Kugelig ins Wochenende….

Es war die letzen beiden Wochen hier etwas ruhiger als normal – ich hatte viel zu tun – privat wie auch geschäftlich und das ist auch gut so. Trotzdem haben wir es für eine Woche in den Urlaub geschafft, sind den nasskalten Ostertagen hier in München entfleucht und haben stattdessen 18 Grad und Sonne (und die ein oder andere Flasche Brunello) am Lago Maggiore genossen.

Ich habe vor ca 3 Jahren die „Kugelfotografie“ für mich entdeckt. Sehr spannend, tolle Sache und man kann wirklich geniale Fotos damit erstellen.

Meine erste Kugel bzw „Lensball“ war eine no name 80 mm Kugel – für den Anfang richtig gut und ich hatte für mich tolle Erfolge. Mittlerweile habe ich mir zwei Lensballs von Rollei zugelegt – eine 80 mm und eine 60 mm. Die mit 100 mm hatte ich mir auch noch rausgesucht aber bei den Rezensionen hab ich gelesen, daß man da zu seinem Fotoequipment auch noch ca 1 kg Kugel mit sich rumschlepppt – nee, lassen wir mal lieber. Die Kugeln von Rollei sind perfekt – keine Einschüsse, keine Kratzer, glasklar und einfach toll.

Das obere Foto ist mit der 60 mm Kugel entstanden – gerade für die Handyfotografie ideal. Nicht so schwer, nicht so groß und auch mit Kugel in der einen und Handy in der anderen Hand gut zu machen.

Man muß jedoch höllisch aufpassen. Bei meinem ersten Waldspaziergang vor ca 3 Jahren mit Kugel im Gepäck hätte ich fast einen Baum (und wahrscheinlich damit bald den ganzen Wald) abgefackelt.
Ihr wißt ja, wie man mit einer Lupe oder auch mit einer Glasscheibe Feuer entfachen kann – geht mit der Kugel genau so – und noch schneller. Ich habe die Kugel auf einer Astgabel geparkt, bis ich meine Kamera richtig in der Hand hatte und die Kugel „dem goldenen Schnitt nach“ mit der Kamera bzw. für den Bildausschnitt richtig positioniert hatte, hat es schon zu qualmen angefangen!!! Huch – schnell die Kugel vom Ast weggenommen….und natürlich gewartet, ob/was passiert. Nix ist passiert – Glück gehabt.

Außerdem muß man aufpassen, daß man sich beim Halten die Finger nicht verbrennt, geht ebenfalls ganz schnell, daß da, wo die Sonne oben auf die Kugel trifft und unten wieder austritt, der dort „geparkte“ Daumen sehr schnell und sehr heiß werden kann 🙂

Hier an dieser weissen Stelle solltest du weder deinen Daumen noch ein Stück Holz oder Brennbares haben – da steigt dann gleich Rauch auf!!!

Aber es macht irre Spaß, finde ich. Es bedarf etwas Übung, aber alleine das hat schon einen sehr großen Spaßfaktor.

Es kommt auch drauf an, mit welchem Objektiv ihr fotografiert, welche Blende etc.. Hab ich auch erst lernen müssen und von Männe habe ich zu Ostern ein passendes Buch geschenkt bekommen. Im Moment renne ich wild bepackt mit Kamera(s), Handy und Kugel durch die Gegend, peinlich genau aufpassend, nicht unseren Wald abzufackeln. Und Brandblasen hab ich bis jetzt auch noch keine.

In diesem Sinne – ein wunderschönes Wochenende euch allen – heute soll es ja zumindest in München richtig schön werden – Zeit wirds – morgen ist der Spass dann auch schon wieder vorbei.

Reisebericht Florida 2013: Teil 2 – Kennedy Space Center, Disney Land und St. Petersburg

Aus den Everglades direkt zum Mond? Nicht wirklich – aber schaut euch an, was nach den Alligatoren auf uns zu kam: Cape Canaveral: Kennedy Space Center, Disney Land, Ringling Museum, St. Petersburg

Florida 2013 Teil 1 – Miami und die Everglades

Amerika hat wirklich wunderschöne Ecken und nachdem wir 2011 die Westküste besucht hatten, zog es uns nun an die Ostküste. Florida war unser Ziel und auch da hatten wir diverse Stopps geplant. Begonnen haben wir hier: Miami und die Everglades

Romero Britto

… ist bekannt für seine fröhlichen und bunten Bilder und Skulpturen – er ist ein brasilianischer Neo- Pop- Künstler. Sagte mir bis vor ca 10 Jahren gar nichts. Weder der Name noch der Begriff Neo- Pop Künstler..

Als wir 2013 von unserem Urlaub in Miami zurück nach Hause flogen, stieg ein kleiner, lockenköpfiger Mann zu uns in die Maschine und nahm gegenüber von uns Platz. Eher unscheinbar war er. Gut- er setzte sich hin, wurde gleich von einer Stewardess überfreundlich begrüßt, bekam gleich mal ein Glas Champagner in die Hand gedrückt. Männe und ich guckten hin und dann wieder weg.

Plötzlich kam ein sehr gut gekleideter Mann im Anzug aus de Economy Class zu uns in die Business Class, besprach sich mit dem Lockenkopf, gab ihm ein paar Papiere und verschwand wieder. So ging das noch ein paar Mal – der „Anzugträger“ kam nach vorne und brachte dem „Lockenkopf“ sogar noch eine Aktentasche und Laptop vorbei.

Wir lachten uns innerlich kaputt und dachten: Guck, der „Chef“ sitzt in der Economy Class und der „Angestellte“ muß jetzt wohl arbeiten, darf aber in der Business Class sitzen. Ich weiß nicht mehr genau wie, aber irgendwie kamen wir mit dem Lockenkopf ins Gespräch, er fragte uns, wo wir herkommen und wo wir hinwollen, wir erzählten von unserem Urlaub … Dann fragten wir, wo er denn hinfliege – Urlaub oder Business – und er meinte: “ Ich fliege jetzt nach München – dort wird am Montag in einer Galerie meine Ausstellung eröffnet.“ Wir – völlig ahnungslos – guckten uns an und fragten dann: „In welcher Galerie denn?“ (Gelle – gar nicht blöd…. hätte man ja noch schnell googlen können, wer in dieser Galerie ausstellt, damit man nicht ganz wie ein Depp da steht). Er meinte dann: „Menzing Galerie in der Theatinerstrasse. I am Romero Britto.“

So – daß saß. Wenn die dusseligen Deutschen nicht wissen, wer ich bin, dann knalle ich es ihnen eben direkt vor die Füße. Direkte brasilianische Art.

Leider konnten wir beide dann immer noch nicht wirklich viel mit seinem Namen in Verbindung setzen und so kam er zu uns rüber, setzte sich zu uns, öffnete seinen Laptop und zeigte uns ganz viele seiner Werke. Wir hatten richtig viel Spaß mit ihm, wir zeigten ihm Fotos, die wir gemacht hatten und so ging die Zeit unheimlich schnell rum.

Irgendwann erzählten wir ihm, daß wir eigentlich gedacht hätten, daß er der „Assistent“ von dem „Anzugträger“ sei, der hinten in der Economy Class saß. Da fing er unheimlich an zu lachen und meinte eben, dass das sein Manager sei, der diverse Versuche gestartet hatte, doch noch in die Business Class zu kommen. Aber Fluggesellschaften sind nun oft eigen – er hatte kein Business Ticket und obwohl noch ganz viele Plätze in der Business Class frei waren, mußte er „hinten“ bleiben.

Romero Britto lud uns dann noch zu seiner „Vernissage“ in der Galerie Menzing ein, schrieb uns eine persönliche Einladung und malte uns hinten noch einen „echten und einzigartigen“ Britto – eine kleine Skizze. Leider hatten wir an diesem Montag beide Termine, so daß wir nicht zur Vernissage kommen konnten.

Warum komme ich heute auf Romero Britto? Wir waren am Dienstag am Lago d’Orta in dem kleinen Ort San Guilio und bummelten so durch die engen Gassen dieses wunderschönen Örtchens. Plötzlich standen wir vor einer Galerie, die Werke von Romero Britto ausstellte. Wir sind also reinmarschiert und haben uns umgesehen, haben der Dame unserer Story von dem Künstler erzählt und sie fand sie klasse. Sie selbst hatte ihn auch schon getroffen. Und wie es öfters mal im Urlaub ist, sitzt das Portemonnaie etwas lockerer und schwupps – hatten wir uns einen limitierten „Britto“ gekauft. Und mußten ihn zum Auto schleppen und diesen auch noch in unserem schon knallvollen Auto zur Heimreise unterbringen. Wurde echt eng, alleine unser Hund hat den kompletten Kofferraum für sich. Und wir reisen NIE mit kleinem Gepäck. Aber wir haben alles gut und heil nach Hause geschaukelt.

Und nun freuen uns gerade ganz außerordentlich darüber, daß wir einen echten und limitierten „Britto“ im Hause haben und den Künstler sogar persönlich kennen.

Spontan können wir…

… richtig gut 🙂 Am Dienstag vor Ostern meine Männe, wir könnten Ostern doch etwas Sonne gebrauchen, Wetter für München war nass und kalt angesagt. Wir haben unsere Termine gecheckt, ich habe zwei verschieben können und so konnten wir uns eine Woche „freischaufeln“.

Am Freitag Vormittag fuhren wir los gen Lago Maggiore – Hotel war gebucht, Koffer und Hund eingepackt und los ging’s.

Leider waren nicht nur wir sondern auch Millionen andere unterwegs – und auch meine „Freunde“ – die Klimaaktivisten. Die hatten sich vor dem Gotthard Tunnel festgeklebt und so mussten alle, die durch diesen Tunnel wollten, durch den San Bernardino Tunnel – also unsere Strecke. Ihr könnt euch vorstellen, was da los war. Normalerweise wären wir in 5 Stunden an unserem Urlaubsort angekommen – dank der „Kleber“ brauchten wir über 8 Stunden.

Gut – wir sind vorallem heil angekommen, dass ist das, was zählt. Abends gabs noch einen Spaziergang für Max und ein tolles Abendessen für uns.

Ich guckte mich durch die Speisekarte, hatte aber vor lauter Zorn im Bauch zwecks den Idioten auf der Autobahn echt kaum Hunger. Männe meinte dann, ich könnte doch so ne Forelle essen, die sind ja nicht so groß. Okay, überredet. Wir bestellten einmal Orata (Forelle:)) und Männe etwas anderes. So – und dann kam meine Forelle :

Die Forelle entpuppte sich als Goldbrasse für 2 Personen.😩. Erstmal hysterisches Gelächter an unserem Tisch. Und nachdem ich ja nicht wirklich viel Hunger hatte, war das eine echte Herausforderung. Auf den Schreck brauchten wir erst mal etwas „Droge“

Und danach fielen wir – natürlich vollgefressen – müde ins Bett. Ganz gesund. Egal. Buena notte.

Reisebericht Teil 4 Westküste USA

Und heute nehme ich euch mit zu unserem letzten Teil unserer Reise an die Westküste der USA – jetzt geht es nach Kalifornien/Death Valley/Palm Springs/Los Angeles (Beverley Hills) – spannend war es da: HIER gehts los….

Der Mond und ich ..

.. werden keine Freunde – so sah der Kerl heute Nacht aus 🙂

Was eine Nacht – gefühlt 8 mal aufgewacht, 2 std fern gesehen und wenn ich mal geschlafen habe, nur Mist geträumt.

Heute Nacht bin ich – auch nachts – von Elm (kleiner Stadtteil meines Heimatstädtchens) nach Hause gelaufen… es war furchtbar dunkel und die Straßenbeleuchtung war kaputt. Dann fuhr hinter mir ein Auto und auf meiner Höhe hielt es an, ein Mann fragte, ob er mich mit mitnehmen könne. Ich meinte, ich bin gleich da und laufe gerne. Dann schaute er mich sehr seltsam an und meinte mit anzüglichen Grinsen, dass er sehr gerne mit mir laufen würde. Er stieg aus dem Auto aus und guckte mich von oben bis unten an – ich habe die totale Panik bekommen und bin losgerannt. Also ich wäre gerne losgerannt. Nur meine Beine haben sich im Schneckentempo bewegt – sprich ich konnte kaum ein Bein vor das andere setzen – konnte mich nur ganz langsam fortbewegen. Und der Kerl kam auf mich zu – und ich wollte von ihm weg und konnte nicht.

Bah – ich bin total hektisch aufgewacht und war soooo glücklich, in meinem Bett zu liegen. Ich mußte jedoch erst mal meine Beine aus meiner Decke befreien – die hatten sich darin verfangen 🙂

So etwas träume ich öfters – dass ich schnell weglaufen will, mich aber nur ganz langsam bewegen kann .

Ich hab da auch schon oft gegoogelt – es gibt verschiedene „Ideen“ die dahinter stehen … „vor etwas weglaufen, was in der Realitätswelt existiert“(würde mir überhaupt nichts einfallen) bis zu „ in irgend einem Bereich des Lebens weiterkommen wollen und nicht ganz so vorankommen“. Das passt wiederum sehr gut – ich habe noch einige „to dos“ auf meiner beruflichen Liste, die ich angehen muss/will und mir da manchmal die nötige Hartnäckigkeit fehlt.

Spannend, was das Unterbewusstsein mit uns macht – mir hat es vor Jahren schon einmal eine berufliche Auszeit „beschert“, weil ich in meiner damaligen Arbeit sooo unglücklich war, dass ich beim Skifahren am letzten Tag bei der letzten Abfahrt fast im Stand umgefallen bin und mir dabei erfolgreich mein rechtes Handgelenk zerstört habe. Elle kaputt, Speiche kaputt, Bänder ab. Operation, Physiotherapie, einen Morbus Sudeck diagnostiziert bekommen und für gut 3 Monate ausgeschaltet-

Danach war der Kopf frei für andere berufliche Ziele. Spannend, oder? Man kann jetzt dran glauben, dass da das Unterbewusstsein im Spiel war oder es lassen. Ich glaub dran.

Ich wünsche euch einen schönen Karfreitag und einen sonnigen Start in das Osterwochenende.