Reduzierungen…

Ich habe vor ein paar Tagen ein Angebot gemacht bekommen: Ich teste die Software eines Fotobuch-Herstellers und schreibe eine „Kritik“ über Anwendung der Software und Qualität des Fotobuches (Haptik, Qualität der Fotos, des Papiers etc). Dafür habe ich einen Gutschein Code bekommen – Wert des Gutscheines 100 Euro.

Ich habe die Software herunter geladen, installiert und los ging’s. Gewöhnungsbedürftig, aber ist ja alles irgendwie.

Nach der 5. Doppelseite mit leichtem Frustgefühl (dauerte alles ziemlich lange mit der Erstellung der Seiten) dachte ich mir: Guck noch mal nach dem Gutschein, nicht dass du den evtl gelöscht hast oder nicht mehr findest.

Ich stöberte in meinen Mails und siehe da – da isser. Ich hab mir noch mal alles genau durchgelesen und DA stand es:

Gültig nur für Fotobuch Variante xyz. Versandkosten sind im Gutschein nicht inbegriffen. Da hab ich mir mal die Fotobuch Variante angeschaut – daaaa war der Hund begraben – Fotobuch mit 10 Seiten (was ja gar nix ist): 89 Euro. Fotobuch mit insgesamt 50 Seiten (und drunter fang ich gar keines an) 151 Euro.

To make a long story short – Das ist kein „Gutschein über 100 Euro“ – wirklich nicht. Oder doch – aber nicht für mich / ich fühle mich dann leicht veräppelt.

Jetzt könnt ihr sagen: nimm halt ein Buch mit 20 Seiten, dann bist du noch unter 100 Euro.

Ist für mich keine Alternative- meine Fotobücher sind alle mind 50 Seiten „dick“. Also kostet mich das Buch 51 Euro plus Porto. Solche „Geschenke“ brauche ich nicht – da komme ich mit veralbert vor.

Dieser Anbieter ist definitiv nicht für meiner – reduziert sich jetzt auf 2 Anbieter für mich.

Apropos Reduzierungen – ich werde mich auf 2 wöchentliche Blogbeiträge reduzieren. Montags und freitags – ich glaube, das ist genug „Geschwätz“ – es soll ja auch etwas sinnvolles sein 🙂 und wenn ich zwischendurch was zu vermelden hab, was wichtig ist, behalte ich das für mich bis Montag oder Freitag. Habt bis dahin eine schöne Woche ….

Und plötzlich ist sie nicht mehr da…

Am vergangenen Wochenende vor einem Jahr habe ich meine Freundin das letzte Mal getroffen und wir hatten einen tollen gemeinsamen Abend. Das hat nichts damit zu tun, daß wir uns nicht mehr treffen wollen – wir können uns nicht mehr treffen. Sie ist nicht mehr da – nicht mehr in DIESER Welt. Aber in meiner ERINNERUNG – und da wird sie auch immer bleiben.

Eigentlich war sie eine Schulfreundin meiner Schwester. Und zu Schulzeiten meiner Schwester konnten wir miteinander auch nicht sooo viel anfangen. Das änderte sich, als sie so 17, 18 war – ich war damals 22,23 Jahre alt.

Wir trafen uns öfters mal – wir luden uns gegenseitig zu den Geburtstagen ein und trafen uns auch so. Dann zog ich nach München und wir verloren uns etwas aus den Augen. Aber zum jährlichen Heimatfest haben wir uns immer verabredet und getroffen. Weihnachtsmarkt im kleinen Städtchen ebenfalls – ohhhh, was haben wir die Glühweinbuden belagert 😜 Und der Kontakt wurde wieder intensiver. So intensiv, daß ich sie auch zu unserer Hochzeit einlud, auf diversen Familienfesten waren sie und ihr Partner bei uns auch immer willkommen – sie war fast ein Teil der Familie. Meine Eltern mochten sie sehr.

2018 bekam sie eine Diagnose, die ihr ganzes Leben auf den Kopf stellte. Krebs. Nicht im Anfangsstadium -fortgeschritten. Es gibt kaum eine schlimmere Diagnose als diese. Alle Pläne, alle Wünsche, alle Träume – dahin. Aber sie ließ sich nicht aufhalten – das hat sie noch nie. Sie hat manche unangenehme Situation im Leben meisterhaft bezwungen und sich niemals unterkriegen lassen. Machte weiter, im täglichen Leben und jobmäßig. Riss sich zusammen, auch wenn es ihr nicht gut ging. Sie hatte sich gerade selbständig gemacht mit ihrem kleinen, eigenen Unternehmen und war mit Recht sooo stolz drauf. Unterzog sich einer Chemotherapie mit schlimmen Nebenwirkungen, ließ sich bestrahlen und operieren…. der Krebs kam zum Stillstand. Aber die Nebenwirkungen all ihrer Behandlungen und auch Medikamente machten ihr zu schaffen. Sie ließ sich nichts anmerken – sie hat immer gerne gelacht und lachte auch weiter. Das ließ sie sich nicht nehmen. Sie war ein positiver und gradliniger, ehrlicher Mensch – jeder mochte sie sehr gerne.

Gerade in dieser Zeit rückten wir wieder näher zusammen – jedes Mal, wenn ich zu Hause war, trafen wir uns. Wir lachten miteinander, wir weinten auch miteinander. Wir telefonierten oft und kommunizierten über Whatsapp. Wir freuten uns gemeinsam über jeden positiven Ausgang der Arztbesuche – wir wussten beide, daß es „gesund“ bei ihr niemals wieder geben würde. „Stillstand“ war schon fast ein Sechser im Lotto.

Ich bin „zuuufällig“ in ihren Hochzeitstag gestolpert (von dem sie bis ein paar Stunden vorher auch noch nichts wusste), sie war gerade eine halbe Stunde verheiratet und da stand ich an ihrem Krankenbett. Mit Röschen, die sie so mochte. Ich freue mich heute noch, daß ich da Fotos von den beiden machen und später in einem Fotobuch übergeben konnte.

Im September 2021 trafen wir uns das letzte Mal – war uns beiden nicht bewußt. Im Dezember wollten wir uns wieder treffen, am Abend vor dem Treffen sagte sie mir, sie sei schwer erkältet, sie könne sich nicht mit mir treffen. Wir sprachen nur kurz, weil sie kaum Luft bekam…. „wir treffen uns dann das Nächste mal, hoffentlich“ (ihre Aussage) ja… ihr ahnt, was kommt….

Am nächsten Tag bekam ich die Nachricht, daß sie im Krankenhaus liegt und künstlich beatmet werde… Corona hat auch vor ihr nicht Halt gemacht. Und mit all ihren Vorerkrankung hatte sie nur eine kleine Chance. Es folgten bange 12 Tage mit leichtem Bergauf und viel mehr Bergab. Und dann die Nachricht, daß sie diese Welt verlassen hat….

Es gibt kaum eine Woche, in der ich nicht an Dich denke, du fehlst mir. Waren wir auch nicht beste und innigste Freundinnen, wir waren Freundinnen. Ich habe es noch nicht fertig gebracht, unseren jahrelang geführten Chat auf Whatsapp zu löschen. Ich lache oft über die dortigen Kommentare und Sprachnachrichten und ich weine auch manchmal.

Irgendwann bekam ich von Dir das Bild hier geschickt – hat mir damals schon sehr viel bedeutet – jetzt noch tausend Mal mehr. Ich kann das so nur zurück geben.

Nicole, ich vermisse dich…..♥️♥️♥️🥲🥲🥲

Träumereien….

Im Traum passieren mir wirklich manchmal verrückte Sachen. Kennt ihr ja bestimmt auch. Mir ist es auch schon manchmal passiert, daß ich träume, dann aufwache und wieder einschlafe und dann den vorherigen Traum weiter träume. Kennt ihr das auch?

Ist mir diese Woche so ergangen. Ich träumte, daß ich auf einer Veranstaltung eines Kunden von mir bin – in der Woche vorher habe ich für diesen Kunden ebenfalls eine Veranstaltung fotografiert. Und auf der momentanen Veranstaltung werden Fotos von der Veranstaltung der Vorwoche auf ganz vielen Leinwänden gezeigt.

Plötzlich kommt der Vorstandsvorsitzender meines Kunden auf mich zu und fragt mich: Hallo Frau vdL, wo sind denn eigentlich Ihre Fotos von der Veranstaltung von letzter Woche? Das sind alles die firmeninternen Fotos.

Mir wurde ganz heiß und ich dachte mir: Um Gottes Willen, hab ich die Fotos nicht abgeliefert? Das kann doch gar nicht wahr sein.

Ich wurde wach und mir war wirklich total heiß – hektisches Überlegen: Moment: Veranstaltung im Juni – Fotos hab ich abgeliefert – Veranstaltung im Juli – war ich im Urlaub, habe ich also nicht fotografiert und kann demnach nichts abliefern. Veranstaltung im September- ist erst in 2 Wochen- Veranstaltung im August: Fotos hab ich abgeliefert.

Glücklich machte ich meine Äuglein wieder zu und schlief ein – und träumte meinen Traum weiter. Gleiche Veranstaltung – die Eventmanagerin meines Kunden kam um die Ecke, direkt auf mich zu und fragte mich: Kerstin, wo sind denn jetzt deine Fotos? Das sind alles unsere…

Boah, ich lag im Bett und hatte richtig Herzrasen… wieder überlegt, Mensch, wieso hab ich die Fotos nicht abgeliefert – Überlegung siehe oben… alles abgeliefert, was ich hätte abliefern können – alles gut.

Ich habe mich minutenlang nicht getraut, die Augen wieder zuzumachen, aus Angst, wer mir im Traum nun wieder in den Hintern tritt….

Was mich an Träumen so fasziniert ist die Tatsache, daß es – wenn man den Traum dann mal erzählt, sich ja mindestens um Minuten, wenn nicht sogar um Stunden handelt. Und angeblich sind unsere Träume ja nur sekundenlang… Ich denke mir jedes Mal, was ich da alles erlebt habe, passt doch gar nicht in ein paar Sekunden.

Ich träume auch öfters, dass ich renne und jedesmal im Traum tu ich mir beim Rennen schwer, ich kann kaum ein Bein vor das andere bewegen. Man müßte mal einen Traumdeuter fragen, oder lieber nicht, wer weiß, was der daraus deutet.

Träumt ihr auch oft? Und könnt ihr euch dann noch daran erinnern?Mir geht es oft so, daß ich nach einem Traum wachwerde und denke, das war ja Quatsch, daß muß ich morgen früh Männe erzählen und am nächsten Morgen weiß ich nichts mehr von meinem Traum. Spooky oder?

Kennt ihr das? Prokrastination!!

Seit Wochen drücke ich mich vor meiner Buchhaltung, die ich für mein kleines, aber feines „Unternehmen“ machen muss. Ach, was fällt mir alles ein, was noch erledigt werden muß. Ganz groß bin ich darin. Nun wars vorgestern soweit – alles andere war irgendwie erledigt, selbst mein Auto hatte seine TÜV-Plakette, es war einfach nichts mehr zu erledigen – nur diese einzige Sache: STEUERERKLÄRUNG bzw EÜR und Umsatzsteuermeldung.

Vier Tage vorher fing ich an – ich dachte mir: Mach mal den Anfang. Also WISO Steuerprogramm gekauft, heruntergeladen und installiert. Geht doch. Hat alles problemlos geklappt – war nicht immer so.

Belege hatte ich schon sortiert, alles ausgedruckt, was ich brauche – und mal wieder etwas anderes gemacht. Ja, das Fotobuch von London – ganz wichtig, da muß ich ja dran bleiben (wieder so ne fadenscheinige Ausrede).

Tja und gestern bin ich drangeschossen…. ich frage mich, warum ich da immer so einen Zirkus draus veranstalte. Ich hab ganz entspannt vor mich hingearbeitet, wurde auch nicht abgelenkt oder aufgehalten und bis ich mich verguckt hab, war ich fertig – knappe 5 Stunden und warum dann JEDES MAL SO EIN THEATER?????

Wochen vorher: ICH MUSS DIE STEUER MACHEN… warum mach ich es nicht gleich und rege mich mindestens einmal in der Woche auf, wenn ich dran denke, daß ich es noch machen muss? Warum verschiebt man vermeindlich Unangenehmes nach hinten und baut sich selbst jedes Mal Stress auf, wenn man dran denkt?

Es gibt dafür auch einen Begriff: Prokrastination – ich zitiere hier einmal: „Extremes Aufschieben“ ist eine pathologische Störung (oh mein Gott), die durch ein unnötiges Vertagen des Beginns oder durch Unterbrechung von Aufgaben gekennzeichnet ist, so dass eine Fertigstellung nicht oder nur unter Druck (jaaa, genau das) zustande kommt.

Und ich habe auch gerade gelesen, was man alles dagegen tun kann – aber ich denke, da kann ich mir nur selbst helfen, indem ich mir ganz intensiv sage: Es war echt überhaupt kein Akt- es machte viel mehr Stress, daran zu denken und es dann nicht zu tun.

Ich werde mir diesen Blogbeitrag auf Wiedervorlage für die nächste Steuererklärung legen – vielleicht gehts damit wirklich besser.

Und weil ich gerade so im Flow bin – jetzt mach ich auch noch die Grundsteuererklärung – jawoll!!!! Wish me luck 🙂

Nostalgie… oder einfach nur Vergänglichkeit?

Kennt ihr diese Erfrischungsstäbchen noch? Die gibt es schon seit den 1970- ern. Ich habe die geliebt und liebe sie immer noch. Die habe ich kiloweise in mich hineingestopft und wenn ich mich sonst auch recht gut im Griff habe- sind sie da – sind sie auch gleich weg. Ist Geschmackssache klar, aber trifft meinen Geschmack huntertprozentig.

Hier sind sie – die letzten drei- gestern gekauft…. aber was soll sagen?

Dieses Knackige – und dann diese – gut, ich sag mal, wie es ist, pervers süße Füllung. Egal – enei demit, wie der gebürtige Hesse wohl sagen würde.

Ebenfalls in den 70 ern gab es von Bahlsen ganz tolle Plätzchen, ich weiß nicht, wer von euch die noch kennt. Nannten sich Malakoff – die waren gigantisch. Ich bin überhaupt kein Fan von Plätzchen und Keksen – zu Weihnachten schon mal, aber sonst nicht.

Wenn ich mich richtig erinnere, waren die rund, hatten einen Waffelboden und dann eine weiße, leichte, lockere, fluffige Masse drauf und das Ganze wurde dann mit dunkler Schokolade überzogen. Ich sag euch – zum Niederknien. Ich habe lange gesucht und nachgeforscht und schließlich mal bei Bahlsen angefragt.

Die Antwort war: Wir lehnen uns an das Kauf- und Konsumverhalten unserer Kunden und müssen von daher ab und an unser Sortiment verändern… Wegen mir müssten die das nicht. Aber okay, wie so oft – Angebot und Nachfrage bestimmen das Sortiment (öfters).

Apropos Veränderung: Warum muß man einen Geschmack, der sich in der Gesellschaft etabliert hat, verändern? Warum schmecken so viele Sachen nicht mehr so, wie sie früher geschmeckt haben?

Ich gehöre bestimmt nicht zu den Menschen, die meinen, früher war alles besser – aber manchmal ist es so. Sprite schmeckt nicht mehr so, wie es früher geschmeckt hat. Ich trinke sehr selten Cola (meist, wenn ich es mit dem Magen habe oder Brechdurchfall (wobei man heute auch sagt, Cola wäre da nicht das richtige). Das schmeckt auch nicht mehr so. Davon abgesehen, daß es die verschiedensten Geschmacksrichtungen gibt, Zero, Cherry etc.. alles Geschmacksache. Ich mag es nicht – hat den Vorteil, daß es mir nicht schwer fällt, darauf zu verzichten.

Von Hundebesitzer zu..

Hundebesitzer, zu allen, die es werden wollen und zu allen, die bei folgendem Foto wirklich grantig werden… ich als Hundebesitzer werde richtig wütend….

Liebe Leute – so etwas geht gaaar nicht – überhaupt nicht. Das ist das ALLERLETZTE und Grund dafür, warum so viele Menschen einfach einen berechtigten „Zorn“ haben.

AAAAABER: Der Zorn richtet sich gegen den – ich sage jetzt absichtlich „unschuldigen“ Hund – der kann gar nichts dafür, dass sich sein Herrchen/Frauchen so dumm benimmt. Seid zornig auf die, die sich so hirnlos verhalten. wie kann ich denn die Hinterlassenschaft meines Hundes mit einer Plastiktüte aufklauben und diese Plastiktüte dann an einen Baum hängen/stecken. Wie blöd – und ich sage das jetzt absichtlich so – sind manche Menschen eigentlich?

Muss man sich als Hundebesitzer dann wundern, wenn es mehr und mehr Hundehasser gibt? Die Köder mit Gift auslegen, damit der Hund dann langsam und unter furchtbaren Schmerzen stirbt? Oder diese Köder mit Rasierklingen versieht, damit sich der Hund beim Fressen schlimmstens verletzt?

Packt eure Plastiktüte ein und nehmt sie mir zum nächsten Abfalleimer – im schlimmsten Fall bis nach Hause – ihr wusstet vorher, dass der Hund das nicht rausschwitzen kann – also benehmt euch verantwortungsvoll! Es verlangt kein Mensch, dass wir im Wald nach den Hinterlassenschaften unseres Hundes suchen – aber wenn wir sehen, dass er sein Geschäft auf Wegen oder Straßen verrichtet – nehmt es mit NACH HAUSE oder zumindest mit in den nächsten Abfallbehälter…. DAS WAR NUN AN ALLE HUNDEBESITZER

Und nun zu Dir, du kranker Mensch, der sich mit seinem verengten Hirn solche Köder ausdenkt und sie präpariert:

Hast DU schon mal daran gedacht, dass du mit deiner Tat einem kleinen Menschen das Liebste nimmst? Seinen ersten Freund – seinen Kumpel? Dieser kleine unschuldige Mensch sitzt nun zu Hause und heult sich die Augen aus dem Kopf, WEIL ER NICHT VERSTEHEN KANN, warum es so böse Menschen gibt .

Und der alte Mann, der seine letzte Aufgabe im Leben damit hat, sich um seinen treuen Vierbeiner zu kümmern? Der sich freut, dass sich jemand freut, wenn er nach Hause kommt. Der eine Aufgabe für all die langen Tage hat. Der seine Ehefrau verloren hat und nun im Hund trotz aller Trauer weiter einen Sinn fürs Leben sieht. UND DER VERSTEHT, DASS ES SO BÖSE MENSCHEN GIBT UND DESWEGEN SO TRAURIG IST.

Habt ihr das verstanden? Beide Seiten? Können wir nicht miteinander klarkommen? Überlegt mal, wenn ihr wieder Gassi geht – und überlegt mal, gegen wen eure Wut geht.

So – ich habe fertig ….

Terminvereinbarung und Kundenservice – ich muss meine schlechte Meinung revidieren!!!

Ich muß mit meinem Auto zum TÜV – im September. Bin ja froh, daß ich dran gedacht habe. Gestern war ich unterwegs und da ist es mir wieder eingefallen. Ich gehe meist zur DEKRA – weil a) gleich bei uns um die Ecke und b) ich die viel freundlicher finde.

Erst wollte ich zur Terminvereinbarung anrufen, dann dachte ich, nee, hab ich das letzte Mal ja online gemacht. Ich also DEKRA München gegoogled und unsere hier um die Ecke rausgesucht, Homepage angeklickt – ach ja, da isses ja – Online Terminvereinbarung.

So – ich angeklickt für PKW, dann HU – nein, keine weiteren Leistungen – weiter – Terminkalender für September öffnet sich und ich sehe – nix, keine Termine mehr frei. Hallo?? Wir haben knapp Mitte September. Okay, nutzt ja nix – weiter – Terminkalender Oktober – nix – keine Termine. ÄÄÄhmmm, kann ja nicht sein- Ich klicke mich durch den November und Dezember – nix -nada.

Erster Gedanke – da stimmt was icht – deren Online Terminkalender funktioniert wohl nicht. Gut – schau ich morgen noch mal nach.

Heute früh das gleiche Spiel -Im Terminkalender bis März 2023 keine freien Termine. Gibts doch gar nicht. Ich hab dann dort angerufen und fragte: Ich hätte gerne einen Termin zur HU – wann kann ich denn kommen? Die lapidare Antwort: Einfach kommen. Ich: Wie – einfach kommen: Sie: Ja – einfach kommen – wir vergeben keine Termine mehr. Kann dann halt etwas dauern….

Nicht sehr kundenfreundlich oder? Wenn ich dann komme und 5 Autos vor mir da stehen, dann warte ich da ne Stunde oder länger? Was ist denn das für ein Service? Langsam frag ich mich ehrlich, ob das mit der Servicewüste Deutschland doch nicht so unwahr ist..

UND ICH MUSS MEINE MEINUNG ÜBER DIE DEKRA REVIDIEREN:

Ich war gerade da – einfach hingefahren – und nun kommts: Super Service bei der DEKRA München Ost – kein Auto vor mir, zwei Herren kümmerten sich sofort um mich und mein Auto, mit wurde Kaffee oder Cappuccino angeboten, ich durfte in der Sonne auf einer Bank auf mein Auto warten… das Auto wurde gründlichst geprüft und mit Plakette versehen, keine Mängel – hier komme ich bestimmt wieder hin. Soooo geht Kundenservice!!!!

Das einzige, was man noch etwas besser machen könnte, wäre, dem Kunden schon auf der Homepage mitzuteilen, daß es keine Online-Terminvereinbarung mehr gibt. So erspart sich der Kunde minutenlanges Suchen nach einem Termin, den es gar nicht gibt.

Upcycling Glück(s)-Gläser

Ich habe jede Menge (an die 20) dieser Marmeladen-Gläser mit Schraubdeckel.

Heute früh bin ich aufgewacht und hatte die Idee, die etwas „aufzuhübschen“. Ich nutze sie normalerweise oft als Dessertgläser oder auch mal für eine Vorspeise. Den Aufdruck hab ich natürlich mit einem Herdplattenschaber entfernt.

So als Teelichthalter sehen sie schon sehr „schlicht“ aus – heute früh beim Gassi gehen kam mir dann die Idee, diese als/zur Herbstdekoration etwas zu verschönern.

Wir laufen hier ja zum Gassi gehen mit dem Hund los und sind sofort im Wald – deswegen hab ich mich da gleich mal umgesehen und Gräser, Blätter und Beeren mitgebracht.

Ich finde sie recht gut gelungen – beim nächsten mal halte ich das „Drumherum“ etwas kürzer – man muss aufpassen, dass man eben genau dieses „Drumherum“ nicht abfackelt – wäre dann eher nicht nachhaltig 😩🙄

Alles Kürbis …

Ich war letzte Woche mit dem Radl unterwegs und kam am Kürbisstand vorbei. Da musste ich natürlich anhalten. Ich liebe Kürbisse – als Dekoration und als Suppe. Mehr nicht – also keine Kürbis-Schnitzel oder Kürbiskuchen – brauch ich alles nicht.

Der Kürbisstand war „unbemannt“ – sprich es war keiner da, der verkaufte. Eine Dose stand da, Preise für Kürbisse standen an den verschiedenen Kisten. Ein Mann war vor mir an den Kisten, pachte Kürbisse ein, guckte rechts und links und verschwand. Also Kürbisse geklaut!!! Die Menschheit schämt sich vor nix mehr.

Ich bin hin, hatte eine fette Auswahl an wunderhübschen Kürbissen und …. Nicht das passende Geld dabei… shit … nur ein Fuffi, den wollte ich nun nicht komplett für Kürbisse verplempern. Aaaaaaber der Kürbisbauer – voll modern – hatte auch die Möglichkeit gegeben, per Paypal zu bezahlen – also zusammengerechnet und per Handy gezahlt. Ist schon echt praktisch .

Tolle „Kerle“ lagen da rum:

Zu den Zierkürbissen hatte ich noch zwei Hokkaido- und zwei Butternusskürbisse in der Tasche.

Butternusskürbissuppe ist sooo soo lecker – haben wir das erste mal in Südafrika gegessen und ist seither auf unserem Herbst- Speiseplan öfters anzufinden.

Ich habe ein super simples, richtig toll schmeckendes ratz-fatz Rezept.

Man nehme:

1 Butternusskürbis

2 Kartoffeln

Pfeffer, Salz, Muskatnuss und etwas Chilli Pulver

Butternusskürbis schälen, in Scheiben schneiden, Kartoffel schälen, schneiden, alles im Wasser bissfest kochen und dann pürieren – je mehr Gemüse, desto dicker die Suppe – also gerne mit Wasser auffüllen. Und die schmeckt sooo lecker, da braucht man keine Sahne – weder drin noch drauf.

Teil zwei der Erinnerungen an den 11. September 2001… und so ging es weiter

Nachdem wir wieder in unserem Hotel angekommen waren, versuchten wir nochmals, unsere Eltern in Deutschland telefonisch zu erreichen und nach dem gefühlt 100. Versuch klappte es endlich. Ich war erleichtert und unsere Eltern auch.

Am 12. September liefen wir planlos in New York herum – auf der 5th Avenue konnte man Kilometer auf der Strasse laufen, es war kaum Verkehr – die Stadt war einfach gelähmt. Nachdem der Luftraum erst mal für einen Tag gesperrt wurde, erfuhren wir, daß vor Montag, den 17. 09. wohl kein Flug nach und aus New York gehen würde, mussten wir unseren Weiterflug nach San Francisco umbuchen, ein fast unmögliches Unterfangen, weil keiner wußte, wann wohin geflogen wurde. Wir mußten unser Hotel verlängern, da wir am Donnerstag abgereist wären. Um irgendetwas sinnvolles zu machen, marschierten wir ins Guggenheim Museum – sehr sehenswert. Wir liefen Kilometer im Central Park umher – am Tag drauf hatten wir Karten für das Musical „The Lion King“. Wir vermuteten, daß das abgesagt wurde – dem war aber nicht so. Nachdem wir für die Karten nicht nur Geld sondern auch viel Mühe verwendet hatten (Karten hatten wir ziemlich kurzfristig gekauft), gingen wir auch hin. Es hätte ja keinem etwas genutzt, wenn wir im Hotelzimmer sitzen geblieben wären. Das ganze Ensemble kam zunächst auf die Bühne und wir legten eine Schweigeminute ein und dann versuchten wir, den Abend zu genießen. So richtig gelang es uns nicht. Wir waren sehr wenige im Theater – klar, viele wären ja von außerhalb gekommen, aber nachdem New York auch für Autos gesperrt war, kamen kaum Leute.

Abendessen wurde langsam zur „Jagd“ – vielen Restaurants gingen die Lebensmittel aus. Es kam ja kaum ein Auto in die City rein. „Out of food“ lasen wir sehr oft. Wir liefen jeden Tag zum Reisebüro und erkundigten uns, wann wir weiterfliegen könnten. Jeden Tag die Aussage „we have no idea“.

Freitag dann die Aussage, am Montag würden die ersten Maschinen wieder starten – wir bekamen Tickets für die zweite Maschine, die aus New York raus fliegen würde – um 6.30 Uhr. Nach San Francisco. Nur hatten wir da ja kein Hotel mehr, denn das hätten wir ja donnerstags aufgesucht und wären dann Montag weiter nach Hawaii geflogen. Also Ticket nach San Francisco und Umsteigen und dann weiter nach Hawaii. Zwischenzeitlich dachten wir daran, unsere Hochzeitsreise abzubrechen. Aber was hätte das gebracht? Nix.

Montag waren wir um halb 5 Uhr am Flughafen, wir wurden vorgewarnt, daß die Hölle los sein werde. So wars auch, man brauchte viel Geduld und Zeit. Als wir am Schalter standen und unsere Tickets vorzeigten, meinte die Dame vom Bodenpersonal: „Wir müssen Sie darauf aufmerksam machen: Sollte dieses Flugzeug die vorgegebene Flugroute verlassen, werden sie von Kampfjets abgeschossen“. Meine Güte – das hat echt „beruhigt“.

Im Flugzeug waren alle Passagiere recht locker, es war aber eine besondere Stimmung. Nur wenn einer der Passagiere im Gang entlang auf die Toilette ging, gingen alle Köpfe in Richtung der Person – was macht der, wo geht der hin? Ach Toilette – gut – und kommt auch wieder raus – noch besser – geht zurück auf seinen Platz – perfekt.

In San Francisco ins andere Flugzeug und dann Richtung Hawaii – da waren wir irgendwie recht froh, daß man von diesem Zirkus etwas weg kam. Richtig entspannen konnte man jedoch nicht. Auf Hawaii angekommen war unser erster Eindruck: Hier ist ja gar nix los. Klar, wer setzt sich nach diesen Anschlägen freiwillig in einen Flieger, wenn er nicht wirklich muß??? Wir suchten nach Taxen, fanden aber nur Privatautos, die die Touristen fuhren. Unser Fahrer war bis zum Anschlag noch Chefkoch im Hilton Hotel, wurde entlassen… klar, wenn keine Touris kommen, braucht man auch keinen Chefkoch.

Wir bemühten uns wirklich, die letzten 10 Tage zu genießen, das Hotelpersonal war sehr freundlich und zuvorkommend, die hawaiianische Landschaft und Natur haben wir genossen. Wir wurden – und das lies uns nicht wirklich zur Ruhe kommen- doch von vielen angesprochen, wo wir denn jetzt herkämen und als wir dann New York nannten, dann wollten sie natürlich wissen, was dort los sei….

So richtig, richtig durchgeschnauft haben wir erst, als unser Flieger nach Hause in München aufgesetzt hatte – daaa wußten wir, jetzt kann uns eigentlich nix mehr passieren. Mann Mann Mann, wer hätte gedacht, daß diese Flitterwochen soooo „unvergeßlich“ werden würden…

2016 waren wir nochmals für ein paar Tage in New York und konnten diese Zeit dann richtig genießen.