer-Treffen marschiert und haben uns dort umgeguckt – tolle alte Schlitten, super gepflegt und hergerichtet .
Eigentlich wollten wir dort eine Kleinigkeit essen aber nachdem mein Ernährungsplan im Moment weder für Pommes noch für Wurst in der Semmel ausgelegt ist, trabten wir wieder die 2,5 km nach Hause. Bei 31 Grad – in der Sonne – Gluthitze – mittags um 15.00 Uhr ., Ich war total erledigt und fix und alle, als wir zu Hause ankamen.
Am späten Nachmittag grillten wir noch – Männe mit leckerem Fleisch und ich bekam Schafskäse gefüllte Paprika und Pimentos und ein wenig Putenfleisch. Kaum saßen wir am Tisch, bogen sich Bäume und Sträucher im Wind und es prasselte los, Störte uns unter der Pergola recht wenig.
So – und nun ist Sonntag und es regnet und ich werde mich noch ein paar Knoten mit Makrameegarn hingeben 😉
Um halb acht legten wir in Willemstad auf Curaçao an. Wie auch schon Bonaire sah selbst vom Schiff aus schon alles wieder so bunt und fröhlich aus. Karibisch eben.
Die niederländische Insel in der Karibik hat rund 150.000 Einwohner und vereint dabei mehr als 50 Nationalitäten, so dass man hier auf eine vielschichtige Kultur trefft und deshalb auch die Sprachvielfalt kaum verwunderlich ist. Dass auf Curaçao so viele Kulturen zusammenleben, liegt an der ereignisreichen Geschichte. Die Insel war nämlich in spanischer, britischer und niederländischer Hand und diente dabei zeitweise als wichtigster Stützpunkt für den Sklavenhandel in der Karibik. Davon zeugen noch heute die alten Kolonialhäuser mit ihren Hütten für die Sklaven, die man überall auf der Insel entdecken kann.
Wunderschöne Gebäude aus drei Jahrhunderten sahen wir auf unserem Weg durch Willemstadt. Die Innenstadt mit ihren wirklich zauberhaften Bauten im Kolonialstil gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe (für mich auch sehr verdient).
Wir verließen das Schiff gegen 10 Uhr und machten uns auf den Weg in die City, die mit 12.000 Einwohnern zu einer der größten Städte der Karibik zählt. Sehr gepflegt, sehr ordentlich, sehr bunt und fröhlich. Charakteristisch für Willemstad sind die bunten Häuser mit verschnörkelten Fassaden, die man überall in der Stadt zu sehen bekommt und die in jedem Reisebericht erwähnt werden. Vor allem die farbenfrohen Häuser im Stadtteil Punda an der Handelskade, die ihren Ursprung in der Kolonialzeit haben, sind ein allzeit beliebtes Fotomotiv. Insbesondere das Penha-Gebäude, das mit seinen vier Glockengiebeln und dem roten Ziegeldach ebenfalls im Kolonialstil gefertigt wurde, ist eine echte Attraktion. Heute gehören genau diese Gebäude im historischen Zentrum von Willemstad mit zum UNESCO Weltkulturerbe.
Die St. Anna-Bucht teilt die Stadt in Punda im Osten und Otrobanda (wörtlich übersetzt „andere Seite“) im Westen. Die Queen Emma-Brücke, auch bekannt als die schwingende alte Dame, verbindet die beiden Seiten der Hauptstadt.
Ich konnte nicht genug von den bunten Häusern bekommen. Einfach nur schön.
Wir verbrachten fast den ganzen Tag hier und entdeckten in jeder kleinen Straße eine Besonderheit – auch hier zeigte sich langsam, daß es nicht mehr lange bis Weihnachten ist. Schon ein komisches Gefühl, in Shorts und Tshirt und mit Sonnenbrille an Weihnachtsbäumen und Schneemännern entlang zu schlendern.
Ein schöner Spaziergang zurück zum Schiff und einen wunderschönen Abend an Bord im Surf und Turf Restaurant verbrachten wir noch und dann gings schnurstracks in die Koje.
Nachdem wir nun 5 Inseln entdeckt und viele Eindrücke und Erlebnisse hinter uns gebracht hatten, hieß es nun Seetag. Das bedeutet: Ausschlafen, viel Zeit zum Lesen, Schiff umrunden, Relaxen und trotzdem die Augen aufhalten.
Wir wollten uns heute eigentlich auf einem Liegestuhl an Decke häuslich einrichten, aber bis wir das erste mal unsere Nase ins Freie hielten, war da schon relativ viel los. Wir umrundeten die Mein Schiff und entschieden uns, es uns auf unserem Balkon gemütlich zu machen.
Vorteil: Ruhe, Platz für uns, Blick aufs Meer und dort gabs auch viel zu entdecken:
Und nicht nur der Blick nach oben brachte herrliche Fotomotive – auch nach unten sah es toll aus:
Auch so ein Faulenzertag hat etwas – ich habe meine Fotos etwas „aussortiert“, mein Buch weitergelesen und wir haben es uns einfach gut gehen lassen und die vergangenen Erlebnisse und Eindrücke etwas nachwirken lassen. Ich habe mein Reisetagebuch aktualisiert und so verging der Tag auch recht schnell.
Und am nächsten Tag gings dann auch schon wieder mit dem Islandhopping weiter: Heute stand das „B“ der niederländischen ABC-Inseln (Aruba, Bonaire und Curaçao) auf dem Plan: Bonaire: Bonaire ist eine besondere Gemeinde der Niederlande und Teil der Niederländischen Antillen. Bonaire besteht neben der Hauptinsel auch aus der Nebeninsel Klein Bonaire. Die Insel Bonaire ist touristisch bisher sehr wenig erschlossen, gilt in Taucherkreisen aber als absoluter Geheimtipp und zählt zu den 10 schönsten Tauchrevieren der Erde. Und Staatsoberhaupt ist tatsächlich König Willem-Alexander.
Wir kletterten nach dem Frühstück in einen Bus und fuhren an der Küste entlang.
Hier verlebten wir eine tolle Zeit, die Natur und die Landschaft ist einfach einmalig her – weiter gings dann zum Washington Nationalpark.
Weiter südlich kamen wir dann zu den Salzbergen von Bonair und den ehemaligen Sklavenhütten.
Die Hütten wurden 1850, zur Zeit der Sklaverei, gebaut. Sie dienten als Unterkunft für Sklaven, die in den Salzpfannen arbeiteten, um Salz, eines der wichtigsten Exportgüter von Bonaire, zu sammeln und zu verladen. In den Zeiten der Sklaverei auf Bonaire, waren Sklaven für den Salzabbau zuständig. Die Hütten dienten zum Schlafen und Aufbewahren persönlicher Habseligkeiten. Jeden Freitagnachmittag wanderten die Sklaven sieben Stunden lang von Rincon hierher, um das Wochenende mit ihren Familien zu verbringen, sonntags marschierten sie wieder zurück. Auf Bonaire standen vier Obelisken, die den ankommenden Schiffen als Wegweiser dienten. Die Obelisken waren rot, weiß, blau und orange (die Farben der niederländischen Flagge) lackiert.I Aus diesem Grund stehen die keinen Hütten auch im Süden der Insel in unmittelbarer Nähe zu . In den weißen Hütten die direkt am Strand gebaut sind schliefen die Sklaven unter der Woche. Am Wochenende nächtigten Sie in Rincon. Der Weg dorthin war mit einem harten siebenstündigen Fußmarsch verbunden. Die Sklavenhütten wurden im Jahre 1850 errichtet und sind noch heute in einem sehr guten Zustand.
Nach ca 5 Stunden gings wieder mit dem Bus zurück, wir liefen noch etwas durch Kralendijk, bestaunten die schönen, bunten Häuser, kehrten in einer kleinen Bar ein und ließen den Nachmittag gemütlich ausklingen. Kralendijk ist der Hauptort von Bonaire. Rund 12.000 Menschen leben dauerhaft in dem Ort, der trotz der geringen Einwohnerzahl den größten der Insel darstellt. Einst gegründet aus mehreren kleinen Dörfern, ist er mittlerweile die Hauptanlaufstelle, wenn es um das Betrachten von Sehenswürdigkeiten geht. Er wurde rund um das Fort Oranje gebaut, das sich am Hafen befindet und mit seiner gelben Optik ein absoluter Hingucker ist. Alte Gebäude wie das Regierungshaus aus dem frühen 19. Jahrhundert und die typisch farbenfrohen Hausfassaden sieht man beim Stadtbummel. Ebenso bunt leuchtet die San Bernardo Catholic Church in Kralendijk.
Um 18.30 Uhr hiess es „Alle Mann an Bord“ und um 19.00 Uhr legten wir ab und die Mein Schiff 3 schipperte in Richtung Curaçao – und wir merkten nichts davon, daß wir uns auf einem schwimmenden Hotel befanden.
Ha – und hier zeigte sich langsam ein weihnachtlicher Glanz – das „Gerüst“ stand schon mal – gut, wir hatten den 27. November.
Anfang des Jahres hatten meine Schwester (sis) und ich uns entschieden, mal ein gemeinsames „Schwesternwochenende“ zu machen – Wochenende war es dann nicht, wir sind von Mittwoch bis Freitag unterwegs gewesen und verschlagen hat es uns nach Salzburg.
Ich „kenne“ Salzburg schon recht gut, meine sis nicht und so dachten wir: Gute Idee, wenn sich zumindest eine etwas auskennt. Sprachs, ich buchte ein Hotel und der Termin war fix.
Ich liebe ja booking.com – eine Plattform, die es einem gut möglich macht, das passende Hotel zu finden. Vorteil ist, daß man in ganz vielen Hotels bis zum Anreisetag kostenlos stornieren kann. Nachteil ist, daß sie fast immer auf den Originalpreis des Hotels aufschlagen (und das nicht zu knapp) – aber klar, sie haben die Arbeit, stellen Fotos ins Netz, verarbeiten die ganzen Informationen und „kassieren“ dafür natürlich. Wer von uns arbeitet schon umsonst.
Ich habe also gesucht – und auch gefunden. Luxus brauchten/wollten wir nicht, wir wollten einen Platz zum Schlafen und den evtl. zentrumsnah. Aber für zentrumsnah zahlt man eben auch den zentrumsnahen Preis und so fanden wir eine wirklich tolle Alternative zu teuer und zentrumsnah und billig und am A. der Welt – das Motel ONE Salzburg Süd. Und vom Preis keinerlei Aufschlag seitens booking.com
Ca. 3 km von der Innenstadt entfernt und mit Bushaltestelle direkt vor der Haustür – und für 90 Euro pro Nacht im Einzelzimmer bzw. Doppelzimmer mit Einzelnutzung. Wir haben im Mai gebucht und wollen ursprünglich auch mit dem Zug und Bayern Ticket hier von München aus fahren – die EM hat uns davon abgehalten. Hätte recht voll in den Zügen sein können – Sitzplatzreservierung funktioniert beim Bayern Ticket nicht und so fuhren wir mit dem Auto.
Erst musste meine sis noch vom Heimatstädchen nach München kommen – mit dem Zug am Dienstag früh. Abholen vom Bahnhof mit dem MVV – parken am/um den HBH München im Moment unmöglich, da der Bahnhof umgebaut wird und es wirklich nie Parkplätze dort gibt.
Und wie es sehr oft so ist, wenn ich den MVV brauche… :momentane aber schon behobene Störung – dauert aber noch an – kann nicht weiterfahren – bitte umsteigen… Frau kennt das und wird deswegen nicht mehr ärgerlich, rollt aber mit den Augen. Is‘ so.
Dienstag hatten wir noch einen netten Nachmittag, abends – das Wetter war vielversprechend – grillten wir und saßen noch bis Mitternacht draußen. Und am Mittwoch vormittag gings los – Wetteraussicht nicht sooooo rosig, aber wir sind ja nicht aus Zucker, Schirme im Gepäck und „das wird schon“ im Kopf.
Kurzer Stau bei Achenmühle – Umleitung in Salzburg, die das Navi ignoriert hatte – und trotzdem schafften wir es in 1,5 Stunden von München aus in die Parkgarage Mönchsberg – Wetterapp zeigte ab Nachmittag Wolken und Regen, also wir noch schnell zumindest einen flotten Rundgang im Sonnenschein.
Von dort aus ist man in knapp 5 Minuten zu Fuß im Zentrum von Salzburg – am Dom oder in der Getreidegasse. Unser erstes Ziel war „die Burg“ – so sagt es aber kein Salzburger – hier heißt es „Die Festung Hohensalzburg“.
Ein paar Informationen aus Wikipedia gemopst: Die Festung Hohensalzburg ist das Wahrzeichen der Stadt Salzburg. Sie liegt auf einem Berg oberhalb der Stadt, dem Festungsberg, der sich nach Nordwesten in den Mönchsberg fortsetzt. Der Ausläufer im Osten des Festungsberges heißt Nonnberg, auf dem sich direkt unter den östlichen Außenanlagen der Festung – den Nonnbergbasteien – das Benediktinerinnenstift Nonnberg befindet. Die Festung Hohensalzburg ist mit über 7.000 m² bebauter Fläche (einschließlich der Basteien über 14.000 m²) eine der größten Burganlagen Europas, die ins 11. Jahrhundert zurückreicht. Als eine der größten vollständig erhaltenen Burgen Mitteleuropas hat sie jährlich über eine Million Besucher und ist damit die am häufigsten besuchte Sehenswürdigkeit Österreichs außerhalb Wiens. Im Jahr 1077 erbaute Erzbischof Gebhard die Festung. In den darauffolgenden Jahren waren seine Nachfolger für die Weiterentwicklung der Festungsarchitektur verantwortlich. Um 1500 erhielt die Festung unter Erzbischof Leonhard von Keutschach ihr heutiges Erscheinungsbild. Ursprüngliches Ziel der Festung war es, das Fürstentum und die Erzbischöfe vor feindlichen Angriffen zu schützen. In all den Jahren wurde sie nie von auswärtigen Truppen eingenommen.
Man kann – sportlich – natürlich zur Burg – ähh – Festung hinaufschnaufen – wir sind sportlich in die FestungsBahn hineingesprungen – hoch und wieder hinunter pro Person stattliche 14,50 Euro – aber es ist es wirklich wert. Auch wenn ich jetzt schon zum dritten Mal oben war. Die FestungsBahn ist Österreichs älteste noch in Betrieb befindliche Standseilbahn.
In knapp 3 Minuten ist man oben und kann einen wirklich traumhaften Blick genießen.
Es gibt in der Festung auch noch ein Museum (haben wir ausgelassen) und diverse interessante zu sehen und zu entdecken.
Nachdem wir uns eine gute Stunde hier oben aufgehalten hatten, gings wieder abwärts und unser nächster Stopp war der Dom. 5 Euro Eintritt zur „Erhaltung“ haben wir pro Person gezahlt und fanden das auch gerechtfertigt. Täglich kann man dort um 12 Uhr den Klängen der verschiedenen Orgeln lauschen, wir hatten das verpasst und konzentrierten uns auf das Optische dieses wirklich wunderschönen Doms.
Mittlerweile hatte sich ein kleines Hüngerchen eingeschlichen und wir schauten nach einer Kleinigkeit – im Cafe Reitschule fanden wir ein Plätzchen und gönnten uns jeder einen Salat, ein Wasser und ein Käffchen hinten drauf.
Und wie wir da so entspannt sitzen, hörten wir es in der Ferne grummeln, es hatten sich dicke Wolken aufgebaut und die Luft war zum Schneiden dick… da lag etwas in der Luft.
Wir liefen dann in Richtung Getreidegasse und da hat es uns dann erwischt – ein richtig dolles Gewitter mit sintflutartigem Regen zwang uns dazu, uns in den Arkaden unterzustellen und amüsiert zuzuschauen, wie ein Souveniershop-Besitzer wohl das Geschäft seines Lebens machte. In den 10 Minuten, die wir da standen und warteten, hatten ca 20 Menschen sein Geschäft mit einem erworbenen Schirm verlassen.
Nach dem Regenschauer machten wir uns erst mal wieder in Richtung Auto und suchten unser Hotel auf. Von der Innenstadt in ca 10 Minuten angekommen, sehr freundlicher Empfang, kurzes Einchecken, das eigentlich nur noch aus zwei Unterschriften bestand, Bezahlen im Voraus und dann Keycard in die Hand gedrückt bekommen und ab aufs Zimmer.
Zimmer top, zwar kein Schrank in dem Sinne (keine Türe zum Schließen), aber Kleiderbügel und Regale, um gut Klamotten für ein paar Tage unterzubekommen. Das Bad klein, aber vollkommen ausreichend, Dusche richtig toll, Föhn vorhanden, einen Tisch und Stuhl, free WiFi, Klimaanlage, Safe und großes Fenster zum Kippen. Wir hatten zwar ein Zimmer zur belebten Straße raus, aber bei geschlossenem Fenster hörte man wirklich gar nichts. Garage gibt es gegen ein geringes Entgeld von 11 Euro pro Tag, ist zwar keine hauseigene aber egal. Das Auto ist von der Straße weg und überdacht. Wir richteten uns etwas ein, legten die Füße ein Stündchen hoch und machten uns dann wieder auf dem Weg in die City.
Wir fuhren mit dem Auto wieder zur Mönchsberggarage und marschierten los auf die andere Seite der Stadt. Dort ist das Hotel, in dem ich letztes Jahr mit meinen Mädels war und ich habe mich erinnert, daß wir da schön zu Abend gegessen hatten. Und auf dieser Seite der Stadt ist auch das Schloss Mirabell und der Mirabellgarten. Da wollten wir noch kurz hin. Also sind wir durch die Getreidegasse dann auf die andere Seite, dort am Hotel Sacher vorbei und in den Mirabellgarten. Das Schloss Mirabell selbst kann man nicht besichtigen, da sind diverse Behörden bzw. deren Büros untergebracht. Also lustwandelten wir durch den Mirabellgarten.
Wir fanden dann auch das Lokal von letztem Jahr, hatten einen netten Abend und marschierten gegen halb zehn wieder gen Garage und wollten noch einen Absacker in der Hotelbar nehmen.
Haben wir dann auch und fielen danach ziemlich erledigt in unsere Betten – gut 16.000 Schritte auf dem Pedometer :
Am nächsten Morgen frühstückten wir schnell ausserhalb – 16 Euro fürs Frühstück im Hotel sind zwar nicht viel, aber bei dem bißchen, was wir beide zu uns nehmen, doch auch übertrieben. Wir hatten dann Frühstück zusammen für 12 Euro und waren satt bis spät mittags :).
Heute stand Schloss Hellbrunn und die Wasserspiele auf der „to see“- list. Ich war da mal als ca 14-jährige, als wir eine Woche mit der Schule in Berchtesgaden im Schullandheim waren. Erinnerungen hatte ich so gut wie keine mehr und von daher war auch alles „neu“. Mit einem Eintrittspreis von 14 Euro auch kein Schnäppchen, allerdings sind Schloss und Wasserspiele den Betrag wirklich wert.
Und auch hier etwas Geschichte dazu: Fürsterbischof Markus Sittikus (im Amt von 1612 bis 1619) liess sich als Fluchtort von den öden Alltagsgeschäften im Süden der Stadt ein kleines Lustschloss, eine villa suburbana nach italienischem Vorbild, von einem weitläufigen Park umgeben, errichten. Verantwortlich für das Gesamtkunstwerk war der Baumeister des Salzburger Domes, der Italiener Santino Solari. Teil der Inszenierung war die kilomenterlange, schnurgerade Hellbrunner Allee, die man früher mit der Kutsche befuhr.
Die Wasserspiele: Spontan einsetzende Wasserfontänen aus Boden oder Wänden sorgen für hysterisches Gekreische und Gelächter. Das eigentlich Besondere jedoch sind die fünf hochkomplizierten Wasserautomaten, deren Figuren und Gegenstände von Wasserkraft, über Zahnräder und Wasserrad angetrieben werden. Diese weltweit einzigartigen Konstruktionen gehen auf antikeTraktate zurück. Die Wasserspiele starten im Moment um 10.15 Uhr und nicht, wie oft angegeben, um 09.30 Uhr. Sollte man etwas zu früh da sein, geht man eben zuerst in das Schloss – wir hatten sehr viel Glück, wir waren gegen 10 Uhr im Schloss und es war – bis auf eine Schulklasse – sonst fast keiner da.
Uns hat ganz besonders das mechanische Theater gefallen. Vor einem turmartigen Palast spielt sich das höfische Leben ab, das Gebäude gibt Blicke ins Innere frei und 141 bewegliche und 52 unbewegliche Figuren beleben die Szenerie. Betrieben wird dieses Theater eben auch mit Wasserkraft.
Im Schloss selbst fühlt man sich erst mal bei der Einlasskontrolle wie im 17. Jahrhundert – ein etwas in die Jahre gekommener aber sehr freundlicher Herr mit einer Haarpracht aus eben genau dem Jahrhundert – allerdings nicht weiß, sondern einwandfrei pechschwarz getönt – kontrolliert den Einlass und wünscht dann einen schönen Aufenthalt.
Man ist relativ schnell durch in diesem Schloss – mich hat vor allem das Musikzimmer fasziniert – das Einhorn war unheimlich, weil es sehr echt aussah, der Spiegelpavilion im Garten war witzig und das Schloss mit der schnurgeraden Allee war wirklich toll. Wir hätten auch noch länger hier verweilen können, aber das Wetter war – im Gegensatz zur Vorhersage – einfach zu schön, um sich inhäusig aufzuhalten. Wir wollten zumindest noch mal an den Mondsee.
Wir fuhren dann mit dem Auto an den Mondsee…
… und danach auch noch an den Wolfgangsee – ins Weiße Rössl haben wir es aber nicht geschafft 🙂
Hier saßen wir noch in einem netten Café und gönnten uns einen Eiskaffee – meine Bauchspeicheldrüse war bestimmt kurzzeitig überfordert – kennt sowas ja gar nicht mehr.
Und dann fuhren wir wieder gen Salzburg – diesmal über die Landstraße und das war sehr viel schöner und auch kürzer als die Hinfahrt über die Autobahn. Kurzes Ausruhen und frisch machen und dann hieß es nochmals ab in die City – die Parkgarage kannte uns schon und wir sie. Wir bummelten die Getreidegasse noch etwas hoch und wieder runter, kehrten in ein paar Souvenierläden ein, natürlich auch ins „Manner“-Paradies und landeten zum Abendessen beim Italiener, das Wiener Schnitzel Essen draußen sitzend nicht möglich war, alles voll. Und rein setzten wollten wir uns bei diesem Wetter auch nicht.
Hier im „La Stella“ saßen wir sehr nett und lange und begaben uns gegen 10 Uhr wieder gen Heimat, gönnten uns noch einen Absacker in der Hotelbar und waren gegen 23 Uhr in den Betten – mit knapp 21.000 Schritten auf dem Pedometer….
Am nächsten Morgen saßen wir um 9 Uhr beim Frühstück und begaben uns gegen halb 10 auf die Heimreise. Hier in Salzburg hatte es sich etwas zugezogen, aber kaum hatten wir Deutschland wieder erreicht, kam die Sonne und blauer Himmel zum Vorschein. Kurzentschlossen entschieden wir uns, noch einen Stopp am Chiemsee zu machen und von Gstad zur Fraueninsel überzusetzen. Wenn wir schon dran vorbeifahren….
Auch der Chiemsee ist immer wieder toll – ich liebe es hier. Wir kommen viel zu selten hin, obwohl es für uns nur ungefähr eine Stunde Fahrtzeit ist, aber die Autobahn ist IMMER voll und es gibt keinen Tag, an dem man nicht am Irschenberg und dann vorm und am Chiemsee und in Prien steht. Von daher sind unsere Ausflüge hierher selten.
Wir umrundeten die Fraueninsel, kehrten zu einem kleinen Mittagssnack ein und fuhren dann wieder zurück nach Gstad. Dort wartete Männe schon, der kam von München mit dem Cabriolet und natürlich entschloss sich meine sis, dann lieber bei Sonnenschein mit Männe im Cabrio zurückzufahren (Verräterin :)).
FAZIT: Zwei wunderschöne Tage in Salzburg, wir haben sehr viel gesehen und zwei Tage reichen für einen ersten Eindruck dieser schönen Stadt sicher. Natürlich kann man das noch sehr ausdehnen mit diversen Museen und Shoppingtouren. Aber wir beide sind weder die Shopping Queens noch die harten Kulturfreaks. Uns waren die Aktionen im Freien wichtiger und so war es für uns ideal. Wem es nichts ausmacht, etwas ausserhalb zu wohnen, dem kann ich das Motel One Salzburg Süd wirklich empfehlen, mit Bushaltestelle direkt vor der Haustüre ist man in 20 Minuten in der City, mit Auto braucht man vielleicht 15 Minuten, ist etwas unabhängiger.
Unser schwimmendes Hotel brachte uns auch in dieser Nacht wieder ruhig zur nächsten Insel: Grenada. Grenada ist die südlichste „Insel über dem Wind“. St. George’s zählt zu den schönsten Hafenstädten und hat einiges an der Kaipromenade zu bieten: malerische Kolonialarchitektur und historische Lagerhäuser, einen bunten Markplatz und die Gewürzhallen. Hier liegt stets ein besonderer Duft nach Muskat, Zimt oder Vanille in der Luft, die Grenada auch den Namen „Gewürzinsel“ einbrachte.
Wir zogen heute auf eigene Faust los und erfreuten uns erst einmal an den tollen karibischen Klängen der steeldrums – einfach herrlich, leicht, fröhlich und unbeschwert.
Wir suchten uns einen Taxifahrer und stiegen ins Auto – huiii, die Straßen waren im Gegensatz zu denen der anderen Inseln hier in ziemlich marodem Zustand und der Taxifahrer bzw. dessen Auto schien auch nur 2 Gänge zu haben. Ich bekomme immer leichte Zustände, wenn ich den armen Motor so jaulen hören muss.
Aber egal, unser Taxifahrer fuhr uns erst einmal zu einem kleinen Kiosk, dessen Besitzer – welch ein Zufall – ein guter Freund von ihm war :). Da bekamen wir dann die Geschichte der Muskatnuss erklärt und natürlich nahmen wir auch ein paar davon mit nach Hause – wir haben heute noch welche 🙂
Weiter gings zu einer „Badestelle“ – ich war froh, daß ich kein Badezeugs dabei hatte – mich hier in Reih und Glied anzustellen, fand ich jetzt eher nicht so toll…
Wir fuhren weiter und kamen zum Grand Etang Nationalpark – und da gefiel es uns richtig gut. Wir liefen eine gute Stunde umher und all die Taxifahrer, die ihre Gäste hier hin gekarrt hatten, unterhielten sich und hatten ihren eigenen Spaß. Der Grand Etang National Park befindet sich relativ mittig zwischen St. George’s und Grenville
Ich konnte mich ja gar nicht sattsehen an dieser netten und besonderen Affenart, die in den Bäumen hin und her sprangen – soooo nett anzuschauen:
Sind die nicht ganz goldig? Die haben sich auch nicht durch das Klicken des Fotoapparates irritieren lassen.
Hier sind wir am Grand Etang See – der Kratersee liegt in der Mitte der Insel. Der See an sich ist von der bloßen Betrachtung her relativ unspektakulär. Die Besonderheit liegt eher in den geologischen Tiefen, denn Grenada ist neben Dominica die einzige Insel mit einem Kratersee, der wahrscheinlich vor zehntausenden Jahren entstanden ist. Am nächsten dran ist man dem Grand Etang Lake natürlich direkt am Ufer, den besten Überblick hat man jedoch vom Besucherzentrum aus. Ungeklärt ist noch heute die Entstehung des Sees, der zwar mehrere Abflüsse hat, jedoch keinen sicht- und erkennbaren Zufluss. Wunderschöne Pflanzen wachsen hier ebenfalls .
Wir machten uns dann wieder auf den Heimweg, genossen ein paar tolle Ausblicke von unterwegs und ließen uns dann – mit genauer Wegbeschreibung, wie wir wieder zu unserem Schiff kommen – von unserem Taxifahrer „entlassen“ und marschierten gen Schiff.
Wir erreichten unser Schiff wieder wohlbehalten und hatten wieder einen richtig tollen, aufregenden Tag – viele Eindrücke, viele Ausblicke und richtig im Karibikfieber. Der nächste Tag war ein Seetag und so hatten wir viel Zeit: zum Ausschlafen, Faulenzen, Lesen, Fotos checken und sortieren und ganz viel Zeit für uns
Der heutige Tag versprach wieder, spannend zu werden. Während wir in unseren Kajüten langsam wach wurden, hatte sich die Mein Schiff 3 schon einen netten Platz vor der Insel St. Lucia gesucht und dort geankert. Ich vermute, alle Liegeplätze im Hafen waren schon belegt und so mußte die Mein Schiff eben auf Reede liegen. Um so spannender für uns, hieß es doch heute dann: Alle Mann auf die Tenderboote – heute wird getendert.
St. Lucia zählt zu den landschaftlich schönsten Inseln der Karibik, dicht bewaldet, Berge, Regenwälder , Kakao- und Bananenplantagen, überall sattes Grün und exotische Blumenpracht. Die Pitons (frz. Bergspitze) sind das Wahrzeichen von St. Lucia. Gros Piton und Petit Piton sind die beiden Vulkankegeln, die es wohl auf fast jedes Urlaubsfoto von hier schaffen.
Für uns hiess es früh aus der Koje – Abfahrt mit dem Tenderboot um 07.45 Uhr. Es ist schon ein irres Gefühl, dann in so einem kleinen Tenderboot „unten direkt auf dem Wasser“ zu sitzen und auf das riesige Schiff zu schauen… Man kommt sich recht klein vor…
Wir fuhren auf die Insel St. Lucia – die Hafenstadt Castries war schon gut besucht und hier tummelten sich allerhand Menschen.
Unser Katamaran war auch schon vor Ort und so konnten wir relativ schnell einen wirklich guten Platz ziemlich weit vorne ergattern und dort liessen wir uns auch häuslich nieder.
Ziemlich bald ging es los in Richtung Pitons und die Bucht Marigot Bay. Die ganze Zeit überlege ich, daß es mal einen Songtitel gab und mein googeln hat ergeben: Ja, ich habe Recht. In den 80ern gab es die Mädelsgruppe „Arabesque“ mit der Sängerin „Sandra“ und die hatten einen Song mit diesem Titel. Habe ich mir gerad angehört und es ist der typische 80-er Sound.
Kurz nach Ankunft ging es auch gleich los, vorbei an wunderschönen Buchten, knallgrünen Hügeln, dickt bewaldet und einer faszinierenden Vegetation.
Hier unser Stopp an der Marigot Bay:
Und natürlich gab es auch etwas Touri Nippes – kleine Wasserschildkröten aus Steinen und „Perlen“ – aber ein paar Dollares muss man ja auch auf der Insel und bei den Inselbewohnern lassen, oder?
Weiter ging es dann mit den Segeln immer gut im Wind an der Küste St. Lucias entlang und in Richtung Pitons – es war sehr schön und kurzweilig, obwohl wir einfach nur da saßen und die Landschaft genossen. Die Natur – unglaublich schön.
Viel zu schnell mussten wir wieder umkehren und nach Castries zurücksegeln. Ein toller Tag mit vielen tollen Eindrücken, Ausblicken und Momenten. Wir bummelten noch etwas im Hafen entlang und bewegten uns dann wieder mit einem Tenderboot in Richtung „momentane Heimat“ – die Mein Schiff 3
Wieder schipperte die Mein Schiff 3 ruhig durch die Nacht, während wir im Land der (Bananen- und Rum)-Träume waren. Um 07.30 Uhr erreichten wir Guadeloupe.
Bonjour Pointe- à -Pitre, Guadeloupe:
Nach dem Frühstück hieß es für uns auch wieder los zum Ausflugsziel. Wir hatten heute einen Ausflug auf eigene Faust gebucht – aber zunächst gingen wir von Bord und bummelten durch den kleinen Fischerort. Bunt, turbulent und einfach karibisch locker.
Unheimlich interessant, diese Eindrücke, diese Gerüche, diese Ausblicke – es war exotisch, karibisch, fremd und doch vertraut.
Weiter gings:
An einem Friedhof kamen wir auch noch vorbei:
Und dann wollten wir doch einmal das karibische Wasser testen – wir fuhren mit dem Bus nach Pointe-à Pitre. Dort bummelten wir zunächst über den Markt am Placede de Victorie, bevor wir uns in die karibischen Fluten stürzten. Strand und Meer von Guadeloupe ist einfach Paradies pur.
Der heutige Tag war eher unspektakulär, dafür erholsam und trotzdem interessant. Wir waren ca 5. Stunden unterwegs und waren trotz wenig Programm recht erschlagen und froh, am Nachmittag wieder auf dem Schiff gewesen zu sein.
Wir saßen noch ein wenig auf unserem Balkon, genossen die Aussicht und einen Capuccino und faulenzten. Nach dem Abendessen saßen wir noch etwas an der „Außenalster“ – halt diesmal direkt in der Karibik und gönnten uns noch einen Schlummertrunk und sanken dann in unsere Kojen.