… vielen Dank für die Unterschlagung bzw. Nichtauslieferung eines gefütterten Briefumschlages, den ich dummerweise nicht als Wertbrief oder mit Sendungsnachweis verschickt habe.
Das was ein Brief für meine Nichte, die ab diesen Mittwoch ihr Abitur schreibt. Darin enthalten war ein Päckchen Tempo Taschentücher zum entweder a) Schweißperlen abwischen oder b) Frusttränen abtupfen.
Weiterhin ein kleines Päckchen Traubenzucker als Nervennahrung.
Dann noch ein Armband mit einem Engel als Glücksbringer.
Nichts wertvolles – nichts echtes. Einfach einen Brief mit dem Gedanken verschickt, meiner Nichte „etwas zur Seite“ zu stehen… ihr zu zeigen, dass ich an sie denke und ihr die Daumen drücke.
Ich habe den Brief am Montag früh in der Postfiliale aufgegeben – bis heute Abend (Donnerstag) hat er den Weg innerhalb Deutschlands (noch) nicht bis zum Empfänger geschafft. 2,25 Euro hat die Post kassiert und ihre bezahlte Dienstleistung (bis jetzt) nicht erledigt….
Porto stimmt – Empfängeradresse ebenfalls – -Absender steht auch drauf…. Muss man in Zukunft nun alles absichern mit Wertbrief Porto?? /Sendungsnachweis?? Es ist einfach traurig… und ich bin es auch ….
Kennt ihr diesen Film oder dieses Buch? Hach, ich hab Rotz und Wasser geheult bei dem Film. Er war sooo toll – eine tolle Geschichte und im Film für mich ideal umgesetzt. Das Buch ist etwas ausführlicher geschrieben, aber viele Szenen wie z.B. das mit dem Tätowieren brauchte dieser Film gar nicht. Die Schauspieler – für mich allesamt unbekannt, also ICH kannte sie nicht – haben sich in dieser Geschichte perfekt ergänzt und diesen Film einfach komplett gemacht. Geschichte und Schauspieler = 100 Prozent Filmgenuss.
Kurze Inhaltsangabe zu einem Film, der ein sehr sensibles Thema behandelt – Sterbehilfe. Louisa nimmt eine Stelle als Pflegerin für den nach einem Unfall querschnittgelähmten Will an. Die beiden passen zunächst überhaupt nicht zusammen – Louisa mit ihrer naiven und leicht trotteligen aber lieben Art kümmert sich sehr nett um den unwilligen und leicht überheblich wirkenden Will, der nach einem Unfall querschnittgelähmt im Rollstuhl sitzt. Louisa bemüht sich um seine Aufmerksamkeit, aber Will ignoriert sie, wo er nur kann. Er sieht in ihr nur die junge Frau, die Mitleid mit ihm hat (obwohl dem gar nicht so ist). Nach einem Zwischenfall, bei dem Louisa Will ordentlich die Meinung geigt („Sie müssen nicht so ein Arsch sein, ich mache diesen Job hier nur, weil Ihre Mutter mich eingestellt hat hat und ich das Geld brauche“) steigt Will etwas von seinem „hohen Ross“ herunter und die beiden kommen gut miteinander aus, gehen gemeinsam zu einem Pferderennen, (ein nicht sehr geglückter Ausflug), besuchen zusammen ein klassisches Konzert und gehen sogar gemeinsam zu der Hochzeit von Wills Ex-Freundin (auf Wills Wunsch).
Irgendwann erfährt Louisa, daß Will einen Selbstmordversuch hinter sich hat und sich und seinen Eltern auf deren Wunsch noch ein halbes Jahr gemeinsam gegeben hat – danach möchte er in die Schweiz zu Dignitas reisen, um dort in Würde zu sterben.
Louisa versucht alles Mögliche, um Will davon zu überzeugen, daß das Leben doch lebenswert ist und er selbst im Rollstuhl ein schönes Leben haben könnte. Sie fliegen sogar zusammen nach Mauritius und Will blüht richtig auf. Louisa glaut schließlich, Will überzeugt zu haben, doch er macht ihr eines abends klar, daß er nach ihrer Rückkehr in die Schweiz reisen wird.
Louisa bricht zusammen, fliegt noch mit zurück nach England, kündigt aber sofort ihren Job als Pflegerin und ist verzweifelt, daß sie Will nicht umstimmen konnte. Irgendwann erzählt Louisas Vater (der inzwischen als Gutsverwalter bei Wills Eltern arbeitet), daß die Familie in die Schweiz gereist ist und da weiß Louisa, daß der letzte Dienst, den sie Will und sich selbst tun kann, ihre Reise in die Schweiz ist.
Sie kommt bei Dignitas an, trifft im Zimmer auf Will und seine Eltern, Wills Eltern ziehen sich zurück und die beiden können noch ein paar Stunden miteinander verbringen, bevor Will Louisa sagt, daß sie nun seine Eltern hinzu holen möge. Man sieht dann nichts weiter, weiß aber, daß Will wohl die Medikamente zu sich nimmt und seine letzte Reise beginnt.
Wochen später ist Louisa in Paris und liest einen Brief von Will, der ihr a) diese Reise vorher ans Herz gelegt hat b)ihr etwas Geld hinterlassen hat, so daß sie sich ein neues eigenes Leben aufbauen kann und c) sie wissen läßt, daß sie sein Herz von Anfang an erobert hat. Dass ihn ihre oft leicht trottelige Art amüsiert hat und er sie zum Schluß – wie auch sie ihn – geliebt hat. Er schreibt ihr, daß sie bitte in diesem Cafe am Place Dauphine ein Croissant essen soll, in einer Parfumerie ein besonderes Parfum kaufen soll und sie ihr Leben genießen und leben soll. Und daß er immer bei ihr sei….. Live boldly….. Love Will…….(Ich hab ihn mir auch in englisch angeschaut – nochmal emotionaler und mit den Original Stimmen – Gääänsehautfeeling)…HEUUUUULLLL Gerade beim Schreiben habe ich schon wieder Tränen in den Augen.
Wir waren 2017 über meinen Geburtstag in Paris und ich muuuuussssste – egal was komme – zu diesem Place Dauphin. Und wir haben ihn gefunden. Und ich war gaaaanz nah bei Will und Louisa. Herrlich. Dieses Foto hängt groß in meinem Schlafzimmer. Ich liebe es:
Hinten in dem Cafe mit den Sonnenschirmen sitzt (im Film) Louisa und liest diesen letzten Brief von Will…..
Aber nun zu meinem eigentlichen THEMA: Sterbehilfe:
Die Organisation Dignitas hat ihren Ursprung in der Schweiz – mittlerweile gibt es die auch in Hannover.Ich finde diese Organisation richtig und gut. Und so etwas braucht es wirklich. Hier geht es um würdevolles Sterben und nicht oft monatelanges „Dahin siechen“. Versteht mich jetzt bitte nicht falsch, ich will in keinster Weise Werbung machen! ICH finde diese Organisation gut und ich finde, so etwas ist heutzutage ganz wichtig. Es ist eine Organisation, die „menschenwürdiges Sterben“ ermöglicht. Und das finde und nenne ich auch respektvoll.
Sind wir doch mal ehrlich – sehr oft ist es bei Menschen, die sehr krank sind, nur noch „leidensverlängerende“ Maßnahmen. Mit „lebensverlängernd“ ist da nur der Kampf gegen die Schmerzen mit Medikamenten gemeint. Würdevoll geht anders. Wie oft hört man solche Menschen sagen: Ich würde so gerne sterben, aber sie lassen mich nicht. Und da nutzt oft auch eine Patientenverfügung nicht. Denn die greift ja auch nicht in allen Fällen.
Wenn sich heute ein körperlich und geistig gesunder Mensch – aus welchem Grunde auch immer – umbringen will, dann kann er das selbst machen. Er kann Schlaftabletten oder eine andere Art des Selbstmordes wählen.
Ein kranker, gelähmter Mensch z,B. wird sowas schon alleine aufgrund seiner Lähmung genommen. Er kann keinen Einfluß mehr auf seinen Leben oder Ableben nehmen. Wenn man ihm nun bescheinigt, daß er todkrank ist, es keine Heilung für ihn gibt und sein Leiden noch Jahre andauern kann, dann muß es doch möglich sein, dieses (nicht)Leben beenden zu dürfen.
In der Tierwelt ist das heute kein Problem mehr, da liegt das Problem eher da, daß der Besitzer des Tieres nicht loslassen kann und es manchmal nicht einschläfern lässt – aus reinem Egoismus. Hier sagt ein Mensch: Ich will und ich kann nicht mehr – bitte laßt mich gehen….. und es wird ihm nicht genehmigt.
Ich weiß. daß ist ein ganz empfindliches Thema und kann hitzige Diskussionen aufwerfen – aber ich wäre wirklich pro Sterbehilfe. Wie seht ihr das?
Pikantes Thema heute- aber ich muß ja nicht immer von Urlaub und Spaß schreiben, oder????
Ich hatte ja schon berichtet, daß wir ganz kurzentschlossen in der Osterwoche ein paar Tage Urlaub am Lago Maggiore gebucht hatten. Geplant war von Karfreitag bis Dienstag nach Ostern. Daß es dann doch Freitag wurde, war der Wetterlage in München und dem wunderschönen Hotel, dem perfekten Service im Hotel und eben auch dem Wetter dort geschuldet.
Ich mache hier zunächst etwas Werbung – völlig unbeauftragt und unbezahlt – Werbung aus ÜBERZEUGUNG eben – für das Hotel „Castello dal Pozzo“ in Oleggio Castello in der Nähe von Arona am Lago Maggiore.
Gerade zum Saisonstart am 07.04.2023 wieder eröffnet, erwartete uns ein wunderschönes Hotel mit einerseits Zimmer mit Parkett (ideal für Gäste mit Hunden, die dort herzlich willkommen sind) und andererseits Zimmer mit Teppichboden. Die Zimmer sind sehr geräumig, sehr ruhig, die Bäder mit Dusche und Badewanne ausgestattet. Ein Föhn ist vorhanden und eine Kaffeemaschine gibt es auch :). Ein Safe sowie eine Minibar ist ebenfalls vorhanden.
Für die Hunde ist ein kleines Kissen und ein Fress-/Trinknapf vorgesehen/ bereit gestellt. Handtücher liegen ebenfalls bereit und ein Tütchen mit Leckerlies begrüßt den Vierbeiner hier. Unten im Empfangsbereich steht immer Wasser für die Vierbeiner parat.
Es gibt Zimmer im Palazzo (dort waren wir untergebracht) und im Castello. Für uns war der Palazzo ideal – die Einfahrt hinunter ging es in die Garage und zum Auto. Auch sind Restaurant und Frühstückssaal im Palazzo untergebracht. Sobald es etwas wärmer wird, kann man auch draußen frühstücken – hier gibt es kleine Tische mit Sonnenschirmen. Im April war hier aber noch nicht geöffnet – bei morgens ca 12 Grad wohl auch eher nicht dringend notwendig. Ein Außenpool mit Liegewiese ist ebenfalls vorhanden – dieser wird jedoch erst am 13.05.2023 geöffnet.
Frühstück:
Es gibt ein sehr vielfältiges Frühstück mit Müsli, Säften, verschiedenen Semmeln und Brotsorten, Kuchen und Gebäck, Obst, Eierspeisen, Wurst und Käse, Marmelade, Joghurt, verschiedenste Kaffeespezialitäten und Teesorten.
Abendessen:
Zum Abendessen gab es jeden Tag einen sehr leckeren Gruß aus der Küche, sehr liebevoll serviert und kredenzt, das Thunfisch Carpacchio als Vorspeise war das Beste, welches ich jemals gegessen habe, die Goldbrasse sehr lecker und ist für 2 Personen, die Tagliatelle einzigartig, das Rinderfilet außen wie innen perfekt und zart wie Butter. Natürlich hat auch alles seinen Preis, aber für sehr gute Qualität zahle ich auch gerne etwas mehr. Natürlich gab es noch andere Gerichte und wir aßen uns in dieser Woche begeistert durch die Auswahl der allesamt wirklich leckeren Gerichte.
Die Desserts waren zum Niederknien und zum Abschluß gab es immer einen kleinen Teller „dolce“ -butterzarte Macarons, kleine selbstgemachte Pralinen mit Nougat gefüllt, kleine Schokokuchen…
Wunderbare Weine wurden uns empfohlen und nachdem wir unsere Vorstellung von Wein dem Maitre de Restaurant mitgeteilt hatten, empfahl er uns die ganze Woche über unserem Geschmack angepasste Weine, die wir mit Genuß tranken und an denen wir Spaß hatten.
Das Hotelpersonal war ausserordentlich freundlich und zuvorkommend, vom Zimmermädchen über den Empfang bis zum Maitre de Restaurant Ober, Kellner und Barmann – alle sehr, sehr freundlich und aufmerksam. Auch die Eigentümerfamile hatte immer ein sehr nettes Wort für uns und wir kamen in manch nettes Gespräch. Selbst unser alter Labbie wurde immer freundlichst und zuvorkommend begrüßt 🙂
Die Lage für Hundebesitzer ist ideal, direkt neben dem Hoteleingang gibt es eine kleine Treppe und dann einen kleinen Anstieg zur Kirche und einem Parkplatz, an dem die Hunde ihre Geschäft erledigen können. Ein Abfalleimer ist ebenfalls vorhanden, in dem man die Tüten mit den Hinterlassenschaften seiner Vierbeiner verschwinden lassen kann. Man kann komplett um das Hotel drumherum spazieren – aber jederzeit den Spaziergang etwas ausdehnen.
Über die fast nie befahrene Straße geht es in den Schlosspark. Auch da dürfen Hunde spazieren gehen (deren Herrchen und Frauchen natürlich auch).
Hier ein paar Eindrücke:
Der perfekte Gassi-Geh-Platz – Treppe hoch und einen kleine Anstieg, dann kommt man zu dieser kleinen Kirche „Chiesa di San Martino“ mit Friedhof. Hier befindet sich auch der Abfalleimer für die Hinterlassenschaften der Vierbeiner. Man kann an der Kirche unterhalb vorbei laufen und kommt dann zum Friedhof.
Der Palazzo und das Castello dal Pozzo und Schloßpark:
HIer im Palazzo das Restaurant „Le Fief“, der Frühstücksraum, ein“Weinkeller“ und die (Kaffee)Bar.
Das Restaurant „Le Fief“ war richtig toll: alles, was wir uns auf der Speisekarte herausgesucht hatten, war von der Qualität her sowie geschmacklich sehr gut, die Portionen ebenfalls gut, die Auswahl der Gerichte sorgsam ausgesucht und für jeden etwas zu finden. Die Auswahl der Weine ließ nicht zu wünschen übrig, die Aperitivs sowie Digestivs waren herrlich und so kamen wir zwar gepäckmäßig wieder mit dem gleichen Gewicht, figurtechnisch kamen wir mit mehr „Hüftgold“ zurück.
Ihr seht, hier wurde jeder Wunsch erfüllt – außer dem von wenigen Kalorien. Aber Diät ist morgen!
Wir haben uns in dieser Woche hier so wohl gefühlt, fast schon ein wenig zu Hause, kein Wunder bei all den freundlichen Menschen, die hier arbeiten. Für uns ist klar, daß wir im September wieder kommen werden und wir haben auch schon eine Freundin überzeugen können, die uns dann begleitet.
Ich kann dieses Hotel jedem empfehlen, der ein wenig abseits der Hektik und des Alltages hier ausspannen kann – das kann man mit Sicherheit. Sehr ruhig gelegen, trotzdem zentral. Man ist in 15 Minuten in Arona, in einer knappen halben Stunde in Stresa – nach Ascona braucht man schon eine Stunde. Wobei – wir dürfen nicht vergessen: Wir waren in der Osterwoche da – und waren auch nicht alleine auf den Straßen und in den Orten. Ob die Idee, die Isola Bella und die Isola dei Pescatori am Ostersamstag zu besuchen, die beste war, sei mal so dahin gestellt….
Der Reisebericht über all die Orte, die wir gesehen und durchlaufen hatten, berichte ich als nächstes….
… weil es immer mal wieder nicht so funktioniert, wie es sollte – hier nochmals der Link – für alle, die ihn schon bekommen haben und für die er funktioniert – sorry 🙂
Es war die letzen beiden Wochen hier etwas ruhiger als normal – ich hatte viel zu tun – privat wie auch geschäftlich und das ist auch gut so. Trotzdem haben wir es für eine Woche in den Urlaub geschafft, sind den nasskalten Ostertagen hier in München entfleucht und haben stattdessen 18 Grad und Sonne (und die ein oder andere Flasche Brunello) am Lago Maggiore genossen.
Ich habe vor ca 3 Jahren die „Kugelfotografie“ für mich entdeckt. Sehr spannend, tolle Sache und man kann wirklich geniale Fotos damit erstellen.
Meine erste Kugel bzw „Lensball“ war eine no name 80 mm Kugel – für den Anfang richtig gut und ich hatte für mich tolle Erfolge. Mittlerweile habe ich mir zwei Lensballs von Rollei zugelegt – eine 80 mm und eine 60 mm. Die mit 100 mm hatte ich mir auch noch rausgesucht aber bei den Rezensionen hab ich gelesen, daß man da zu seinem Fotoequipment auch noch ca 1 kg Kugel mit sich rumschlepppt – nee, lassen wir mal lieber. Die Kugeln von Rollei sind perfekt – keine Einschüsse, keine Kratzer, glasklar und einfach toll.
Das obere Foto ist mit der 60 mm Kugel entstanden – gerade für die Handyfotografie ideal. Nicht so schwer, nicht so groß und auch mit Kugel in der einen und Handy in der anderen Hand gut zu machen.
Man muß jedoch höllisch aufpassen. Bei meinem ersten Waldspaziergang vor ca 3 Jahren mit Kugel im Gepäck hätte ich fast einen Baum (und wahrscheinlich damit bald den ganzen Wald) abgefackelt. Ihr wißt ja, wie man mit einer Lupe oder auch mit einer Glasscheibe Feuer entfachen kann – geht mit der Kugel genau so – und noch schneller. Ich habe die Kugel auf einer Astgabel geparkt, bis ich meine Kamera richtig in der Hand hatte und die Kugel „dem goldenen Schnitt nach“ mit der Kamera bzw. für den Bildausschnitt richtig positioniert hatte, hat es schon zu qualmen angefangen!!! Huch – schnell die Kugel vom Ast weggenommen….und natürlich gewartet, ob/was passiert. Nix ist passiert – Glück gehabt.
Außerdem muß man aufpassen, daß man sich beim Halten die Finger nicht verbrennt, geht ebenfalls ganz schnell, daß da, wo die Sonne oben auf die Kugel trifft und unten wieder austritt, der dort „geparkte“ Daumen sehr schnell und sehr heiß werden kann 🙂
Hier an dieser weissen Stelle solltest du weder deinen Daumen noch ein Stück Holz oder Brennbares haben – da steigt dann gleich Rauch auf!!!
Aber es macht irre Spaß, finde ich. Es bedarf etwas Übung, aber alleine das hat schon einen sehr großen Spaßfaktor.
Es kommt auch drauf an, mit welchem Objektiv ihr fotografiert, welche Blende etc.. Hab ich auch erst lernen müssen und von Männe habe ich zu Ostern ein passendes Buch geschenkt bekommen. Im Moment renne ich wild bepackt mit Kamera(s), Handy und Kugel durch die Gegend, peinlich genau aufpassend, nicht unseren Wald abzufackeln. Und Brandblasen hab ich bis jetzt auch noch keine.
In diesem Sinne – ein wunderschönes Wochenende euch allen – heute soll es ja zumindest in München richtig schön werden – Zeit wirds – morgen ist der Spass dann auch schon wieder vorbei.
Amerika hat wirklich wunderschöne Ecken und nachdem wir 2011 die Westküste besucht hatten, zog es uns nun an die Ostküste. Florida war unser Ziel und auch da hatten wir diverse Stopps geplant. Begonnen haben wir hier: Miami und die Everglades
… ist bekannt für seine fröhlichen und bunten Bilder und Skulpturen – er ist ein brasilianischer Neo- Pop- Künstler. Sagte mir bis vor ca 10 Jahren gar nichts. Weder der Name noch der Begriff Neo- Pop Künstler..
Als wir 2013 von unserem Urlaub in Miami zurück nach Hause flogen, stieg ein kleiner, lockenköpfiger Mann zu uns in die Maschine und nahm gegenüber von uns Platz. Eher unscheinbar war er. Gut- er setzte sich hin, wurde gleich von einer Stewardess überfreundlich begrüßt, bekam gleich mal ein Glas Champagner in die Hand gedrückt. Männe und ich guckten hin und dann wieder weg.
Plötzlich kam ein sehr gut gekleideter Mann im Anzug aus de Economy Class zu uns in die Business Class, besprach sich mit dem Lockenkopf, gab ihm ein paar Papiere und verschwand wieder. So ging das noch ein paar Mal – der „Anzugträger“ kam nach vorne und brachte dem „Lockenkopf“ sogar noch eine Aktentasche und Laptop vorbei.
Wir lachten uns innerlich kaputt und dachten: Guck, der „Chef“ sitzt in der Economy Class und der „Angestellte“ muß jetzt wohl arbeiten, darf aber in der Business Class sitzen. Ich weiß nicht mehr genau wie, aber irgendwie kamen wir mit dem Lockenkopf ins Gespräch, er fragte uns, wo wir herkommen und wo wir hinwollen, wir erzählten von unserem Urlaub … Dann fragten wir, wo er denn hinfliege – Urlaub oder Business – und er meinte: “ Ich fliege jetzt nach München – dort wird am Montag in einer Galerie meine Ausstellung eröffnet.“ Wir – völlig ahnungslos – guckten uns an und fragten dann: „In welcher Galerie denn?“ (Gelle – gar nicht blöd…. hätte man ja noch schnell googlen können, wer in dieser Galerie ausstellt, damit man nicht ganz wie ein Depp da steht). Er meinte dann: „Menzing Galerie in der Theatinerstrasse. I am Romero Britto.“
So – daß saß. Wenn die dusseligen Deutschen nicht wissen, wer ich bin, dann knalle ich es ihnen eben direkt vor die Füße. Direkte brasilianische Art.
Leider konnten wir beide dann immer noch nicht wirklich viel mit seinem Namen in Verbindung setzen und so kam er zu uns rüber, setzte sich zu uns, öffnete seinen Laptop und zeigte uns ganz viele seiner Werke. Wir hatten richtig viel Spaß mit ihm, wir zeigten ihm Fotos, die wir gemacht hatten und so ging die Zeit unheimlich schnell rum.
Irgendwann erzählten wir ihm, daß wir eigentlich gedacht hätten, daß er der „Assistent“ von dem „Anzugträger“ sei, der hinten in der Economy Class saß. Da fing er unheimlich an zu lachen und meinte eben, dass das sein Manager sei, der diverse Versuche gestartet hatte, doch noch in die Business Class zu kommen. Aber Fluggesellschaften sind nun oft eigen – er hatte kein Business Ticket und obwohl noch ganz viele Plätze in der Business Class frei waren, mußte er „hinten“ bleiben.
Romero Britto lud uns dann noch zu seiner „Vernissage“ in der Galerie Menzing ein, schrieb uns eine persönliche Einladung und malte uns hinten noch einen „echten und einzigartigen“ Britto – eine kleine Skizze. Leider hatten wir an diesem Montag beide Termine, so daß wir nicht zur Vernissage kommen konnten.
Warum komme ich heute auf Romero Britto? Wir waren am Dienstag am Lago d’Orta in dem kleinen Ort San Guilio und bummelten so durch die engen Gassen dieses wunderschönen Örtchens. Plötzlich standen wir vor einer Galerie, die Werke von Romero Britto ausstellte. Wir sind also reinmarschiert und haben uns umgesehen, haben der Dame unserer Story von dem Künstler erzählt und sie fand sie klasse. Sie selbst hatte ihn auch schon getroffen. Und wie es öfters mal im Urlaub ist, sitzt das Portemonnaie etwas lockerer und schwupps – hatten wir uns einen limitierten „Britto“ gekauft. Und mußten ihn zum Auto schleppen und diesen auch noch in unserem schon knallvollen Auto zur Heimreise unterbringen. Wurde echt eng, alleine unser Hund hat den kompletten Kofferraum für sich. Und wir reisen NIE mit kleinem Gepäck. Aber wir haben alles gut und heil nach Hause geschaukelt.
Und nun freuen uns gerade ganz außerordentlich darüber, daß wir einen echten und limitierten „Britto“ im Hause haben und den Künstler sogar persönlich kennen.