Leckerer Orangenkuchen

Heute habe ich mal über etwas ganz anderes zu berichten: über einen wirklich tollen, fruchtigen Orangenkuchen.

Wir waren am Samstag bei lieben Freunden zum Abendessen eingeladen. Und dort waren ebenfalls liebe Freunde – wir waren zu acht.

Als Aperitiv gabs einen Champagner – ich bin ja immer noch alkoholabstinent, also nicht für mich.

Zur Vorspeise – einer sehr leckeren Spargelsuppe, gab es einen tollen Weißwein.

Die Hauptspeise: Rehrücken, Kroketten, Rotkraut und Sauce. Da ich am Samstag etwas mit dem Magen zu tun hatte, gabs für mich nur die Suppe. Aber ich hab auch mit den Augen genießen können, es sah super aus und roch herrlich. Und alle am Tisch waren begeistert!

Diverse Rotweine am Abend wurden probiert und diskutiert …

Und zum Nachtisch gab es eben diesen Orangenkuchen und eine Orangencreme – da musste ich stibitzen und war total begeistert.

Und nachdem ich Regina das Rezept „aus dem Kreuz geleiert“ habe, musste ich ihn heute gleich mal nachmachen…

Here we go:

2 bis 3 Bio-Orangen für 2 Stunden im Wasser kochen

250 Gramm gemahlene Mandeln oder Nüsse

1 Teelöffel Backpulver

200 Gramm Zucker

5 Eier

1 Prise Salz

Das alles mit den abgeschütteten und passierten Orangen (mit Schale) vermischen und 1 Stunde bei Ober-/Unterhitze bei 180 grad backen …

Ich habe noch Puderzucker mit Orangensaft vermengt und das drüber gestrichen und mit Orangenzetzen bestreut…. Sehr lecker

Einen schönen Wochenanfang wünsche ich euch

Sommerzeit vs. „Winterzeit“

Ich mag sie nicht – die sogenannte Sommerzeit. Ich bin ein „early bird“ – ich liebe es, wenn es hell wird/ist, wenn ich morgens aufstehe. Ich habe es nie wirklich verstanden, warum man die Sommerzeit eingeführt hat. Eine Stunde am Abend im Sommer länger hell, wo es doch im Sommer sowieso länger hell ist? Eine Stunde später hell, bei der ich dann das Licht in der Früh anmachen muß, weil es eben noch nicht hell ist und ich im Frühjahr und Herbst auch noch die Heizung eine Stunde früher anmachen muß? Wo ist da die Stromersparnis?

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Außer jeder Menge Ärger, Stress bei Bahn und Flug und „jetlag“ hat es doch nicht wirklich viel gebracht – selbst die Energieersparnis wird angezweifelt. Und das Drama bezüglich Festlegung EINER Zeit kann ich nicht verstehen. Es ist ja wohl jedem klar, daß Sommerzeit das ganze Jahr über zwecks den verschiedenen Zeitzonen alleine in Europa ein echtes Problem werden kann. Wenn die Sommerzeit auch im Winter gilt, würde es in den dunklen Monaten noch später hell. In Warschau etwa ging am 1. Januar dieses Jahres um 7.45 Uhr die Sonne auf – nach der Sommerzeit um 8.45 Uhr; in Berlin wäre es 9.17 Uhr und in Madrid sogar 9.38 Uhr. Für Schulkinder würde das düstere erste Schulstunden bedeuten und viele Arbeitnehmer müssten im Stockfinsteren im Büro sitzen. Wenn sie nicht das Licht anmachen – und das kostet – GENAU – Strom – also eben KEINE Stromersparnis.

1980 wurde keiner gefragt, ob wir sie haben wollen, die Sommerzeit. Sie war einfach plötzlich da – wurde so entschieden. Und ich verstehe nicht, warum sie nicht genau so plötzlich wieder verschwinden kann. Abgesehen davon, daß ich mir über Jahre NICHT merken konnte, ob die Uhr nun vor- oder zurückgestellt wird. Bis ich irgendwann – noch gar nicht sooo lange her – einen heißen Tipp im Radio bekommen habe. Die Moderatorin meinte, sie merke es sich so: Im März werden die Stühle und Tische VOR die Eisdiele gestellt – also Sommerzeit – im Winter werden die Stühle dann wieder „zurückgestellt“. Seit der Zeit weiß ich Bescheid 🙂

Also ich mag sie nicht – ich brauche sie nicht. MEINE MEINUNG. Und außerdem ist jetzt gerade 10 Minuten nach eins – und wenn ich jetzt ganz schnell 6 Stunden schlafe, ist es nachher nicht 1o Minuten nach 7, sondern 10 Minuten nach acht. Muß man auch erst mal logisch verfolgen können 🙂

Einen schönen Sonntag euch allen.

Ich streike dann mal….

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Eigentlich kann ich es nicht mehr hören – wenn immer ich das Radio oder den Fernseher anmache, höre/sehe ich streikende Menschen mit Fahnen, Bannern und irgendwelchen Pfeifchen im Mund lautstark ihre Forderungen präsentieren.

Aktuell fordert Verdi für alle im öffentlichen Dienst beschäftigten 10,5 Prozent mehr Gehalt – mindestens aber monatlich 500,00 Euro.
Die Arbeitgeber bieten 5 Prozent in zwei Schritten und eine Einmalzahlung von EUR 2.500,00
Die Dame von Verdi kommentiert das Angebot der Arbeitgeber mit folgender Frage: “ Ist das eine Provokation?“ Ich frage mich gerade: Was ist hier die Provokation? Ich kann mich an meine Gehaltserhöhungen erinnern, als ich noch für eine bayerische Großbank gearbeitet habe – da haben wir uns bei 2-3 Prozent aufgehalten.

Ja – die Inflation ist im Moment hoch – es könnte sich um die 10 Prozent handeln, die Verdi einfordert. Was macht nun ein Bäcker/Metzger/Handwerker? Streikt der jetzt und backt/schlachtet/zimmert nichts mehr? Kann er ja machen – und was passiert dann? Dann gehen wir einfach zum nächsten Bäcker/Metzger oder Handwerker und kaufen dort ein.

Wie gleichen Menschen, die nicht im öffentlichen Dienst tätig sind, diese Inflation aus? Sie sparen, wo sie können – verkneifen sich Dinge und Urlaube, weil sie es sich nicht leisten können.

Ich hab mir gerade überlegt – ich mach das jetzt auch mal – ich streike heute: Renne mit Trillerpfeife durch Haus und Garten und lege meine Kamera nieder (ich habe heute leider keinen Fotoauftrag. Und ICH würde mich freuen, wenn ich heute bezahlt arbeiten könnte/dürfte – auch ohne 10 Prozent mehr). Dafür darf ich dann nächste Woche wieder arbeiten – und ich verspreche hoch und heilig- ich streike da nicht!

Aber jetzt pfeife ich nun mal wild streikend mein Hochbeet an – das wird heute aus dem Winterschlaf erweckt und mit frischer Erde und den ersten kleinen Salatplfänzchen bestückt.

Mit etwas Augenzwinkern und nicht allem ganz ernst gemeinten Geschriebenen wünsche ich euch einen schönen Donnerstag – hier in München solls noch mal richtig sonnig werden – Gott sei Dank streikt die Sonne nicht und geht jeden Morgen auf und Abend wieder unter – sagt man so…

Laktose-Intoleranz??

Ich trinke morgens ein- bis zwei Tassen Milchkaffee – seit Jahren mit „frischer“ Milch – also keine Kondensmilch sondern Milch aus der Glasflasche.

Seit ca 2 Jahren habe ich so ca 30 min nach dem Milchkaffee-Genuss ein unangenehmes Aufstossen – nicht lange und auch nicht viel – aber immer. Am Anfang hab ich es ignoriert aber nach Monaten mir doch mal Gedanken gemacht.

Von Laktose-Intoleranz hatte ich natürlich schon gehört, aber die Beschwerden, die man dabei hat, kenne ich nicht – also ausgeschlossen.

Nervig war es trotzdem – den Arzt befragt, ob es sein könnte – nein eher weniger, weil man da eben mehr Bauchkrämpfe hat.

Vor Wochen bin ich in der Drogerie und stehe vor einem Regal mit „Medizin“ – Spitzwegerichsaft, Flohsamen, Vitamintabletten und dann eben diese Laktasepilkchen. Nachdem ich wusste, das diese Pillchen in diesem Sinne keine Chemie sind, sondern nur das, was der Körper (nicht) produziert und damit eben zur Spaltung der Laktose beiträgt.

Ich habe diese Pillchen mitgenommen und ausprobiert- morgens vor dem Kaffee eine – was soll ich euch sagen – das Aufstoßen ist weg – komplett.

Manchmal vergesse ich es in der Früh- denke nicht dran – habe das Aufstoßen und denke nur:na, dann war’s das wohl doch nicht … dann fällt mir ein – ich hab heute früh das kleine Ding nicht geschluckt … also doch keine Einbildung

Man könnte nun laktosefreie Milch kaufen – nur schmeckt die mir überhaupt nicht – kann ich nicht in meinem Kaffee haben… also Pillchen – und wie gesagt, es ist das drin, was der Körper eben nicht mehr genug selbst produziert – von daher sehe ich das nicht als Tablette in DEM Sinne.

Euch einen schönen Wochenteiler

Was bringen wir denn mit?

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Kennt Ihr das? Ihr seid bei Freunden eingeladen und da stellt sie sich – diese Frage: Was bringen wir denn mit? Den obligatorischen Blumenstrauß für die Dame des Hauses und ein Fläschchen Wein für den Herrn…. so sind wir sehr oft unterwegs.

Man weiß aber dann schon gar nicht mehr so genau, welchen Wein man wem mitgebracht hat – ob der ihnen wohl schmeckt? Hätten wir lieber einen Weißwein mitbringen sollen? Ist das vom Wert her so, daß es passt? Also so ziemlich gleich von beiden Seiten? Immer alles gar nicht sooo einfach.

Mit einem sehr eng befreundeten Pärchen haben wir uns nun abgesprochen – wir bringen uns nix mehr mit. Wir besuchen uns gegenseitig und freuen uns auf den Abend und es ist vollkommen in Ordnung. Ganz entspannt sitzen wir dann zusammen. Männe hat den Vorschlag aufgebracht und Hans war gleich Feuer und Flamme und meinte, sie hätten auch schon so oft darüber nachgedacht, ob man das nicht irgendwie regeln kann/will.

Und nun sind beide Seiten happy und können den Abend ganz entspannt ohne die Frage „Was bringen wir denn mit?“ beginnen.

Andererseits freue ich mich auch über ein paar Blümchen, wenn man sich schon Mühe mit dem Essen gemacht hat. Irgendwie ist es doch nicht sooo einfach, es allen Recht zu machen.

So – und gestern (Sonntag) haben wir uns dann mit diesen Freunden getroffen, hatten einen supernetten Abend und nachdem wir uns normalerweise eher Freitag oder Samstag abend treffen, war ich heute morgen der Überzeugung, es sei Sonntag. FAAALSCH, ganz falsch. Nach kurzem Überlegen war mir klar, „Wunschdenken – raus aus den Federn“. Tja – so kanns gehen.

Spicery vs. Aimy

Ich war in dieser Woche zweimal asiatisch Essen – a) mag ich es sehr gerne, b) hat es sich einfach so ergeben.

Am Montag ich mit Männe, meiner Tante und ihrer Frau in der Spicery. Das Lokal kenne ich gut, da war ich schon öfters. Sehr authentisch, sehr lecker, sehr gut besucht und sehr laut. Wir hatten einen Tisch für 19.15 Uhr reserviert und konnten auch gleich den Tisch beziehen. Zunächst gab es für jeden von uns ein kleines Tässchen Basilikum Tee, dann wurden die Speise- und Getränkekarten gereicht, danach gab es für uns ein heißes, feuchtes und sehr gut riechendes Tuch zum Hände abwischen bzw. erfrischen.

Das Lokal füllte sich innerhalb von Minuten und um halb acht war es richtig voll – am Montag abend. Spricht natürlich für das Lokal. Aber es war laut, ziemlich laut. Vielleicht sind wir das aber auch gar nicht mehr so gewohnt.

Die Vorspeisen waren richtig lecker, der Chicken salat schon recht spicy (war aber auch so angegeben), der Grapefruitsalat mit den Shrimps fruchtig und die Chicken Spring Rolls auch empfehlenswert.

Ich hatte gelbes Thai Curry mit Chicken und Gemüse – das schmeckte ebenfalls sehr gut – für meine Verhältnisse aber nicht wirklich authentisch scharf. Vielleicht waren aber auch meine Geschmacksnerven nach dem sehr spicy Chicken salat auch etwas abgetötet 🙂 Männe hatte knusprige Ente, die wirklich knusprig war und die Mädels hatten Tofu, der wohl auch sehr lecker war. Auch die Portionen waren von der Menge her sehr gut, nicht zu viel aber auch nicht „geizig“. Nach zweieinhalb Stunden sind wir gegangen, denn es war wirklich laut.

FAZIT: Sehr gutes Essen, freundlicher Service, eigentlich gemütliche Location aber sehr voll und laut.

Gestern war ich mit zwei meiner Besties – Manuela und Claudia – im Aimy – ebenfalls asiatisch. Dort war ich auch schon öfters. Wir hatten einen sehr netten Platz im „Separee“ – allerdings „mussten“ wir schon um 18.30 Uhr antanzen. Manchmal wundere ich mich wirklich über die „Reservierungsgepflogenheiten“ mancher Lokale – Ich freue mich zwar dann schon, wenn die Lokale wohl gut besucht sind, aber wenn du unter der Woche und das Ganze schon Wochen voraus reservieren mußt und man dann weder um 19.00, 19.30 oder 20.00 Uhr einen Platz bekommst… und dann oft nur mit der Option „maximal 2 Stunden“. Nun gut – ist so. Wir waren um halb sieben da und sind um viertel vor 11 wieder raus.

Wir hatten einen leckeren Aperitiv – Pampelle – ein französischer Likör, der mit Eiswürfeln und Tonic Water aufgegossen wird. War erfrischend, aber recht wenig…..

Die Vorspeisen waren sehr gut – Popcorn Chicken (oder so ähnlich), Angel Hair Shrimps im Filoteig und einen Green apple Sesame Shrimp salat.

Die Mädels hatten Crispy Duck – sah sehr lecker aus und war auch eine gute Portion – ich hatte Chicken Lemongras – ich bin ganz ehrlich: richtig satt geworden bin ich nicht und das hat bei mir schon etwas zu sagen. Normalerweise lasse ich IMMER etwas übrig – auf meinem Teller gabs gestern nix mehr. Gut- man muss sich ja am Abend auch nicht so vollstopfen 🙂

Dazu hatten wir einen leckeren Weisswein und danach gabs noch eine hausgemachte Lemon-Ingwer Limonade.

FAZIT: Für mich überschaubare Portion aber sehr lecker, gemütliche Location und angenehm ruhig.

Ich kann wirklich beide Lokale guten Gewissens empfehlen, das Essen war wirklich sehr gut, im Aimy hätte es etwas mehr sein können, aber okay.

Wenn ein Junggesellenabschied zum Albtraum wird…..

Ende Februar gab es ein Busunglück in Schladming in Österreich – 32 Menschen saßen im Bus, der Fahrer wurde lebensgefährlich verletzt und ins Krankenhaus eingeliefert, ein weiterer Mann verstarb noch an der Unfallstelle… so etwas hört man, überlegt kurz und geht dann zur Tagesordnung über. So auch ich… und dann hört man nach und nach Weiteres über diesen Unfall und ist zum Schluß wirklich sehr betroffen.

Da haben ein paar junge Menschen eine an sich sehr gute Idee – zum Junggesellenabschied eines Freundes organisieren sie eine Busfahrt nach Österreich zu einem Rodelausflug. Sehr vernünftig (sollte man meinen) einen Bus zu mieten und dann gemeinsam dort hin zu fahren. Die Gruppe der jungen Männer war aus dem Landkreis Rottach-Inn in Bayern.

Nun meint man, auf der wirklich sicheren Seite zu sein – nicht einzelne Fahrgruppen in verschiedenen Autos – alle zusammen im Bus. Man geht davon aus, daß man da viel Spaß alleine schon auf der Busfahrt hat (ich hoffe sehr, den hatten alle jungen Männer) und freut sich auf die Rodelei. Danach setzt man sich wieder in den Bus und läßt sich nach Hause schaukeln.

Leider gibt es für zunächt einen, dann zwei Männer kein glückliches nach Hause kommen mehr. Der Bus stürzt in der letzten Kurve die Böschung hinunter. Der Busfahrer wird schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht – ein anderer Mann verstirbt noch an der Unfallstelle – der Bräutigam!!! Wie furchtbar – für die Freunde, die diesen Junggesellenabschied geplant und organisiert haben, für die Braut und die Eltern des Mannes… für ALLE, die diesen jungen Mann kannten.

Laut Zeugenaussagen soll der Busfahrer noch gerufen haben „haltet euch fest, ich kann nicht bremsen“… alle weiteren Insassen wurden nicht oder leicht verletzt – der Busfahrer verstarb drei Tage nach dem Unfall an seinen Verletzungen. Auch seinen Angehörigen gehört mein tiefes Mitgefühl.

Dieser Unfall hat mich wirklich tief erschüttert – ich möchte mir nicht ausmalen, was die Freunde des Opfers gerade fühlen und wie es ihnen geht – eine gut gemeinte Idee – vernünftiger Gedanke und dann so ein furchtbares Ende.

Ich wünsche allen Beteiligten, daß sie dieses Schicksal einigermaßen verarbeiten können. Es gibt keinen Schuldigen, das finde ich nochmal schlimmer. Auch wenn es nicht hilft, ist ein „Schuldiger“ doch immer irgendwie jemand, den man verantwortlich machen kann. Und hier ist zu allem Schmerz eben leider nichts…keiner, dem man die Verantwortung zuschieben kann.