Reisebericht Nordlandfahrt mit der MEIN SCHIFF 3 – Teil 3

Und wieder heißt es „LEINEN LOS“- begleitet mich doch bitte ans Nordkapp und nach Spitzbergen – den nördlichsten Ort der Erde…. hier gehts lang…

Hochzeitstorte und was man sonst noch so braucht….

Ich habe diese Woche mit einer „Kundin“ telefoniert – ich werde sie und ihren (dann) Ehemann nächstes Jahr im Mai bei ihrer Hochzeit fotografieren. Wir haben grob die Eckdaten abgesprochen, Termin fixiert, grob den Ablauf und Location besprochen und ich werde dann zeitnah nächstes Jahr Kirche und Location besichtigen, damit ich einen groben Überblick habe. Das mache ich immer – wenn man schon mal vorher vor Ort war, gibt es dann keine bösen Überraschungen. Kirche wird besichtigt, wie sind die Lichtverhältnisse, wo darf ich als Fotografin stehen, wo machen wir dann die „offiziellen“ Hochzeitsfotos, dann das Restaurant und und und.

Bei der Fotoshooting-Preisvorstellung waren wir uns sehr schnell einig (ja, gibts auch ohne Nachfragen auf Rabatt, Sonderpreis etc), nachdem es ja eine „Hochzeitsreportage“ gibt, mußten noch ein paar Dinge besprochen werden, Fotografie beim Friseur, dann zu Hause, Kirche, Fotos danach und dann die Feier. Und wie wir dann so gerade nett plaudern, kam auch das Thema Kosten Hochzeitstorte und Blumenschmuck auf.

Junge, Junge… bei uns ist es ja schon ein paar Jährchen her und trotz „München und Umland“ waren wir damals wohl echt gut dabei. Vorteil war, Papa ist ja Bäcker und Konditor und hat uns die Hochzeitstorte natürlich eigens hergestellt. Und nun kommt es: Solche Hochzeitstorten kosten heute ja wirklich ein halbes Vermögen: zwischen 300 und 1000 Euro und mehr – ich hatte richtig Schnappatmung, als sie mir das erzählt hat.

Tjaaa – und dann kommt noch der Blumenschmuck, der mit grob 700 Euro zu Buche schlägt. Bäääm. Vom Hochzeitskleid für 1.500 – bis 2.500 Euro will ich gar nicht reden. Wir sehen, heiraten ist heute wirklich kein billiger Spaß mehr.

Und trotzdem muß ich mir dann doch noch manchmal Diskussionen stellen, ob es denn möglich wäre, das Fotoshooting preislich „anzupassen“. Hmmm… wenn ich in Zukunft mein Fotoshooting preislich anpassen würde, ginge der Schuß RICHTIG nach hinten los.

Die Hochzeitstorte ist in einer guten Stunde „erledigt“ – es hat jeder ein Stückchen gegessen und sie ist Geschichte – halt, nein – ich habe sie vorher natürlich fotografiert. Ich rechne mal eine Arbeitszeit von 4 Stunden für eine 3-stöckige Torte.

Der Blumenschmuck ist nach einer Woche Geschichte – Tante Hilde bekommt noch ein Gesteck mit, Cousine Emmi ebenfalls, den Rest nimmt das Brautpaar mit nach Hause und entsorgt es danach. Die Gestecke sind auch in 2-3 Stunden gemacht.

Nun komme ich mit meinen Fotos – die bleiben – für immer. Für das Brautpaar, für dessen Kinder und Enkel …. und jetzt komme ich mal mit meiner Arbeitszeit: Gehen wir mal davon aus, daß ich von morgens um 9.00 Uhr bis Mitternacht fotografiere – das sind dann 15 Stunden, zu Hause die Fotos (ca. 800 Stück) auf meinen Computer lade, sie sichte,
aussortiere, die ausgewählten (dann ca 300 – 500, je nach Art der Hochzeit und Feier auch evtl mehr), dauert je nachdem 1-2 Stunden und die Fotos, die dann ausgewählt wurden, werden dann noch etwas bearbeitet. Licht, Farbe und andere Kleinigkeiten – dauert locker nochmal 5 Stunden. Und jetzt kommt mir bitte nicht und sagt „ja selbst Schuld, wenn du deine Fotos noch bearbeiten mußt“. Das wurde früher in JEDER Dunkelkammer beim Entwickeln der Fotos gemacht. Immer! Licht und Farben wurden selbstverständlich angeglichen.
Entweder ziehe ich die Fotos dann auf einen Stick – meist lade ich sie hoch und verschicke sie per Email – nochmal Zeitaufwand.
Mein Preis dann für so ein Shooting: ca 1.500 Euro. und dann muß ich mich noch solchen Diskussionen stellen…. Was zahlt ihr in der Werkstatt für eine Meisterstunde? Im Durchschnitt kostet eine Meisterstunde um die 140 Euro. Dann kommt ja noch das Material dazu – Die Fotos sind in meinem „Paket“ natürlich inbegriffen.

Gott sei Dank hatte meine „Kundin“ diese Preise im Kopf und war mit meinem Angebot sofort und gleich einverstanden und hat „gebucht“. Es gibt doch auch noch Menschen, die einfach mitdenken können.

Bürger in Wut, Anne Will und Wärmepumpe sind heute meine Themen

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Heute bin ich bzw. ist mein Post leicht politisch angehaucht.
Sonntag war ja Wahl in Bremen bzw. Bremerhaven. An sich könnte es mir als Bayerin egal sein, was dort gewählt wird. Sollte es aber nicht – also weder mir noch der Allgemeinheit. Ich bin da nämlich auf eine Partei „gestoßen“, die ich vorher noch nicht kannte. Die „Bürger in Wut“ – Moooment – wo bleibt der Aufschrei der Gender:innen???? Muss es nicht Bürger:innen in Wut heißen? Wenns nicht so traurig wäre, könnte man bei dem Parteinamen erst einmal lachen. Bürger in Wut! So! Was ist denn euer Motto? Habt ihr auch eine andere Strategie außer wütend zu sein? Das ist für mich schon einmal lächerlich und nicht ernst zu nehmen. DOCH! Sie sind ernstzunehmen. Sogar sehr. Denn die Menschen/Bürger sind wütend. Es handelt sich hier meist um „Protestwähler“. Die 2004 gegründete Wählervereinigung verortet sich selbst zwischen CDU und AfD. Nach Einschätzung der Bundeszentrale für politische Bildung vertritt sie rechtspopulistische und wirtschaftsliberale Positionen. Vom Extremismus der AfD grenzt sich die BIW allerdings ab. Nun ist diese Partei eine stadtstaatliche Partei – also nicht deutschlandweit vertreten. Noch nicht! Aber der Name klingt doch schon irgendwie „aufhorchend“. Wenn ich jetzt auch nicht wirklich ein Konzept dieser Partei hier im Netz finden konnte. Aber der Name zieht. Und auch verständlich.

Die Menschen in Deutschland sind wütend und fühlen sich alleine gelassen. Am Sonntag bei Anne Will ging es auch unter anderem wieder einmal um das Thema Klimaschutz und Habecks „Ideen“, das Klima zu schützen und den Bürgen hohe Kosten aufzuerlegen.
Immobilienbesitzer sollen nun Wärmepumpen in ihre Häuser bauen. Abgesehen von den hohen Kosten ignoriert Robert Habeck jedoch folgende Fakten:
(Quelle: Focus)
1) Es herrscht in dieser Branche Personalmangel – in Zahlen – es fehlen ca. 60.000 Monteure, um
diese Idee umzusetzen.
2) die fachliche Kompetenz fehlt: Nur ca 15-20 Prozent der Betriebe haben damit bereits
Erfahrung
3) Die Betriebe sind jetzt schon sehr gut ausgelastet. Nach Berechnungen des Verbandes
müssten ab jetzt an sieben Tagen die Woche jeden Tag 2000 Wärmepumpen eingebaut
werden, um auf die Zahl von sechs Millionen Wärmepumpen bis 2030 zu kommen. Und bislang
erscheint der Montageauftrag ‚Wärmepumpe‘ für viele Handwerker eben noch komplexer und
unattraktiver als andere Aufträge.“
4) Viele Gebäude sind gar nicht für Wärmepumpen gedacht. Gerade Altbauten nicht, zumal diese
selten gut gedämmt und isoliert sind. Macht überhaupt keinen Sinn.
5) Die Kosten: Eine Erdwärmepumpe für ein Einfamilienhaus kostet zwischen 15.000 und 20.000
Euro. Hinzu kommen Stromkosten von ca 1.000 Euro und 150 Euro Wartung jährlich. Und
natürlich spare ich dann im Laufe der Jahre – aber ich habe doch diesen „Vorschuß“ zunächst
einmal zu leisten. Wieviel Jahre braucht es, bis sich die Kosten dieser Wärmepumpe dann
endlich „amortisiert“ haben?

Und noch ein Fakt: Eine Wärmpumpe kann so viel Strom verbrauchen, wie ein Mehrfamilienhaus. Und die von Habeck gewünschten 6 Millionen Wärmepumpen bedeuten eine Stromnachfrage von ca 30 Terawattstunden. An sehr kalten Tagen würde eine solche Zahl an Wärmepumpen die Spitzenlast in Deutschland um bis zu 10 Gigawatt erhöhen. Doch diese Energie konnten nach derzeitigem Stand nur neue Gaskraftwerke liefern – die derzeit niemand baut (Quelle: Handelsblatt)

Die Idee der Grünen „sozial schwache“ (damit sind in diesem Falle Familien gemeint, deren Einkommen unter 20.000 Euro im Jahr liegt) dabei mit 80 Prozent Zuschuß zu unterstützen, macht die Idee nicht besser. Hört sich super an – betrifft aber die allerwenigsten.

Neee Herr Habeck – ich finde Ihre Ideen wirklich nicht gut. Um nicht zu sagen: illusorisch. Und ich bin auch kein Klimawandel-Leugner. ABER Amira Mohamed Ali (Die Linke), Fraktionsvorsitzende im Bundestag, hat ein paar wirklich gute Argumente gebracht (und NEIN, ich bin keine LINKS-Wählerin)

Hört euch das doch mal ab Minute 32:00 an – im Übrigen war das für mich seit langem mal wieder eine ziemlich gute Sendung. Tolle Diskussionen und interessanter Meinungsaustausch.

Anne Will – Sendung vom 14.05.2023

Muttertag…

Man kann dazu stehen, wie man will. Ich persönlich finde es ihn sehr schön.. (obwohl ich gar keine Mutter bin).

Sind wir doch mal ehrlich – was wären wir ohne unsere Mütter? Unsere erste Freundin, diejenige, die für uns so oft verzichtet hat, diejenige, die immer für uns da ist/war, diejenige, die sich den ersten Liebeskummer anhören mußte, diejenige, die am Krankenbett bei uns saß und sich sorgte, diejenige, die selbst bei „großen“ Kindern doch oft in Sorge ist, ob es diesen gut geht, diejenige, ohne die wir nicht die wären, die wir sind.

Ich finde, Mütter haben einen Tag im Jahr das Recht, sich mal besonders zu fühlen und auch besonders verwöhnt und bedacht zu werden. Natürlich kommen dann solche Sprüche, daß Muttertag ja eigentlich jeden Tag sein sollte und wenn es darum ginge, unsere Mütter jeden Tag besonders verwöhnt werden solle. Macht bloß keiner!

Was die Gesellschaft und vor allem die Konsumgesellschaft aus dem Muttertag gemacht hat, finde ich unmöglich. Höre ich doch am Freitag im Radio einen Werbespot: Es ging um den Muttertag und „wenn Ihr eure Mutter liebt, haben wir das ideale Muttertagsgeschenk für euch. Ein Samsung …… für 999,00 Euro – hier bei eurem Mediamarkt“.

Da platzt mir der Kragen – wie unverschämt ist das denn? Davon abgesehen, daß sich wohl hoffentlich keiner an diesen Ratschlag hält und seiner Mutter zu Muttertag ein so teures Handy schenkt.

Ich kann mich erinnern, daß ich meiner Mama unzählige Gutscheine gebastelt und geschenkt habe. Sonntags mal das Frühstück machen, Spülmaschine ein- und wieder ausräumen, die Straße kehren und und und…. Einige Gutscheine wurden eingelöst, andere nicht. (Ach, aber ich hab gerade keine Zeit etc….) Und irgendwann hat Mama auch „vergessen“, daß es da noch etliche Zettelchen gibt,

Im Handarbeitsunterricht haben wir Deckchen bestickt – Der lieben Mama – meine Mama hat das heute noch 🙂

Irgendwann kam dann bei mir auch die Idee auf, mit Geld etwas zu kaufen – ich muß damals um die 10 Jahre alt gewesen sein und kann mich an folgende Geschichte erinnern. Von „4711- echt Kölnisch Wasser“ gab es eine „Parfumverpackung“ – ein knallrotes Plastikherz und da drin eine Flasche von diesem Wasser. Es muß wohl um die 7 DMARK gekostet haben – ich hatte noch etwas von meinem Taschengeld übrig, hat aber nicht gereicht. Da bin ich zu meiner Mama spaziert und hab ihr gesagt: Mama, ich muß dir noch ein Muttertagsgeschenk kaufen, hast du ein bißchen Geld für mich? Ich will was richtig tolles kaufen.

Meine Mama hat gelacht und mir 3 Mark in die Hand gedrückt und gesagt, wenn noch was übrig bleibt, ist das auch okay. Ich bin dann losmarschiert und habe dieses Plastikherz mit dem Wässerchen gekauft und ihr am Muttertag überreicht.

Sie hat sich riesig gefreut (auch wenn es gar nicht ihr Duft war), mich nicht eine Sekunde lang merken lassen, daß sie sich das eigentlich selbst gekauft hat und sie und ich waren glücklich.

Was ich sagen will – es geht nicht um den Preis oder den Wert eines Geschenkes. Es geht darum, daß man sich Gedanken macht. Meine Mama bekommt dieses Jahr einen Reiseführer von Sylt, da fahren sie nämlich im Sommer hin. Und ich weiß, daß sie sich darüber sehr freuen wird, weil ich mir Gedanken mache, was sie wohl „brauchen“ könnte. Blumen bekommt sie dann, wenn ich sie wieder besuche. Und eine Kleinigkeit habe ich ihr auch noch gebastelt, mich also hingesetzt und mir Gedanken gemacht und auch etwas Zeit für sie investiert.

Sie liebt diese englischen Shortbreads – bekommt sie und zwar in dieser selbstgemachten Verpackung. Mama, ich wäre froh, wenn ich dir das persönlich überreichen könnte, aber wir sehen uns in gut 14 Tagen…..so bekommst du es auf dem Postweg:)

Und zwecks Muttertag und Anruf: Den Muttertag brauche ich nicht, um meine Mama anzurufen, wir telefonieren fast jeden Tag. Einfach, weil ich wissen will, wie es ihr und Papa geht – ich bin leider 400 km von den beiden entfernt und kann nicht mal schnell um die Ecke gucken. Wobei ich das sehr vermisse – einfach mal schnell auf einen Kaffee vorbeizukommen… .das wäre so schön.

In diesem Sinne – ich wünsche allen Müttern, daß sie einen wunderschönen Muttertag haben, vielleicht mal etwas von der Hausarbeit befreit werden (ebenfalls ein tolles Geschenk). Ihr seid es sowas von Wert, daß man euch zumindest einmal im Jahr richtig feiert und besonders bedenkt – nicht nur mit Geschenken…. Heute ist euer Tag und ich sage hier auch an meine Mama: Danke Mama, daß du IMMER für mich da bist, Danke, daß ich dich habe und ich hätte keine andere Mama auf dieser Welt gewollt.

Ein unerwartetes Danke..

… an einem grauen und regnerischen Maitag… made my day. Wobei es wohl auch oft auf einen selbst ankommt.

Folgende Situation … ich marschiere zur U-Bahn-Station und will zu den Gleisen. Überirdisch beginnt die Rolltreppe ins Zwischengeschoss. Diese Rolltreppen sind welchelseitig – sprich, wenn von oben einer nach unten will, tritt er auf einen Kontakt und der setzt die Rolltreppe nach unten in Gang. Umgekehrt geht es genau – Kontakt unten und die Rolltreppe fährt nach oben. Oft läuft sie noch ein klein wenig nach, d.h. man ist unten angekommen und sie läuft noch ca 20 Sekunden abwärts.

Ich bin recht flott unterwegs, weil spät dran und sehe, dass die Rolltreppe noch nach unten fährt, springe drauf und sehe im gleichen Moment unten einen Herrn mit Krücken stehen. Ich wieder am Absatz kehrt gemacht und runter von der Rolltreppe- ich hab ja zwei gesunde Füße (jetzt wieder) und gehe die Treppe runter. Damit stoppt die Abwährtsfahrt der Rolltreppe eher und der Mann mit den Krücken kann eher auf die Rolltreppe nach oben.

Kurz vor der Mitte der Rolltreppe und der anderen begegnen wir uns und der Herr sagt „herzlichen Dank, dass Sie so achtsam waren. Das passiert eher selten“. Ich: „Sehr gerne, das ist doch eigentlich selbstverständlich“. Er:“Oh nein – selbstverständlich ist das wohl eher nicht- ich warte schon ca 3 Minuten hier unten… Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Tag“

Und dann dachte ich mir, wie wäre es, wenn man einfach ein wenig achtsamer durchs Leben geht und auch mehr aktiv hilft – nicht nur passiv.

Ich hab das vor Jahren selbst erlebt mit der aktiven und passiven Hilfe. Klar – beides ist toll und das Gegenüber ist dankbar.

Folgendes Szenario: Ich hatte mit erfolgreich mein Handgekenk zerstört- Elle und Speiche gebrochen, diverse Bänder gerissen. OP verlief gut, danach Schiene und Ruhe halten und Physiotherapie.

So konnte ich natürlich kein Auto fahren bzw hätte mich nicht erwischen lassen dürfen. Eine damalige Nachbarin von mir rief mich an und sagte, ich solle mich bei ihr melden, wenn ich etwas bräuchte, sie würde mir das dann einkaufen und vorbei bringen. Sehr nett – nur hab ich mich nie bei ihr gemeldet. Alleine der Gedanke, sie muss jetzt für mich losfahren und mir das Zeugs einkaufen und es mir dann noch bringen … nee – ich hab lange Spaziergänge gemacht und mir das Zeugs peu a peu selbst eingekauft.

Die andere Nachbarin rief mich an, teilte mir mit, dass sie in 3o Minuten vor der Haustür stehe und dann gemeinsam mit mir einkaufen fährt. Ich – völlig überrumpelt – sagte natürlich zu. Und es war toll.

Die zweite Nachbarin hat „aktiv“ agiert – ich musste nicht fragen, ob sie mir etwas mitbringt …

Jetzt ganz man sagen, das sind ja beides Angebote und ich hätte auch das erste nutzen können. Aber oft fällt es dem ein oder anderen schwer, um Hilfe zu bitten. Trotz Angebot.

Mal in der Ubahn aufstehen, wenn jemand kommt, der aussieht, als könne er einen Sitzplatz gebrauchen, beim Taschen einpacken helfen, eine Einkaufstasche ins Haus tragen … einfach fragen, ob man hier helfen kann …. es gibt so viele Kleinigkeiten, die einen Menschen wirklich helfen oder zumindest ein Lächeln ins Gesicht zaubern….

Reisebericht Nordlandfahrt mit der Mein Schiff 3 im Juni 2017

Erster Teil von unserer wirklich bis jetzt außergewöhnlichsten und schönsten Kreuzfahrt.
Wir starten in Kiel und fahren mal grob nördlich nach Bergen in Norwegen. Ahoi!!!

Auer (Mai)Dult

Ich war mit Männe gestern ganz kurzentschlossen auf der Auer Dult.
Zur Erklärung:Die Auer Dult ist eine traditionelle Dult in München, findet dreimal jährlich auf dem Mariahilfplatz im Stadtviertel Au statt und dauert neun Tage. Die erste Dult des Jahres, die sogenannte Maidult, beginnt am Samstag vor dem ersten Mai, die Jakobidult beginnt am Samstag nach Jakobi (25. Juli), und die Kirchweihdult beginnt am Samstag vor Kirchweih (dritter Sonntag im Oktober).
Die Dult ist eine Art Jahrmarkt mit Volksfestcharakter und der Begriff kommt aus dem Südost-deutschen. Der Vorteil der Dult zum Frühlings- und Oktoberfest ist, daß sie viel, viel kleiner ist, es entspannter und unaufgeregter zugeht und es längst nicht solche Menschenmassen gibt. Festzelte in dem Sinne gibt es nicht, es gibt vereinzelt überdachte Plätze, wo man sein Essen und Trinken zu sich nehmen kann – aber kein Zelt im eigentlichen Sinne.
Weiterhin gibt es nur eine Handvoll Fahrgeschäfte, jede Menge Stände mit Töpfen und Haushaltswaren wie Kochlöffel, Schüsseln, Reinigungsmittel, Gürtel und Lederwaren und und und…

Dann gibts ganz viel Antiquitäten, da kann man echte Schnäppchen machen, viele alte Bücher und Schallplatten, Tischsilber…… und natürlich Stände mit verschiedensten Essensrichtungen: Bratwürste, Kartoffeln, Fisch, Crepes, Süßes, Pommes etc….

Hier einmal ein kleines und buntes „Potpourri“

Und das gibts auch:

Und hier noch ein paar Fahrgeschäfte – Männe und ich sind mal ins „kleine“ Riesenrad eingestiegen (was ansich schon ein Wortwiderspruch ist) und sind eine Runde gefahren – sehr, sehr nett 🙂

Und hier – legendär – Fischer Vroni’s Steckerlfisch. Hätte ich nicht gerade eine Wurstsemmel in mich hineingeschoben, hätte ich mir einen mit nach Hause genommen – die sind wirklich soooo lecker und zu empfehlen.

Wobei- a bisserl traurig schaugns scho aus, oder?

Der Sonntag präsentierte sich sonnig und wir haben unseren Garten frühlingsfertig gemacht – bedeutet die restlichen Stühle rausgeholt, Truhe für die Terassenmöbel entstaubt und aufgebaut, Liegen abgewaschen und rausgeholt – und Liegen eingeweiht. Fazit: Man liegt immer noch gut auf diesen Liegen.
Ich habe mich etwas mit Photoshop beschäftigt und bin immer wieder begeistert, was dieses Programm auf Lager hat – und was man damit alles machen kann, wenn man sich auch einmal damit beschäftigt und die passende Literatur liest (und diese nicht nur „besitzt“).

Ein rundherum schönes Wochenende – ich freu mich aufs nächste 🙂 Euch allen einen schönen Start in die neue Woche.

Aus gegebenem Anlass…

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nämlich zur Krönung von König Charles III. habe ich heute vormittag Scones gebacken – ich liebe sie. Und sie sind schnell gebacken.

Bei Scones handelt es sich im Grunde um kleine, weiche Brötchen, die mit oder ohne Rosinen gebacken werden können. Für die Briten sind Scones ähnlich wie der Tee mehr als nur ein Nahrungsmittel. Sie helfen immer – genau wie eine gute Tasse Tee: Gegen Liebeskummer, schlechtes Wetter, schlechte Laune, Gereiztheit, Regen, Stau, Kopfschmerzen und gegen einen grauen und langweiligen Alltag. Zum Afternoon tea gibts diese kleine Teilchen, die mit clotted cream und meist Erdbeermarmelade genossen werden.

Ich habe folgendes Rezept genutzt:
150 Gramm Mehl
1 Esslöffel Zucker
35 Gramm weiche Butter
1/4 Teel. Salz
1 Teelöffel Backpulver
ein klein wenig Milch

Die Zutaten krümelig verkneten und ca 2 cm dick ausrollen, kleine Runde „Brötchen“ ausstechen, mit Milch bestreichen und im auf 200 Grad vorgeheizten Backofen ca 15 Minuten backen.

Etwas auskühlen lassen, die Scones vorsichtig in der Mitte auseinander brechen (es ist eine Todsünde!!! – hört ihr? -Todsünde!!! – diese Scones mit dem Messer mittig aufzuschneiden!!!), mit clotted cream und Erdbeermarmelade bestreichen und …. hmmmmmm…. genießen. KÖNIGLICH!!

Tja- und dann haben Männe und ich die Krönung von Charles III. angeschaut, ich gebe es zu, ich liebe diese royalen Festlichkeiten. Ich gehöre zu der Generation, die von sich behaupten kann, mindestens 4 königliche Hochzeiten, drei Trauerfeiern und eine Krönung gesehen zu haben – alle „very british“.

So – hier isses nun passiert: Beim ersten Foto hatte ich das Gefühl, die Krone sitzt nicht richtig gut…. Aber Charles hielt sich gerade und von daher blieb das „Geschmeide“ auch auf dem Kopf.

Und eine Königin hat Großbritannien nun auch – Camilla wurde auch gekrönt und auch ihre Krone ruinierte ihre Frisur etwas… fiel aber nicht weiter auf. Alles in Allem fand ich die Reportage ganz interessant – manchmal mußte ich entfleuchen, die „musikalische Begleitung“ in der Kirche war für mich teilweise wirklich grenzwertig…

Danach marschierten Männe und ich noch zur Auer Dult, davon berichte ich dann aber morgen. Euch noch einen schönen Samstag abend und einen schönen sonnigen Sonntag.

Ganz schön aufregend….

Heute morgen bekam ich schon ein paar Whatsapp-Nachrichten mit: Hallo Radiostar….

Haaa, ja, die waren nicht fehlgeleitet – ich war heute früh im Radio auf Antenne Bayern zu hören.
Und ich habe nicht aus dem Nähkästchen geplaudert oder mein Lieblingsrezept durchgegeben – nein – Antenne Bayern hatte unter anderem über Facebook aufgerufen, die „Geschichte deines Lebens“ kurz zu erzählen. Da las ich dann über Menschen, die mal zusammen waren und sich über Jahre aus den Augen verloren hatten, sich dann wiedergetroffen und geheiratet haben, Menschen, die etwas wertvolles beim Aufräumen des Dachbodens gefunden hatten. dann eben das „Finden des richtigen Partners“ und und und…..Und bei „Geschichte meines Lebens“ hätte ich auch vieles schreiben können – aber eine Geschichte, die mich bzw. uns heute immer noch besonders „bewegt“ war die unserer Hochzeitsreise im September 2001 – erster Stopp New York.
Ja- wir waren in New York, als die Anschläge auf das WORLD TRADE CENTER stattfanden – aber das habe ich ja alles schon in meinem Blog geschrieben.

Ich hatte das dann bei Antenne Bayern erwähnt und es dauerte nicht lange, da kam die Bitte, mich doch mal bei Antenne Bayern zu melden, sie wären an dieser Geschichte sehr interessiert. Habe ich dann am Freitag getan – ich habe mit einem sehr netten Redakteur ganz grob die Eckpunkte dieses Erlebnisses besprochen und er sagte mir, daß ich am Dienstag von einem Kollegen angerufen werde und sie diese Geschichte im Radio bringen wollen.

Puh- Aufregung hoch zehn – macht man ja nicht immer, wenn man nicht gerade Moderator ist.
Gestern also wurde ich genau instruiert, die waren alle sehr nett und mir wurde gesagt, daß das Gespräch zunächst einmal aufgezeichnet wird, was mich seeeehr beruhigt hat. Sie meinten, man brauche dann keine „Angst“ zu haben, sich zu verhaspeln oder ähnliches, das wird dann schön zusammengeschnitten.

Gut – etwas aufregend war es dann doch, als der Anruf kam, ich wurde gebeten, über das Handy noch ein Sprachmemo über das Gesagte aufzunehmen, manchmal ist die Qualität über das Festnetz auch nicht wirklich gut. Ich saß also da mit Festnetz in der linken und Handy in der rechten Hand, hatte vorher den schnarchenden Hund aus dem Wohnzimmer verbannt und Männe Eintrittsverbot erteilt.

Es war dann wirklich ein sehr lockeres Gespräch, der Redakteur war sehr freundlich und nahm mir gleich bei den ersten beiden Sätzen meine leichte Panik und es wurde dann ein ganz normales Pläuschchen mit diversen Zwischen- und Nachfragen und als wir dann fertig waren, hatte ich tatsächlich knapp 20 Minuten aufgezeichnet. Kam mir gar nicht so lange vor.

Ich wurde dann noch gebeten, das Sprachmemo per Mail an Antenne Bayern zu schicken, bekam die Rückmeldung, daß alles richtig und gut aufgezeichnet war und man dies morgen zwischen 6.00 und 9.00 Uhr hören würde.

Meine Überlegung gestern abend war dann noch – stelle ich mir den Wecker wirklich zwecks diesem Gespräch auf kurz vor 6 Uhr – normalerweise steh ich gegen halb sieben auf. Ich meine, ich wußte ja, was ich gesagt hatte.

Die Neugierde ließ mich dann aber tatsächlich um 5.45 Uhr wachwerden und ich schaltete gleich das Radio ein – dachte nicht, daß es wirklich gleich gesendet wird. Doch ich hatte Glück – um 20 nach sechs moderierte Wolfang Leikermoser meine Geschichte dann an und es ist wirklich toll, wie man das heute so zusammenschneiden kann. Ich hatte das Gefühl, ich hätte wirklich mit ihm und seiner Kollegin Indra gesprochen – es war ja aber „nur“ der Redakteur am Tag vorher, wobei ich den von der Wichtigkeit nicht hintenan stellen möchte 🙂

Toll gemacht – toll geschnitten – ich war froh, daß ich es mir angehört habe. Es wurde auf zwei Teile geschnitten, der zweite Teil kam dann um kurz nach sieben. Und kurz drauf trudelten die ersten whatsapp-Mitteilungen ein 🙂

Ich sags euch- hört Antenne Bayern – es lohnt sich – gute Musik, tolle Moderatoren, im Hintergrund ein tolles Team und vielleicht verhilft euch Antenne Bayern auch mal zu einem „Liveauftritt“ im Radio.

Hier gibt gleich mal den LINK dazu: Draufklicken – reinhören – wohlfühlen:)

Antenne Bayern

Wieder eine kleine „besondere Geschichte“, die das Leben mir geschrieben hat:)