Aktenzeichen…

Ich schaue diese Sendung schon wirklich ewig lange – noch mit Eduard Zimmermann als Moderator und dem schweizer Kollegen Konrad Tönz, auch Eduard Zimmermanns Tochter Sabine war dabei – als Jugendliche hab ich mich auch oft richtig davor gegruselt – aber das ist wie bei einem Unfall, du willst nicht hinschauen, aber du „musst“…

Ich kann mich erinnern, daß früher Fälle nachgestellt wurden, die waren schlimm, gefährlich und unheimlich. Da wurde eingebrochen und das Ehepaar im Schlafzimmer eingeschlossen, da wurden Menschen im Park überfallen und ausgeraubt… Es war damals schlimm zu sehen, was passiert und zu was solche Menschen fähig sind.

Seit einigen Jahren fällt mir auf, das diese Verbrecher immer brutaler werden und sogar vor Mord bei einem Einbruch nicht mehr zurückschrecken. Da werden die Opfer mißhandelt, gequält, geschlagen, stundenlang gefesselt – und sehr oft sind es alte Menschen, die solchen Methoden ausgeliefert sind.

Ich erinnere mich an ein Ehepaar, bei dem wurde nachts eingebrochen, der alte Herr wurde gefesselt und geknebelt, die Ehefrau geschlagen, so daß sie ohnmächtig wurde. Angeblich sollte sich in diesem Haus ein Tresor mit Schmuck und Geld befinden. Es gab in diesem Haus kein Tresor und es war für das Ehepaar eine stundenlange Odysee, bis die Täter verstanden haben, das es hier nichts zu holen gab. Das Ehepaar war wochenlang traumatisiert.

Unvorstellbar, daß sich dieses Ehepaar zwei Jahre später der gleichen Situation stellen mußte. Wieder wurde nachts eingebrochen, die beiden wurden gefesselt und geknebelt, das Haus wurde durchsucht, ein wenig Schmuck nahmen die Täter mit und verließen unter Androhung, wieder zu kommen, wenn die beiden sich nicht eine Stunde ruhig verhalten würden, das Haus. Wie man so etwas halbwegs verarbeiten kann, ist mir ein Rätsel

Dieses Ehepaar lebt seit dieser Zeit tagsüber in ihrem Haus, am Abend packen sie ihre Reisetasche und übernachten JEDEN TAG im ortsansässigen Hotel. Sie haben Angst, nachts in ihrem Haus zu schlafen – die ganze Rente geht für die Übernachtungskosten im Hotel drauf. Ich glaube, das Hotel hat für die beiden aber auch eine ganz spezielle Übernachtungsrate.

Kann man sich so etwas vorstellen? Was bringt Menschen dazu, das Leben anderer Menschen mit solchen Taten völlig zu zerstören? Da werden Menschen traumatisiert, so misshandelt, daß sie ihr Leben lang gehandicapt sind oder den Überfall nicht überleben….

MIr fällt auf, daß in den nachgestellten Fällen die Täter vermehrt oder sogar fast zu 80 Prozent „mit ausländischem – oft osteuropäischen Akzent“ sprechen – das macht mich schon oft nachdenklich.

Und die unsinnige Brutalität kennt mittlerweile keine Grenzen – da wird ein Familienvater auf offener Straße mit einer Schirmspitze „angestochen“ – es stellt sich raus, daß an der Spitze des Schirmes eine Spritze steckt. Das Opfer geht zum Arzt und läßt sich untersuchen, was ihm das gespritzt wurde. Es läßt sich zunächst nichts feststellen – nach Wochen – das Opfer liegt mittlerweile im Krankenhaus – stellt sich heraus, der Täter hat sein Opfer mit Quecksilber vergiftet – das Opfer stirbt 10 Wochen nach der Tat. UNFASSBAR!!! Was geht in den Köpfen solcher Täter vor? Wie krank sind die?

Ich finde diese Sendung auf der einen Seite sehr interessant und es fasziniert mich immer wieder, wie verschiedene Fälle dann doch durch Aussagen von Zuschauern aufgeklärt werden – selbst Fälle, die Jahre zurück liegen. Auf der anderen Seite sehe ich das auch ein wenig als Einladung zur Nachahmung.. Hmmm….

Mein zweites Gehirn ..

…so nenne ich ihn immer – meinen MoinDori – mein Notizbuch – außen tolles Leder mit genialer Masserung – innen kann man kleine Hefte oder auch Kalender festhängen und wenn sie voll sind, austauschen. Richtig praktisch. Konzipiert von einem kleinen aber feinen Unternehmen in Hamburg – und keine Massenware. Da wird jeder Planer liebevoll handgearbeitet.

Seit ca 3 Jahren mein täglicher Begleiter – man kommt ja so in die Jahre…

Vor Jahren hatte ich mal mit dem sogenannten Bullet Journal angefangen – ich glaub, dieser Hype kam damals auf.

Ich habe geplant – gemalt, geklebt, Listen erstellt, abgeglichen …. Bis ich festgestellt hab – das ist FÜR MICH viel zu umständlich. Und ich hab mich darin verloren – viel zu viel Zeit investiert – mich geärgert, wenn’s nicht schön wurde oder ich nicht schön geschrieben habe … Nee, nix für MICH

Ich plane meine Woche grob vor – aber niemals meine Monate oder darüber hinaus. Dafür ist unser Leben viel zu spontan und umtriebig. Da könnte ich Planen bis zum Umfallen und wäre frustriert, wenn ich das alles nicht einhalten kann.

Versteht mich nicht falsch, für ganz viele ist das ihre Art, das Leben zu organisieren und so viel einfacher zu machen – bei mir funktioniert es definitiv nur von einen über den anderen Tag – okay vielleicht auch wochenweise.

Ich setze mich abends hin und notiere mit, was am nächsten Tag zu tun und zu erledigen ist. Und dann schaue ich in der Frühe, was ansteht. Abends hake ich alles ab, was ich erledigt habe, was ich nicht schaffe, geht in die Planung für den nächsten Tag- natürlich nur solche Sachen, die man verschieben kann. Mein fotoshooting sollte ich schon einhalten :)))

Wenn ich montags weiß, was ich für Termine in der Woche habe, werden die ebenfalls eingetragen. Aber selten über eine Woche hinaus.

Diesen Planer habe ich immer bei mir – immer in der Handtasche. Und er hat mich dadurch schon manches mal gerettet – wenn ich in der ubahn sitze und durchblättere und dann dort einen Termin finde, den ich in der Früh übersehen habe – auch schon passiert- von daher nenne ich Dr. kleine Kerl liebevoll: mein zweites Gehirn

Und wer jetzt denkt „hat die ein lockeres Leben“ – der tägliche Alltag mit „Spülmaschine ausräumen“,“Gassi gehen“, „Kochen“ „Atmen“ und nebenher „Arbeiten“ – DARAN erinnert mich mein „erstes Gehirn“…

Die letzten Meter sind die Hölle…

Sportlichkeit ist eine Zier
doch besser gehts mir ohne ihr…. leicht vom Original abgeändert

Ich bin echt weit davon entfernt, mich jetzt als sportlich zu bezeichnen. Ich fahre Fahrrad (ebike), hab mich früher mal mit Rollerblades herumgeplagt, bin früher öfters schwimmen gegangen, gehe mal gerne Wandern (Seniorenmäßig), hab mal das Surfen und Segeln gelernt und das in früher Jugend praktiziert – aaaaber das ist alles schon soooo lange her. Zu was ich mich zwinge: Treppen steigen! Beim Arzt und wo immer es Aufzüge gibt – die ingnoriere ich! Ein wenig Sport muss sein.

Seit 12 Jahren gehe ich regelmäßig und täglich spazieren (mit Hund(en) Gassi), das hat sich altersbedingt (beim Hund) auch reduziert – waren wir am Anfang täglich oft an die 10 km unterwegs, so schaffen wir heute gerade noch 5 km täglich.

2003 habe ich mit dem Laufen (Joggen) begonnen – anfangs ein paar Hundert Meter – gesteigert bis 12 km. Das habe ich anfangs ebenfalls regelmäßig gemacht – 3 Mal die Woche. Wurde auch immer weniger und unregelmäßiger.

Dann wieder etwas regelmäßiger mit dem „Erfolg“: Schleimbeutelentzündung Hüfte oder auch mal Knie – jedes Mal, wenn ich im guten Rhythmus unterwegs war – nach 3 Wochen war Schluss. Ich scheine es nun aber wirklich richtig auskuriert zu haben – seit Monaten keinerlei Probleme mehr.

Heute bin ich mal wieder unterwegs gewesen – die letzten Wochen in der Affenhitze unvorstellbar. Was mich sehr freut – eine gewisse Grundfitness scheine ich zu besitzen – egal, wie lange ich nicht gelaufen bin, 2,5 km laufen (joggen) ohne Unterbrechung und auch recht flott schaffe ich gut. Und dann gibts ein Gehpäuschen – dann gehts weiter im leichten Galopp – da fällt mir der nächste Kilometer schon schwerer, wieder Gehpäuschen, nächster Kilometer – schnauuuuffff – Gehpäuschen – 500 Meter schnauuuuuuffff.

So heute nach knapp 10 Wochen Pause: Garmin gesucht – Mist, nicht aufgeladen, gut, dann eben die addidas APP am Handy: Ich laufe locker los, dachte mir, mal so 2 Kilometer am Stück zum Anfang mal wieder… Ich laufe und schaue auf den Arm zwecks Geschwindigkeit und Distanz – nee, Uhr hab ich ja nicht dabei- wollte aufs Handy (klemmte am Oberarm) schauen und dachte mir dann aber: NEEE, laß mal, laß dich nicht durch Zahlen von deinem Rhythmus abbringen – lauf mal so, wie es dir dein Körper vorgibt. Was soll ich euch sagen? Ohne diese dusseliche „Kontrolle“ (Mist, ich bin ja eigentlich zu schnell – ach, jetzt bin ich aber wieder zu langsam unterwegs! Was erst diese Distanz? Soviel muß ich noch -echt jetzt? )

Ich bin einfach losgelaufen, so, wie es mir mein Körper vorgegeben hat – was soll ich euch sagen? Erst die zwei Kilometer (ich kenne die Strecke und weiß, wann ich welche Distanz gelaufen habe), dann dachte ich mir: Ach, geht doch noch -egal, wie lange ich bis jetzt gebraucht habe, einen Kilometer schaffst du noch. Dann etwas das Tempo rausgekommen – nach 3 Kilometern der Gedanke: Da geht noch einer ohne Pause…. leicht das Tempo wieder erhöht, aber das ging automatisch ohne zu überlegen (man merkts dann einfach irgendwann mal) – an der 4 Kilometermarke vorbei und der nächste Gedanke: Komm – EINER geht noch, dann biste auch bald zu hause…. so -nach 500 Metern das Handy rausgefummelt und das war mein Fehler – ich hab gefühlt alle 20 Meter drauf geschaut – die letzten 500 Meter haben kein Ende genommen..

Mein Resümee: 5 Kilometer am Stück – ohne Kontrolle von Zeit und Geschwindigkeit liefen viel besser als das ständige Schauen auf die Uhr – Du bist zu schnell/zu langsam/Puls zu hoch – laufe einfach so, wie es dir dein Körper vorgibt und zeigt, daß es angenehm für dich ist. Zum Schluß hab ich gesehen, daß ich schneller unterwegs war wie sonst -aber weniger Kalorien verbraucht habe. Egal – bis auf die letzten (kontrollierten) Meter war es für mich ein toller Lauf.

Anhalten…..

Manchmal möchte ich die Zeit gerne zurückdrehen oder zumindest anhalten können – das möchte man aber nur bei schönen Zeiten – bei schlechten Zeiten kann sich das Zeitrad nicht schnell genug drehen…

Wenn ich überlege, was sich bei uns im letzten viertel Jahr alles getan hat, kann einem fast schwindelig werden – manchmal geht mir die Fahrt auf dem Lebenskarussel etwas zu schnell. Aber Stillstand wäre auch nix… zumindest nicht für mich.

Anfang Juni war ich für ein Wochenende bei meinen Eltern – für mich schon etwas besonderes und ein Highlight.

Dann ist unser Labbi Ben Mitte Juni über die Regenbogenbrücke gegangen – ziemlich unerwartet. Wir vermissen ihn immer noch schmerzlichst.

Ende Juni hatte ich endlich mal wieder eine größere Veranstaltung zu fotografieren – ein Wochenende im Taunus – war toll.

Dann kam das Queen-Konzert in der Münchener Olympiahalle – ein geniales Konzert – leider kam damit auch Corona ins Haus und Männe und ich waren erst mal „ausgeschaltet“. Gott sei Dank hatten wir einen relativ leichten Verlauf und außer den schlimmsten Halsschmerzen meines Lebens hatte ich nix dramatisches.

Im Juli waren wir 14 Tage in der Toskana im Ferienhaus – durch Corona und auch die Hitze doch etwas geschwächt, haben wir dieses Jahr nicht so viele Ausflüge gemacht wie sonst. Lieben Besuch hatten wir auch für ein paar Tage und es war eine tolle Zeit.

Anfang August waren wir für 5 Tage in London – eine richtig tolle Zeit – wir wurden mit dem besten Wetter verwöhnt und schafften es in 5 Tagen auf 73 Kilometern zu Fuß.

Gestern kamen wir vom Kurztrip aus Schlüchtern zurück – Nichte hatte ihren 18. Geburtstag gefeiert und am Tag zuvor waren wir auf einem kleinen Weinfest. Viele Freunde und Bekannte getroffen und die Abende waren auch wie im Flug vorbei.

Donnerstag darf ich wieder etwas arbeiten – Eventfotografie für eine große Versicherung. Und an dem Tag kommt auch meine Tante zu Besuch – am Samstag marschieren wir bei Robbie Williams hier in München auf.

Der September bzw die Wochenenden sind verplant mit diversen Treffen mit Freunden und noch einem ziemlich großen Fotografie-Event.

Anfang Oktober fahren wir ein paar Tage mit meinen Eltern nach Kärnten und wandeln auf den Pfaden der Vergangenheit (dort haben wir unsere ersten Urlaube verbracht: Weißensee, Presegger See, Hermagor, Weißbriach….- das bekommt mein Papa zum 80. Geburtstag geschenkt).

Die Woche drauf machen Männe und ich eine Wanderwoche mit Freunden in Südtirol.

Am darauffolgenden Wochenende feiern wir Papas 80. Geburtstag….

Ich freue mich, daß alles erleben zu dürfen und zu können – manchmal ist es mir im Vorfeld etwas zu viel, aber wenn dann die Zeit da ist, freue ich mich immer riesig. Und sind wir mal ehrlich- wissen wir, wie lange wir das alles noch machen können? Es kann so schnell vorbei gehen – ich will damit nicht sagen, daß wir jetzt ratzfatz alles mitnehmen sollen aber genießen wir es doch, so lange es noch geht.

IIICH bin halt keine 18 mehr …

Auf der Straße nach Süden ( gen Heimat)…

Was bin ich kaputt – ich bin aus dem Feieralter wirklich raus – oder vielleicht war’s einfach nur zu spät und zu wenig Schlaf.

Weinfestchen war klasse – spät ins Bett und sehr früh raus. Schwesterherz hat dafür gesorgt, dass die Müdigkeit nicht wirklich ankommt – wir haben Salate geschnippelt, im Garten ein kleines Zeltchen aufgebaut, Biertische und Bierbänke aufgebaut, Kuchen und Geschirr rausgeschleppt, Fotos aufgehängt (fürs Geburtstagskind) und dann kamen auch schon die ersten Gäste …

Dann hab’s ne große Kaffeeklatsch Runde mit 14 Leuten – war sehr nett – dann gabs ne selbstgemachte Apfelbowle… Rezept zum Nachmachen – sehr erfrischend und gut zum Trinken:

2 Flaschen Bitter Lemon

2 Flaschen Zitronenlimonade

1 Flasche Prosecco

1 Flasche Apfelkorn

2 Flaschen Mineralwasser

3 grüne Äpfel – in kleine Würfel geschnitten

Später gabs eine große Grillage – da hab ich die größten Fleisch“Spießchen“ meines Lebens gesehen. Dazu Tomatensalat, Kartoffelsalat, yumyum-Salat und nen gemischten Salat

Die Spieße waren gefühlt einen halben Meter lang 😳

Lange Rede, kurzer Sinn – um kurz vor eins im Bett und um 5 Uhr wieder wach – konnte nicht mehr einschlafen. Diverse Sachen hab ich noch erledigt – Onkel besucht und jetzt – gerade ist es 17.38 Uhr – fahren wir wieder gen Heimat. Eines weiß ich – ich mach heute um 21.00 spätestens Bubu 😉

War ein tolles Wochenende und nun grooven wir uns wieder in den Alltag ein …

Trauben am Balkon von den Eltern 😜

Und plötzlich ist sie 18..

… ist sie nicht gerade auf die Welt gekommen? Meine Lieblingsnichte ( die einzige) … happy Birthday 🎁🎈🎉

Wir hatten gestern eine sehr anstrengende Fahrt hierher – Regen – Hagel – Stau – aber das wichtigste ist: Wir sind heil angekommen und pünktlich zum Kaffee trinken. Mit Zwetschgen Datschi – von Papa gebacken.

Am Abend das Weinfest – organisiert vom ortsansässigen Karnevalsclub. Es war super und sehr gut besucht – tolle Stimmung – mit Liveband.

Ich hab mich so gefreut, so viele Bekannte wieder zu sehen – wir saßen in toller und geselliger Runde, selbst ein ehemaliger Lehrer saß mit am Tisch, brachte der Stimmung aber keinen Abbruch 🙂 Lehrer sind ja auch nur Menschen

Wir waren um 19.00 Uhr da und die Zeit verging unheimlich schnell – komisch, wenn’s schön ist, rennt die Zeit gefühlt viel schneller.

Gegen 22.oo Uhr war das kleine Fest offiziell zu Ende aber alle hatten noch mehr oder weniger volle Flaschen mit Wein und Mineralwasser am Tisch. Und wir wollten ja auch noch ausharren bis Mitternacht, da der Mäusekeks da eben Geburtstag hat/hatte.

Haben wir dann auch geschafft und sie wurde dann von schon sehr vielen Leuten „gefeiert“ – war schon sehr schön. Kurt drauf wackelten wir nach Hause und da gabs auch noch mal Überraschung fürs Geburtstagskind:die Mama hatte ganz viele Fotos ausdrucken lassen und an einer Schnur aufgehängt- und eine große 18 schwebte im Raum – noch ein Gläschen Sekt und dann ab in die Heia.

Ich hatte eine kurze Nacht und marschierte mit dem Hund bereits um 6.15 früh 🙄🙄🙄 über die Mauerwiese – der Kerl hatte ausgeschlafen. Ich nicht – und deswegen leg ich mich jetzt um 13 Uhr noch etwas hin, denn danach ist Familienfeier angesagt – die „richtige Feier“ gibts dann nächste Woche – aber nur für youngsters- da sind wir nicht eingeladen- verstehe ich gar nicht :)))

2

Freitag, der 19…

Heute früh hatte ich einen Friseurtermin – wunderbar, Zeit wurde es, ist jetzt 6 Wochen her nach dem letzten Besuch, erst war ich im Urlaub und dann meine Friseurin. Herrlich, hier könnte ich stundenlang sitzen, kleine Kopfmassage auch noch dazu und nach ner Stunde fertisch (die Herren der Schöpfung schütteln jetzt wohl wieder ihren Kopf und fragen sich, was man eine Stunde auf so einem Friseurstuhl machen kann – die haben noch die Stähnchen bekommen :), das dauert noch länger).

Gegenüber ist ein Edeka – also da rein, eingekauft, alles aufs Band geschleudert und festgestellt, das Portemonnaie ist nicht da… hektisches Suchen in der Handtasche, die in solchen Momenten zu Monstertaschen werden und in denen man gar nichts mehr findet… Mist, wo ist das Ding? Ach, beim Friseur gegenüber liegen gelassen…. Ich mein Zeugs wieder vom Band gezerrt und zum Friseur – meine Friseurin gerade in Mittagspause aber nach Erklärung, wie das Portemonnaie aussieht, habe ich es von der Kollegin wieder bekommen (dachte mir dann, meine Friseurin hätte mich ja mal kurz anrufen können – hat sie, aber leider nicht zu hören, weil Handy auf lautlos gestellt).

Gut – ich sitze im Auto und hab einen Mordshunger, weil nicht gefrühstückt – Datteln hab ich mir gekauft und eine unbändige Lust drauf gehabt, also rein in die Goschn – äääähhhh, wassn nu los? Ich hatte ein leichtes Ziehen unten links gespürt und ein komisches Gefühl im Mund…. vorsichtig die Dattel aus dem Mund – steckt meine Krone drin! Die Zahnkrone!! Zum Verständnis :)Zefix !!! Das hat mir noch gefehlt.

Ich weiß, dass mein Zahnarzt Freitags nur bis 12.30 Uhr da ist – ich hektisch angerufen, erst geht keiner dran und ich dachte „Der wird doch nicht unverschämter weise im Urlaub sein“ – nee, kurz drauf die Sprechstundenhilfe – Ja, der Senior Dr. ist nicht da – nur der Junior – Mir egal, wer das Ding wieder rein schraubt… „Kommen Sie vorbei, aber bitte gleich..“

Aber ja, mach ich- mit dem Auto zum Park and Ride und ab in die Ubahn – ausgestiegen – wolkenbruchartiger Regenschauer – ich bin die Rolltreppe von der Ubahn noch nicht ganz oben und schon klatschnass… Wenns läuft, läufts…… wenns sein muss, der Regen auch in die Sneakers ;/)

Gott sei Dank ist es nur ein kurzes Stück zu Fuß bis zum Zahnarzt – ich mich dort in der Toilette erst mal so gut es geht trockengelegt und dann drauf auf den Behandlungsstuhl – nach ner halben Stunde war alles wieder okay und das Ding sitzt jetzt hoffentlich bombenfest.

Gut, dass man den Zahnarzt so gut kennt und zum Trocken werden noch auf nen Kaffee eingeladen wird. Jesses nochmal, wie wird dieser Tag enden?

Auf den andauernden Regen warten wir immer noch – mittlerweile scheint bei uns wieder die Sonne und ich hab wohl den einzigen Regenschauer, der heute runterkommt, abbekommen.

Ach übrigens Kommentar von Männe: ÄÄÄÄhm, beim Friseur bist du heute nicht drangekommen, oder??? – Ich muss ihm recht geben, sehen tut man nix mehr davon…..

Warten auf den großen Regen..

Wir – ich glaube, ganz Europa – warten/wartet auf den angekündigten Regen. Bei uns hat es seit Wochen nicht geregnet – wenn, dann nur ein kleiner Schauer, der der Natur überhaupt nichts bringt. Es ist hier alles trocken, vertrocknet, bei uns im Wald schaut es aus wie im Herbst, die Bäume werfen ihre Blätter ab und wenn wir nicht jeden dritten oder vierten Tag wässern würden, wäre unser Garten schon einer Wüste gleich.

Wobei, bei uns hier im Süden Deutschlands geht es noch einigermaßen – das sieht nördlich von Nürnberg und auch in Hessen ganz anders aus. Uns der Schlag hat uns getroffen, als wir letzte Woche in London waren – vom Flugzeug aus hat man eigentlich fast nur braune Felder sehen können, zwischendurch mal ein grüner Streifen, aber fast alles ziemlich verdorrt. Und auch die Bäume dort werfen ihr Laub ab – im August.

Der Green Park in London müsste in Brown Park umbenannt werden, im St. James Park am Buckingham Palace saßen wir auf knüppelhartem Rasen – braun -verbrannt – vertrocknet – staubig. Selbst wenn es dort jetzt mal regnen sollte, der Boden kann gar nichts aufnehmen -das ist wie eine feste Lehmschicht.

Und dann gibt es immer noch Menschen, die den Klimawandel bestreiten – sagt mal, wie kann man denn so blind und ohnmächtig dumm durch die Gegend laufen? Merken wir es immer noch nicht, daß es längstens 5 vor 12 ist? (Wer jetzt gut aufgepasst hat, fragt sich; warum schreibt die von Klimawandel, wenn sie selbst nach London gereist ist- gelaufen oder geschwommen wird sie ja wohl nicht sein- nein sie ist geflogen – und das ist ja auch nicht fördernd für die Umwelt und das Klima ). Stimmt – da gebe ich euch recht – das hätte auch nicht sein müssen. Und ich will auch gar nicht argumentieren, daß andere erst mal anfangen sollen, das Klima zu schützen. Jeder MUSS seinen Beitrag dazu leisten (währen ich das schreibe, donnert es in der Ferne – es scheint sich doch nun wirklich etwas zu tun – leider aufgrund des Klimawandels wohl auch wieder extrem. Es sind extreme Niederschläge angesagt).

Aber ich trage auch schon einen kleinen Beitrag zur Klimaneutralität bei – es wird nicht mehr 3 bis 4 Mal im Jahr geflogen, wir reduzieren den Müll und Plastik, so gut wir können, wir üben uns in Nachhaltigkeit, wir verzichten auf Billigfleisch – wir haben unseren Fleischkonsum auch schon sehr reduziert…. aber da sind sooo viel Löcher zu stopfen, daß man sich mit seinem kleinen Beitrag so hilflos vorkommt.

Und solange sonntags Abgase in die Luft geschleudert werden bei solch unsinnigen Veranstaltungen wie Formel 1 fragt man sich dann schon – was bringt es, wenn ich mich zurückhalte und woanders wird es wild und nur, damit andere Unmengen an Kohle verdienen, wieder rausgeblasen. Was passiert eigentlich mit den abgefahrenen Reifen bei all diesen Formel 1 Rennen? Wie werden die entsorgt? ICH WILL MIR DAS NICHT VORSTELLEN und gehe jetzt mal schnell mein Kopfkino ausschalten…..

Großvater….

Großvota, kannst du net obakumman auf an schnölln Kaffee?
Großvota, i mecht da sofül sog’n, wos I erst jetzt versteh‘!
Großvota, du worst mei erster Freind, und des vergissi nie, Großvota

Das ist/war mein Opa ( und ich – Mann, war ich da noch jung)- mein Held. Das Foto ist an seinem 92. Geburtstag gemacht worden – 4 Monate später hat er seine letzte Reise angetreten.

Ich habe die ersten 5 Jahre meines Lebens mit meinen Eltern und Großeltern verbracht – in der großväterlichen Backstube und Bäckerei. Und da merkt man auch wieder, wie wichtig die ersten Jahre im Leben eines Kindes sind – die prägen unheimlich.
Ich hatte richtig Glück – ich hatte Oma und Opa (und zu Anfang auch noch eine Uroma- die „Ticktack- Oma“) die ersten 5 Jahre jeden Tag um mich rum. Und mein Opa hat mich geliebt – und ich ihn. Er hat mich mitgenommen, wenn er Brot ausgefahren hat, ich durfte mit ihm und meinem Papa in der Backstube „mithelfen“ – ich war sein „Christian“. Er hat mich immer „Christian“ genannt, aus Jux, weil ich mich so herrlich aufregen konnte und ihm am Tag hundert Mal erklärt habe „ich heisse Kerstin – nicht Christian“ – da hat er so herzlich lachen können – ich sehe ihn heute noch manchmal so vor mir.

Ich hatte das Gefühl, daß mich mein Opa schon sehr früh ernst genommen hat – ich habe tolle Gespräche mit ihm geführt, selbst als er dann älter wurde. Er hat mir (wie im Lied von STS) vom Krieg erzählt, er hat (ebenfalls wie im Lied) öfters mal die Oma „überhört“ – er war in seiner Art immer sehr bedächtig, hat aber alles, was er für sich wollte, durchgezogen – irgendwie.
Selbst als ich dann nach München gezogen bin, habe ich Opa und Oma immer besucht, wenn ich zu Hause bei meinen Eltern war, das war mir wichtig. Sie selbst sind auch ein paar Mal bei mir in München gewesen, was mich sehr gefreut hat. Wir haben dann Ausflüge nach Andechs und Starnberg gemacht.

Unsere Bindung war so stark, daß ich wusste, wann er stirbt. Es war Wochenende, mein Opa war seit Monaten im Altenpflegeheim und wollte nicht mehr… Er hat kaum noch gegessen, aufstehen konnte er nicht mehr…. er wollte einfach gehen – nicht ohne mich noch einmal sehen zu wollen. Das hat er mich wissen lassen. Freitags rief ich zu Hause an und fragte, wie es Opa ging und da war alles „normal“ – er hatte sogar etwas Joghurt gegessen. Samstag früh wurde ich wach und ich sagte zu Männe: Ich muß heute nach Hause fahren, ich muss zu meinem Opa. Männe – erst etwas verständnislos – fragte: Hast du schlechte Nachrichten? Ich: Nein, aber ich muß heute zu Opa. Gut- wenn du das musst, dann fahren wir – jetzt gleich!

Wir kamen zu Hause an, ich bin gleich zu Opa und da hat er mich erst gar nicht erkannt – da war ich ziemlich geschockt und traurig. Ich saß dann bei ihm und er wurde etwas wacher und ich glaubte, ein Erkennen zu sehen. Gesprochen hat er aber nicht.

Sonntag vormittag bin ich nochmals zu ihm und da schaute er mich ganz wach mit seinen kleinen Äuglein an und fragte: Seid ihr mit dem Auto oder mit dem Zug gekommen? Er war richtig helle und wach…Wir sprachen etwas und ich merket, dass es ihn anstrengt. Nach einer halben Stunde bin ich dann wieder gegangen und hab ihm ein Küßchen auf die Backe gedrückt und ihm zugeflüstert „Opa, ich war ja jetzt da, wenn du nun gehen willst, dann geh….“ Draußen vor der Tür hab ich sooo weinen müssen…

Ich fuhr zu meinen Eltern – ich war kaum im Hause, vielleicht eine viertel Stunde, da kam der Anruf: der Opa ist gerade von uns gegangen….

Grossvater, kannst du nicht runterkommen auf nen schnellen Kaffee
Großvater, ich möchte dir so viel sagen, was ich erst jetzt versteh‘
Großvater, du warst mein erster Freund und das vergesse ich nie….GROSSVATER