Südtirol Teil 5

Heute hieß ess Abschied nehmen – nach dem Auschecken fuhren wir gen Heimat. Brennerautobahn überlastet, also entweder Jaufen- oder Reschenpass. Timmelsjoch hatten wir letztes Jahr schon. Wir entschieden uns für Reschenpass und fuhren los. Leider waren wir nicht alleine – es war wirklich viel los und so dachten wir darüber nach, hoch zum Stilfser Joch zu fahren. Gesagt, getan und so gurkten wir die Passstraße nach oben – insgesamt 48 Kurven – und echt steil hoch.

Aber die Blicke waren es wert – auf knapp 2.800 Metern Höhe wurde die Luft dünn – im wahrsten Sinne des Wortes – und kalt war’s auch. Ich konnte mich gar nicht sattsehen und sprang hin und her – so wurde es mir auch wieder wärmer. Und die höchste Elektroauto-Ladestation Europas hatte es hier auch 🙂

Wir liefen etwas herum und stärkten uns mit einer Bratwurst im Vinschgerl bei „Ernstls“ Bratwurststand und dann machten wir uns auf den Heimweg – nicht ohne nochmals gefühlte 100 Fotos gemacht zu haben:

Mittlerweile hatte sich die zähe Verkehrssituation entspannt und wir konnten noch gemütlich über den Reschenpass nach Hause fahren. Hier wurde auch wieder halt und das obligatorische Foto der Kirche im See festgehalten:

Hier habt ihr die doch etwas traurige Geschichte des Dorfes und seines Kirchturmes zum Nachhören.

Die Fahrt ging weiter und gut zwei Stunden später waren wir wieder zu Hause. Und so ging wieder eine wunderschöne Zeit zu Ende und der Alltag hatte uns zumindest für die nächsten 4 Tage wieder… denn dann hieß es schon wieder Koffer packen 🙂

Südtirol Teil 4

Hirzer Wanderung und Weinproben in Kaltern an der Weinstrasse

Nach dem gestrigen Tag dachte ich eigentlich, in diesem Urlaub geht mit Wandern nix mehr. Wir waren heilfroh, daß wir diesen Abstieg dann endlich nach über drei Stunden hinter uns gebracht hatten. Ich bin auf einem feuchten Felsen auch noch mit dem rechten Bein etwas weggerutscht und hab mir das Knie verdreht. Das war im ersten Moment so schmerzhaft, dass mir die Luft wegblieb und mir gleich ganz schlecht wurde. Kurzes Hinsetzen und dann ging es wieder – musste ja auch.

Beim Aufstehen am nächsten Tag dachte ich – neee – Wandern ist für mich vorbei. Aber Manu hatte eine Schiene fürs Knie dabei – hab ich angezogen und damit ging einfaches Laufen super. Also – wir ins Auto, zum Hirzer (zweiter Versuch) – diesmal gerade 5 Menschen vor der Gondel, wir rein in das Teil und nach oben geschaukelt. Diesmal hatte ich die Wanderstöcke mit dabei und die Wege (kannten wir vom letzten Jahr) waren eben ganz normale Wanderwege – schon auch bergauf und -ab, aber weder felsig noch schmal oder gar steil.

Vorbei an der Resegger Alm wollten wir zur Hintereggalm, die lag aber total im Schatten, da sind wir dann noch weiter zur Mahdalm und da war es richtig schön sonnig. Wir saßen draußen an der Hauswand, stärkten uns mit einer Speckknödelsuppe und einem Kaiserschmarrn, den wir uns teilten. Dann wurde es doch trübe und wir begannen den Heimweg. Boah, das war teilweise schon echt kalt, wir waren auf 2000 Meter Höhe und ich hätte für die Wanderstecken schon fast Handschuhe gebrauchen können. Wir marschierten wieder gen Hirzer Seilbahn und kamen noch an ein paar Alpackas vorbei – die find ich ja echt niedlich.

Hier trafen wir auch noch auf einen netten Bauern, der uns etwas über die Alpackas und das Leben teils auf der Alm und teils unten im Tal erzählte.

Für Manu und Tom war es der letzte Abend, den wir mit dem gemeinsamen Abendessen im Furggerhof verbrachten. Wir verbliebenen 4 hatten noch einen gemeinsamen Tag in Südtirol, bevor es am Samstag wieder gen Heimat ging.

Am Freitag früh verabschiedeten sich Manu und Tom nach dem Frühstück – Regina, Stephan, Männe und ich wollten heute diverse Weingüter „besuchen“.

Los gings in Kaltern – da wollten wir nur nett durch den Ort bummeln – und der ist es echt wert. Ein total nettes kleines Örtchen – schöne Häuser, keine Hektik, einen wunderschönen Ortskern und einen netten „Weingarten“, den wir nach unserem Ortsbummel aufsuchten.

Ein Speckbrettl (geteilt durch vier)und einen Traubenmost später ging es nach Tramin – leider zur Mittaspause der Weinverkäufer – wir schlenderten noch durch einen „Show-Weinberg“ eines Weingutes, dass aber auch keinen Gewürztraminer mehr zum Verkauf hatte und dann fuhren wir weiter zum Weingut Alois Lageder, um dort zu erfahren: „Keinen Gewürztraminer mehr“. Lange Gesichter unsererseits und wieder rein ins Auto.

Im Weingut Manincor wurde Stephan dann eines Rotweines fündig und fast schräg gegenüber bei Elena Walch gab es doch tatsächlich noch Gewürztraminer – yesssss.

Einen Goldmuskateller fanden wir dann auch noch und so fuhren 4 glückliche Gesichter wieder gen Dorf Tirol.

Unser letzter Abend in unserem Stammrestaurant ging viel zu schnell vorbei und der Tag der Abreise begann…

Südtirol Teil 3

Hochmuth und der Abstieg

Mittwoch:
Unser Plan: Hochmuth-Seilbahn und von dort bis zum Mutkopf und zu Fuß wieder nach Dorf Tirol. So – und beim Frühstück zieht sich die Sonne zurück und Nebel auf – egal, Hochmuth war jetzt geplant und notfalls fahren wir eben von oben mit der Gondel wieder zurück, sollte es dort zu nebelig werden.

Alleine der Anstieg bis zur Seilbahn brachte uns zum Schwitzen und Schnaufen – es geht hier in Dorf Tirol wirklich stetig steil bergauf. Geschafft und rein in die Seilbahn:

Nicht wirklich vertrauenerweckend oder? Egal, wir sind oben ausgestiegen und dann ewig viele Stufen steiiiiil – wirklich steil nach Steinegg – ein Gasthof. Da war ich eigentlich schon das erste mal wieder erledigt. Nutzt nix – auf zum Mutkopf – 300 Höhenmeter…. aber – durch den Wald über Wurzeln und Riesensteine, Felsstücke – nuuuuur aufwärts – kein Stück ganz normaler Wanderweg, das war richtiges Bergsteigen. War so in der Beschreibung nicht herauszulesen. Was haben wir alle geschnauft – nach 30 Minuten endlich mal eine Bank und ein paar tolle Ausblicke.

Nach 5 Minuten Pause ging es weiter – nix von wegen Wanderwegen…. Wie Gämsemussten wir hin und her springen… ich sags euch – ich hab innerlich richtig geflucht – richtig Spass gemacht hat das nicht… gar nicht…

Nach gut einer Stunde sind wir dann am Mutkopf angekommen – Hunger hatte ich noch keinen und so hatte ich nur eine Erdbeer- Buttermilch. Wir saßen etwas in der Sonne und haben uns erholen können. Hätten wir geahnt, was noch auf uns zukommt, hätten wir a) wieder den gleichen Weg zurück genommen oder b) ich noch länger da gesessen und mehr zu mir genommen.

Knapp 1200 Höhenmeter bergab – ich sag euch, wären wir da nicht alle zusammen runter, ich hätte mich auf einen Felsen gesetzt und bitterlich geheult. Ich hab noch nie solch einen Abstieg vor mir gehabt- so, wie es hoch ging, ging es auch wieder hinunter – das ist ja noch viel schlimmer. Steil abwärts, Wurzeln, Steine, Felsen, Baumstümpfe, „Wege“ – gerade mal 30 cm breit, nix mit normalen Wanderweg. Das Schild, was wir oben gelesen hatten, sagte 1 Stunde 50 Minuten zum Tiroler Kreuz. Ich war nach 15 Minuten schon am Ende – nutzt ja alles nix. Jede Bank haben wir aufgesucht, um nur mal 2 Minuten zu sitzen und die Oberschenkel zu entlasten… Nach 1 Stunde abwärts – und wir sind wirklich nicht langsam gelaufen/gestolpert – kamen wir ans nächste Schild: Tiroler Kreuz: 1 Stunde 15 Minuten – da war ich wirklich den Tränen nahe….. more to come….

Südtirol Teil 2

Schenner Waalweg, kurzer Abstecher nach Meran und Naturns

Montag:
Das Wetter besserte sich – wir konnten am Montag so wie geplant wandern. Idee war der Schenner Waalweg bis zur Waalerhütte und zurück- nicht sehr anspruchsvoll aber zum „Einwandern“ ideal.

Zunächst ging es stetig aufwärts auf einem schmalen Weg am Wasser entlang – dann durch den Wald – hier wurde es dann steil und felsig – wir schnauften ganz schön. Ja, manche nicht allzu sportlichen Stadtmenschen auf Wanderpfaden in den Bergen …. da treffen oft Welten aufeinander. Erkältungen tun da ihr Übriges, um einen atemlos werden zu lassen.

Aber auch das schafften wir und kamen irgendwann an der Waalerhütte an – sehr nett und gemütlich, sehr nette Bedienung und kaum etwas los – es gab eine Brettljause und – wie lecker – eine frische Buttermilch

Nach der kurzen Rast ging es wieder weiter bzw. zurück – ein Stück den gleichen Weg und dann an einer Gabelung liefen wir den anderen Weg – mittlerweile kam die Sonne raus und es wurde herrlich warm.
Nachdem wir noch früh dran waren, fuhren wir zum uns bekannten Winzer nach Terlan, um etwas Wein zu kaufen – Fehlanzeige: Den von uns gesuchte 2019-er GRIES Lagrein gab es nicht mehr. In zwei Wochen würde es den NEUEN von 2020 geben – da sind wir ja nu nicht mehr da.
Kurz entschlossen fuhren wir dann noch nach Meran zum Kaffee trinken und saßen dort an der Kurpromenade direkt am Wasser und genossen das Treiben – herrlich.

Am Abend saßen wir wieder im Furggerhof – mittlerweile unser Stammlokal. Diesmal zwar wieder mit Rotwein aber ohne „Nachbrenner“. Gegen 22.30 Uhr – wir waren wieder mal die letzten im Lokal – gings dann wohlverdient in die Heia nach Gegenüber.

Dienstag:
Ursprünglich wollten wir auf den Hirzer – okay, ins Auto und nach Saltaus gefahren. An der Hirzer Bergbahn stand eine Riesenschlange an – gefühlte 500 Leute wollten da heute hoch. Nee, da sind wir aber ganz schnell wieder umgekehrt und nach Naturns gefahren. Ich hatte in der „Komot-APP“ eine tolle Tour rausgesucht und die sind wir marschiert. Hängbrücke, Hotzenplotz-Ausblick, Aussichtsplattform, Lärchenwald, Blick ins Meraner Tal… alles dabei.

Seht ihr diese grünen Wiesen hier – es war fast surreal – einfach nur herrlich, in diese Landschaft zu schauen – das alleine ist für mich Urlaub pur – und wenn dann jeden Tag noch ca 10 km Wandern dazukommen …. mal mehr, mal weniger… ist das einfach nur schön.

Dienstags hat unser Stammlokal Ruhetag und so wackelten wir den Berg im Ort hinauf zum Törggelen Keller – ebenfalls ein rustikales und uriges Lokal – die Portionen schon fast „pervers“ riesig. Stephan hatte Bandnudeln mit Wildragout und diese Portion hätte einer 4-köpfigen Familie gereicht. Wussten wir aber auch schon und hatten aufgrund dessen nur 5 Portionen verschiedenes bestellt und einen „Räuberteller“ (leerer Teller und Besteck – da gibt dann jeder etwas ab).

Ziemlich erledigt gings dann (wie gut) den Berg wieder runter und bald schon war ich im Land der Träume – die Bewegung und den ganzen Tag an der frischen Luft uuuuund zwei Gläser Goldmuskateller leisteten ganze Arbeit 🙂

Südtirol 2022 -Teil 1

Khakifrucht

Und wieder waren wir Wandern – in der gleichen „Konstellation“ wie letztes Jahr, Männe und ich mit zwei weiteren mit uns befreundeten Ehepaaren.

Letztes Jahr waren wir schon hier – in Dorf Tirol – und es hat uns so gut gefallen, daß wir beschlossen haben, es wieder „zu tun“. Und schon sind wir wieder hier.

Und letztes Jahr hatten wir durchweg schönes Wetter und Sonnenschein – dieses Jahr begann es vom Wetter her nicht ganz so gut – steigerte sich aber.

Der Sonntag begann mit Regen und dicken Wolkenschwaden über Meran – wir von Dorf Tirol aus hatten aber einen guten Blick über die Stadt. Nach dem Frühstück regnete es immer noch, aber gegen 12 Uhr sind wir dann trotz Getröpfel losgelaufen. Erst zur Liftstation Hochmuth und von dort den Apfelweg – den kannten wir vom letztem Jahr. Mir hat das Wolken-/Nebelgewabere richtig gut gefallen, wie man an den Fotos sehen kann. Und obwohl es Apfelweg heißt, wachsen hier auch Khakis…

Nach 1,5 Stunden kamen wir zum Buschenschank Wenzl – Hof, da kehrten wir ein – die Bedienung weder schnell noch besonders freundlich oder nett – egal, es war gut. Nachdem wir uns gestärkt hatten, ging es weiter zurück in den Ort und dort noch etwas „umanand“.

Danach – Wetter war immer noch recht trüb und naß – nochmal aufs Zimmer und „Erholung“ mit Lesen und Blogschreiben und etwas Wellness. Am Abend ging es dann nach Gegenüber zum Furggerhof, den wir von letztem Jahr schon kannten. Drei Flaschen Rotwein und insgesamt 12 Nusseler später ( hey- wir sind zu sechst…) wackelten wir über die Straße nach Hause …

Weiter Wanderungen folgen hier auf dem Blog – schaut vorbei, wenn ihr Lust habt. Ich wünsche Euch einen guten Start in die Woche – wir lesen uns 🙂

Wunderschön war’s

Was hatten wir eine schöne Zeit in Kärnten- Kindheitserinnerungen….Erinnerungen an erste Urlaube …

Einer unserer ersten Urlaube als Family war nach Weissbriach in Kärnten… grob in der Nähe vom Weißensee. Unsere Erinnerung an damals – riesige Berge und riesiger See. Wir waren zunächst etwas enttäuscht- spielt uns unsere Erinnerung doch manchmal einen Streich. Die Berge waren gar nicht mehr so hoch und der See hatte tatsächlich einen Anfang und ein Ende. Ja, damals hatte man so etwas nich nicht gesehen – mittlerweile kennt man das alles ja… aber es war trotzdem schön…

Was allerdings nicht in unseren kühnsten Träumen zu erwarten war: wir fanden „unsere“ Pension in Weissbriach sofort wieder – allerdings hatte sich das Haus etwas verändert. Wir standen davor und gingen die Einfahrt hoch – und plötzlich öffnete sich die Haustür und ein Mann fragte, ob er uns weiterhelfen könne … wir erklärten kurz, was wir suchten – die Pension „Steinacher“ und da meinte er, wir seien hier richtig. Er holte dann seine Frau und Hildegard (die Tochter der Pensionswirtin) fing fast zu Weinen an – sie kannte uns noch – nach knapp 50 Jahren. Ihr Vater hatte damals in meinem Heimatstädtchen wochenlang als Zimmerer gearbeitet und sie hatte ihn da auch besucht. Kannte also meine Großeltern, die damals schon bei ihnen Urlaub machten und uns eben auch… war das eine Freude beiderseits …..

Neben wunderschönen Ausflügen genossen wir auch unsere Wellnessoase – das Ronacher hier in Bad Kleinkirchheim. Es war sooooo wunderschön- auch mit meinen Eltern. Und sie waren so dankbar – schönere Geschenke als gemeinsame Zeit kann man kaum verschenken…

Es war sehr schön- die Zeit ging viel zu schnell vorbei und nur in unseren Erinnerungen und den Fotos kann man sie festhalten …

Ausflüge an den Millstätter See, Weissensee, Presseggersee, Wörthersee, Afritzer See, Feldsee, in die Nockberge und den Ossiachersee haben wir gemacht und das Wetter hat mit Sonnenschein und Temperaturen um die 18 Grad super mitgespielt .

Euch allen ein wunderschönes Wochenende und wenn ihr wollt, hören wir uns am Montag wieder ….

Damals…

Kurzer 5-Tage- Trip mit meinen Eltern und Männe nach Kärnten – zum Wellnessen und auf den Spuren der Kindheit – erste Urlaube – von Hessen nach Österreich damals echt schon eine kleine Kraftanstrengung. Mit dem R4 – in Höhe Würzburg stehen wir am Parkplatz – Mitten in der Nacht – Wasserpumpe vom Auto kaputt. Abschleppdienst zum Hotel und Auto zur Werkstatt. Am nächsten Tag in sengender Hitze mittags weiten gen Süden – es ist sooo heiss – Klimaanlage kannte man damals noch kaum. Genau das, was wir nicht wollten tritt ein. Gefühlte 80 Grad im Auto – Stau ohne Ende und zwei jammernde Kinder, die ständig fragen, wann wir denn endlich da sind … meine armen Eltern – meiner Schwester wird schlecht – Anhalten und … raus mit dem Zeugs … ach, was nette Erinnerungen …

Nun sind wir in Kärnten und wollen all die Plätze sehen, da, wo wir damals Urlaub gemacht haben. Weissbriach, St. Lorenzen, Hermagor, Spittal, Villach…

Untergebracht haben wir uns in einem sehr schönen Wellnesshotel in der Nähe von Millstatt – in Bad kleinkirchheim… und von da startet unsere Erinnerungsodysee… Weißensee, Presseggersee, Hermagor , Kohlröslhütte … ich bin gespannt auf diese Reise „back to the past“

Zoo-und Zirkus-Gedanken


Wir waren letze Woche mal wieder im Tierpark Hellabrunn hier in München – mittlerweile auch ein – sagen wir mal – nicht ganz billiger Spaß: Zwei Erwachsene 36,00 Euro Eintritt. Und da nutzte es nix, daß ich klein bin – als Kind bin ich nicht durchgegangen.

Ich bin immer etwas hin- und hergerissen bei Besuchen im Zoo oder Zirkus. Finde ich es gut, daß mit meiner Unterstützung (meinem Eintrittsgeld) dort Tiere gehalten werden, die evtl. lieber in Freiheit leben würden – sich unwohl in diesen Käfigen fühlen – sich unwohl dabei fühlen, wenn Menschen und kreischende Kinder an ihnen vorbei laufen? Sie teilweise erschreckt werden, weil (dumme) Menschen gegen die Scheiben schlagen, um die Aufmerksamkeit der Tiere zu bekommen?

Finde ich es gut, daß mit meinem Zirkus-Eintrittsgeld Elefanten dazu gebracht werden, den Fuß zu heben, mit dem Rüssel am Schwanz des vorderen Elefanten festhalten und dann im Kreis zu laufen? Der Löwe und der Tiger, der nach der Laune seines Dompteures seine „Kunststücke“ erledigen muß?

Aber was passiert, wenn ich das nicht mache? Wenn ich mit meinem Geld nicht „unterstütze“. Bekommt dann der Zirkuselefant kein Fressen mehr, weil es kein Geld mehr gibt? Werden die Tierpfleger dann noch weniger, so daß die Tiere nicht ordentlich versorgt werden können? Ich bin immer im Zwiespalt – auf der einen Seite finde ich es gut, daß man sich die Tiere „anschauen“ kann – auf der anderen Seite hasse ich das Dressieren und „Einsperren dieser „wilden“Tiere. Es ist so gaaaanz gegen ihre Natur. Schwieriges Thema – was haltet Ihr davon?

Anyway: Ich werde mit meinem Eintrittsgeld weder ein Tier retten noch verschonen – aber denkt das nicht jeder? Was ist richtig, was ist falsch?

Bei uns liegt demnächst ein Kurzurlaub mit meinen Eltern an – eine REISE IN UNSERE VERGANGENHEIT. Unsere ersten Familienurlaube in Kärnten, Weißbriach, Weißensee, Pressegger See, Hermagor….da hab ich viele schöne Erinnerungen dran – bekommt mein Papa zu seinem 80. Geburtstag geschenkt, der auch im Oktober ist. Also busy times ahead. Aber ich freue mich sehr drauf – Urlaub und Geburtstag.

Ich habe in diese Woche viel vorangebracht: Fotoshooting der Veranstaltung vom Freitag zum Ende gebracht (Fotos aussortiert, teilweise etwas bearbeitet, Upload auf Plattform zur Übergabe an den Kunden, Gundsteuermeldung fehlerfrei und in überschaubarer Zeit erledigt, Fotobuch London fertig gestellt, die Liste der Einkaufs- und Erledigungswünsche von meiner Schwiegermutter abgearbeitet, HNO Besuch, Aufgaben- und Erledigungsplan für Oktober erstellt …..läuft gerade recht gut – mein Zeitmanagement 🙂

Habt ein schönes Wochenende – wenn ihr wollt, hören wir uns am Montag hier wieder 🙂

Knowing me knowing you…

Am Freitag war ich wieder zum Fotografieren für meinen absoluten Lieblingskunden. Diese Feier findet einmal jährlich auf der Praterinsel in München statt. Für diesen Kunden fotografiere ich mehrere Veranstaltungen im Jahr und es ist immer wieder sooo toll. Mittlerweile fühle ich mich zwischen all diesen Menschen wirklich wie in einer großen Familie – man kennt mich mittlerweile auch und so entwickeln sich an diesen Abenden auch oft sehr nette Gespräche.

Das „Thema“ war Griechenland – schaut mal:

Die Praterinsel ist eine richtige Insel in der Isar und kann über diverse Fußgängerbrücken erreicht werden . Sie diente zunächst als Erholungs- und Nutzgarten, den FranziskanerMönche dort angelegt hatten. Die erste dokumentierte Bebauung fand 1810 statt, als der Wirt Anton Gruber dort ein Gasthaus errichtete, welches er – in Anlehnung an den Wiener Vergnügungspark – „Die Praterwirtschaft“ nannte. Daran erinnert eine Gedenktafel auf der Insel.[3]Daneben eröffnete er einen kleinen Park mit Karussell, und sein Sohn erweiterte das Gasthaus 1834 um einen Tanzsaal. Aufgrund der großen Beliebtheit der Lokalitäten in dieser Zeit nannte man die Insel bald nur noch Praterinsel.

Und beim Thema Griechenland und Insel konnte man auch eine Verbindung zu Mamma Mia (den Film) finden – denn hier waren sie:

Diese Coverband nennt sicht „Björn again“ – ziemlich klasse. Ich hatte sie schon mal auf einer anderen Veranstaltung in Berlin gesehen. Die vier brachten dann die Praterinsel richtig zum Kochen. Es war ein schöner Abend – aber auch anstrengend, von nachmittags 16.30 Uhr bis 02.45 Samstag früh….Bis ich in der Heia lag, war es halb vier und auch da konnte ich nicht wirklich gleich einschlafen – das letzte Mal hab ich um halb fünf auf die Uhr geguckt, war aber um 9.00 Uhr schon wieder auf den Beinen…..

Und hier das Orakel von Delphi – da musste man erst mal durch, damit man sein Orakel bekam – auch richtig toll gemacht.

Und damit wünsche ich Euch einen schönen Start in die Woche – wettertechnisch soll es hier in München jetzt so langsam in Richtung Herbst gehen.

Wir hören uns am Freitag, wenn ihr wollt… bis dahin

„O‘zaft is“ war Samstag …

Zwei Jahre fiel das Oktoberfest der Pandemie zum Opfer – heuer ist es wieder soweit.

Schunkeln, was das Zeug hält, Maß Bier, Hendl, Brezen….. – für die einen war es eine entsetzliche Zeit ohne Oktoberfest – für die anderen (u.a. für mich): naja, is hoit need..

Klar, als ich vor 34 Jahren nach München kam, war das für mich auch „wichtig. Wiesn, Oktoberfest – super, Klasse. 14 Tage Gaudi (also wer das schafft, 14 Tage auf die Wiesn zu gehen…) Klar war ich da auch ein oder zwei Mal, vielleicht auch dreimal.

Später auch mit Männe – hatten wir Besuch zu dieser Zeit, sind wir natürlich auch hinmarschiert. Das wurde aber immer schwieriger mit den Tischen reservieren. Und spontan kann man am abend kaum noch einen Platz bekommen. Was ich als Münchener sehr ärgerlich finde. Selbst das „Tische reservieren“ geht als „Nicht-Firma“ kaum noch. Dieser Hype hat irgendwie nicht abgenommen und je älter ich wurde, desto weniger wichtig war mir die Wiesn.

Klar, es ist ein traditionelles Fest – aber es ist mittlerweile einfach nur noch Konsum. In den letzen Jahren war ich einmal abends auf der Wiesn – das hat mir gereicht. Klar ist es schön, mit Freunden im Zelt zu sitzen und „a Gaudi zum hobn“. Im Restaurant sitz ich gemütlicher. Aber irgendwie gehört es doch dazu.

Am Mittwoch war ich mit Männe mittags dort. Ganz entspannt sind wir mit der Ubahn angekommen, ohne daß wir schon beim Rausgehen aus der Ubahn in einem Strom Menschen Richtung Ausgang geschoben wurden. Viele Karussells hatten noch geschlossen, in den Schaustellerstraßen konnte man sich noch gut bewegen. Wir bummelten entlang der Buden und Stände, Karussells und ließen es uns nicht nehmen, zumindest einmal im Riesenrad gesessen zu haben. Aber 10 Euro für eine Fahrt – meine Herren.

Überhaupt ist das wirklich ein teurer Spaß geworden – so ein Wiesnbesuch. Wir haben mal nachgerechnet: 2 x Riesenradticket 20,00 Euro, einmal gebrannte Cashewkerne 9,00 EURO, zwei halbe Händl (draußen im Biergarten gegessen) 27,00 Euro, eine Maß Bier geteilt 13 Euro….

Jetzt geh da mal mit ner 4-köpfigen Familie hin – da sind 200 Euro gerade mal nix.

Nach einem schönen Bummel durch all die Schausteller- und Zeltstrassen waren wir gegen 15 Uhr wieder am Heimweg.

Fazit: Schee wars, aber nur so, wie wir es gemacht haben. Am Mittag, ohne Gedränge und ohne im Zelt mit Tausend anderen zusammen, ohne Tanzen auf dem Tisch, von dem wieder einer vom Nachbartisch leicht bis mittelmäßig angesäuselt rückwärts auf dich fällt. Wir hatten drei Einladungen, haben alle abgelehnt – uns ist/war das in diesem Jahr noch zu unsicher und „gefährlich“. Nächstes Jahr wieder – vielleicht…

Euch allen ein wunderschönes Wochenende