Teil zwei der Erinnerungen an den 11. September 2001… und so ging es weiter

Nachdem wir wieder in unserem Hotel angekommen waren, versuchten wir nochmals, unsere Eltern in Deutschland telefonisch zu erreichen und nach dem gefühlt 100. Versuch klappte es endlich. Ich war erleichtert und unsere Eltern auch.

Am 12. September liefen wir planlos in New York herum – auf der 5th Avenue konnte man Kilometer auf der Strasse laufen, es war kaum Verkehr – die Stadt war einfach gelähmt. Nachdem der Luftraum erst mal für einen Tag gesperrt wurde, erfuhren wir, daß vor Montag, den 17. 09. wohl kein Flug nach und aus New York gehen würde, mussten wir unseren Weiterflug nach San Francisco umbuchen, ein fast unmögliches Unterfangen, weil keiner wußte, wann wohin geflogen wurde. Wir mußten unser Hotel verlängern, da wir am Donnerstag abgereist wären. Um irgendetwas sinnvolles zu machen, marschierten wir ins Guggenheim Museum – sehr sehenswert. Wir liefen Kilometer im Central Park umher – am Tag drauf hatten wir Karten für das Musical „The Lion King“. Wir vermuteten, daß das abgesagt wurde – dem war aber nicht so. Nachdem wir für die Karten nicht nur Geld sondern auch viel Mühe verwendet hatten (Karten hatten wir ziemlich kurzfristig gekauft), gingen wir auch hin. Es hätte ja keinem etwas genutzt, wenn wir im Hotelzimmer sitzen geblieben wären. Das ganze Ensemble kam zunächst auf die Bühne und wir legten eine Schweigeminute ein und dann versuchten wir, den Abend zu genießen. So richtig gelang es uns nicht. Wir waren sehr wenige im Theater – klar, viele wären ja von außerhalb gekommen, aber nachdem New York auch für Autos gesperrt war, kamen kaum Leute.

Abendessen wurde langsam zur „Jagd“ – vielen Restaurants gingen die Lebensmittel aus. Es kam ja kaum ein Auto in die City rein. „Out of food“ lasen wir sehr oft. Wir liefen jeden Tag zum Reisebüro und erkundigten uns, wann wir weiterfliegen könnten. Jeden Tag die Aussage „we have no idea“.

Freitag dann die Aussage, am Montag würden die ersten Maschinen wieder starten – wir bekamen Tickets für die zweite Maschine, die aus New York raus fliegen würde – um 6.30 Uhr. Nach San Francisco. Nur hatten wir da ja kein Hotel mehr, denn das hätten wir ja donnerstags aufgesucht und wären dann Montag weiter nach Hawaii geflogen. Also Ticket nach San Francisco und Umsteigen und dann weiter nach Hawaii. Zwischenzeitlich dachten wir daran, unsere Hochzeitsreise abzubrechen. Aber was hätte das gebracht? Nix.

Montag waren wir um halb 5 Uhr am Flughafen, wir wurden vorgewarnt, daß die Hölle los sein werde. So wars auch, man brauchte viel Geduld und Zeit. Als wir am Schalter standen und unsere Tickets vorzeigten, meinte die Dame vom Bodenpersonal: „Wir müssen Sie darauf aufmerksam machen: Sollte dieses Flugzeug die vorgegebene Flugroute verlassen, werden sie von Kampfjets abgeschossen“. Meine Güte – das hat echt „beruhigt“.

Im Flugzeug waren alle Passagiere recht locker, es war aber eine besondere Stimmung. Nur wenn einer der Passagiere im Gang entlang auf die Toilette ging, gingen alle Köpfe in Richtung der Person – was macht der, wo geht der hin? Ach Toilette – gut – und kommt auch wieder raus – noch besser – geht zurück auf seinen Platz – perfekt.

In San Francisco ins andere Flugzeug und dann Richtung Hawaii – da waren wir irgendwie recht froh, daß man von diesem Zirkus etwas weg kam. Richtig entspannen konnte man jedoch nicht. Auf Hawaii angekommen war unser erster Eindruck: Hier ist ja gar nix los. Klar, wer setzt sich nach diesen Anschlägen freiwillig in einen Flieger, wenn er nicht wirklich muß??? Wir suchten nach Taxen, fanden aber nur Privatautos, die die Touristen fuhren. Unser Fahrer war bis zum Anschlag noch Chefkoch im Hilton Hotel, wurde entlassen… klar, wenn keine Touris kommen, braucht man auch keinen Chefkoch.

Wir bemühten uns wirklich, die letzten 10 Tage zu genießen, das Hotelpersonal war sehr freundlich und zuvorkommend, die hawaiianische Landschaft und Natur haben wir genossen. Wir wurden – und das lies uns nicht wirklich zur Ruhe kommen- doch von vielen angesprochen, wo wir denn jetzt herkämen und als wir dann New York nannten, dann wollten sie natürlich wissen, was dort los sei….

So richtig, richtig durchgeschnauft haben wir erst, als unser Flieger nach Hause in München aufgesetzt hatte – daaa wußten wir, jetzt kann uns eigentlich nix mehr passieren. Mann Mann Mann, wer hätte gedacht, daß diese Flitterwochen soooo „unvergeßlich“ werden würden…

2016 waren wir nochmals für ein paar Tage in New York und konnten diese Zeit dann richtig genießen.

11.September 2001- meine Geschichte aus New York

Ich glaube, fast jeder von uns weiss noch ganz genau, was er getan hat oder wo er war, als am Nachmittag des 11. September 2001 (deutscher Zeit) die Nachricht über die Anschläge in den USA (New York, das Pentagon und Shanksville) verbreitet wurde..

Ich weiß auch genau, wo ich war – mit meinem frisch angetrauten Männe IN NEW YORK – ziemlich genau ca 2 km von einem der Anschlagsplätze (World Trade Center) entfernt.

Wir waren zwei Tage vorher in New York angekommen – erster Zwischenstopp unserer Hochzeitsreise – wir hatten am Freitag noch eine tolle Hochzeitsfeier, Samstag dann Verabschiedung von den Gästen und Family, die mit uns in unserer Feierlocation übernachtet hatten und Sonntag früh gings zum Flughafen in die Flitterwochen.

09. September:
Sonntag Ankunft in New York – unser schnuckeliges, kleines Hotel mit 12 Zimmern bezogen und dann erst mal etwas durch die City marschiert – Manhattan abgelaufen und erster Blick von oben auf New York vom Empire State Building. Abends sind wir recht früh ins Bett – waren ja durch die Zeitverschiebung schon länger auf den Beinen.

10, September:
Am Montag dann Wall Street, dort etwas rumgelaufen und dann World Trade Center (wir hatten uns ein Ticket für tags und dann noch mal für einen Besuch bei Nacht bzw. Dunkelheit gekauft).Wahnsinn, welch ein Ausblick, irre schön. Abends dann schön Essen – ich weiß gar nicht mehr, wo wir waren.

11.September:
Es war morgens um kurz nach halb neun in der Frühe – ich kam gerade aus dem Bad unseres Hotelzimmers, als ich ein relativ lautes Brummen am Fenster hörte – zunächst dachte ich, ist vielleicht die Müllabfuhr oder ähnliches. Dann dachte ich, es könnte auch ein Flugzeug gewesen sein- Männe sagte aber gleich, die dürfen nicht so tief über die Stadt fliegen.
Wir kommen zum Frühstück, da fragt der Portier, ob wir denn schon wüßten, was passiert sei – wir hatten keine Ahnung, was er meint und er fragte, ob wir nicht ferngesehen hätten. Beim gemeinen Amerikaner läuft ja oft der Fernseher den ganzen Tag. Wir hatten keine Ahnung und er erzählte uns, dass ein Flugzeug in einen Turm des WTC geflogen sei – wir haben natürlich gar nix geglaubt und er führte uns in ein Hinterzimmer, wo ein Fernseher lief. Kaum waren wir in dem Zimmer, sahen wir, wie das zweite Flugzeug in den zweiten Tower fliegt – das war kurz nach 9 Uhr Ortszeit. Wir haben immer noch geglaubt, die veräppeln uns und zeigen irgend einen Horrorfilm. Bis wir in die entsetzen Augen der anderen sahen ….. wir konnten es nicht glauben. Wir fragten uns, was wir denn jetzt machen sollen/können. Frühstück war uns vergangen und im Hotel bleiben wollten wir irgendwie auch nicht. Unser netter Portier hat uns total verstanden und meinte nur, wir sollen halt hier ein wenig auf und ab gehen, sollten wir Leute rennen sehen, sollen wir bitte hinterher laufen, man weiß ja nicht, was noch alles passiert.

Wir versuchten dann erst mal, unsere Eltern anzurufen – da ging mobilfunktechnisch gar nix – im Hotel mit der landline auch erst mal nix – ich war etwas unruhig, weil ich meinen Eltern unbedingt bescheid geben wollte, dass uns nix passiert ist. Wir wollten uns gar nicht vorstellen, was die sich zu Hause gerade für Gedanken machen. Es ging nix – nach über einer Stunde konnten wir zumindest mal ein Fax an meine Eltern schicken. Telefone tot!!!

Wir saßen erst noch am Zimmer und sahen dann auch die Türme einstürzen und ich war so fertig, ich heulte hysterisch los. Ich konnte nicht glauben, was ich sah. Und dann dachte ich: Stell dir vor, das wäre gestern passiert und wir wären da oben gewesen…. UNVORSTELLBAR.

Irgendwann gingen wir einfach raus auf die Straße – beim Öffnen der Hoteltür haben wir den Staub schon überall liegen und selbst auch noch in der Luft hängen sehen.
Zunächst kam mir eine Dame entgegen, die einen Blindenhund an der Leine hatte – Sie fragte mich, ob ich wisse, wo wir gerade sind- Ihr Blindenhund hatte vor lauter Tatü Tata (und die Martinshörner heulten wie wild in der City, Feuerwehr, Polizei und Krankenwagen schossen durch die Strassen) völlig die Orientierung verloren. Ich nannte ihr den Namen der Strasse und daß da vorne eine Bäckerei und Wäscherei sei, dann wusste sie, wohin sie laufen musste.

Ein paar Minuten später folgendes: Männe lief vor mir und ich trödelte hinterher – auf einmal schoß ein Mann aus einem Haus, mit so einem kleinen Kappi auf dem Kopp – warf sich neben mir auf die Straße, die Hände zum Himmel gefaltet und schrie: „Thank you Allah, you did it“! WHAT???? Ich nix wie weg, Männe hinter mir hergezogen und dachte nur: „In welchem falschen Film sind wir bitte hier gelandet“?
Wir liefen umher und irgendwann kamen wir Richtung World Trade 7 – nebenan war ein Hilton Hotel – das hatten wir uns ursprünglich rausgesucht, bevor ein Kollege von Männe meinte, er kenne ein recht nettes kleines und persönliches Hotel in der Nähe, das wäre doch vielleicht netter als so ein riesen Kasten. Das World Trade 7 war abgesperrt und die Polizei bat uns, diesen Bereich zu verlassen (this building will come down very soon). Von hinten konnte man gar nicht sehen, keine Beschädigung oder ähnliches. Aber im Nachhinein kam raus, daß Trümmer vom Einsturz des Nordturmes das Gebäude wohl so zerstört hatten, daß es nicht mehr lange standhalten würde.

Wir marschierten weiter – ständig gab es fake news – Evakuierung der Central Station, angeblich wurden dort Bomben gefunden – ganze Panzerkolonnen fuhren mittlerweile durch die City, der Flugraum wurde abgeschirmt, wenn man einen Flieger am Himmel sah, duckte man sich und dachte, wo fliegt der jetzt bitte noch rein? Kurz – es war wie im Krieg (so stelle ich mir das zumindest vor). Und irgendwie war Krieg- irgendwie!!
Irgendwann holten wir uns in einem Supermarkt ein labriges Sandwich und setzten uns in einen Park – wir hatten keine Ahnung, wohin wir gehen sollten und was wir machen können….

Teil zwei morgen …..

Eine Ära geht zu Ende…

…und eine „Grösse“ ist gegangen – Ihre Königliche Hoheit Königin Elisabeth ll.

Ich bin traurig – Königin Elisabeth war für mich irgendwie „unsterblich“. Obwohl sie nicht „meine“ Königin war, mochte ich sie sehr.

Noch vor 4 Wochen waren wir in London – da war sie aber schon auf Schloss Balmoral, wo sie die Sommer oft verbrachte.

Für mich hatte Königin immer etwas märchenhaftes – man kennt ja all die Geschichten von Königskindern. Ich hatte immer die Fantasie, das all die Kinder dann im großen Schloss von Zimmer zu Zimmer toben und stundenlang in den vielen Räumen Verstecken spielen.

Und unter Königin sein verstand ich als Kind auch – die darf machen, was sie will. Dass es gerade das Gegenteil war, hab ich erst später verstanden.

Was eine grandiose Frau – mit 25 wurde sie Königin und führte ihr Land über 70 Jahre durch gute und weniger gute Zeiten.

Erst heute habe ich verstanden, warum sie nicht früher abgedankt hat. Hatte sie doch wohl einmal gesagt: Gott hat mich zur Königin gemacht und Gott wird das Königin sein auch beenden. Respekt!

Nur einmal war ich „etwas böse“ auf sie – als sie sich zu Dianas Tod so kühl und fast unmenschlich verhalten hat. Das habe ich ihr übel genommen.

Sie war eine große Instanz, sie hinterlässt große Fußspuren, in die sich König Charles nun erst mal hineinfinden muss, sie geht und hinterlässt- nicht nur für ihre Familie und ihr Land – eine riesige Lücke

Rest In Peace HRH Queen Elisabeth ll. 🥲🥲🥲 you and your smile will be deeply missed

G‘schichten aus dem Paulanergarten

Wir hatten unseren 21. Hochzeitstag- schaffen heute auch nicht mehr alle. Uns ist es gar nicht schwer gefallen und weh getan hat’s auch nicht.

Wir waren „zur Feier des Tages“ zum Mittagessen im Seehaus im Englischen Garten. Schee wars – gut war’s – gemütlich war’s. Und dann kam auch noch der Loddar (Lothar Matthäus) vorbei – mit seiner 6. Zukünftigen und eventuell auch Exfrau.

Kaum hatte er hinter unserem Tisch auf der Terrasse Platz genommen, kamen auch schon zwei junge Chinesen und baten um ein Selfie mit ihm. Hat er sofort gemacht.

Ich war ja ganz erstaunt, dass er wohl doch noch so bekannt ist und gerade von den „jungen“ erkannt wird.

Nach unserem Essen marschierten wir noch um den Kleinhesseloher See – es ist schon seeehr schön bei uns in der Landeshauptstadt 😍😍😍

Dann ging’s wieder heimwärts – es muss ja auch noch etwas gearbeitet werden – am Abend gabs noch ein gutes Tröpfchen und wir ließen unseren Tag vor 21 Jahren noch mal Revue passieren – war schon sehr schön damals… von unseren Flitterwochen erzähle ich euch dann am 11. September – das ist dann der passende Tag …..ich bin mit sicher, ihr wisst, was IHR an diesem Tag gemacht habt … WIR waren in New York – an diesem 11. September 2001 🙈🙈🙈

Mädelsabend in München

Sooo – wir waren in einem spanisch-rumänisch- israelischem Lokal – im NENI – wie man bestimmt an der „Aussage“ über der Küche erkennen kann, oder??? Hat es jetzt jemand ins „Deutsche“ übersetzen können???

Ziemlich coole Location ..

… direkt am Hauptbahnhof.

Männe hatte mich zur Ubahn gefahren- ich in die Ubahn rein – als einzige mit Maske.., hmm. Hauptbahnhof raus und da war auch gleich das Lokal … ich kannte es noch nicht und fand/finde es super – hipp – cool… einfach mal was anderes. Kann ich euch wirklich empfehlen, wenn ihr mal „etwas anderes“ möchtet.

Erste Freundin war schon da – Freundin Zwei kam auch gleich – erst mal ein Cocktailchen an der Bar und dann ins Restaurant.

Ich sag euch – alleine die Vorspeisen- der absolute Traum – von Hummus über Babaganoush, gebrannte Aubergine und Blumenkohl – sooo lecker und sooo sättigend, dass wir nur noch eine Hauptspeise schafften – den Jerusalem Teller.

Es war richtig klasse, hat super geschmeckt und wir haben uns so gefreut, in dieses Konstellation mal wieder zusammen zu sitzen … ein knappes Jahr hatten wir uns so zu dritt nicht mehr gesehen – einfach ein toller Abend – Danke Mädels!

Einfach mal kurz innehalten …

… und sich dran erinnern, was gestern und heute vor 50 Jahren in München passierte…

Es waren keine Deutschen, die das Attentat verübten – aber bei unsere Befreiungsaktion ist so ziemlich alles schief gelaufen – DAFÜR eine Entschuldigung…

https://de.m.wikipedia.org/wiki/M%C3%BCnchner_Olympia-Attentat

Mir war gerade diese Befreiungsaktion gar nicht mehr so in Erinnerung (nicht, dass ich mich persönlich hätte dran erinner können). Das liest sich wie ein schlechter Krimi – ist nun mal so geschehen und oft baut sich ein Fehler auf dem anderen auf – das scheint hier so passiert zu sein.

Der Bücherwurm hat aussortiert…

….und die Bücher in diesem Bücherschrank abgeliefert.

Ich bin ja ne richtige Leseratte – schon als Kind hab ich im Bett oft noch gelesen. Einmal hab ich versucht, meine Eltern zu beschummeln. Die waren am Abend weg und für mich hieß es um 21.00 Uhr Licht aus. Ich hab noch etwas länger gelesen und als ich die Haustür hörte schnell das Licht ausgemacht. Meine Mum kam noch mal in mein Zimmer rein und ich stelle mich schlafend – da faßte sie kurz an meine Nachttischlampe und meinte trocken: Du kannst die Augen aufmachen – die Lampe ist noch heiß, die hast du gerade ausgemacht :))) Tja…. ertappt.

Ich habe viel, viel Geld in Bücher investiert – früher bin ich in die Bücherei gegangen, jeden Dienstag nach dem Konfirmationsunterricht. Ach – das Paradies für mich – Regale mit Büchern vollgestellt…. Herrlich.

Später hab ich dann Bücher gekauft – viele Bücher gekauft – manche verliehen und nie wieder bekommen, manche verschenkt. Manche sind/waren super und die lese ich immer wieder mal, manche waren einfach nicht meine…. Liebesschmuss und sowas, Science Fiction, Historische Romane – nicht mein Genre. Ich lese für mein Leben gerne Krimis, Psychothriller und solche wie „Ein ganzes halbes Jahr“, „Tanz auf Glas“, „Die Fotografin“, „Das Gewicht von Seifenblasen“, „Die Glasbläserin“ – eines jedoch hat mich schon vor 25 Jahren richtig fasziniert und ich hab es schon drei mal gelesen – um die 1200 Seiten – „Tochter ihrer Mutter“ – ganz klasse.

Also, ich habe jede Menge Bücher und wollte ein paar von denen schon immer mal verkaufen. Ich habe es auf ebay versucht – boah, da kamen dann so Fragen „Wieviel Seiten hat das Buch“, „Hat es Wasserflecken“,“Ist es neuwertig“, „Riecht es nach Rauch“… alles in der Beschreibung angegeben, „Kommt aus raucherfreiem Haushalt, gut bis sehr gut erhalten…..“ Und dann bekommst du 1,40 Euro für ein Paperback Buch und verschickst es für 3,95 Euro. Nicht sehr sinnvoll. Auto raus und zur Post fahren ist inbegriffen im Preis.

Dann hab ich es über die Plattform MOMOX probiert – die haben ja den absoluten Knall. Ich gebe die ISBN ein und dann kommt MOMOX’s Ankaufspreis: 0,85 Cent – das Buch hat 12,95 Euro gekostet.

Ich hab es wirklich mehrmals ausprobiert – hochpreisige Bücher ab 29,95 Euro (gut, das ist dann“Fachliteratur bzw. fotografiespezifische Bücher wie „Rechte am Bild“ etc – da bieten die dann 1,50 Euro dafür. Klar – Angebot und Nachfrage machen den Preis aus. Aber nicht den Preis für meine Bücher. Bevor ich die für ’nen Appel und ’n Ei verkaufe, behalte ich sie – oder verschenke sie.

Ich bin in die Bücherei getrabt und habe dort nachgefragt, ob Bedarf an Büchern besteht – ich will nix dafür haben, ich will sie nur loswerden bzw. jemanden damit noch eine Freude machen. „Nein, das nehmen wir nicht an“ – nicht mal für geschenkt. Ist wahrscheinlich zu viel Arbeit, die dann zu katalogisieren und aufzunehmen.

Ich war schon kurz davor, sie in die Papiertonne zu werfen – dann hab ich nochmals recherchiert und diese Bücherschränke bzw. Bücherregale „gefunden“. Heute bin ich 12 Bücher losgeworden. So eine tolle Idee – man holt sich ein Buch und bringt es wieder, oder man bringt nur, holt nur…. jeder so, wie er will, kann und Lust hat.

Kinderbücher sind unten eingereiht, damit die Kleinen auch schauen können und sich das Buch ihrer „Begierde“ rausnehmen können. Alle paar Tage wird kontrolliert, ob die Bücher ordentlich im Schrank stehen und keine „anstössigen“ Bücher dort zu finden sind – mein „Fifty Shades of Grey“ hab ich beschämt wieder eingepackt. Frau will ja nicht auf der roten Liste stehen.

Bevor ich MOMOX die Bücher in den Rachen werfe und die Kohle damit machen, in dem sie die wieder zu nem ganz anderen Preis verkaufen, verschenke ich sie lieber und erfreue damit so manch eine Leseratte oder einen Bücherwurm.

Ich finde die Idee „Teilen statt Kaufen“ echt klasse und je mehr man sich mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinandersetzt, desto mehr fällt einem ein, etwas dazu beizusteuern.

Zwetschgendatschi, Quetschekuche… meinetwegen auch Pflaumenkuchen oder Pruumetaat…

… Hauptsache Hefeteig …. Ist ja klar, oder???

Hier kommt er gerade aus dem Ofen – dampft noch vor sich hin und muss erst mal abkühlen…

Ich liebe Datschi – könnt ich mich reinsetzen. Ich kann mich erinnern, dass meine Oma Käthe sensationellen Quetschekuche (Original hessisch) gebacken hat – Papa als Bäcker sowieso.

Ich backe auch einen guten Datschi ( Original bayerisch) und für mich muss es Hefeteig drunter sein – knusprig und nicht zuuu dünn – dicke Zwetschen oben drauf – nicht nach dem Motto Bodenseh (also nicht, dass man beim Draufgucken den Boden sieht) … und es darf KEIN – NIEMALS NICHT – Guss drauf.

Und ganz oben drauf gehört Sahne – am besten frisch geschlagene – manchmal tuts aber auch die Sprühsahne ….

Der Becher Kaffee dazu ist Pflicht – na dann – „nei demit“…

Ausgerechnet jetzt????

Ich zitiere kurz die SZ von gestern, Freitag den 02.10.2022:

„Stellen Sie sich vor, es ist Spätsommer 2022. Die Lufthansa hat gerade in der Corona-Pandemie nur mit viel Staatshilfe die größte Krise ihrer Geschichte überstanden, ist nun hochverschuldet und fliegt immer noch mit einer teils veralteten Flotte und echt alten Sitzen durch die Gegend. Die Passagiere sind seit einigen Monaten wieder unterwegs, weil sie zwei Jahre mehr oder weniger nicht fliegen durfen. Sie sind aber gerade schon wieder schwer genervt wegen des Chaos (konnten WIR so nicht sagen, bei uns lief es perfekt): lange Schlange, verlorenes Gepäck, abgesagte Flüge, Verspätungen. In dieser Lage haben die Piloten einen eintägigen Streik angekündigt, der wieder Zehntausende betrifft. Okay, und warum jetzt? Es gibt jede Menge Indizien dafür, daß die Antwort auf die Frage sehr schlicht folgendermaßen lautet: Weil halt…..

Seit Wochen hatten sich Delegationen der LH und der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) immer wieder für Gespräche und Verhandlungsrunden getroffen. Zuletzt waren sie am Dienstag zu einem Gespräch zusammen gekommen, den die VC wirklich als allerletzte Chance bezeichnet hatte, um eine Einigung zu erzielen. LH brachte am Mittwoch ein weiteres Angebot auf, doch am Donnerstag verkündete die Gewerkschaft das Scheitern der Verhandlungen. Der Konzern musste am Freitag rund 800 Flüge streichen, was zum Ende der Sommerferien rund 130.000 Passagiere betroffen hat.

Diese Entscheidung ist aus Pilotensicht auf den ersten Blick rätselhaft, denn sie könnte sehr leicht ein Schuss gewesen sein, der nach hinten losgeht und genau das bewirkt, was die VC eigentlich verhindern wollte: Die Gründung einer neuen Tochtergesellschaft mit niedrigeren Pilotengehältern, die Zubringerflüge in die Drehkreuze München und Frankfurt übernimmt – in Anlehnung an die Regionaltochter Lufthansa City Line…“

Ich beende hier das SZ Zitat und stelle fest: Manche Menschen oder Berufsgruppen haben den Schuss immer noch nicht gehört – anstatt sie froh sind, einen festen Arbeitsplatz zu haben und auch gutes Geld zu verdienen, wird gestreikt….

In den Monaten, in denen fast keine Flüge stattfanden, stockte die LH in der Kurzarbeit trotzdem die Gehälter zwischen 80 und 90 Prozent auf, was pro Pilot und Monat locker mal 6.000 bis 8.000 Euro ausmachen konnte. Manche sitzen bis heute bei vollem Gehalt zu Hause.

Die VC fordert 5,5 Prozent mehr Gehalt für 2022 und einen automatischen Inflationsausgleich ab 2023 – bedeutet: Wenn wir eine Inflation von 10 % haben, bekommen die LH Piloten das ausgeglichen – ja bin ich hier denn bei „Wünsch dir was“?????

Ich möchte hier keinem auf die Füße treten, die bei LH arbeiten oder gearbeitet haben. Ich weiß, dass nicht jeder so denkt und auch diese Situation kritisch hinterfragt – aber ich frage mich gerade: läuft hier nicht etwas kolossal schief?