Südtirol 2022 -Teil 1

Khakifrucht

Und wieder waren wir Wandern – in der gleichen „Konstellation“ wie letztes Jahr, Männe und ich mit zwei weiteren mit uns befreundeten Ehepaaren.

Letztes Jahr waren wir schon hier – in Dorf Tirol – und es hat uns so gut gefallen, daß wir beschlossen haben, es wieder „zu tun“. Und schon sind wir wieder hier.

Und letztes Jahr hatten wir durchweg schönes Wetter und Sonnenschein – dieses Jahr begann es vom Wetter her nicht ganz so gut – steigerte sich aber.

Der Sonntag begann mit Regen und dicken Wolkenschwaden über Meran – wir von Dorf Tirol aus hatten aber einen guten Blick über die Stadt. Nach dem Frühstück regnete es immer noch, aber gegen 12 Uhr sind wir dann trotz Getröpfel losgelaufen. Erst zur Liftstation Hochmuth und von dort den Apfelweg – den kannten wir vom letztem Jahr. Mir hat das Wolken-/Nebelgewabere richtig gut gefallen, wie man an den Fotos sehen kann. Und obwohl es Apfelweg heißt, wachsen hier auch Khakis…

Nach 1,5 Stunden kamen wir zum Buschenschank Wenzl – Hof, da kehrten wir ein – die Bedienung weder schnell noch besonders freundlich oder nett – egal, es war gut. Nachdem wir uns gestärkt hatten, ging es weiter zurück in den Ort und dort noch etwas „umanand“.

Danach – Wetter war immer noch recht trüb und naß – nochmal aufs Zimmer und „Erholung“ mit Lesen und Blogschreiben und etwas Wellness. Am Abend ging es dann nach Gegenüber zum Furggerhof, den wir von letztem Jahr schon kannten. Drei Flaschen Rotwein und insgesamt 12 Nusseler später ( hey- wir sind zu sechst…) wackelten wir über die Straße nach Hause …

Weiter Wanderungen folgen hier auf dem Blog – schaut vorbei, wenn ihr Lust habt. Ich wünsche Euch einen guten Start in die Woche – wir lesen uns 🙂

Wunderschön war’s

Was hatten wir eine schöne Zeit in Kärnten- Kindheitserinnerungen….Erinnerungen an erste Urlaube …

Einer unserer ersten Urlaube als Family war nach Weissbriach in Kärnten… grob in der Nähe vom Weißensee. Unsere Erinnerung an damals – riesige Berge und riesiger See. Wir waren zunächst etwas enttäuscht- spielt uns unsere Erinnerung doch manchmal einen Streich. Die Berge waren gar nicht mehr so hoch und der See hatte tatsächlich einen Anfang und ein Ende. Ja, damals hatte man so etwas nich nicht gesehen – mittlerweile kennt man das alles ja… aber es war trotzdem schön…

Was allerdings nicht in unseren kühnsten Träumen zu erwarten war: wir fanden „unsere“ Pension in Weissbriach sofort wieder – allerdings hatte sich das Haus etwas verändert. Wir standen davor und gingen die Einfahrt hoch – und plötzlich öffnete sich die Haustür und ein Mann fragte, ob er uns weiterhelfen könne … wir erklärten kurz, was wir suchten – die Pension „Steinacher“ und da meinte er, wir seien hier richtig. Er holte dann seine Frau und Hildegard (die Tochter der Pensionswirtin) fing fast zu Weinen an – sie kannte uns noch – nach knapp 50 Jahren. Ihr Vater hatte damals in meinem Heimatstädtchen wochenlang als Zimmerer gearbeitet und sie hatte ihn da auch besucht. Kannte also meine Großeltern, die damals schon bei ihnen Urlaub machten und uns eben auch… war das eine Freude beiderseits …..

Neben wunderschönen Ausflügen genossen wir auch unsere Wellnessoase – das Ronacher hier in Bad Kleinkirchheim. Es war sooooo wunderschön- auch mit meinen Eltern. Und sie waren so dankbar – schönere Geschenke als gemeinsame Zeit kann man kaum verschenken…

Es war sehr schön- die Zeit ging viel zu schnell vorbei und nur in unseren Erinnerungen und den Fotos kann man sie festhalten …

Ausflüge an den Millstätter See, Weissensee, Presseggersee, Wörthersee, Afritzer See, Feldsee, in die Nockberge und den Ossiachersee haben wir gemacht und das Wetter hat mit Sonnenschein und Temperaturen um die 18 Grad super mitgespielt .

Euch allen ein wunderschönes Wochenende und wenn ihr wollt, hören wir uns am Montag wieder ….

Damals…

Kurzer 5-Tage- Trip mit meinen Eltern und Männe nach Kärnten – zum Wellnessen und auf den Spuren der Kindheit – erste Urlaube – von Hessen nach Österreich damals echt schon eine kleine Kraftanstrengung. Mit dem R4 – in Höhe Würzburg stehen wir am Parkplatz – Mitten in der Nacht – Wasserpumpe vom Auto kaputt. Abschleppdienst zum Hotel und Auto zur Werkstatt. Am nächsten Tag in sengender Hitze mittags weiten gen Süden – es ist sooo heiss – Klimaanlage kannte man damals noch kaum. Genau das, was wir nicht wollten tritt ein. Gefühlte 80 Grad im Auto – Stau ohne Ende und zwei jammernde Kinder, die ständig fragen, wann wir denn endlich da sind … meine armen Eltern – meiner Schwester wird schlecht – Anhalten und … raus mit dem Zeugs … ach, was nette Erinnerungen …

Nun sind wir in Kärnten und wollen all die Plätze sehen, da, wo wir damals Urlaub gemacht haben. Weissbriach, St. Lorenzen, Hermagor, Spittal, Villach…

Untergebracht haben wir uns in einem sehr schönen Wellnesshotel in der Nähe von Millstatt – in Bad kleinkirchheim… und von da startet unsere Erinnerungsodysee… Weißensee, Presseggersee, Hermagor , Kohlröslhütte … ich bin gespannt auf diese Reise „back to the past“

Zoo-und Zirkus-Gedanken


Wir waren letze Woche mal wieder im Tierpark Hellabrunn hier in München – mittlerweile auch ein – sagen wir mal – nicht ganz billiger Spaß: Zwei Erwachsene 36,00 Euro Eintritt. Und da nutzte es nix, daß ich klein bin – als Kind bin ich nicht durchgegangen.

Ich bin immer etwas hin- und hergerissen bei Besuchen im Zoo oder Zirkus. Finde ich es gut, daß mit meiner Unterstützung (meinem Eintrittsgeld) dort Tiere gehalten werden, die evtl. lieber in Freiheit leben würden – sich unwohl in diesen Käfigen fühlen – sich unwohl dabei fühlen, wenn Menschen und kreischende Kinder an ihnen vorbei laufen? Sie teilweise erschreckt werden, weil (dumme) Menschen gegen die Scheiben schlagen, um die Aufmerksamkeit der Tiere zu bekommen?

Finde ich es gut, daß mit meinem Zirkus-Eintrittsgeld Elefanten dazu gebracht werden, den Fuß zu heben, mit dem Rüssel am Schwanz des vorderen Elefanten festhalten und dann im Kreis zu laufen? Der Löwe und der Tiger, der nach der Laune seines Dompteures seine „Kunststücke“ erledigen muß?

Aber was passiert, wenn ich das nicht mache? Wenn ich mit meinem Geld nicht „unterstütze“. Bekommt dann der Zirkuselefant kein Fressen mehr, weil es kein Geld mehr gibt? Werden die Tierpfleger dann noch weniger, so daß die Tiere nicht ordentlich versorgt werden können? Ich bin immer im Zwiespalt – auf der einen Seite finde ich es gut, daß man sich die Tiere „anschauen“ kann – auf der anderen Seite hasse ich das Dressieren und „Einsperren dieser „wilden“Tiere. Es ist so gaaaanz gegen ihre Natur. Schwieriges Thema – was haltet Ihr davon?

Anyway: Ich werde mit meinem Eintrittsgeld weder ein Tier retten noch verschonen – aber denkt das nicht jeder? Was ist richtig, was ist falsch?

Bei uns liegt demnächst ein Kurzurlaub mit meinen Eltern an – eine REISE IN UNSERE VERGANGENHEIT. Unsere ersten Familienurlaube in Kärnten, Weißbriach, Weißensee, Pressegger See, Hermagor….da hab ich viele schöne Erinnerungen dran – bekommt mein Papa zu seinem 80. Geburtstag geschenkt, der auch im Oktober ist. Also busy times ahead. Aber ich freue mich sehr drauf – Urlaub und Geburtstag.

Ich habe in diese Woche viel vorangebracht: Fotoshooting der Veranstaltung vom Freitag zum Ende gebracht (Fotos aussortiert, teilweise etwas bearbeitet, Upload auf Plattform zur Übergabe an den Kunden, Gundsteuermeldung fehlerfrei und in überschaubarer Zeit erledigt, Fotobuch London fertig gestellt, die Liste der Einkaufs- und Erledigungswünsche von meiner Schwiegermutter abgearbeitet, HNO Besuch, Aufgaben- und Erledigungsplan für Oktober erstellt …..läuft gerade recht gut – mein Zeitmanagement 🙂

Habt ein schönes Wochenende – wenn ihr wollt, hören wir uns am Montag hier wieder 🙂

Knowing me knowing you…

Am Freitag war ich wieder zum Fotografieren für meinen absoluten Lieblingskunden. Diese Feier findet einmal jährlich auf der Praterinsel in München statt. Für diesen Kunden fotografiere ich mehrere Veranstaltungen im Jahr und es ist immer wieder sooo toll. Mittlerweile fühle ich mich zwischen all diesen Menschen wirklich wie in einer großen Familie – man kennt mich mittlerweile auch und so entwickeln sich an diesen Abenden auch oft sehr nette Gespräche.

Das „Thema“ war Griechenland – schaut mal:

Die Praterinsel ist eine richtige Insel in der Isar und kann über diverse Fußgängerbrücken erreicht werden . Sie diente zunächst als Erholungs- und Nutzgarten, den FranziskanerMönche dort angelegt hatten. Die erste dokumentierte Bebauung fand 1810 statt, als der Wirt Anton Gruber dort ein Gasthaus errichtete, welches er – in Anlehnung an den Wiener Vergnügungspark – „Die Praterwirtschaft“ nannte. Daran erinnert eine Gedenktafel auf der Insel.[3]Daneben eröffnete er einen kleinen Park mit Karussell, und sein Sohn erweiterte das Gasthaus 1834 um einen Tanzsaal. Aufgrund der großen Beliebtheit der Lokalitäten in dieser Zeit nannte man die Insel bald nur noch Praterinsel.

Und beim Thema Griechenland und Insel konnte man auch eine Verbindung zu Mamma Mia (den Film) finden – denn hier waren sie:

Diese Coverband nennt sicht „Björn again“ – ziemlich klasse. Ich hatte sie schon mal auf einer anderen Veranstaltung in Berlin gesehen. Die vier brachten dann die Praterinsel richtig zum Kochen. Es war ein schöner Abend – aber auch anstrengend, von nachmittags 16.30 Uhr bis 02.45 Samstag früh….Bis ich in der Heia lag, war es halb vier und auch da konnte ich nicht wirklich gleich einschlafen – das letzte Mal hab ich um halb fünf auf die Uhr geguckt, war aber um 9.00 Uhr schon wieder auf den Beinen…..

Und hier das Orakel von Delphi – da musste man erst mal durch, damit man sein Orakel bekam – auch richtig toll gemacht.

Und damit wünsche ich Euch einen schönen Start in die Woche – wettertechnisch soll es hier in München jetzt so langsam in Richtung Herbst gehen.

Wir hören uns am Freitag, wenn ihr wollt… bis dahin

„O‘zaft is“ war Samstag …

Zwei Jahre fiel das Oktoberfest der Pandemie zum Opfer – heuer ist es wieder soweit.

Schunkeln, was das Zeug hält, Maß Bier, Hendl, Brezen….. – für die einen war es eine entsetzliche Zeit ohne Oktoberfest – für die anderen (u.a. für mich): naja, is hoit need..

Klar, als ich vor 34 Jahren nach München kam, war das für mich auch „wichtig. Wiesn, Oktoberfest – super, Klasse. 14 Tage Gaudi (also wer das schafft, 14 Tage auf die Wiesn zu gehen…) Klar war ich da auch ein oder zwei Mal, vielleicht auch dreimal.

Später auch mit Männe – hatten wir Besuch zu dieser Zeit, sind wir natürlich auch hinmarschiert. Das wurde aber immer schwieriger mit den Tischen reservieren. Und spontan kann man am abend kaum noch einen Platz bekommen. Was ich als Münchener sehr ärgerlich finde. Selbst das „Tische reservieren“ geht als „Nicht-Firma“ kaum noch. Dieser Hype hat irgendwie nicht abgenommen und je älter ich wurde, desto weniger wichtig war mir die Wiesn.

Klar, es ist ein traditionelles Fest – aber es ist mittlerweile einfach nur noch Konsum. In den letzen Jahren war ich einmal abends auf der Wiesn – das hat mir gereicht. Klar ist es schön, mit Freunden im Zelt zu sitzen und „a Gaudi zum hobn“. Im Restaurant sitz ich gemütlicher. Aber irgendwie gehört es doch dazu.

Am Mittwoch war ich mit Männe mittags dort. Ganz entspannt sind wir mit der Ubahn angekommen, ohne daß wir schon beim Rausgehen aus der Ubahn in einem Strom Menschen Richtung Ausgang geschoben wurden. Viele Karussells hatten noch geschlossen, in den Schaustellerstraßen konnte man sich noch gut bewegen. Wir bummelten entlang der Buden und Stände, Karussells und ließen es uns nicht nehmen, zumindest einmal im Riesenrad gesessen zu haben. Aber 10 Euro für eine Fahrt – meine Herren.

Überhaupt ist das wirklich ein teurer Spaß geworden – so ein Wiesnbesuch. Wir haben mal nachgerechnet: 2 x Riesenradticket 20,00 Euro, einmal gebrannte Cashewkerne 9,00 EURO, zwei halbe Händl (draußen im Biergarten gegessen) 27,00 Euro, eine Maß Bier geteilt 13 Euro….

Jetzt geh da mal mit ner 4-köpfigen Familie hin – da sind 200 Euro gerade mal nix.

Nach einem schönen Bummel durch all die Schausteller- und Zeltstrassen waren wir gegen 15 Uhr wieder am Heimweg.

Fazit: Schee wars, aber nur so, wie wir es gemacht haben. Am Mittag, ohne Gedränge und ohne im Zelt mit Tausend anderen zusammen, ohne Tanzen auf dem Tisch, von dem wieder einer vom Nachbartisch leicht bis mittelmäßig angesäuselt rückwärts auf dich fällt. Wir hatten drei Einladungen, haben alle abgelehnt – uns ist/war das in diesem Jahr noch zu unsicher und „gefährlich“. Nächstes Jahr wieder – vielleicht…

Euch allen ein wunderschönes Wochenende

Reduzierungen…

Ich habe vor ein paar Tagen ein Angebot gemacht bekommen: Ich teste die Software eines Fotobuch-Herstellers und schreibe eine „Kritik“ über Anwendung der Software und Qualität des Fotobuches (Haptik, Qualität der Fotos, des Papiers etc). Dafür habe ich einen Gutschein Code bekommen – Wert des Gutscheines 100 Euro.

Ich habe die Software herunter geladen, installiert und los ging’s. Gewöhnungsbedürftig, aber ist ja alles irgendwie.

Nach der 5. Doppelseite mit leichtem Frustgefühl (dauerte alles ziemlich lange mit der Erstellung der Seiten) dachte ich mir: Guck noch mal nach dem Gutschein, nicht dass du den evtl gelöscht hast oder nicht mehr findest.

Ich stöberte in meinen Mails und siehe da – da isser. Ich hab mir noch mal alles genau durchgelesen und DA stand es:

Gültig nur für Fotobuch Variante xyz. Versandkosten sind im Gutschein nicht inbegriffen. Da hab ich mir mal die Fotobuch Variante angeschaut – daaaa war der Hund begraben – Fotobuch mit 10 Seiten (was ja gar nix ist): 89 Euro. Fotobuch mit insgesamt 50 Seiten (und drunter fang ich gar keines an) 151 Euro.

To make a long story short – Das ist kein „Gutschein über 100 Euro“ – wirklich nicht. Oder doch – aber nicht für mich / ich fühle mich dann leicht veräppelt.

Jetzt könnt ihr sagen: nimm halt ein Buch mit 20 Seiten, dann bist du noch unter 100 Euro.

Ist für mich keine Alternative- meine Fotobücher sind alle mind 50 Seiten „dick“. Also kostet mich das Buch 51 Euro plus Porto. Solche „Geschenke“ brauche ich nicht – da komme ich mit veralbert vor.

Dieser Anbieter ist definitiv nicht für meiner – reduziert sich jetzt auf 2 Anbieter für mich.

Apropos Reduzierungen – ich werde mich auf 2 wöchentliche Blogbeiträge reduzieren. Montags und freitags – ich glaube, das ist genug „Geschwätz“ – es soll ja auch etwas sinnvolles sein 🙂 und wenn ich zwischendurch was zu vermelden hab, was wichtig ist, behalte ich das für mich bis Montag oder Freitag. Habt bis dahin eine schöne Woche ….

Und plötzlich ist sie nicht mehr da…

Am vergangenen Wochenende vor einem Jahr habe ich meine Freundin das letzte Mal getroffen und wir hatten einen tollen gemeinsamen Abend. Das hat nichts damit zu tun, daß wir uns nicht mehr treffen wollen – wir können uns nicht mehr treffen. Sie ist nicht mehr da – nicht mehr in DIESER Welt. Aber in meiner ERINNERUNG – und da wird sie auch immer bleiben.

Eigentlich war sie eine Schulfreundin meiner Schwester. Und zu Schulzeiten meiner Schwester konnten wir miteinander auch nicht sooo viel anfangen. Das änderte sich, als sie so 17, 18 war – ich war damals 22,23 Jahre alt.

Wir trafen uns öfters mal – wir luden uns gegenseitig zu den Geburtstagen ein und trafen uns auch so. Dann zog ich nach München und wir verloren uns etwas aus den Augen. Aber zum jährlichen Heimatfest haben wir uns immer verabredet und getroffen. Weihnachtsmarkt im kleinen Städtchen ebenfalls – ohhhh, was haben wir die Glühweinbuden belagert 😜 Und der Kontakt wurde wieder intensiver. So intensiv, daß ich sie auch zu unserer Hochzeit einlud, auf diversen Familienfesten waren sie und ihr Partner bei uns auch immer willkommen – sie war fast ein Teil der Familie. Meine Eltern mochten sie sehr.

2018 bekam sie eine Diagnose, die ihr ganzes Leben auf den Kopf stellte. Krebs. Nicht im Anfangsstadium -fortgeschritten. Es gibt kaum eine schlimmere Diagnose als diese. Alle Pläne, alle Wünsche, alle Träume – dahin. Aber sie ließ sich nicht aufhalten – das hat sie noch nie. Sie hat manche unangenehme Situation im Leben meisterhaft bezwungen und sich niemals unterkriegen lassen. Machte weiter, im täglichen Leben und jobmäßig. Riss sich zusammen, auch wenn es ihr nicht gut ging. Sie hatte sich gerade selbständig gemacht mit ihrem kleinen, eigenen Unternehmen und war mit Recht sooo stolz drauf. Unterzog sich einer Chemotherapie mit schlimmen Nebenwirkungen, ließ sich bestrahlen und operieren…. der Krebs kam zum Stillstand. Aber die Nebenwirkungen all ihrer Behandlungen und auch Medikamente machten ihr zu schaffen. Sie ließ sich nichts anmerken – sie hat immer gerne gelacht und lachte auch weiter. Das ließ sie sich nicht nehmen. Sie war ein positiver und gradliniger, ehrlicher Mensch – jeder mochte sie sehr gerne.

Gerade in dieser Zeit rückten wir wieder näher zusammen – jedes Mal, wenn ich zu Hause war, trafen wir uns. Wir lachten miteinander, wir weinten auch miteinander. Wir telefonierten oft und kommunizierten über Whatsapp. Wir freuten uns gemeinsam über jeden positiven Ausgang der Arztbesuche – wir wussten beide, daß es „gesund“ bei ihr niemals wieder geben würde. „Stillstand“ war schon fast ein Sechser im Lotto.

Ich bin „zuuufällig“ in ihren Hochzeitstag gestolpert (von dem sie bis ein paar Stunden vorher auch noch nichts wusste), sie war gerade eine halbe Stunde verheiratet und da stand ich an ihrem Krankenbett. Mit Röschen, die sie so mochte. Ich freue mich heute noch, daß ich da Fotos von den beiden machen und später in einem Fotobuch übergeben konnte.

Im September 2021 trafen wir uns das letzte Mal – war uns beiden nicht bewußt. Im Dezember wollten wir uns wieder treffen, am Abend vor dem Treffen sagte sie mir, sie sei schwer erkältet, sie könne sich nicht mit mir treffen. Wir sprachen nur kurz, weil sie kaum Luft bekam…. „wir treffen uns dann das Nächste mal, hoffentlich“ (ihre Aussage) ja… ihr ahnt, was kommt….

Am nächsten Tag bekam ich die Nachricht, daß sie im Krankenhaus liegt und künstlich beatmet werde… Corona hat auch vor ihr nicht Halt gemacht. Und mit all ihren Vorerkrankung hatte sie nur eine kleine Chance. Es folgten bange 12 Tage mit leichtem Bergauf und viel mehr Bergab. Und dann die Nachricht, daß sie diese Welt verlassen hat….

Es gibt kaum eine Woche, in der ich nicht an Dich denke, du fehlst mir. Waren wir auch nicht beste und innigste Freundinnen, wir waren Freundinnen. Ich habe es noch nicht fertig gebracht, unseren jahrelang geführten Chat auf Whatsapp zu löschen. Ich lache oft über die dortigen Kommentare und Sprachnachrichten und ich weine auch manchmal.

Irgendwann bekam ich von Dir das Bild hier geschickt – hat mir damals schon sehr viel bedeutet – jetzt noch tausend Mal mehr. Ich kann das so nur zurück geben.

Nicole, ich vermisse dich…..♥️♥️♥️🥲🥲🥲

Träumereien….

Im Traum passieren mir wirklich manchmal verrückte Sachen. Kennt ihr ja bestimmt auch. Mir ist es auch schon manchmal passiert, daß ich träume, dann aufwache und wieder einschlafe und dann den vorherigen Traum weiter träume. Kennt ihr das auch?

Ist mir diese Woche so ergangen. Ich träumte, daß ich auf einer Veranstaltung eines Kunden von mir bin – in der Woche vorher habe ich für diesen Kunden ebenfalls eine Veranstaltung fotografiert. Und auf der momentanen Veranstaltung werden Fotos von der Veranstaltung der Vorwoche auf ganz vielen Leinwänden gezeigt.

Plötzlich kommt der Vorstandsvorsitzender meines Kunden auf mich zu und fragt mich: Hallo Frau vdL, wo sind denn eigentlich Ihre Fotos von der Veranstaltung von letzter Woche? Das sind alles die firmeninternen Fotos.

Mir wurde ganz heiß und ich dachte mir: Um Gottes Willen, hab ich die Fotos nicht abgeliefert? Das kann doch gar nicht wahr sein.

Ich wurde wach und mir war wirklich total heiß – hektisches Überlegen: Moment: Veranstaltung im Juni – Fotos hab ich abgeliefert – Veranstaltung im Juli – war ich im Urlaub, habe ich also nicht fotografiert und kann demnach nichts abliefern. Veranstaltung im September- ist erst in 2 Wochen- Veranstaltung im August: Fotos hab ich abgeliefert.

Glücklich machte ich meine Äuglein wieder zu und schlief ein – und träumte meinen Traum weiter. Gleiche Veranstaltung – die Eventmanagerin meines Kunden kam um die Ecke, direkt auf mich zu und fragte mich: Kerstin, wo sind denn jetzt deine Fotos? Das sind alles unsere…

Boah, ich lag im Bett und hatte richtig Herzrasen… wieder überlegt, Mensch, wieso hab ich die Fotos nicht abgeliefert – Überlegung siehe oben… alles abgeliefert, was ich hätte abliefern können – alles gut.

Ich habe mich minutenlang nicht getraut, die Augen wieder zuzumachen, aus Angst, wer mir im Traum nun wieder in den Hintern tritt….

Was mich an Träumen so fasziniert ist die Tatsache, daß es – wenn man den Traum dann mal erzählt, sich ja mindestens um Minuten, wenn nicht sogar um Stunden handelt. Und angeblich sind unsere Träume ja nur sekundenlang… Ich denke mir jedes Mal, was ich da alles erlebt habe, passt doch gar nicht in ein paar Sekunden.

Ich träume auch öfters, dass ich renne und jedesmal im Traum tu ich mir beim Rennen schwer, ich kann kaum ein Bein vor das andere bewegen. Man müßte mal einen Traumdeuter fragen, oder lieber nicht, wer weiß, was der daraus deutet.

Träumt ihr auch oft? Und könnt ihr euch dann noch daran erinnern?Mir geht es oft so, daß ich nach einem Traum wachwerde und denke, das war ja Quatsch, daß muß ich morgen früh Männe erzählen und am nächsten Morgen weiß ich nichts mehr von meinem Traum. Spooky oder?

Kennt ihr das? Prokrastination!!

Seit Wochen drücke ich mich vor meiner Buchhaltung, die ich für mein kleines, aber feines „Unternehmen“ machen muss. Ach, was fällt mir alles ein, was noch erledigt werden muß. Ganz groß bin ich darin. Nun wars vorgestern soweit – alles andere war irgendwie erledigt, selbst mein Auto hatte seine TÜV-Plakette, es war einfach nichts mehr zu erledigen – nur diese einzige Sache: STEUERERKLÄRUNG bzw EÜR und Umsatzsteuermeldung.

Vier Tage vorher fing ich an – ich dachte mir: Mach mal den Anfang. Also WISO Steuerprogramm gekauft, heruntergeladen und installiert. Geht doch. Hat alles problemlos geklappt – war nicht immer so.

Belege hatte ich schon sortiert, alles ausgedruckt, was ich brauche – und mal wieder etwas anderes gemacht. Ja, das Fotobuch von London – ganz wichtig, da muß ich ja dran bleiben (wieder so ne fadenscheinige Ausrede).

Tja und gestern bin ich drangeschossen…. ich frage mich, warum ich da immer so einen Zirkus draus veranstalte. Ich hab ganz entspannt vor mich hingearbeitet, wurde auch nicht abgelenkt oder aufgehalten und bis ich mich verguckt hab, war ich fertig – knappe 5 Stunden und warum dann JEDES MAL SO EIN THEATER?????

Wochen vorher: ICH MUSS DIE STEUER MACHEN… warum mach ich es nicht gleich und rege mich mindestens einmal in der Woche auf, wenn ich dran denke, daß ich es noch machen muss? Warum verschiebt man vermeindlich Unangenehmes nach hinten und baut sich selbst jedes Mal Stress auf, wenn man dran denkt?

Es gibt dafür auch einen Begriff: Prokrastination – ich zitiere hier einmal: „Extremes Aufschieben“ ist eine pathologische Störung (oh mein Gott), die durch ein unnötiges Vertagen des Beginns oder durch Unterbrechung von Aufgaben gekennzeichnet ist, so dass eine Fertigstellung nicht oder nur unter Druck (jaaa, genau das) zustande kommt.

Und ich habe auch gerade gelesen, was man alles dagegen tun kann – aber ich denke, da kann ich mir nur selbst helfen, indem ich mir ganz intensiv sage: Es war echt überhaupt kein Akt- es machte viel mehr Stress, daran zu denken und es dann nicht zu tun.

Ich werde mir diesen Blogbeitrag auf Wiedervorlage für die nächste Steuererklärung legen – vielleicht gehts damit wirklich besser.

Und weil ich gerade so im Flow bin – jetzt mach ich auch noch die Grundsteuererklärung – jawoll!!!! Wish me luck 🙂