Das 9 Euro Ticket ist da….

Genau – jetzt schenken wir uns erst mal eine Tasse Kaffee ein (hab ich übrigens selbst gemalt) und fangen zum Diskutieren an – anstatt sich zu freuen.
Ich finde das 9 Euro Ticket genial – ich werde es wohl nicht nutzen – ach, mal sehen, vielleicht fahr ich damit auch mal zu meinen Eltern. Ich finde es Klasse, daß man den Leuten jetzt finanziell etwas unter die Arme greift. AAAABER was ein Geschrei unter all denjenigen, die mit dem Auto fahren: Ungerecht, wieso wieder nur die Pendler? Sollen die Benzinpreise mal runterfahren – wird sowieso alles teurer…
Halloooo???? Gerade ist etwas sehr viel billiger geworden – ein Ticket, mit dem Du einen Monat lang für 9 Euro in Städten/durch Städte und in ganz Deutschland rumfahren kannst. JAAAA – du brauchst Zeit, weil das Ticket nicht für den ICE gilt – ja, es dauert 15 Stunden von Nord nach Süd durch Deutschland – aber du zahlst nur 9 Euro – einen ganzen Monat lang – und wenn du die ganze Saison ausnutzt zahlst du 27 Euro für 3 Monate – über 90 Tage.
Bei uns in München kostet ein Monatsticket für S-/U-/Trambahn/Bus nicht wenig Geld – es kommt auf die Zonen an – ich sag jetzt einfach mal, zwischen 60 und 100 Euro. So und nun kostet es nur noch 9 Euro. Muss man sich aufregen – weiiiiil ja nur diejenigen profitieren, die die öffentlichen Verkehrsmittel auch nutzen.
Ist wie bei einem Angebot beim Flug – nur der, der den Flug kauft, bekommt ihn zum Angebotspreis. Nur der, der ein Auto hat, spart sich Kosten, wenn der Sprit mal wieder billiger wird. Nur der, der einen Kredit abbezahlt, spart Geld, wenn die Zinsen gesenkt werden. DAS IST EINFACH SO.
Es ist JEDEM freigestellt, dieses Ticket zu nutzen und seinen Spritverbrach so zu senken – und schon wieder Geschrei: Ich komme von zu Hause nicht mit Bahn und Zug zur Arbeit – hallo- lebt ihr auf dem Mond? (ich frage mal ganz provokant). Klar, es ist oft sehr umständlich und zeitaufwändig – aber ihr spart euch GELD. Zum Thema Pendler komme ich demnächst ausführlich hier auf meinem Blog- da interessieren mich eure Antworten und Gedanken brennend!!!
Heute habe ich von einem „super tollen“ (er nennt sich „SuperTollerMario“) social media Nutzer gelesen: „Ich freue mich auf die Fotos und Berichte der viel zu vollen Züge und den Menschen, die dann am Bahnhof stehen bleiben müssen, weil sie nicht mehr in den Zug kommen“.
Sagt mal, wie pervers ist die Menschheit eigentlich geworden? Er freut sich drüber? Was ein I……Nachdem ja letzte Woche schon ein shitstorm über mich gefegt ist, weil ich meine Meinung – ebenfalls auf einem social media Kanal – losgeworden bin, hab ich diesmal meine Klappe gehalten.
Ja, das 9 Euro Ticket ist nicht für jedermann ideal, ja, man fragt sich, wer und wie das finanziert werden soll, aber egal, was unsere Regierungen gemacht haben und machen, wir regen uns immer auf. Wenn sie einer bestimmten Gruppe von Menschen hilft, schreit die andere Hälfte. Die Rentner hätten gerne eine Erhöhung – haben sie jetzt auch bekommen. Sprit war im letzen Jahr auch günstiger – haben die Autofahrer bekommen. Die ständigen Diskussionen, daß sich die Diäten der Politiker in einer Tour erhöhen…..Ach, ich will eigentlich gar keine Diskussion lostreten – ich wollte einfach nur mal sagen, daß ICH das 9 Euro Ticket gut finde und mich für die, die es nutzen werden, echt freue.
Und liebe Sylter und lieber Sylter Bürgermeister (habe gerade gelesen, das ist wohl ein Gericht, aber ich meine den menschlichen Sylter Bürgermeister), die alle auf Sylt leben und glauben, die ganze Insel wird in den nächsten drei Monaten von Touristen überrannt, die all die Jahre nicht kamen: Glaubt ihr, nur, weil man nun das 9 Euro Ticket hat, rauschen wir jetzt alle nach Sylt? Weil es da ja so günstig ist? Hotel, Essen, Einkaufen etc? Glaubt ihr, der gemeine Bayer setzt sich jetzt 15 Stunden in den Zug, um mal auf der Insel ein Eis zu essen und dann fährt er wieder 15 Stunden lang im Zug zurück?
Ich lach mich echt schlapp bei dem Gedanken – was meint ihr dazu????

Was mache (koche) ich denn… ….

…am Samstag, wenn meine Gäste kommen? Ich habe sehr gerne Gäste, ich bin auch sehr gerne eingeladen. Ich freue mich immer, wenn ich etwas Neues zum Essen kennenlerne oder etwas altbekanntes anders zubereitet wird.

Ja und dann hast du Gäste zum ersten Mal bei dir. Was kochst du da? Fragst du nach irgendwelchen Vorlieben oder Allergien? Hab ich bis jetzt noch nicht gemacht. Also, du überlegst und kochst und tust. Der Abend ist toll, die Gäste sind glücklich (so fühlt es sich zumindest an) und du verabredest dich – nächstes mal bei ihnen. Freust dich auf die Einladung und den schönen Abend und sie kochen auf – Kaninchen auf marokkanische Art – sehr lecker – du genießt den Abend aber irgendwann – spätestens bei der Heimfahrt wird dir klar: nächstes Mal sind wir wieder dran und was um alles in der Welt koche ich da? Muss ja mindestens genau so gut und aufwändig sein. Also dann das nächste Mal bei uns Rinderfilet in Niedergarmethode zubereitet – es ist perfekt – toller Abend – wir sehen uns bald wieder… okay bei euch – prima. Da gibts dann dry aged Steaks vom Grill – sehr lecker – toller Abend – bis bald bei uns. Hektisches Überlegen, was mach ich denn das nächste Mal? Bei uns gabs dann eine komplette Lachsseite im Ofen – klasse, schmeckt wunderbar – saftig – gut gelungen (Riesengebirge von Herzen gefallen). Die Gegeneinladung kommt prompt – mit Fisch im Salzmantel -super zum Anschauen – Fisch unheimlich lecker und butterzart – und was mache ich das nächste mal? Eigentlich müsste man das Niveau mal wieder runter fahren – wir wärs mit Spaghetti Bolognese oder einem einfachen Hawaii Toast? Würde ich mich niemals trauen, wobei ich meine, dass das gar kein niedrigeres Niveau ist – eine tolle Bolognese ziehe ICH einem dry aged Steak vor – nichts gegen das Steak – das ist toll – aber ne gute Bolognese eben auch. Was ich damit sagen will – man sollte sich selbst nicht noch bei Einladungen diesem Druck aussetzen, besser, schneller, weiter, höher… sprich aufwändiger, komplizierter etc… der Sinn ist doch ganz einfach, einen schönen Abend miteinander zu haben und tolle Gespräche zu führen. Ähnlich wie bei einer Feier im größeren Rahmen – wer erinnert sich daran, was es da zu Essen gab? Kaum einer – aber alle erinnern sich an den tollen Abend und den Spaß, den man hatte…. Also das nächste mal bei uns – Spaghetti Bolognese – bin gespannt, wen es trifft :)))

Braucht es das?

Also erst mal die Frage überhaupt – braucht es ein Oktoberfest in diesem Jahr? Ich meine: NEIN. Ich kenne viele Menschen, die meinen: JA.
Also – unser Oberbürgermeister Reiter hat entschieden, das Oktoberfest 2022 findet statt. Gut. Bedeutet für mich aber, daß ich mit Sicherheit nicht hingehen werde – Männe auch nicht. Wir schleppen seit Jahren (Ausnahme 2020 und 2021, da fand es ja nicht statt) eine „Wiesnerkältung“ mit nach Hause. Mag sein, daß man zu leicht angezogen ist, man will ja im Zelt nicht ständig die dicke Jacke umschichten -von links nach rechts, zwischen den Beinen- unterm Tisch…
Dann geht man mal kurz raus vors Zelt, weil es einem zu warm ist, evtl. den Kopf etwas auslüften und stellt fest: Es ist recht frisch da draußen – ja Ende September/Anfang Oktober kanns durchaus schon frostig sein.
Und dann gibts noch die nicht ganz so richtig gespülten Bierkrüge, die einem schon von jemand anderem die Erkältung anhängen können.
Wenn ich mir da schon jedes Jahr die Erkältung mit nach Hause hole, bin ich mir absolut sicher, daß ich Corona ebenfalls mitschleppen werde. Will ich nicht! Punkt!
Ich finde diese Entscheidung „pro Oktoberfest“ recht gewagt – stellt euch vor, die Zahlen der Infizierten steigen dann wieder an und wir kommen in die kritische Zone. Ich will mir nicht vorstellen, wie sich die Schausteller fühlen, wenn es 14 Tage vor Beginn des Oktoberfest heißt: Wir müssen die Wiesn absagen! Was ein Chaos. Oh nee – Kopfkino aus.
Und nun lese ich heute auf facebook, daß das neue Bräurosl Zelt schöner und moderner wird – und es bleibt traditionell: Erster Sonntag bleibt schwul.
Bedeutet – es gibt einen speziellen Tag für Schwule. Und nun habe ich mich erdreistet, zu fragen, ob es das braucht – mit meiner Begründung: Schwule wollen doch nicht als besonders angesehen werden, sie wollen normal behandelt werden. Und das ist auch gut so 🙂 Wir haben in unserem Bekanntenkreis auch den ein oder anderen Homosexuellen – na und? Das sind Menschen wie du und ich. Braucht man nicht zum Diskutieren anzufangen. Aber -warum braucht man jetzt einen Schwulen Sonntag auf der Wiesn?
Und da brach der shitstorm über mich rein – hätte ich nur meinen Mund gehalten – ich habe es – glaube ich – 15 Mal erwähnt, daß ich schwule Freunde habe….. Witzigerweise gehen die niemals dort hin.
Um jetzt mal etwas provokant zu werden: Ich will ja auf der Wiesn auch nicht „unbedingt“ unter meinesgleichen sein – es stört mich überhaupt nicht, wenn Homosexuelle ebenfalls das sind. Aber brauche ich deswegen einen „Heterosexuellen Tag“ auf der Wiesn? Nein – brauche ich nicht.

Und von daher meine Frage: Braucht es einen Schwulen Sonntag auf der Wiesn? Was meint ihr dazu?

Das ESC Debakel… für Deutschland

Ich frage mich seit Jahren, warum wir da überhaupt noch mitmachen. Und ich freue mich seit Jahren, daß ich mir diesen jährlichen Samstag abend einfach nicht mehr vermiese. Den letzten ESC hab ich gesehen, als Levina „Perfect Life“ performed hat. Ich fand das Lied toll, ich fand den Auftritt klasse und ich war mir sicher, daß wir es unter ersten 5 schaffen. Leider wurde mir die Hoffnung sehr schnell genommen – ich weiß, daß der Musikgeschmack unterschiedlich ist – ist klar- es gibt die ABBA Fans und es gibt die RAMMSTEIN Fans. Aber daß ich mit ganz vielen anderen Menschen sooo dabeben gelegen habe, verstehe ich bis heute nicht.
Zu unserem ESC Gewinn in 2010 mit Lena Meyer-Landrut: Ich habe mich natürlich super gefreut, fand das Lied aber zu Anfang „doof“. Hat mir nicht gefallen, ich mochte ihre englische Aussprache nicht “ the other dai“ Ich hab damals „dei (day) gelernt. Gut – deswegen findet man ein Lied noch nicht „doof“. Aber mir hat es eben nicht gefallen. Das ganze Lied nicht. Niemals! Weil nicht melodisch – in meinen Ohren. Okay – MEINE OHREN!
Meinen ersten „Fast-Schlaganfall“ habe ich bekommen, als Gildo Horn damals „Piep Piep Piep – ich hab‘ dich lieb“ gequietscht hat – ich wäre vor Fremdschämen am liebsten im Boden versunken. Es dauerte noch mindestens 3 Jahre, bis ich begriffen habe, daß es beim ESC längst nicht mehr um das Musikalische geht. Je schräger, desto besser – je schriller, desto weiter, je peinlicher, desto mehr Punkte.
Und dann diese Punktevergabe unter den Nachbarländern – da wußte man dann schon ganz genau, daß Dänemark Schweden und Norwegen 12 Punkte gibt und umgekehrt. So wie es seit Jahren üblich war, daß WIR von unserem Nachbarland Österreich NULL Punkte bekamen. Schau ich mir die letzen Siege des ESC an, gibts für mich nur ein oder zwei, die in MEINEN AUGEN verdient gewonnen haben – durch musikalisch perfekte Performance: LOREN mit EUPHORIA in 2012 und CONCITA WURST mit RISE LIKE A PHOENIX in 2014.
Wir Deutschen haben in den letzten Jahren oft peinliche Performance abgeliefert, finde ich. Wenn ich da an Max Mutzke denke, der seinen ganzen Song lang die Augen zu macht – warum? Wollte er das Elend nicht sehen? Gildo, der die Balustrade hochklettert und in höchst gewöhnungsbedürtigem Outfit die Leute verarscht hat. AAAHHH, Stefan Raab – WADDE HADDE DUDDE DA??? Ich schäme mich heute noch dafür 😦 ich wundere mich is heute, dass es keinen“Maschendrahtzaun-Song“ von ihm gibt 😩
Aber mir wird klar, beim EUROVISION SONG CONTEST geht es kaum noch um die Musik, je verrückter die Klamotte, je wilder die Masken (ich denke an die Finnen), je mehr Lightshow, desto mehr kommt das beim Publikum an. Bei mir nicht, ich schau es mir nicht mehr an – ich habe bis heute unseren diesjährigen deutschen Beitrag noch nicht einmal gehört. Ich brauche auch nicht mehr „Ein bißchen Frieden“ – aber so einen Mix von Nicole und wem auch immer… Aber nachdem ich den ESC nicht mehr schaue, kann es mir auch egal sein – und das ist es mir auch.

Wie steht ihr zu diesem Thema? Schaut ihr Euch den ESC an?

Fotoshooting-Location Suche

Was ein Tag – heute denke ich gar nicht an Hobby und meine fehlende Zeit dafür – heute fehlt mir die Zeit für meinen ganz normalen Tagesablauf….
Ich war heute auf Fotoshooting-Location Suche – zwei anstehende Hochzeits-Fotoshootings und man muß ja zumindest ein paar Vorschläge haben, wo man das Brautpaar ablichten könnte. Viele Paare haben sich schon ihre Plätze ausgesucht – manche haben so gar keine Idee und verlassen sich dann auf mich. Ich bin heute dann extra für diese Location-Vorschläge losgezogen. Wir haben so viele tolle Plätze hier in München – einer davon ist die Borstei. Ganz ehrlich, dieses „Viertel“ ist sooo schön – mitten in der Stadt – direkt an der sehr belebten Dachauer Straße und du fährst in die Seitenstraße und bist in der völligen Oase und Ruhe – grün, soweit das Auge blickt – wunderschöne alte Häuser – eine ganz kleine und urgemütliche Ladenstraße mit goldigen Geschäften – ein Park dahinter… Ich bin so begeistert und dort heute über eine Stunde hin und hergerannt. Wer mehr davon wissen will: hier gehts zur Borstei – eine ziemlich interessante Geschichte dahinter. Und hier könnte ich das Brautpaar fotografieren:

So, nachdem ich hier über eine Stunde begeistert auf und abgelaufen bin, gings weiter: Schloß Nymphenburg – vielleicht etwas protzig, sich vor einem Schloß ablichten zu lassen, aber wer es mag… Allerdings werden wir da nicht die einzigen sein, die da dann lustwandeln und das mag recht nervig a) für das Brautpaar und b) für die Fotografin (also mich) sein. Aber erlaubt ist, was gefällt. Wobei ich da erst einmal anfragen muß, ob ich hier fotografieren darf. Ich bin von der vorsichtigen Sorte – ich möchte danach nicht hören, daß ich irgendwelche Bild-Rechte mißachtet habe und dann zahlen muß. Also rufe ich da morgen an und kläre das ab. Unser Schloß Nymphenburg ist wunderschön gelegen und hat auch seine sehr interessante Geschichte dazu – die findet ihr hier: Schloß Nymphenburg – und so sieht es hier aus:

Und nachdem ich schon im Münchener Westen war, bin ich auch noch zur Blutenburg gefahren – auch eine tolle Location – längst nicht so besucht wie Schloß Nymphenburg aber auch wunderschön, wenn auch klein. Und auch hier hatte ich Glück, es gibt hier nur einen ganz kleinen Parkplatz – einer war noch frei – meiner:) Man freut sich über Kleinigkeiten, oder? Auch hier gibt es eine kleine Geschichte dazu: Blutenburg. Und hier die Fotos:

Wo würdet ihr eure Hochzeitsfotos machen lassen? Borstei? Schloß Nmphenburg? Blutenburg? Sagt es mir – ich bin gespannt auf eure Antworten.

Zu Hause angekommen, mußte ich mich schnell umziehen und zur Schwiegermutter ins Altenpflegeheim fahren – wir wollten Lebensmittel einkaufen gehen. Nett, wie ich nun mal bin, hab ich sie beim Bäcker auf einen Kaffee eingeladen (mich selbst auch) und bin mit ihr dann noch eine halbe Stunde in der Sonne auf der Terrasse sitzen geblieben. Wieder nach Hause gefahren, hier schauten mich 4 Augen bittend an: „Frauchen, jetzt warst du aber sooo lange weg – Entertainment please“. Gut, die Jungs etwas unterhalten und Gassi marschiert . Zu Hause anggekommen, hab ich die Fotos auf den Laptop gezogen und für EUCH die ersten hochgeladen. Alles andere passiert heute abend, wenn Männe Fußball guckt. Sichten, evtl bearbeiten, sortieren, mit Namen versehen, im Ordner ablegen etc…

Laufen…

… wollte ich heute eigentlich – wirklich – und richtig Laufen – „neudeutsch“ joggen. Habe mich dementsprechend angezogen, kurze Laufhose, Laufshirt, Schuhe, den neuen Kopfhörer in den Ohren, Schlüssel und … ach, ich nehm die kleine Kamera mit – vielleicht find ich unterwegs was zum Fotografieren. NIMM NIEMALS, NIEMALS NIE NICHT deine Kamera mit, wenn du Laufen gehen willst. Das wird nix – das geht in die Hose – wie bei mir.
6 Kilometer in 72 Minuten – in meiner App kommt nach der Rundenzeit (also pro Kilometer) ein Zeichen: Eine Schnecke – na vielen Dank auch 🙂 6 Mal Schnecke gleich 6 Kilometer Schneckentempo. Ja, wenns doch auch so viel zum Gucken gibt. Männe meint ja, es wäre eine Strafe, mit mir spazieren zu gehen, entweder springe ich vorweg oder trödele hinterher – schaue ins Display oder suche Motive (ich kann ihn etwas verstehen).
Ich meine, an solchen Beauties kann man ja nicht einfach so vorbei rennen – die nehmen es persönlich, sind beleidigt und blühen vielleicht im nächsten Jahr nicht mehr. Gut – wäre ich gejoggt, wären sie mir ziemlich sicher auch nicht aufgefallen – aber nun standen sie eben da rum.
Hier einmal eine kleine Auswahl:

Mit dem Laufen – sprich Joggen – habe ich vor ca 15 Jahren angefangen – erst mal 200 Meter draußen im Park, dann mal 500 Meter – dann war ich stolz, bei einem Kilometer gelandet zu sein – dann ging auch noch mehr, 2, 3, oh 5 Kilometer… super und mein Ziel waren dann die 10 Kilometer. Da bin ich heute auch noch, also mehr brauche ich nicht. Ich bin Gott sei Dank aus dem Alter, wo man sich selbst noch etwas beweisen muß. Ich mache das, weil es mir Spaß macht und ich es mit etwas Anstrengung hinbekomme.
Im Moment leider nicht – ich musste vor gut einem Jahr das Laufen etwas einstellen, eine ziemlich schmerzhafte Schleimbeutelentzündung an der Hüfte hat mich ausgebremst. Und dann läßt man das Joggen eben mal, weil es dann nicht nur beim Joggen, sondern auch beim friedlich im Bett liegen schmerzt. Langsam fange ich wieder an – bin ja froh, daß ich beim Skifahren im März überhaupt keine Probleme hatte.
Wir haben ein Laufband im Keller, aber das ist nicht so meins (im Winter zum Trainieren mache ich das gerne mal, aber nur, wenns draußen zu kalt ist) – ich laufe lieber in der Natur – wir wohnen direkt am Wald und ich kann sofort loslaufen. Sehr schön – ist aber auch sehr oft die gleiche Strecke, die ich jetzt schon Jahre kenne. Einmal links rum – einmal rechts rum – mal etwas mehr durch den Wald – mal eher an der Straße. Macht jetzt aber auch keinen Sinn, mit dem Auto irgendwo hinzufahren und dann dort zu laufen, wenn man den Wald vor der Haustüre hat.
So – mein Ziel ist es, in diesem Sommer die 10 Kilometer (ohne Schmerzen) wieder unter einer Stunde zu laufen. Da braucht es noch etwas hin – siehe oben ( 6 Kilometer in 72 Minuten) aber „gerannt“ bin ich heute auch keinen Meter – mach ich übermorgen – OHNE Kamera. Versprochen. Sonst wird das wieder nix.
Ich kann nicht ohne Musik laufen – viele meinen, es wäre doch soo schön in der Natur, das Vogelgezwischer, das Quaken der Frösche, das Rauschen der Bäume)… Mag sein, ich brauche aber Musik dazu, die puscht mich und treibt mich an – heute hatte ich im Programm:
Lou Gramm – Midnight blue, Juice Newton – Love’s been a little bit hard on me (Teenie-Erinnerungen), Lady Antebellum- Need you now (awwwww), Climie Fisher – Love changes everything (nochmal aww), I ran- A Flock of Seagulls (wie unpassend heute), Silbermond – Irgendwas bleibt (stimmt), Alan Parsons – The Turn of a friendly card (yes, ich war da mal wieder 16 Jahre jung), Chris Rea – Reasons (oh määäään), Queen – A kind of magic (echt?), Reo Speedwagon – Keep the fire burning (welches Feuer?), Randy Meisner – Hearts on Fire (yeeees), Air Supply – Lost in Love (da war ich aber echt langsam), Alan Parsons – What goes up (hab ich mich auch gefragt), Mr. Mister – Kyrie (yeeeeesssss), Münchener Freiheit – Ohne Dich (ohne die wäre ich nicht nach München gekommen), Joan Armatrading – Drop the Pilot (welchen bitte), Corey Hart – Never surrender (Schmaaaacht), Sting – Fields of Gold (typischer Herbstsong) und begonnen hab ich mit Nick Gilder – Hot child in the City….. Thomas Gottschalk sagte das Lied einmal in seiner Sendung POP NACH ACHT an mit dem Titel: Gottschalk in the city…. hat sich eingebrannt….

Was tut ihr, um euch fit zu halten? Muckibude? Fußball? Laufen? Oder seid ihr sogar fit und tut gar nix? Beneidenswert.

Freundschaft…

….gute Frage, oder? Wikipedia erklärt Freundschaft folgendermaßen:
Freundschaft bezeichnet ein auf gegenseitiger Zuneigung beruhendes Verhältnis von Menschen zueinander,[1] das sich durch Sympathie und Vertrauen auszeichnet. Eine in einer freundschaftlichen Beziehung stehende Person heißt Freund beziehungsweise Freundin. Freundschaften haben eine herausragende Bedeutung für Menschen und Gesellschaften. Schon antike Philosophen wie Aristoteles und Cicero haben sich mit der Freundschaft auseinandergesetzt.
Muß man Freundschaft erklären?Was bedeutet uns das? Wie wichtig sind Freund(innen)?
Ich kann nur von mir aus gehen: Im Kindergarten waren alle, mit denen ich gerne gespielt habe, meine Freunde. In der Grundschule später wurde man schon etwas wählerischer, das steigerte sich in der Realschule noch etwas – da hatte ich ein erstes „Freundschafts-Verlust-Erlebnis“. Meine bis dahin beste Freundin seit der 5. Klasse und ich hatten 4 Jahre eine sehr enge Freundschaft. Kaum aus der Schule, hingen wir schon am Telefon und mußten „wichtiges besprechen“. Unser jährlicher Albtraum war die Planung der Sommerferien unserer Eltern – hatten wir die ersten 3 Wochen geplant – waren es bei Renate und ihren Eltern die letzen drei. Hieß, wir haben uns im worst case 6 Wochen nicht gesehen oder gehört – unser beider Albtraum. Damals dachte noch keiner an Handys und die Telefone hatten noch eine Wählscheibe (glaub ich). Aber wir haben das auch überstanden. Renate hatte dann in der 9. Klasse einen Freund – und ich war plötzlich nicht mehr so wichtig. Das tat weh – richtig weh. War ein Lernprozess – für mich ein langer.
Als ich mit 23 ganz alleine – ohne Familie, Freund oder Kollegin – nach München ging, habe ich festgestellt, daß sich Freundschaft nicht mehr so auf die Schnelle aufbaut. Man hat Bekannte, ja, die mit der Zeit manchmal zu Freunden werden.
Während meiner Berufsfindungsphase (es dauerte etwas, bis ich zu meinem Beruf bzw. meiner Berufung gefunden habe- Mittlerer Dienst, Bank, Asset Management Gesellschaft und letztendlich Fotografin) gab es viele Bekannte. Aus einer Bekanntschaft hat sich eine richtige Freundschaft entwickelt. Aus uns unerfindlichen Gründen haben wir uns dann 7 Jahre nicht mehr gesehen und gesprochen und dann auf einer Feier wieder getroffen. Wir haben uns sofort wieder gut verstanden und uns gleich auf einen Kaffee verabredet. Seit dieser Zeit bezeichne ich uns wieder als Freundinnen. Wir haben niemals darüber gesprochen, warum wir uns 7 Jahre nicht gesehen haben – ist auch egal. Diese Freundin ist mir sehr wichtig – ich habe sie damals ziemlich vermißt. Aber auch heute sehen wir und oft wochenlang nicht – aber ich weiß, sue ist da. Ein sehr schönes Gefühl.
Eine andere Freundin sehe ich nur alle 2-3 Monate – wir telefonieren auch nicht regelmäßig – aber ich weiß, sollte ich mal irgendein Problem haben, kann immer zu ihr kommen. Ein gemeinsames Freundepaar von Männe und mir sehen wir einmal im Jahr – wenn wir es schaffen – und stellen jedes Mal fest: Es ist, als hätten wir uns erst gestern gesehen und gesprochen. Alles ist vertraut. Ist Freundschaft also davon abhängig, wie oft man sich sieht oder hört? Natürlich ist es schön, wenn ich meine Freundinnen oft sehe, aber wir alle haben unseren Alltag und unsere Verpflichtungen, die uns (leider) öfters davon abhalten, sich zu sehen, ein paar Stunden miteinander zu verbringen und zu reden und dann glücklich und zufrieden wieder auseinander zu gehen. Aber vielleicht macht es das auch aus – es ist etwas besonderes, wenn man sich trifft. Gerade jetzt in der Pandemie bzw. danach sind persönliche Treffen so etwas besonderes. Ja – Freundschaft ist etwas Besonderes – nichts selbstverständliches – man muss es zu schätzen wissen.
Ich finde, je älter man wird, desto mehr schätzt man Freundschaften – weil sie manchmal weniger werden – man entwickelt sich auseinander, die Interessen gehen auseinander, aber das ist auch nicht schlimm, finde ich. Man muss es nur anerkennen und einsehen. Und man muss sich auch „trennen“ können. Auch das gehört dazu. Wenn mir eine „Freundschaft“ mehr Sorge oder ungutes Gefühl als Freude bereitet, muß ich mir überlegen, ob ich das möchte. Sich mit Menschen umgeben, die einem guttun, sollte bei uns ganz oben anstehen. Aber manchmal entwickeln sich auch aus flüchtigen Bekanntschaften tolle Freundschaften.
Wie seht ihr das mit dem Thema Freundschaft? Eine beste Freundin/bester Freund? Viele Freunde? Oder nur Bekannte? Was unterscheidet einen Bekannten von einem Freund? Ich finde das ein recht spannendes Thema.

Hobby-Tag

Gestern war es soweit – mein Hobbytag. Ich hatte ja gestern geschrieben, daß ich oft für meine Hobbies nicht die Zeit, die ich gerne hätte, einbringen kann. Ich war ich auf einem 7-stündigen Zeichen-Workshop und obwohl mir die Augen fast zufallen, muß ich noch davon erzählen.
Ich „folge“ auf Instagram schon ca. 2 Jahre Tanja aus Wuppertal. Tanja sketcht – das ist Zeichnen, aber eine ganz spezielle Art. Hier geht es nicht unbedingt darum, sich in Details zu verlieren und perfekt abzumalen, hier geht es darum, relativ einfach und schnell (immer Auslegungssache) Dinge zu zeichnen (sketchen), die man aufgrund ihrer „Besonderheit“ wieder erkennen kann. Das mag der Turm eines Rathauses einer Stadt sein, das kann ein Karussell auf dem Oktoberfest (damit dann die Verbindung zu Oktoberfest) sein…. Mir gefällt diese Art von Zeichnen sehr gut – bei mir ist in der Schule das Fach „Geduld“ wohl ausgefallen – ich kann Geduld nicht wirklich gut. Naja – jedenfalls haben sich heute eine Gruppe von 9 Frauen getroffen und wir hatten einen gigantischen Tag. Erst ein wenig Theorie wie Horizontlinie, Fluchtpunkte, Vogelperspektive und Froschperspektive und dann gings ans „Eingemachte“. Tanja – die aus Wuppertal kommt, hatte sich typisch Münchener „Models“ zum Sketchen rausgesucht. Einmal das Hofbräuhaus, einmal die Bavaria und einmal einen Teller mit Weißwurst und Breze. Huch – kam ich erst mal ins Schwitzen. Aber Tanja führte uns in ihrer einzigartigen Weise super an die Herausforderung an und siehe da – nach 3 Stunden präsentierten sich die drei „Models“ auf unserer Doppelseite des Sketchbuches.
Ich bin ziemlich stolz auf uns alle – es sind tolle Seiten herausgekommen – viele ziemlich perfekt, ich bin mit meinem auch zufrieden, nur meine Bavaria hat wohl die Pandemie auch nicht wirklich gut überstanden – sie ist, wie manche von uns, etwas aus der Form geraten und hat ein paar Pfunde mehr auf den Rippen. Aber wie gesagt – Sketchen ist nicht abpausen vom Foto – Sketchen ist in wenigen Strichen und relativ kurzer Zeit (okay 3 Stunden sind nicht wirklich kurz, aber es gab hier eine Frage und da ein Schwätzchen) einen Wiedererkennungswert zu schaffen. Ist gelungen, sag ich mal bei meiner Bavaria ganz selbstbewußt.
Noch kurz zu meinem Post von vorgestern – in Pandemiezeiten auf Konzerte gehen – wir waren ja am Samstag bei den Pet Shop Boys – ggiiiiiigaaaaantisch! Einfach super. Die Halle war längt nicht voll, einige- wie wir – trugen Masken. Wir fühlten uns – wie auch immer – trotz der vielen Menschen (man ist ja eine solche Menge an Menschen überhaupt nicht mehr gewohnt) recht sicher und niemals bedrängt und ich hoffe jetzt einfach mal auf das Quentchen Glück und meiner „gute“ Blutgruppe O (negativ) mit einem guten Ausgang. Man muss sich ja wieder langsam ins Leben vorarbeiten. Die Pet Shop Boys warteten mit einer ziemlich genialen Bühnenshow auf – keine Tänzer(innen) – einfach eine tolle Lightshow mit tollen Effekten. Und ein Kracher nach dem anderen – Neil Tennants Stimme gut wie eh und jeh – Chris Lowe recht stoisch wie eh und jeh – aber gemeinsam jedoch die talentierten Pet Shop Boys
Hier noch ein Foto von den Kunstwerken aller Workshoperinnen – haben wir doch recht gut hinbekommen, oder?