Einfach Samstag

…und der hat schon wieder viel zu wenig Stunden. Dabei bin ich seit halb acht auf den Beinen. Die „Jungs“ haben sich bemerkbar gemacht und ich war eigentlich noch echt müde – Männe und ich sind erst um 2.00 Uhr in die Federn – wir haben noch zwei Musikshows, die wir aufgenommen hatten, angesehen und dabei noch zwei Campari Orange gezwitschert 🙂 Gut – nutzt ja nix – also raus aus den Federn, eine schnelle Tasse Kaffee und ab zum Gassi gehen. Unterwegs hab ich noch ne Handvoll Waldmeister gepflückt, damit mache ich dann eine Bowle.
Tja und da sind dann all die Hobbies, die ich nun mal habe – zeichnen, Klavier spielen, nähen, lesen…. Das tolle ist – kann ich alles – das weniger tolle – kann ich alles so lala (außer dem Lesen, das kann ich wirklich gut). Ich wünschte, ich hätte EIN Hobby und könnte das so richtig gut. Klavier spielen hab ich als Kind begonnen – dann Jahrzehnte lang nichts gemacht und vor ca 12 Jahren wieder angefangen. Ich tu mir schwer mit dem Lernen – ich glaube, das geht vielen Erwachsenen so. Und da ist der Gedanke „ich will ja nur für mich spielen – muss ja nicht perfekt sein“ schon der total falsche Ansatz. Ist bei mir nun aber so. Ich nehme Klavierstunde und wenn ich das nicht machen würde, würde ich nur das klimpern, was ich halbwegs kann – das typische eben „Ballade pour Adeline, „Morning has broken“, „Präludium“, „Für Elise“….
Heute „quäle“ ich mich durch wunderschöne Sonatinen von Czerny und Beethoven- herrlich – würde ich mich aber alleine nicht dran setzen – von daher Danke liebe Huiyan für deine Geduld mit mir:).
Dann ist da das Zeichnen – hab ich vor Jahren begonnen – dann wieder aufgehört und vor 2 Jahren für mich wieder entdeckt. Ich liebe es – genau wie das Nähen. Bei beiden Hobbies bezeichne ich mich als Anfänger – aber die muss es ja auch geben . Und so sitze ich Samstag früh da und überlege mir, was ich denn jetzt mache. Nähen, zeichnen, lesen, Klavier fällt aus weil Männe noch schläft… und während dem Überlegen belade ich die Waschmaschine, räume die Spülmaschine aus, füttere und bespaße die „Jungs“ und schaue auf Instagram nach, was ich heute alles zeichnen könnte. Dann kommt noch ein Telefonat mit einer Freundin dazu und schwups – brauch ich mir im den Vormittag keinen Kopp mehr zu machen – der ist vorbei. Nachmittag ist gardening angesagt – Erdbeerboden schnell belegt und Kaffee draußen (könnte ich jetzt als Hobby deklarieren, dann hätte ich heute wenigstens eines erledigt). Und so ist dann auch der Samstag schon fast vorbei und ich hab nicht wirklich viel für MICH gemacht – aaaber morgen ist ein anderer Tag – Sonntag – daaa mach ich dann HOBBY😍 Das Bild oben gab ich gemalt – ich hatte mal ein Hobby (leicht ironisch gemeint) . Was macht ihr hobbymässig so?

Was bei uns im Wald „passiert“ ….oder wie aufmerksam manche Menschen sind

Diese Woche ist uns etwas komisches beim Gassi gehen passiert – Männe und ich waren am Mittwoch wieder einmal gemeinsam zur späten Nachmittags-Gassi-Runde unterwegs und uns kam eine junge Frau mit Hund entgegen – der Hund war auch noch jung und dementsprechend „aufgeweckt“. Als wir so aneinander vorbei gingen, nahm sie ihren „Wildfang“ an die kurze Leine, da sie sah, daß unsere beiden eher zu der „älteren Generation“ gehörten. Fand ich sehr nett. Nicht, daß ich etwas dagegen habe, wenn sich die Hunde miteinander beschäftigen, aber die jungen Hunde sind doch oft etwas wilder gerade unser blinder und arthrosegeplagter Ben tut sich da schwerer. Wir laufen also entgegengesetzt weiter und dadurch, daß Ben ja relativ langsam unterwegs ist, waren wir noch nicht sehr weit, als genau diese junge Frau nach uns rief – einfach nur „Hallo“. Wir sind dann stehen geblieben und sie kam auf uns zu – recht aufgelöst. Sie erzählte uns, daß sie mit ihrem Hund da hinten (sie zeigte uns den Weg) gelaufen wäre und was sie so hätte sehen können, hat sie sehr verunsichert. Dort hätte ein Mann auf einer Frau gelegen. Wir haben uns angeschaut, Männe ist gleich losgerannt und hat auf halbem Weg auch noch unseren Bekannten H. getroffen, der ebenfallls mit seinen Hunden unterwegs war. Wir beiden Mädels haben nur gesehen, daß dieser auch gleich mitgelaufen ist und die junge Frau entschuldigte sich bei mir, daß sie so aufgelöst sei, sie hätte richtig Angst gehabt und sie wirkte sichtlich mitgenommen. Kurz drauf sahen wir einen jungen Mann und eine junge Frau aus dem Wald kommen – ich fragte das Mädel, daß bei mir stand, ob das die beiden wären, die sie gesehen hätte. Sie sagte nur, sie könne das nicht wirklich sagen, sie wäre viel zu aufgeregt gewesen, als sie die beiden gesehen hätte. To make a long story short – Männe kam dann bald zurück und meinte, daß wären wohl die beiden gewesen. Bis er dort angekommen sei, wäre die beiden schon aufgestanden gewesen – vielleicht haben sie mitbekommen, daß die junge Frau da vorbei gelaufen ist. Männe meinte nur, er hätte die beiden gefragt, was sie denn da gemacht hätten und der Junge hätte ganz verschüchtert gesagt, sie hätten sich nur ein wenig hingelegt….. Ich mußte ja dann schmunzeln, weil ich mir vorstellte, daß die beiden da evtl. eine Schmusestunde eingelegt hatten und dabei prompt beobachtet wurden (machen die wahrscheinlich niemals wieder). Die junge Frau mit dem Hund bedankte sich dann noch bei Achim und entschuldigte sich für ihr „hysterisches Verhalten“. Ich fand das ganz und gar nicht hysterisch, ich fand das sehr aufmerksam und mutig. Es hätte ganz eine andere Situation sein können und vielleicht hätte wirklich jemand Hilfe gebrauchen können. Schön, daß auch junge Menschen so aufmerksam sind und wenn sich sich nicht selbst trauen, dann eben um Hilfe bitten.

„What have I done to deserve this“…

Since you went away I’ve been hanging around
I’ve been wondering why I’m feeling down
You went away, it should make me feel better
But I don’t know, oh
How I’m gonna get through? (What have I, what have I, what have I done to deserve this?)
How I’m gonna get through? (What have I, what have I, what have I done to deserve this?)

… So – nun ist es also soweit – am Samstag gehen wir nach über 2-jähriger Pause wieder auf ein Konzert – in die Olympiahalle. Zu den PET SHOP BOYS – ich freue mich sooo… – haaalt – zurückspulen – ich freue mich so????
Ich hätte mich sooo gefreut, wenn wir in 2020 – so, wie ursprünglich geplant – dort hin gegangen wären. Völlig unbedarft, rein in die Olympiahalle, vorher vielleicht noch ein Bier oder eine Weinschorle getrunken, dann die Treppen hinunter und schon die volle Arena vor uns sehend, unseren Platz gesucht und dann ungeduldig auf die „Jungs“ gewartet. Soooo hätte ich mir das gewünscht – wie bei sooo vielen Konzerten, die wir bislang besucht haben.
Wie wird es werden? Mir ist komisch bei dem Gedanken, mit sooo vielen Menschen wieder „in einem Raum“ zu sitzen. Dicht aneinander gedrängt, eventuell einer neben mir hustend (weil er sich verschluckt hat), der andere hinter mir niesend (weil er Heuschnupfen hat). Ich weiß noch nicht wirklich, ob ich das so genießen kann, wie ich alle anderen Konzerte genossen habe.
Ich will auf der einen Seite nicht hysterisch erscheinen, auf der anderen Seite aber auch nicht leichtsinnig.
Normalerweise hält es uns bei Konzerten eher weniger auf den Stühlen, nach den ersten Liedern springen wir oft auf, singen mit, klatschen und tanzen eventuell sogar (wenn es der Platz zuläßt) – so wie es viele unten in der Arena und auch oben bei den Sitzplätzen tun. Ich kann mir das im Moment noch überhaupt nicht vorstellen – ich weiß nicht, ob ich meine Maske auflasse – ich weiß nicht, wieviel Tausend Menschen in der Halle sind – ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob ich mich freuen kann.
Es ist so schade, daß uns das Virus vorallem so viel Freude genommen hat. Freude bzw. Vorfreude auf Reisen, die nicht stattgefunden haben, Freude auf Feiern, die abgesagt wurden. Nun kommt „unserer Generation“ zugute, daß wir schon viel erlebt haben. Männe und ich haben sooo tolle Urlaube erlebt und genossen, Konzerte und Veranstaltungen, daß es uns schon manchmal zu anstrengend war (welch LUXUSPROBLEME, ich weiss), weil wir Karten im Voraus gekauft haben und dann feststellten, ach, da „müssen“ wir ja auch noch hin.
Die Jugend gerade eben – all die 18 – 25 jährigen, die die letzen beiden Jahre wirklich kaum etwas tun konnten, keine Urlaube, keine Konzerte, keine Kneipenabende, wie wir es zuhauf genossen haben – diesen jungen Leuten wurde all das genommen, was wir erlebt haben. DAS finde ich traurig. Da geht es nicht darum zu sagen “ Das geht jetzt halt mal nicht“ – das haben all diejenigen am lautesten gebrüllt, die alles bis zum Umfallen erlebt haben.
Zurück zum Thema: Ich werde bis Samstag noch etwas „in mich gehen“ und versuchen, einen schönen Abend zu genießen – irgendwie nutzt die Vogel Strauß Politik – Kopf in den Sand stecken – ja auch nix. Ich bin gespannt, wie der Abend wird und werde davon berichten.
Ach ja – wie steht ihr zu dem Thema – Konzerte zu Coronazeiten? Würde mich interessieren. Lasst es mich wissen.

Ganz oben – ganz oben -ganz oben, wo die Geister toben….

…war einmal eine Textzeile eines Liedes von Nena. Ich mochte die Frau damals – als Sängerin – heute nicht mehr. Aber man entwickelt sich weiter – sie wie auch ich 🙂
Ich war heute im Olympiapark – hatte ein Fotoshooting mit einer kleinen Touristengruppe – war sehr nett und zum Schluß hab ich auch noch von einer ganz netten Engländerin ein Eis spendiert bekommen 🙂 Man freut sich über solche Kleinigkeiten.
Ich habe sie an der Haltestelle für die Stadtrundfahrtbusse aufgesammelt – natürlich war auch eine Reiseleiterin dabei und dann gings los. Wir haben die Olympiahalle umrundet – das Olympiastadion auch ausgiebigst bewundert, sind dann auf den Olympiaberg hinauf und zum guten Schluß den Olympiaturm hoch. Da war ich schon lange nicht mehr. War wirklich toll – wir waren fast alleine dort oben – nur ein paar Japaner sprangen da noch rum. Fahrkarte für den Lift nach oben knackige 11 Euro…..
Wir waren gut zweieinhalb Stunden unterwegs – Wetter war traumhaft – warm und eine leichte Brise – perfekt. Ich hatte sehr viel Spaß bei meinem Fotoshooting und habe auch für mich tolle Fotos vom Olympiapark machen könnnen.
Vor Jahren war ich einmal mit Männne (da war er noch nicht mein Männe) oben im Olympiaturm im Restaurant zum Essen. Natürlich musste man da ja mit dem Aufzug hochfahren, anders kommt man nicht ins Restaurant. Gut – wir pro Person 8 Mark (zu D-Mark Zeiten war das noch) bezahlt und dann hoch ins Restaurant. Wir hatten Spargel, Kartoffeln und Schinken – noch ein Fläschchen Wein dazu und irgendwas zum Dessert. So – der Spargel war holzig und hart, die Kartoffeln verkocht und der Schinken – naja…. Sehr ärgerlich, wenns auch noch ne Menge Geld kostet- man zahlt ja auch für den Blick mit. Wir haben das dann der Bedienung gesagt und sie meinte, es tut ihr sehr leid – vielleicht kann sie uns mit einem Gläschen Prosecco „trösten“… Haben wir dann angenommen – was will man denn machen – essen konnten und wollten wir auch nichts mehr.
Als es dann ans Bezahlen ging, glaubte ich (an das Gute im Menschen oder im Allgemeinen), daß die ja wohl so geschickt sind und die Liftfahrt irgendwie verrechnen bzw. gegenrechnen. Haben sie natürlich nicht gemacht und jeder der jetzt argumentiert – ich bekomme ja auch kein Benzinggeld erstattet, wenn ich zum Essen fahre – das ist für mich etwas ganz anderes. Ich hätte das als Wirt eben so gestaltet: ein Fuffzigerl mehr fürs Essen stillschweigend berechnen und dann ist doch das Liftgeld für den Kunden auch ganz schnell wieder drin – oder die Flasche Wein halt einen Euro teurer…. Und was wäre das für den Kunden eine tolle Sache, wenn man ihn darauf aufmerksam macht: Wir haben Ihnen natürlich die Liftfahrt zu uns ins Restaurant erstattet – wenn Sie schon hierher zum Essen kommen…. Würde MIR sehr imponieren… Das wäre meine Überlegung – wie seht ihr das?

Du machst doch bei mir bestimmt einen Sonderpreis?

Wie oft habe ich diese Frage gehört? Unzählige Male und ich werde mittlerweile immer grantiger bei dem Gedanken daran. Warum glauben die Leute, sie bekommen einen Sonderpreis oder Rabatt, nur weil man sich kennt? Die gehen doch auch nicht in den Supermarkt und fragen ihre Cousine, die dort an der Kasse sitzt, ob sie das Waschmittel billiger bekommen?
Als ich mit meiner Selbständigkeit begonnen habe, war das ganz schlimm. Viele meinten, ich müsse ja nun sehr glücklich sein, daß ich in meiner Selbständigkeit etwas zu tun bekomme und da kann man ja mal gleich mit einer Rabattaktion starten. Am Besten mal mit 50 Prozent.
Hallo??? Ich habe gerade Tausende von Euro ausgegeben – mir eine neue Kamera mit diversen Objekten zugelegt, einen Laptop, den ich dann mit zum Kunden nehmen kann, ein Stativ, eine Heim-Blitzanlage etc. Fragt bitte nicht, wer noch Geld von mir wollte/will: Berufsgenossenschaft, Versicherungen, Handwerkskammer….
Ich spreche gar nicht von Werbung – Homepage, Flyer, Anzeigen in lokalen Blättern etc.
Die Homepage ist sehr wichtig, das ist sozusagen dein „Gesicht“ – da mußt du aber auch sehr viel Zeit investieren (die man ja gerne auch schon zum Arbeiten genutzt hätte – vorzugsweise hast du die schon vor deinem Start in die Selbständigkeit soweit vorbereitet).
Flyer – meine Güte – bis ich die ansprechend gestaltet habe. Dann habe ich diese drucken lassen – nee, mach mal gleich 5.000 Stück (3.500 liegen noch in meinem Keller). Bringt gar nix – nüscht – nada – niente…. Davon abgesehen, daß du dir einen Wolf läufst und mittlerweile an fast jedem Briefkasten siehst „Bitte keine Werbung“ lesen musst. Ich glaube, ich habe keinen einzigen Kunden durch diese Flyer gewonnen.
Anzeigen – tja – auch so ein Ding – inseriert hab ich – dumme Anfragen hab ich bekommen. Auftrag keinen.
Meine Aufträge hab ich einzig und allein durch Empfehlungen und Mundpropaganda bekommen. Angefangen bei einem Kommunionsshooting bei unseren Nachbarn und Freunden, die hatten mich weiterempfohlen – so ging das los. Irgendwann kam ein Fotografenkollege auf mich zu und am Anfang hab ich mich auch auf solche „Depperljobs“ eingelassen: 2 Stunden Anwesenheits“Pflicht“ bei der Generalprobe – am Sonntag dann vor dem Gottesdienst, im Gottesdienst und nach dem Gottesdienst fotografieren (ca 3,5 Stunden) und dann die Fotos beim Fotografen abliefern. Der druckt sie dann und bekommt pro Foto ab 4 Euro aufwärts. Ich habe für meine 5,5 Stunden ganze 150 Euro bekommen – Stundenlohn knapp 30 Euro – ohne Anfahrtszeit und -Kosten.
Es wurde dann besser (dachte ich) – ich habe die Fotos gemacht (siehe oben – ca 5,5 Stunden Zeitinvestition) und dann bin ich mit meiner Beute nach Hause – habe die Fotos gesichtet, aussortiert, teilweise bearbeitet (Aufwand bei mehreren Hundert Fotos ca 2,5 Stunden) und dann für jedes Kind, welches ich fotografiert habe, eine CD gebrannt. Der Spass dauerte pro CD so ca 25 Minuten – 25 Kinder mal 25 Minuten = 625 Minuten – geteilt durch 60 = 10 Komma irgendwas Stunden. Pro CD bekam ich dann 15 Euro – diese CD wurde dann auch noch verpackt (Kosten) und auf die Post gebracht und versandt (Porto und noch mal eine Stunde Zeitaufwand). Letztendlich hatte ich da dann einen Stundenlohn von ca 30 EURO – aber der Zeitaufwand. Nie wieder…..Letzendlich war es aber eine Erfahrung, die ich nicht missen wollte und sollte.
Learning by doing.
Irgendwann kam dann mal eine Eventagentur auf mich zu – das war dann mein richtiger Start – mittlerweile habe ich eine kleine aber feine Anzahl von „Stammkunden“ (Firmen, Versicherunggen) und auf diese Fotosessions freue ich mich immer ganz besonders.

Was ich gerne mal mache – aber aus freien Stücken und weil ICH es entscheide – ist, ein Fotoshooting verschenken. Ich habe Freunden mal zur Geburt ein Fotoshooting von ihrer Tochter geschenkt – das ist MEINE EIGENE Sache. Auch zwei oder drei Babybauch-Shootings habe ich mal an Freundinnen verschenkt.
Aber wenn mich heute jemand fragt: Ich habe einen festen Stundensatz. Kann jeder erfragen – und da gibt es auch nix dran zu Handeln und zu Feilschen – wir sind nicht auf einem Basar.

Warum blogge ich?

Okay – ganz so krass würde ich es nicht ausdrücken. Also – warum blogge ich? Ich habe vor Jahren mal einen Fotoblog geführt -den habe ich mehr oder weniger regelmäßig mit Fotos bestückt – wir waren eine kleine internationale Gruppe von Fotografinnen (15 an der Zahl), hatten zu jeder Woche ein Thema und jeder hat sein Foto gezeigt und die anderen Fotos kommentiert. Daraus ergab sich eine nette wöchentliche Diskussion. Irgendwann hatte ich keine Lust mehr bzw haben auch verschiedene Damen aufgehört, zu kommentieren und dann wird das recht einseitig.
Geschrieben habe ich schon immer gerne und im Teenie-Alter auch mal einen „Roman“ angefangen – immerhin 110 Seiten – DINA 4 und mit Hand…… könnt ihr euch das vorstellen? Ja, aber auch da sind mir mal die Ideen ausgegangen bzw hatte ich mich in meinem Roman etwas verfahren und wäre da nicht wieder logisch oder sinnvoll rausgekommen. Da hab ich dann aufgehört – schade um die Energie.
Ja und wie ich so letztes Jahr durch den Hugendubel schleiche, bin ich an diesem Buch hängen geblieben. Ich dachte mir – jooo – machste nun auch mit. Aber einfach nur erzählen? Ist mir das nicht zu langweilig? Ich möchte doch auch gerne meine Fotos zeigen. Also Reisegeschichten? Vielleicht? Private Homepage (berufliche hab ich schon und weiß, wieviel Arbeit das macht)? Blog? Welcher Anbieter?
Dann habe ich das mal probeweise angefangen – ich muß euch sagen, es macht mir Spass. Eine meiner Bekannten meinte neulich zu mir: „Was bringt dir das, dich vor allen „nackig“ zu machen und alles aus deinem Leben herauszuposaunen“? Also – ich mache mich mit meinen Erzählungen nicht nackig – ich überlege sehr wohl, was ich erzähle. Zu privat wird es hier niemals werden – das sind dann Geschichten, die gehen niemand etwas an. Aber was ich hier erzähle, ist alles vertretbar und weder geheim noch intim oder was auch sonst. Und alles aus meinem Leben? Um Himmels willen – da müßte ich noch 80 schreiben. Und die Berichte zu meinen Reisen sind ebenfalls so gehalten, daß nicht zu viel privates dabei ist. Ich muß in meinem Blog nicht erzählen, wann ich in den Urlaub fahre, damit der Einbrecher genau bescheid weiß (Krimitante, die ich bin – meine Fantasie wieder). Und ich nutze auch facebook und instagram – von daher gibts da auch immer wieder mal etwas aus meinem Leben. Und soooo spannend ist meines nun nicht, daß ich befürchten muß, nur noch von Stalkern umkreist zu werden :)))
Nun gut – also warum blogge ich nun? Mir macht das Schreiben immer noch sehr viel Spass. Ich finde, alles „runtergeschriebene“ setzt sich nochmal viel fester in die eigene Erinnerung und ich bin sicher, daß ich in ein paar Jahren sehr viel Spaß habe, das alles nochmal zu lesen. Ähnlich wie Fotos angucken – so stelle ich mir das vor.
Ich blogge auch, weil ich gerne andere Blogs lese und da noch viel lernen kann. Ich blogge, weil ich die Meinung anderer gerne höre oder lese. Ich blogge, weil ich die Zeit dazu habe. Ich blogge, weil ich Lust darauf habe. Ich blogge, weil ich „es kann“ – noch nicht so richtig, aber ich will es lernen und von daher habe ich mir die Aufgabe gestellt, täglich einen Artikel zu schreiben – ich will mich nicht unter Druck setzen, wenn ich es mal einen Tag nicht schaffe, kein Problem.
Und natürlich denke ich, in ggaaaanz ferner Zukunft auch ein wenig Geld damit zu verdienen. Davon bin ich aber noch meilenweit entfernt und es reicht mir momentan, einfach meine Gedanken niederzuschreiben oder Erlebtes mit euch zu teilen. Ich finde auch, daß man sich mit dem Bloggen weiterentwickelt. Man lernt, man liest und man macht sich Gedanken. Für mich tausend mal besser als stumpfsinnig in den Fernseher zu schauen
Sind doch Gründe genug, oder? Warum bloggt Ihr? Wie lange schon? Verdient ihr Geld damit? Würde mich alles interessieren. Wann schreibt ihr eure Blogartikel – in der Früh – untertags oder am Abend? Lasst es mich doch wissen….
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Münchener Schäfflertanz – ein Erlebnis

Gestern waren wir zu einem besonderen Erlebnis eingeladen – dem Auftritt des Fachverein der Schäffler München mit dem berühmten Schäfflertanz. CSU Kreisvorsitzender und Staatsminister Markus Blume hatte zu diesem Ereignis eingeladen.
Dem Schäfflertanz liegt folgendes zugrunde:
Der Ursprung des heiteren Tanzes geht angeblich auf das Jahr 1517 zurück. Als zum wiederholten Male die Pest in der Stadt wütete, beschloss ein Schäffler (Fassmacher), dessen Name nicht bekannt ist, dem Leid der noch lebenden Bewohner ein Ende zu setzen und sie mit einem Tanz zu erheitern. Weitere Schäffler schlossen sich ihm an und schon bald erfreuten sich die Münchner wieder ihres Lebens, anstatt vor der Pest in die Knie zu fallen. Mit der Zeit hielt der Tanz auch im restlichen Bayern Einzug. Den ersten wirklichen Beleg für den Schäfflertanz gibt es allerdings erst für das Jahr 1702. Dennoch feierten die Schäffler 2017 zum 500. Jubiläum ihren Tanz mit mehreren Auftritten in München. Dass der beliebte Tanz nur alle sieben Jahre aufgeführt wird, wird durch eine Vielzahl an Vermutungen erklärt. Neben einer angeblichen Wiederkehr der Pest alle sieben Jahre, der Glückszahl „7“ und einer Anordnung von Herzog Wilhelm IV gehören auch ein Zeitplan der Zünfte für ihre Bräuche zu den möglichen Gründen für den Turnus.
Eigentlich wären die Schäffler mit ihrem Tanzreigen erst 2026 wieder an der Reihe, doch für die Corona-Pandemie, die wie einst die Pest das öffentliche Leben lahmlegte, machen sie eine Ausnahme. Die Original Münchner Schäfflertanzgruppe gab vom 5. bis 8. Mai 2022 in einer Sonderedition über 20 öffentliche Aufführungen für Münchner*innen. Mit ihrem Tanz außer der Reihe wollen die Schäffler ein positives Zeichen für das Leben setzen, das jetzt vorsichtig wieder beginnt. 
Ich habe diesen Schäfflertanz das erste Mal live performt gesehen und fand es richtig toll. Bei uns in Münchener Rathaus kann man das Glockenspiel täglich um 11.00 und 12.00 Uhr – von Mai bis Oktober auch nochmals um 17.00 Uhr – sehen, allerdings „drehen“ sich da keine menschlichen Figuren. Trotzdem nett anzuschauen und man erkennt die Touristen sofort – Blick nach oben und Handy/Kamera in der Hand 🙂

Wer beim Nähen pennt, der trennt…

Ich nähe seit einiger Zeit – angefangen hat das vor vielen Jahren, da haben mir meine Eltern zu Weihnachten eine Nähmaschine geschenkt. Damals war ich wild entschlossen, mir meine Kleidung selbst zu nähen – ein kurzer Vorausblick in diverse Schnittmuster, Erfahrungen mit falsch ausgeschnittenen jener und einige nicht sehr schöne Ergebnisse haben mich davon ganz schnell wieder abgehalten. Ich will nicht sagen, daß ich es nicht doch einmal wieder versuchen werde, aber dazu muss ich mir noch sehr viel mehr Geduld und vorallem Genauigkeit aneignen – nicht schnell husch husch – das funktioniert beim Nähen schon mal gar nicht. Lektion ausreichend gelernt. Nach diesen Erfahrungen hatte ich die Nähmaschine auch erst mal wieder in den Keller verbannt.
Vor einigen Jahren habe ich mir eine neue brother Nähmaschine gekauft. Funktionierte bis kurz vor Weihnachten super und damit hatte ich diverse Erfolgserlebnisse. Was mir wirklich Spaß macht, ist das Nähen von – ich nenne es mal Kleinigkeiten: Kosmetiktäschchen, Utensilos, Aufbewahrungsmäppchen, kleine Säckchen, Deko zu Ostern und Weihnachten etc. So etwas ist wirklich relativ schnell genäht und immer wieder eine nette Idee zum Verschenken. Und es ist selbstgemacht. Anfang Dezember gab meine Nähmaschine ihren Geist auf. Keinen Mucks machte sie mehr. Ja was nun? Reparieren lassen oder – was ich schon länger im Hinterkopf hatte – sich eine noch etwas bessere Maschine zulegen? Das Objekt der Begierde hatte ich mir bei amazon schon rausgesucht. Für alle Fälle. War das nun so ein Fall? Diskussionen mit Männe „Brauchst du wirklich eine neue Nähmaschine?“ Brauchen – was heißt brauchen? Was braucht man wirklich? Ich hätte sie halt gerne. Gut. Ich war dann schon nah dran, diese bei Amazon zu bestellen, da sagte mir meine Nachbarin, ich solle doch mal vor Ort hier zum Nähmaschinenhändler gehen und mir diverse Maschinen erst einmal anschauen. Hat sie unbedingt recht. Ich also – zu Pandemiezeiten mit vorher ausgemachtem Termin – dort hinmarschiert und was soll ich euch sagen: So eine tolle Beratung, tolle Aufklärung und vorallem mit einer solchen Sympathie gegenseitig, daß ich nicht nur hier mit einer neuen brother innov-Is A150 sondern auch noch mit einem GESCHENKTEN Anstecktisch (kostet normal 80 Euro) und einer Tasche voll mit Stoffen, zwei Nähzeitschriften und einem Kasten Mon Cherie aus dem Laden gehoppst bin. Daß der Preis nicht so wie bei amazon ist, war klar, dafür habe ich einen Laden in der Nähe, der mir die Maschine bei Bedarf kurzfristig repariert. Und die 70 Euro „Aufpreis“ habe ich gerne bezalt – zumal ich mit viel mehr Gegenwert aus dem Laden rausspaziert bin. Der Geschäftsbesitzer, Herr Gerber meinte, daß ich immer anrufen kann, er könne manchmal das Problem schon am Telefon lösen. Wo gibts denn noch so etwas? Das Nähmaschinenzentrum München kann ich wärmstens empfehlen.
Tja und wenn ich so nähe, orientiere ich mich sehr oft an youtube videos – zb. von „Haus mit dem Rosensofa“, „Sew simple“ oder „diy Eule“ und „Pattydoo“. Der Vorteil: die Mädels zeigen jeden Schritt, man kann ihnen sogar an die Nähmaschine folgen und die Videos sind oft genau so lange, wie es dauert, das Nähteil fertig zu stellen. Oft hat man dann in 30 Minuten schon ein kleines Täschchen und man näht vor lauter Begeisterung das zweite und dann auswendig und ohne hinzusehen das dritte….. Und daaaaa…. passiert es mir oft: Irgendetwas nicht beachtet, falsch überlegt (z.B. beim Reißverschluß einnähen)… das Teil ist fertig und ich wende es voller Begeisterung: Ich hatte schon die Vlieseline im Täschchen innen anstatt den Innenstoff – der Reißverschluß endete nicht da, wo er sollte, der Außenstoff war nicht richtig mit dem Innenstoff vernäht. Also husch husch geht beim Nähen gar nicht. Auch zu Beachten: Wenn du das „Nähgut“ gut bügelst, ist es auch schon fast halb genäht. Die Nahtzugabe von der Wendeöffnung läßt sich viel einfacher schließen, wenn sie schön glatt und ordentlich gebügelt ist. Und so lerne ich mit jedem Teil dazu und es macht einfach Spaß. Du kannst in einer halben Stunde ein kleines Utenislo fertig gestellt haben oder ein kleines Kosmetikäschchen.
Und weil wir gerade beim Thema sind: ich bin jetzt mal kurz weg – beim Nähen.

Selbstgenäht !!!

Richtiges Buch, Kindle oder Audible Hörbücher?

Ich lese für mein Leben gerne – schon immer. Ich habe mir zu Schulzeiten – ja sogar im Teeniealter (und da schläft man doch eigentlich lieber in der Früh) den Wecker früher gestellt, um noch ein paar Seiten zu lesen. Ach, was hab ich alles gelesen: Begonnen hab ich mit den „Britta-Büchern“ – Britta und ihr Pony, Britta siegt beim Springturnier… Klar, damals war die Pferde-Manie (ich glaub, das hat jedes Mädchen mal), Hanni und Nannni (alle Bände), Dolly, Michaela, Fünf Freunde, Die drei ???….. Dann etwas später haben mich die „Susanne Barden“ Bände fasziniert – danach wollte ich unbedingt Krankenschwester werden. Ein Buch aus meiner Jugend kann ich auch nicht vergessen: Die Kolumbianerin von Brigitte Blobel – hat mich sehr beschäftigt. Ein tolles Buch. Ich war damals auch in der Bücherei bzw. habe mir dort wöchentlich Bücher ausgeliehen. Ich finde Lesen unglaublich toll. Es erweitert den Horizont, ich kann mich sooo gut in verschiedene Situationen reinversetzen, die Fantasie wird angeregt.. .Ihr seht, ich LIEBE LESEN. Und auch jetzt lese ich gerne – sehr gerne Krimis – ich weiss auch nicht, warum. Mit Fantasy-Geschichten kann ich gar nix anfangen – zu meiner Schande habe ich noch nicht einen einzigen Band von Harry Potter gelesen. Science Fiction geht üüüberhaupt nicht an mich dran. Kitschige Liebesromane hasse ich. Ich will mich gar nicht auf ein Genre festlegen – ich stöbere gerne im Hugendubel und wenn ich dann ein Buch sehe, welches mir alleine schon vom Umschlag gefällt, lese ich mir den Klappentext durch und wenn ich dann sage: Ja – das isses – wandert es in mein Bücherregal.
Auf Facebook gibt es eine „Lesegruppe“ – She‘s got the book – jeden Samstag wird man gefragt, wer gerade was liest. Und da gibt es immer so um die 70 Antworten und Vorschläge – das ist ganz schlimm für mich. Ich sitze dann da, lese bei den Vorschlägen mit, googgle, wenn mich ein Buch interessiert und bevor ich überhaupt richtig mit dem Denken anfangen kann, haben meine Finger das große „A“ eingegeben und das Kindle e-book ist gekauft. Oft habe ich schon tolle Schnäppchen mitnehmen können – Angebote von 0,99 bis 2,99 Euro hab ich „geschossen“. Und das waren sehr oft richtig tolle Bücher. Eines hebe ich ganz besonders hervor „Tanz auf Glas“ – was ein tolles und mitreissendes Buch. Geheult hab ich auch – muss auch manchmal sein. Und manchmal werde ich ganz traurig, wenn ich sehe, das Buch neigt sich dem Ende – ich will gar nicht, daß es endet und trotzdem will ich weiterlesen. Das sind die schönsten Momente beim Lesen, finde ich.
Und da sind wir beim eigentlichen Thema: Ich sehe, daß das Buch gleich „ausgelesen“ ist. Ja – aber nur beim richtigen Buch. Beim Kindle muß ich schauen, wieviel Prozent ich noch habe- auf welcher Seite ich bin…. aber ich weiss nicht wirklich sofort, wieviel Lesestoff ich noch habe. Und ganz oft kann ich – lese ich mit meinem Kindle – gar nicht sagen, welches Buch ich gerade lese. Das ist nicht weiter schlimm – ist aber manchmal blöd für mich. Der Riesenvorteil, den der Kindle hat, ist die Menge an Büchern, die ich immer dabei habe. Ich habe auf meinem mittlerweile ungefähr 300 Bücher. Für den Urlaub richtig klasse, ich kann von Buch zu Buch „switchen“ und hab immer nur das kleine Gerät in der Hand und im Koffer. Aber im Gegenzug liebe ich es auch, mal wieder ein richtiges Buch in der Hand zu haben, diese Haptik, auch der „Geruch“ von den bedruckten Seiten, das Umblättern – herrlich.
Mit was ich überhaupt nix anfangen kann, ist Audible – diese Hörbücher. Ich hatte mir die APP mal heruntergeladen und ein oder zwei Bücher angehört. Das ist nix für mich. Ich kann zwar folgen aber für mich ist das „Buchstaben zusammensetzen“ im Kopf – also das LESEN – viel einprägsamer. Ich kann mich da viel besser dran erinnern und auch der Geschichte „bildlich“ viel besser folgen. Und irgendwie finde ich es auch nicht gerade günstig, pro Monat knapp 10 Euro bezahlen zu müssen und wenn ich dann ein Hörbuch möchte, bezahle ich noch mal pro Buch. Okay, der Kindle hat auch Geld gekostet und für das e-book zahle ich natürlich auch. Für mich aber noch „verträglich“.
Ganz prima hingegen finde ich die Audible-Idee für Menschen, die nicht mehr lesen können, sei es, daß sie blind sind oder sie es aus anderen Gründen nicht mehr können oder wollen. Und entspannend ist es sowieso. Sind wir mal ehrlich, ist ja fast so wie Fernsehen – da bekommen wir ja auch alles „vorgelesen“ und schauen halt noch etwas hin. „Fernseh-Audible“ mache ich manchmal, wenn ich zu müde zum Fernsehschauen bin, aber trotzdem auf der Couch liegend zuhöre.
Wie steht ihr zum Thema richtige Bücher, Kindle oder Hörbücher? Würde mich interessieren.

Über den Mythos….

…Fenster nicht bei Sonnenschein zu putzen. Also – ich habe heute Fenster geputzt – bei strahlendem Sonnenschein. Ich hasse Fenster putzen – war nicht immer so. Früher war ich richtig gut drauf beim Fenster putzen. Heute schimpfe ich wie ein Rohrspatz – was es nicht einfacher oder besser macht. Ich glaube wirklich, wir haben extrem „bösartige“ Fenster – zum einen sind es Sprossenfenster und zum anderen glaube ich wirklich, daß das Glas einfach nix (mehr) ist.
Ich habe ALLES probiert: mit Fensterleder, mit Schwamm und Abzieher, von Kärcher so ein Fensterputzer gekauft, mit Lappen und mit Zeitung getrocknet, mit Glasrein besprüht und dann getrocknet, mit Essigwasser geputzt und sogar nur mit klarem Wasser. Ich habe IMMER Schlieren – immer! Gut – ich bin da auch extrem empfindlich und liege in sämtlichen Positionen vorm Fenster und schaue bei jeglichem Lichteinfall – aber sie sind halt nicht blitzeblank.
Wie oft hab ich gesagt bekommen: Kind, Fenster NIEMALS bei Sonne oder Sonnenschein putzen. Gut -hab ich eben die Fenster geputzt, wenns bewölkt war (wenn ich richtig Pech hatte, gabs danach einen Platzregen und es hat mir die Scheiben von außen gleich wieder versaut ). Da war ich dann immer recht happy – Fenster sind super sauber….. ABER – wehe, die Sonne kam dann raus – och nee- hab ich mich geärgert und bin wieder dran an die Schlieren. Besser wurde es selten. Dann hab ich mir gedacht: Kerstin – lass es einfach. Du weißt, die Fenster sind sauber, wenn die Sonne scheint, guck halt einfach nicht hin. Hat nicht funktioniert.
Und irgendwann war wieder Fensterputzen angesagt und ich war auch halbwegs in Laune, aber die Sonne schien. Und ich – ganz schlauer Fuchs – dachte mir: Alles klar, ihr Lieben – ihr werdet jetzt geputzt – im/mit Sonnenschein. Ich also ran an die Fenster – geputzt und trocken gerieben. Fenster zu gemacht und von links nach rechts geschaut – da hab ich eben die Streifen und Schlieren gleich gesehen und konnte dann dagegenhalten. Was soll ich euch sagen? Ich mach es nur noch so – Fenster putzen bei Sonnenschein – da seh ich GLEICH, wo ich noch mal dran muß und räume das Putzzeugs nicht weg, um es am nächsten Tag wieder rauszuziehen und nachzuwischen.
Wie haltet ihr das mit dem Fensterputz? Niemals bei Sonne? Nur, wenn es bewölkt ist? Meine Freundin Christiane hatte mir dann den Supertipp gegeben: Einen Fensterputzer zu engagieren – ich war schon fast soweit – aber mit der Methode „Sonnenscheinputzen“ klappt es mittlerweile recht gut – und günstiger ist es auf alle Fälle.